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02.09.2014
Ernährung: Olivenöl – gut fürs Herz?
Eine mediterrane Kost, die viel Olivenöl enthält, wirkt sich laut einer Studie positiv auf den Herzrhythmus aus
Thinkstock/Hemera
Eine „mediterrane“ Ernährung mit reichlich Olivenöl wirkt ­positiv auf das Herz. Das legt eine Studie spani­scher Wissenschaftler nahe, die das Fach­­magazin Circulation veröffent­lichte. Sie untersuchten fünf Jahre lang regelmäßig 6.705 Teilnehmer mit Risikofaktoren wie Diabetes oder Bluthochdruck, aber noch ohne Vorhofflimmern. Im Studien­verlauf geriet das Herz bei jenen Probanden ­seltener aus dem Takt, die die gemüse- und fischreiche Kost zusätzlich mit Oliven­öl an­reicherten. In einer Teilgruppe, die stattdessen ergänzend Nüsse knabberte, gab es ebenfalls positive Effekte, aber in geringerem Ausmaß.

01.09.2014
Brennnessel: Natürliche Hilfe für die Blase
Extrakte aus Brennneselblättern wirken wassertreibend und können dadurch leichte Harnwegsinfekte lindern
Thinkstock / iStock
Viele Gartenbesitzer sehen in der robusten und buschig wachsenden Pflanze nur Unkraut. Dabei hat die Brennnessel (Urtica dioica) – sie verdankt ihren Namen kleinen Brennhaaren an Stängel und Blättern, die bei Berührung Ameisensäure und Histamin absondern – vielfältige Heilwirkungen. Ihre Blätter zum Beispiel ent­halten Flavonoide wie etwa Rutin, das leicht wassertreibend wirkt. Die Extrakte finden deshalb zum Beispiel in Teepräparaten Verwendung, die zur unterstützenden Behandlung von unkomplizierten Infektionen der ableitenden Harnwege dienen.

31.08.2014
Tee: Grüner Zellschutz?
Wer viel grünen Tee trinkt, kann womöglich sein Risiko für bestimmte Krebsarten verringern – so eine Studie
Shotshop/LFL
Laut einer Studie der taiwanischen ­Cheng-Kung-Universität senkt der Genuss von schwarzem und grünem Tee das Risiko für Tumore im Hals-Kopf-Bereich. Bei der Untersuchung wurden 400 Krebspatienten und 400 Gesunde befragt. Im Vergleich zu Tee-Verächtern besaßen Menschen, die fünf oder mehr Tassen pro Tag tranken, ein um 40 Prozent niedrigeres Risiko, an Kopf-Hals-Tumoren zu erkranken. Dieser ­positive Zusammenhang trat besonders deutlich bei Grüntee-Trinkern auf.

30.08.2014
Tee: Grüner Zellschutz?
Wer viel grünen Tee trinkt, kann womöglich sein Risiko für bestimmte Krebsarten verringern – so eine Studie
Shotshop/LFL
Laut einer Studie der taiwanischen ­Cheng-Kung-Universität senkt der Genuss von schwarzem und grünem Tee das Risiko für Tumore im Hals-Kopf-Bereich. Bei der Untersuchung wurden 400 Krebspatienten und 400 Gesunde befragt. Im Vergleich zu Tee-Verächtern besaßen Menschen, die fünf oder mehr Tassen pro Tag tranken, ein um 40 Prozent niedrigeres Risiko, an Kopf-Hals-Tumoren zu erkranken. Dieser ­positive Zusammenhang trat besonders deutlich bei Grüntee-Trinkern auf.

29.08.2014
Hypnose: Besser schlafen
Frauen, die an Schlafstörungen leiden, können laut einer Studie durch eine Hypnotherapie wieder geruhsamer schlafen
Thinkstock/istock/IPG/Gutenberg UK LTD
Guter Schlaf zeichnet sich durch ausreichend lange Tiefschlafphasen aus, die wichtig für die Regenera­tionsfähigkeit sind. Patienten mit Schlafstörungen können erfolgreich mit Hypnotherapie behandelt werden. Schweizer Forscher wiesen nach, dass sich dadurch
tatsächlich die Qualität des Schlafs positiv beeinflussen lässt.
70 junge, gesunde Frauen nahmen an dieser Studie teil, die in dem Fachjournal Sleep veröffentlicht wurde. Vor dem Einschlafen hörten manche von ihnen über Lautsprecher eine 13-minütige Tiefschlafhypnose. Bei Frauen, die generell gut auf Hypnose ansprechen, erhöhte sich so der Tiefschlafanteil um 80 Prozent im Vergleich zu jenen, die einen neutralen Text hörten. Weniger hypnotisierbare Frauen profitierten nicht.

28.08.2014
Schilddrüsentabletten: Morgens oder abends?
Normalerweise nehmen Menschen mit Schilddrüsenproblemen ihre Arznei morgens ein. Eine Studie zeigt aber, dass auch eine abendliche Einnahme möglich ist
W&B/Martin Ley
Wer Tabletten gegen Schilddrüsen­unterfunktion einnimmt, schluckt das Medikament mit dem Wirkstoff Levothyroxin in der Regel morgens, mindes­­tens eine halbe Stunde vor dem Frühstück. Eine niederländische Studie mit 90 Teilnehmern zeigt, dass die Arznei auch abends vor dem Schlafengehen genommen werden kann, wenn die letzte Mahlzeit länger zurückliegt.
Wichtig: Ändern Sie den Einnahmerhythmus aber nicht auf eigene Faust, sondern sprechen Sie zuerst mit Ihrem Arzt.

27.08.2014
Untergewicht: Gesund zunehmen
Viele sehr schlanke Menschen würden gerne ein paar Kilo zunehmen. Aber das ist gar nicht so leicht
Thinkstock/Hemera
Hungerhaken, Bohnenstange, Spargeltarzan – die Umgangssprache kennt viele Spottnamen für dünne Menschen. In unserer Gesellschaft, in der Überfluss häufig Hand in Hand mit Übergewicht geht, werden sehr schlanke Zeitgenossen zwar oft um ihre Figur beneidet. Doch andererseits werden sie als verhärmte Asketen belächelt. Dass viele ohne
eigenes Zutun zu schlank sind, ist den meisten von denen, die mit ihrem Gewicht kämpfen, nicht bewusst.
Ein hageres Erscheinungsbild ist oft genetisch bedingt, sagen Experten. Häufig haben aber auch Menschen Untergewicht, die sportlich oder im Alltag sehr aktiv sind und trotz eines erhöhten Energie­bedarfs nicht mehr essen. Daneben bringen hohe geistige Anforderungen am Arbeitsplatz oder zum Beispiel in Prüfungssituationen den Stoffwechsel auf Hochtouren.
Eine zierliche Statur allein hat an sich noch keinen Krankheitswert. Wer sehr wenig wiegt, sollte jedoch vom Hausarzt abklären lassen, ob zum Beispiel eine Schilddrüsenfunktionsstörung oder Magen-Darm-Erkrankung dafür verantwortlich ist. Auch psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Magersucht können die Kilos schwinden lassen. Im Unterschied zum „normalen“ Unter­gewicht ist das Dünnsein bei der Magersucht aber gewollt.
Doch auch magere Menschen, die ansonsten gesund sind, laufen Gefahr, dass dauerhaftes Untergewicht sie ­körperlich schwächt. Wenn wichtige Nahrungsbestandteile nicht in aus­reichender Dosis zugeführt werden, kommt es nach und nach zu einer ­katabolen Stoffwechsellage, warnen Ärzte. Das heißt, im Organismus ­überwiegen Abbauprozesse. Fehlen etwa Vitamin D und Kalzium, steigt das Risiko für Osteoporose.
Mangelt es an Eiweißen, baut die Muskulatur allmählich ab. Außerdem werden möglicherweise wichtige Funktionsproteine wie Enzyme, Hormone und Immunglobuline nicht in ausreichenden Mengen gebildet. In der Folge fühlen sich mangelernährte Untergewichtige oft kränklich, müde und abgeschlagen.
Definitionsgemäß ist eine Person untergewichtig, wenn ihr Body-Mass-Index (BMI) unter 18,5 liegt. Prinzipiell dient dieser Wert jedoch nur zu einer ersten Orientierung, da er zum Beispiel Muskelmasse und Fettverteilung nicht berücksichtigt, und für sehr große und sehr kleine Menschen zu falschen Einschätzungen führen kann.
Im Jahr 2009 waren Frauen häufiger (3 Prozent) untergewichtig als Männer (1 Prozent), wie der Indikatorenbericht „Nachhaltige Entwicklung in Deutschland 2012“ des Statistischen Bundesamts feststellt. Besonders ist Dünnsein bei jungen Frauen verbreitet.
In der Altersgruppe der 18- bis 19-Jährigen waren 12,5 Prozent zu leicht, bei den 20- bis 24-Jährigen Frauen noch 9,4 Prozent. Bei einem BMI von unter 18,5 kann es ratsam sein, die eigenen Essgewohnheiten in einer Ernährungsberatung oder -therapie überprüfen zu lassen. Viele Untergewichtige, die – noch – gesund sind, lassen beispielsweise manche Mahlzeiten ganz aus. Sie stehen unter Zeitdruck oder vergessen das Essen einfach.
Ansprechend zubereitete und farbenfrohe Speisen und Snacks wecken die Lust auf Genuss, die bei Untergewichtigen oft auf der Strecke geblieben ist. Mahlzeiten mit frischen Kräutern oder Gewürzen wie Senf und Ingwer regen die Magensaftbildung und damit den Appetit an. Auch ein paar Nüsse oder eine leckere Suppe vor der Hauptmahlzeit machen vielleicht Lust auf mehr.
Das Entscheidende bei der Auswahl der Lebensmittel ist nicht deren Energiedichte, sondern ihr Eiweiß- und Fettgehalt. Untergewichtige, die zunehmen wollen, sollten deshalb neben mehr Kohlenhydraten auch mehr essenzielle Amino- und Fettsäuren aufnehmen. Fleisch, Fisch, Eier, hochwertige pflanzliche Öle sowie vollfette Milchprodukte sollten häufig auf dem Speiseplan stehen. Zum Frühstück kommt zum Beispiel Rührei mit Schinken, zum Abendessen Hühnchen mit Avocado auf den Tisch. Kohlen­hydrate aus ballaststoffreichen Brot­sorten, Nudeln oder Bratkartoffeln eignen sich als Beilage.
Hilfreich kann es auch sein, die Anzahl der Mahlzeiten schrittweise auf fünf bis sieben pro Tag zu erhöhen. Werden die Mahlzeiten mit einem Extralöffel Nährstoffen und Energie angereichert, so wird das Zunehmen leichter. Frische Obst- und Gemüsesäfte beispielsweise werden durch einen Löffel Honig gehaltvoller, ins Müsli kann man einen Esslöffel Sahne geben und Salat mit einer Extra­dosis Raps- oder Olivenöl anmachen.
Doch auch wer all diese Ratschläge umsetzt, sollte sich keine übersteigerten Hoffnungen machen und die Ziele nicht zu hoch stecken. Die Kilos, die Untergewichtige damit zulegen, bleiben überschaubar. Realistisch ist eine Gewichtszunahme von zwei bis vier Kilogramm innerhalb von drei bis sechs Monaten, sagen Experten.

26.08.2014
Pause: Bewegung macht kreativ
Ein Spaziergang beflügelt den Geist: Deshalb sollten sich Mitarbeiter nach Möglichkeit öfter eine kurze Auszeit an der frischen Luft gönnen
Thinkstock/iStockphoto
Bewegung macht kreativ, fanden Forscher der Universitäten Stanford und Santa Clara (USA) heraus. 179 Freiwillige sollten sitzen, auf dem Laufband gehen, über den Campus schlendern und währenddessen sowie danach verschiedene Aufgaben lösen. Ergebnis: Sowohl das Laufbandtraining als auch der Spaziergang führten zu deutlich mehr kreativen Ideen. Firmen, die auf gute Einfälle angewiesen sind, folgern die Wissenschaftler, sollten Mitarbeitern häufiger Pausen an der frischen Luft erlauben.

25.08.2014
Ernährung: "Wunderstoff" in Rotwein entzaubert
Die Substanz Resveratrol, die in Rotwein vorkommt, besitzt anscheinend doch keine gesundheitsfördernden Effekte
Thinkstock / iStock
Rotwein, in Maßen genossen, wird eine gesundheitsfördernde Wirkung auf das Herz-Kreis­lauf-System nachgesagt. Lange wurde dieser mögliche Effekt dem Inhaltsstoff Resveratrol zugeschrieben – entsprechende Nahrungsergänzungsmittel kamen auf den Markt. Forscher der Universität Baltimore (USA) wollten es genau wissen.
Sie untersuchten die Resveratrol-Aufnahme von 782 Probanden und ver­glichen diese Werte mit dem Gesundheits­zustand der Teilnehmer. Ergebnis: Resveratrol besitzt keine gesundheitsfördernde Wirkung. Diese sei wohl auf andere Substanzen im Rotwein zurückzuführen. Welche das sein könnten, ist noch nicht erforscht.

24.08.2014
Parfüm: Der Duft des Sommers
Blumig: So riecht der Sommer auf der Haut
Thinkstock / iStock
Wählen Sie für die sonnenverwöhnte Zeit des Jahres ein leichtes, frisches Parfüm. Düfte von Frühlings- und Sommerblumen wie Narzissen oder Maiglöckchen passen hervorragend. Auch Zitrusdüfte kommen gut an. Damit das Parfüm länger hält, cremen Sie sich nach dem Duschen mit einer feuchtigkeitsspendenden, neutralen Lotion ein und sprühen dann den Duft auf die Haut.

23.08.2014
Parfüm: Der Duft des Sommers
Blumig: So riecht der Sommer auf der Haut
Thinkstock / iStock
Wählen Sie für die sonnenverwöhnte Zeit des Jahres ein leichtes, frisches Parfüm. Düfte von Frühlings- und Sommerblumen wie Narzissen oder Maiglöckchen passen hervorragend. Auch Zitrusdüfte kommen gut an. Damit das Parfüm länger hält, cremen Sie sich nach dem Duschen mit einer feuchtigkeitsspendenden, neutralen Lotion ein und sprühen dann den Duft auf die Haut.

22.08.2014
Demenz: Guter Job, später Lohn
Berufe, die viel Selbstständigkeit bieten, können das Demenz-Risiko senken
Thinkstock / Pixland
Wer am Arbeitsplatz in hohem Maß selbstständig planen und handeln kann, hat im Alter ein geringeres Demenz-Risiko. Das zeigt eine Studie der Universität Leipzig. Demnach hält es geistig fit, sich im Beruf selbst Ziele setzen zu können, Strategien zu entwickeln sowie Handlungsabläufe zu planen und zu organisieren.
In der Studie hatten Menschen mit solch hohem Maß an Selbstverantwortung ein um 27 Prozent geringeres Risiko, an Demenz zu erkranken, als andere Arbeitnehmer. Für ihre Untersuchung nutzten die Studienautorinnen Daten, die im Rahmen der Leipziger Altersstudie bei 1265 über 75-Jährigen seit mehr als acht Jahren regelmäßig erhoben werden.  

21.08.2014
Deutschland: Das wir-Gefühl wächst
Die Heimatverbundenheit der Bundesbürger wächst. Man hat wieder größeres Vertrauen in die Mitmenschen
Thinkstock / iStock
In der Bundesrepublik wächst der gesellschaftliche Zusammenhalt. Dies belegt eine Studie der Bertelsmann Stiftung. Demnach sind das Vertrauen in die Mitmenschen, das gesellschaftliche Engagement und die Heimatverbundenheit der Deutschen größer als vor 20 Jahren.
Allerdings sind 25 Jahre nach dem Mauerfall die Unterschiede zwischen Ost und West deutlicher als direkt nach der Wiedervereinigung. Im Osten ist das Vertrauen in die Mitmenschen geringer und die Unzufriedenheit mit dem Lebensstandard größer. Insgesamt zeigt sich, dass mit dem Wohlstand eines Bundeslands der Gemeinsinn wächst. 

20.08.2014
Alkoholismus: Die Sucht zähmen
Ein neues Medikament soll Abhängigen helfen, ihre Trinkmenge zu verringern. Experten schätzen den Nutzen unterschiedlich ein
Thinkstock/istock/iacona
Der Gemeinsame Bundesausschuss hat im Februar 2014 eine wegweisende Entscheidung getroffen: Medikamente, die dabei helfen, dass Süchtige weniger Alkohol trinken, sind jetzt erstattungsfähig. Bislang galt das nur für Arzneimittel, welche die Abstinenz unterstützen.
Damit ist in Deutschland der Weg frei für den Wirkstoff Nalmefen, der bereits seit März 2013 die europäische Zulassung hat. Der Hersteller wollte noch das Urteil des obersten deutschen Entscheidungsgremiums abwarten und plant jetzt, sein Arzneimittel im Herbst hier einzuführen.
Verordnen Hausärzte dann Nalmefen, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten – zunächst für maximal drei Monate, in begründeten Einzelfällen weitere drei Monate lang. Die Patienten sollen allerdings nur bei Bedarf eine Tablette schlucken: am besten ein bis zwei Stunden vor einem trinkträchtigen Ereignis.
Wenn nötig, kann das Medikament auch zusammen mit dem ersten alkoholischen Getränk eingenommen werden. Nalmefen wirkt an sogenannten Opioid-Rezeptoren auf bestimmten Gehirnzellen und macht so das Trinken von Alkohol weniger attraktiv.
Folgeerkrankungen vermeiden
Hausärzte haben nun ein Arzneimittel zur Verfügung, mit dessen Hilfe sie den riskanten Alkoholkonsum ihrer Patienten reduzieren können. Wenn das Medikament dazu beiträgt, die Trinktage zu reduzieren, ist das aus medizinischer Sicht ein Fortschritt. Denn das Risiko für Folgeerkrankungen wie Leberschäden sowie Herz- und Hirninfarkte steigt mit der Alkoholmenge, die jemand zu sich nimmt.
Wer nicht schwer abhängig ist, kann versuchen, mithilfe von Nalmefen seinen Konsum zu reduzieren. Mediziner warnen allerdings davor, die Wirkung des Medikaments zu überschätzen: Tabletten allein nützen nichts. Man muss auch motiviert sein, das eigene Trinkverhalten zu verändern.
Andere Suchtexperten sehen den neuen Wirkstoff kritischer. Einige halten das Medikament im therapeutischen Einsatz für überflüssig und in der Vorbeugung für zu teuer. Sie sagen, Nalmefen habe nur einen kleinen Effekt. Durch die Einnahme würden Menschen gerade mal ein Glas Bier weniger am Tag trinken. Gemeint ist eine Trinkeinheit von einem Viertelliter (12 Gramm Alkohol).
Ist das wahr, ist für Menschen, die zum Beispiel regelmäßig zwei Liter Bier trinken, die Reduktion durch Nalmefen klinisch völlig unbedeutend. Nalmefen-Gegner sagen, Menschen mit Alkoholproblemen sollten vielmehr anstreben, zu einem risikoarmen Trinkverhalten zu kommen. Nach aktuellem Forschungsstand liegt die Grenze dafür bei gesunden Männern bei täglich höchstens zwei Trinkeinheiten (24 Gramm Alkohol). Für gesunde Frauen gilt die Hälfte: also zum Beispiel ein Viertelliter Bier, ein Achtelliter Wein oder zwei Zentiliter Schnaps.
Männer und Frauen sollten zudem an zwei Tagen pro Woche ihrem Körper eine Trinkpause gönnen. Ferner sollten Autofahrer und Schwangere auf Alkohol verzichten. Das Gleiche gilt für Menschen, die Medikamente einnehmen.
Begleitung durch Hausärzte
Wer also gewohnt ist, viel zu trinken, hat einen weiten Weg vor sich. Befürworter des Medikamentes meinen, dass Nalmefen den Hausärzten eine Tür öffnet, um das Trinkverhalten anzusprechen. Denn Ärzte sollen ihre Patienten dabei unterstützen, weniger zu trinken, wenn sie das Medikament verordnen. So hat es der Gemeinsame Bundesausschuss festgelegt.
Das Ergebnis der drei Zulassungsstudien zeigt: Die größte Veränderung vollzieht sich nicht durch die pharmakologischen Eigenschaften des Medikaments, sondern durch die begleitenden Gespräche. Interessant: Knapp 20 Prozent der Studienteilnehmer veränderten bereits aufgrund des Erstgesprächs und ohne Medikament innerhalb von zwei Wochen ihren Alkoholkonsum in den unproblematischen Bereich. In einer der drei Studien trank die Kontrollgruppe, die zusätzlich zur Beratung nur ein Scheinmedikament erhielt, nach sechs Monaten rund 40 Prozent weniger als zuvor.
Für Kritiker von Nalmefen ist das ein Beleg, dass es für Betroffene durchaus möglich ist, ihr Trinkproblem in den Griff zu bekommen – und dass sie dafür kein Medikament benötigen. Sie vertreten die Meinung: Wenn jemand seine Trinkmenge reduzieren will, kann er sich an eine Fachkraft wenden. Mehrere Hundert Therapeuten in Deutschland bieten Kurse an, die zum kontrollierten Trinken hinführen. Allerdings ist unter Experten noch heftig umstritten, ob das für Alkoholabhängige ein erreichbares und sinnvolles Therapieziel ist.
Sucht ist definiert durch Kontrollverlust, Alkoholtoleranz, Entzugserscheinungen und Trinkzwang. Nalmefen-Gegner sagen: Nur Abstinenz macht einen Alkoholiker wieder frei in seinen Handlungen. Andere Experten sehen die Sache weniger strikt. Sie meinen, man sollte einem Patienten zur Abstinenz raten. Denn wer dieses Ziel erreicht, ist am besten vor Rückfällen geschützt. Doch die Trinkmenge zu reduzieren ist besser, als gar nichts zu verändern.
Mehr Menschen erreichen
Ein weiteres Argument spricht dafür, auch Therapien anzubieten, die kontrolliertes Trinken zum Ziel haben. Denn nur rund fünf Prozent aller Alkoholabhängigen in Deutschland unterziehen sich einer Entwöhnungstherapie. Von ihnen bleibt etwa ein Drittel ein Jahr lang abstinent, zeigen die Daten des Fachverbands Sucht.
Um mehr Menschen als bislang zu erreichen, fordern viele Experten: Alkoholabhängige sollten frei entscheiden dürfen, ob sie künftig abstinent leben oder weniger trinken wollen, und dann entsprechende Therapieangebote erhalten.
Eingeschränkt wird die Wahlfreiheit unter anderem dadurch, dass bisher nur die Kosten für Therapien erstattet werden, die auf Abstinenz abzielen. Natürlich gibt es auch Menschen, die aus eigener Kraft, mithilfe von Freunden, Angehörigen und Selbsthilfegruppen von ihrer Trunksucht loskommen. Doch niemand weiß genau, wie viele es so schaffen.
Abstinenz immer im Blick
In der Praxis liegen die Suchtexperten gar nicht so weit auseinander, wie man meinen mag: Viele der Patienten, die mit dem kontrollierten Trinken beginnen, entscheiden sich schließlich dafür, keinen Alkohol mehr zu trinken.
Nalmefen soll Alkoholabhängigen helfen, weniger zu trinken, damit sie es anschließend besser schaffen, abstinent zu werden. Erst die Praxis wird zeigen, wie viel die neue Entwöhnungshilfe bringt.

17.08.2014
Joggen: Im Straßenverkehr lieber ohne Musik
Bitte ausstöpseln: Mit Knopf im Ohr können Jogger Warnsignale leicht überhören
Thinkstock / Wavebreak
Mit Musik läuft alles besser – so denken viele Fahrradfahrer, Fußgänger und Jogger. Ein riskantes Vergnügen, zumindest solange sie sich im Straßenverkehr bewegen. Wer Musik hört, nimmt Warnsignale nicht wahr und geht ein unnötiges Unfallrisiko ein.
Leider müssten Unfallkliniken immer wieder Verletzte und Schwerverletzte versorgen, die verunglückt sind, weil sie wichtige Signale wie Hupen, Klingeln oder Motorengeräusche überhört haben. Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie rät deshalb, im Straßenverkehr ganz auf Ohrstöpsel und Kopfhörer zu verzichten.  

16.08.2014
Joggen: Im Straßenverkehr lieber ohne Musik
Bitte ausstöpseln: Mit Knopf im Ohr können Jogger Warnsignale leicht überhören
Thinkstock / Wavebreak
Mit Musik läuft alles besser – so denken viele Fahrradfahrer, Fußgänger und Jogger. Ein riskantes Vergnügen, zumindest solange sie sich im Straßenverkehr bewegen. Wer Musik hört, nimmt Warnsignale nicht wahr und geht ein unnötiges Unfallrisiko ein.
Leider müssten Unfallkliniken immer wieder Verletzte und Schwerverletzte versorgen, die verunglückt sind, weil sie wichtige Signale wie Hupen, Klingeln oder Motorengeräusche überhört haben. Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie rät deshalb, im Straßenverkehr ganz auf Ohrstöpsel und Kopfhörer zu verzichten.  

15.08.2014
Baldrian: Sanfter Schlafhelfer
Die Heilpflanze kann beruhigend wirken und beim Einschlafen helfen
W&B/Annette Falck
Baldrian (Valeriana officinalis) gilt in der traditionellen Phytotherapie seit Hunderten von Jahren als bewährtes Mittel gegen Unruhe und nervös bedingte Einschlafstörungen. Als Badezusatz sollen die ätherischen Öle beruhigen und bei empfindlichem Magen oder Darm die Anspannung lösen.
Genutzt werden die getrocknete Wurzel und ihre Ausläufer. Erst das Zusammenspiel der verschiedenen Substanzen – beispielsweise ätherische Öle, Valepotriate und Lignane – macht diese unterirdischen Teile wirksam. Wie das genau geschieht, ist bis heute nicht ausreichend belegt.  

14.08.2014
Lebensstil: Lebenszeit gewinnen
Kein Alkohol und keine Zigaretten: Der Lebensstil beeinflusst wie alt wir werden
Thinkstock/Stockbyte
Kein Alkohol, kein Nikotin, normales Gewicht sowie wenig rotes Fleisch und Wurstwaren: Männer, die so leben, können im Vergleich zu Männern, die einen ungesunden Lebensstil mit vielen Zigaretten und Alkohol pflegen – rein statistisch gesehen – bis zu 17 Jahre älter werden.
Das zeigen Daten des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg. Als Grundlage diente eine Untersuchung mit mehr als 22.000 Freiwilligen. Bei Frauen beträgt der Unterschied 13 Jahre. Am meisten Lebenszeit kostet Nikotin. Es verkürzt das Leben von Männern im Schnitt um neun, das von Frauen um sieben Jahre.

13.08.2014
Infektion: Sommergrippe vorbeugen
Sonnenbäder, Menschenmassen, Klimaanlagen – unter anderem diese Faktoren können Erkältungsviren im Sommer zum Erfolg verhelfen. Wie Sie vorbeugen können und was die Beschwerden lindert
Thinkstock/Stockbyte
Schnupfen und Sommer? Das passt nicht zusammen. Aber wer triefende Nasen, Husten und Heiserkeit ausschließlich mit kalten und nassen Tagen im Herbst und Winter verbindet, der irrt. Denn unter den mehr als 200 verschiedenen Erkältungsviren finden sich auch einige, die bei 20 Grad im Schatten und mehr ideale Umgebungsbedingungen vorfinden und sich rasch verbreiten können. Liegen an besonders warmen Tagen die Menschen dicht an dicht nebeneinander, haben die Krankheitserreger sogar besonders leichtes Spiel.
Die Ansteckung mit der Sommergrippe erfolgt fast ausschließlich über Tröpfcheninfektion. Das geschieht durch Anhusten oder Anniesen. Infizieren kann man sich auch durch das Berühren von Oberflächen. Denn die Viren haften auf Türgriffen, Geländern, Tastaturen oder Spielzeug.
Apotheker raten deshalb, mehrmals am Tag die Hände gründlich mit Seife zu waschen. Schließlich fasst sich der Mensch im Schnitt alle vier Minuten mit den Fingern in das Gesicht. Über die Augen und die Schleimhäute in Nase und Mund gelangen die Krankheitserreger in den Körper.
Kündigt sich eine Erkältung an, ist nach sieben bis zehn Tagen alles wieder überstanden – mit oder ohne Medikamente. Ein Heilmittel gegen Erkältung gibt es bis heute nicht. Allerdings lassen sich die oft lästigen Beschwerden lindern.
Kurzfristige Erleichterung
Niesen, eine verstopfte oder triefende Nase – Schnupfen ist wohl das nervigste Erkältungssymptom. Nasenspülungen mit Salzlösungen können helfen. Sie machen die Nase wieder frei, und die Schleimhäute werden feucht gehalten. Abschwellende Nasentropfen erleichtern kurzfristig das Atmen. Solche Präparate dürfen allerdings höchstens sieben Tage eingesetzt werden. Bei längerem Gebrauch drohen chronisches Anschwellen der Schleimhäute und Abhängigkeit.
Häufig begleiten auch Kopf- und Gliederschmerzen einen grippalen Infekt. Dann lindern Präparate mit Wirkstoffen wie Paracetamol, Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure die Beschwerden. Da bei diesen Medikamenten jedoch Neben- und Wechselwirkungen auftreten können, sollten Sie sich von Ihrem Apotheker vorab beraten lassen. Linderung bei Halsschmerzen oder Schluckbeschwerden bringen zum Beispiel auch Salbei-Bonbons oder Lutschpastillen.
Bei Husten können Arzneimittel mit N-Acetylcystein oder Ambroxol den Schleim lösen. Wer möchte, kann auch auf pflanzliche Präparate mit Eukalyptus-, Thymian- oder Efeu-Extrakten zurückgreifen.
Erkältung und Antibiotika? Das passt nicht zusammen. Antibiotika sind bei einer Erkältung völlig wirkungslos. Sie wirken nur gegen Bakterien, nicht gegen Viren. Der umgangssprachlich als „Sommergrippe“ bezeichnete Infekt ist zudem nicht mit der echten Grippe (Influenza) zu verwechseln. Diese tritt plötzlich und heftig auf – meist nur in den Wintermonaten – und muss von einem Arzt behandelt werden.
So bleiben Sie besser gesund:
Keine langen Sonnenbäder: Wer zu lange in der Sonne liegt, schwächt das Immunsystem. Bleiben Sie lieber im Schatten.
Menschenmassen meiden: Erkältungsviren gelangen leicht per Tröpfcheninfektion in den Körper. Halten Sie lieber etwas Abstand, wenn es an Seeufern, in Freibädern oder Parks eng wird.   
Trockene Schleimhäute: Ob im Auto oder im Büro: Die kalte Luft von Klimaanlagen trocknet die Schleimhäute aus. Dadurch können Viren leichter in den Blutkreislauf eindringen.   
Schwitzen und Zugluft schwächen: Starkes Schwitzen, zu wenig Flüssigkeit und Zugluft machen das Immunsystem anfällig für Krankheitserreger.   
Mehr als 200 Erreger: Sommer wie Winter: Über 200 verschiedene Virenarten können Husten, Schnupfen, Heiserkeit und andere Erkältungssymptome auslösen. Jede Virenart bevorzugt spezielle Umgebungsbedingungen. Manche verbreiten sich in kalten, andere in warmen Jahreszeiten.
Wichtig:
Wenn Sie Medikamente einsetzen, beachten Sie unbedingt den Beipackzettel. Lassen Sie sich zur richtigen Dosierung gegebenenfalls in der Apotheke beraten. Falls Kinder betroffen sind: Immer beim Arzt oder Apotheker erkundigen, ob das Mittel sich überhaupt für sie eignet, wie es zu dosieren ist und was es sonst zu beachten gibt.

12.08.2014
Wohlstand: Sicherheit gewünscht
Eine Umfrage zeigt: Viele Bundesbürger haben Angst vor Armut, auch wenn es ihnen finanziell derzeit gut geht
Jupiter Images GmbH/Photos.com
Trotz guter Wirtschaftsdaten bangen viele Bundesbürger um ihren Wohlstand. Jeder Vierte fühlt sich armutsgefährdet, ohne arm zu sein. Das ergab eine Befragung des Meinungsforschungsinstituts Ipsos unter 16. 000 Personen. Nur 36 Prozent der Teilnehmer gaben an, ­keine finanziellen Sorgen zu haben. Wohlstand und gute Lebensqualität bedeuten für 68 Prozent, über ein sicheres Einkommen zu verfügen, und für 62 Prozent, einen festen Arbeitsplatz zu haben.

11.08.2014
Wohlstand: Sicherheit gewünscht
Eine Umfrage zeigt: Viele Bundesbürger haben Angst vor Armut, auch wenn es ihnen finanziell derzeit gut geht
Jupiter Images GmbH/Photos.com
Trotz guter Wirtschaftsdaten bangen viele Bundesbürger um ihren Wohlstand. Jeder Vierte fühlt sich armutsgefährdet, ohne arm zu sein. Das ergab eine Befragung des Meinungsforschungsinstituts Ipsos unter 16. 000 Personen. Nur 36 Prozent der Teilnehmer gaben an, ­keine finanziellen Sorgen zu haben. Wohlstand und gute Lebensqualität bedeuten für 68 Prozent, über ein sicheres Einkommen zu verfügen, und für 62 Prozent, einen festen Arbeitsplatz zu haben.

10.08.2014
Wohlstand: Sicherheit gewünscht
Eine Umfrage zeigt: Viele Bundesbürger haben Angst vor Armut, auch wenn es ihnen finanziell derzeit gut geht
Jupiter Images GmbH/Photos.com
Trotz guter Wirtschaftsdaten bangen viele Bundesbürger um ihren Wohlstand. Jeder Vierte fühlt sich armutsgefährdet, ohne arm zu sein. Das ergab eine Befragung des Meinungsforschungsinstituts Ipsos unter 16. 000 Personen. Nur 36 Prozent der Teilnehmer gaben an, ­keine finanziellen Sorgen zu haben. Wohlstand und gute Lebensqualität bedeuten für 68 Prozent, über ein sicheres Einkommen zu verfügen, und für 62 Prozent, einen festen Arbeitsplatz zu haben.

09.08.2014
Wohlstand: Sicherheit gewünscht
Eine Umfrage zeigt: Viele Bundesbürger haben Angst vor Armut, auch wenn es ihnen finanziell derzeit gut geht
Jupiter Images GmbH/Photos.com
Trotz guter Wirtschaftsdaten bangen viele Bundesbürger um ihren Wohlstand. Jeder Vierte fühlt sich armutsgefährdet, ohne arm zu sein. Das ergab eine Befragung des Meinungsforschungsinstituts Ipsos unter 16. 000 Personen. Nur 36 Prozent der Teilnehmer gaben an, ­keine finanziellen Sorgen zu haben. Wohlstand und gute Lebensqualität bedeuten für 68 Prozent, über ein sicheres Einkommen zu verfügen, und für 62 Prozent, einen festen Arbeitsplatz zu haben.

08.08.2014
Essen: Bunter Gefäßschutz
Nehmen junge Frauen viel Obst und Gemüse zu sich, bilden sich in ihren Gefäßen später weniger risikoreiche Ablagerungen, so eine Studie
Thinkstock/BrandXPhotos
Frauen, die als junge Erwachsene reichlich Obst und Gemüse verzehren, haben später weniger gefährliche Ablagerungen in den Blutgefäßen. Das belegt eine aktuelle Studie am Minneapolis Heart Institute in den USA.

07.08.2014
Hektik: Stress steckt an
Innere Unruhe kann sich von einem Mensch auf den anderen übertragen
Thinkstock/Monkey Business
Der Anblick einer stressigen Situation kann den Betrachter aus der Ruhe bringen, so das Ergebnis einer in der Fachzeitschrift Psychoneuroendocrinology veröffentlichten Studie mit 151 Testpersonen und 211 Beobachtern. Letztere mussten beurteilen, wie souverän die Testpersonen Vorstellungsgespräche und knifflige Kopfrechenaufgaben bewältigten. Die Beobachter verfolgten das Geschehen entweder durch eine Glasscheibe oder an einem Bildschirm.
Insgesamt reagierten 26 Prozent von ihnen mit einem Anstieg des Stresshormons Kortisol, wie Speichelanalysen ergaben. Bei Lebenspartnern gestresster Testpersonen lag die Quote sogar bei rund 40 Prozent. Doch jeder zehnte Beobachter ließ sich auch durch die Unruhe ihm unbekannter Personen anstecken. Anders als vermutet, zeigten Frauen nicht häufiger als Männer solche mitfühlenden Stressreaktionen.

06.08.2014
Knoblauch: Scharfe Knolle
Die Heilpflanze wehrt Schädlinge und Pilze ab. Ihre ­Schutzstoffe können auch dem Menschen helfen
Thinkstock/Hemera
Die kalifornische Kleinstadt Gilroy gilt als Welthauptstadt des Knoblauchs. Mehr als vier Millionen Menschen besuchten seit 1978 das alljährlich stattfindende Gilroy Garlic Festival, eines der größten Knoblauch-Feste der Welt. Jahr für Jahr werden dort mehr als zwei Tonnen frischer Knoblauch an den unzähligen Ständen zu Köstlichkeiten verarbeitet. Selbst aus Wassermelonen, Schokolade und Eiscreme zaubern die Köche in Gilroy Spezialitäten mit dem markan­ten Gewürz.
Ursprünglich kommt die scharfe Knolle aus Zentralasien. Im Zuge des Trends zu mediterraner und ori­en­ta­li­scher Küche hat sie in den vergangenen Jahrzehnten auch bei uns stark an Beliebtheit gewonnen. Seit jeher gilt sie nicht nur als geschätzte Küchen­zutat, sondern auch als Heilmittel. Bereits der antike griechische Arzt Dio­skurides empfahl Knoblauch gegen Bisse gifti­­ger Schlangen oder tollwütiger Hunde, aber auch gegen Würmer und bei Hus­­ten.
Bis heute hat sich die zu der Gattung Allium gehörende Pflanze als Arznei bewährt. Weil nur geringe Mengen davon verzehrt werden, fällt ihr hoher Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen kaum ins Gewicht. In­teressant sind jedoch ihre schwefel­­haltigen Verbindungen, denen Wissenschaftler eine Reihe positiver Effekte zuschreiben. Bekannt und relativ gut erforscht ist die keimtöten­de Wirkung des Allicins und der verschiedenen Polysulfane, die heute sogar in der Landwirtschaft zur biologi­schen Schädlingsbekämpfung eingesetzt werden. Die Pflanze hat im Lauf der Evolution diese antimikrobiellen Substanzen entwickelt, um Schädlinge, Pilze und Fressfeinde abzuwehren.
Wie der Knoblauch dagegen im Menschen wirkt, ist noch zu wenig erforscht. Studien zeigten in den vergangenen Jahren einen möglichen positi­ven Effekt auf das Herz-Kreislauf- und das Immunsystem. Laborversuche legen außerdem nahe, dass Knoblauchextrakte nicht nur manche Bakterien, sondern auch verschiedene Pilze und Würmer bekämpfen.
Wissenschaftler untersuchen zudem, ob Knoblauch vielleicht vor grippalen Infekten schützt und sogar das Risiko für bestimmte Krebserkrankungen senkt. Doch auch wenn die bislang durchgeführten Studien interessante Ergebnisse lieferten, haben sie nicht genügend Aussagekraft, um konkrete Therapieempfehlungen auszusprechen. In gewissem Maß ist auch Vorsicht angeraten, denn hoch dosierte Knob­lauch­extrakte können manche lebensnotwendigen Medikamente ungünstig beeinflussen, beispielsweise Blutverdünner und Mittel gegen HIV-Infek­tionen.
Die Biochemie der scharf schmecken­den Zehen haben die Forscher inzwischen ein wenig besser verstanden. Beim Abbau der Schwefelverbindun­­gen im Körper entsteht unter anderem Schwefelwasserstoff. Genau wie Stickstoffmonoxid wirkt dieser gasförmige Signalstoff auf die Epithelzellen der Blutgefäße, was zu einer Entspannung der Gefäße führen kann. Es gibt zudem Hinweise darauf, dass Krebszellen empfindlicher auf Schwefelverbindungen reagieren als gesunde Körperzellen. Ob das auch in ausreichendem Maß im menschlichen Organismus stattfindet, wissen die Forscher noch nicht.
Sicher ist, dass der Genuss von Knoblauch einsam machen kann. Denn bisher hat sich keines der vielen Hausmittel als wirklich effektiv gegen den penetranten Geruch erwiesen. Da bleibt dann nur, gemeinsam mit dem Gegenüber ein deftiges Knoblauch­gericht zu genießen.

05.08.2014
Frauen: Tod durch Herzinfarkt
Eine große Studie zeigt: Frauen sterben häufiger an einer Herzattacke als Männer. Die Gründe sind unklar
Thinkstock/iStock
Frauen haben ein höheres Risiko, an akutem Herzinfarkt zu sterben, als Männer. Das bestätigt eine bundesweite Auswertung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie von fast 620.000 Patientendaten. Am größten waren die Unterschiede bei sogenannten ST-Hebungsinfarkten. Daran starben im Krankenhaus 17 Prozent der weiblichen, aber nur 10 Prozent der männlichen Notfallpatienten. Woran das liegt, ist unklar. Ein Grund könnte sein, dass Frauen im Schnitt älter und kränker sind, wenn sie einen Infarkt erleiden.

04.08.2014
Krebs: Gesunde Kraft aus der Karotte
Essen Männer dreimal pro Woche Möhren, bekommen sie wohl seltener Prostatakrebs, zeigt eine Studie
Thinkstock/PhotoDisc
Männer, die regelmäßig Karotten essen, haben seltener Prostatakrebs. Das legt eine im European Journal of Nutrition veröffentlichte Unter­suchung nahe. Wer drei Mahlzeiten pro Woche mit dem Gemüse anreicherte, trug ein statistisch um 18 Prozent geringeres Krebsrisiko als Männer, die nie Karotten verspeisten, errechneten die Forscher. Über mögliche Ursachen gibt die Analyse allerdings keinen Aufschluss.

03.08.2014
Anis: Aromatisch und krampflösend
Die Heilpflanze besitzt ein charakteristisches Aroma. Die Inhaltsstoffe wirken leicht schleimlösend
Thinkstock/istock
Anisfrüchte verleihen Brot und Backwaren, aber auch alkoholischen Getränken ein spezielles Aroma. Ihr typi­scher Geruch und Geschmack geht auf den hohen Gehalt an Duftstoffen wie Anethol zurück, das auch medizinisch verwendet wird. Es wirkt krampf- und schleimlösend. Arzneiliche Zubereitungen mit Anis (Pimpinella anisum) kommen deshalb bei der Behandlung von Magen-Darm-Beschwerden und Erkältungskrankheiten zum Einsatz.

02.08.2014
Anis: Aromatisch und krampflösend
Die Heilpflanze besitzt ein charakteristisches Aroma. Die Inhaltsstoffe wirken leicht schleimlösend
Thinkstock/istock
Anisfrüchte verleihen Brot und Backwaren, aber auch alkoholischen Getränken ein spezielles Aroma. Ihr typi­scher Geruch und Geschmack geht auf den hohen Gehalt an Duftstoffen wie Anethol zurück, das auch medizinisch verwendet wird. Es wirkt krampf- und schleimlösend. Arzneiliche Zubereitungen mit Anis (Pimpinella anisum) kommen deshalb bei der Behandlung von Magen-Darm-Beschwerden und Erkältungskrankheiten zum Einsatz.

01.08.2014
Umwelt: Chemie-Fracht in Seen
In vielen Gewässern finden sich Spuren von Arzneiwirkstoffen und Chemikalien, die Fischen schaden können
Thinkstock/iStockphoto
Nicht nur in Industriestaaten, auch in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern sind Gewässer, Böden, Klärschlamm und Lebewesen mit Spuren von mehr als 630 Arzneiwirkstoffen belastet. Das teilt das Umweltbundesamt mit. Die meisten Daten lägen zu dem Schmerzmittel und Entzündungshemmer Diclofenac vor, das in 50 Ländern nachgewiesen wurde und etwa mit menschlichen Ausscheidungen in die Gewässer gelangt.
In 35 Ländern wurden Werte gemessen, die Fische schädigen können. Das Umweltbundesamt spricht sich dafür aus, die Einträge von Chemikalien möglichst niedrig zu halten, um nicht nur die Natur, sondern auch die menschliche Gesundheit vorbeugend zu schützen.

31.07.2014
Tierproduktfreie Kost: Tierfreundlich – aber ungesund?
Lebensmittel, die tierproduktfrei sind, enthalten laut einer Untersuchung unter anderem oft viel Fett und Aromen
StockDisc/ RYF
Würstchen ohne tierische Bestandteile, vegane Burger-Buletten oder pflanzliche Käse-Alternativen enthalten oft viel Fett oder Salz oder haben einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren. Das stellte die Verbraucherzentrale Hamburg bei einem Test von 20 tierproduktfreien Erzeugnissen fest. Vor allem bei Fleisch-, Wurst- und Käse-Imitaten werden meist mehr Aromen und Zusatzstoffe eingesetzt. „Die Herstellung oder ein entsprechender Geschmack wäre sonst nicht möglich. Das sind Fertig­lebensmittel und keine naturreinen Produkte“, so das Fazit der Tester.

30.07.2014
Hautprobleme: Salbe, Creme oder Gel verwenden?
Salben, Cremes und Gele sind häufig verwendete Arzneimittel.
Thinkstock/istock
Vor allem bei Hauterkrankungen gelten Salben, Cremes und Gele als ideale Arzneiformen. Sie alle besitzen besondere Eigenschaften, die für die Therapie genutzt werden können. Grundsätzlich sollte man die Präparate zwei- bis dreimal täglich dünn auftragen, wenn nichts anderes auf der Packung vermerkt ist. Durch leichtes Einmassieren wird die Haut besser durchblutet, der Wirkstoff dringt schneller ein.
Bei oberflächlichen Hauterkrankungen ist das aber nicht erforderlich. Anschließend die Hände gut waschen. Das gilt nicht nur für Zubereitun­gen mit Kortikoiden oder Anti­biotika: Reste von Wärmesalben am Finger können bei einem Griff an das Auge oder an die Schleimhäute ein äußerst unangenehmes Brennen verursachen. Im Folgenden lesen Sie, wie sich die wichtigsten äußerlich angewandten Arzneiformen unterscheiden.
Salben
Sie haben eine fett- oder wasserlösliche Grundlage (Ein-Phasen-System). Viele Wirkstoffe sind fettlöslich und können so leicht über die Haut aufgenommen werden. Die Grundlagen haften gut und können die Einwirkzeit verlängern. Weil das Wasser nicht verdunstet, eignen sich Salben bei krustigen Hautveränderungen. Sie enthalten keine Emulgatoren und rufen daher kaum Allergien hervor.
Cremes
Sie bestehen aus einer Fett- und einer Wasserphase. Entweder sind feine Öltröpfchen in Wasser (O/W) oder feine Wassertröpfchen in Öl (W/O) verteilt. Damit sie gut vermischt bleiben, werden Emulgatoren zugesetzt. Je größer der Wasseranteil der Creme, desto angenehmer ist die Anwendung für den Patienten, weil das Präparat schneller in die Haut einzieht. Vor allem Menschen mit fettiger Haut profitieren von O/W-Cremes.
Gele
Das sind Zubereitungen, die meist aus einer wässrigen Phase bestehen und mithilfe von Gelbildnern eine gelee­artige Beschaffenheit erhalten. Beim Auftragen auf die Haut zerbricht das Gelgerüst und gibt das Wasser frei. Beim Verdunsten entsteht ein Kühleffekt. Spezielle Emulgele enthalten Fetttröpfchen, die durch die hohe Zähflüssigkeit des Gels fein verteilt bleiben. Das ermöglicht die Verwendung fett­löslicher Wirkstoffe und verbessert manchmal auch die Auftragbarkeit.
Lotionen
Bei bestimmten Anwendun­gen, die eine milchige Beschaffenheit erfordern, sind Lotionen sinnvoll. Im Prinzip handelt es sich um Cremes mit einem hohen Wasser­anteil. Doch es gibt auch öli­ge Lotio­nen. Sie bewähren sich bei größeren Hautbereichen und, wenn gleichzeitig ein Kühleffekt erwünscht ist, zum Beispiel bei Sonnenbrand. Ähnlich sind Schüttelmixturen, die vor der Anwendung immer kräftig aufgeschüttelt werden müssen. Sie können auf der Haut einen weißen Pulverschleier hinterlassen.
Pasten
Das sind Zubereitungen mit einem sehr hohen Pulveranteil. Sie können begrenzte Hautstellen gut abdecken und schützen. Pas­ten kommen eher selten zum Einsatz. Das bekannteste Präparat ist die Zinkpaste, die zusätzlich viel Feuchtigkeit aufsaugt und desinfizierend wirkt. Vor allem bei fetthaltigen Grundlagen können sich Wärme und Feuchtigkeit darunter stauen („Okklusion“).  
Nicht unbegrenzt aufbewahren
Vor allem individuell in der Apotheke zubereitete Arzneimittel haben nur eine sehr begrenzte Haltbarkeit. Je höher der Wasseranteil, umso kürzer ist sie. Manchmal enthält die Arznei nach Vorgabe des Arztes kein Konservierungsmittel. Beachten Sie die Aufbrauchfrist, die der Apotheker auf der Packung vermerkt. Nach Anbruch sind auch Fertigpräparate oft nicht mehr bis zum aufgedruckten Mindesthaltbarkeitsdatum verwendbar. Auf dem Beipackzettel steht, wann die Creme entsorgt werden sollte.

29.07.2014
Gesundheit: Aktiv sein, mobil bleiben
Bewegung in der Freizeit, das scheint für die Mobilität im Alter wichtig zu sein
Thinkstock/BananaStock
Wer sich in der Freizeit kaum bewegt, gefährdet seine Mobilität im Alter – überraschenderweise vor allem dann, wenn er einen Beruf mit viel körperlicher Aktivität ausübt. Das fanden finnische Forscher bei einer Langzeitstudie heraus. Berufliches Heben, Tragen und Bücken, das oft den ganzen Tag ausgeführt wird, wirkt sich auf Dauer ungünstig aus. Wohldosierte Bewegung zum Ausgleich wird dann umso wichtiger.

28.07.2014
Ernährung: Wenn Kaffee, dann schwarz
Laut einer Studie entfaltet Kaffee seine positiven Wirkungen nur, wenn man ihn ohne Milch trinkt
Thinkstock/iStock
Kaffee ist gut für den Stoffwechsel und hat zahlreiche weitere, durch Studien belegte, positive Wirkungen – aber nur, wenn man ihn schwarz trinkt. Das fanden Forscher der Universität Graz heraus. In Versuchen zeigten sie, dass Milch den sogenannten Autophagie-Prozess hemmt – eine Art Selbstreinigungsprogramm der ­Zellen. Schwarzer Kaffee regte im Versuch diesen Prozess an, bei Milchkaffee war das nicht der Fall.

27.07.2014
Befruchtung: So finden sich Spermium und Eizelle
Spermien und Eizelle tragen bestimmte Oberflächenmoleküle, mit deren Hilfe sie einander finden
Thinkstock/istock
Lange rätselten Wissenschaftler wie Spermium und Eizelle zueinanderfinden. Nun scheinen sie die Lösung gefunden zu haben. Seit 2005 ist bekannt, dass Spermien auf der Oberfläche ein „Izumo 1“ genanntes Molekül tragen. Ohne dieses bleibt die Eizelle verschlossen. Forscher des britischen Sanger Institute in Hinxton haben nun das passende Gegenstück in der Hülle der Eizelle entdeckt: das Protein „Juno“. Die Erkenntnisse könnten neue Verhütungsmittel und bessere Methoden zur Befruchtung ermöglichen. 

26.07.2014
Befruchtung: So finden sich Spermium und Eizelle
Spermien und Eizelle tragen bestimmte Oberflächenmoleküle, mit deren Hilfe sie einander finden
Thinkstock/istock
Lange rätselten Wissenschaftler wie Spermium und Eizelle zueinanderfinden. Nun scheinen sie die Lösung gefunden zu haben. Seit 2005 ist bekannt, dass Spermien auf der Oberfläche ein „Izumo 1“ genanntes Molekül tragen. Ohne dieses bleibt die Eizelle verschlossen. Forscher des britischen Sanger Institute in Hinxton haben nun das passende Gegenstück in der Hülle der Eizelle entdeckt: das Protein „Juno“. Die Erkenntnisse könnten neue Verhütungsmittel und bessere Methoden zur Befruchtung ermöglichen. 

25.07.2014
Cannabis: Marihuana verändert das Gehirn
Cannabis enthält Substanzen, die das Gehirn verändern können
Thinkstock/istock
Selbst wer nur einen Joint pro Woche raucht, muss mit Auswirkungen auf das Gehirn rechnen. Das berichten Forscher in der Fachzeitschrift Journal of Neuroscience. Sie untersuchten Studenten, die Marihuana in unterschiedlichen Mengen konsumierten. Alle Testpersonen hatten einen vergrößerten Nucleus accumbens. Diese Hirnregion ist für die Motivation und die Entwicklung von Süchten wichtig. Studenten, die kein Marihuana konsumierten, wiesen diese Veränderung nicht auf.

24.07.2014
Obst & Gemüse: Jede Portion lohnt sich
Der Verzehr von Obst und Gemüse kann das Risiko für einen frühzeitigen Tod durch Herzerkrankungen, Schlaganfall und Krebs senken
Thinkstock/istock
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt fünf Handvoll Gemüse und Früchte am Tag. Eine Studie des University College London (England) mit mehr als 65.000 Teilnehmern unterstreicht deutlich den guten Ruf dieser Lebensmittel. Das Forscherteam empfiehlt sogar, noch mehr davon zu essen. Um einen frühzeitigen Tod durch Herzerkrankungen, Schlaganfall und Krebs zu vermeiden, raten die Forscher zu mindestens sieben Portionen täglich. Nicht entmutigen lassen: Jedes Stück mehr zählt – vor allem bei Gemüse.

23.07.2014
Sturzgefahr: Verletzungen zu Hause
Prellungen, Zerrungen und Schnittwunden selbst versorgen
Thinkstock/DigitalVision
Die eigenen vier Wände – hier fühlen wir uns sicher und geborgen. Wir machen die Wohnungstür hinter uns zu und wollen Hektik und Stress aussperren. An Gefahren denkt niemand, wenn er den Flur wischt oder ein Bild aufhängt.
Doch in Deutschland geschehen zu Hause die meisten Unfälle: fast jeder dritte! Zu diesem Ergebnis kommt das Robert-Koch-Institut in der jüngsten umfassenden Auswertung zum Unfallgeschehen „Gesundheit in Deutschland aktuell“ (GEDA) von 2010. Zum Vergleich: Jeder fünfte Unfall ereignet sich im Straßenverkehr.
Am häufigsten verletzen sich Menschen bei Stürzen – rund 30 Prozent aller häuslichen Unfälle gehen darauf zurück. Ursachen sind oft wackelige Leitern. Doch die Gefahr lauert auch dort, wo man sie nicht vermutet. Stürze auf ebenem Untergrund können besonders tückisch sein, Einkaufstaschen, die im Weg stehen, oder aufgeschlagene Teppichecken können zu Stolperfallen werden.
Häufig ist Unachtsamkeit das Problem. Wer Glück hat, kommt mit einem blauen Fleck davon. Jeder fünfte Haushaltsunfall endet jedoch mit einem Knochenbruch. Ärztliche Behandlung ist dann nötig. Auch wer einen Bänderriss vermutet, muss zum Arzt gehen. Geprellte, gezerrte, verstauchte oder verrenkte Körperteile sollten ruhig gestellt und hochgelagert werden. Kühlende Kompressen lindern die Schwellung.
Auch entsprechende Gele begünstigen die Heilung. Wirkstoffe wie Ibuprofen oder Diclofenac hemmen Entzündungen und lindern Schmerzen. Sie stehen in Form von Gelen und Tabletten zur Verfügung.
Wickeln und verbinden
Oft ist es sinnvoll, verletzte Körperteile durch einen Stützverband ruhig zu stellen. Dazu können Idealbinden aus der Apotheke verwendet werden. Beim Wickeln sollte man darauf achten, dass der Verband nicht zu fest in die Haut schneidet. Allgemein gilt: Wer große Schmerzen hat und eine Verletzung nicht einordnen kann, sollte einen Arzt oder Apotheker aufsuchen.
Je nachdem, wie man fällt, kann ein Sturz tödlich enden. 6785 Menschen kamen allein im Jahr 2012 aufgrund von Stürzen in den eigenen vier Wänden ums Leben. Davon waren 6245 Personen 65 Jahre oder älter. Das geht aus der Todesursachenstatistik des Statistischen Bundesamts hervor. Insgesamt starben 8158 Menschen 2012 durch einen häuslichen Unfall. Meistens sind es banale alltägliche Dinge, die gefährlich werden können. Dazu zählen zum Beispiel Fettreste oder Wasserlachen in der Küche und im Weg stehende Putzeimer.
Einfache Maßnahmen verringern das Unfallrisiko: häufig genutzte Wege frei halten und nur dann auf eine Leiter steigen, wenn man sich gesund fühlt und nicht unter Schwindel leidet. Auch wer seinen Perfektionismus beim Putzen beiseite lässt und selten auf die Leiter steigt, kann Unfällen sehr gut vorbeugen.
Gefährdete Männer
Neben Sturzverletzungen müssen vor allem Stich- und Schnittwunden im Haushalt versorgt werden. Nicht nur mit dem Küchenmesser, auch mit Schere, Säge oder Schleifgerät kann man sich verletzen. Bei tiefen Fleischwunden, die stark bluten, sofort den Notruf 112 wählen oder direkt zum Arzt gehen.
Kleine Wunden desinfizieren und mit einer sterilen Kompresse und Fixierbinde oder mit einem Heftpflaster selbst behandeln. Hierfür bieten sich desinfizierende Wundsalben an. Diese sollte man aber nicht in die Wunde, sondern nur an deren Ränder streichen. Es empfiehlt sich, die Wunde zusätzlich vorher mit einer Desinfektionslösung zu besprühen.
Männer ziehen sich weit öfter Schnitt- und Stichwunden zu als Frauen. Fast jeder dritte Unfall im Haushalt fällt bei ihnen in diese Kategorie, bei Frauen ist es etwa jeder sechste. Anders sieht es bei Stürzen aus: Sie machen bei Frauen mehr als ein Drittel der Haushaltsunfälle aus, bei Männern rund ein Viertel.

22.07.2014
Falscher Eifer: Ins Büro trotz Krankheit
Viele Arbeitnehmer gehen arbeiten, auch wenn sie krank sind
Thinkstock/istock
Viele Menschen gehen lieber krank zur Arbeit, statt sich zu Hause auszukurieren – das zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa für die Krankenkasse IKK.
Demnach gaben 80 Prozent der 1000 Befragten an, in den vergangenen zwei Jahren mindestens einmal trotz Krankheit gearbeitet zu haben. Als Gründe wurden überwiegend die Geringfügigkeit der Erkrankung, das hohe Arbeitspensum oder die Solidarität zu Kollegen genannt. Knapp ein Drittel der Befragten äußerte jedoch auch einen Widerwillen gegen das Wartezimmer des Arztes und empfand es als lästig, wegen einer Krankschreibung eine Praxis aufzusuchen.
Das Gegenteil, also bei bester Gesundheit einen Arzt zum Blaumachen aufzusuchen, befürworteten dagegen nur elf Prozent der Befragten.

21.07.2014
Übergewicht: Auch die Gene spielen eine Rolle
Ein Gen, das für die Stärkeaufspaltung im Speichel zuständig ist, kann die Neigung zu Übergewicht beeinflussen
Stockbyte/RYF
Ob jemand fettleibig wird, hängt auch von den Erbanlagen ab. Ein bestimmtes Gen beeinflusst besonders stark die Neigung dafür, berichtet die Fachzeitschrift Nature Genetics. Es enthält den Bauplan für das Eiweiß Speichelamylase, das im Speichel komplexe Zuckerverbindungen (Stärke) zerkleinert.
Die Anzahl der Genkopien im Erbgut variiert von einer Person zur anderen und damit auch der Gehalt an Speichelamylasen. Menschen mit weniger als vier Genkopien haben ein achtmal so hohes Risiko für Fettleibigkeit wie solche mit mehr als neun Kopien.
Warum Personen, die Stärke im Mund schlechter vorverdauen, eher übergewichtig werden, wissen die Forscher nicht. Sie vermuten, dass diese Menschen sich weniger schnell satt fühlen oder aber eine veränderte Darmflora haben, die das Entstehen zusätzlicher Pfunde begünstigt.  

20.07.2014
Psychologie: Gefühlte Armut macht krank
Über 50-Jährige, die sich arm fühlen, erkranken scheinbar häufig leichter, als Menschen ohne gefühlte Armut
Thinkstock/iStockphoto
Armut gilt als Gesundheitsrisiko. Nun zeigt eine Deutschland und elf weitere europäische Länder umfassende Studie des Wissenschaftszentrums für Sozialforschung Berlin, dass dies bei Älteren vor allem zutrifft, wenn sie sich arm fühlen.
Über 50-Jährige, die sich so einschätzten, erkrankten um 38 Prozent öfter als jene, die dies nicht taten. Und 50- bis 64-jährige Männer, die sich als arm empfanden, hatten ein um 58 Prozent höheres Risiko eines verfrühten Tods. Nach der Studie sind gefühlte Armut und ein geringes Vermögen riskant, nicht aber ein niedriges Einkommen.

19.07.2014
Psychologie: Gefühlte Armut macht krank
Über 50-Jährige, die sich arm fühlen, erkranken scheinbar häufig leichter, als Menschen ohne gefühlte Armut
Thinkstock/iStockphoto
Armut gilt als Gesundheitsrisiko. Nun zeigt eine Deutschland und elf weitere europäische Länder umfassende Studie des Wissenschaftszentrums für Sozialforschung Berlin, dass dies bei Älteren vor allem zutrifft, wenn sie sich arm fühlen.
Über 50-Jährige, die sich so einschätzten, erkrankten um 38 Prozent öfter als jene, die dies nicht taten. Und 50- bis 64-jährige Männer, die sich als arm empfanden, hatten ein um 58 Prozent höheres Risiko eines verfrühten Tods. Nach der Studie sind gefühlte Armut und ein geringes Vermögen riskant, nicht aber ein niedriges Einkommen.

18.07.2014
Kinder: Kilos machen träge
Kinder mit Übergewicht sind oft nur schwer davon zu überzeugen, Sport zu treiben
W&B/Image Source
Was war bei dicken Kindern zuerst da: Bewegungsmangel oder Übergewicht? Forscher der Universität Bristol in England untersuchten Daten von 4300 Elfjährigen und fanden heraus, dass mit wachsendem Übergewicht der Bewegungsdrang nachlässt. Deshalb, vermuten die Forscher, habe es kaum Erfolg, übergewichtige Kinder zu mehr Sport zu überreden. Besser sei es, zuvor das Gewicht durch eine geeignete Ernährung zu reduzieren.  

17.07.2014
Kinder: Kilos machen träge
Kinder mit Übergewicht sind oft nur schwer davon zu überzeugen, Sport zu treiben
W&B/Image Source
Was war bei dicken Kindern zuerst da: Bewegungsmangel oder Übergewicht? Forscher der Universität Bristol in England untersuchten Daten von 4300 Elfjährigen und fanden heraus, dass mit wachsendem Übergewicht der Bewegungsdrang nachlässt. Deshalb, vermuten die Forscher, habe es kaum Erfolg, übergewichtige Kinder zu mehr Sport zu überreden. Besser sei es, zuvor das Gewicht durch eine geeignete Ernährung zu reduzieren.  

16.07.2014
Keuchhusten: Nächtliches Bellen
Die Krankheit wird oft zu spät erkannt, ist ansteckend und schwer zu behandeln. Eine Impfung schützt
W&B/Image Source
Gerade in der Erkältungszeit quälen sich viele Menschen mit einem lästigen Husten. Oft hält er sie nachts vom Schlafen ab. Weitere Symptome eines solchen grippalen Infekts können eine laufende Nase, tränende Augen und Fieber sein. Möglicherweise hat sich der Patient jedoch einen Keuchhusten eingefangen – dieser fühlt sich in den ersten Krankheitswochen ähnlich an.
Es ist ein gefährliches Missverständnis, die Infektion zu den klassischen Kinderkrankheiten zu zählen. Das Durchschnittsalter der gemeldeten Keuchhusten-Patienten lag im Jahr 2012 bei 41,5 Jahren, wie Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin zeigen. Nach einer Hochrechnung könnten jährlich mehr als 100.000 Erwachsene in Deutschland von der lästigen Krankheit betroffen sein. Die Daten beruhen auf einer Studie, die vor Jahren in Rostock und Krefeld erstellt wurde. Die tatsächlich erfassten Zahlen liegen jedoch deutlich darunter.
Experten gehen davon aus, dass die durch das Bakterium Bordetella pertussis ausgelöste Krankheit häufig unerkannt bleibt. Erwachsene Keuchhusten-Patienten stellen somit die häufigste Ansteckungsquelle für Kinder dar. Für Säuglinge kann die Infektion sogar lebensbedrohlich werden.
Normalerweise verlaufen Kinderkrankheiten bei Erwachsenen schwerer als bei Kindern, beispielsweise die Masern. Bei Keuchhusten besteht aber oft einen Mix aus harmlosen bis schwerwiegenden Symptomen.
Krampfartiges Husten
Knapp zwei Wochen nach dem oben beschriebenen Anfangsstadium tritt ein quälender, krampfartiger und bellender Husten auf – vor allem nachts. Er kann sogar zu Erbrechen führen. Später klingen die Anfälle allmählich ab. Eine Ansteckungsgefahr besteht in der Regel in den ersten fünf Wochen. Im Durchschnitt treten die Hustenattacken über einen Zeitraum von bis zu acht Wochen auf.
Auch wenn man die Krankheit durchgemacht hat, besteht keine lebenslange Immunität. Dass sich der Beginn des Keuchhustens wie ein banaler grippaler Infekt anfühlt ist tückisch: Wenn die Patienten erst nach drei, vier Wochen zum Arzt gehen, haben sie möglicherweise schon andere Menschen angesteckt. Auch die Diagnose und die Therapie werden dann schwierig.
Antibiotika helfen nur kurz
Zur Bekämpfung des Erregers verschreiben Ärzte Antibiotika. In der frühen Phase können diese die Beschwerden lindern und die Krankheitsdauer verkürzen. Nach einigen Wochen helfen sie dem Patienten jedoch nicht mehr. Mediziner raten trotzdem zu einer Einnahme, um die Infektionskette zu unterbrechen. Hustenstiller wie Codein, Kortisonsprays und Bronchien-Weitsteller, wie sie bei Asthma eingesetzt werden, helfen nur begrenzt.
Der Dauerhusten kann vor allem bei Frauen mit Beckenbodenschwäche eine Harninkontinenz verstärken oder auslösen. Ein weiteres Problem: Teilweise müssen erwachsene Keuchhusten-Patienten in der Klinik behandelt werden. Sie sind oft immungeschwächt oder haben bereits Grunderkrankungen der Lunge.
Den besten Schutz gegen Keuchhusten stellt eine Impfung dar. Einen Einzelimpfstoff gibt es allerdings nicht, verfügbar sind Kombinationspräparate mit Komponenten gegen Tetanus, Diphtherie und teils auch Polio.
Weil die Wirkung der Impfung gegen Keuchhusten nach einigen Jahren nachlässt, muss diese aufgefrischt werden. Seit 2009 rät die Ständige Impfkommission am RKI Erwachsenen, sich bei der nächsten fälligen Tetanus-Auffrischung mit einem Kombinationspräparat gegen Keuchhusten impfen zu lassen.

15.07.2014
Hilfreich: Medikamentennamen merken
Wenn Patienten Namen und Wirkstoff ihres Arzneimittels kennen, nehmen sie ihre Medikamente oft regelmäßiger ein, als wenn sie sich nur an das Aussehen erinnern
Thinkstock/istock/sakdawut14
Menschen mit gutem Namensgedächtnis sind eindeutig im Vorteil bei der Arzneieinnahme. Dies berichten Forscher der Universität Chicago im Journal of Health Communication.
Bluthochdruck-Patienten, die ihre Medikamente nur am Aussehen erkennen, nehmen diese unregelmäßiger ein und haben größere Schwierigkeiten, ihren Blutdruck zu kontrollieren. Name und Wirkstoff zu wissen ist umso wichtiger, da sich das Aussehen der Tabletten ändern kann.

14.07.2014
Allergie: Verstärkt Stress Symptome?
Für Allergiker lohnt es sich, die Ruhe zu bewahren. Stress löst zwar keine Allergie aus, scheint aber die Symptome zu verstärken
W&B/Jan Greune
Ausgeglichene Allergiker leiden offenbar seltener unter Schüben als gestresste. Zu diesem Schluss kommen Allergologen von der Ohio State University im Fachblatt Annals of Allergy, Asthma and Immunology, nachdem sie 179 Betroffene drei Monate lang beobachtet hatten.
In diesem Zeitraum erlitten 39 Prozent der Teilnehmer mehr als einen Allergieschub. Sie klagten verstärkt über Stress und waren zudem häufiger schlecht gelaunt als die Studienteilnehmer ohne Allergieschub.
Zwar verursacht Stress keine Allergien, er scheint jedoch die Symptome zu verstärken. Die Forscher raten den Patienten deshalb zum Stressabbau.  

13.07.2014
Alkohol: Schon ein Drink kann zu viel sein
Wer älter wird, verträgt wohl weniger Alkohol. Das beeinträchtigt die Fahrtüchtigkeit früher
Thinkstock/iStockphoto
Mit zunehmendem Alter können bereits geringe Mengen Alkohol die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Das belegt eine Studie der Universität von Florida (USA). Die Teilnehmer absolvierten eine wenig anspruchs­volle Fahrt am Simulator – zuerst nüchtern und­ dann nach nur einem Drink.
Es zeigte sich, dass Testpersonen über 55 Jahre bereits mit 0,4 Promille Alkohol im Blut deutlich schlechter ab­schnitten als in nüchternem Zustand. Bei jüngeren Teilnehmern blieb diese Wirkung aus.

12.07.2014
Alkohol: Schon ein Drink kann zu viel sein
Wer älter wird, verträgt wohl weniger Alkohol. Das beeinträchtigt die Fahrtüchtigkeit früher
Thinkstock/iStockphoto
Mit zunehmendem Alter können bereits geringe Mengen Alkohol die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Das belegt eine Studie der Universität von Florida (USA). Die Teilnehmer absolvierten eine wenig anspruchs­volle Fahrt am Simulator – zuerst nüchtern und­ dann nach nur einem Drink.
Es zeigte sich, dass Testpersonen über 55 Jahre bereits mit 0,4 Promille Alkohol im Blut deutlich schlechter ab­schnitten als in nüchternem Zustand. Bei jüngeren Teilnehmern blieb diese Wirkung aus.

11.07.2014
Erdnuss-Allergie: Hoffnung für Betroffene
Wissenschaftler verabreichten Erdnussallergikern über einen bestimmten Zeitraum Erdnussmehl. Die Ergebnisse machen Hoffnung
Thinkstock/iStockphoto
Eine Immunkur für Erdnussallergiker hat ihre erste Bewährungsprobe bestanden, wie die Fachzeitschrift Lancet berichtet. Forscher verabreichten 45 Kindern und Jugendlichen sechs Monate lang steigende Mengen von Erdnussmehl. Mehr als die Hälfte tolerierte anschließend im Nahrungstest 1,6 Gramm Erdnuss­protein, 91 Prozent vertrugen davon immerhin 800 Milligramm. Das entspricht fünf Erdnüssen. Weitere Studien unter ärztlicher Kontrolle mit mehr Personen müssen zeigen, ob die Immunkur praxistauglich ist.

10.07.2014
Bewegung: Mehr Hirn durch Sport
Ausdauersport vergrößert bestimmte Bereiche im Gehirn, zeigt eine Studie an älteren Frauen
Jupiter Images GmbH/Polka dot
Regelmäßiges Ausdauertraining hat positive Effekte auf das ­Gehirn älterer Frauen. Das berichtet die Fachzeitschrift British Journal of Sports Medicine. 86 Frauen im Alter von 70 bis 80 Jahren trainierten sechs Monate lang zweimal pro ­Woche. Die Forscher untersuchten mithilfe von Magnetresonanztomografie die Gehirne der Seniorinnen: einmal zu Beginn, ein zweites Mal nach Abschluss des Zeitraums. Dabei ergab sich ein deutlicher Größen­zuwachs im Hippocampus – einer Region, die für das Speichern von Informationen wichtig ist. Ob das Training die Gedächtnisleistungen verbessert, ist allerdings unklar.

09.07.2014
Kork: Nützliche Schale
Alle neun Jahre ernten Bauern die Borke der imposanten Bäume. Sie ist ein begehrter Rohstoff für Fußböden – und Weltraumfähren
Thinkstock/Hemera
Was haben die Kathedrale Sagrada Familia in Barcelona, das Spaceshuttle der NASA und eine Flasche Château Lafite Roth­schild gemeinsam? Kork. In dem Bauwerk des spanischen Architekten Antoni Gaudí wandeln die Besucher über 2.000 Quadratmeter Korkboden, der Hitzeschild des US-Weltraumtransporters war mit einem speziellen Kork­gemisch beschichtet, und im Hals einer Flasche des edlen Bordeaux-Weins steckt ein Stopfen aus der Borke der Korkeiche.
Über Hunderte von Jahren waren Korken fast der alleinige Verschluss für Wein-, Sekt- und zum Teil auch Spirituosenflaschen. Seit der Jahrtausendwende ging der Anteil in Deutschland wegen der billigeren Kunststoff- und Schraubverschlüsse auf rund ein Drittel zurück. Keine gute Entwicklung.
Allein in Portugal geben die Kork­eichen Zigtausenden von Landbewohnern Arbeit, die 7.500 Quadratkilometer gro­ßen Wälder speichern das Grundwasser für die Versorgung Lissabons und anderer großer Städte. In der westlichen Mittelmeerregion sind sie der Überlebensraum für bedrohte Tier­arten wie den Iberischen Luchs und den Berberhirsch, für Kaiseradler und Kraniche.
Das Besondere an der Korkeiche ist ihre Borke. Während sie bei der Birke oder Platane aufreißt, wenn der Baum größer wird, wächst der elas­tische Kork mit. Im Alter von zwölf bis 15 Jahren können die Bäume erstmals geschält werden. Der dabei gewonnene „männliche“ Kork, noch sehr ungleich­mäßig gewachsen, wird geraspelt und in Form gepresst, etwa zu Isoliermatten.
Nach der Ernte sieht man weithin das rotbraune Kambium, die Wachstumsschicht, an den Stämmen und den unteren Enden der dicken Äste. Darauf bildet sich langsam eine neue, jetzt ebenmäßige elas­tische Borkenschicht: der weibliche Kork. Etwa alle neun Jahre trennen ihn die Arbeiter mit axtähnlichen Werkzeugen wieder präzise vom Kambium.
Die Industrie hat – zum Glück für Korkbauern und Umwelt in Portugal und den anderen Anbauregionen im westlichen Mittelmeerraum – neue Anwendungsgebiete erschlossen. Eine wahre Renaissance erleben seit einiger Zeit Korkfußböden. Es gibt sie in vielen Farben und mit den unterschiedlichsten Dekoren – von der Kieselsteinoptik bis zur imitierten Holzmaserung. Weil die Korkschicht Schritte elas­tisch abfedert, schont der Belag die Gelenke. Bei Stürzen mildert er das Verletzungs­risiko. Die Böden lassen sich hygienisch reinigen und sind ideal für Al­lergiker, weil sie ohne Lack und chemische Lösungsmittel auskommen.
Zudem ist Kork ein wertvoller Recyclingstoff. Zu Hause gesammelte und beim Wertstoffhof abgegebene Korken werden je nach Qualität zu Dämmmaterial, Pinnwänden oder auch Zylinderkopfdichtungen für Modellflugzeuge verarbeitet. Vorher werden sie in sozialen Einrichtungen sortiert. Eine der größten ist das Epilepsiezentrum der Diakonie Kehl am Rhein, Ortsteil Kork.

08.07.2014
Infektion: Grippe ohne Fieber
Die Influenza verläuft oft weniger schlimm als bislang vermutet, zeigt eine Studie
W&B/Christine Beckmann
Eine Infektion mit Grippeviren nimmt häufiger einen leichten Verlauf als bislang vermutet. Das ergab eine Auswertung der Grippeperioden von 2006 bis 2011 in Großbritannien. Wie Blutanalysen zeigten, steckte sich pro Saison durchschnittlich knapp jeder Fünfte an. Nur bei jedem vierten Erkrankten führte das zu Fieber mit Husten oder Atembeschwerden. Harmlos sind Grippeviren allerdings nicht. So töteten die Erreger während der besonders heftigen Grippewelle von 2008/2009 in Deutschland rund 18.000 Menschen.

07.07.2014
Beinwell: Wurzel für Sportler
Extrakte aus der Heilpflanze können bei leichten Sportverletzungen wie Prellungen und Zerrungen helfen
Fotolia/Maridav
Beinwell (Symphytum officinale) war früher ein wichti­ges Heilmittel bei Knochen­brüchen. Heute nutzen Sportler die aus der zerkleinerten Wurzel hergestellten Präparate, um Prellungen, Zerrungen und Verstauchungen zu behandeln. Allantoin als Hauptwirkstoff regt die Zell­teilung an und fördert die Bildung von neuem Gewebe. Die enthalte­ne Rosmarinsäure lindert Ent­­zündungen, Cholin regt die Durch­blutung an. Leberschädliche Gifte, die ebenfalls in der Heilpflanze stecken, finden sich in Fertigpräparaten aus der Apotheke nicht.

06.07.2014
Erdbeeren: Süße Herzfrucht
Wer reichlich Erdbeeren verzehrt, kann möglicherweise seine Blutfettwerte günstig beeinflussen
W&B/Marcel Weber
Reichlicher Erdbeer-Konsum wirkt möglicherweise positiv auf den Blutfettspiegel. Das legt eine in dem Fachblatt Journal of Nutritional Biochemistry veröffentlichte Studie spanischer und italienischer Wissenschaftler nahe. 23 gesunde Freiwillige verzehrten vier Wochen lang täglich ein Pfund Erdbeeren, die reich an Vitamin C und sekundären Pflanzenstoffen sind.
Die vergleichende Analyse von Blutproben vor und nach diesem Zeitraum zeigte, dass das Gesamtcholesterin im Schnitt um 9 Prozent und der schädliche LDL-Anteil um 14 Prozent zurück­gegangen war. Die Triglyzeride waren um 21 Prozent gesunken. Die Forscher folgern, dass Menschen mit erhöhtem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen eventuell von Erdbeeren profitieren.

04.07.2014
Übergewicht: Auf den Bauchumfang kommt es an
Wer zu viel Bauchfett hat, schadet seiner Gesundheit. Das gilt sogar für Normalgewichtige, sagen Forscher
W&B/Ronald Frommann
Zu viel Bauchfett kann die Lebensdauer deutlich verkürzen – auch bei normalem Körpergewicht. Zu diesem Ergebnis kommt eine vom Nationalen Krebsinstitut der USA in Auftrag gegebene Studie. Hierfür werteten Forscher die Daten von mehr als 600.000 Menschen aus.
Normalgewichtige mit zu großem Bauchumfang sterben demnach häufiger an Erkrankungen des Herzens, der Atemwege und an Krebs. Männer mit einem Bauchumfang von mehr als 109 Zentimetern hatten nach dem 40. Lebensjahr eine rund drei Jahre niedrigere Lebens­erwartung als solche, bei denen er weniger als 89 Zentimeter betrug.
Bei Frauen führte ein Umfang von 94 Zentimetern und mehr nach dem 40. Lebensjahr zu einer rund fünf Jahre geringeren Lebenserwartung als einer von unter 67 Zentimetern. Mediziner empfehlen für Männer ­eine Obergrenze von 102 Zentimetern Bauchumfang, bei Frauen sollte er 88 Zentimeter nicht überschreiten.

03.07.2014
Stevia-Produkte: Unnatürlich süß
Stevia gilt als Alternative zu Haushaltszucker. Doch einige Produkte enthalten nicht nur den Süßstoff, sondern auch Zucker
W&B/Bernhard Limberger
Konfitüre, Joghurt, Limonade: In Produkten, die mit der Süße aus der Stevia­pflanze werben, stecken nicht selten zusätzliche Süßmacher wie Zucker. Die Verbraucherzentrale Thüringen kritisiert die un­durch­sich­tige Information vonseiten der Hersteller: Stevia-Produkte enthalten zum Beispiel nicht die Pflanzenblätter selbst, sondern ein daraus gewonnenes Stoffgemisch – die Stevioglykoside. Sie werden mithilfe von Chemikalien aus den Blättern gelöst. Auf diese Weise wird der Süßstoff E 960 gewonnen. Die Zutaten­liste gibt Auskunft über die tatsächlichen Inhaltsstoffe der Produkte.

01.07.2014
Pflege: Töchter helfen häufiger
Eine Studie zeigt: Meistens pflegen Töchter ihre kranken Eltern. Söhne sind seltener dazu bereit
Stockbyte/ RYF
Wenn in den USA Eltern pflegebedürftig werden, kümmert sich in 75 Prozent der Fälle ein Kind um sie, auch wenn es mehrere Geschwister hat, so Forscher des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung. Töchter pflegen meist ihre Mütter, Söhne sind nach wie vor seltener bereit, ihren Eltern zu helfen.
Gibt es keine Töchter in der Familie, teilen sich die Söhne die Pflegearbeit. Die Forscher werteten Daten von 2.452 Menschen aus 641 Familien aus, die im Rahmen einer US-Sozialstudie von 1998 bis 2008 erhoben wurden. Vergleichbare Daten gibt es für Deutschland bisher nicht.

30.06.2014
Aufmerksamkeit: Angeborene Schusseligkeit
Manche Menschen sind zerstreuter als andere. Forscher sagen: Dabei spielt ein Gen eine Rolle
Jupiter Images GmbH/BrandXPictures
Schon wieder den Schlüssel verlegt! Und wen wollte ich gerade anrufen? Psychologen der Universität Bonn haben herausgefunden, dass ein Gen zu mancher Schusseligkeit beiträgt: Wer eine bestimmte Variante des Gens „DRD2“ trägt, lässt sich leichter ablenken und ist häufiger unaufmerksam.
Das Gen ist daran beteiligt, Signale in den Stirnlappen weiterzuleiten. Die Forscher hatten die Genvariante bei 500 Personen bestimmt und getestet, wie oft welche Teilnehmer Aussetzer hatten. Strategien gegen Schusseligkeit helfen trotzdem – zum Beispiel den Schlüssel immer am selben Platz ablegen.

29.06.2014
Hormone: Konkurrenz unter Frauen
Das Konkurrenzverhalten unter Frauen schwankt mit dem Hormonspiegel
Thinkstock/istock
Während des Eisprungs betrachten Frauen ihre Geschlechtsgenossinnen eher als mögliche Konkurrentinnen. Das zeigt eine Studie der Universität von Texas in San Antonio (USA). Die Wissenschaftler ließen Frauen in unterschiedlichen Zyklusphasen an einem Spiel teilnehmen, bei dem man die Mitspielerinnen und -spieler am Gewinn beteiligen konnte.
Während des Eisprungs gaben die Frauen nur ein Viertel des Gewinns an andere Teilnehmerinnen ab, sonst rund die Hälfte. Männliche Mitspieler erhielten dagegen von ihnen in dieser Phase umso mehr Geld.

28.06.2014
Hormone: Konkurrenz unter Frauen
Das Konkurrenzverhalten unter Frauen schwankt mit dem Hormonspiegel
Thinkstock/istock
Während des Eisprungs betrachten Frauen ihre Geschlechtsgenossinnen eher als mögliche Konkurrentinnen. Das zeigt eine Studie der Universität von Texas in San Antonio (USA). Die Wissenschaftler ließen Frauen in unterschiedlichen Zyklusphasen an einem Spiel teilnehmen, bei dem man die Mitspielerinnen und -spieler am Gewinn beteiligen konnte.
Während des Eisprungs gaben die Frauen nur ein Viertel des Gewinns an andere Teilnehmerinnen ab, sonst rund die Hälfte. Männliche Mitspieler erhielten dagegen von ihnen in dieser Phase umso mehr Geld.

27.06.2014
Psychologie: Schwindeln macht kreativ
Bunte Ideen: Schummeln fördert die Schaffenskraft
Thinkstock/istock
Menschen, die flunkern, sind oft ideenreicher. Dies zeigt eine Studie der Harvard Business School in Boston (USA). Die Forscher stellten den Teilnehmern eine Aufgabe, bei der diese schummeln und dadurch ein besseres Ergebnis erzielen konnten. Die Versuchspersonen glaubten, ihre Unehrlichkeit bleibe unbemerkt, doch die Forscher waren in der Lage, den Betrug zu erkennen.
Bei einem anschließenden Kreativitätstest schnitten die Lügner besser ab. Die Erklärung der Studienleiterin: Wer lügt, breche Regeln. Dies fördere die Kreativität.     

26.06.2014
Übergewicht: Gesättigte Fettsäuren machen dicker
Menschen, die viele gesättigte Fettsäuren essen, laufen eher Gefahr, übergewichtig zu werden, als Menschen die mehr ungesättigte Fettsäuren verzehren
Thinkstock/istock
Zu viele Kalorien machen dick. Doch gesättigte Fettsäuren lassen die Fettpolster schneller anwachsen als ungesättigte. Das zeigten Forscher der Universität von Uppsala (Schweden) mit der Hilfe von 39 jungen Freiwilligen.
Diese nahmen sieben Wochen lang täglich rund 750 Extra-Kilokalorien zu sich. Die einen aßen Muffins mit einem hohen Gehalt an vielfach ungesättigten Fettsäuren, die anderen Muffins mit reichlich gesättigten Fettsäuren. In der zweiten Gruppe war der Zuwachs an Körperfett doppelt so hoch wie in der ersten, ergab die anschließende Analyse.

25.06.2014
Epstein-Barr-Viren: Pfeiffer`sches Drüsenfieber
Patienten sollten sich vor allem Ruhe gönnen, um Komplikationen zu vermeiden
Jupiter Images/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY
Fast alle Menschen stecken sich im Lauf ihres Lebens mit Epstein-Barr-Viren an, den Erregern des Pfeiffer’schen Drüsenfiebers. Oft geschieht das bereits in den ersten Lebensjahren. Kleinkinder infizieren sich etwa bei ihren Eltern, Geschwistern und Spielkameraden. Die Viren werden mit dem Speichel übertragen.
Wen es bereits im frühen Kindesalter erwischt – der hat Glück gehabt. Die Krankheitserreger verursachen in den ersten Lebensjahren meist keine oder nur milde Symptome wie Husten, Schnupfen und Halsschmerzen. Bei Kleinkindern bleiben Infektionen mit Epstein-Barr-Viren fast immer unbemerkt.

Nur einmal im Leben

Je später im Leben die Infektion erfolgt, desto wahrscheinlicher ist ein heftiger Verlauf: Wer sich etwa im Jugendalter ansteckt, trägt bereits ein Risiko von rund 50 Prozent, am Pfeiffer’schen Drüsenfieber zu erkranken. Die Hauptsymptome sind Fieber, geschwollene Lymphknoten, Kopf-, Hals- und Gliederschmerzen. Das Gute daran: Ist die Krankheit auskuriert, kommt sie kein zweites Mal. Nur Menschen mit Immunschwäche müssen befürchten, dass die Viren irgendwann wieder aktiv werden.
Im Jahr 2012 gab es deutschlandweit 6414 Fälle Bis zum 30. Lebensjahr haben rund 95 Prozent aller Menschen in Mitteleuropa eine Infektion mit Epstein-Barr-Viren durchgemacht – die meisten, ohne davon zu wissen. Da das Drüsenfieber bei über 30-Jährigen relativ selten vorkommt, wird es bei erwachsenen Patienten nicht immer sofort erkannt.
Oft diagnostizieren Ärzte zunächst eine bakterielle Mandelentzündung und verschreiben dagegen Antibiotika. Doch die verordneten Wirkstoffe sind nicht nur nutzlos bei Pfeiffer’schem Drüsenfieber. Der Körper vieler Erkrankter reagiert auf einige Medikamente auch mit starkem Hautausschlag. Diese allergische Reaktion ist so typisch, dass spätestens dann der Arzt die richtige Diagnose stellt.
Den Nachweis für Epstein-Barr-Viren bringt allerdings ein Bluttest. Die Krankheitserreger befallen nämlich bestimmte Immunzellen, sogenannte B-Lymphozyten. Manchmal lassen die behandelnden Ärzte zusätzlich einen Test auf Antikörper durchführen. Diese maßgeschneiderten Eiweiße produzieren die B-Lymphozyten, um Krankheitserreger wie Epstein-Barr-Viren abzuwehren.
Unterschiedliche Immunreaktionen sind der Grund dafür, dass sich viele Menschen mit Pfeiffer’schem Drüsenfieber wochenlang kraftlos und müde fühlen. In Einzelfällen dauert dieser Zustand monatelang. Die Infektion beschränkt sich nicht auf den Rachen und die Lymphknoten. Oft sind auch die Milz und die Leber betroffen, und das Immunsystem kann angegriffen sein.

Die Beschwerden lindern

Spezielle Medikamente gegen Epstein-Barr-Viren gibt es nicht. Patienten können allenfalls die Symptome mit schmerzstillenden, fiebersenkenden und entzündungshemmenden Arzneimitteln lindern. Bei schweren Verläufen verordnen Ärzte je nach Bedarf zusätzlich antivirale Wirkstoffe oder Kortikoide.
Die Patienten sollten sich vor allem viel Ruhe und Schlaf gönnen und Anstrengungen meiden. Wer sich nicht schont, verlangsamt eventuell den Heilungsprozess. Viele Ärzte raten den Patienten, sechs bis acht Wochen keinen Sport zu treiben. Bei vielen Infizierten schwillt die Milz oder die Leber an. Sport verstärkt diesen Effekt und erhöht damit das Risiko, einen Milz- oder Leberriss zu erleiden. Diese lebensbedrohlichen Komplikationen müssen sofort chirurgisch behandelt werden.
Das Gleiche gilt, wenn Lymphknoten am Hals so stark anschwellen, dass der Patient kaum noch Luft bekommt. Dann müssen meistens die Mandeln entfernt werden. Doch Entwarnung: Nur selten verläuft ein Pfeiffer’sches Drüsenfieber so schwer, dass Patienten deswegen im Krankenhaus behandelt werden müssen.

24.06.2014
Pestwurz: Krampflöser bei Husten
Die Heilpflanze Pestwurz wird heute vor allem in Präparaten gegen Husten verwendet
Thinkstock/Wavebreak Media
Den Namen verdankt die Pestwurz (Petasites hybridus) der Tatsache, dass sie im Mittelalter die Pest heilen sollte. Die Pflanze wächst in ganz Europa vor allem an Bachläufen und Flüssen. Die Volksmedizin nutzt sie traditionell wegen ihrer krampflösenden Eigenschaften, die auf dem hohen Gehalt an Sesquiterpenen beruhen. Daher wird Pestwurz heute vor allem in Präparaten gegen Husten verwendet. Giftige Pflanzenteile wurden bei Fertigarzneimitteln weitgehend entfernt.     

23.06.2014
COPD: Drei Kilometer täglich spazieren
Regelmäßige Spaziergänge können COPD-Patienten offenbar guttun
Thinkstock/BananaStock
Menschen mit einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) profitieren deutlich, wenn sie täglich mehr als drei Kilometer spazieren gehen. Das legt eine Studie nahe, die Wissenschaftler mit COPD-Patienten an fünf spanischen Kliniken für Atemwegserkrankungen mehr als fünf Jahre lang durchführten.
Wer sich von den zuletzt 391 Teilnehmern regelmäßig entweder moderat oder mit hoher Intensität bewegte, musste seltener wegen COPD eine Klinik aufsuchen.  

22.06.2014
Gelenkschmerzen: Beeinflusst das Wetter die Hüfte?
Viele Menschen sagen, dass sich ein Wetterumschwung im Gelenk bemerkbar macht. Ärzte konnten bisher keinen klinisch bedeutsamen Zusammenhang erkennen
Thinkstock/iStockphoto
Bei Wetterumschwung klagen viele Menschen über Gelenkschmerzen. Ob diese Behauptung stimmt, wollte ein Team der Universitätsklinik Rotterdam wissen und untersuchte zwei Jahre lang 222 Hausarztpatienten mit Hüftgelenkarthrose.
Ergebnis: Nur wenn Luftfeuchtigkeit und Luftdruck stiegen, sahen die Forscher einen schwach ausgeprägten Zusammenhang. Ihr Fazit: Klinisch bedeutsam ist er aber nicht. 

21.06.2014
Gelenkschmerzen: Beeinflusst das Wetter die Hüfte?
Viele Menschen sagen, dass sich ein Wetterumschwung im Gelenk bemerkbar macht. Ärzte konnten bisher keinen klinisch bedeutsamen Zusammenhang erkennen
Thinkstock/iStockphoto
Bei Wetterumschwung klagen viele Menschen über Gelenkschmerzen. Ob diese Behauptung stimmt, wollte ein Team der Universitätsklinik Rotterdam wissen und untersuchte zwei Jahre lang 222 Hausarztpatienten mit Hüftgelenkarthrose.
Ergebnis: Nur wenn Luftfeuchtigkeit und Luftdruck stiegen, sahen die Forscher einen schwach ausgeprägten Zusammenhang. Ihr Fazit: Klinisch bedeutsam ist er aber nicht. 

20.06.2014
Abführmittel: Darmspiegelung ohne Hindernisse
Vor einer Darmspiegelung müssen die Patienten flüssige Abführmittel nach Vorgabe des Arztes anwenden. Nur so funktioniert die optische Untersuchung gründlich
W&B/Arne Schulz, W&B/Astrid Zacharias
Etwa 23 Prozent der Anspruchsberechtigten ab 55 Jahren nutzen die Darmspiegelung zur Krebsvorsorge. Doch wie die Felix-Burda-Stiftung warnt, reinigt etwa jeder Vierte vorher den Darm nicht gründlich genug.
Da es sich um eine optische Untersuchung handelt, erschweren Speise- und Flüssigkeitsreste im Darm dem Arzt die Sicht, sodass bis zu 40 Prozent der Veränderungen nicht erkannt werden. Flüssige Abführmittel sind deshalb zur Vorbereitung unerlässlich.

19.06.2014
Herz: Sonnenlicht senkt den Blutdruck
Vom maßvollen Sonnenbad kann das Herz profitieren
Thinkstock/iStockphoto
Gute Nachricht für Sonnenanbeter: Wie britische Forscher im Journal of Investigative Dermatology schreiben, senkt Sonnenlicht den Blutdruck – und damit auch das Herzinfarkt- sowie Schlaganfallrisiko.
Die Wissenschaftler hatten die Unterarme von 24 gesunden Probanden 20 Minuten lang mit einer UVA-Lampe bestrahlt und dann für die gleiche Zeit das UV-A-Licht durch eine Alufolie abgeblockt. Ohne Folie sank der Blutdruck für eine Stunde um etwa 4 mmHg.
Die Erklärung der Forscher: Durch UV-A-Licht entsteht in der Haut vermehrt Stickstoffmonoxid, das die Gefäße erweitert und so den Blutdruck senkt. Dies sei auch der Grund, warum Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Winter häufiger auftreten. Die Warnung, dass zu viel UV-Licht das Hautkrebsrisiko erhöht, gilt natürlich nach wie vor.  

18.06.2014
Hexenschuss: Schmerz im Kreuz
Die Pein an der Lendenwirbelsäule ist höllisch, verschwindet aber meist von selber wieder. Die wichtigsten Fakten zum Thema
Jupiter Images GmbH/Creatas
Was ist ein Hexenschuss?
Mediziner bezeichnen damit einen plötzlich auftretenden, akuten Schmerz an der Lendenwirbelsäule, der mit stark verspannten Muskeln um die Wirbelsäule herum einhergeht. Ein besonderes Merkmal der Beschwerden ist, dass sie den Patienten unvermittelt treffen. Der Schmerz schießt richtig ein.
Tritt er häufig auf?
Etwa die Hälfte der Bevölkerung bis zum 50. Lebensjahr hatte bereits einmal einen Hexenschuss. Die meisten Menschen trifft es zum ersten Mal zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr. Eine Ursache für einen Hexenschuss sind Verschleißerscheinungen an der Bandscheibe, die aus Bindegewebe und einem gallertigen Kern besteht. Im vierten und fünften Lebensjahrzehnt haben die Bandscheiben noch relativ viel Spannkraft. Deshalb können sie reißen, während sie ab dem sechsten Jahrzehnt langsamer verschleißen. Vergleichbar mit einem prallen Reifen: Er kann reißen. Hat er wenig Luft, wird er schlapp, reißt aber nicht mehr.

Was löst ihn aus?
Verschleißerscheinungen der Bandscheibe sind nur ein Grund, dass sich die Muskeln verspannen, um die Wirbelsäule zu stabilisieren. Doch nicht jeder Verschleiß führt zu einem Hexenschuss. Meistens ist es ein Cocktail aus Ursachen. Häufige Auslöser sind ungewohnte Bewegungen oder Drehungen, aber auch schlecht trainierte Muskeln begünstigen den Kreuzschmerz.

Gibt es weitere Ursachen?
Die Wirbelgelenke können verkanten und dann blockieren. Sie sind in Paaren angeordnet und befinden sich jeweils zwischen zwei Wirbelkörpern. Bei einer gesunden Wirbelsäule klappt das Zusammenspiel zwischen den Wirbelgelenken, welche den Rücken beweglich machen. Wenn sich die Gelenke gelockert haben, weil die Bandscheibe nicht hundertprozentig intakt ist, kann das Bewegungsspiel gestört werden. Das umliegende Gewebe wird überdehnt, die Muskeln versteifen. Der Zustand ist ein ähnlicher, wie wenn Risse in der Bandscheibe vorliegen.

Schießt der Schmerz immer in die Lendenwirbelsäule?
Ein Hexenschuss kann einen auch an der Halswirbelsäule ereilen. Man spricht dann von einem akuten Halswirbelsäulensyndrom, einem steifen Nacken oder akuten Schiefhals. Die Lendenwirbelsäule ist jedoch am häufigsten betroffen, weil auf ihr das Gewicht des ganzen Rumpfs lastet. Zudem sind die Lendenwirbel der beweglichste Teil der Wirbelsäule.

Kann es jeden treffen?
Ja. Auch Hochleistungssportler können einen Hexenschuss bekommen, zum Beispiel Gewichtheber bei Wettkämpfen. Bei sehr trainierten Sportlern reagiert die Rückenmuskulatur häufig stark, wenn es zu minimalen Überbelastungen, kleinsten Einrissen oder Verkantungen kommt. Zudem gibt es Risikogruppen: Die genetische Veranlagung spielt eine Rolle – manche Menschen haben widerstandsfähigeres Gewebe als andere. Auch bestimmte Wirbelsäulenformen begünstigen Hexenschüsse: Menschen mit sechs Lendenwirbelkörpern statt fünf haben eine beweglichere Wirbelsäule und sind deshalb stärker gefährdet. Menschen mit einer Kollagenstoffwechselstörung trifft es ebenfalls häufiger, zum Beispiel Kleinwüchsige.

Hilft Rückentraining?
Je besser das muskuläre Gleichgewicht im Körper, desto geringer das Risiko für einen Hexenschuss. Gut dehnbare Muskeln im ganzen Körper, wie in Beinen, Schultern, Armen, fördern die Stabilität der Wirbelsäule.

Ist ein Hexenschuss gefährlich?
Auch wenn die starken Schmerzen bedrohlich wirken, ist ein Hexenschuss im Grunde nicht gefährlich – solange sich die Beschwerden auf die Lendenwirbelsäule beschränken und nicht in die Beine ausstrahlen.

Hält der Schmerz lange an?
Bei rund 75 Prozent der Patienten ist nach einer Woche wieder alles in Ordnung. Bei den restlichen 25 Prozent kann es bis zu sechs Wochen und manchmal noch länger dauern, bis die Beschwerden ganz abgeklungen sind. Wenn es danach noch Probleme gibt, braucht man eine gezielte Behandlung, dann ist die Ursache der Beschwerden kein Hexenschuss.

Bei welchen Anzeichen zum Arzt?
Wenn die Schmerzen in ein Bein ausstrahlen oder Taubheitsgefühle auftreten; wenn eine Stuhl- oder Harninkontinenz entsteht; wenn sich eine Muskelschwäche im großen Zeh bemerkbar macht oder man den Fuß nicht mehr heben kann, sollte ein Orthopäde oder Neurologe die Ursache abklären. Eine Ischialgie könnte der Grund sein, also Schmerzen, die entlang des Ischiasnervs auftreten, weil Nervenwurzeln gereizt werden – wie bei einem Bandscheibenvorfall.

Was unterscheidet die Hexe vom Bandscheibenvorfall?
Während hinter einem Hexenschuss häufig Verschleißerscheinungen in Form von Rissen im Faserring stecken, ist der Grad der Zerstörung bei einem Bandscheibenvorfall höher. Es tritt Bandscheibenflüssigkeit aus. Das Bindegewebe des Wirbelkörper-Puffers umgibt den Kern, der aus Gallertmasse besteht. Läuft die Flüssigkeit aus, drückt sie auf die Nervenwurzeln, die an den Wirbelgelenken entlanglaufen. Das verursacht die heftigen Schmerzen.

Haben Vorfall und Hexe die gleichen Symptome?
Wenn die Bandscheibe in Richtung Bauchraum und nicht wie meist nach hinten drückt, dann ja. Zum Bauchraum hin gibt es keine empfindlichen Strukturen wie die Nervenwurzeln. Deshalb können die Schmerzen nicht in die Beine ausstrahlen. Das ändert an der Behandlung nicht viel, es dauert nur länger, bis sich das Ganze erholt hat.

Wie lindere ich Schmerzen?
Vielen Patienten tut Wärme gut. Hilfreich ist alles, was verspannte Muskeln lockert und die Durchblutung fördert. Deshalb soll man sich leicht bewegen, ohne groß die Muskeln zu belasten. Schwere Taschen oder Einkäufe tragen ist tabu. Jede Bewegung, die in der akuten Situation noch möglich ist, hilft. Für viele ist aber schon Alltägliches wie duschen und sich anziehen schweißtreibend und schmerzhaft. Wenn man es trotzdem schafft, ist schon viel gewonnen. Denn viel sitzen oder lange in derselben Position verharren beeinträchtigt die Heilung. Früher wurde Bettruhe empfohlen. Davon ist man heute ganz abgekommen.

Helfen Schmerzmittel?
Ja. Die Schmerzen loszuwerden ist das Wichtigste für die Patienten. Es eignen sich Wirkstoffe wie Paracetamol, Ibuprofen, Acetylsalicylsäure, Diclofenac und Naproxen. Zusätzlich kann man Wärmepflaster oder wärmende Salben auftragen. Pflaster können allerdings die Haut reizen. Pflaster mit dem Wirkstoff Capsaicin, dem Scharfmacher aus Chilis, sollten Menschen mit empfindlicher Haut eher meiden. Alternativ gibt es selbstwärmende Exemplare auf Eisenpulvergrundlage. Bei diesen Produkten oxidiert Eisen beim Kontakt mit Sauerstoff. Dabei wird Wärme frei.

Wie kann ich vorbeugen?
Durch ausreichende Bewegung. Einem Menschen, der viel sitzt, könnten gelenkschonende Sportarten wie Nordic Walking, Schwimmen oder Pilates helfen, den Rücken zu stärken. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Wichtig ist, Freude an der Bewegung zu haben. Spaß und Zweckmäßigkeit stellen den Schlüssel dar, um langfristig erfolgreich zu sein. Wenn man etwas nicht gern tut, fällt es schwer, es mindestens zweimal die Woche durchzuziehen. Regelmäßiges Training aber ist für einen starken Rücken wichtiger als sich hin und wieder zu verausgaben. Faustregel: Vielleicht zwei- bis dreimal die Woche eine halbe bis eineinhalb Stunden.

17.06.2014
Arzneimittel-Versorgung: In vier Minuten zur Apotheke
Gut versorgt in Deutschland: Die nächste Apotheke ist nicht weit
W&B/Bernhard Huber
Die wohnortnahe Versorgung mit Arzneimitteln ist in Deutschland fast flächendeckend gewährleistet. Die Apothekendichte liegt zwar leicht unter dem europäischen Durchschnitt, doch Patienten können mit dem Auto im Schnitt innerhalb von vier Minuten eine öffentliche Apotheke erreichen. Das ergab eine Studie des Braunschweiger Thünen-Instituts für Ländliche Räume. Nur in wenigen Regionen Deutschlands müssen Patienten mehr als 15 Kilometer bis zur nächsten Apotheke zurücklegen.

16.06.2014
Schokolade: Gesundheitseffekt dank Darmkeimen
Inhaltsstoffe aus dunkler Schokolade können das Schlaganfallrisiko senken. Die gesundheitsförderlichen Bestandteile entstehen offenbar mithilfe menschlicher Darmkeime
Thinkstock/istock
Dunkle Schokolade ist gut für Herz und Gefäße – das ist bekannt. Forscher der Louisiana State University (USA) fanden nun den Grund: Kakao enthält Bestandteile, die durch Verdauungsenzyme nicht abgebaut werden. Erst durch menschliche Darmkeime entstanden im Labor entzündungshemmende Stoffe daraus. Den Wissenschaftlern zufolge ließe sich so erklären, warum dunkle Schokolade Entzündungen hemmen und das Schlaganfallrisiko senken kann.

15.06.2014
Bewegungsmangel: Wer zu viel sitzt, verkürzt sein Leben
Ständiges Sitzen schadet der Gesundheit. Bauen Sie deshalb Bewegung in den Alltag ein
Thinkstock/iStockphoto
Eine Studie der Cornell-Univer­sität (USA) mit 93.000 älteren Frauen belegt, dass viel sitzen das Leben verkürzt. Selbst Sport kann dies kaum ausgleichen. Die Forscherinnen raten, das Sitzen häufig zu unterbrechen: im Büro im Stehen telefonieren, kleine Botengänge selbst erledigen, Treppen steigen, ein Stehpult nutzen. Zu Hause öfter vom Sofa aufstehen. 

14.06.2014
Bewegungsmangel: Wer zu viel sitzt, verkürzt sein Leben
Ständiges Sitzen schadet der Gesundheit. Bauen Sie deshalb Bewegung in den Alltag ein
Thinkstock/iStockphoto
Eine Studie der Cornell-Univer­sität (USA) mit 93.000 älteren Frauen belegt, dass viel sitzen das Leben verkürzt. Selbst Sport kann dies kaum ausgleichen. Die Forscherinnen raten, das Sitzen häufig zu unterbrechen: im Büro im Stehen telefonieren, kleine Botengänge selbst erledigen, Treppen steigen, ein Stehpult nutzen. Zu Hause öfter vom Sofa aufstehen. 

13.06.2014
Psyche: Dauerstress macht risikoscheu
Menschen, die chronisch unter Stress stehen, gehen weniger Risiken ein
Thinkstock/Monkey Business
Wer unter chronischem Stress steht, meidet riskantes Verhalten. Das berichtet die Fachzeitschrift PNAS. Forscher verabreichten 36 Freiwilligen über acht Tage hinweg das Stresshormon Hydrokortison. Sein Gehalt im Blut stieg dadurch im Mittel um knapp 70 Prozent. Während dieser acht Tage spielten die Teilnehmer Lotto. Wer ein hohes Risiko einging, hatte die Chance, seinen Geldgewinn zu steigern.
Ergebnis: Der hormonell herbeigeführte Dauerstress halbierte die Risikofreude nahezu. Diese Erkenntnis hilft, die Finanzkrise von 2007 bis 2009 besser zu verstehen, meinen die Forscher. Denn diese verschärfte sich, weil Verantwortliche notwendige Risiken mieden. Aktienhändler in London hatten bei fallenden Kursen sofort erhöhte Kortison-Werte, wie Blutanalysen damals zeigten.

12.06.2014
Sonnenbrand: Doppelter Schaden
UV-Licht kann auf zweierlei Wegen schwarzen Hautkrebs begünstigen
Thinkstock/iStockphoto
Es ist hinlänglich bekannt, dass Sonnenbrand die Entstehung von schwarzem Hautkrebs begüns­tigt. Forscher der Universität Bonn haben nun genauere Erkenntnisse gewonnen, was diesen Tumor so gefährlich macht. Sie zeigten, dass Krebszellen in entzündeter Haut an Blutgefäßen entlang in das Körperinnere wandern. Auf diese Weise entstehen bereits in frühen Stadien der Erkrankung Tochter­geschwülste. Geschieht das, ist schwarzer Hautkrebs nur selten heilbar. Die ultravioletten Strahlen des Sonnenlichts schädigen also nicht nur das Erbgut von Hautzellen, sie rufen auch Entzündungen hervor, die den geschädigten Zellen den Weg in den Körper bahnen.  

11.06.2014
Arzneimittel: Was Sie über Reimporte wissen sollten
Importierte Originalmedikamente aus der EU sparen Kosten und halten die Kassenbeiträge stabil. Sonderlich beliebt sind sie trotzdem nicht
W&B/Henglein & Steets
Vielleicht haben auch Sie schon einmal ein Arzneimittel mit fremdsprachigem Aufdruck in der Hand gehabt, das an manchen Stellen mit deutschsprachigen Etiketten überklebt war. Und der Apotheker begründete das folgendermaßen: „Wir müssen Ihnen einen preisgünstigeren Reimport abgeben.“
Aber warum werden Medikamente billiger, wenn sie durch halb Europa gereist sind? Handelt es sich etwa um minderwertige Ware mit Transport- und Lagerschäden? Keineswegs. Importarzneimittel sind ebenfalls Originalpräparate, die jedoch nicht für den deutschen Markt, sondern für andere EU-Länder hergestellt wurden. Wegen des Preisgefälles innerhalb der EU können Importeure zum Beispiel in Italien, Spanien oder Griechenland günstigere Originalpräparate einkaufen und in Deutschland zu einem niedrigeren Preis anbieten als für den deutschen Markt bestimmte Präparate.
Überklebte Packungen
Rund 90 Prozent aller Importarzneimittel sind sogenannte Parallel-Importe, die von multinationalen Konzernen im europäischen Ausland hergestellt und von Importeuren beim ausländischen Großhandel eingekauft werden. Nur etwa zehn Prozent sind Reimporte, die in Deutschland für den europäischen Markt produziert, exportiert und dann wieder importiert werden.
Importeure überkleben die Packun­gen mit deutschsprachigen Etiketten oder packen die Medikamente in sogenannte Europackungen um. Außerdem werden sie mit einem deutschsprachigen Beipackzettel versehen. Importeure unterliegen den gleichen staatlichen Kontrollen wie andere Arzneimittelhersteller. Blis­ter und andere Primärverpackungen dürfen nicht geöffnet, sondern müssen gegebenenfalls auf der Rückseite überklebt werden.
Etwa jedes zwanzigste in deutschen Apotheken abgegebene rezeptpflichtige Medikament ist ein Importarzneimittel – das sind etwa 40 Millionen Packungen pro Jahr. Durch die Abgabe günstiger Importware sparen die Krankenkassen jährlich rund 300 Millionen Euro ein – eine Entlastung für Gesundheitssystem und Beitragszahler.
Vorgeschriebene Importquote
Apotheker sind laut ­Gesetz und Rahmenvertrag verpflichtet, fünf Prozent des importfähigen Fertigarzneimittelumsatzes durch günstige Arzneimittelimporte abzudecken. Ein Import muss mindes­tens 15 Prozent oder 15 Euro billiger sein als das jeweilige Original. Erfüllen Apotheken diese Vorgaben nicht, drohen ihnen Zahlungskürzungen seitens der Krankenkassen.
Eine Umfrage des Kölner Instituts für Handelsforschung (IFH) unter 278 Apothekeninhabern ergab, dass mehr als 60 Prozent der Apotheken die geforderte Importquote sogar übertreffen. Tatsächlich bringen es Importarzneimittel auf einen Marktanteil von über zehn Prozent. Trotzdem sind die „Originale mit Zungenschlag“ bei Apothekern nicht sonderlich beliebt: So weisen mehr als 80 Prozent der Befragten darauf hin, dass Verbraucher Importarzneien oft nicht akzeptieren würden. Die Kunden sind irritiert, und das erfordert eine umfassende Aufklärung.
Nicht jeder sieht das so: Denn Importarzneimittel sind optisch fast nicht mehr von Originalpräparaten zu unterscheiden, sodass der Patient kaum noch ein Störgefühl haben sollte. Zudem sind die Patienten laut Expertenmeinung durch die Rabattverträge inzwischen daran gewöhnt, Medikamente wechselnder Hersteller zu bekommen.
Erheblicher Mehraufwand
Durch die Rabattverträge ist es für die Apotheker allerdings deutlich komplizierter geworden, zu entscheiden, ob sie ein Import- oder ein Originalarzneimittel abgeben sollen, für das der Hersteller einen Rabattvertrag mit den Krankenkassen abgeschlossen hat. Für 68 Prozent der befragten Apotheker steht deshalb fest, dass Importarzneimittel für ihre Apotheke einen erheblichen Mehraufwand bedeuten. Sie seien nicht mehr zeitgemäß, weil sie ­inzwischen teurer sein können als rabattierte Originalarzneimittel. Aus diesem Grund fordern Apotheker teilweise vom Gesetzgeber, die Verpflichtung zur Abgabe von Importarzneimitteln zu streichen.
Andererseits betreffen Rabattverträge wohl vor allem Arzneimittel, deren Patentschutz abgelaufen ist, für die es also günstigere wirkstoffgleiche Alternativen  gibt. Importeure bieten dagegen überwiegend patentgeschützte Arzneimittel an.
Häufige Lieferengpässe 
Rund 75 Prozent der befragten Apotheker bemängeln zudem, dass die Beschaffung von Importarzneimitteln oft mit Problemen und Lieferverzögerun­gen verbunden sei. Importeure können nur einkaufen, was auf dem europäischen Markt gerade verfügbar ist. Für die Patienten ist das jedoch kein Problem, da sie im Fall eines Lieferengpasses das Original­präparat bekommen.
Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Gefährdung der Arzneimittelsicherheit: In seltenen Fällen sind bereits gefälschte Importarzneimittel in deutsche Apotheken gelangt. Je länger der Vertriebsweg, umso größer ist die Gefahr, dass an ­irgendeiner Stelle Fälschungen eingeschmuggelt werden, sagen Experten. Die Importeure wollen dem einen Riegel vorschieben: Sie legen großen Wert auf Arzneimittelsicherheit, überprüfen jede einzelne Packung und haben begonnen, die Produkte mit fälschungssicheren 3-D-Codes zu versehen.

10.06.2014
Pflanzliche Medizin: Goldrute für die Blase
Das Heilkraut enthält Stoffe, die harntreibend und leicht entzündungshemmend wirken. Das kann bei Harnwegsinfekten helfen
W&B/Annette Falck
Der etwa einen Meter hoch wachsende Strauch mit den gelben Blütenkörbchen ist in Europa und Asien beheimatet. Er wächst bevorzugt an Weg- und Waldrändern. Das Kraut der Echten Goldrute (Solidago virgaurea) enthält reichlich Inhaltsstoffe, die für Arzneien verwendet werden. Flavonoide, Triterpen­saponine und Phenolglykoside wirken harntreibend und entzündungshemmend. Präparate mit Gold­rutenextrakt eignen sich deshalb zur Durchspülungstherapie bei leichten Harnwegsinfekten.

09.06.2014
Bauernhof: Hohe Keimlast in Rohmilch
Rohe Milch direkt vom Bauern gilt zwar als schmackhaft, enthält aber oft krankmachende Bakterien, zeigt eine Studie
W&B/Judith Häusler/RYF
Melkfrische Milch vom Bauernhof gilt als besonders schmackhaft sowie reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Eine Studie, die auf einer Untersuchung der Gesundheitsbehörde des US-Bundesstaats Minnesota beruht, ergab aber ein hohes Infektionsrisiko durch Rohmilch. Demnach erkrankten innerhalb von zehn Jahren 17 Prozent der Rohmilch-Konsumenten an einer Darminfektion durch Keime wie Campylobacter und Cryptosporidium.

08.06.2014
Diabetes: Doppeltes Risiko?
Bekommt ein Ehepartner die Zuckerkrankheit, steigt auch für den anderen die Gefahr, daran zu erkranken
Stockbyte/RYF
Erhält ein Ehepartner die Diagnose Diabetes, hat auch der andere ein erhöhtes Risiko. Hinweise darauf fanden kanadische Wissenschaftler bei der Ana­lyse von Studien mit Daten von mehr als 75.000 Paaren. Ihre Erklärung: Über die Jahre gleichen sich bei vielen Paaren die Gewohnheiten der Partner an, was Ernährung, Bewegung, Rauchen und Alkoholkonsum betrifft. Die Forscher empfehlen, auch den Partner zu untersuchen und in Lebensstiländerungen einzubeziehen, um Diabetes oder Folgeschäden zu verhindern.

07.06.2014
Diabetes: Doppeltes Risiko?
Bekommt ein Ehepartner die Zuckerkrankheit, steigt auch für den anderen die Gefahr, daran zu erkranken
Stockbyte/RYF
Erhält ein Ehepartner die Diagnose Diabetes, hat auch der andere ein erhöhtes Risiko. Hinweise darauf fanden kanadische Wissenschaftler bei der Ana­lyse von Studien mit Daten von mehr als 75.000 Paaren. Ihre Erklärung: Über die Jahre gleichen sich bei vielen Paaren die Gewohnheiten der Partner an, was Ernährung, Bewegung, Rauchen und Alkoholkonsum betrifft. Die Forscher empfehlen, auch den Partner zu untersuchen und in Lebensstiländerungen einzubeziehen, um Diabetes oder Folgeschäden zu verhindern.

06.06.2014
Mund: Zahnersatz für weniger Geld
Wer kostenbewusst ist, sollte den Zahnarzt nach der Regelversorgung bei Zahnersatz fragen
Thinkstock/istockphoto
Die Regelversorgung beim Zahnersatz ist relativ günstig. Kostenbewusste Patienten sollten den Zahnarzt danach fragen, rät die Unabhängige Patientenberatung Deutschland. Die Krankenkassen zahlen davon die Hälfte, bei einem über zehn Jahre lückenlos geführten Bonusheft 65 Prozent. Ein Beispiel zum Vergleich: Eine Keramikbrücke für einen Backenzahn kostet etwa 2550 Euro, eine Metallbrücke, die den gleichen Zweck erfüllt, circa 240 Euro.

05.06.2014
Rauchen: Nikotin schadet der Seele
Zigarettenkonsum ist auch schlecht für die Psyche, sagen Forscher
Thinkstock/iStockphoto
Britische Forscher zeigten in einer zusammenfassenden Studie, dass Zigarettenkonsum auch schlecht für das psychische Befinden ist. Wer mit dem Rauchen aufhörte, litt schon nach Wochen seltener an Depressionen, Stress und Angststörungen als Menschen, die weiterqualmten. Die Forscher veröffentlichten ihre Ergebnisse im British Medical Journal. Sie hatten 26 Studien analysiert, deren Teilnehmer durchschnittlich 44 Jahre alt waren und bei Beginn der Untersuchung 20 Ziga­ret­ten täglich rauchten.

04.06.2014
Infektionen: Fuß- und Nagelpilz behandeln
Zur Behandlung von Fuß- und Nagelpilz stehen wirksame
Thinkstock/Comstock Images
Meist beginnt es mit einem leichten Kribbeln zwischen den Zehen – ein Anzeichen, das oft ignoriert wird. Erst wenn die Haut sich rötet und zu jucken ­beginnt, werden viele aufmerksam. Wer jedoch ­darauf setzt, dass das lästige Phänomen von selbst wieder verschwindet, kann schon bald mit weißlich aufgequollener, schuppender Haut oder nässenden Bläschen rechnen. Spätestens dann treiben Schmerz und Juckreiz die Betroffenen in die Apotheke oder zum Hautarzt.
Fußpilz ist eine der häufigsten Infektionskrankheiten und muss unbedingt behandelt werden. Etwa jeder dritte Erwachsene ist mindes­tens einmal in seinem Leben davon betroffen. Unbehandelt kann sich der Pilz auf andere Hautregionen ausbreiten oder die Fußnägel befallen.
Anstecken kann man sich überall, wo Menschen barfuß gehen und infizierte Hautschüppchen auf dem Boden hinterlassen. Die Erreger lauern an Schwimmbadrändern, in Saunen, Umkleidekabinen, Gemeinschaftsduschen und Teppichböden von Hotelzimmern.
Am häufigsten breitet sich die Infektion jedoch zu Hause durch die Angehörigen aus. Werden zum Beispiel infizierte Socken gemeinsam mit anderer Wäsche bei weniger als 60 Grad gewaschen, können Pilzsporen überleben und durch die Wäsche auf andere Familienmitglieder übertragen werden. Durch Nässe aufgequollene Haut und kleine Verletzungen bieten Fadenpilzen, Hefen und Schimmelpilzen ideale Eintrittspforten. Fußschweiß, enge Schuhe und luftundurchlässige Strümpfe schaffen ein feuchtwarmes Klima und damit ideale Wachstumsbedingungen.
Allerdings steckt sich nicht jeder an, der mit Pilzsporen in Berührung kommt. Eine individuelle Empfindlichkeit und Grunderkrankungen wie eine Immunschwäche oder ein Diabetes ­begünstigen die Infektion. Laut einer Querschnittsstudie der Universität Hamburg sind Männer etwa dreimal so häufig betroffen wie Frauen. Auch ältere Menschen stecken sich leichter an, weil ihre Haut dünner und schlechter durchblutet ist. Die beste Vorbeugung besteht darin, nach dem Duschen die Zehenzwischenräume abzutrocknen und die Füße gut zu pflegen.
Bei Fuß- und Nagelpilz sind Apotheken meist die ersten Anlaufstellen – nicht zuletzt, weil die Krankenkassen rezeptfreie Antipilzmittel, sogenannte Antimykotika, nicht mehr erstatten.
Rezeptfreie Antipilzmittel zur äußerlichen Anwendung gibt es als Creme, Spray und Nagellack. Je nach Wirkstoff müssen manche Präparate mehrmals täglich, andere nur einmal aufgetragen werden.
Bei Fußpilz zwischen den Zehen sprechen örtlich angewandte Antimykotika meist innerhalb weniger Tage an. Allerdings werden die Mittel oft zu früh abgesetzt. Dann können Pilzsporen überleben und zu einer erneuten Infektion führen. Nach Abklingen der Beschwerden muss die Behandlung noch mindestens eine Woche fortgesetzt werden. Ist nach einer Woche jedoch keine Besserung eingetreten, sollten Betroffene zum Hautarzt gehen.
Dieser ist auch bei großflächigen ­Infektionen und offenen Hautstellen gefragt. Selbstmedikation ist nur bei Fußpilz zwischen den Zehen zu vertreten. Wenn die Fußsohlen oder Außenseiten der Füße betroffen sind, müssen die Patienten zusätzlich verschreibungspflichtige Antimykotika einnehmen. Um die Erreger eindeutig bestimmen und das richtige Arzneimittel auswählen zu können, legt der Hautarzt eine Pilzkultur an. Manchmal haben die Beschwerden auch andere Ursachen, zum Beispiel ein Fußekzem oder Schuppenflechte.
Drei von vier Patienten mit unbehandeltem Fußpilz bekommen zusätzlich einen Nagelpilz. Da dieser nicht juckt oder brennt, fällt er oft erst auf, wenn sich bereits ein ausgedehnter Schaden entwickelt hat: Die Nägel wölben sich, sind trüb und unschön verfärbt. Bei leichteren Formen hilft rezeptfreier Nagellack mit pilztöten­den Wirkstoffen wie Amorolfin oder Ciclopirox, das neben den Pilzen auch deren Sporen vernichtet. Wichtig ist jedoch die richtige ­Anwendung: Manche Mittel werden abends einfach aufgepinselt, bei anderen muss die Nagelplatte vor- oder nachbehandelt werden. Deshalb die Packungsbeilage beachten!
Je länger die Infektion besteht, desto langwieriger und schwieriger wird die Behandlung. Bis der Nagel gesund nachgewachsen ist, können ein bis zwei Jahre vergehen. Nagellack hilft nur bei oberflächlichem Befall und wenn weniger als 50 Prozent des Nagels betroffen sind. Sonst müssen die Patienten zusätzlich Antimykotika einnehmen.
Da diese bei längerer Einnahme die Leber belasten, verordnen Hautärzte statt der bisher üblichen Dauertherapie zunehmend eine besser verträgliche Intervallbehandlung: Die Patienten nehmen zwei Wochen lang täglich eine Tablette und dann nur noch einmal wöchentlich, bis der Nagel he­­rausgewachsen ist.

03.06.2014
Arzneimittel: Essen beeinflusst Wirkung
Wann und mit welchen Lebensmitteln Sie ein Medikament einnehmen, wirkt sich unter Umständen auf den Therapieerfolg aus
LiquidLibrary/DynamicGraphics
Nicht nur die Frage: „Vor dem Essen oder zum Essen?“ ist für den Therapieerfolg wichtig. Auch was Sie essen, kann darüber entscheiden, ob eine Arznei wirkt. So dürfen Sie während der Therapie mit manchen Antibiotika keine Milch trinken. Bei manchen Pilzmitteln braucht es eine Extraportion Fett zum Essen. Halten Sie Ernährungsempfehlungen unbedingt ein.

02.06.2014
Ernährung: WHO empfiehlt weniger Zucker
Die Weltgesundheitsorganisation möchte einen neuen Richtwert für den Zuckerkonsum herausgeben: Erwachsene sollen täglich maximal 25 Gramm davon zu sich nehmen
W&B/Burkhardt Röper
Die Weltgesundheitsorganisation WHO will ihren Richtwert zum Zucker­­konsum halbieren. Derzeit liegt er bei unter zehn Prozent der täglichen Energiezufuhr, das entspricht bei einem Erwachsenen etwa 50 Gramm, also rund zwölf Teelöffeln. Künftig sollen unter fünf Prozent als verträglich gelten. Männer in Deutschland essen derzeit laut Nationaler Verzehrsstudie im Schnitt pro Tag 55 Gramm Zucker, Frauen 48 Gramm. Die WHO will mit dem neuen Richtwert dem immer größeren Problem von Volkskrankheiten wie Adipositas und Diabetes entgegenwirken und Karies vorbeugen.

01.06.2014
Hausapotheke: Abgelaufene Arznei gehört in den Müll
Medikamente, deren Verfallsdatum abgelaufen ist, sollte man nicht mehr einnehmen
W&B/Marcel Weber/RYF
Medikamente sollten nach Ablauf des Verfallsdatums nicht mehr verwendet werden – auch dann nicht, wenn sie äußerlich einwandfrei wirken. Darauf weist die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände – hin.
Es ist falsch, Verfallsdaten als bloße Empfehlung zu betrachten und nur bei äußerlich erkennbaren Qualitätsmängeln wie zerbröckelten Tabletten auf die Einnahme zu verzichten. Abgelaufene Medikamente gehören in den Müll.
Auf jeder Arzneipackung muss ein Verfallsdatum aufgebracht sein. Laut Arzneimittelgesetz darf ein Medikament nach Überschreiten des Datums nicht mehr gehandelt und angewendet werden. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Gemeinde, ob für die Entsorgung von Medikamenten eine Sonderregelung gilt.  

31.05.2014
Hausapotheke: Abgelaufene Arznei gehört in den Müll
Medikamente, deren Verfallsdatum abgelaufen ist, sollte man nicht mehr einnehmen
W&B/Marcel Weber/RYF
Medikamente sollten nach Ablauf des Verfallsdatums nicht mehr verwendet werden – auch dann nicht, wenn sie äußerlich einwandfrei wirken. Darauf weist die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände – hin.
Es ist falsch, Verfallsdaten als bloße Empfehlung zu betrachten und nur bei äußerlich erkennbaren Qualitätsmängeln wie zerbröckelten Tabletten auf die Einnahme zu verzichten. Abgelaufene Medikamente gehören in den Müll.
Auf jeder Arzneipackung muss ein Verfallsdatum aufgebracht sein. Laut Arzneimittelgesetz darf ein Medikament nach Überschreiten des Datums nicht mehr gehandelt und angewendet werden. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Gemeinde, ob für die Entsorgung von Medikamenten eine Sonderregelung gilt.  

30.05.2014
Hausapotheke: Abgelaufene Arznei gehört in den Müll
Medikamente, deren Verfallsdatum abgelaufen ist, sollte man nicht mehr einnehmen
W&B/Marcel Weber/RYF
Medikamente sollten nach Ablauf des Verfallsdatums nicht mehr verwendet werden – auch dann nicht, wenn sie äußerlich einwandfrei wirken. Darauf weist die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände – hin.
Es ist falsch, Verfallsdaten als bloße Empfehlung zu betrachten und nur bei äußerlich erkennbaren Qualitätsmängeln wie zerbröckelten Tabletten auf die Einnahme zu verzichten. Abgelaufene Medikamente gehören in den Müll.
Auf jeder Arzneipackung muss ein Verfallsdatum aufgebracht sein. Laut Arzneimittelgesetz darf ein Medikament nach Überschreiten des Datums nicht mehr gehandelt und angewendet werden. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Gemeinde, ob für die Entsorgung von Medikamenten eine Sonderregelung gilt.  

29.05.2014
Ernährung: Viele Männer essen zu viel Fleisch
Deutsche Männer essen im Durchschnitt pro Woche mehr als ein Kilogramm Fleisch und Wurstwaren. Das ist zu viel
Jupiter Images GmbH/Polka Dot Images
Mehr als ein Kilogramm Fleisch und Wurst essen Männer im Schnitt pro Woche. Das geht aus dem aktuellen Ernährungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) hervor.
Damit überschreiten sie die DGE-Empfehlung von 300 bis 600 Gramm pro Woche um rund das Doppelte. Frauen liegen mit einem durchschnittlichen Verzehr von knapp 600 Gramm an der oberen Grenze des empfohlenen Fleischkonsums.

28.05.2014
Würmer: Stille Darmbewohner
Die Parasiten können schwere Erkrankungen hervorrufen, aber auch Patienten heilen
Jupiter Images GmbH/Comstock
Niemand denkt gern daran, dass sich Würmer auch im menschlichen Darm tummeln können. Weltweit kommen Infektionen mit Band-, Maden- oder Spulwürmern sehr häufig vor, in den Industrienationen allerdings selten.
Die Zahl der Fuchsbandwurm-Infektionen in Deutschland hat sich in den vergangenen zehn Jahren zwar fast verdoppelt. Doch mit 50 bis 60 Neuerkrankungen pro Jahr, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) angibt, ist sie überschaubar geblieben.
Mensch als Zwischenwirt
Es gibt neben dem Fuchsbandwurm nur zwei weitere Arten, die dem Menschen Schaden zufügen können, weil sie ihn als Zwischenwirt nutzen und ihre Larven sich in den inneren Organen vermehren. Das sind Hunde- und Schweinebandwurm.
Während die Diagnose früher meist erst gestellt wurde, wenn die Patienten an akuten Oberbauchbeschwerden oder Gelbsucht litten, ist die Infektion mit dem Fuchs- oder Hundebandwurm heutzutage häufig ein Zufallsbefund bei einer Ultraschalluntersuchung. Je eher sie festgestellt wird, umso besser, denn in einem frühen Stadium kann die Erkrankung durch einen chirurgischen Eingriff geheilt werden.
Dabei wird das in der Leber herangewachsene Parasitengewebe herausgeschnitten. In späten Stadien ist oft nur eine Chemotherapie möglich, die das Wachstum des Bandwurms stoppt. Sie muss dann aber lebenslang durchgeführt werden. Eine Infektion mit dem Schweinebandwurm kann ebenfalls mit Medikamenten behandelt werden.
Wie sich Menschen mit dem Bandwurm infizieren, ist nicht geklärt. Bis Symptome auftreten, kann es bis zu 15 Jahre dauern. Denkbar sind in seltenen Fällen auch Infektionen über Haustiere, wenn der Hund zum Beispiel Mäuse frisst oder Tiere aus Südeuropa importiert werden. Dann ist es wichtig, das Tier regelmäßig zu entwurmen.
Viele Würmer sind harmlos
Andere Bandwürmer wie der Fischbandwurm sind hierzulande nicht nur selten, sie gelten auch als eher harmlos, da der Mensch ihnen nur als Endwirt dient. Der Wurm reift im Darm heran, und seine Eier werden mit dem Stuhl ausgeschieden.
Vor allem Kinder infizieren sich sehr häufig mit Madenwürmern. Gefährlich sind auch diese winzigen Parasiten nicht, sie können für den Betroffenen aber mitunter unangenehm sein – sowohl von den Symptomen als auch vom bloßen Anblick her.
Die Würmer kriechen unbemerkt aus dem Darm und legen ihre Eier in den Falten des Analbereichs ab. Als Folge stellt sich ein Juckreiz ein, mitunter treten auch starke Bauchschmerzen auf. Ein Arzt kann ein gut verträgliches, schnell wirkendes Medikament gegen die Würmer verschreiben.
Auch Infektionen mit Spulwürmern sind eher harmlos und durch Medikamente sehr gut behandelbar. Weltweit sind rund 1,5 bis 2 Milliarden Menschen infiziert, in Deutschland ist der Wurm dagegen kaum noch verbreitet.
Heilsame Peitschenwürmer
Würmer machen aber nicht nur krank. Es gibt Hinweise, dass manche Arten heilen können. So laufen derzeit an vielen deutschen Zentren Studien, bei denen lebende Würmer gezielt Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa verabreicht werden. Die eingesetzten Peitschenwürmer sind unschädlich und vermehren sich nicht. In anderen Ländern laufen Studien mit Hakenwürmern gegen Asthma, Allergien oder multiple Sklerose.
Eine Theorie, warum ausgerechnet Würmer als Schutz vor Autoimmunerkrankungen dienen können: Im Lauf der Evolution hatte der Mensch immer wieder Würmer als ständige Begleiter im Darm. Das Immunsystem hatte stets genug Arbeit mit ihnen. In den vergangenen 30 bis 40 Jahren sind die Würmer jedoch vertrieben worden. Nun weiß das Immunsystem nicht mehr, was es machen soll, und beginnt sich gegen körpereigene Strukturen zu richten.
Würmer in Kürze:
Bandwürmer fallen durch ihre unzähligen Glieder auf. Sie werden je nach Art wenige Millimeter bis zehn Meter lang. Im Gegensatz zu anderen Wurmarten nutzen Schweine-, Hunde- und Fuchsbandwurm den Menschen als Zwischenwirt. Sie besiedeln nicht nur den Darm, sondern auch innere Organe. Das macht eine Infektion so gefährlich.
Madenwürmer werden bis zu 13 Millimeter lang (Weibchen) und einen halben Millimeter dick. Ihre Eier gelangen über verunreinigte Nahrung oder Wäsche in den Wirtsorganismus. Typisch ist der Juckreiz im Analbereich, aber nicht immer wird eine Infektion bemerkt.
Spulwürmer sind meist etwa 10 bis 20 Zentimeter lang. Wie bei den Madenwürmern stellen verunreinigte Nahrungsmittel den häufigsten Übertragungsweg dar. Die Eier können aber auch mit aufgewirbeltem Staub und Tierkot eingeatmet werden.

27.05.2014
Pflanzenmedizin: Mit Birke heilen
Aus der weißen Rinde der Birke kann man ein Wundheilungs-Extrakt gewinnen
Thinkstock/istock
Seit Jahrhunderten gelten aus Birkenrinde gewonnene Extrakte als traditionelle Heilmittel, die Hautwunden schneller heilen lassen. Wissenschaftler von der Universität Freiburg wiesen nun nach, wie die Inhaltsstoffe auf molekularer Ebene wirken.
Die in der äußeren, weißen Rinde der Birke enthaltene Hauptwirksubstanz ist das Betulin. In der ersten Phase der Wundheilung lockt vor allem dieser Naturstoff durch eine Entzündungsreaktion Fresszellen an, die eingedrungene Bakterien und totes Gewebe beseitigen. In der zweiten Phase beschleunigt Betulin diese Zellen auf dem Weg zur Wunde, und das wiederum führt zu einer rascheren Heilung.

26.05.2014
Schlafapnoe: Abnehmen mindert die Symptome
Die Symptome einer Schlafapnoe können übergewichtige Menschen, mindern, wenn sie abnehmen
Jupiter Images GmbH/Comstock Images
Menschen mit Übergewicht, die an Atemaussetzern während des Schlafes leiden, sollten abnehmen. Bereits wenige Kilogramm genügen, um die Symptome zu lindern, berichten Forscher in der Fachzeitschrift Sleep Medicine.
An der Studie nahmen 57 moderat fettleibige Erwachsene in Finnland mit beginnender Schlaf-Apnoe teil. Diese sollten ihr Körpergewicht um wenigstens fünf Kilogramm reduzieren und erhielten dabei professionelle Unterstützung. Die Auswertung erfolgte nach fünf Jahren.
Ergebnis: Bei den langfristig erfolgreichen „Abspeckern“ hatten sich die Symptome im Schnitt gebessert. Umgekehrt verhielt es sich bei Personen, die das Abnehmziel verfehlten. Ihre Schlaf-Apnoe hatte sich im Schnitt verschlimmert.

25.05.2014
Umwelt: Pestizide töten Bienenlarven
Pestizide setzen nicht nur dem Insekt zu, sondern auch dem Nachwuchs
Thinkstock/istock
Insektizide und Fungizide, die üblicherweise gegen Getreideschädlinge eingesetzt werden, töten die Larven von Honigbienen. Das entdeckten Forscher der Penn-State- und der Florida-State-Universität (beide USA).
Kombinationen der verschiedenen Pestizide verursachen deutlich größere Schäden als einzelne Wirkstoffe. Deren Risikopotenzial wird aber nur getrennt ermittelt. Bleibt der Nachwuchs bei den Bienen aus, werden weniger Pflanzen bestäubt, und die Ernteerträge in der Landwirtschaft sinken.  

24.05.2014
Umwelt: Pestizide töten Bienenlarven
Pestizide setzen nicht nur dem Insekt zu, sondern auch dem Nachwuchs
Thinkstock/istock
Insektizide und Fungizide, die üblicherweise gegen Getreideschädlinge eingesetzt werden, töten die Larven von Honigbienen. Das entdeckten Forscher der Penn-State- und der Florida-State-Universität (beide USA).
Kombinationen der verschiedenen Pestizide verursachen deutlich größere Schäden als einzelne Wirkstoffe. Deren Risikopotenzial wird aber nur getrennt ermittelt. Bleibt der Nachwuchs bei den Bienen aus, werden weniger Pflanzen bestäubt, und die Ernteerträge in der Landwirtschaft sinken.  

23.05.2014
Infektion: Gefährliche Katzenbisse
Katzen können mit ihren spitzen Fangzähnen bei einem Biss Bakterien bis tief hinein ins Gewebe oder in Gelenke bringen
Jupiter Images GmbH/Photos.com
Katzenbisse sehen meist harmlos aus, sind aber oft gefährlicher als Hundebisse und können zu schweren Infektionen führen. Das berichten Handchirurgen der Mayo-Klinik in Rochester (USA) im Journal of Hand Surgery. Von fast 200 Patienten mit einer Katzenbisswunde an der Hand wurde jeder Dritte in ein Krankenhaus eingewiesen, zwei Drittel davon mussten operiert werden.
Der Grund: Anders als Hunde haben Katzen spitze Fangzähne, die sich tief in das Gewebe bohren. Bakterien können deshalb bis zu den Gelenken und Sehnen gelangen. Treten nach einem Biss Entzündungen oder Schwellungen auf, sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.

22.05.2014
Krebstherapie: Mindert Yoga das Erschöpfungssyndrom?
Yogaübungen können Frauen helfen, die nach einer Brustkrebstherapie an einem Erschöpfungssyndrom leiden
Thinkstock/Hemera
Yoga kann dem Erschöpfungssyndrom entgegenwirken, an dem viele Frauen nach einer Brustkrebstherapie leiden. Das stellten Forscher der Ohio-State-Universität (USA) fest, deren Studie im Journal of Clinical Oncology veröffentlicht wurde.
Die Wissenschaftler hatten Daten von 200 Brustkrebsüberlebenden ausgewertet. Die 100 Frauen, die sechs Monate Yoga praktiziert hatten, litten um 57 Prozent seltener am Erschöpfungssyndrom als die Mitglieder einer Kontrollgruppe.

21.05.2014
Nachtblindheit: Düstere Aussichten
Wer bei Dämmerung und Dunkelheit fast nichts sieht, sollte sich augenärztlich untersuchen lassen
Thinkstock/Stockbyte
Für nachtblinde Menschen ist es in der Dämmerung oder Dunkelheit kaum möglich, selbst mit dem Auto zu fahren. Sie erkennen bestenfalls Umrisse und werden von der Straßenbeleuchtung und den Scheinwerfern entgegen kommender Fahrzeuge extrem stark geblendet.
Ermöglicht wird das Sehen in der Dämmerung und in der Nacht durch die stäbchenförmigen Sinneszellen in der Augennetzhaut. Sie wandeln sogar noch sehr schwache Lichtreize in elektrische Signale um, die das Gehirn dann in Bilder mit Graustufen umsetzt.
Werden die Sehzellen geschädigt oder zerstört, sind Schatten und Umrisse für die Betroffenen nur noch schlecht erkennbar. Das Sehen bei Tag wird dadurch allerdings nicht beeinträchtigt, weil dafür die zapfenförmigen Rezeptoren im Zentrum der Netzhaut zuständig sind.
Etwa ab dem 50. Lebensjahr kann sich das Dämmerungssehen ohnehin verschlechtern. Nicht immer handelt es sich um eine echte Nachtblindheit. Auch viele im Alter häufiger auftretende Augenkrankheiten können dazu führen, dass das nächtliche Sehen schlechter wird und Lichtquellen stärker blenden. Dazu zählt beispielsweise die als grauer Star oder Katarakt bezeichnete Linsentrübung. Eine gezielte Behandlung beim Augenarzt kann Abhilfe schaffen.
Eine echte Nachtblindheit tritt oft im Rahmen angeborener Netzhauterkrankungen auf oder ist eine Folge anderer fortschreitender Augenerkrankungen, bei denen die Sinneszellen der Netzhaut zugrunde gehen.
Auch ein Mangel an Vitamin A zählt zu den bekannten Ursachen für eine schlechte Sicht in der Dunkelheit. In Deutschland ist er aber selten und kommt vor allem bei Darm- oder Lebererkrankungen vor, bei denen das Vitamin nicht aufgenommen werden kann. Ebenso kann ein Vitamin-A-Mangel bei extremen Diäten oder Alkoholmissbrauch auftreten.
Besser nur tagsüber fahren
Verursacht ein Vitaminmangel die Erkrankung, kann eine medikamentöse Therapie helfen. Ob tatsächlich eine echte Nachtblindheit hinter der Sehstörung steckt, kann der Augenarzt mithilfe eines Dunkeladaptationstests nachweisen. Der Patient wird dabei für zehn Minuten starker Helligkeit ausgesetzt. Anschließend wird gemessen, wie sich sein Sehvermögen in der Dunkelheit verändert.
Weil Nachtblindheit als Frühwarnzeichen für beginnende Netzhauterkrankungen gilt, ist ein rechtzeitiger Besuch beim Augenarzt wichtig. Ärzte raten Menschen ab 50 Jahren ohnehin zu regelmäßigen Augenuntersuchungen, auch um mögliche Störungen beim Dämmerungssehen frühzeitig zu erkennen. Auf nächtliche Autofahrten müssen Betroffene aber in jedem Fall verzichten.

20.05.2014
Feinstaub: Hohe Werte steigern Risiko für Herzkrankheiten
Unreine Luft am Wohnort macht scheinbar dem Herzen zu schaffen
Thinkstock/iStockphoto
Wer starker Luftverschmutzung am Wohnort ausgesetzt ist, trägt ein um rund zehn Prozent größeres Risiko für Herzerkrankungen. Hinweise darauf liefert eine in dem Fachblatt BMJ veröffentlichte Studie.
Europäische Forscher werteten die Daten von 100.000 Probanden aus. In Gebieten mit hohen Feinstaubwerten erlitten rund 5100 Menschen innerhalb von zwölf Jahren einen Herzinfarkt oder zeigten Symptome einer Herzerkrankung.

19.05.2014
Medikamente: Erwartung beeinflusst Wirkerfolg
Der Glaube an eine wirksame Arznei kann scheinbar dazu beitragen, dass die Therapie besser anschlägt
Image Source/RYF
Die Erwartungshaltung gegenüber einem Medikament kann dessen Wirksamkeit beeinflussen. Dies fanden US-Forscher heraus, deren Studie das Fachblatt Science Translational Medicine veröffentlichte.
Das Team testete an 66 Migränepatienten, wie sich die Beschriftung von Tabletten auswirkt. Dazu verabreichten die Wissenschaftler bei über 450 Migräneattacken entweder ein Placebo oder eine Standardarznei. Die Packungen waren als „Placebo“, „Arznei“ oder „Placebo oder Arznei“ gekennzeichnet.
Lasen die Probanden das Wort „Arznei“, steigerte dies offenbar ihre Erwartungen, und die Therapie schlug besser an. Die Forscher folgern, dass Medikamente wirksamer sein könnten, wenn Ärzte positive Erwartungen wecken.

18.05.2014
Ernährung: Planvoll zu mehr Obst und Gemüse
Sie möchten sich gesünder ernähren? Dann gehen Sie konkret vor, sagen Forscher
Thinkstock/iStockphoto
Der Vorsatz allein genügt nicht: Wer sich gesünder ernähren möchte, braucht einen konkreten Plan. Das belegt eine Studie der Universität von Lissabon (Portugal). Die Forscher überprüften an mehr als 200 Teilnehmern über drei Wochen, wie erfolgreich diese ihr Vorhaben umsetzten. Als gute Strategien erwiesen sich zum Beispiel Einkaufslisten oder Obst als Pausenimbiss. Ebenfalls wichtig: rechtzeitig zu überlegen, wie man süßen und fetten Snacks widerstehen kann.

17.05.2014
Ernährung: Planvoll zu mehr Obst und Gemüse
Sie möchten sich gesünder ernähren? Dann gehen Sie konkret vor, sagen Forscher
Thinkstock/iStockphoto
Der Vorsatz allein genügt nicht: Wer sich gesünder ernähren möchte, braucht einen konkreten Plan. Das belegt eine Studie der Universität von Lissabon (Portugal). Die Forscher überprüften an mehr als 200 Teilnehmern über drei Wochen, wie erfolgreich diese ihr Vorhaben umsetzten. Als gute Strategien erwiesen sich zum Beispiel Einkaufslisten oder Obst als Pausenimbiss. Ebenfalls wichtig: rechtzeitig zu überlegen, wie man süßen und fetten Snacks widerstehen kann.

16.05.2014
Raumtemperatur: Macht kühl schlank?
Ein Experiment zeigt: Wer sich niedrigen Temperaturen aussetzt, fährt den Energieverbrauch des Körpers hoch
Thinkstock/Polka Dot Images
Ist die Raumtemperatur niedriger, muss der Körper mehr Energie für die Wärmeerzeugung aufbringen. Wissenschaftler der Universität Maastricht (Niederlande) überprüften die These, dass ein dadurch erhöhter Energieverbrauch beim Abnehmen helfen könne. Dazu mussten Test­personen täglich sechs Stunden bei einer Raumtemperatur von ungemütlichen 15 Grad verbringen. Nach der zehntätigen Testphase wiesen sie mehr braune Fettzellen auf als vorher. Diese setzen Wärmeenergie frei und steigern so den Energieverbrauch. Die Forscher rechnen auch bei etwas höheren Temperaturen mit positiven Wirkungen.

15.05.2014
Gehirn: Kaffee fördert das Denkvermögen
Eine Tasse Kaffee täglich stärkt anscheinend das Gedächtnis, so eine Studie
Thinkstock/iStock
Kaffee macht nicht nur wach, sondern stärkt auch das Gedächtnis. Das zeigt eine im Fachmagazin Nature Neuro­science veröffentlichte Studie. Kaffee­­trinker konnten sich 24 Stunden nach dem Genuss des Getränks besser an tags zuvor betrachtete Bilder erinnern als Teilnehmer einer Placebo-Gruppe. Die beste Wirkung erzielte eine ­tägliche Kaffeedosis von 200 Milligramm. Das entspricht einer größeren Tasse.

14.05.2014
Kosmetik: Die Natur der Öle
Aus Samen, Nüssen und Früchten werden wertvolle Pflege-Essenzen
W&B/Forster und Martin
Sie nähren, pflegen und glätten die Haut. Die Alleskönner kommen aus der Natur: pflanzliche Öle. Warum sind sie so gut für die Haut? Sie ähneln sehr der hauteigenen Lipidstruktur, und deshalb nimmt die Haut sie gut auf – ohne einen Fettfilm zu hinterlassen. Dass Öle ausschließlich trockene Haut pflegen, ist also offenbar ein Mythos.
Pflanzliche Öle wirken rückfettend, entzündungshemmend und regenerierend. Darüber hinaus enthalten sie Vitamine wie Provitamin A oder Vitamin E, beides Antioxidanzien mit Anti-Aging-Wirkung.
Vorsicht, Hautreaktionen!
Weil Pflanzenöle Vielstoffgemische sind, können sie unter Umständen Allergien auslösen. Damit empfindliche Haut nicht gereizt wird, raten Experten: Die ölhaltige Pflege zunächst ein paar Tage kleinflächig am Unterarm testen. Dabei zeigen sich aber nur bereits bestehende Allergien.
Im Folgenden haben wir einige Essen­zen für die Schönheit porträtiert:
Nachtkerzenöl
Herkunft: Die strauchartige Pflanze stammt aus Amerika und hat große, gelbe Blüten. Darin verbergen sich Samen, aus denen das Öl gewonnen wird.
Wirkung: Nachtkerzenöl besteht zum größten Teil aus Gamma-Linolensäure, die zu den Omega-6-Fettsäuren gehört. Sie wird zum Aufbau der Zellmembran benötigt und stärkt die Hautbarriere.
Verwendung: In Pflege­produkten für trockene Haut oder Neurodermitis wirkt Nachtkerzenöl sehr beruhigend.
Sanddornöl
Herkunft: Der Sanddorn, ein Strauch mit gelben bis orangefarbenen Früchten, stammt ursprünglich aus dem tibetischen Hochland. Das Öl wird aus dem Fruchtfleisch gewonnen
und leuchtet rotgolden.
Wirkung: Sanddornöl ist reich an Vitamin C und E sowie ungesättigten Fettsäuren. Diese machen die Zellen aufnahmefähiger für andere Pflegestoffe. Das wirkt sich günstig auf die Haut­beschaffenheit aus.
Verwendung: Sanddornöl pflegt, desinfiziert und beugt Entzündungen vor. Es steckt in Körperölen, Lotionen und Schminkprodukten wie Gloss.  
Traubenkernöl
Herkunft: Hergestellt wird Traubenkernöl in den klassischen Weinanbaugebieten. Erst wird das Fruchtfleisch der Traube entfernt, dann werden die Kerne zu Öl gepresst.
Wirkung: Da der Anteil ungesättigter Fettsäuren bei etwa 90 Prozent liegt, ist Traubenkernöl besonders verträglich und effektiv. Mit den Wirkstoffen Lezithin, einem natürlichen Emulgator, Vitamin E und Antioxidanzien schützt es zudem.
Verwendung: Viele Kosmetikprodukte gegen Falten enthalten das reichhaltige Öl. Es ist auch in der Körperpflege beliebt, da es die Haut glättet.
Mandelöl
Herkunft: Mit dem Öl der Süßmandel pflegten bereits die Menschen der Antike ihre Haut. Weil das Klima in Kalifornien optimal ist, werden dort große Mengen angebaut.
Wirkung: Mandelöl enthält nur wenig Säure. Es beruhigt strapazierte, gereizte Haut und macht sie geschmeidig.
Verwendung: Da pflanzliche Öle aufgrund ihrer chemischen Reaktionsfreudigkeit nicht lange haltbar sind, müssen sie in Cremes stabilisiert werden. Reines Mandelöl pflegt auch empfindliche Babyhaut. Außerdem wird es in der dekorativen Kosmetik eingesetzt. In Lippenstiften pflegt und glättet es.
Weizenkeimöl
Herkunft: Das Öl wird aus den nährstoff­reichen Keimlingen der Weizenkörner gewonnen. Eines der wichtigsten Anbaugebiete ist Deutschland.
Wirkung: Der hohe Anteil an Vitamin E, Antioxidanzien und ungesättigten Fettsäuren schützt, Vitamin B stärkt Haut und Haar.
Verwendung: Vor allem Haarpflegeprodukte enthalten Weizenkeimöl. Es regeneriert trockene Kopfhaut und stärkt das Haar. Das enthaltene Vitamin E schützt die Haare auch etwas vor der Sonne.

13.05.2014
Salat: Essig und Öl töten Keime
Würzen Sie Ihren Salat mit einer Essig-Öl-Marinade! Das schmeckt nicht nur, sondern rückt auch möglichen Bakterien zu Leibe
W&B/Sandra Eckhardt
Aufgrund ihrer großen Oberfläche sind Blatt­salate im Vergleich zu anderen Salatsorten stärker mit Mikroorganismen belastet. Wird das Grünzeug mit einem essighaltigen Dressing angemacht, sinkt die Zahl der Keime um 60 Prozent. Durch den Zusatz von Öl wird sie sogar um 80 Prozent verringert, wie ein in der Zeitschrift Ernährungs ­Umschau beschriebenes Experiment zeigte.

12.05.2014
Obst und Gemüse: Schutz vor Diabetes?
In verschiedenen pflanzlichen Lebensmitteln finden sich bestimmte sekundäre Pflanzenstoffe, die wohl das Risiko für Typ-2-Diabetes senken können
Thinkstock/istock
Bestimmte sekundäre Pflanzenstoffe schützen offenbar vor Typ-2-Diabetes. Das zeigt eine in dem Fachmagazin Journal of Nutrition veröffentlichte Studie, bei der die Ernährungsgewohnheiten von knapp 2.000 Frauen analysiert wurden. Teilnehmerinnen, die Nahrungsmittel mit einem hohen Anteil an Anthocyanen und Flavonoiden verzehrten, hatten seltener eine Insulinresistenz und eine gestörte Blutzuckerregulation. Anthocyane färben Obst und Gemüse wie Kirschen, Himbeeren, Schwarze Johannisbeeren und Auberginen dunkelrot oder blau. Flavonoide sind in Zwiebeln, Äpfeln und Sellerie enthalten.

11.05.2014
Blutverdünner: Erhöhtes Blutungsrisiko
Es ist bekannt, dass die Gefahr von Blutungen bei Einnahme eines blutgerinnungshemmenden Mittels steigt. Wer zusätzlich ein Antibiotikum anwenden muss, sollte besonders aufpassen
Thinkstock/iStockphoto
Wer dauerhaft Blutverdünner mit dem Wirkstoff Phenprocoumon einnimmt, hat bekanntermaßen ein erhöhtes Blutungsrisiko. Es steigt weiter, wenn gleichzeitig Antibiotika geschluckt werden. Eine Studie der Universitätsklinik Köln weist nach, dass das Risiko je nach Art des Mittels variieren kann: Bei der Wirkstoffklasse der Chinolone ist es bis zu fünffach erhöht, bei Cotrimoxazol dreifach. Ihr Arzt weiß um das erhöhte Blutungsrisiko und führt daher engmaschige Kontrollen durch.

10.05.2014
Blutverdünner: Erhöhtes Blutungsrisiko
Es ist bekannt, dass die Gefahr von Blutungen bei Einnahme eines blutgerinnungshemmenden Mittels steigt. Wer zusätzlich ein Antibiotikum anwenden muss, sollte besonders aufpassen
Thinkstock/iStockphoto
Wer dauerhaft Blutverdünner mit dem Wirkstoff Phenprocoumon einnimmt, hat bekanntermaßen ein erhöhtes Blutungsrisiko. Es steigt weiter, wenn gleichzeitig Antibiotika geschluckt werden. Eine Studie der Universitätsklinik Köln weist nach, dass das Risiko je nach Art des Mittels variieren kann: Bei der Wirkstoffklasse der Chinolone ist es bis zu fünffach erhöht, bei Cotrimoxazol dreifach. Ihr Arzt weiß um das erhöhte Blutungsrisiko und führt daher engmaschige Kontrollen durch.

09.05.2014
Gedächtnis: Zu viel Alkohol schadet dem Hirn
Wer täglich eine gewisse Menge Alkohol trinkt, dessen Gehirn altert schneller
Thinkstock/iStockphoto
Männer, die in ihren mitt­leren Jahren mehr als 36 Gramm reinen Alkohol pro Tag trinken, beschleunigen ihren geistigen Abbau um eineinhalb bis sechs Jahre. Das fand eine Studie des ­University College London heraus. Rund 5.000 ­Männer wurden in zehn ­Jahren dreimal zu ihrem Alkoholkonsum befragt und machten Gedächtnistests. Zwischen Abstinenzlern und moderaten Trinkern (weniger als 20 Gramm) gab es keinen Unterschied, was den geistigen Abbau betrifft. Ein halber Liter Bier oder 0,2 Liter Rotwein ent­halten circa 20 Gramm reinen Alkohol.

08.05.2014
Kindheit: Verblasste Erinnerung
Was wir als kleine Kinder erlebt haben, bleibt eher selten ein Leben lang in unserem Gedächtnis verankert
Thinkstock/iStockphoto
Viele Ereignisse der frühen Kindheit haben wir als Erwachsene längst ­vergessen. Forscher der Emory-Universität in Atlanta (USA) fanden in ­einer Studie heraus, dass wir die Erinnerung daran schon mit etwa sieben Jahren verlieren. Sie befragten 83 Kinder im Alter von drei Jahren und ­danach in regelmäßigen Abständen nach für sie wichtigen Ereignissen, die sie in ihrem vierten Lebensjahr erlebt hatten. Mit fünf, sechs und sieben Jahren konnten sich die Kinder an bis zu 72 Prozent der Ereignisse erinnern. Im Alter von acht und neun Jahren lag dieser Wert nur noch bei etwa 35 Prozent.

07.05.2014
Medikamente: Auf die Leber achten
Nebenwirkungen: Arzneimittel schädigen die Leber öfter als bisher vermutet. Was Patienten tun können
W&B/Forster & Martin
Das Problem wurde offenbar lange unterschätzt: Leberschäden durch Arzneimittel sind häufiger, als bislang gedacht. Forscher der Universität Island in Reykjavik hatten zwei Jahre lang alle Fälle arzneimittelbeding­ter Leberschäden in ihrem Land analysiert. Wie sie in dem Fachmagazin Gastroenterology berichten, erleiden im Durchschnitt jedes Jahr 19 von 100.000 Einwohnern Leberschäden durch Medikamente. Für Deutschland gibt es bislang keine vergleichbaren Zahlen. Denn: Da die Symptome zunächst unspezifisch sind, bleiben Leberschäden oft unerkannt. Experten gehen deshalb von einer hohen Dunkelziffer aus.
Zu den Präparaten, die der Studie ­zufolge dem Organ häufig zusetzen, gehören das rezeptfrei erhältliche Schmerzmittel Paracetamol, das Antibiotikum Amoxicillin, die Immunsuppressiva Azathioprin und Methotrexat sowie nichtsteroidale Antirheumatika wie Diclofenac. Wer diese Medikamente längere Zeit einnehmen muss, sollte regelmäßig die Leberwerte kontrollieren lassen. Bei einer Schädigung der Leberzellen sind bestimmte Enzymwerte erhöht.
Überdosierungen vermeiden
Zur Entwarnung: Bei sachgerechter Anwendung sind Arzneimittel sehr sicher. Trotzdem lassen sich Leberschäden nie ganz ausschließen – vor allem, wenn das Organ bereits vorgeschädigt ist. Sie können durch Über­dosierungen oder eine Überschreitung der vorgeschriebenen Therapiedauer auftreten. Deshalb dürfen Patienten die Dosis nie eigenmächtig erhöhen oder Arznei­mittel länger nehmen als verordnet. Selbst nach einmaliger Einnahme eines Wirkstoffs kommt es bisweilen zu unvorhersehbaren Problemen.
Dies kann passieren, wenn der Patient aufgrund seiner Enzymausstattung ein Medikament nicht richtig abbauen kann. Auch ältere Menschen verstoffwechseln Arzneimittel oft langsamer, sodass diese sich im Körper anreichern. Außer­dem nehmen viele Patienten mehrere Medikamente gleichzeitig ein, die sich beim Abbau gegenseitig stören können. Deshalb sollte man sich zu möglichen Wechselwirkungen in der Apotheke beraten lassen. 
Immunsystem kann Wirkstoffe als Fremdkörper erkennen
Das Immunsystem ist mitunter eben­falls an Leberschäden beteiligt: So ­können Wirkstoffmoleküle an der Oberfläche der Leberzellen als sogenannte Haptene immunologisch erkannt werden. Das Immun­sys­tem stuft sie als Fremdkörper ein, greift die Leberzellen wie bei einer Auto­immun­reaktion an und schädigt sie.
Wenn nach der Einnahme eines Medikaments unspezifische Beschwerden wie Appetitlosigkeit, Abgeschlagenheit oder Fieber auftreten, sollte man den Arzt aufsuchen, da die Leberfunktion beeinträchtigt sein könnte. Schwerere Schäden machen sich durch Gelbsucht, entfärbten Stuhl und dunklen Urin bemerkbar. Bestätigt sich der Verdacht, muss das Medikament nach Rücksprache mit dem Arzt reduziert oder abgesetzt werden. In der Regel norma­lisiert sich die Leberfunktion dann schnell wieder.

06.05.2014
Augen: Rauchen begünstigt grauen Star
Wer raucht, hat ein höheres Risiko für grauen Star
Thinkstock/Hemera
Nichtraucher werden seltener wegen eines grauen Stars operiert als Raucher. Das fanden Forscher der Universitätsklinik Örebro (Schweden) heraus, die Daten von 44.371 schwedischen Männern auswerteten. Zwölf Jahre nach der ersten Befragung ­­hatten sich 5.713 Teilnehmer einer Star­-Operation unterzogen – aktive Raucher zu 42 Prozent häufiger als lebenslange Nichtraucher. Ein Rauchstopp verminderte das Risiko zwar, doch auch nach 20 Jahren ohne ­­Zigaretten hatten Ex-Raucher gegenüber Nichtrauchern noch ein um 21 Prozent erhöhtes Risiko. Beim grauen Star trübt sich die Augenlinse ein. Die Erkrankung beginnt meist in fort­geschrittenem Alter und kann unbehandelt zur Erblindung führen.

05.05.2014
Bewegung: Sport senkt Thrombose-Risiko
Übergewichtige Frauen können einem Blutgerinnsel vorbeugen, wenn sie regelmäßig körperlich aktiv sind
Thinkstock/istock
Schnelles Gehen senkt das Thrombose-­Risiko übergewichtiger Frauen. Das ­fanden Forscher der Medizinischen ­Uni­versität Graz (Österreich) heraus. Sie ­testeten an 42 Teilnehmerinnen im Alter zwischen 35 und 50 Jahren, wie sich schnelles Gehen auf dem Laufband auf die Blutgerinnung auswirkt. Bereits nach einem 30-minütigen Training neigte das Blut der übergewichtigen Frauen weniger zur Gerinnselbildung als vorher. Zudem ver­besserten sich körpereigene Mechanismen, die helfen, Gerinnsel aufzulösen.

04.05.2014
Ansteckend: Der Hund gähnt mit Herrchen
Viele Vierbeiner gähnen mit, wenn ihr Herrchen oder Frauchen gähnen muss. Wahrscheinlich, weil sie sich in ihren Halter einfühlen
Thinkstock/iStockphoto
Wenn Menschen gähnen, tun Hunde es ihnen gern gleich – und zwar besonders oft, wenn ihr Herrchen oder Frauchen Zeichen von Müdigkeit zeigt. Das beobachteten japanische Forscher bei einem Experiment. Ihr Fazit: Vermutlich können sich die Vierbeiner in ihren Halter einfühlen.  

03.05.2014
Ansteckend: Der Hund gähnt mit Herrchen
Viele Vierbeiner gähnen mit, wenn ihr Herrchen oder Frauchen gähnen muss. Wahrscheinlich, weil sie sich in ihren Halter einfühlen
Thinkstock/iStockphoto
Wenn Menschen gähnen, tun Hunde es ihnen gern gleich – und zwar besonders oft, wenn ihr Herrchen oder Frauchen Zeichen von Müdigkeit zeigt. Das beobachteten japanische Forscher bei einem Experiment. Ihr Fazit: Vermutlich können sich die Vierbeiner in ihren Halter einfühlen.  

02.05.2014
Elternliebe: Babys Duft macht Mutter süchtig
Babyduft aktiviert im Gehirn von Müttern das Belohnungssystem. Dieser Vorgang fördert wahrscheinlich das liebevolle und beschützende Verhalten
Stockbyte/RYF
An Babys Köpfchen schnuppern, seinen zarten Geruch einatmen und das Kleine knuddeln und herzen: Mütter kennen diesen unwiderstehlichen Drang. Forscher der Universität Montreal, Kanada, haben nun herausgefunden, warum Mütter ihren Nachwuchs so gut riechen können.
Der Babyduft aktiviert in den Gehirnen von Müttern eine bestimmte Region, die etwa auch beim Naschen von Süßigkeiten oder Konsumieren von Drogen aktiv ist. Bei kinderlosen Frauen hingegen führte der Babygeruch nicht zu diesem Effekt. Dieses Belohnungssystem, erklären die Psychologen, fördere fürsorgliches, liebevoll beschützendes Verhalten.

01.05.2014
Senioren: Fit mit 100 Jahren
Heutzutage sind 100-Jährige oft körperlich und geistig fitter als vor rund zehn Jahren
PhotoDisc/ RYF
Wer 100 wird, hat gute Chancen, seinen Geburtstag körperlich und geistig gesund zu begehen. Hundertjährigen geht es heute besser als noch vor zehn Jahren, fanden Altersforscher der Universität Heidelberg heraus. Ihr Ergebnis: 52 Prozent haben keine oder nur geringe geistige Einschränkungen. Die Forscher hatten 112 hochbetagte Menschen aus dem Raum Heidelberg untersucht.
Bei einer Studie aus dem Jahr 2001 lag dieser Anteil bei 41 Prozent. Auch sind die heutigen Hundertjährigen eher in der Lage, selbst für sich zu sorgen. Wichtigster Garant für Zufriedenheit ist laut den Forschern Optimismus, da ihren Ergebnissen zufolge psychische Stärken in dieser Altersklasse mehr als körperliche Gesundheit wiegen.

30.04.2014
Wolle: Weich und kuschelig
Tierische Fasern isolieren gut gegen Kälte und Wärme. Je feiner und länger sie sind, desto weniger kratzen sie auf der Haut
Thinkstock/Bananastock
Aus der groben Wolle von Bergschafen entstehen zum Beispiel rustikale Teppiche, aus der feineren von Merinoschafen Strickgarne, Jacken und Füllungen für Bettdecken. Schafwolle gilt als Naturmaterial ohne Schadstoffe. Viele Menschen schätzen vor allem die temperaturausgleichenden Eigenschaften von Wolle.
Schuppenartige Struktur
Wollfasern isolieren aufgrund ihres schichtartigen Aufbaus mit zahlreichen Hohlräumen, die wie Luftpolster wirken, sowohl gegen Kälte als auch gegen Hitze: Im Winter wärmen sie, im Sommer kühlen sie.
Unter dem Mikroskop sieht die Wollfaser aus wie ein Schachtelhalm. Nachteil: Die gefranste schuppenartige Struktur ist letztlich auch der Grund dafür, dass Wolle auf der Haut jucken kann. Je größer die Schuppen, umso mehr kratzt die Wolle. Um dies zu verhindern, kann die Wolle bei der weiteren Verarbeitung zum Beispiel mit Ultraschall geglättet werden. Kurze Fasern reizen die Haut mehr als lange, dicke mehr als dünne.
Zwei Kilo pro Schur
Pro Schur lässt ein ausgewachsenes Schaf etwa zwei Kilogramm Wolle – einmal im Frühjahr, einmal im Herbst. Diese sogenannte Schweißwolle ist verschmutzt und fettig. Fasst man hinein, bekommt man klebrige Hände. Das liegt am Wollfett (Adeps lanae), das einen wasserabweisenden Film auf dem Wollkleid bildet.
Viele Menschen schätzen besonders fetthaltige Heilwolle aus der Apotheke in der Säuglings- und Hautpflege. Die leicht entzündungshemmenden Wollbäusche haben sich etwa bei Windeldermatitis und als Stilleinlagen bewährt. Manche Menschen reagieren jedoch allergisch auf Wollwachs und sollten keine Heilwolle oder lanolinhaltigen Produkte verwenden.
Erst wird die Schweißwolle nach Farben sortiert und gründlich gewaschen, dann landet sie oft in einem speziellen Reißwolf. Das Reißen lockert und mischt die Fasern. Maschinen verarbeiten die Wolle dann zu einem Vlies weiter und teilen es in Streifen, die wiederum zu Fäden gesponnen und gezwirnt werden.
Schmutzwolle ergibt Dünger
Zwar gibt es bedingt durch Sortieren, Kämmen und Spinnen einen gewissen Materialverlust. Abfall im eigentlichen Sinn entsteht oft jedoch nicht. Die aussortierte Schmutz-, Bein- und Unterbauchwolle kann zum Beispiel zu Dünger weiterverarbeitet werden.
Die Stärke der Fasern bemisst sich in Mikrometern. Ab etwa 28 Mikrometern empfinden Menschen Wolle als derb und kratzig auf der Haut. Schafwolle besitzt je nach Rasse der Tiere eine Faserdicke von etwa 24 bis 40 Mikrometern. Das Unterhaar der Kaschmirziege gehört mit 13 bis 20 Mikrometern zu den feinsten Tierhaaren. Die seidige Unterwolle der Ziegen wird einmal jährlich im Frühjahr ausgekämmt. Im Durchschnitt liefert ein einzelnes Tier pro Schur in Mitteleuropa 50 bis 100 Gramm (gereinigte) Wolle.
Ähnlich flauschig und zart wie das leicht gekräuselte Haar der Kaschmirziege fühlt sich die Wolle der in Peru heimischen Alpakas an. Die feinste Qualität misst ungefähr 19,5 Mikrometer. Zum Vergleich: Ein menschliches Haar ist mit etwa 30 Mikrometern um die Hälfte dicker.

29.04.2014
Liebe: Warum Küssen so wichtig ist
Küssen kann dabei helfen, den richtigen Partner zu finden und ihn an sich zu binden
Thinkstock/iStock
Küssen tut der Beziehung gut. Je öfter man es tut, desto besser. Das sagen zumindest Psychologen der englischen Universität Oxford. Sie fanden heraus: Küssen ist eine Strategie, um den passen den Partner zu finden und ihn an sich zu binden.
In der Befragung von 900 Männern und Frauen zeigte sich, dass Paare, die sich viel küssen, mit ihrer Partnerschaft zufriedener sind als Wenig-Küsser. Und: Für Frauen ist das Lippenspiel wichtiger als für Männer.

28.04.2014
Schlafapnoe: Besser erholen mit Schlafmaske
Menschen, die unter nächtlichen Atemaussetzern leiden, sollten eine spezielle Schlafmaske tragen. So senken sie das Risiko für Herzleiden und sehen außerdem morgens erholter aus
Thinkstock/istock/IPG/Gutenberg UK LTD
Patienten, denen nachts der Atem stockt, leben gefährlich. Die sogenannte Schlafapnoe lässt sie tagsüber schnell einnicken – und erhöht das Risiko für Herzleiden. Eine spezielle Atemmaske schafft Abhilfe. Für diese Behandlung liefert eine in den USA durchgeführte Studie ein weiteres Argument: Die Patienten sehen nach einigen Wochen Therapie wacher, jünger und attraktiver aus.

27.04.2014
Nickerchen: Schlafdefizit richtig ausgleichen
Wem nachts der Schlaf fehlt, sollte lieber nicht vom langen Schlafen am Wochenende träumen, sondern sich lieber gleich für ein Nickerchen hinlegen
Thinkstock/istock/gpointstudio
Ihnen steht der fehlende Schlaf ins Gesicht geschrieben? Dann träumen Sie nicht von Schlummerstunden am Wochenende, sondern legen Sie besser gleich ein Nickerchen ein. Denn wer von Montag bis Freitag ein Schlafdefizit anhäuft, kann es selbst durch langes Schlafen am Wochenende nicht aufholen. Das zeigten Mediziner des Penn State University College of Medicine. Verschiedene Studien bestätigen zudem, dass zu wenig Schlaf die Leistungsfähigkeit einschränkt.

26.04.2014
Nickerchen: Schlafdefizit richtig ausgleichen
Wem nachts der Schlaf fehlt, sollte lieber nicht vom langen Schlafen am Wochenende träumen, sondern sich lieber gleich für ein Nickerchen hinlegen
Thinkstock/istock/gpointstudio
Ihnen steht der fehlende Schlaf ins Gesicht geschrieben? Dann träumen Sie nicht von Schlummerstunden am Wochenende, sondern legen Sie besser gleich ein Nickerchen ein. Denn wer von Montag bis Freitag ein Schlafdefizit anhäuft, kann es selbst durch langes Schlafen am Wochenende nicht aufholen. Das zeigten Mediziner des Penn State University College of Medicine. Verschiedene Studien bestätigen zudem, dass zu wenig Schlaf die Leistungsfähigkeit einschränkt.

25.04.2014
Demenz: Ergotherapie kann beim Erinnern helfen
Ergotherapie kann die Stimmungslage von dementen Menschen verbessern und auch mögliche Aggressionen mildern
Thinkstock/Photodisc/Thomas Northcut
Das Gedächtnis anregen, die Selbstständigkeit fördern: Ergotherapie für Demenzkranke zeigt Wirkung, urteilt das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information in einer Studienanalyse. So könne die Behandlung die Stimmungslage verbessern und Aggressionen mildern. Bei dementiellem Syndrom kann der Arzt Ergotherapie auf Kassenrezept verordnen – sofern diese medizinisch notwendig ist.

24.04.2014
Arzneimittel: Gefährliche Fälschungen aus dem Internet
Wer Medikamente billig im Internet bei dubiosen Anbietern erwirbt, kann Gefahr laufen, an Fälschungen zu geraten. Diese Schnäppchen beinhalten mitunter lebensgefährliche Inhaltsstoffe
Thinkstock/istock/sakdawut14
Arznei-Schnäppchen aus dem Internet können teuer werden für die Gesundheit. Deutsche Zollbehörden entdecken immer mehr gefälschte Arzneien. Diese enthalten mitunter lebensgefährliche Inhaltsstoffe. Laut WHO-Schätzungen ist jedes zweite Medikament aus dem Internet gefälscht. Die Bandbreite reicht von Potenz- und Schlankheitsmitteln bis zu Schmerztabletten.

23.04.2014
Lungenfibrose: Zu wenig Luft
Bei einer Lungenfibrose bildet sich Bindegewebe zwischen den Lungenbläschen. Das erschwert das Atmen
W&B/Marcel Weber
Manchmal beginnt das Leiden schleichend: Das Treppensteigen fällt allmählich immer schwerer, bis einem irgendwann schon auf der ersten Stufe die Luft wegbleibt. In einigen Fällen verläuft die Krankheit so dramatisch, dass den Patienten nur noch eine kurze Lebensspanne bleibt.
Die Lungenfibrose ist eine seltene Erkrankung. Bislang gab es nur sehr begrenzte Möglichkeiten, sie zu behandeln. Doch seit einiger Zeit herrscht Aufbruchstimmung. Es wird intensiver geforscht, es gibt mehr spezialisierte Behandlungszentren, und die Patienten stärken sich in Selbsthilfegruppen gegenseitig.
Am Beginn der Erkrankung steht eine Entzündung der Lungenbläschen. Als Folge bildet sich zwischen Lungenbläschen und Blutgefäßen vermehrt Bindegewebe, und die Lunge versteift. Die Betroffenen bekommen zunehmend schwer Luft und sind nur noch beschränkt belastbar.
Gefährliche Stäube
Vieles kann diesen Prozess auslösen. Wer über längere Zeit Stäube von Asbest, Quarz oder Silikat eingeatmet hat, ist gefährdet. Auch seltene allergische Reaktionen auf Heustaub bei Landwirten oder Geflügelkot bei Vogelhaltern können zu Lungenfibrose führen. Sie tritt zudem im Rahmen rheumatischer Leiden wie Kollagenosen auf, und auch Medikamente können sie verursachen. Doch bei jedem zweiten Patienten lässt sich ein solcher Grund nicht finden. Ärzte sprechen dann von einer idiopathischen Lungenfibrose.
Sind die Auslöser bekannt, müssen zugrundeliegende Erkrankungen wie Kollagenosen konsequent behandelt und Schadstoffe gemieden werden. Die Gewebeveränderung lässt sich damit zwar nicht rückgängig machen, aber ihr Fortschreiten verhindern oder zumindest verzögern.
Zur Behandlung der idiopathischen Form wurde 2011 der Wirkstoff Pirfenidon zugelassen. Derzeit laufen zudem vielversprechende Studien mit weiteren Substanzen. Dabei müssen die Mediziner genau abwägen, welche Patienten zu welchem Zeitpunkt von welchem Medikament profitieren könnten. Die Mittel, die lindern, aber bislang nicht heilen, können Nebenwirkungen haben, die jedoch bei ärztlicher Betreuung meist beherrschbar sind. Für manche Patienten kommt eine Lungentransplantation infrage.
Weil die Kranken anfällig für Atemwegsinfektionen sind, müssen sie während der Erkältungszeit besonders vorsichtig sein. Sie sollten sich gegen Pneumokokken und jährlich gegen Grippeviren impfen lassen.
Hilfreicher Lungensport
Eine Sauerstoffgabe erhöht die Belastbarkeit. Auch die Teilnahme an Lungensportgruppen ist hilfreich. Den Patienten geht es damit oft deutlich besser. Viele fühlen sich auch gut, wenn sie sich zusätzlich in Selbsthilfegruppen austauschen.

22.04.2014
Kosmetik: Naturprodukte können Allergien auslösen
Auch pflanzliche Inhaltsstoffe in Kosmetikprodukten können Allergien verursachen
W&B/Forster und Martin
Gerade bei sensibler Haut setzen viele Menschen auf pflanzliche Pflegeprodukte. Die Cremes, Lotionen und Shampoos halten sie für besonders verträglich. Leider stimmt das nicht immer.
Eine italienische Studie befragte nun 2600 Probanden, die bereits wegen Allergien behandelt worden waren. Ergebnis: Elf Prozent von ihnen berichteten über Hautreaktionen wie Jucken, Brennen oder Rötungen auf die Naturprodukte. Als führende Auslöser von Kontaktallergien gelten das von Bienen erzeugte Propolis, Teebaumöl und Korbblütler wie Ringelblume, Kamille und Arnika.

21.04.2014
Frühstück: Kann das Herz schützen
Menschen, die nicht frühstücken, essen stattdessen manchmal ungesunde Snacks. Das wiederum kann die Wahrscheinlichkeit für Herzprobleme steigern
Imagesource/RYF
Der Verzicht auf ein Frühstück erhöht auf Dauer die Wahrscheinlichkeit für Herzprobleme. Das fanden amerikanische Forscher heraus. Männer, die ohne Frühstück in den Tag starten, erkrankten im Verlauf von 16 Jahren zu 27 Prozent häufiger an einer koronaren Herzerkrankung. Die Forscher vermuten, dass der Verzicht auf das Frühstück mit ungesunden Snacks überkompensiert wird, sodass die Kalorienbilanz unterm Strich üppiger ausfällt.

20.04.2014
Mensch und Hund: Beste Freunde
Auch Hunde können auf einem Foto ihren Besitzer erkennen. Bisher dachte man, dazu seien nur Menschen und einige Menschenaffen fähig
Jupiter Images GmbH/Comstock
Bislang traute man nur Menschen und einigen Menschenaffen-Arten zu, bekannte Gesichter auf einem Foto wiederzuerkennen. Nun zeigt ein Experiment an der Universität von Hel­sinki (Finnland), dass Hunde dies auch können. 31 Vierbeinern wurden Porträts ihrer Halter und unbekannter Personen sowie Fotos ihnen bekannter und nicht bekannter Artgenossen gezeigt. Ergebnis: Die Tiere betrachteten Aufnahmen vertrauter Menschen deutlich intensiver als die fremder Personen. Auch Fotos ihrer Artgenossen schenkten sie mehr Aufmerksamkeit, allerdings unabhängig davon, ob sie diese kannten.

19.04.2014
Mensch und Hund: Beste Freunde
Auch Hunde können auf einem Foto ihren Besitzer erkennen. Bisher dachte man, dazu seien nur Menschen und einige Menschenaffen fähig
Jupiter Images GmbH/Comstock
Bislang traute man nur Menschen und einigen Menschenaffen-Arten zu, bekannte Gesichter auf einem Foto wiederzuerkennen. Nun zeigt ein Experiment an der Universität von Hel­sinki (Finnland), dass Hunde dies auch können. 31 Vierbeinern wurden Porträts ihrer Halter und unbekannter Personen sowie Fotos ihnen bekannter und nicht bekannter Artgenossen gezeigt. Ergebnis: Die Tiere betrachteten Aufnahmen vertrauter Menschen deutlich intensiver als die fremder Personen. Auch Fotos ihrer Artgenossen schenkten sie mehr Aufmerksamkeit, allerdings unabhängig davon, ob sie diese kannten.

18.04.2014
Aussehen: Sich schön essen
Inhaltsstoffe aus Obst und Gemüse können wohl den Teint verbessern
Thinkstock/iStockphoto
Ein leicht orangefarbener Hautton wird als attraktiver empfunden als ein weißlicher oder grauer, er­gab eine Studie der Universität von York (England). Versuchspersonen gefielen Gesichter mit diesem Teint besser als solche mit blasser Gesichtsfarbe. Hinter dieser Vorliebe vermuten die Forscher evolutionäre Gründe. Der dezent orange­ne Hautton sei ein Signal für Gesundheit, denn er weise auf einen hohen Gehalt an Caroti­no­iden im Blut und Gewebe hin. Die pflanzlichen Wirkstoffe, die in gelbem, orangefarbenem sowie rotem Obst und Gemüse vorkommen, schützen die Zellen vor aggressiven Sauerstoffmolekülen. Fazit: Nicht nur Gesundheit, auch Schönheit lässt sich essen.

17.04.2014
Ernährung: Macht Limonade dick?
Ob zuckerhaltige Getränke Übergewicht begünstigen, beurteilen Forscher widersprüchlich
Jupiter Images GmbH/Polka dot
Systematische Übersichtsarbeiten geben auf die Frage, ob Limonade dick macht, widersprüchliche Antworten, berichtet die Fachzeitschrift Plos Medicine. Lag ein Interessenkonflikt vor, etwa weil die Studienautoren von Limonadenherstellern Geld bekommen hatten, dann lautete das Fazit bei 83 Prozent der betreffenden Arbeiten „Nein“. Gab es dagegen keinen solchen Konflikt, fanden die Autoren zu ebenfalls 83 Prozent einen Zusammenhang zwischen dem Konsum zuckerhaltiger Getränke und Übergewicht.

16.04.2014
Therapie: Medikamente richtig einnehmen
Damit ein Arzneimittel optimal wirken kann, sollten Patienten einige Hinweise beachten
LiquidLibrary/DynamicGraphics
Der Blick auf den Beipackzettel eines Arzneimittels sollte Klarheit schaffen – das tut er aber nicht immer. Manchmal bleiben beim Patienten Fragen offen. Oft wandert der Zettel unbeachtet in den Müll. Doch die Informationen sind wichtig, damit das Medikament so wirkt, wie es soll. 

Tageszeit berücksichtigen

Manche Arzneistoffe wirken zu ­bestimmten Uhrzeiten besser. Ein Beispiel sind Kortikoide, die idealerweise morgens zwischen sechs und acht Uhr eingenommen werden. Entwässernde Tabletten nimmt man ebenfalls vorzugsweise morgens, müde machende Tabletten abends.

Vor dem Essen oder danach?

Ob ein Medikament vor, zu oder nach dem Essen eingenommen werden soll, darüber informiert die Packungsbeilage. Sind keine genau definierten Zeitabstände angegeben, kann der Patient von folgenden Faustregeln ausgehen: Soll ein Arzneimittel vor dem Essen eingenommen werden, bedeutet das etwa 30 Minuten vor der Hauptmahlzeit. Dann wirkt es bei leerem Magen besser. „Zum Essen“ soll heißen: Nehmen Sie es während der Mahlzeit oder ­unmittelbar danach ein. Dann schützt der Speisebrei die empfindliche Magenschleimhaut vor dem aggressiven Wirkstoff. „Nach dem Essen“ ist gleichbedeutend mit „nüchtern“. Es bedeutet, dass mindestens zwei Stunden Abstand zu einer Mahlzeit eingehalten werden sollten.

Mit viel Wasser

Tabletten und Dragees sollten stets mit viel Flüssigkeit – am besten einem ganzen Glas stillem Wasser – eingenommen werden. Andernfalls könnte ­eine Tablette in der Speiseröhre hängen bleiben und dort möglicherweise zu Schäden führen. Aus demselben Grund sollten Medikamente stets in aufrechter Position und nicht im Liegen geschluckt werden. Zudem hilft die Flüssigkeit, den Wirkstoff besser aus der Tablette freizusetzen. Ungünstig sind jedoch Milch, Kaffee, schwarzer Tee, Fruchtsäfte und Alkohol. Sie beeinflussen manche Wirkstoffe negativ.

Einnahme nicht nachholen

Wer einmal vergessen hat, eine Tablette ­einzunehmen, sollte dies nicht einfach nachholen. Dabei besteht die Gefahr einer akuten Überdosierung. Besser ist es in den meisten Fällen, den Einnahmezyklus wie gewohnt ­fortzuführen. Sicherheitshalber setzt man sich mit dem Arzt oder Apotheker in Ver­bindung. Im Fall einer Schmerztablette ist der Therapieerfolg sicher nicht gefährdet, bei einem Antiepileptikum ist das wieder anders zu beurteilen. Ein weiteres Beispiel: Vergisst eine Frau einmal die Einnahme einer Antibaby­pille, ist die Sicherheit des gesamten Zyklus nicht mehr gegeben und es muss eine zusätzliche mechanische Verhütungsmethode angewendet werden.

15.04.2014
Gesundheit: Gärtnern hält fit
Wer täglich körperlich aktiv ist – egal ob beim Sport oder im Garten – senkt sein Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten
Jupiter Images/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY
Wer zu Hause oft mit ­anpackt oder im Garten arbeitet, verlängert vermutlich sein Leben. Das legt eine Studie nahe, bei der Forscher im Bezirk Stockholm (Schweden) mehr als 4.000 Menschen ab 60 knapp 13 Jahre lang befragten und untersuchten. Teilnehmer, die täglich aktiv waren, wiesen im Verlauf der Studie weniger ­Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf, etwa schlechte Cholesterin- und Blutzuckerwerte. Dabei spielte es keine Rolle, ob sich die Probanden im Fitness-Studio oder bei der täglichen Haus- und Gartenarbeit bewegten. Wer Sport trieb und zu Hause aktiv war, besaß das geringste Herz-Kreislauf-Risiko.

14.04.2014
Eukalyptus: Wirkungsvolle Hustenarznei
Das ätherische Öl dieser australischen Baumart lindert Erkältungsbeschwerden
Pixtal/RYF
Rund zwei Drittel aller Bäume Australiens gehören zu der Gattung Eukalyptus. Heilkundige nutzen ausschließlich die ätheri­schen Öle aus den Blättern der Art Eucalyptus globulus als Mittel gegen Erkältungen. Nur sie enthalten mindestens 70 Prozent Cineol, auch Eukalyptol genannt. Weitere wichtige Bestandteile sind Alpha-Pinen und Limonen. Extrakte und Präparate aus Eukalyptus wirken stark schleim- und krampflösend. Kinder unter zwei Jahren dürfen die Arznei nicht erhalten, ältere nur nach Rücksprache mit dem Arzt.

13.04.2014
Schlafmittel: Vorsicht, Suchtgefahr!
Beruhigungsmittel führen schnell zur Gewöhnung und sollten deshalb nicht zu lange eingenommen werden
Thinkstock/Banana Stock
Schlaf- und Beruhigungsmittel werden offenbar zu häufig und lange verordnet. Zu diesem Schluss kommt die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK) nach Analyse ihrer Verordnungsdaten aus dem Jahr 2012. Rund 280.000 der 6,3 Millionen DAK-Versicherten erhielten Benzo­diazepine oder die „Z-Substanzen“ Zopiclon und Zolpidem auf Kassenrezept. Alarmierend sei, dass Ärzte ein Drittel der Rezepte für 30 Tage oder länger ausgestellt hatten. Die Arzneimittel eignen sich jedoch nur zur kurzfristigen Anwendung, da sie schnell abhängig machen, warnt die DAK.

12.04.2014
Schlafmittel: Vorsicht, Suchtgefahr!
Beruhigungsmittel führen schnell zur Gewöhnung und sollten deshalb nicht zu lange eingenommen werden
Thinkstock/Banana Stock
Schlaf- und Beruhigungsmittel werden offenbar zu häufig und lange verordnet. Zu diesem Schluss kommt die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK) nach Analyse ihrer Verordnungsdaten aus dem Jahr 2012. Rund 280.000 der 6,3 Millionen DAK-Versicherten erhielten Benzo­diazepine oder die „Z-Substanzen“ Zopiclon und Zolpidem auf Kassenrezept. Alarmierend sei, dass Ärzte ein Drittel der Rezepte für 30 Tage oder länger ausgestellt hatten. Die Arzneimittel eignen sich jedoch nur zur kurzfristigen Anwendung, da sie schnell abhängig machen, warnt die DAK.

11.04.2014
Rezept: Austausch mancher Mittel verboten
Besonders heikle Arzneimittel dürfen seit 1. April 2014 nicht mehr gegen günstigere Präparate ausgetauscht werden
W&B/Bernhard Huber
Gute Nachricht für chronisch kranke Patienten, die auf besonders heikle Medikamente eingestellt und ange­wiesen sind: Erstmals werden nun Wirkstoffe festgelegt, die nicht mehr gegen preiswertere Rabattarzneien ausgetauscht werden dürfen. Darauf haben sich Apotheker und Krankenkassen im Januar im Rahmen eines Schiedsstellenverfahrens geeinigt. Wie der Deutsche Apothekerverband (DAV) mitteilt, machen das Immunsuppressivum Ciclosporin und das Antiepileptikum Phenytoin ab 1. April den Anfang. Die Austauschverbotsliste soll zügig erweitert werden.

10.04.2014
Familie: Elternliebe geht ans Herz
Geborgenheit und Fürsorge beeinflussen das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten günstig
ItStockFree/RYF
Eine fürsorgliche und warmherzige Familie kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten ­beeinflussen. Forscher der Brown-Universität in Providence (USA) stellten über 2.600 Menschen um die 45 Jahre Fragen zu ihrer Kindheit, da­runter: Wie oft hat Ihnen ein Familienmitglied das Gefühl gegeben, geliebt zu werden? Gleich­­zeitig maßen die Wissenschaftler die Wand­dicke der Halsschlagader. Eine Verdickung  weist auf eine erhöhte Gefahr für Herz­infarkt und weitere Herz-Kreislauf-­Probleme hin. Je fürsorglicher und warmherziger das Familienklima, desto dünner war im Schnitt die Arterienwand der Studienteilnehmer.

09.04.2014
Bewegung: Ein Schrittzähler motiviert
Ein kleines Gerät mit großer Wirkung: Das Pedometer bringt Sie in Schwung
Thinkstock/BananaStock
Prima Wetter! Die Frühlingssonne weckt die Lebensgeister, das erste laue Lüftchen weht um die Nase. Da kommt die Lust auf einen ausgedehnten Spaziergang von ganz allein. Aber wenn es nieselt? Wenn ­eisiger Wind über die kahlen Felder pfeift? Wie sieht es dann mit dem guten Vorsatz aus, sich mehr zu bewegen?
Die Launen des Wetters können ihn schnell ins Wanken bringen. Doch mit einem kleinen Hilfsmittel am Hosenbund lässt sich der innere Schweinehund austricksen: dem Schrittzähler.
Messbare Erfolge
Mit ihm bekommt man ein Gefühl ­dafür, wie viel man sich tatsächlich ­­bewegt. Und man kann sich neue Ziele setzen – zum Beispiel pro Tag 50 Schritte mehr. Das ist sehr motivierend!
Eine viel beachtete Übersichtsarbeit in der medizinischen Fachzeitschrift JAMA belegte vor sechs Jahren den ­gesundheitlichen Nutzen von Schrittzählern. Testpersonen, die ein solches ­Pedometer verwendeten, machten pro Tag im Schnitt fast 2.500 Schritte mehr als Teilnehmer ohne das Gerät. Sie senkten dadurch sowohl ihren Body-Mass-Index als auch ihren Blutdruck deutlich.
Die Wirkung war besonders ausgeprägt, wenn sich die Versuchspersonen ein konkretes Ziel vorgenommen hatten – beispielsweise 10.000 Schritte täglich zu erreichen. Dieses stramme Pensum gilt als Richtwert, bei dem gesundheitliche Effekte messbar sind. Aber jeder Schritt zählt. Mittlerweile hat sich in zahlreichen Untersuchungen erhärtet, dass regelmäßige Bewegung ein wahres ­Gesundheitselixier ist. Stoffwechsel­­erkrankungen wie Diabetes, depressive Verstimmungen, das Herzinfarktrisiko: Leichtes Ausdauertraining wie Walken oder Joggen beeinflusst die Gesundheit in fast jeder Hinsicht positiv.
Schrittzähler sind ein Anreiz, um die Bequemlichkeit zu überwinden, bestätigt eine aktuelle Studie: Studenten, die ein kostenloses Pedometer bekommen hatten, waren zwei Wochen später im Schnitt 4,3-mal pro Woche körperlich aktiv – diejenigen, die das Gerät nicht nutzten, hingegen nur etwa 3-mal. Ein Schrittzähler ist sehr hilfreich, wenn der Vorsatz bereits gefasst ist, man sich aber nicht aufraffen kann, sagen die Studienautoren.
Einsteiger-Modelle mit allen wesentlichen Funktionen gibt es bereits für weniger als 30 Euro. Neben der Anzahl von Schritten geben sie meist auch die zurückgelegte Wegstrecke an. Für Liebhaber technischer Spielereien sind aber auch teurere Geräte mit vielen Zusatzfunktionen – von der GPS-­Ortung bis zur Auswertungssoftware – auf dem Markt.
Ein wesentlicher Unterschied besteht in der Methode, mit der das Gerät Schritte erfasst. Die Bewegungen des Körpers beim Gehen können entweder mechanisch oder mithilfe eines piezoelektrischen Kristalls elektronisch gemessen werden. Die Genauigkeit steigt, wenn die Sensoren nicht nur Erschütterungen beim Gehen registrieren, sondern auch vertikale und seitliche Bewegungen. Solche 3-D-Geräte (auch Akzelerometer genannt) können zum Beispiel zwischen einem Spaziergang und einer Radtour unterscheiden, sind aber komplizierter zu handhaben und deutlich teurer als einfache Schrittzähler.
Gesundheitliche Risiken abklären
Wegen der Vielfalt an Modellen ist beim Kauf eine kompetente Beratung wichtig. Das gilt besonders für Menschen, die bisher sportlich nicht aktiv waren oder etwa einen Herzinfarkt hinter sich haben. Sie profitieren von einem Schrittzähler besonders, da sich schnell messbare Erfolge einstellen. Allerdings sollten sie zunächst ihren Gesundheitszustand beim Arzt kontrollieren lassen.
Chronische Krankheiten oder die Einnahme von Medi­kamenten sind meist kein Grund, auf Bewegung zu verzichten. Lassen Sie sich in Ihrer Apotheke beraten, ob etwas gegen sportliche Aktivitäten spricht. Dort können Sie auch Schrittzähler erwerben – die ideale Motivationshilfe für Einsteiger.

08.04.2014
Säureblocker: Vitamin-B12-Aufnahme kontrollieren
Mittel, welche die Magensäurebildung hemmen, begünstigen einen Mangel an Vitamin B12
W&B/Simon Katzer/RYF
Medikamente gegen zu viel Magensäure, sogenannte Säureblocker, können Menschen anfälliger für einen Vitamin-B12-Mangel machen. Hinweise darauf liefert eine im Fachblatt Journal of the American Medical Association veröffentlichte Studie von Forschern aus Oakland (Kalifornien). Dafür wurden die Daten von mehr als 200.000 Patienten ausgewertet.
Das Ergebnis: Je höher die Dosierung der Säureblocker, desto größer der B12-Mangel. Der Körper benötigt das Vitamin unter anderem für die Blutbildung, die Zellteilung und das Zellwachstum – kann es aber nicht selbst herstellen. Die Wissenschaftler warnen jedoch davor, die Säure­blocker vorschnell abzusetzen. Ärzte sollten die Vitaminwerte ihrer Patienten im Auge behalten.

07.04.2014
Kreislauf: Sonnenlicht kann Blutdruck senken
UV-A-Strahlen wirken sich anscheinend günstig auf den Blutdruck aus, zeigt eine Studie
Thinkstock/Photos.com/RYF
UV-A-Strahlen könnten bei hohem Blutdruck helfen, so ein internationales Forscherteam in dem Fachblatt Journal of Investigative Dermatology. An 24 ­Probanden testete es, wie sich UV-A-Strahlen auf den Blutdruck auswirken. Ergebnis: Er sank nach zwei Bestrahlungen. Verantwortlich seien die oberen Hautschichten. Sonnenlicht aktiviert das dort gespeicherte Stickstoffmonoxid, das den Blutdruck senken soll. Die ­Ergebnisse könnten die schwankenden Zahlen von Hochdruckpatienten je nach Jahreszeit erklären – sie müssen aber noch in Studien mit mehr Teilnehmern bestätigt werden.

06.04.2014
Psychologie: Mehr Geld macht nicht glücklicher
Bis zu einem bestimmten Punkt macht Wohlstand glücklicher, dann nimmt die Kurve wieder ab. Wahrscheinlich wegen der steigenden Ansprüche
Jupiter Images GmbH/Photos.com
Wohlstand macht nur bis zu einem bestimmten Grad zufrieden. Das ergab eine Studie der Universitäten von Warwick (Großbritannien) und Minnesota (USA) mit Daten aus mehr als 50 Ländern. Dabei zeigte sich, dass in sehr armen Ländern tatsächlich weniger Menschen zufrieden sind als in etwas wohlhabenderen. Doch in den reichen Ländern – auch in Deutschland – nimmt die Lebenszufriedenheit wieder ab. Die Forscher erklären dies mit den ebenfalls wachsenden Ansprüchen.

05.04.2014
Psychologie: Mehr Geld macht nicht glücklicher
Bis zu einem bestimmten Punkt macht Wohlstand glücklicher, dann nimmt die Kurve wieder ab. Wahrscheinlich wegen der steigenden Ansprüche
Jupiter Images GmbH/Photos.com
Wohlstand macht nur bis zu einem bestimmten Grad zufrieden. Das ergab eine Studie der Universitäten von Warwick (Großbritannien) und Minnesota (USA) mit Daten aus mehr als 50 Ländern. Dabei zeigte sich, dass in sehr armen Ländern tatsächlich weniger Menschen zufrieden sind als in etwas wohlhabenderen. Doch in den reichen Ländern – auch in Deutschland – nimmt die Lebenszufriedenheit wieder ab. Die Forscher erklären dies mit den ebenfalls wachsenden Ansprüchen.

04.04.2014
Gehirn: Überflüssiges wird im Schlaf entsorgt
Durch ein Kanalsystem fließen Abfallstoffe aus dem Gehirn
Thinkstock/iStock
Während des Schlafs befreit sich das Gehirn von Abfallstoffen. Das berichten Forscher der Universität Rochester (USA) in der Fachzeitschrift Science. Die Entsorgung erfolgt über Kanäle, die tief in das Hirngewebe reichen und sich im Schlaf öffnen. Das Hirnwasser spült in diesem Zeitraum Eiweißschrott doppelt so schnell fort wie im Wachzustand, ergaben Tests an Gehirnen von Mäusen. Die Forscher vermuten, dass diese Art der Entsorgung auch bei Menschen eine wichtige Rolle spielt.

03.04.2014
Spaziergang: Bewegung senkt das Schlaganfallrisiko
Senioren, die ein aktives Leben führen und viel zu Fuß gehen, können ihr Schlaganfallrisiko senken
Thinkstock/BananaStock
Wer oft zu Fuß geht, senkt sein Schlaganfallrisiko. Das ergab eine britische Studie des University College London. Zehn Jahre dokumentierten die Forscher das Bewegungsprofil von rund 3400 Männern im Alter von 60 bis 80 Jahren. In dieser Zeit erlitten 195 Teilnehmer einen Schlaganfall.
Von 1000 Männern, die pro Woche bis zu drei Stunden zu Fuß gingen, traf es, den Forschern zufolge, im Durchschnitt 80. Bei jenen, die acht bis 14 Stunden pro Woche spazieren gingen, waren 55 von 1000 betroffen. Distanz und Geschwindigkeit hatten weniger Bedeutung. Wichtig war, sich ausdauernd zu bewegen.

02.04.2014
Hämorriden: Brennendes Tabuthema
Wenn unangenehme und lästige Beschwerden im Analbereich auftreten, ist frühzeitiges Handeln angesagt
Thinkstock/Photos.com
Eigentlich sind Hämorriden nicht krankhaft, sondern völlig normal: Mediziner bezeichnen mit diesem Begriff Gefäßpolster, die ringförmig am Enddarm sitzen und diesen nach außen abdichten. Doch das Gefäßpolster kann Schaden nehmen. Beispielsweise durch starkes Pressen beim Stuhlgang beginnt das Gewebe anzuschwellen.
Auch Schwangerschaft und Entbindung ziehen die sensiblen Schwellkörper am Enddarm manchmal in Mitleidenschaft. Eine erblich bedingte Bindegewebsschwäche und Störungen im Kollagenhaushalt begünstigten die Entstehung eines Hämorridalleidens, das noch immer als Tabuthema gilt, zusätzlich.
Die feinen Gefäße reißen mitunter, was zu kleinen Blutungen führt. Hellrotes Blut am Toilettenpapier ist oft eines der ersten Symptome. Im weiteren Verlauf folgen unangenehme Beschwerden wie Juckreiz, Brennen und Nässen. Wie Arzt und Apotheker helfen können, richtet sich nach dem Schweregrad des Hämorridalleidens.
Grad 1
Anfangs sind Hämorriden nur etwas vergrößert und lediglich im Rahmen einer Enddarmspiegelung erkennbar. Kleine Blutungen, gelegentliches Brennen und Juckreiz sind meist die ersten Symptome. Um eine chronische Verstopfung zu verhindern und die Hämorriden somit zu entlasten, sollten sich Patienten ballaststoffreich ernähren und genug trinken. Bei stärkeren Beschwerden kann der Arzt die Hämorriden ambulant veröden. Die Symptome lassen sich vorübergehend mit Cremes oder Zäpfchen aus der Apotheke lindern. Hilfreich sind auch entzündungshemmende Sitzbäder.
Grad 2
Werden die Ursachen nicht frühzeitig behandelt, vergrößern sich die Hämorriden weiter. Sie treten dann bei der Stuhlentleerung nach außen, ziehen sich anschließend aber wieder von selbst zurück. Die Symptome werden stärker. Neben Blutungen kommt es vermehrt zu Brennen, Juckreiz und Nässen. In diesem Stadium gilt die Gummibandligatur als Methode der Wahl. Dabei stülpt der Arzt einen Gummiring über die vergrößerten Hämorriden. Das abgeklemmte Gewebe stirbt im Lauf der folgenden Tage ab. Die Erfolgsrate dieser nichtoperativen Maßnahme ist mit 80 bis 90 Prozent sehr hoch. Zudem kann das Verfahren ambulant in Minutenschnelle durchgeführt werden.
Grad 3
Sind die Hämorriden so stark vergrößert, dass sie nach der Stuhlentleerung nicht von selbst wieder in den Enddarm zurückgleiten, muss der Patient sie zurückschieben. Zudem bemerkt er oft Stuhlschmieren und ein Fremdkörpergefühl. Dann führt an einer Operation kein Weg vorbei. Dabei kommen heute fast nur noch minimalinvasive Techniken zur Anwendung, die die Kontinenz erhalten.
Grad 4
Können die vergrößerten Hämorriden nicht mehr zurückgeschoben werden, sind die Beschwerden meist sehr groß, die Lebensqualität ist stark eingeschränkt. Welches operative Verfahren eingesetzt wird, muss individuell mit dem Patienten besprochen werden. Mit neuen Verfahren wie dem Laser sollte man wegen fehlender Langzeitergebnisse noch zurückhaltend sein.
Weitere Probleme im Bereich des Enddarms
Marisken sind Hautfalten im Analbereich, die oft mit Hämorriden verwechselt werden, aber seltener lästige Beschwerden verursachen.
Analrandvenenthrombosen bilden kleine schmerzhafte und meist bläuliche Knoten am After aus. Oft werden sie fälschlicherweise als „äußere Hämorriden“ bezeichnet. Um eine exakte Diagnose des Analleidens zu stellen und mögliche ernstere Erkrankungen ausschließen zu können, sollte auch bei leichten Beschwerden stets ein Enddarm- Spezialist (Facharzt für Proktologie) aufgesucht werden.

01.04.2014
Schule: Mädchen finden leichter Freunde
Kontaktfreudig: Mädchen tun sich oft schneller zusammen als Jungs
Image Source/RYF
Wechseln Mädchen die Schule, schließen sie eher neue Freundschaften als Jungen. Forscher der Lüneburger Leuphana-Universität befragten 380 Schülerinnen und Schüler in Brandenburg. Untersucht wurde der Übergang von der Grund- auf eine weiterführende Schule. Mädchen hatten drei Monate nach dem Wechsel im Schnitt zwei neue Freundinnen, bei den Jungen war es ein Freund. Doch diese Beziehungen waren noch nicht fest. Im Lauf des Schuljahrs verloren die Mädchen im Schnitt wieder eine Freundin.

30.03.2014
Lebensqualität: Umzug ins Grüne lohnt sich
Menschen, die in einer grünen Umgebung wohnen, sind oft positiver gestimmt und weniger gestresst
Jupiter Images GmbH/Photos.com
Wer in ein grüneres Stadtviertel zieht, verbessert damit seine geistige Gesundheit. Man fühlt sich sofort und noch Jahre später positiver gestimmt und weniger gestresst, wie eine Studie der Universität von Exeter (Großbritannien) zeigt.
Die Wissenschaftler werteten die Daten von 1000 Menschen aus, die ihr Wohngebiet gewechselt hatten. Sie plädieren dafür, die Erkenntnisse bei der Stadtplanung zu berücksichtigen.

29.03.2014
Lebensqualität: Umzug ins Grüne lohnt sich
Menschen, die in einer grünen Umgebung wohnen, sind oft positiver gestimmt und weniger gestresst
Jupiter Images GmbH/Photos.com
Wer in ein grüneres Stadtviertel zieht, verbessert damit seine geistige Gesundheit. Man fühlt sich sofort und noch Jahre später positiver gestimmt und weniger gestresst, wie eine Studie der Universität von Exeter (Großbritannien) zeigt.
Die Wissenschaftler werteten die Daten von 1000 Menschen aus, die ihr Wohngebiet gewechselt hatten. Sie plädieren dafür, die Erkenntnisse bei der Stadtplanung zu berücksichtigen.

28.03.2014
Unfallrisiko: Unaufmerksam am Steuer
Beim Autofahren sollte sich der Fahrer auf den Verkehr konzentrieren und nicht essen oder auf dem Handy tippen. Sonst steigt die Unfallgefahr deutlich
Thinkstock/Pixland
Rund zehn Prozent der Zeit machen Autofahrer alles Mögliche, außer sich voll auf den Straßenverkehr zu konzentrieren. Das fanden Forscher der Virginia-Tech-Universität (USA) heraus, die 150 Fahrer über ein Jahr lang am Steuer filmten.
Das Fazit: Vor allem Anfänger lassen sich leicht und folgenreich ablenken. Die Unfallgefahr steigt auf das Sieben- bis Achtfache, wenn sie auf dem Handy eine Nummer wählen oder im Wagen nach etwas suchen. Wer beim Fahren isst, erhöht das Unfallrisiko um das Dreifache.

27.03.2014
Darmkrebs: Stuhltest senkt Sterberate
Ältere Menschen, die einmal im Jahr eine Stuhlprobe untersuchen lassen, sterben seltener an Darmkrebs, ergab eine Studie
Jupiter Images/Comstock
Ein jährlicher Stuhltest verringert das Risiko, an Dickdarmkrebs zu sterben. Das fand eine Gruppe von US-Forschern in einer Studie heraus, die im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde. Für ihre Untersuchung werteten sie Daten von 46.551 Teilnehmern im Alter zwischen 50 und 80 Jahren aus.
Nach Studienbeginn starben innerhalb von 30 Jahren 732 Menschen an Dickdarmkrebs. In der Gruppe, die jährlich auf Blut im Stuhl getestet wurde, waren es 200 Teilnehmer (1,8 Prozent). Aus der Gruppe, die alle zwei Jahre Stuhlproben ablieferte, starben 237 Probanden (2,2 Prozent). In der Kontrollgruppe ohne Stuhltest waren es 295 (2,7 Prozent).

26.03.2014
Bewegung: Gibt es den Fettverbrennungspuls?
Weg mit dem Speck: Hilft der ominöse "Fettverbrennungspuls" beim Abnehmen? Ein wenig, sagen Sportwissenschaftler
Thinkstock/iStockphoto
Wenn doch Körperfett nur genauso rasch schmelzen würde wie Butter in der warmen Sonne! Eine verlockende Vorstellung. Genau das scheint ein Training mit dem „Fettverbrennungspuls“ zu versprechen. Seit Jahren geistert das Wortungetüm durch die Welt und hat es sogar bis in das Einstellungsmenü von Fitnessgeräten geschafft.
Der Begriff lässt vermuten, dass bei diesem Puls die Fettpolster schnell verschwinden. Ein Trugschluss. Zwar verbrennen Muskeln bei Belastung mit dem sogenannten Fettverbrennungspuls tatsächlich überwiegend Fett, doch die Intensität ist dabei gering – und darum auch die verbrauchte Fettmenge.
Zwei Stoffwechselwege
Muskeln holen sich Energie aus dem Abbau von Zucker und Fetten. Der Anteil der entsprechenden Stoffwechselwege hängt von der Belastung ab. Bei niedriger Intensität dominiert die Fettverbrennung. Sie läuft langsamer ab als die Zuckerverwertung, liefert aber deutlich mehr Energie. Außerdem fällt keine Milchsäure an, die den Muskel ermüden lassen würde.
Bei intensiver Belastung dagegen benötigt die Muskulatur rasch viel Energie. Diese liefert vor allem der schnellere Zuckerabbau. Dabei sammelt sich aber Milchsäure an, die Muskeln ermüden.
Der Fettverbrennungspuls spielt vor allem für Ausdauersportler wie Marathonläufer eine Rolle. Je länger ihre Muskeln den Hauptteil der Energie aus Fetten gewinnen können, umso leistungsfähiger sind sie. Um den Fettverbrennungspuls zu bestimmen, führten Sportärzte Belastungstests durch, messen die Milchsäure im Blut und analysieren die Atemgase.
Die Sportler trainieren anschließend gezielt mit dieser Herzfrequenz, um ihren Fettstoffwechsel zu intensivieren. In den Zellkraftwerken häufen sich die dafür nötigen Enzyme an, der Stoffwechselweg wird effektiver. Ergebnis: Während bei Untrainierten und Hobbysportlern Fett vor allem bei niedriger Belastung verwertet wird, arbeitet der Fettstoffwechsel bei Ausdauerathleten auch noch unter Höchstbelastung. Daher halten sie erstaunlich lange durch, selbst wenn sie schnell laufen oder Rad fahren.
Wer allerdings hofft, ein Training mit Fettverbrennungspuls würde die Speckröllchen schnell und spürbar verringern, irrt. Dazu sind die Belastungen insgesamt zu gering. Ein halbes Kilogramm Körperfett entspricht ungefähr 3500 Kilokalorien. Gemütliches Joggen verbraucht etwa 500 Kilokalorien pro Stunde; etwas mehr als die Hälfte – rund 300 Kilokalorien – stammt aus Fetten.
Um die Energie zu verbrauchen, die in einem halben Kilo Körperfett steckt, müsste man rund 14 Stunden joggen. Leichter purzeln die Pfunde so: Wer jeden Tag 15 Minuten flott spazieren geht, verbraucht dabei 160 Kilokalorien. Auf diese Weise nimmt man – ohne irgendetwas an der Ernährung zu ändern – sieben bis acht Kilogramm pro Jahr ab.
Stellschraube Ernährung
Beide Beispiele zeigen: Für Menschen, die abnehmen wollen, zählt nicht der Fettverbrennungspuls, sondern die absolute Menge an Energie, die sie durch Aktivität zusätzlich verbrauchen. Je länger und intensiver sie laufen, Rad fahren, sich bewegen und belasten, umso mehr Fett – und Zucker – verbrennen sie.
Fett speichert jedoch sehr viel Energie, sodass Bewegung allein meist nicht ausreicht. Die entscheidende Stellschraube für einen Gewichtsverlust ist bei vielen Menschen nicht der Verbrauch von Energie, sondern ihre Aufnahme. Eine Ernährungsumstellung ist also dringend nötig. Sport hilft dann, das Gewicht zu halten.

25.03.2014
Familie: Zunahme an Kita-Plätzen entlastet Mütter
Die zusätzlichen Krippen scheinen die Doppelbelastung für Mütter zu verringern
Thinkstock/Hemera
Der Krippenausbau zeigt positive Wirkungen. Forscher werteten Daten des sozio-ökonomischen Panels und der Langzeitstudie „Familien in Deutschland“ aus. Sie stellten fest, dass vor allem Mütter in Westdeutschland deutlich zufriedener sind, seit sich die Betreuungsmöglichkeiten für Kleinkinder in den Jahren von 2007 bis 2011 verbessert haben.
Das betrifft nicht nur das vorhandene Betreuungsangebot, sondern auch das Familienleben der Mütter. Bei westdeutschen Frauen wuchs die Zufriedenheit zusätzlich in Bezug auf das eigene Einkommen, die Gesundheit und das Leben insgesamt. Der Krippenausbau ermöglicht es bisher vor allem, dass Frauen vermehrt in Teilzeit arbeiten können.

23.03.2014
Gedächtnis: Lieber gucken als knipsen
Menschen können sich Bilder besser merken, wenn sie diese betrachten als wenn sie diese nur schnell fotografieren
Thinkstock/iStockphoto
Schnell das Smartphone gezückt und noch ein Bild gemacht. Dass man damit das Gedächtnis nicht unterstützt, zeigt eine Studie der Fairfield-Universität (USA). Einige Teilnehmer sollten in einem Museum bestimmte Objekte nur betrachten, die anderen Fotos davon machen. Als die Forscher am nächsten Tag die Erinnerung daran überprüften, schnitten die Betrachter besser ab als die Fotografierer. Ein zweites Experiment ergab, dass Menschen mit Fotoapparat ihre Erinnerungen an ein Werk verbessern, wenn sie einen Ausschnitt heranzoomen.

22.03.2014
Gedächtnis: Lieber gucken als knipsen
Menschen können sich Bilder besser merken, wenn sie diese betrachten als wenn sie diese nur schnell fotografieren
Thinkstock/iStockphoto
Schnell das Smartphone gezückt und noch ein Bild gemacht. Dass man damit das Gedächtnis nicht unterstützt, zeigt eine Studie der Fairfield-Universität (USA). Einige Teilnehmer sollten in einem Museum bestimmte Objekte nur betrachten, die anderen Fotos davon machen. Als die Forscher am nächsten Tag die Erinnerung daran überprüften, schnitten die Betrachter besser ab als die Fotografierer. Ein zweites Experiment ergab, dass Menschen mit Fotoapparat ihre Erinnerungen an ein Werk verbessern, wenn sie einen Ausschnitt heranzoomen.

20.03.2014
Aspartam: Freispruch für den Zuckerersatzstoff
Das Süßungsmittel geriet immer wieder in die Diskussion. Ein Bericht gibt nun Entwarnung
W&B/Stephanie Rahn/RYF
Verbraucher können Lebensmittel, die den Zuckerersatzstoff Aspartam enthalten, ohne Bedenken verzehren. Diesen Schluss zieht die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) in ihrer ersten umfassenden Risikoanalyse zu dem Süßstoff. Vorausgegangen waren jahrelange Debatten, ob Aspartam das Erbgut schädigen, Tumore aus­lösen oder die Hirnleistung beeinträchtigen könne. Diese Risiken schloss die Efsa jetzt in ihrem Bericht aus.

19.03.2014
Abnehmen: Ran an den Winterspeck
Wirkungsvolle Strategien für einen langfristigen Gewichtsverlust
Thinkstock/iStockphoto
Die Schlemmerwochen um den Jahreswechsel sind vorbei, das Frühjahr liegt vor uns. Viele setzen sich jetzt das Ziel, die lästigen Pfunde loszuwerden. Doch auf dem Weg zur Strandfigur scheitern die meisten, weil die oft in Boulevard-Medien angepriesenen Diäten nicht zu dem erhofften Erfolg führen.
Das Problem: Der Körper reagiert auf die verringerte Kalorienzufuhr, indem er den Grundumsatz senkt und sozusagen „auf Sparflamme läuft“. Wenn die Blitzdiät beendet ist, erhält er wieder mehr Kalorien, die er dann in Form von Fett einlagert – der typische Jo-Jo-Effekt tritt ein.
Wer auf Dauer abnehmen möchte, kommt also um eine langfristige Änderung der Essgewohnheiten nicht herum. Das kann mitunter ein harter und steiniger Weg sein. Mit der richtigen Strategie gelingt es aber leichter, als man denkt.
Ernährungsprotokoll führen
Zu Beginn sollte man erst einmal ein Ernährungsprotokoll führen, raten Experten. Die Notizen helfen dabei, sich bewusst zu werden, wie viel und welche Nahrung man täglich zu sich nimmt. Dabei ist es wichtig, alle Mahlzeiten, Getränke und auch die kleinen Naschereien zwischendurch penibel aufzuschreiben.
Ebenfalls hilfreich: beim Essen die Energiedichte von Lebensmitteln berücksichtigen. Dieser Wert beschreibt den Kaloriengehalt eines Nahrungsmittels bezogen auf seine Masse. Beispielsweise haben 100 Gramm Schokolade so viele Kalorien wie die dreifache Menge an Schokopudding oder – drastischer ver­glichen – so viele Kalorien wie ein Kilo Äpfel. Keine Frage, dass die Äpfel besser sättigen. Es gibt viele weitere Beispiele: Wer etwa als Essensbeilage Salzkartoffeln statt Pom­mes frites wählt, spart bei gleicher Menge 75 Prozent der Kalorien ein.
Doch keine Sorge: Bei der Änderung des Lebensstils geht es nicht um lebenslange Verbote. Wer Süßigkeiten liebt, muss nicht darauf verzichten, sollte sie aber bewusster und in Maßen konsumieren. Was viele nicht beachten: Häufig belasten vor allem zuckerhaltige Getränke die Energiebilanz. Dazu gehören nicht nur Softdrinks, sondern auch die vermeintlich gesunden Obstsäfte. Deshalb besser zu ungesüßten Getränken greifen – am besten zu Mineralwasser.
Bewegung nicht vergessen
Die Umstellung der Ernährung ist aber nur ein Schritt. Das wichtigste Ziel von Menschen mit Übergewicht sollte regelmäßiges Training sein. Körperliche Aktivität senkt nämlich die Risiken für Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen auch unabhängig von einer Gewichtsabnahme.
Wer sein Gewicht verringern muss oder will, kommt also um zusätzliche Sporteinheiten nicht herum. Der Abbau von einem Kilogramm Fettgewebe entspricht dem Verbrauch von etwa 7000 Kilokalorien Energie. Würde man es schaffen, in einer Woche 2500 Kilokalorien durch Bewegung zu verbrauchen, wäre ein Fett­abbau von 300 bis 400 Gramm in diesem Zeitraum möglich. Aber mit mehr Bewegung kommt auch mehr Appetit. Das ist normal, und es sollte auch mit einberechnet werden.
Anfänger, die bisher nie Sport getrieben haben, profitieren bereits von moderater Bewegung. Ein guter Einstieg besteht zum Beispiel darin, täglich 10.000 Schritte zu gehen. Schrittzähler können helfen, dieses Ziel zu erreichen.
Wer eine schlechte Grundkondition hat, dem kann Krafttraining den Einstieg in ein sportlicheres Leben erleichtern. Durch den Muskelaufbau, der damit erreicht wird, werden die Grundlagen für künftige Ausdaueraktivitäten geschaffen, und weil Mus­keln selbst im Ruhezustand Energie verbrauchen, purzeln die Pfunde dann auch schneller. Wer chronisch krank ist oder älter als 35 Jahre und neu mit dem Sport beginnt, sollte sich vorab vom Arzt grünes Licht geben lassen.
Bei aller Motivation sollte Abnehmwilligen von Anfang an bewusst sein, dass es wichtig ist, sich langfristig regel­mäßig zu bewegen. Wenn die Zeit einmal knapp wird, reduziert man besser die Dauer des Trainings. Lieber viermal in der Woche nur 20 Minuten trainieren als ganz darauf verzichten. Sonst fällt es zu schwer, am Ball zu bleiben.
Jeder, der abnehmen möchte,  entscheidet für sich, welchen Sport er treiben will. Am besten eignen sich Sportarten, die viele Muskelgruppen einbeziehen. Dann steigt auch der Kalorienverbrauch. Wichtig ist aber in ers­ter Linie, dass man Spaß dabei hat. Und vor allem muss man nach der Belastung ein gutes Gefühl verspüren. Das ist der Schlüssel zu einem lang­fris­tigen Erfolg, sagen Experten.

18.03.2014
Nitrat: Belastetes Grundwasser
Aus der Landwirtschaft gelangt zu viel Nitrat ins Grundwasser, bemängelt die EU-Kommission
Jupiter Images/ Photos.com
Laut EU-Kommission gelangt zu viel Nitrat in das Grundwasser. Die niedrigsten Konzentrationen wurden in Skandinavien und im Baltikum gemessen, am höchsten (mehr als 50 Milligramm pro Liter) lagen sie in Deutschland und Malta. Als Hauptursache gelten „große Viehbestände, die sich an einem Ort oder in ­einer Region konzentrieren“. Landwirte bringen die Gülle aus der Mas­sen­tier­haltung auf zu kleinen Flächen aus. Im Körper wird ­­Nitrat in Nitrit umgewandelt, das den roten Blutfarbstoff zerstört und Krebs aus­lösen kann.

17.03.2014
Sternfrucht: Gefahr für Nierenkranke
Menschen, deren Nieren erkrankt sind, dürfen die tropische Frucht nicht essen
W&B/Reiner Schmitz/RYF
Die in den Tropen und Subtropen angebaute Sternfrucht, auch als Karambole bekannt, ist für Menschen mit einem Nierenleiden tabu. Der Genuss kann bei ihnen zu Vergiftungen, Erbrechen, Krampfanfällen und sogar zum Tod führen. Das wirksame Nervengift Caramboxin der Sternfrucht haben Wissenschaftler der Univer­sität Sao Paulo (Brasilien) nun isoliert und seine Molekülstruktur bestimmt. Weitere Untersuchungen ergaben, dass es auf zwei Rezeptoren im Gehirn wirkt und dadurch eine Empfindlichkeit hervorruft. Gesunde Menschen scheiden das Gift über die Nieren aus.

16.03.2014
Gelenke: Gicht liegt oft in der Familie
Hat in der nahen Verwandtschaft jemand Gicht, sollten die Angehörigen auf einen gesunden Lebensstil achten – denn ihr Risiko für die Gelenkerkrankung ist erhöht
ItStockFree/RYF
Wer viel Fleisch isst und oft Alkohol trinkt, gilt als Risikokandidat für Gicht. Doch die ­entzündliche Gelenkerkrankung ist zum Teil auch erblich bedingt, berichten Forscher der Universität Nottingham in dem Fachblatt ­Annals of the Rheumatic Diseases nach Auswertung der Daten von 4,2 Millionen Familien in Taiwan. Sind Verwandte ersten Grades betroffen, verdoppelt sich das Risiko. Menschen mit gichtkranken Angehörigen sollten deshalb besonders auf ihren Lebensstil achten.

15.03.2014
Gelenke: Gicht liegt oft in der Familie
Hat in der nahen Verwandtschaft jemand Gicht, sollten die Angehörigen auf einen gesunden Lebensstil achten – denn ihr Risiko für die Gelenkerkrankung ist erhöht
ItStockFree/RYF
Wer viel Fleisch isst und oft Alkohol trinkt, gilt als Risikokandidat für Gicht. Doch die ­entzündliche Gelenkerkrankung ist zum Teil auch erblich bedingt, berichten Forscher der Universität Nottingham in dem Fachblatt ­Annals of the Rheumatic Diseases nach Auswertung der Daten von 4,2 Millionen Familien in Taiwan. Sind Verwandte ersten Grades betroffen, verdoppelt sich das Risiko. Menschen mit gichtkranken Angehörigen sollten deshalb besonders auf ihren Lebensstil achten.

14.03.2014
Arbeitsplatz: Hygiene beugt Infekten vor
Händewaschen schützt vor krank machenden Keimen – Angestellte gehen damit laut einer Studie zu nachlässig um
PhotoDisc/ RYF
An Arbeitsplätzen mit viel Publikumsverkehr und in Großraumbüros besteht vor allem in den Wintermonaten ein erhöhtes Infektionsrisiko. Die Hauptursache zahlreicher Krankheiten sind Hygienemängel, betont der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte. Laut einer aktuellen Studie wäscht sich jeder dritte Büroangestellte nach dem Toilettenbesuch nicht die Hände. Um Infektionen vorzubeugen, raten Betriebsärzte, die Hände nach der Benutzung der Toilette, vor dem Umgang mit Lebensmitteln und vor dem Essen gründlich mit Wasser und Seife zu waschen.

12.03.2014
Rachen: Was bei Halsweh hilft
Experten erklären, wie Sie die lästigen Beschwerden am besten lindern
Thinkstock/iStockphoto
Die Tage werden wieder länger. Die ersten Schneeglöckchen sprießen. Und wenn uns auch die Kälte noch fest im Griff hat, dürfen wir darauf hoffen, dass der Winter bald zu Ende geht und die Zeit von Husten, Schnupfen, Heiserkeit hinter uns liegt. Aber dann schlagen Erkältungsviren doch noch einmal zu: Mit Kratzen im Hals und Schmerzen beim Schlucken macht sich eine Rachenentzündung bemerkbar.
Solch ein Infekt kann nicht nur sehr schmerzhaft sein, oft breiten sich die Erreger auch vom Hals her in Nase und Bronchien aus – mit allen unangenehmen Folgen einer Erkältung. Wir baten Experten um ihre besten Tipps gegen die lästigen Beschwerden.
Viel Wärme ist eine der Empfehlungen – vor allem wenn eine Erkältung im Anzug ist. Heilkräutertees mit Linden- und Holunderblüten regen zusätzlich den körpereigenen Wärmehaushalt an. Kratzt der Hals bereits, eignen sich Tees mit Arzneipflanzen, die Gerbstoffe und ätherische Öle enthalten, wie Salbei und Thymian. Die Gerbstoffe haben eine leicht zusammenziehende Wirkung auf die feinsten Blutgefäße der Schleimhäute, und die ätherischen Öle wirken desinfizierend.
Ist die Schleimhaut wund, lindern Heilkräuter, welche die Schleimhaut schützen und die Wundheilung unterstützen, die Beschwerden. Dafür eignen sich Zubereitungen zum Trinken, Gurgeln oder Lutschen, zum Beispiel aus Isländisch Moos, Malve oder Eibisch, die mehrmals täglich angewendet werden. Bonbons sind praktisch für unterwegs und fördern die Speichelbildung. Denn auch Speichel enthält keimhemmende Stoffe. Wohltuend wirken Inhalationen mit Eukalyptus- oder Minzöl. Aber Vorsicht: Sie eignen sich nicht für Kleinkinder.
Halswickel gehören zu den Klassikern der Naturheilkunde. Sie lassen sich warm oder kalt mit unterschiedlichen Zusätzen anwenden. Kalte Wickel können Schwellungen und Schmerzen lindern. Warme Anwendungen steigern die Durchblutung und den Heilungsprozess. Bei akuten Halsschmerzen mit geschwolle­nen Schleimhäuten haben sich kühlende Zitronenwickel bewährt: Zitronenscheiben in ein dünnes Tuch einschlagen oder das Tuch in Zitronenwasser eintauchen und auswringen. Um den Hals legen und mit einem größeren Tuch abdecken.
Warme Fußbäder fördern die Durchblutung im Nasen-Rachen-Raum und können manchmal bei den ers­ten Anzeichen einer Halsentzündung oder einer Erkältung Schlimmeres verhüten.
Zur Vorbeugung empfehlen Ärzte, sich rechtzeitig abzuhärten, etwa mit Kneipp’schen Wasseranwendun­gen – sofern aus ärztlicher Sicht nichts dagegen spricht. Wichtig: Sanft beginnen, zum Beispiel mit einem Gesichts- oder Armguss, und allmählich steigern. Eine Ernährung mit viel Obst und Gemüse sowie ausreichender Schlaf stärken die Abwehrkäfte.
Gegen die Schmerzen bei einer Halsentzündung empfehlen sich schmerz­lindernde Medikamente. Viele Patienten ziehen Lutschtabletten zur örtlichen Anwendung vor. Weil die Beschwerden aber oft mit Kopf- und Glie­der­schmerzen einhergehen, spricht auch einiges für die Einnahme von Schmerzmitteln. Lutschtabletten enthalten örtlich betäubende Wirkstoffe wie Lidocain, die rund zwei Stunden lang wirken, oder eine schmerzlindernde und entzündungshemmende Substanz, die bis zu drei Stunden Linderung bringen kann.
Stehen Schluckbeschwerden, Heiserkeit oder Reizhusten im Vordergrund, eignen sich schleimhautschützende und befeuchtende Lutschtabletten: Sie bilden einen Hydrogelkomplex, der sich auf die Schleimhäute legt. Diese können sich darunter regenerieren. Tipp: Schmerzstillende und schleimhautschützende Mittel können auch im Wechsel genommen werden. Gurgellösungen und Sprays bringen desinfizierende oder abschwellende Substanzen direkt an den Wirkort.
Wann zum Arzt? Fast immer lösen Viren die Beschwerden aus. Diese lassen sich jedoch lindern, sodass die Erkrankung spätestens nach einer Woche ausgestanden ist. Wenn jemand aber Schwierigkeiten beim Schlucken von fester Nahrung oder Flüssigkeit hat, ist dies ein Fall für den Arzt.
Wenn sich weißliche Stippchen auf den Mandeln zeigen, lässt das auf eine bakterielle Mandelentzündung schließen, die meistens eine Behandlung mit Antibiotika erfordert. Den Arzt sollten Kranke auch aufsuchen, wenn die Schmerzen länger als eine Woche anhalten, und Fieber oder starke Schmerzen dazukommen.
Der HNO-Arzt kann zudem erkennen, ob Schluckbeschwerden, grau-weißliche Beläge und ein starkes Krankheitsgefühl auf ein Pfeiffersches Drüsenfieber hinweisen. Die schwere Virusinfektion, die vor allem junge Menschen trifft, muss sorgfältig auskuriert werden, um Komplikationen zu verhindern.

11.03.2014
Partnerschaft: Voraussagbares Eheglück
Forscher untersuchten, inwieweit sich eine glückliche Ehe vorhersagen lässt
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Wissenschaftler der Florida State University in Tallahassee (USA) fanden heraus, dass die un­bewusste Einschätzung des Partners eine recht zuverlässige Aussage über das künftige Eheglück frisch Verheirateter erlaubt. Dazu testeten die Forscher 135 Ehe-Neulinge über vier Jahre hinweg alle sechs Monate: Auf einem Monitor erschienen „negative“ oder „positive“ Wörter, kurz davor blitzte – nicht bewusst wahrnehmbar – das Bild des Partners auf. Wurden die positiven Wörter schneller erkannt – und damit der Partner als positiv eingeschätzt –, waren die Probanden nach vier Jahren in der Ehe glücklicher.
 

10.03.2014
Lebensstil: Mit Bewegung gegen Demenz
Wer regelmäßig körperlich aktiv ist, senkt sein Risiko für eine Alzheimer-Krankheit. Auch andere Lebensstilfaktoren spielen eine Rolle
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Das Risiko für eine Demenz hängt zur Hälfte vom Lebensstil ab. Diese Überzeugung veröffentlichten Forscher der Universität Cambridge (England) im Fachblatt BMC Medicine. Demnach tragen zu einem erhöhten Demenzrisiko sieben Faktoren bei, die sich aber beeinflussen lassen: Bewegungsmangel, Bluthochdruck, Übergewicht, Rauchen, Depression, Diabetes und geringe geistige Herausforderung. Die Forscher glauben daher, dass sich die Erkrankungswahrscheinlichkeit durch einen gesunden Lebensstil senken lässt. Studien zeigten etwa, dass regelmäßige Bewegung mit einem um 45 Prozent geringeren Alzheimer-Risiko einherging. Allerdings, so die Wissenschaftler, müsste die Anpassung des Lebensstils so früh wie möglich erfolgen.

09.03.2014
Psychologie: Freunde werden leicht überschätzt
Die Leistung von einem Freund bewertet man oft besser, als die von einem Fremden. Psychologischer Hintergrund: So stärkt man zugleich die Gruppe
Thinkstock/iStockphoto
Von ihren Freunden haben viele Menschen eine hohe, manchmal aber zu hohe Meinung. Das belegt eine Studie der Technischen Universität Dresden. Die Wissenschaftler testeten 310 Freundespaare. Sie filmten eine Hälfte der Teilnehmer dabei, wie sie verschiedene Aufgaben lösten. Diese Mitschnitte zeigten sie anschließend sowohl den Freunden als auch Fremden.
Dabei stellte sich heraus, dass die Freunde die Leistungen wesentlich besser bewerteten als die Fremden. Die mögliche Erklärung: Wer seinen Freund durch eine rosa Brille sieht, stärkt zugleich die eigene Gruppe.

08.03.2014
Psychologie: Freunde werden leicht überschätzt
Die Leistung von einem Freund bewertet man oft besser, als die von einem Fremden. Psychologischer Hintergrund: So stärkt man zugleich die Gruppe
Thinkstock/iStockphoto
Von ihren Freunden haben viele Menschen eine hohe, manchmal aber zu hohe Meinung. Das belegt eine Studie der Technischen Universität Dresden. Die Wissenschaftler testeten 310 Freundespaare. Sie filmten eine Hälfte der Teilnehmer dabei, wie sie verschiedene Aufgaben lösten. Diese Mitschnitte zeigten sie anschließend sowohl den Freunden als auch Fremden.
Dabei stellte sich heraus, dass die Freunde die Leistungen wesentlich besser bewerteten als die Fremden. Die mögliche Erklärung: Wer seinen Freund durch eine rosa Brille sieht, stärkt zugleich die eigene Gruppe.

07.03.2014
Hautkrebs: Nach Ersterkrankung aufmerksam bleiben
Melanompatienten sollten auch nach ihrer Heilung immer regelmäßig zur Hautkontrolle gehen. Ihr Risiko für Hautkrebs ist erhöht
PhotoDisc/ RYF
Mit der Diagnose Hautkrebs liegt das Risiko, dass sich innerhalb von 30 Jahren erneut ein Tumor bildet, um 60 Prozent höher als jenes von Menschen ohne diese Vorerkrankung. Das zeigen Daten eines kanadischen Krebsregisters von mehr als 20.000 Menschen mit der Diagnose Hautkrebs.
Besonders gefährdet sind demnach Melanompatienten, die bei der Ersterkrankung jünger waren als 40 Jahre. Ihnen raten die Autoren der Studie zu regelmäßigen Kontrollen beim Facharzt.

06.03.2014
Gehirn: Natur beeinflusst Entscheidungen
Menschen, die sich in der Natur befinden, ziehen oft langfristige Gewinne den schnellen vor
W&B/Aumiller/RYF
Menschen neigen unter Natureindrücken dazu, langfristige statt schnelle Gewinne anzustreben, berichtet die Fachzeitschrift Proceedings of the Royal Society B. Wissenschaftler ließen Freiwilligen die Wahl zwischen sofortigen und späteren Geldgeschenken. Trafen die Personen die Entscheidungen in einem Wald oder hatten sie kurz zuvor Naturaufnahmen gesehen, bevorzugten sie eher den langfristigen Vorteil. Diese Unterschiede zeigten sich auch zwischen Menschen aus der Stadt und vom Land.  

05.03.2014
Arzneitee: Gesunde Zeremonie
Aufgüsse aus Heilpflanzen haben sich bewährt. Bei der Zubereitung gilt es aber einiges zu beachten
Jupiter Images/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY
Abwarten und Tee trinken – dieser Ratschlag kann bei vielen leichten Beschwerden durchaus sinnvoll sein. Manche Menschen trauen Arzneitees zu wenig zu, dabei sind die Aufgüsse aus getrockneten Heilpflanzen durchaus wirksame Arzneimittel. Oft kann man leichte Beschwerden bereits mit einer Teetherapie lindern. In manchen anderen Fällen eignen sich Tees als sinnvolle Ergänzung zu einer medikamentösen Behandlung.
Andererseits ist „Arzneitee“ aber nicht gleichzusetzen mit „harmlos“. Als Dauergetränke eignen sich Arzneitees nicht, sie sollten ohne Rücksprache nicht länger als etwa sechs Wochen verwendet werden.
Nicht alle Tees sind unproblematisch
Grundsätzlich bedarf auch die Teetherapie einer pharmazeutischen Beratung, denn für Allergiker, Schwangere, Stillende und Kinder sind nicht alle Tees bedenkenlos zu empfehlen. Patienten, die auf Medikamente angewiesen sind, sollten in der Apotheke nachfragen, ob sich das Getränk mit ihrer Medikation verträgt.
Ob jemand auf Filterbeutel, Instant- oder offene Tees zurückgreift, ist jedoch eher Geschmackssache. Letztere haben den Vorteil, dass der Patient eine individuelle Mischung für seine Beschwerden bekommen kann. Filterbeutel lassen sich dagegen einfacher anwenden. Instant-Tees sind konzentrierte Granulate, die in heißem Wasser aufgelöst werden. Solche Präparate haben meist einen sehr hohen Wirkstoffgehalt, sie schmecken daher oft viel intensiver. Das mag nicht jeder. Instant-Tees müssen ebenso wie offene Tees und Filterbeutel den Anforderungen des Europäischen Arzneibuchs genügen. Produkte aus dem Supermarkt unterliegen lediglich dem Lebensmittelrecht.
Als echte Gefahr können sich Tees aus zweifelhaften Internetquellen erweisen: Nicht selten sind solche Präparate stark verunreinigt und enthalten mehr Schad- als Wirkstoffe. Ähnliches gilt auch für selbst gesammelte Kräuter: Laien können nicht sicher sein, dass sie die richtige Pflanzenart gefunden haben, ob der Wirkstoffgehalt ausreichend hoch ist und wie stark belastet die wild wachsenden Exemplare sind.
Beim Ziehen abdecken
Damit ein Arzneitee richtig wirken kann, muss die Zubereitung korrekt sein. Sie ist stets auf der Packung angegeben. Das Wasser sollte immer frisch aufgekocht werden, um Keime abzutöten. Während der Tee zieht, sollte das Gefäß abgedeckt sein, damit sich wertvolle Inhaltsstoffe nicht verflüchtigen. Anschließend ist es sinnvoll, die Kräuter noch einmal mit dem Teelöffel auszupressen. Bestimmte Arzneipflanzen dürfen allerdings nicht heiß aufgegossen werden, weil der Wirkstoff sonst zerstört wird.
Dazu zählen beispielsweise Tees mit schleimähnlichen Wirkstoffen, etwa aus der Eibischwurzel. Sie werden mit kaltem Wasser angesetzt und vor der Anwendung auf die gewünschte Temperatur erhitzt. Wer unsicher ist, ob ein solches Kaltmazerat für ihn sinnvoll ist, sollte sich in der Apotheke dazu beraten lassen.
Tee richtig lagern
Offene Tees füllt man nach dem Einkauf am besten in eine dichte Blechdose ab. Kunststoffboxen eignen sich nicht, da die wertvollen ätherischen Öle sich verflüchtigen können. Gute Filterbeutel sind einzeln aromageschützt verpackt. Trotzdem sollten auch sie kühl und trocken aufbewahrt werden.

04.03.2014
Wirbelsäulen-OP: Zweitmeinung einholen
Bevor man sich zu einer großen Operation entschließt, lohnt es sich, eine zweite Meinung von einem weiteren Experten einzuholen
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Steht ein großer Eingriff an, empfiehlt es sich, eine zweite Meinung einzuholen. Die Orthopädische Klinik Tübingen untersuchte 316 Zweitmeinungen aus den vergangenen Jahren. Mehr als die Hälfte war identisch mit der ersten. 56 Patienten wurde abweichend von der ersten Ansicht zu einer Operation geraten. Ein anderes Verfahren wurde durch die Zweitmeinung 26 Mal empfohlen. 70 Patienten riet man von einem Eingriff ab.
Häufig geschah das, wenn es um die Wirbelsäule ging: 21 große Operationen wären ohne Zweitmeinung unnötig erfolgt. Bei Endoprothesen an Knie und Hüfte dagegen wurde im Gegensatz zur ersten Ansicht bei den Zweitmeinungen deutlich öfter ein Eingriff befürwortet als davon abgeraten.

03.03.2014
Medikamente: Haustiere bekommen zu oft Antibiotika
Werden Hund und Katze zu häufig mit Antibiotika behandelt, steigt das Risiko, dass sich resistente Keime bilden
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Haustiere werden zu oft mit Antibiotika behandelt, kritisiert die Europäische Arzneimittel- Agentur (EMA). Dieser unkontrollierte Einsatz der Bakterienkiller habe dazu geführt, dass Hunde und Katzen Träger resistenter Keime seien. Zu diesen gehören unter anderem der Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA) und Durchfall auslösende Vancomycin-resistente Enterokokken.
Die EMA hält eine Übertragung der Keime von Haustieren auf den Menschen – und umgekehrt – für möglich. Um Gesundheitsrisiken zu verringern, empfiehlt die Arzneimittel- Agentur den Tierärzten, vor allem die Reserveantibiotika nur in begründeten Fällen einzusetzen.  

02.03.2014
Kaffee: Unbeschwerter Genuss
Kaffee-Trinker haben im Vergleich zu Kaffeeabstinenzlern oft ein geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, darunter auch Schlaganfall
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Kaffee lässt das Herz mitunter schneller schlagen, schadet ihm aber nicht. Das zeigt eine Übersichtsarbeit der Universität Harvard (USA). Um herauszufinden, wie Kaffee die Herzgesundheit beeinflusst, analysierten die Forscher 36 Studien mit 1,3 Millionen Teilnehmern.
Kaffee-Trinker hatten im Vergleich zu Kaffeeabstinenzlern insgesamt ein um bis zu elf Prozent geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, darunter auch Schlaganfall. Am seltensten erkrankten Menschen, die drei bis fünf Tassen am Tag tranken.  

01.03.2014
Kaffee: Unbeschwerter Genuss
Kaffee-Trinker haben im Vergleich zu Kaffeeabstinenzlern oft ein geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, darunter auch Schlaganfall
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Kaffee lässt das Herz mitunter schneller schlagen, schadet ihm aber nicht. Das zeigt eine Übersichtsarbeit der Universität Harvard (USA). Um herauszufinden, wie Kaffee die Herzgesundheit beeinflusst, analysierten die Forscher 36 Studien mit 1,3 Millionen Teilnehmern.
Kaffee-Trinker hatten im Vergleich zu Kaffeeabstinenzlern insgesamt ein um bis zu elf Prozent geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, darunter auch Schlaganfall. Am seltensten erkrankten Menschen, die drei bis fünf Tassen am Tag tranken.  

28.02.2014
Qigong: Gibt auch älteren Menschen Kraft
Die fernöstliche Bewegungsmeditation kann auch für ältere Menschen eine Wohltat sein
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Die fließenden Bewegungen und meditativen Übungen des Qigong können älteren Männern, die eine Prostatakrebs-Erkrankung überlebt haben, dabei helfen, Müdigkeit und Erschöpfung zu lindern. Das zeigt eine zwölfwöchige Studie der Universitäten von New Mexico und North Carolina (USA) mit 40 Teilnehmern im Durchschnittsalter von 72 Jahren.
Jene Männer, die das fernöstliche Training absolvierten, fühlten sich am Ende des Untersuchungszeitraums weniger ermattet und belastet als Teilnehmer der Kontrollgruppe, die Dehnungsübungen machten.  

27.02.2014
Vorsorge: Herzinfarkt-Vorboten erkennen
Mit Hilfe von Positronen-Emissions-Tomografie wird es in der Zukunft vielleicht einmal möglich sein, Hochrisikopatienten für einen Herzinfarkt zu identifizieren
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Nuklearmediziner aus Schottland haben gezeigt, dass das Schnittbildverfahren PET (Positronen-Emissions-Tomografie) Gefäßablagerungen, sogenannte Plaques, sichtbar macht. Das in dem Fachmagazin The Lancet vorgestellte Verfahren könnte die erste schonende Untersuchungsmethode sein, um Hochrisikopatienten für einen Herzinfarkt zu identifizieren.
Die Forscher konnten Plaques bei 37 von 40 Patienten nachweisen, die einen Infarkt erlitten hatten. Es gibt auch andere Ursachen für eine Herzattacke, etwa Gerinnsel. Bevor die Untersuchung eingeführt werden könnte, sind weitere klinische Studien notwendig.

26.02.2014
Nachtruhe: Erholsam schlafen
Der Körper benötigt regelmäßig Auszeiten, um leistungsfähig zu bleiben. Was es dabei zu beachten gibt
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Schlaf ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Fast ein Drittel des Lebens verbringen wir damit, es zu stillen. Der Körper benötigt die Ruhe dringend, um Kraft zu tanken und zu regenerieren. Bereits kurz nach dem Einschlafen schüttet der Organismus Wachstumshormone und andere Botenstoffe aus, um Knochen sowie Muskulatur aufzubauen, das Immunsystem zu stärken und zahlreiche Reparaturvorgänge im Körper einzuleiten. Zudem schaltet das Gehirn einen Gang zurück – aber nur teilweise. Denn im Schlaf werden auch Eindrücke des Tages verarbeitet und Gedächtnisfunktionen aktiviert.
Schlafmuster sind individuell
Pro Nacht reihen sich etwa vier bis fünf Schlafzyklen aneinander. Jeder von ihnen besteht aus Leicht-, Tief- und REM-Phasen. REM steht für „rapid eye movement“ (englisch für schnelle Augenbewegung). Diese Phase wird oft auch als Traumschlaf bezeichnet.
Circa 90 bis 110 Minuten dauert ein Zyklus. Im Durchschnitt verbringt der Mensch jeweils mehr als die Hälfte seiner Nachtruhe im Leichtschlaf und jeweils etwa ein Viertel im Tief- sowie REM-Schlaf. Das Muster eines gesunden Schlafs ist zwar bei jedem Menschen anders, aber zumindest in den Grundzügen ähnlich. Tiefschlafphasen treten vorwiegend nur in der ersten Nachthälfte auf, und bei älteren Menschen kann es durchaus sein, dass der Tiefschlaf bloß noch gering ausgeprägt ist.
Wie viel Schlaf ein Mensch jede Nacht tatsächlich braucht, ist sehr unterschiedlich. Manche kommen mit fünf Stunden aus, andere benötigen dagegen neun, um am nächsten Morgen fit und ausgeruht zu sein. Und genau das ist für Mediziner das Ausschlaggebende: Wie ausgeschlafen sich jemand nach dem Aufwachen fühlt.
Wer einmal eine Nacht schlecht geschlafen hat oder öfter aufwacht, braucht sich keine Sorgen zu machen. Es kommt darauf an, wie man mit den Wachphasen umgeht. Während manche sich nur umdrehen, vielleicht auf die Toilette gehen und danach wieder einschlafen, messen viele Menschen mit chronischen Durchschlafstörungen solchen Wachphasen eine große Bedeutung bei und nehmen sie als bedrohlich wahr.
Schließlich schätzen viele ihren Schlafbedarf völlig falsch ein. Ältere Menschen gehen zunehmend früher zu Bett und wachen dann entsprechend früher auf, meist um vier oder fünf Uhr morgens. Manche gönnen sich zusätzlich einen Mittagsschlaf und vielleicht auch noch ein Nickerchen am frühen Abend. Darauf sollten sie verzichten.
So lässt sich manchmal feststellen, dass die angeblichen Schlafstörungen gar nicht existieren. Viele Menschen schlafen insgesamt sieben Stunden, aber eben sehr verteilt. Dann bleibt für die Nacht nicht mehr allzu viel übrig.
Schlafstörungen behandeln
Treten Schlafstörungen über mehrere Wochen auf, können sie sich allerdings zu einem Problem entwickeln. Der Betroffene ist dann nicht ausgeruht, er fühlt sich tagsüber müde und abgeschlagen. Konzentrationsstörungen bei der Arbeit oder sogar gefährliche Fehler im Straßenverkehr sind die Folge. Spätestens dann steht ein Termin beim Arzt an – auch um eine sekundäre Schlafstörung als Folge einer körperlichen oder seelischen Erkrankung auszuschließen.
Ob es sich um leichte oder schwere Schlafstörungen handelt: Schlafhygienische Maßnahmen stehen immer am Anfang der Behandlung. Dazu zählen Mediziner alle nichtmedikamentösen Schritte, die den Schlaf verbessern. Denn meist stecken banale Gründe hinter den Einschlafschwierigkeiten: Zum Beispiel abends mit einer Tüte Chips und einer Flasche Cola im Bett liegen, einen aufwühlenden Krimi im Fernsehen verfolgen und sich anschließend wundern, dass man nicht schlafen kann.
Erste Maßnahme daher: den Fernseher aus dem Schlafzimmer verbannen! Fettreiche Mahlzeiten spät am Abend seien ebenfalls ungünstig. Außerdem: Das Bett ist nur zum Schlafen da. Allerdings sind alle beruhigenden Maßnahmen erlaubt, die zu einem regelmäßigen Einschlafritual gehören.
So schlafen manche Menschen leichter ein, wenn sie zuvor noch etwas lesen, sich eine Tasse Kräutertee zubereiten oder leise Musik hören. Das Glas Rotwein am Abend kann schon ausreichen, um den Schlaf zu beeinträchtigen. Die Temperatur im Schlafzimmer sollte bei 16 bis 18 Grad liegen. Eine zu hohe Temperatur mag anfangs angenehm sein, kann den Schlaf aber stören. Wer mehrmals täglich das Schlafzimmer stoßlüftet, verbessert das Raumklima zusätzlich.
Ungeeignet ist sportliche Aktivität kurz vor dem Zubettgehen, in der Hoffnung, dann besser schlafen zu können. Man fühlt sich mitunter zwar erschöpft, ist aber trotzdem aufgedreht und kann nicht zur Ruhe finden.
Wer dennoch Probleme beim Einschlafen hat, dem können Medikamente helfen. Pflanzliche Mittel sind bei leichten Schlafstörungen den synthetischen vorzuziehen. Sie enthalten Extrakte aus Baldrian, Hopfen, Lavendel, Melisse oder Passionsblume. Ihr großer Vorteil liegt in ihrer Verträglichkeit. Manche Menschen profitieren auch von homöopathischen Zubereitungen.
Nur bei schwereren Schlafstörungen setzen Ärzte kurzfristig auf synthetische Präparate. Apotheker warnen: Die Schlafmittel haben den entscheidenden Nachteil eines Hangover-Effekts. Das heißt, sie wirken auch am nächsten Morgen noch und machen schläfrig. Besonders deutlich werde das bei älteren Menschen, weil mit zunehmendem Alter der Körper empfindlicher darauf reagiert. Dann ist fast immer eine Dosisanpassung erforderlich. Das betrifft nahezu alle Schlaf- und Beruhigungsmittel. So warnt auch die Priscus-Liste, eine Zusammenstellung aller Arzneistoffe, die für ältere Menschen unter Umständen gefährlich sind, vor möglichen Neben- und Wechselwirkungen wie Sturzgefahr, Schwindel, Depressionen und Kopfschmerzen.
Den Teufelskreis durchbrechen
Auch Mediziner sehen synthetische Schlafmittel kritisch. Weil die Medikamente bei dauerhafter Anwendung immer schlechter ihre Wirkung entfalten, kommt es bald zu einem Gewöhnungseffekt und schließlich zur Abhängigkeit. Diese gilt es unbedingt zu vermeiden. Länger als vier Wochen dürfen solche Mittel nur in medizinisch begründeten Ausnahmefällen verabreicht werden.
Wenn der Patient nicht mehr allein aus dem Teufelskreis der Schlafstörungen herauskommt, dann ist der kurzfristige Einsatz von Schlafmitteln durchaus vertretbar. Allerdings nur kombiniert mit schlafhygienischen und gegebenenfalls auch psychotherapeutischen Maßnahmen und unter ärztlicher Kontrolle. In Studien hat sich eine kognitive Verhaltenstherapie im Hinblick auf eine langfristige, nachhaltige Wirkung als den Schlafmitteln überlegen gezeigt.

25.02.2014
Allergie: Zusammenhang von Heuschnupfen und Migräne
Migränepatienten, die zusätzlich unter Heuschnupfen leiden, haben oft besonders starke Kopfschmerzen
Stockbyte/ RYF
Menschen mit Migräne, die zusätzlich unter Heuschnupfen leiden, haben besonders häufige und starke Kopfschmerzanfälle. Das fanden Forscher der Universität in Cincinnati (USA) heraus, die Daten von 6000 Migränepatienten analysierten.
Sie stellten fest, dass zwei Drittel der Untersuchten auch an Allergien litten, die Schnupfen verursachen. Ihr Risiko für Migräneanfälle war um 45 Prozent erhöht, das für besonders schwere Kopfschmerzen sogar um 60 Prozent. Frühere Studien hatten bereits gezeigt, dass eine Hyposensibilisierung bei Allergikern mit Migräne auch einen günstigen Einfluss auf ihre Kopfschmerzattacken hatte.  

24.02.2014
Gelenkersatz: Im Süden mehr künstliche Knie
In reicheren Gegenden Deutschlands werden häufiger künstliche Kniegelenke eingesetzt
W&B/Marcel Weber/RYF
Ob man ein künstliches Kniegelenk erhält, hängt nicht nur von den Beschwerden ab. Auch der Wohnort spielt eine Rolle, ergab eine Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung auf der Basis von Daten der AOK aus dem Jahr 2011.
Während beispielsweise im bayerischen Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim 214 von 100.000 Einwohnern ein neues Gelenk erhielten, waren es im brandenburgischen Frankfurt (Oder) nur 73 von 100.000. Je wohlhabender die Gegend, desto mehr Kniegelenke werden eingepflanzt. Als Gründe vermuten die Autoren der Untersuchung die größere Arztdichte und die höheren Ansprüche an Lebensqualität in reicheren Regionen.     

23.02.2014
Gesunde Ernährung: Avocado zügelt Hunger
Wer regelmäßig Avocados verzehrt, nimmt oft weniger Zucker zu sich. Außerdem machen die nahrhaften Früchte lange satt
W&B/Adam Pentos/RYF
Wer Avocados isst, ernährt sich insgesamt gesünder und verringert dadurch sein Risiko für Bluthochdruck, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das legt eine nationale Verzehrstudie (NHANES) aus den USA mit insgesamt 17.567 Erwachsenen nahe. Stand bei den Teilnehmern regelmäßig Avocado auf dem Speiseplan, lag der Verzehr an Gemüse und Obst generell höher als bei jenen, die diese Frucht nicht schätzten. Obendrein verbrauchten Avocado-Genießer weniger Zucker pro Tag.
Da das Fruchtfleisch fettreich und nahrhaft ist, sättigt es lange und zügelt den Hunger. Zudem enthält es wichtige Vitamine und Mineralstoffe und schmeckt hervorragend als Brotaufstrich und in Salaten.

22.02.2014
Gesunde Ernährung: Avocado zügelt Hunger
Wer regelmäßig Avocados verzehrt, nimmt oft weniger Zucker zu sich. Außerdem machen die nahrhaften Früchte lange satt
W&B/Adam Pentos/RYF
Wer Avocados isst, ernährt sich insgesamt gesünder und verringert dadurch sein Risiko für Bluthochdruck, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das legt eine nationale Verzehrstudie (NHANES) aus den USA mit insgesamt 17.567 Erwachsenen nahe. Stand bei den Teilnehmern regelmäßig Avocado auf dem Speiseplan, lag der Verzehr an Gemüse und Obst generell höher als bei jenen, die diese Frucht nicht schätzten. Obendrein verbrauchten Avocado-Genießer weniger Zucker pro Tag.
Da das Fruchtfleisch fettreich und nahrhaft ist, sättigt es lange und zügelt den Hunger. Zudem enthält es wichtige Vitamine und Mineralstoffe und schmeckt hervorragend als Brotaufstrich und in Salaten.

21.02.2014
Gehirn: Instrument lernen hält jung
Menschen, die als Kind ein Musikinstrument gelernt haben, haben auch als Erwachsene oft noch Vorteile beim Verarbeiten von Sprache
Thinkstock/Hemera
Es hat sich doch gelohnt! Wer als Kind einige Jahre ein Musikinstrument erlernt hat, profitiert davon als älterer Mensch auch dann, wenn er als Erwachsener nicht mehr gespielt hat. In einer Studie der Northwestern-Universität in Evanston (USA) verarbeiteten ältere Teilnehmer gehörte Sprache schneller als andere, wenn sie als Kinder 4 bis 14 Jahre musiziert hatten.

20.02.2014
Oxytocin: Hormon steigert Placeboeffekt
Das Hormon Oxytocin kann den Glauben an die Wirksamkeit von Scheinmedikamenten verstärken
Thinkstock/istockphoto
Das Hormon Oxytocin aus der Hirnanhangsdrüse verstärkt offenbar positive Suggestionskräfte. Teilnehmer einer Studie, die ein Scheinmedikament zur Schmerzbehandlung erhielten, sprachen stärker darauf an, wenn sie zuvor Oxytocin per Nasenspray eingenommen hatten, wie Mediziner der Universität Duisburg-Essen in dem US-Ärzteblatt JAMA berichten.

19.02.2014
Notfall: Bei einem Herzinfarkt zählt jede Minute
Unmittelbar nach der Attacke drängt die Zeit. Doch oft verstreicht sie ungenutzt
Thinkstock/iStockphoto
Ein plötzlicher vernichtender Schmerz im Brustraum oder starke Übelkeit, Schmerzen, die in die Schulter ausstrahlen, oder ein Brennen im Brustkorb: Dies sind nur einige Symptome, die auf einen Herzinfarkt hinweisen können. Umso wichtiger ist es, dass Betroffene, Angehörige oder zufällig anwesende Helfer solche Anzeichen kennen, um im Notfall richtig handeln zu können.
Eine aktuelle Studie des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung belegt, dass viele Europäer einige wichtige Warnzeichen für einen Herzinfarkt nicht kennen. Immerhin schnitten bei einer Befragung von mehr als 10.000 Personen die Deutschen am besten ab.
Ratlos im Notfall
Umso verblüffender ist ein weiteres Ergebnis der Studie: Gefragt, was sie im Notfall tun würden, gaben nur ein Drittel der Deutschen an, sofort den Rettungsdienst zu rufen – die Maßnahme, die den Patienten am schnellsten die beste Behandlung garantiert. Dies würden dagegen zwei Drittel der Polen und Russen sowie die Hälfte der übrigen Befragten tun. Die Diskrepanz zwischen Symptom- und Handlungswissen ist vor allem in Deutschland überraschend, finden Ärzte. Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig den Notarzt rufen, raten sie. „Zeit ist Herzmuskel“, heißt es unter Medizinern.
Wenn eine Ader am Pumporgan verstopft ist und die dahinter­liegenden Bereiche nicht mehr mit Blut und Sauerstoff versorgt werden, beginnt der Herzmuskel nach 30 Minuten allmählich abzusterben. Der Infarktschmerz tritt meist im Ruhezustand auf. Verdächtig sind Brustschmerzen, die oft auch in Kiefer oder Arme, Rücken oder Bauch ausstrahlen, mit Angstgefühlen und Schweißausbrüchen einhergehen und länger als fünf Minuten andauern. Häufig ereignen sich Infarkte in den frühen Morgenstunden.
Bei solchen Warnsignalen sollte man umgehend den Rettungsdienst (112) alarmieren. Wichtig: Nicht den Hausarzt aufsuchen oder selbst in die Klinik fahren! Der Notarzt kann sofort ein EKG erstellen. Ist die Diagnose unklar, kann der Patient in eine sogenannte Chest Pain Unit eingeliefert und sorgfältig überwacht werden. Bei einem eindeutigen Herzinfarkt bringen ihn die Helfer in das nächste spezialisierte Behandlungszentrum, wo Kardiologen das geschlossene Gefäß wieder öffnen können. Je schneller dies geschieht, umso geringer sind die Schäden am Herzmuskel und desto besser die Überlebenschancen.
Zurückhaltung am Wochenende
Nach den Daten des Deutschen Herz­registers verläuft diese Versorgung in Deutschland sehr gut. Im Durchschnitt vergehen zwischen dem Notruf und der Behandlung in einem spezialisierten Zentrum 100 Minuten. Doch bis ein Infarktpatient oder Angehöriger den Notarzt ruft, dauert es oft zwei bis drei Stunden. Am Wochenende sei die Angst besonders groß, jemanden unnötig zu alarmieren, sagen Experten. Ärzte sprechen vom „Montagsinfarkt“: Patienten warten trotz starker Beschwerden geduldig, bis die Hausarztpraxis öffnet.
Sie und ihre Helfer sind das schwächste Glied der Rettungskette, beklagen Notfallmediziner. Auch die Zeit zwischen dem Notruf und dem Eintreffen des Rettungsdienstes verstreicht oft ungenutzt. Ist der Patient bei Bewusstsein, muss das geschwächte Herz entlastet werden: Oberkörper hochlagern, enge Kleidung öffnen und den Kranken beruhigen. Atmung überwachen.
Bei Patienten mit Herzstillstand kann das Gehirn durch den Sauerstoffmangel schon nach wenigen Minuten bleibende Schäden erleiden. Verhindern kann das nur eine sofortige Herzdruckmassage, die für einige Minuten einen Behelfskreislauf aufrechterhält. Doch lediglich in 10 bis 15 Prozent der Fälle wenden Laien sie in Deutschland an. Zu groß ist die Angst, etwas falsch zu machen.

18.02.2014
Krebspatienten: Nur Schulmedizin reicht vielen nicht aus
Akupunktur, Ingwer und Hypnose können bei Übelkeit infolge einer Tumorbehandlung helfen. Viele Patienten nehmen solche Angebote an
Thinkstock/Hemera
Zwei von drei Krebspatienten wünschen sich eine ergänzende Behandlung. So werden etwa Ingwer, Akupunktur und Hypnose gegen Übelkeit eingesetzt. Die Arbeitsgruppe Prävention und integrative Onkologie (PRIO) der Deutschen Krebsgesellschaft befragte 547 Mitarbeiter an Universitätskliniken, ob sie zusätzlich zur Schulmedizin solche Alternativen anbieten. Ein Drittel von ihnen bejahte das, darunter 80 Prozent Frauen.

17.02.2014
Ersatzbewegung: Heimwerken statt Fitness-Studio
Wer in Haus und Garten regelmäßig anpackt, senkt sein Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko
Thinkstock/istock
Sportmuffel können aufatmen – zumindest, wenn sie in Haus und Garten gerne anpacken. Wie schwedische Forscher in der Fachzeitschrift British Journal of Sports Medicine berichten, senken Alltagsaktivitäten das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall ebenso stark wie regelmäßiger Sport.
Die Wissenschaftler hatten die Herzgesundheit von rund 4000 Sechzigjährigen aus Stockholm untersucht und sie nach ihrem Engagement beim Heimwerken und bei der Gartenarbeit befragt.
Innerhalb von zwölfeinhalb Jahren erlitten 476 Studienteilnehmer einen Herzinfarkt. Bei der körperlich aktivsten Gruppe war das Herzinfarktrisiko jedoch um fast ein Drittel geringer als bei der bewegungsärmsten. Wie die Forscher betonen, sei diese Erkenntnis vor allem für Ältere wichtig, denen es schwerfalle, regelmäßig Sport zu treiben.

16.02.2014
Schwangerschaft: Vorsicht mit Paracetamol
Auch wenn das Schmerzmittel in der Schwangerschaft zugelassen ist – zu viel Paracetamol sollten werdende Mütter trotzdem nicht schlucken
Thinkstock/Creatas
Für Schwangere ist Paracetamol das Schmerzmittel der Wahl. Doch wenn sie zu viel davon schlucken, kann dies die Entwicklung der Kinder verzögern. Das berichten Forscher der Universität Oslo im International Journal of Epidemiology nach Auswertung der Daten von fast 3000 Geschwisterpaaren.
Kinder, deren Mütter in der Schwangerschaft an mehr als 28 Tagen Paracetamol genommen hatten, waren ihren Geschwistern im Alter von drei Jahren hinsichtlich Grobmotorik und Kommunikation unterlegen und häufiger verhaltensauffällig.

15.02.2014
Schwangerschaft: Vorsicht mit Paracetamol
Auch wenn das Schmerzmittel in der Schwangerschaft zugelassen ist – zu viel Paracetamol sollten werdende Mütter trotzdem nicht schlucken
Thinkstock/Creatas
Für Schwangere ist Paracetamol das Schmerzmittel der Wahl. Doch wenn sie zu viel davon schlucken, kann dies die Entwicklung der Kinder verzögern. Das berichten Forscher der Universität Oslo im International Journal of Epidemiology nach Auswertung der Daten von fast 3000 Geschwisterpaaren.
Kinder, deren Mütter in der Schwangerschaft an mehr als 28 Tagen Paracetamol genommen hatten, waren ihren Geschwistern im Alter von drei Jahren hinsichtlich Grobmotorik und Kommunikation unterlegen und häufiger verhaltensauffällig.

14.02.2014
Abnehmerfolg: Diät beginnt im Kopf
Der dauerhafte Erfolg einer Diät hängt von der Psyche ab
Jupiter Images GmbH/BrandXPictures
Warum fällt es manchen leichter als anderen, Kilos zu verlieren und dann ihr Gewicht zu halten? Die Art der Diät scheint dabei keine entscheidende Rolle zu spielen, so eine in dem Fachblatt Psychology Research and Behavior Management veröffentlichte Übersichtsarbeit.
Der Erfolg hängt vielmehr von zwei Faktoren ab: dem Bedürfnis nach Veränderung und der Überzeugung, selbst an der Situation etwas verändern zu können. Ohne diese Voraussetzungen ist laut den Autoren in der Regel eine erneute Gewichtszunahme nach einer Diät wahrscheinlich.

13.02.2014
Lebensstil: Zu viel Schlaf ist ungesund
Zu wenig schlafen ist nicht gut, zu viel soll man aber auch nicht schlummern. Sonst steigen die Risiken für Diabetes oder Schlaganfall – zumindest laut einer Studie
Banana Stock/RYF
Eine Studie der Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention der USA ergab einen Zusammenhang zwischen zu wenig wie auch zu viel Schlaf und chronischen Erkrankungen.
Wer jenseits der 45 weniger als sechs oder mehr als zehn Stunden schläft, erhöht beispielsweise sein Diabetes- oder Schlaganfall-Risiko. 31 Prozent der Teilnehmer galten als Kurzschläfer, nur vier Prozent als Langschläfer.

12.02.2014
Trockenfrüchte: Geballte Vitalstoffe
In den süßen Leckereien stecken noch viele der wertvollen Inhaltsstoffe des frischen Obstes – und das in konzentrierter Form
Thinkstock/istock
Leuchtend orange, samtweich und fruchtig süß verführen uns im Herbst die Aprikosen. Im heimischen Garten gedeihen sie am besten, wenn sie gut gegen Wind und Wetter geschützt sind. In der kalten Jahreszeit kommt die leckere Steinfrucht getrocknet zu uns, vor allem aus Anatolien (Türkei); weitere große Anbaugebiete liegen im Iran, in Usbekistan und Italien. Bauern kamen schon vor Jahrhunderten auf die Idee, auch Feigen, Datteln und Mangos für den Winter haltbar zu machen.
Vitamine und Spurenelemente
Obst ist gesund, aber nicht immer erntefrisch erhältlich. Wer die Früchte auch deshalb gern isst, weil sie viel Vit­amin C enthalten, geht bei getrockneten Sorten fast leer aus: Das Vitamin ist sauerstoffempfindlich und zerfällt beim Dörren zum großen Teil.
Die gute Nachricht: In getrockneten Aprikosen, Ananas und Mangos stecken verhältnismäßig große Mengen an Betacarotin – wichtig für Augen, Haut und Schleimhäute. Auch die B-Vitamine, die den Nervenstoffwechsel und die Arbeit des Gehirns unterstützen, bleiben beim Trocknen weitgehend erhalten.
Beispiel Apfel: Der Wassergehalt sinkt durch das Trocknen von 85 auf 27 Prozent. Das erhöht den Gehalt an Kalium, Kalzium und Eisen, bezogen auf das Gewicht, im Vergleich zu frischem Obst teilweise auf das Fünffache.
Bei der gängigen Handelsware sind helle Früchte oft geschwefelt, damit ihre Farbe erhalten bleibt. Nachteil: Bei empfindlichen Menschen kann sich dadurch eine Pseudo-Allergie entwickeln, die sich möglicherweise durch Kopfschmerzen, Übelkeit oder Durchfall bemerkbar macht. Ernährungswissenschaftler empfehlen deshalb ungeschwefelte Bio-Trockenfrüchte, auch wenn die Aprikosen dann nicht mehr so „schön“, sondern eher braun und schrumpelig aussehen.
Mehr als frisches Obst regen getrocknete Früchte die Darmbewegun­gen an und sind gut für die Darmflora. Das gilt vor allem für Datteln und Feigen, deren Zellulose einen hohen Anteil wasser­unlös­licher Ballaststoffe liefert. Als leckere Müsli-Zutat und für Soßen eignen sich auch Rosinen und Cranberrys.
Wer Lust auf Süßes hat, kann Schokolade durch eine Handvoll Trockenfrüchte ersetzen. Doch Vorsicht: Der im Dörrobst enthaltene Fruchtzucker ist gehaltvoll. Mit Fruchtjoghurts, Obstsäften und Smoothies nehmen wir oft schon mehr Fruktose auf, als wir verdauen können. Sie gelangt in den Dickdarm, was zu Bauchdrücken und Durchfall führen kann.
Sportler ja, Stubenhocker nein
Da 100 Gramm Trockenobst fast so viele Kalorien enthalten wie eine Tafel Schokolade, empfehlen Experten, Dörrobst als Süßigkeit einzustufen: Wer körperlich aktiv ist und viel Sport treibt, verbraucht die Kohlenhydrate schnell. Stubenhocker und Menschen mit Übergewicht sollten aber nicht zu viel davon essen.
Wichtig für die Verdauung: Trinken Sie genug, damit die getrockneten Früchte im Magen aufquellen können. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag zu essen. Wer eine Portion Frischobst durch 25 Gramm Trockenfrüchte ersetzen möchte, sollte mindestens ein Glas Wasser extra trinken.

11.02.2014
Partnerschaft: Singles sind aktiver
In einer Beziehung bewegen sich die Partner oft weniger
Thinkstock/istock
Wer in einer Beziehung lebt, bewegt sich deutlich weniger als gleichaltrige Singles. Zu diesem Schluss kommen Forscher des Max-Weber-Instituts für Soziologie in Heidelberg. Sie analysierten Daten von 30.000 Deutschen, die bis zu 19 Jahre lang Auskunft über ihr Leben gegeben hatten.
Die wachsende Inaktivität ließ sich nicht damit erklären, dass liierte Menschen weniger freie Zeit für Sport haben. Die Forscher vermuten, dass Menschen sich mehr bewegen, solange sie auf dem Heirats- und Partnerschaftsmarkt aktiv sind. Der Vorschlag der Forscher: sportliche Präventionsprogramme speziell für Paare.

10.02.2014
Parodontitis: Gute Zähne gut fürs Herz
Gute Zahnpflege beugt auch Herzkrankheiten vor
Thinkstock/Hemera
Parodontitis, die Entzündung des Zahnbetts, steht seit Längerem im Verdacht, das Risiko für Herzkrankheiten zu erhöhen. Laut einer im Journal of the American Heart Association veröffentlichten Studie New Yorker Forscher besteht tatsächlich ein Zusammenhang zwischen Zahnbettentzündungen und Arterienverkalkung.
Für die Studie wurde unter anderem die Verdickung der Halsschlagader bei 420 Parodontitis-Patienten untersucht. Bei erfolgreicher Therapie war die Verdickung um bis zu 0,1 Millimeter geringer als bei Patienten mit erfolgloser Therapie. Andere Studien zeigten, dass eine solche Verdickung das Infarktrisiko um das 2,3-Fache erhöht.

09.02.2014
Ätherische Öle: Massage gegen Menstruationschmerzen
Frauen, die unter Regelbeschwerden leiden, kann eine Massage mit Duft-Ölen helfen
Thinkstock/istock
Massagen mit Duftölen lindern Menstruationsbeschwerden. Das ergab eine Studie der Universität Mansoura (Ägypten) mit 95 Frauen. Die Hälfte der Teilnehmerinnen, die über Regelschmerzen, starke oder lange Blutungen klagten, erhielten sieben Tage vor Beginn der Menstruation täglich eine Bauchmassage mit ätherischen Ölen aus Zimt, Nelken, Rosen oder Lavendel in einem Basisöl. Die Kontrollgruppe bekam nur eine Behandlung mit dem Basisöl. In einer zweiten Untersuchungsphase wurde getauscht.
Die anschließende Befragung der Frauen ergab, dass sowohl die Stärke und Dauer der Schmerzen als auch der Blutverlust in beiden Durchgängen bei der Aromatherapie deutlich geringer war als nur mit dem Öl.

08.02.2014
Ätherische Öle: Massage gegen Menstruationschmerzen
Frauen, die unter Regelbeschwerden leiden, kann eine Massage mit Duft-Ölen helfen
Thinkstock/istock
Massagen mit Duftölen lindern Menstruationsbeschwerden. Das ergab eine Studie der Universität Mansoura (Ägypten) mit 95 Frauen. Die Hälfte der Teilnehmerinnen, die über Regelschmerzen, starke oder lange Blutungen klagten, erhielten sieben Tage vor Beginn der Menstruation täglich eine Bauchmassage mit ätherischen Ölen aus Zimt, Nelken, Rosen oder Lavendel in einem Basisöl. Die Kontrollgruppe bekam nur eine Behandlung mit dem Basisöl. In einer zweiten Untersuchungsphase wurde getauscht.
Die anschließende Befragung der Frauen ergab, dass sowohl die Stärke und Dauer der Schmerzen als auch der Blutverlust in beiden Durchgängen bei der Aromatherapie deutlich geringer war als nur mit dem Öl.

07.02.2014
Partnerschaft: Tiefe Stimme macht Männer attraktiv
Frauen fühlen sich von einer tiefen männlichen Stimme angezogen – jedenfalls für eine kurzfristige Beziehung
Thinkstock/Fuse
Eine tiefe Stimme macht Männer für Frauen attraktiv – zumindest für eine Affäre, zeigt eine Studie der McMaster-Universität in Hamilton (Kanada). 87 Frauen sollten Männerstimmen lauschen, deren Tonhöhe elektronisch verändert wurde. Dabei zeigte sich, dass die Testpersonen tiefe Stimmen Männern zuordneten, die sie eher für untreu hielten. Die gleiche Stimmlage machte Männer für eine kurzfristige, aber nicht für eine dauerhafte Beziehung interessant.      

06.02.2014
Kinder: Was die Kleinen glücklich macht
Kinder brauchen ihre Familie und Freunde, um froh zu sein. Was ihnen außerdem noch wichtig ist
Thinkstock/Monkey Business
Familie und Freunde sind die wichtigsten Glücksquellen der jüngsten Bundesbürger. Spielzeug folgt an dritter Stelle. Das zeigt eine Umfrage des Marktforschungsinstituts iconkids & youth international research unter 1000 Kindern zwischen vier und zwölf Jahren.
Sport trägt für 17 Prozent der Jungen entscheidend zur Zufriedenheit bei, aber nur für drei Prozent der Mädchen. Diese beschäftigen sich besonders gern mit ihrem Haustier (17 Prozent), bei den Jungen liegt der Anteil bei sieben Prozent.  

05.02.2014
Sportmedizin: So gefährlich ist Doping
Doping ist auch im Freizeitsport verbreitet und birgt hohe Gesundheitsrisiken
Thinkstock/istock
"Blaue Blitze" gibt es heute im Internet. Unter diesem Spitznamen erlangte das Medikament Turinabol traurige Berühmtheit im Spitzensport der DDR und wurde zum Sinnbild staatlich verordneter Leistungssteigerung mit allen Mitteln. Systematisch und zum Teil unwissend erhielten Sportler das synthetische Hormon – mit schwerwiegenden Folgen: Unfruchtbarkeit, Leberschäden, Herzversagen.
Die Kugelstoßerin Heidi Krieger vermännlichte durch Turinabol-Gaben stark, unterzog sich später einer Geschlechtsumwandlung und gilt heute als anerkanntes Dopingopfer. Solche Fälle gehören zum dunklen Kapitel jüngerer deutscher Sportgeschichte. Ganz gegenwärtig dagegen blüht der Handel mit der berüchtigten Substanz: Nur ein Klick im Netz, und die „blauen Blitze“ kommen mit der Post aus China.
Fast alle Dopingsubstanzen – Anabolika, Wachstumshormone, Kreislaufmittel – lassen sich problemlos auf dem Internet-Schwarzmarkt finden und bestellen, was offenbar auch in großem Stil geschieht.

Keine Kontrolle

Neuere Daten des Berliner Robert-Koch-Instituts zeigen, dass rund sieben Prozent aller sportlich aktiven Bundesbürger regelmäßig "verschreibungspflichtige Mittel" zur Leistungssteigerung einnehmen. Viele dieser Substanzen stehen auf der Liste der Welt-Antidoping-Agentur, doch das hat für Freizeitsportler keine Konsequenzen. Es wird außerhalb professioneller Wettkämpfe üblicherweise nicht kontrolliert und sanktioniert.
Nach dem jüngst verschärften Gesetz zur Verbesserung der Bekämpfung des Dopings im Sport sind der Erwerb und Besitz einschlägiger Substanzen in "nicht geringen Mengen" zwar verboten, doch eine Strafverfolgung findet praktisch nicht statt. Besteht kein Tatbestand des Betrugs, bleibt es scheinbar jedem selbst überlassen, sich zu schaden.

Dopen im Blindflug

Eben dieses medizinische Problem bestehe in der Grauzone des Freizeit-Dopens umso mehr, sagen Experten: Anders als im Spitzensport werden die Maßnahmen nicht ärztlich überwacht. Der eigenmächtig dopende Sportler setzt sich also den zum Teil erheblichen Nebenwirkungen der kreislauf- und stoffwechselaktiven Mittel unkontrolliert aus.
Dass Risiken nicht nur theoretisch bestehen, verraten einschlägige Internetforen ebenso freimütig, wie dort die berüchtigten Hilfsmittel angepriesen und verglichen werden. Über Kopfschmerzen, Akne und "Gyno" klagen im Internet Kraftsportler, die ihren Muskelaufbau mit Steroidhormonen unterstützen – denn neben dem erwünschten Muskelzuwachs bewirken Steroide auch eine Blutdrucksteigerung und stärkere Talgdrüsenaktivität sowie indirekte, vermeintlich paradoxe Effekte, etwa eine Verweiblichung der Brust (Gynäkomastie).
Künstliche Hormongaben bringen höchst empfindliche Regelkreise des Körpers durcheinander. Der männliche Körper stellt unter der Steroidflut von außen nämlich die eigene Produktion des "Männlichkeitshormons" Testosteron ein. Außerdem verstoffwechselt er die Anabolika zum Teil in weibliche Hormone. Die Folgen: Brustdrüsenwachstum, Hodenverkleinerung, Abnahme der Spermienzahl bis hin zur Unfruchtbarkeit. Frauen hingegen vermännlichen durch Anabolika, was neben Hautproblemen oft zu Zyklusstörungen führt.
Noch besorgniserregender erscheinen allerdings die heiklen Ratschläge zur Abwehr der genannten Nebenwirkungen, zu denen sich im Internet Diskutierende durch ein fragwürdiges Halbwissen berufen fühlen: Weitere verschreibungspflichtige und nebenwirkungsträchtige Medikamente werden empfohlen, um Potenzstörungen, Schmerzen oder Wassereinlagerungen in Eigenregie zu behandeln. So etwas ist ohne medizinisches Wissen brandgefährlich.

Fatale Spätfolgen

Doch auch unter ärztlicher Aufsicht drohen bei Doping mitunter fatale Konsequenzen, wie das Beispiel der Siebenkämpferin Birgit Dressel deutlich macht. Die bundesdeutsche Olympia-Teilnehmerin starb 1987 an Multiorganversagen, nachdem sie von einem Sportmediziner über Monate Steroide und andere Medikamente zur Leistungssteigerung erhalten hatte.
Dass auch im Westen Deutschlands während der 1970er-und 1980er-Jahre umfangreich gedopt wurde, wurde erst in einer Untersuchung aufgezeigt. Demnach wurde damals auch mit staatlicher Unterstützung an Anabolika geforscht. Die möglichen Folgen des Gebrauchs dieser Substanzen wurden in vollem Umfang jedoch offenbar erst Jahre später deutlich: Leber-, Gefäß- und Herzschäden, die den Betroffenen dauerhaft und in lebensbedrohlicher Weise zusetzen.
Gefährlich ist auch der Einsatz des Hormons Erythropoetin (Epo). Es regt die Blutbildung an, was die Sauerstoffaufnahme und damit die Ausdauerleistung steigert. Allerdings kann es das Blut so dick machen, dass Herz- und Hirninfarkte drohen.

Gefährlicher Ehrgeiz

Wie verbreitet das Blutdoping im Amateursport ist, darüber gehen die Meinungen auseinander. Manch ein Sportmediziner vermutet, dass bis zu zehn Prozent der ambitionierten Läufer Epo spritzen. Andere Experten gehen dagegen von einem unerheblichen Anteil aus, da der Aufwand zu hoch sei.
Doch nicht nur Dopingmittel im engeren und kriminellen Sinn erfahren unter Sportlern problematischen Zuspruch. Viele Freizeitläufer nehmen legale und meistens sogar rezeptfreie Schmerzmittel ein, um ihre Fitness zu steigern. Das geschieht ebenfalls häufig in selbstschädigender Weise.

Mit Schmerzmittel an den Start

Beim Bonner Marathon-/Halbmarathonlauf erfragten Forscher, wie viele Läufer Analgetika eingenommen hatten, um belastungsbedingte Schmerzen am Bewegungsapparat besser aushalten zu können. Danach untersuchten die Forscher, wie sehr sich die Angaben mit auftretenden Nebenwirkungen deckten. Ergebnis: Knapp die Hälfte der fast 4000 Befragten hatte sich medikamentös präpariert. Magen-Darm-Beschwerden traten bei ihnen vierzehnmal häufiger auf als in der "cleanen" Gruppe. Insgesamt kam es bei Analgetika-Gebrauch fünfmal häufiger zu typischen Beschwerden: Neun Prozent erlitten Kreislaufstörungen, vier Prozent leichte Blutungen.
Der Glaube in die medizinischen Möglichkeiten der Leistungssteigerung ist verbreitet und stark, die Gefahren werden hingegen kaum kommuniziert. Dabei bestehen diese gerade in der physiologischen Ausnahmesituation eines Langstreckenlaufs: Die bekannten unerwünschten Wirkungen von Acetylsalicylsäure, Diclofenac oder Ibuprofen auf die Nieren oder das Kreislaufsystem verstärken sich, wenn der Körper keine Kapazitäten mehr hat, sie auszugleichen. Außerdem drohen Verschleiß und Überanstrengung, wenn Medikamente die Warnzeichen des Körpers unterdrücken.
Als schlechtes Vorbild könnte auch hier der Spitzensport wirken. Dort ist es ganz normal, dass Athleten von spezialisierten Ärzteteams rundum betreut und bei entsprechendem Anlass ganz unverhohlen "fitgespritzt" werden. Dass dabei oft weiter gegangen wird, als es der Gesundheit noch zuträglich wäre, wird trotz aller Doping-Debatten kaum hinterfragt – obwohl es populäre Beispiele gibt. Der Fußballprofi Ivan Klasnic etwa beschuldigte vor einigen Jahren Mediziner seines ehemaligen Vereins Werder Bremen, mit Schmerzmitteln seine Nieren geschädigt zu haben. Klasnic hatte 2007 wegen eines chronischen Nierenversagens eine Transplantation erhalten.

Grenzen respektieren

Schmerzmedikamente als solche seien bei regelrechter Anwendung nicht übermäßig gefährlich und erwiesen sich im medizinischen Einsatz als äußerst hilfreich, sagen Mediziner. Zu hinterfragen sei aber ihr unkritischer und unkontrollierter Gebrauch, um länger durchhalten zu können. Anders als bei professionellen Wettkämpfen betrüge man im Breitensport zwar überwiegend nur sich selbst, aus medizinischer Sicht aber gelte es dennoch, die eigenen Grenzen zu respektieren. Nur dann ist Sport auch gesund.

Falsches Vorbild: Doping im Spitzensport

Schon in der Antike sollen Athleten sich vor Wettkämpfen mit Stierhoden gestärkt haben – eine frühe Form des Testosteron-Dopings. Erst die pharmakologische Forschung während des Zweiten Weltkriegs brachte aber Dopingmittel im heutigen Sinn hervor.
In den 1960er-Jahren gab es unter Radfahrern Todesfälle durch Amphetamin-Gebrauch. Seit 1968 erfolgen systematische Doping-Kontrollen bei Olympischen Spielen. Dennoch wurde bei großen Wettkämpfen regelmäßig gedopt. Viele Sportler erlitten bleibende Gesundheitsschäden.

Die jüngeren, spektakulären Fälle von Lance Armstrong oder Jan Ullrich zeigen, dass Doping im Spitzensport heute professionalisiert und flächendeckend verbreitet ist.

04.02.2014
Depression: Kein gesteigertes Krebsrisiko
Depressionen stehen scheinbar in keinem direkten Zusammenhang mit Krebserkrankungen. Allerdings rauchen depressive Menschen öfter und bewegen sich weniger, das wiederum ist ungesund
Thinkstock/Hemera
Depressionen erhöhen das Risiko für Krebs – davon gingen Forscher bislang aus. Eine in dem American Journal of Epidemiology veröffentlichte Studie widerlegt diese Vermutung. Von 14.203 Teilnehmern, die zu Beginn der Studie Anzeichen einer Depression hatten und zehn Jahre lang regelmäßig befragt wurden, erkrankten zwar 1119 Personen an Krebs, ein direkter Zusammenhang war aber nicht nachweisbar.
Depressive sind jedoch oft Raucher und bewegen sich wenig. Das kann das Krebsrisiko erhöhen.

03.02.2014
Vorsorge: Mammografie mit Brustimplantat?
Frauen, die Brustimplantate tragen, sollten zur Mammografie ihren Implantat-Pass mitbringen und der Röntgenassistentin Bescheid sagen
Thinkstock/Stockbyte
Mammografie mit Brustimplantaten ist generell möglich. Frauen sollten die Röntgenassistentin allerdings auf die Implantate hinweisen, empfiehlt das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg. Den Implantat-Pass und Arztbriefe, die über die Art und den genauen Ort des Implantats Auskunft geben, sollte man zur Vorbereitung der Untersuchung mitbringen.
Kann das Brustgewebe nicht gut abgebildet werden, kommen weitere Untersuchungen wie Ultraschall oder Magnetresonanztomografie (MRT) in Betracht.

02.02.2014
Forschung: Neuer Wuchs statt Haarausfall
Wissenschaftlern ist es gelungen, Zellen zu züchten, die neue Haare sprießen lassen können. Die Forschung steht aber noch ganz am Anfang
Jupiter Images/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY
Männer bekommen eine Glatze, weil Haarfollikel auf ihrem Kopf mit den Jahren zugrunde gehen. Forschern der Columbia-Universität in New York (USA) gelang es nun, im Labor Ersatz zu schaffen. Sie entnahmen dazu intakten Follikeln einige Papillenzellen, vermehrten diese und verpflanzten die gezüchteten Zellen in ein Stück Haut. Dort bildeten sie neue Haarfollikel. Diese entstehen ansonsten nur vor der Geburt und nach Verletzungen.
Allerdings ist die neue Methode noch längst nicht einsatztauglich. Weitere Tests sollen zeigen, wie sich Haare mit möglichst naturnahen Eigenschaften züchten lassen. Im Experiment waren einige der neu sprießenden Haare nicht kräftig genug, um die Haut zu durchdringen.

01.02.2014
Forschung: Neuer Wuchs statt Haarausfall
Wissenschaftlern ist es gelungen, Zellen zu züchten, die neue Haare sprießen lassen können. Die Forschung steht aber noch ganz am Anfang
Jupiter Images/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY
Männer bekommen eine Glatze, weil Haarfollikel auf ihrem Kopf mit den Jahren zugrunde gehen. Forschern der Columbia-Universität in New York (USA) gelang es nun, im Labor Ersatz zu schaffen. Sie entnahmen dazu intakten Follikeln einige Papillenzellen, vermehrten diese und verpflanzten die gezüchteten Zellen in ein Stück Haut. Dort bildeten sie neue Haarfollikel. Diese entstehen ansonsten nur vor der Geburt und nach Verletzungen.
Allerdings ist die neue Methode noch längst nicht einsatztauglich. Weitere Tests sollen zeigen, wie sich Haare mit möglichst naturnahen Eigenschaften züchten lassen. Im Experiment waren einige der neu sprießenden Haare nicht kräftig genug, um die Haut zu durchdringen.

31.01.2014
Arbeit: Wirtschaftswachstum fördert Sterberate
Wenn die Wirtschaft brummt, sterben mehr Menschen. Forscher vermuten, dass ein Zusammenhang mit steigendem Stress, und damit verbundenen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, besteht
Thinkstock/istock
Wie Aufschwung und Sterblichkeit zusammenhängen, haben Forscher aus den Niederlanden untersucht. Sie betrachteten die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in 19 Industrieländern in dem Zeitraum von 1950 bis 2008.
Ergebnis: In Zeiten wirtschaftlichen Aufschwungs steigt die Sterberate – mit jedem Prozent BIP-Zuwachs um 0,36 bis 0,38 Prozent. Die Forscher vermuten, dass ein Mehr an Arbeit den Stress erhöht – und dadurch die Zahl der Herz-Kreislauf- Erkrankungen zunimmt.

30.01.2014
Typ-2-Diabetes: Senken Heidelbeeren das Risiko?
Laut einer Studie kann der Verzehr bestimmter Obstsorten, zum Beispiel Heidelbeeren und Trauben, das Risiko senken, an Diabetes Typ 2 zu erkranken
Thinkstock/istock
Können Heidelbeeren und Weintrauben das Risiko für Typ-2-Diabetes verringern? Bei einer im British Medical Journal veröffentlichten Studie in den USA analysierten Forscher Daten zu Ernährungsgewohnheiten von rund 190.000 Menschen.
Das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken, sinkt demnach um 26 Prozent, wenn jemand dreimal pro Woche Heidelbeeren isst, bei Weintrauben sind es zwölf, bei Äpfeln sieben Prozent. Allerdings beeinflusste nicht ein hoher Obstkonsum allgemein, sondern nur der häufige Verzehr einiger Sorten das Risiko. Der Genuss von Fruchtsäften erhöhte es dagegen.

29.01.2014
Edelmetalle: Gold und Silber in der Wissenschaft
Die besonderen Elemente haben Eigenschaften, die sie für Wissenschaft und Technik unentbehrlich machen. Ihr Ursprung liegt in den Sternen
Thinkstock/istock
Gold und Silber symbolisieren seit jeher Reichtum und Wohlstand. Schließlich sind die beiden Edelmetalle sehr selten, begehrt und deshalb wertvoll. Im Schnitt enthält die Erdkruste nur vier Gramm Gold pro tausend Tonnen Gestein. Die edlen Schwermetalle besitzen zudem besondere Eigenschaften, die sie für Forschung und Technik unentbehrlich machen. Woher sie aber stammen, war für die Wissenschaft lange Zeit ein Rätsel. Heute scheint zumindest geklärt, dass die beiden Elemente nichts anderes als Sternenstaub sind.
Elemente wie Gold und Silber, die relativ viele Protonen und Neutronen haben, entstehen durch Sternenexplosionen. Nur dabei ist so viel Energie vorhanden, dass Elemente wie Gold, Silber oder Platin entstehen können. Diese werden bei einer sogenannten Supernova durch das All geschleudert. Das Gold, das es heute auf der Erde gibt, entstand demnach, noch bevor sich unser Sonnensystem gebildet hatte. Forscher vermuten, dass diese Elemente bei der Entstehung der Erde durch die Schwerkraft angezogen wurden. Durch geologische Prozesse, also enormen Druck und Bewegungen in der Erdkruste, verdichteten sich die Edelmetalle, und es bildeten sich Lagerstätten.
Zutage gefördert wird Gold vor allem in China (355 Tonnen im Jahr 2011), Australien (270), den USA (237), Russland (200) und Südafrika (190). Insgesamt wurden im Jahr 2011 etwa 2700 Tonnen Gold aus der Erde geholt – und rund 24.000 Tonnen Silber. Trotzdem würde das gesamte bisher von der Menschheit „geerntete“ Gold in Form eines Würfels mit einer Seitenlänge von 20 Metern – das entspricht einem Gewicht von 160.000 Tonnen – leicht unter den Eiffelturm in Paris passen. Denn im großen Stil wurde Gold erst ab dem 19. Jahrhundert abgebaut. Die Römer sollen beispielsweise jährlich nur rund acht Tonnen gefördert haben. Die heutigen Methoden zur Gewinnung sind ertragreicher.
Vier Kilometer unter der Erde
Gold ist eines der ersten Metalle, das Menschen verarbeiteten. Die bislang ältesten Objekte daraus wurden in Bulgarien gefunden und um 4500 vor Christus hergestellt. Dass bereits so früh Gold genutzt wurde, liegt vor allem daran, dass es in der Natur auch „gediegen“ vorkommt: als Element in seiner reinen Form. Ebenso kann es aus goldhaltigem Gestein chemisch herausgelöst oder mit viel Hitze „herausgebacken“ werden.
Silber gibt es vermehrt in sulfidischen Mineralien. Sie kommen in der Natur oft mit Gold-, Blei-, Zink- oder Kupfererzen vor. Daher ist Silber eine Art Nebenprodukt bei der Förderung anderer Metalle. Das war wohl schon im Mittel alter so. Damals brachten Bleiminen häufig auch Silber zutage. Reine Silberminen sind nach wie vor selten.
Hohe Marktpreise für Edelmetalle ermöglichen heute eine aufwendige Förderung – selbst bei scheinbar geringer Ausbeute. Der durchschnittliche Ertrag von Goldminen liegt bei etwa ein bis drei Gramm je Tonne Gestein. Dafür wird mitunter sehr tief in der Erde gegraben. In Südafrika befinden sich die tiefsten Goldbergwerke der Welt. Dort schürfen Arbeiter knapp 4000 Meter unter der Erde nach dem gelb schimmernden Metall – teilweise unter verheerenden Bedingungen. Jedes Jahr sterben bei Unfällen Dutzende, manchmal Hunderte Minenarbeiter.
Inzwischen gibt es jedoch auch Minen, die Gold- und Silberabbau unter faireren, sichereren Bedingungen betreiben. Die Edelmetalle sind dann zwar teurer, doch dafür sollen die Arbeiter einen festgelegten, am Marktpreis orientierten Lohn erhalten. Einige Goldschmieden verwenden bereits ausschließlich „faires Gold“.
Aurum und Argentum – die lateinischen Bezeichnungen für Gold und Silber – werden jedoch nicht nur zu Schmuck verarbeitet. Sie besitzen besondere Eigenschaften, die sie in Forschung und Technik unersetzbar machen.
Dicht, weich und träge
Gold, ein dichtes, also schweres Element, ist weich, reaktionsträge und leitet sehr gut elektrischen Strom. Diese Eigenschaften nutzt die Elektroindustrie für Kontakte, Leiterplatten und andere Bauteile. Die Medizintechnik benötigt Gold beispielsweise für Ultraschallgeräte. In der Zahnheilkunde wird Gold verwendet, weil weder Bestandteile aus der Luft noch Säure aus Lebensmitteln dem Metall etwas anhaben können. Silber würde bei der Nahrungsaufnahme hingegen schnell mit anderen Stoffen eine Verbindung eingehen – so wie Silberbesteck, das mit den Schwefelbestandteilen der Luft reagiert und eine schwarze Patina entwickelt.
In der Forschung wird mit Gold auf atomarer Ebene (im Nanobereich) gearbeitet. Beispielsweise fördert die Europäische Union eine Forschungsarbeit über Gold-Nanoteilchen, die zur Früherkennung von Prostatakrebs dienen könnten. Silber wird oft wegen seiner keimtötenden Wirkung eingesetzt – etwa auf Türgriffen oder in einigen medizinischen Produkten. Studien haben jedoch gezeigt, dass es auch Körperzellen schädigen kann. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt, auf den Einsatz von „nanoskaligem Silber“, also Produkten mit kleinsten Silberteilchen, zu verzichten. Als Schmuck ist reines Silber jedoch unbedenklich. Kontaktallergien kommen selten vor.

28.01.2014
Psychologie: Starrer Blick mindert Überzeugungskraft
Je häufiger man einem Redner in die Augen schaut, desto weniger leicht lässt man sich überzeugen
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Wer sich von seinem Gegenüber nicht überzeugen lassen will, sollte ihm fest in die Augen schauen. Diese Schlussfolgerung lässt eine in dem Fachmagazin Psychological Science veröffentlichte Studie zu.
Psychologen der Universität Freiburg zeigten 62 Versuchspersonen Videos mit Sprechern, die zu umstrittenen sozialen und politischen Themen Stellung bezogen. Je öfter die Zuschauer in die Augen des Redenden blickten, desto weniger ließen sie sich von der geäußerten Meinung überzeugen.

27.01.2014
Montag: Tag der guten Vorsätze
Am Wochenbeginn nehmen sich besonders viele Menschen vor, mit dem Rauchen aufzuhören
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Der Wochenanfang scheint für viele Menschen ein Tag zu sein, an dem sie ein gesünderes Leben beginnen wollen. Das zeigt eine Studie der San-Diego-State-Universität (USA). Die Wissenschaftler werteten Google-Anfragen zur Raucherentwöhnung aus. Egal, ob es sich um Suchanfragen auf Englisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Russisch oder Chinesisch handelte: Stets häuften sie sich montags.

26.01.2014
Essverhalten: Filme verändern Geschmack
Der Kinofilm ist hinreißend, die Tüte Chips leer… Psychologen haben eine Erklärung für diese "Beziehung"
Jupiter Images GmbH/Comstock Images
Emotionale Filme haben es in sich: Sie können die Geschmackswahrnehmung und das Essverhalten verändern, zeigten Psychologen aus Würzburg. Während man mit den Filmhelden leidet, schmeckt man den Fettgehalt von Lebensmitteln nicht mehr. Kein Wunder, dass die Tüte Chips beim Schnulzenabend so schnell leer ist …

25.01.2014
Essverhalten: Filme verändern Geschmack
Der Kinofilm ist hinreißend, die Tüte Chips leer… Psychologen haben eine Erklärung für diese "Beziehung"
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Emotionale Filme haben es in sich: Sie können die Geschmackswahrnehmung und das Essverhalten verändern, zeigten Psychologen aus Würzburg. Während man mit den Filmhelden leidet, schmeckt man den Fettgehalt von Lebensmitteln nicht mehr. Kein Wunder, dass die Tüte Chips beim Schnulzenabend so schnell leer ist …

24.01.2014
Beziehung: Konflikte vermeiden
"Schwamm drüber" – Ältere Paare neigen dazu, Unstimmigkeiten klein zu halten und sich schnell wieder zu vertragen
Thinkstock/Fuse
Wer macht den Abwasch? Wohin geht die nächste Reise? Was schaffen wir zuerst an? Wenn ältere Paare unterschiedlicher Meinung sind, wechseln sie offenbar gerne das Thema, um den Hausfrieden wiederherzustellen – anders als es jüngere Menschen in Beziehungen tun. Das fanden US-Forscher von der staatlichen Universität San Francisco in Videos von 127 Ehepaaren heraus. Wenn Paare älter werden, neigen sie wohl dazu, Konflikte klein zu halten und positive Erlebnisse zu verstärken.

23.01.2014
Ergotherapie: Trotz Demenz den Alltag meistern
Ergotherapie kann sich auf Menschen mit Gedächtnisproblemen positiv auswirken
Images Source/RYF
Das Gedächtnis anregen, die Selbstständigkeit fördern: Ergotherapie für Demenzkranke zeigt Wirkung, urteilt das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information in einer Studienanalyse. So könne die Behandlung die Stimmungslage verbessern und Aggressionen mildern. Bei dementiellem Syndrom kann der Arzt Ergotherapie auf Kassenrezept verordnen – sofern diese medizinisch notwendig ist.

22.01.2014
Kinder: Drei Strategien bei Durchfall
Rota- und Noroviren sind oft die Auslöser. Wie Sie vorbeugen können und welches die beste Therapie ist
Thinkstock/Stockbyte
1. Vorbeugen:
Die Kleinsten schützt Stillen – auch teilweises – in den ers­ten Lebensmonaten vor Infektionen wie Durchfall. Wer Säuglingsmilch gibt, sollte das Fläschchen stets frisch zubereiten. Bei größeren Kindern gilt: Fleisch und Eier gut durchbraten oder kochen, Obst gründlich waschen und schälen.
Gute Handhygiene kann vermeiden, dass Erreger übertragen werden! Gegen Infektionen mit Rotaviren immunisiert ab der sechsten Lebenswoche ­eine gut verträgliche Schluckimpfung. Seit Kurzem empfiehlt sie die Ständige Impfkommission in Berlin ­(STIKO) für Kinder unter sechs Monate. Der Arzt berät zu möglichen Vor- und Nachteilen.
2. Flüssiges ersetzen:
Mit dem wässrigen Stuhl gehen rasch große Mengen an Wasser und Blutsalzen verloren. Deshalb ist bei Kindern mit Durchfall eine Elektrolyt-Glukose-Mischung aus der Apotheke die beste Therapie. Das Kind soll so viel Trink­lösung zu sich nehmen, wie geschätzt mit dem Durchfall verloren gegangen ist. Bestehen Zeichen der Austrocknung, zum Beispiel eine trockene Zunge oder eingesunkene Augen, und ist das Kind unruhig oder sehr durstig, sollten es in den ­ersten Stunden mindestens 40 Milliliter Trinklösung pro Kilo­gramm Körpergewicht sein.
Geben Sie diese schlückchenweise sowie gekühlt (fertige Lösung hält sich im Kühlschrank 24 Stunden). Manchmal akzeptieren Kinder die Medizin eher, wenn sie diese mit einer Spritze in den Mund oder als gefrorenen Lolly bekommen. Halten Sie in Ihrer Haus- und Reiseapotheke immer Elektrolyt-Glukose-Mischung bereit. Stopfende Medikamente sollten Sie nur nach Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker geben. Die Selbstheilung unterstützen Präparate mit probiotischen Bakterien (wie Lactoba­zillus GG) oder Hefen (wie Saccharomyces boulardii), sowie Mittel mit Kamille und Apfelpektin.

3. Zum Arzt gehen:
Durchfall bei Kindern kann schnell gefährlich werden. Je jünger und leichter das Kind, desto schneller trocknet der Körper aus. Zum Arzt gehen Sie bitte, wenn Ihr Kind jünger als sieben Monate ist, weniger als acht Kilo wiegt, mehr als acht wässrige Stühle pro Tag hat, Blut im Stuhl ist, bei starkem Erbrechen oder hohem Fieber (über 39,5 Grad). Dies gilt auch, wenn Ihr Kind trotz Austrocknung nichts trinkt, sich sein Zustand verschlechtert oder es ungewöhnlich krank wirkt.

21.01.2014
Sport: Joggen erhöht Lebenserwartung
Langsam laufen, länger leben – so lautet das Fazit einer Studie
Thinkstock/Pixland
Wer regelmäßig joggt, verbessert seine Lebenserwartung. Doch die Devise „viel hilft viel“ gilt offenbar nicht. Wer in niedrigem bis mäßigem Tempo unterwegs ist, und zwar höchstens 2,4 Stunden pro Woche, senkt sein Sterberisiko gegenüber Nichtläufern um 42 Prozent. Das errechneten dänische Forscher nach einer langjährigen Studie mit knapp 18.000 Teilnehmern. Läufer, die mehr als vier Stunden unterwegs waren, senkten ihr Risiko dagegen nur um 14 Prozent.

20.01.2014
Nasenspray: Richtig sprühen
Was Sie bei der Anwendung der Sprays beachten sollten
Thinkstock/istockphoto
Wenn Sie ein Nasenspray verwenden, sollten Sie es etwa einen Zentimeter in das Nasenloch einführen. Sonst wird ein Teil der Wirkstofflösung von den Haaren am Naseneingang abgefangen. Damit sich die Lösung gleichmäßig verteilt: beim Sprühen gleichzeitig durch die Nase einatmen.

19.01.2014
Arbeitsplatz: Power-Pause
Wer mit seinen Kollegen kurz über Privates spricht, arbeitet danach effektiver – sagen Wissenschaftler
Jupiter Images GmbH/Goodshot
Quatschen hält von der Arbeit ab? Von wegen! Nach einem privaten Plausch mit Kollegen arbeiten wir sogar ­effektiver, fanden jetzt britische Forscherinnen heraus. Die Erklärung: Durch die persönlichen Erzählungen – egal ob lustig oder emotional – lerne man die Kollegen besser kennen, baue eine vertrauensvollere Beziehung auf und fühle sich am Arbeitsplatz einfach wohler.

18.01.2014
Arbeitsplatz: Power-Pause
Wer mit seinen Kollegen kurz über Privates spricht, arbeitet danach effektiver – sagen Wissenschaftler
Jupiter Images GmbH/Goodshot
Quatschen hält von der Arbeit ab? Von wegen! Nach einem privaten Plausch mit Kollegen arbeiten wir sogar ­effektiver, fanden jetzt britische Forscherinnen heraus. Die Erklärung: Durch die persönlichen Erzählungen – egal ob lustig oder emotional – lerne man die Kollegen besser kennen, baue eine vertrauensvollere Beziehung auf und fühle sich am Arbeitsplatz einfach wohler.

17.01.2014
Aerobic: Gegen die Depression anhüpfen
Regelmäßiges Fitnesstraining kann Menschen mit Gemütsschwankungen helfen
Jupiter Images GmbH/Pixland
Aerobic kann positiv auf depressive Menschen wirken. Wissenschaftler aus den USA stellten fest, dass regelmäßiges Üben bereits nach vier Wochen erste Wirkungen bei Patienten zeigte. Um einen optimalen Effekt zu erzielen, empfehlen sie ein Trainingsprogramm von drei bis fünf Einheiten (je 45 bis 60 Min.) pro Woche über ein Vierteljahr. Wichtig: Ob das Training im individuellen Fall geeignet ist, sollte mit dem Arzt besprochen werden.

16.01.2014
Ernährung: Nicht hungrig in den Supermarkt
Kalorienreiche Produkte landen eher im Einkaufswagen, wenn Sie mit knurrendem Magen unterwegs sind
Thinkstock/iStockphoto
Wer mit knurrendem Magen zum Lebensmittel-Einkauf geht, kauft mehr hochkalorische Produkte, als wenn er nicht hungrig ist. Das wies ein Forscherteam der Cornell-Universität New York (USA) in zwei Studien nach. Ein weiteres Ergebnis: Am vernünftigsten ist es, am frühen Nachmittag einzukaufen.

15.01.2014
Untersuchungen: Ist mein Herz gesund?
EKG, Ultraschall, Laborwerte: So erkennt der Arzt, wie es um Ihr Herz bestellt ist
W&B/Martin Ley/RYF
1. EKG
Das EKG (Elektrokardiogramm) gibt  Hinweise darauf, ob das Herz gefährdet ist. Es zeigt auch, ob jemand schon einen Herzinfarkt hatte. Bei Diabetes oder alten Menschen kann ein Infarkt mitunter ohne Symptome ablaufen.

2. Belastungs-EKG
Während körperlicher Anstrengung wird ein EKG abgeleitet. Kommt es dabei zu typischen Veränderungen der EKG-Linien, ist das ein Hinweis, dass die Herzgefäße verengt sind und den erhöhten Blutbedarf nicht decken können. In diesem Fall folgt meist eine Herzkatheter-Untersuchung.

3. Blutwerte
Die Bestimmung bestimmter Blutwerte hilft ebenfalls, das Gefäßrisiko abzuschätzen. Dazu zählen in erster Linie die Blutfette Cholesterin (HDL- und LDL-Cholesterin, Triglyzeride), der Blutzucker und der Blutzucker-Langzeitwert HbA1c.

4. Echokardiografie
Mithilfe der Ultraschalluntersuchung des Herzens kann der Arzt unter anderem die Funktion des Herzens beurteilen und erkennen, ob ein Bereich des Herzmuskels geschwächt ist – etwa infolge einer Durchblutungsstörung.

5. Durchblutung
Bei Diabetes sollte regelmäßig die Durchblutung der Beine und Füße geprüft werden. Außerdem wichtig: mindestens einmal jährlich Augen und Nieren (Urinprobe auf Eiweiß) untersuchen lassen.

14.01.2014
Mittelmeerkost: Schutz vor geistigem Abbau?
Die traditionelle mediterrane Küche gilt als gesund. Möglicherweise senkt sie auch das Risiko für eine Demenz
Jupiter Images GmbH/Goodshot
Reichlich Gemüse, wenig Fleisch, öfter Fisch, lieber pflanzliches als tierisches Fett, gelegentlich Nüsse: Ein solcher Speiseplan nach dem Vorbild der Mittelmeerküche schützt offenbar vor geistigem Abbau. Das folgern spanische Forscher aus einer Studie an 522 Teilnehmern zwischen 55 und 80, die ein erhöhtes Risiko für eine Demenz hatten, etwa wegen Bluthochdruck. Die Wissenschaftler wollten wissen, welche Wirkung mediterrane Ernährung auf das Gehirn hat – verglichen mit fett­armer Kost.

13.01.2014
Sport: Der Einfluss der Gene
Die Lust auf Bewegung ist zumindest teilweise auch erblich bedingt, fanden Forscher heraus
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Die einen können es gar nicht erwarten, sich jeden Tag aufs Rad zu schwingen und lassen keinen Stadtmarathon aus. Die anderen quält schon der bloße Gedanke an einen Spaziergang. Jetzt glauben US-Forscher herausgefunden zu haben: Die Freude an Bewegung ist erblich. Sie hatten Ratten, die durch besonderen Bewegungsdrang auffielen, miteinander gekreuzt und festgestellt: Deren Nachwuchs war zehnmal aktiver als der Nachwuchs bewegungsfauler Ratten.

12.01.2014
Partnerwahl: Entscheidet die Nase mit?
Der Körpergeruch kann laut Forschern bei der Partnerwahl den Ausschlag geben
Thinkstock/Pixland
Abstoßend oder sympathisch – Frauen reagieren unterschiedlich auf die Körpergerüche von Männern. Das wissen Forscher schon länger. Aber spielt dieser Duft für die Partnerwahl überhaupt eine Rolle? Dazu müsste er über einen längeren Zeitraum mit gleichbleibender Stärke abstoßend oder anziehend wirken.
Genau das zeigte eine Studie britischer Wissenschaftler, an der 92 Männer und 63 heterosexuelle Frauen teilnahmen. Jede Frau roch an Shirts, in denen die Männer zwei Nächte zuvor geschlafen hatten, und bewertete die Gerüche. Etwa drei Monate später wurde der Test wiederholt. Die Bewertungen der Frauen änderten sich kaum. Das belegt den Forschern zufolge, dass der Körpergeruch tatsächlich für die Wahl des Partners entscheidend sein kann.

11.01.2014
Partnerwahl: Entscheidet die Nase mit?
Der Körpergeruch kann laut Forschern bei der Partnerwahl den Ausschlag geben
Thinkstock/Pixland
Abstoßend oder sympathisch – Frauen reagieren unterschiedlich auf die Körpergerüche von Männern. Das wissen Forscher schon länger. Aber spielt dieser Duft für die Partnerwahl überhaupt eine Rolle? Dazu müsste er über einen längeren Zeitraum mit gleichbleibender Stärke abstoßend oder anziehend wirken.
Genau das zeigte eine Studie britischer Wissenschaftler, an der 92 Männer und 63 heterosexuelle Frauen teilnahmen. Jede Frau roch an Shirts, in denen die Männer zwei Nächte zuvor geschlafen hatten, und bewertete die Gerüche. Etwa drei Monate später wurde der Test wiederholt. Die Bewertungen der Frauen änderten sich kaum. Das belegt den Forschern zufolge, dass der Körpergeruch tatsächlich für die Wahl des Partners entscheidend sein kann.

10.01.2014
Bücher: Schmökern für das Mitgefühl?
Literatur lässt uns am Leben andere teilhaben. Das schult das Verständnis für andere Menschen
Jupiter Images GmbH/Thinkstock LLC
Sich in Romane zu vertiefen kann nicht nur großes Vergnügen bereiten, es fördert auch das Verständnis für andere. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler der New School for Social Research in New York (USA).
Bei ihrer Studie ließen sie knapp 700 Teilnehmer in Ruhe Textausschnitte lesen. Die eine Hälfte bekam Auszüge aus Romanen, die andere Sachtexte vorgelegt. Anschließend durchliefen die Versuchspersonen verschiedene Tests, mit denen die Forscher das Einfühlungsvermögen prüften. Die Literaturleser schnitten besser ab. Sie konnten Gesichtsausdrücke treffender deuten und sich besser in andere hineinversetzen.

09.01.2014
Kosmetik: Cremes in Tuben und Spendern
Cremes sollten möglichst wenig mit Keimen in Berührung kommen. Darum sind Behälter sinnvoll, die nur eine kleine Öffnung haben
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Wenn Sie empfindliche Haut haben, sollten Sie Cremes verwenden, die nur wenig Konservierungsstoffe enthalten. Solche Produkte werden oft in Tuben oder Spendern angeboten, denn so verpackt kommt die Creme seltener mit Luft und Keimen in Verbindung als im Tiegel.
Am besten schützt eine Aluminiumtube vor Keimen. Spender sind auch zu empfehlen, weil die kleinen Öffnungen verhindern, dass viel Luft eindringt.

08.01.2014
Mastix: Begehrtes Baumharz
Das uralte Genuss- und Heilmittel lässt sich vielseitig nutzen und interessiert nun auch Forscher
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Für Mastix hat offenbar jeder eine andere Verwendung: Feinschmecker nutzen ihn als aromatisch-herbes Gewürz, Maler als Firnis, Maskenbildner als hautfreundlichen Kleber, Geigenbauer als Lack und Esoteriker als Räucherwerk.
In Kaugummis und Mundwässern kommt das Harz gegen Zahnbelag und Mundgeruch zum Einsatz, in Naturkosmetika als Hautpflegemittel und in der Volksmedizin bei Verdauungsproblemen. Seit einigen Jahren interessiert sich auch die medizinische Forschung für das von der griechischen Insel Chios stammende Multitalent.
Mastix ist ein Harz des Mastix-Strauchs Pistacia lentiscus, der im Mittelmeerraum und auf den Kanarischen Inseln wächst. Die immergrünen Sträucher haben dicke, knorrige Äste und erreichen eine Höhe von zwei bis drei Metern. Nur auf Chios werden sie zur Harzgewinnung kultiviert. Auf den kalkhaltigen Mergelböden im Süden der Insel gedeihen sie besonders gut.

Tropfen für Tropfen Qualität
Ab Mitte Juni bis in den August ritzen Mastix-Bauern die Rinde regelmäßig mit kurzen, senkrechten Schnitten ein. Aus den Verletzungen tropft ein würzig duftender klarer Balsam, der mit unter dem Strauch ausgelegten Steinplatten oder Plastikplanen aufgefangen wird. Dort härtet er innerhalb von zehn bis zwanzig Tagen aus.
Pro Pflanze lassen sich vier bis fünf Kilogramm Harz gewinnen. Die getrockneten Stückchen erinnern an Kandiszucker, schmecken aber wegen ihres hohen Gehalts an Triterpenen und ätherischen Ölen würzig und leicht bitter.
Seit 2500 Jahren dient Mastix im Mittelmeerraum als Genuss- und Heilmittel. Er wurde bereits in der Bibel sowie von berühmten Heilkundigen wie Hippokrates und Galenus erwähnt. In der Antike galt das Harz als ebenso wertvoll wie Gold, weshalb Chios unter den griechischen Inseln schon immer zu den wohlhabenden zählte.

Keimtötende Wirkung
Inzwischen haben Wissenschaftler aus aller Welt die Erfahrungen der Volksheilkunde bestätigt: Sie bescheinigen dem Harz bemerkenswerte antibakterielle und entzündungshemmende Effekte, die sich unter anderem bei Magen-Darm-Erkrankungen nutzen lassen.
Bereits 1998 berichteten Forscher der Universität Nottingham im Ärzteblatt New England Journal of Medicine, dass Mastix Magengeschwüre abheilen lässt, indem er das Wachstum des Magenkeims Helicobacter pylori bremst. Dieser ist an der Entstehung von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren beteiligt.

Internationale Karriere
Seit dieser Entdeckung macht der griechische Exportschlager international Karriere: Wissenschaftler der Universität Athen etwa wiesen eine entzündungshemmende Wirkung bei der chronisch entzündlichen Darmerkrankung Morbus Crohn nach. In einer Studie der Universität Schanghai verringerte Mastix die Aktivität von Prostatakrebszellen.
Laut einer Untersuchung der türkischen Süleyman-Demirel-Universität hemmt das Kauen von Mastix-Kaugummi das kariesverursachende Bakterium Streptococcus mutans. Israelische und japanische Forscher stellten zudem günstige Effekte bei Mundgeruch, Zahnbelag und Zahnfleischentzündungen fest.
Wie griechische Forscher in der Fachzeitschrift Current Medicinal Chemistry zusammenfassen, ist das Potenzial des traditionellen Heilmittels noch lange nicht erschöpft – zumal das Harz praktisch keine Nebenwirkungen haben soll.

07.01.2014
Infektion: Keime aus dem Krankenhaus
Im Krankenhaus lauern gefährliche Keime. Manche Patienten infizieren sich. Richtige Hygiene ist wichtig
Stockbyte/RYF
Im Schnitt erkrankt jeder 23. Krankenhauspatient an einer Infektion, etwa 15 Prozent davon an multiresistenten Erregern (MRE). Diese Keime sind besonders gefährlich, denn Antibiotika können ihnen nichts anhaben. In Deutschland infizieren sich damit mehr Krankenhauspatienten als in anderen Ländern.
Laut einer Studie der Universität Bremen und der Handelskrankenkasse könnten 30 Prozent der Fälle durch bessere Hygiene verhindert werden. Hierzulande, so die Experten, herrsche aber seit jeher eine Geringschätzung des Fachbereichs Hygiene an den Kliniken.

06.01.2014
Lieblingsmusik: Geliebte Töne für das Herz
Wer seine Lieblingsmusik hört, tut sich etwas Gutes. Davon profitiert möglicherweise auch die Funktion der Herzkranzgefäße
Thinkstock/istockphoto
Patienten mit verengten Herzkranzgefäßen können durch regelmäßiges Musikhören die Gefäßfunktion verbessern. Wie serbische Forscher auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie in Amsterdam berichteten, erhöhen bereits 30 Minuten am Tag bestimmte Blutwerte, darunter das gefäßerweiternde Stickstoffmonoxid. Am größten sei der Effekt bei zusätzlichem körperlichem Training.
Die Erklärung der Forscher: Beim Hören der Lieblingsmusik werden Endorphine ausgeschüttet. Diese „Glückshormone“ veranlassen die Gefäßinnenwand, vermehrt Stickstoffmonoxid zu bilden.

05.01.2014
Ernährung: Portionsgrößen schwer zu schätzen
Viele Menschen können nicht gut einschätzen, wie viel sie auf dem Teller liegen haben
Thinkstock/Stockbyte
Bei den Portionsgrößen von Mahlzeiten verschätzen sich Menschen leicht. Eine Verdoppelung der Menge nehmen die meisten nur als Steigerung um 50 bis 70 Prozent wahr, belegen Tests.
Eine internationale Studie unter Beteiligung der Universität Bonn konnte nun zeigen, dass Menschen die Größe einer Portion am besten einschätzen, wenn sie eine Speise für verlockend, aber auch wenig gesund halten.

04.01.2014
Ernährung: Portionsgrößen schwer zu schätzen
Viele Menschen können nicht gut einschätzen, wie viel sie auf dem Teller liegen haben
Thinkstock/Stockbyte
Bei den Portionsgrößen von Mahlzeiten verschätzen sich Menschen leicht. Eine Verdoppelung der Menge nehmen die meisten nur als Steigerung um 50 bis 70 Prozent wahr, belegen Tests.
Eine internationale Studie unter Beteiligung der Universität Bonn konnte nun zeigen, dass Menschen die Größe einer Portion am besten einschätzen, wenn sie eine Speise für verlockend, aber auch wenig gesund halten.

03.01.2014
Psychologie: Angst um Job kann dem Herz schaden
Die ständige Angst um den Arbeitsplatz erhöht das Risiko für eine koronare Herzkrankheit
Ingram/RYF
Wer Angst um seinen Job hat, erleidet um ein Drittel häufiger eine koronare Herzkrankheit – also eine Erkrankung der Herzkranzgefäße, die auch zu einem Infarkt führen kann. Das zeigt eine Analyse internationaler Wissenschaftler von 32 Zentren, darunter die Universitäten Düsseldorf und Duisburg-Essen.
Die Forscher nutzten die Daten von 180.000 Teilnehmern aus 17 Studien, die im Schnitt jeweils zehn Jahre dauerten. Der gefundene Zusammenhang galt für Menschen beiderlei Geschlechts sowie für Alt und Jung. Die Daten zeigten auch, dass die Risikozunahme vor allem Menschen aus benachteiligten Bildungs- und Einkommensschichten betraf.

02.01.2014
Süßholzwurzel: Süßer Rachenschutz
Süßholzsirup mindert die Halsschmerzen nach Lungenoperationen
Thinkstock/iStock
Nach Lungenoperationen klagen Patienten oft über Heiserkeit und Husten, da sie durch einen besonders dicken Schlauch beatmet wurden. Gegen solche Reizungen in Mund und Rachen ließen Wissenschaftler der Medizinischen Universität Wien 236 Patienten vor dem Eingriff entweder mit in Wasser gelöstem Süßholzsirup oder mit Zuckerwasser gurgeln. Die Lakritzemischung verminderte die Halsschmerzen deutlich – und damit auch spätere Komplikationen.

01.01.2014
Vitalstoffe: Manche Menschen nehmen zu wenig davon auf
Studien zeigen, dass wohl nicht jeder Mensch ausreichend mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgt ist
LiquidLibrary/DynamicGraphics
Es ist ein umsatzfördernder Taschenspielertrick: Weil bestimmte Krankheiten gehäuft auftreten, wenn im Körper ein Vitaminmangel herrscht, wurden Vitaminen heilende Wirkungen zugeschrieben.
Ein Beispiel? Wer einen Vitamin-C-Mangel hat, leidet gehäuft unter Infekten, weil das Immunsystem nicht richtig arbeiten kann. Wer aber ausreichend versorgt ist, kann durch zusätzliche Vitamin-C-Gaben über den Bedarf hinaus seine Anfälligkeit für Erkältungen nicht noch weiter senken.
Die angesehene Cochrane Collaboration gibt in einer Übersicht vom Mai 2013 29 Studien mit mehr als 11.000 Teilnehmern an, die zeigen, dass die Einnahme von Vitamin C nicht vor Erkältungen schützt, sofern kein Mangel vorliegt.
Das Ziel der Nahrungsergänzung ist also nicht das „Doping“ des Körpers, sondern nur das Verhindern von Mangelzuständen. Dass Letzteres notwendig sein kann, zeigen die „nationalen Verzehrsstudien“, die regelmäßig im Auftrag des Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz durchgeführt werden.
Im Großen und Ganzen ist die Versorgung mit Vitaminen gut, aber es mangelt immer wieder bei der Aufnahme von Folsäure, Vitamin B12 und – bei älteren Menschen – Vitamin D. Folsäure steckt vor allem in Gemüse. Wer nicht mehrere Portionen pro Tag davon isst, hat es schwer, den Bedarf zu decken. Außerdem ist das Vitamin sehr licht- und hitzeempfindlich. Wird Gemüse warm gehalten oder aufgewärmt, enthält es weniger davon als die frische Ware.
Sportler und Ältere brauchen mehr
Kritiker bemängeln, dass die Daten der Verzehrsstudie nur auf den Angaben der Befragten beruhen. Es gibt keine Blutuntersuchungen, die zeigen, wie der Vitaminstatus der Bevölkerung wirklich ist. Doch die Studie hat gezeigt, welche Personenkreise häufiger einen Vitalstoffmangel haben.
Dazu gehören Senioren, Menschen, die wenig essen, und Sportler. Sie alle können sich in der Apotheke zum Thema Nahrungsergänzung beraten lassen. Dort gibt es zudem Tipps, wie jeder seine Ernährung so umstellen kann, dass Vitalstoffdefizite in Zukunft verhindert werden.

31.12.2013
Kinder: Steigert Limonade die Streitlust?
Kinder, die zuckerhaltige Süßgetränke zu sich nehmen, streiten wohl mehr und machen öfter Dinge kaputt. Der Zusammenhang ist noch nicht geklärt
Imagesource/RYF
Kinder, die Softdrinks konsumieren, sind besonders aggressiv. Das zeigt eine Studie von drei Universitäten in den USA. Dafür werteten Forscher die Daten von knapp 3000 Fünfjährigen aus.
43 Prozent der Kinder nahmen täglich ein süßes Erfrischungsgetränk zu sich. Sie stritten sich häufiger, griffen andere an oder zerstörten öfter Gegenstände als Kinder, die keine Softdrinks tranken. Ob die Aggressivität aber tatsächlich auf den Zuckeranteil der Getränke, das diesen manchmal zugegebene Koffein oder andere Zusatzstoffe zurückzuführen ist, konnten die Autoren der Studie nicht sagen.

30.12.2013
Sport: Weniger kann mehr sein
Wer regelmäßig ein bisschen Sport treibt, bleibt oft leichter dabei. Längeres Training wird manchmal als zeitraubend empfunden
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Wer bei leichtem Übergewicht jeden Tag ein bisschen trainiert, bleibt noch nach Monaten gern dabei und fühlt sich voller Energie. Dagegen wird längeres Training als zeitraubend empfunden und macht lustlos. Darauf weist eine Studie der Universität Kopenhagen (Dänemark) hin, bei der gesunde, leicht übergewichtige Männer entweder täglich 30 Minuten oder eine Stunde lang körperlich aktiv sein sollten.

29.12.2013
Ernährung: Kaffee ist kein Knochenbrecher
Die aromatischen Bohnen standen lange im Verdacht, Knochenschwund zu begünstigen. Eine Studie hat dies nun widerlegt
Thinkstock/iStock
Lange galt Kaffeegenuss als Risikofaktor für Osteoporose. Nun veröffentlichte das American Journal of Epidemiology eine schwedische Langzeitstudie, an der mehr als 60.000 Frauen teilnahmen. Sie zeigt, dass ein übermäßiger Genuss von acht Tassen oder mehr am Tag zwar mit einer etwas geringeren Knochendichte einhergeht. Ingesamt brachen sich Kaffeetrinkerinnen aber nicht häufiger Knochen als Frauen, die auf Kaffee verzichteten.

28.12.2013
Ernährung: Kaffee ist kein Knochenbrecher
Die aromatischen Bohnen standen lange im Verdacht, Knochenschwund zu begünstigen. Eine Studie hat dies nun widerlegt
Thinkstock/iStock
Lange galt Kaffeegenuss als Risikofaktor für Osteoporose. Nun veröffentlichte das American Journal of Epidemiology eine schwedische Langzeitstudie, an der mehr als 60.000 Frauen teilnahmen. Sie zeigt, dass ein übermäßiger Genuss von acht Tassen oder mehr am Tag zwar mit einer etwas geringeren Knochendichte einhergeht. Ingesamt brachen sich Kaffeetrinkerinnen aber nicht häufiger Knochen als Frauen, die auf Kaffee verzichteten.

27.12.2013
Sicherheit: Entwarnung für HPV-Impfung
Die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs ruft keine schweren Nebenwirkungen hervor – zu diesem Schluss kommen Forscher
W&B/Achim Graf/RYF
Heranwachsende Mädchen müssen nicht mit bestimmten schweren Nebenwirkungen rechnen, wenn sie sich gegen Infektionen mit humanen Papillomaviren (HPV) impfen lassen. Diesen Schluss ziehen Forscher im British Medical Journal. Sie analysierten dazu die Patientenregister von knapp einer Million junger Däninnen und Schwedinnen. 300.000 waren im Alter von 10 bis 17 Jahren gegen vier Virentypen geimpft worden.
Wie die statistische Auswertung ergab, traten bei ihnen später nicht häufiger Autoimmunkrankheiten, neurologische Störungen und venöse Thromboembolien auf als bei Nicht­geimpften. Der Impfstoff schützt vor vier HPV-Typen, die Gebärmutterhalskrebs verursachen können.

26.12.2013
Gallensteine: Was begünstigt sie?
Übergewicht führt wohl vermehrt zu Steinen in der Gallenblase
W&B/creativ collection/Szczesny/Jörg Neisel
Ein zu hohes Körpergewicht begünstigt das Entstehen von Gallensteinen. Das zeigt eine Studie der Universität Kopenhagen (Dänemark) mit rund 77.000 Teilnehmern. Bei gut 4.000 von ihnen bildeten sich im Beobachtungs­­zeitraum Gallensteine, die zu Beschwerden führten.
Erbgutanalysen ergaben, dass Übergewicht die Steinbildung verursacht: Dicke Menschen mit einer genetischen Veranlagung zu Übergewicht litten überdurchschnittlich oft an Gallensteinen. Mit diesem Befund schlossen die Forscher aus, dass es sich umgekehrt verhält, also Menschen mit Gallensteinen wegen ihrer Beschwerden keinen Sport treiben und daher dick werden.

25.12.2013
Impotenz: Schweigen im Schlafzimmer
Erektionsstörungen sind für viele Männer ein Tabuthema. Unter dem dadurch oft entstehenden Mangel an Nähe leiden auch ihre Partnerinnen
Stockbyte/RYF
Die Störung ist ein männliches Massenleiden: Erektile Dysfunktion, kurz ED, heißt sie unter Medizinern. Andere sagen: Impotenz. Man redet von erektiler Dysfunk­tion, wenn es binnen eines halben Jahres bei 70 Prozent der Beischlafversuche nicht klappt. Laut einer Kölner Studie, einer großen Befragung zur sexuellen Zufriedenheit von Männern, haben rund 20 Prozent der männlichen Deutschen über 30 dauerhafte Erektionsstörungen. Bei den über 60-Jährigen berichteten 34 Prozent von Potenzschwierigkeiten, ab knapp 70 war es sogar die Hälfte. Über alle Altersstufen hinweg sind vermutlich fünf bis sieben Millionen deutsche Männer betroffen.
Für behandlungsbedürftig halten sich die meisten indes nicht: Bei der Kölner Studie kreuzten nur knapp sechs Prozent der Befragten an, dass sie eine Therapie bräuchten. Dabei waren die Symptome bei rund 20 Prozent vorhanden.
Vorzeichen einer Herzkrankheit
Viele Männer rücken selbst nicht raus mit der Sprache, sondern wollen von ihrem Urologen auf das Problem angesprochen werden. Dass Potenzprobleme ein solches Tabuthema sind, liegt auch am gesellschaftlichen Umgang damit. Männlichkeit und Potenz gehören für die meisten Männer untrennbar zusammen. Hapert es bei der Potenz, bin ich kein richtiger Mann mehr – diese Vorstellung ist tief im Männergehirn verankert.
Dabei sollten Betroffene das Problem nicht einfach totschweigen. Ist der Blutfluss in den kleinen Gefäßen des Penis gestört, kann das ein Frühsymptom einer schweren Gefäßerkrankung sein. Die Statistik zeigt, dass Erektionsprobleme einem Schlaganfall oder Herzinfarkt oft zehn Jahre vorausgehen. Zwar gibt es Fälle, in denen Versagensängs­te oder Stress zugrundeliegen. Aber auch Diabetes, manche Medikamente oder eine Depression können eine Erektion verhindern. Hält die Störung an, sollte Mann sie auf jeden Fall abklären lassen.
Frauen suchen Rat
Oft machen die Partnerinnen den ers­ten Schritt. Die Frage, die alle bewegt, ist: Was kann ich tun, damit er mit mir darüber redet? Mehr als unter der fehlenden Sexualität leiden die Frauen unter dem Mangel an Nähe.
Behandlung von Erektionsstörungen
Liegen körperliche Krankheiten wie Bluthochdruck oder Diabetes zugrunde, müssen sie langfristig behandelt werden. Die Erektionsstörung selbst wird meist auf vier Arten therapiert:
  • Tabletten: Sogenannte Phosphodiesterase-5-Hemmer (PDE-5-Hemmer) sind die am häufigsten verordneten Medikamente bei Erektionsproblemen. Sie bewirken eine Erweiterung der Blutgefäße. Es gibt unterschiedliche Wirkstoffe, die sich vor allem in der Dauer ihrer Wirksamkeit unterscheiden. Weil PDE-5-Hemmer in Kombination mit einigen anderen Medikamenten und bei Patienten, die ein Herzleiden haben, riskant sein können, sind sie rezeptpflichtig. Die Kassen dürfen die Kosten nicht übernehmen. Im Juni lief aber der Patentschutz für das älteste dieser Präparate ab. Daher ist Sildenafil inzwischen sehr viel günstiger erhältlich als zuvor.
  • Spritzen: Die Medikamente können auch per Injektion verabreicht werden. Der Wirkstoff Alprostadil wird dabei entweder von dem Patienten selbst in die Schwellkörper des Penis gespritzt oder auf einem Stäbchen in die Harnröhre eingeführt.
  • Vakuumpumpe: Eine Vakuumpumpe wird auf den Penis gesetzt und dann per Knopfdruck ein Unterdruck erzeugt. Dadurch füllen sich die Schwellkörper mit Blut. Ein Ring um die Peniswurzel erhält die Erektion. Die Kos­ten übernehmen meist die Kassen.
  • Implantate: In bestimmten Fällen können die Schwellkörper des Penis durch Implantate ersetzt werden. Bei der sogenannten ­Hydraulik-Prothese werden Zylinder in die Schwellkörper eingesetzt und mit einer Pumpeinheit verbunden. Manche Kassen erstatten einen Teil der hohen Kosten dieser Methode.

24.12.2013
Salbei: Ein universeller Heiler
Das Heilkraut wird bei verschiedensten Beschwerden eingesetzt
Image Source AG/RYF
Die Blätter des Salbeis (Salvia officinalis) enthalten ätherisches Öl, Gerb- und Bitterstoffe. Schon in der Antike wussten Heilkundige um die Effekte der Pflanze bei Fieber und Erkältung. Daneben lindert das Kraut Entzündungen im Mund-, Hals- und Rachenraum. Selbst bei Blähungen und Verdauungs­­beschwerden soll es helfen. Nicht zuletzt ist es einen Versuch wert, Salbeitee zu trinken, wenn in den Wechseljahren Hitzewallungen auftreten.

23.12.2013
Nachtruhe: Mit Yoga besser schlafen
Nach einer Krebstherapie profitieren Patienten von Entspannungstechniken
Thinkstock/istock
Viele Menschen klagen nach einer Krebstherapie über Schlafprobleme. Ein vierwöchiges Programm mit Atemübungen, Hatha-Asanas und Meditation verbessert die Schlafqualität bei Patienten deutlich, die eine Krebserkrankung überlebt haben. Außerdem brauchen sie weniger Schlaf­mittel. Das zeigt eine Unter­suchung der Universität von Rochester (USA) mit 410 Teilnehmern. Die Yoga-Sitzungen fanden zweimal pro Woche statt und dauerten je 75 Minuten.

22.12.2013
Herbstzeitlose: Wirksam bei Herzbeutelentzündung?
Der Inhaltsstoff Colchicin hilft möglicherweise Menschen, die an einer Perikarditis leiden
W&B/Lipp/RYF
Ein Giftstoff aus der Herbstzeitlosen (Colchicum autumnale), das Colchicin, hat sich bei der Gichtbehandlung bewährt. Eine im New England Journal of Medicine veröffentlichte Studie zeigt nun, dass die Substanz auch bei einer akuten Herzbeutelentzündung helfen könnte. Die eine Hälfte der 240 Patienten erhielt ergänzend zur Therapie drei Monate lang Colchicin, die andere ein Scheinpräparat. Nach 18 Monaten Beobachtungszeit waren 17 Prozent der Patienten in der Colchicin-Gruppe von einer anhaltenden oder erneuten Perikarditis betroffen. In der Placebo-Gruppe waren es 38 Prozent.

21.12.2013
Herbstzeitlose: Wirksam bei Herzbeutelentzündung?
Der Inhaltsstoff Colchicin hilft möglicherweise Menschen, die an einer Perikarditis leiden
W&B/Lipp/RYF
Ein Giftstoff aus der Herbstzeitlosen (Colchicum autumnale), das Colchicin, hat sich bei der Gichtbehandlung bewährt. Eine im New England Journal of Medicine veröffentlichte Studie zeigt nun, dass die Substanz auch bei einer akuten Herzbeutelentzündung helfen könnte. Die eine Hälfte der 240 Patienten erhielt ergänzend zur Therapie drei Monate lang Colchicin, die andere ein Scheinpräparat. Nach 18 Monaten Beobachtungszeit waren 17 Prozent der Patienten in der Colchicin-Gruppe von einer anhaltenden oder erneuten Perikarditis betroffen. In der Placebo-Gruppe waren es 38 Prozent.

20.12.2013
Hygiene: Heiße Wäsche gegen Pilze
Nur ein Waschgang bei 60 Grad beseitigt Hautpilze
Thinkstock/iStockphoto
Wer an Nagel- oder Fußpilz leidet, sollte Socken bei 60 Grad waschen, um eine Reinfektion zu vermeiden. Israelische Wissenschaftler fanden in Versuchen heraus, dass selbst nach einer 30- oder ­40-Grad-Maschinenwäsche 29 von 81 Proben aus dem Zehen- und Fersenbereich noch ein Pilzwachstum aufwiesen. Bei manchen Proben war die Pilzbelastung sogar höher als zuvor. Das Fazit: Nur eine heiße Wäsche schaltet krank machende Pilze aus.

19.12.2013
Statine: Kein Risiko für grauen Star
Die Blutfettsenker erhöhen nicht die Wahrscheinlichkeit für grauen Star, sie bewirken sogar das Gegenteil
Thinkstock/iStockphoto
Bislang standen Statine (Blutfettsenker) im Verdacht, grauen Star zu begünstigen. Aus einer auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie ­­vor­­ge­stellten Metaanalyse geht nun aber hervor, dass sie das Risiko, an grauem Star zu erkranken, sogar um 20 Prozent verringern. Die Untersuchung umfasst Daten aus 14 Studien mit rund 2,5 Millionen Patienten. Diese hatten ein Durchschnittsalter von 61 Jahren und wurden im Mittel viereinhalb Jahre behandelt.

18.12.2013
Wechselwirkungen: Vorsicht bei Milch und Arzneien
Manche Medikamente vertragen sich nicht mit Milchprodukten. Was Patienten beachten müssen
W&B/Judith Häusler/RYF
Wer die tägliche Tablette einfach mit der morgendlichen Tasse Kaffee hinunterspült, gefährdet möglicherweise die Therapie. Die Gerbstoffe in Kaffee und Tee können die Wirksamkeit von Arzneimitteln mindern. Der negative Effekt verstärkt sich noch, wenn der Kaffee mit einem kräftigen Schuss Milch getrunken oder ein Käsebrot zum Frühstück gegessen wird.
Der Grund dafür ist das Kalzium in den Milchprodukten. Es verbindet sich mit manchen Arzneistoffen im Magen und Darm zu einem unlöslichen Komplex und kann dann nicht mehr durch die Darmwand in den Blutkreislauf aufgenommen werden. Der Wirkstoff wird zum größten Teil unverwertet wieder ausgeschieden.
Riskantes Milchkalzium
Probleme kann das beispielsweise bei manchen Antibiotika aus der Gruppe der Tetracycline oder der Gyrasehemmer bereiten, zu denen das Antibio­­tikum Ciprofloxacin zählt. Gerade bei solchen Medikamenten ist eine optimale Wirksamkeit aber unerlässlich. Doch das Kalzium in der Milch macht sie ­unwirksam, die Therapie versagt.
Schlimmstenfalls entwickelt sich eine Resistenz gegen das Antibiotikum, sodass es bei zukünftigen Infektionen nicht mehr helfen kann. Während ­einer Antibiotika­therapie empfiehlt es sich, vor­über­gehend auf Milch, Käse, Joghurt und Quark zu verzichten. Mindestens ist aber ein Abstand von zwei Stunden zwischen der Einnahme des Arzneimittels und dem Genuss von Milchprodukten einzuhalten.
Das gilt auch für Schilddrüsenhormone, Knochenaufbaupräparate mit Fluoriden oder Bisphosphonate gegen Osteoporose, die alle mit dem Kalzium aus der Milch reagieren können. Weil für Osteoporosepatienten die Kalziumzufuhr aber besonders wichtig ist, um dem Knochenabbau entgegenzuwirken, sollten sie keinesfalls völlig auf den Genuss kalziumreicher Nahrung verzichten. Viele Patienten greifen oft ohne Wissen des Arztes auf Mineralstoffpräparate mit Kalzium, Magnesium oder Eisen zurück.
Die meisten dieser Präparate gelten vor dem Gesetz nicht als Arznei-, sondern als Nahrungsergänzungsmittel. Daher müssen sie keine entsprechen­den Warnhinweise auf der Verpackung oder im Beipackzettel enthalten. Mineralstoffe können aber auf die gleiche Weise mit den Arzneistoffen in Wechselwirkung treten, wie es Milchproduk­te tun. Ein weiterer Grund, warum Milch und Medikamen­te nicht immer zusammenpassen: Vor allem Käse hat eine lange Verweildauer im Magen. Das kann dazu führen, dass gleichzeitig eingenommene Arzneimittel nicht schnell genug weitertransportiert werden. Dann ist mit einer verspäteten oder schlechteren Wirkung zu rechnen.
Beim Apotheker nachfragen
Solange jemand nur vorübergehend  ein einziges Medikament einnehmen muss, ist es nicht so schwer, den erforderlichen zeitlichen Abstand zwischen Milch und Tablette einzuhalten. Doch Patienten, die auf mehrere Arzneimittel angewiesen und unsicher sind, ob sie bei der Einnahme alles richtig machen, sollten gezielt beim Apotheker nachfragen.

17.12.2013
Gehirn: Fördert Stress Demenz?
Wer ein traumatisches Erlebnis durchmacht, hat womöglich ein erhöhtes Alzheimer-Risiko
Images Source/RYF
Der Tod eines Angehörigen, eine schwere Krankheit oder eine Trennung in der Mitte des Lebens: Der damit verbundene Stress erhöht möglicherweise das Risiko, an Alzheimer oder Demenz zu erkranken. Forscher in Schweden werteten eine Studie aus, bei der 800 Frauen 40 Jahre lang beobachtet wurden.
Die Ergebnisse veröffentlichten sie im British Medical Journal. 153 Probandinnen erkrankten an Demenz, davon 104 an Alzheimer. Die Betroffenen hatten häufiger als die gesund Gebliebenen traumatische Erlebnisse durchgemacht.

16.12.2013
Schule: Matheangst ist eingeredet
Mädchen haben bei Matheprüfungen nicht weniger Angst als Jungen, ergab eine Studie
Thinkstock/Hemera
Mädchen und Mathematik. Das mit vielen Vorurteilen behaftete Thema wurde ­bisher nur außerhalb der Schule untersucht. Jetzt begaben sich Wissenschaftler der Universität Konstanz vor Ort und sprachen mit mehr als 700 Schülerinnen und Schülern der ­Klassenstufen fünf bis elf über ihre ­Gefühle während der Matheprüfungen und des ­Unterrichts. Ein Ergebnis: Mädchen schätzten sich – trotz gleicher Noten – im Vorfeld zwar nicht so selbstsicher ein wie Jungen, waren in der konkre­ten Situation jedoch nicht ängstlicher.

15.12.2013
Ernährung: Gutes aus der Region
Viele Menschen achten auf die Herkunft ihrer Lebensmittel. Produkte aus dem Umland kommen gut an
Jupiter Images GmbH/Creatas
Lebensmittel aus der Region kommen bei den Deutschen gut an. 67 Prozent kaufen am liebsten regionale Produkte, zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov. 87 Prozent wären grundsätzlich bereit, auf Produkte wie Erdbeeren oder Spargel außerhalb der Saison zu verzichten – 92 Prozent der über 55-Jährigen und 76 Prozent der 18- bis 24-Jährigen. Generell achten 89 Prozent auf die Herkunft.

14.12.2013
Ernährung: Gutes aus der Region
Viele Menschen achten auf die Herkunft ihrer Lebensmittel. Produkte aus dem Umland kommen gut an
Jupiter Images GmbH/Creatas
Lebensmittel aus der Region kommen bei den Deutschen gut an. 67 Prozent kaufen am liebsten regionale Produkte, zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov. 87 Prozent wären grundsätzlich bereit, auf Produkte wie Erdbeeren oder Spargel außerhalb der Saison zu verzichten – 92 Prozent der über 55-Jährigen und 76 Prozent der 18- bis 24-Jährigen. Generell achten 89 Prozent auf die Herkunft.

13.12.2013
Finanzen: Sportliche Menschen verdienen oft besser
Sportler haben oft ein gutes Durchhaltevermögen. Das kann sich auch im Job auszahlen – mit dem Ergebnis, dass aktive Menschen möglicherweise mehr verdienen
Thinkstock/istock
Wer regelmäßig Sport treibt, verdient möglicherweise auf lange Sicht mehr Geld als unsportliche Menschen. Das fanden finnische Forscher heraus. Sie erfassten 15 Jahre lang Einkommen und Lebensstil von 5000 männlichen Zwillingen. So war der Einfluss von Familiensituation und Genen auf das Ergebnis möglichst gering.
Ein sportlicher Zwilling verdiente bis zu 17 Prozent mehr als sein unsportlicher Bruder. Die Forscher vermuten: Durchhaltewille führt zu größerem finanziellem Erfolg.

12.12.2013
Attraktivität: Schönheits-OPs machen nicht schöner
Eine Studie zeigt: Eine optische Korrektur mit dem Skalpell macht nicht hübscher. Oft sehen die Betroffenen nur ein wenig jünger aus
Thinkstock/iStockphoto
Menschen wirken nach einer Schönheitsoperation nicht attraktiver als vor dem Eingriff. Zu diesem Ergebnis kamen kanadische Wissenschaftler. Sie präsentierten 50 Testpersonen 98 standardisiert aufgenommene Fotos ungeschminkter Menschen. Eine Hälfte zeigte diese vor, die andere nach der Operation.
Die Teilnehmer benoteten die Gesichter auf einer Skala von eins bis zehn. Dabei ergab sich kein Unterschied zwischen den Vorher- und Nachher-Fotos. Die operierten Gesichter wurden im Durchschnitt jedoch als drei Jahre jünger eingestuft.

11.12.2013
Fersensporn: Schmerzhafter Auftritt
Meist lässt sich ein Fersensporn gut behandeln. Ein Eingriff ist nur selten notwendig
W&B/Dr. Ulrike Möhle/RYF
Ein Fersensporn macht sich vor allem mit stechenden oder brennenden Schmerzen beim Auftreten bemerkbar. Manche Patienten leiden bei jedem Schritt. In der Regel treten die Probleme erst nach dem 40. Lebensjahr auf.
Ein Fersensporn ist ein dornenförmiger Knochenfortsatz, der meist an der Fußsohle wächst – zwischen dem Fersenbein und der Sehnenplatte, welche die Fußsohle vor Verletzungen schützt und das Fußgewölbe unterstützt. Seltener bildet er sich im hinteren Bereich der Ferse, wo die Achillessehne entspringt. Fersensporne finden sich bei etwa zehn Prozent der Bevölkerung. Dabei verursacht der Auswuchs allein noch keine Schmerzen. Beispiel: Manche Menschen haben einen riesigen Fersensporn, aber keinerlei Probleme damit.
Der Fersensporn ist die Folge einer falschen oder zu hohen Belastung des betroffenen Bereichs. Aufgrund des chronischen Reizes lagert der Körper am Fersenbein Kalk ab – der Knochen wächst. Häufig ist eine verkürzte Wadenmuskulatur die Ursache. Sie setzt die Sehnen des Fußes ungünstig unter Spannung. Aber auch angeborene oder erworbene Fehlstellungen der Füße, Überlastungen oder schlecht gedämpfte Schuhe fördern das Wachstum.
Der Schmerz entsteht, wenn sich die Sehnenplatte rund um den Fortsatz entzündet. Das passiert, sobald die ohnehin schon gestressten Füße einer erhöhten Belastung ausgesetzt sind, etwa bei einem längeren Einkaufsbummel. Seltener ist der neben dem Fersensporn verlaufende Nerv – der sogenannte Baxter-Nerv – die Ursache für die Beschwerden. Die Schmerzen entstehen in diesem Fall, wenn das Wachstum des Fersensporns oder das Entzündungsgewebe den Nerv einengt und so reizt.
Wenn die Schmerzen nach zwei bis drei Wochen nicht abklingen, sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen. Ein Röntgenbild ermöglicht einen sicheren Nachweis des Fersensporns. Eine Ultraschalluntersuchung lässt Rückschlüsse auf das Ausmaß einer Entzündung zu. Mit einer Blutanalyse kann der Arzt andere mögliche Ursachen für die Schmerzen ausschließen, etwa eine rheumatische Erkrankung oder Gicht.
Die Heilungsaussichten sind gut. Nach sechs bis acht Wochen haben die meisten Patienten keine Beschwerden mehr. Oft helfen schon eine Entlastung durch individuell angepasste Einlagen für die Schuhe und eine Physiotherapie. In manchen Fällen bringen der Abbau von Übergewicht, aber auch ausreichende Ruhepausen zwischen Trainingseinheiten Erleichterung.
Eine Physiotherapie kann mit speziellen Übungen helfen, die beteiligten Muskeln und Sehnen der Wade und des Fußgewölbes zu dehnen und zu kräftigen. Die Übungen sollten unter Anleitung gelernt und im Anschluss zu Hause regelmäßig ausgeführt werden. Schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente oder Salben können die Beschwerden zusätzlich lindern.
Die Durchblutung anregen
Manchen Patienten hilft eine Stoßwellenbehandlung. Das Ziel ist, die Durchblutung mit Ultraschall-Impulsen in dem betroffenen Bereich anzuregen und so den Abbau von Stoffwechselprodukten der Entzündung zu beschleunigen. Da die Wirksamkeit der Methode wissenschaftlich nicht sicher belegt ist, zahlt die gesetzliche Krankenkasse sie nicht.
Eine Operation beim Fersensporn ist die Ausnahme und mittlerweile in weniger als einem Prozent der Fälle nötig. Nur wenn die Beschwerden trotz Behandlung nach zehn bis zwölf Monaten nicht abgeklungen sind, wird sie empfohlen. Dabei wird die Sehnenplatte eingekerbt, um die Spannung zu senken, die auf ihr lastet. Außerdem kann der Fersensporn entfernt werden, um Platz für den Baxter-Nerv zu schaffen.
Trotzdem leiden manche Patienten auch nach einer Operation noch an Schmerzen. Und solange die Fehlbelastung nicht beseitigt wird, kann der Entzündungsreiz, aber auch der Fersensporn selbst immer wieder Schmerzen hervorrufen und die Lebensqualität des Betroffenen einschränken.

10.12.2013
Psychologie: Müde Männer kaufen mehr
Schlapp im Supermarkt: Nach einer schlaflosen Nacht ist der Einkaufswagen bei Männern oft voller
Thinkstock/istock
Schlaflose Nächte beeinträchtigen nicht nur die Leistungsfähigkeit, sondern offenbar auch die Selbstkontrolle in Sachen Ernährung: Forscher der Universität Uppsala (Schweden) schickten männliche Testpersonen nach einer durchwachten Nacht zum Einkaufen in den Supermarkt. Im Schnitt luden sie sich 20 Prozent mehr Nahrungsmittel mit einem neun Prozent höheren Kaloriengehalt in den Einkaufswagen als ausgeschlafene Vergleichspersonen.

09.12.2013
Rachenkrebs: Mundhygiene schützt vor HPV-Viren
Immer gut Zähneputzen, das kann vermutlich das Risiko für Mund- und Rachenkrebs senken
Thinkstock/Photos.com
Zahnfleischentzündungen und Zahnprobleme begünstigen offenbar Infektionen der Mundhöhle mit humanen Papilloma-Viren (HPV). Dies berichten Forscher der Universität Texas (USA) im Cancer Prevention Research, einer Fachzeitschrift für Krebsvorsorge.
Die Viren sollen für 40 bis 80 Prozent der Krebserkrankungen im Mund- und Rachenraum verantwortlich sein. Vermutlich dienen ihnen kleine Verletzungen im Mund, etwa durch andauernde Entzündungen, als Eintrittspforte. Wie die Wissenschaftler betonen, kann eine gute Mundhygiene das Risiko senken.

08.12.2013
Übergewicht: Krank durch Vorurteile
Übergewichtige leiden oft unter übler Nachrede
Stockbyte/Platinum
Sie seien faul, ohne Disziplin und selbst schuld an ihrem Übergewicht: Solche Vorurteile hegen viele Deutsche gegenüber adipösen Menschen. Das macht diese laut einer Studie der Universität Leipzig krank.
Den Forschern zufolge führt die gesellschaftliche Abwertung zu weniger Selbstachtung und Selbstvertrauen – und dadurch zu Ängsten und Depressionen bei den Betroffenen. Für die Studie wurden 1158 adipöse Teilnehmer ab 14 Jahren befragt.

07.12.2013
Übergewicht: Krank durch Vorurteile
Übergewichtige leiden oft unter übler Nachrede
Stockbyte/Platinum
Sie seien faul, ohne Disziplin und selbst schuld an ihrem Übergewicht: Solche Vorurteile hegen viele Deutsche gegenüber adipösen Menschen. Das macht diese laut einer Studie der Universität Leipzig krank.
Den Forschern zufolge führt die gesellschaftliche Abwertung zu weniger Selbstachtung und Selbstvertrauen – und dadurch zu Ängsten und Depressionen bei den Betroffenen. Für die Studie wurden 1158 adipöse Teilnehmer ab 14 Jahren befragt.

06.12.2013
Nachtruhe: Schlafstörer Vollmond
Forscher haben in einem Schlaflabor nachgewiesen, dass Menschen bei Vollmond tatsächlich ein anderes Schlafverhalten zeigen
Jupiter Images GmbH/Ablestock
Viele klagen, dass sie bei Vollmond schlechter schlafen. Ein Team der Universität Basel ging dem nun nach. Während der verschiedenen Mondphasen analysierten die Forscher die Nachtruhe von Testpersonen im Schlaflabor.
Dabei zeigte sich, dass bei Vollmond die Aktivität in den Hirnbereichen, die mit tiefem Schlaf in Verbindung stehen, um 30 Prozent sank. Die Probanden schliefen dann auch kürzer, und der Pegel des „Schlafhormons“ Melatonin war niedriger als bei Neumond.

05.12.2013
Familie: Geschwister als Ehe-Schutz
Wer mit vielen Geschwistern aufwächst, wird als Erwachsener seltener geschieden
Thinkstock/Stockbyte
Wer mit vielen Geschwistern aufwächst, wird seltener geschieden als Menschen, die mit höchstens einem Geschwisterkind groß wurden. Das zeigt eine Studie der Ohio-State-Universität (USA), bei der Daten von 57.000 Erwachsenen ausgewertet wurden. Je größer die Ursprungsfamilie, desto geringer war die Scheidungsrate der Teilnehmer.
Mit jedem Geschwister sinkt das Scheidungsrisiko um zwei Prozent, bis zu einer Zahl von sieben Brüdern und Schwestern. Mögliche Erklärung: Wer in einer großen Familie aufwächst, entwickelt früh die Fähigkeit, sich mit anderen auseinanderzusetzen, und das kann eine gute Basis für Beziehungen sein.

04.12.2013
Reisemedizin: Gesund im Urlaub
Von der Impfung bis zur Reiseapotheke: So gehen Sie gut vorbereitet in den Urlaub
W&B/Martin Ley/RYF
Einmal beim Büfett trotz Bedenken zum Salat gegriffen – und schon verbringt der Urlauber die „schönste Zeit des Jahres“ überwiegend auf der Toilette. Durchfall ist die mit Abstand häufigste Reisekrankheit. Mindestens jeden zehnten Reisenden trifft es.
In Afrika, Asien, Süd- und Mittelamerika sind es bis zu fünf von zehn. Dort gilt: nur essen, was gekocht oder gebraten wurde oder selbst geschält werden kann. Und: Nur Wasser aus Flaschen trinken und zum Zähneputzen verwenden. So kann man den Durchfallerregern aus dem Weg gehen. In Sachen Gesundheit gilt es aber für Urlauber noch weit mehr zu bedenken – auch wenn die Reise nicht in ferne Länder geht.
Rechtzeitig zum Arzt
Der Urlaub fängt schon mit der Vorbereitung an: Entspannen, erkunden und faulenzen oder Sport, Action und Abenteuer? Vor allem Menschen mit einer Grunderkrankung sollten sich darüber vorab Gedanken machen und mit ihrem Arzt abklären, ob ihr Gesundheitszustand den Urlaub überhaupt zulässt.
Aber auch gesunden Menschen sollten vor einer Fernreise noch einen Zwischenstopp beim Arzt einlegen – mindestens sechs Wochen vor dem Abflug. Denn sich gegen Krankheiten wie Hepatitis B zu schützen erfordert mehrere Impfungen und einen zeitlichen Abstand dazwischen. Ist man schon einmal dabei, kann man auch gleich den Impfpass überprüfen lassen.
Der Schutz von Standardimpfungen, wie sie das Robert-Koch-Institut im Impfkalender empfiehlt, ist nämlich meist zeitlich begrenzt. Dazu gehören beispielsweise Tetanus (Wundstarrkrampf), Kinderlähmung, Diphtherie, Pneumokokken (Lungenentzündung), Grippe und Keuchhusten.
Doch selbst wer spontan Urlaub macht, sollte vorher einen Arzt aufsuchen. Eine Impfung lohnt sich auch kurz vor der Reise. Das ist immerhin besser, als gar keinen Schutz zu haben. Einige, aber nicht alle Krankenkassen übernehmen zudem die Kosten für Reiseimpfungen. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Geschäftsstelle!
Rund sechs Millionen Deutsche verreisten im Winter 2012. Das ermittelte die Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR). Sie erstellt jährlich eine sozialwissenschaftliche Untersuchung über das Reiseverhalten in Deutschland. Demnach verbrachte das Gros – rund 3,4 Millionen Deutsche – den Winterurlaub im eigenen Land und im angrenzenden Alpenraum.
Hinaus in die Ferne
1,2 Millionen Urlauber wollten unter die Mittelmeersonne. Eine Million zog es ganz in die Ferne – am liebsten nach Südostasien mit Thailand, Indonesien, den Philippinen und Neuguinea, in die Karibik, die Vereinigten Staaten sowie nach Mauritius, auf die Seychellen und nach Madagaskar.
Ob Alpenraum oder Thailand: Vor allem HIV-, Krebs-, Herz-, Lungen- und Diabetes-Patienten sowie Menschen mit psychischen Erkrankungen müssen vorausplanen, zum Beispiel bei ihren Medikamenten. Grundsätzlich sollte man etwa ein Drittel zusätzlich zum regulären Bedarf während der Urlaubszeit einplanen. Dadurch können unerwartete Verzögerungen ohne Weiteres überbrückt werden, vor allem im Winter. Am Pariser Flughafen Charles de Gaulle ging Heiligabend 2010 beispielsweise das Enteisungsmittel aus – 30.000 Passagiere saßen deshalb fest.
Um Probleme bei Kontrollen im Flughafen zu vermeiden, benötigen Diabetiker einen mehrsprachigen Diabetikerausweis. Insulin, Spritze oder Pen, Blutzuckergerät und Messstreifen können dann im Handgepäck mitgeführt werden. Ersatzmaterial und Geräte gehören samt Kühlbox für Insulin in den Koffer.
Reisende, die Betäubungsmittel – etwa starke Schmerzpräparate – mitführen, brauchen eine ärztliche Bescheinigung. Sie sollte ins Englische übersetzt und von der Gesundheitsbehörde des jeweiligen deutschen Bundeslands unterzeichnet sein. Für HIV-Patienten gelten in manchen Ländern bis heute noch Einreiseverbote – zum Beispiel in Ägypten, Russland oder Ungarn.
Hat der Urlauber das Einchecken am Flughafen hinter sich gebracht und sitzt im Flieger, stehen ihm einige Stunden im Sitzen bevor. Das kann zu einer Reisethrombose führen. Spaziergänge im Flieger und das Tragen von Thrombosestrümpfen wirken vorbeugend.
Nicht zu unterschätzen ist außerdem der sogenannte „Jetlag“.Weil sich die innere Uhr nicht wie ein Reisewecker ein paar Stunden vor- oder zurückstellen lässt, kommt bei Reisen, die länger als drei Stunden dauern, der Schlaf-wach-Rhythmus durcheinander.
Das spielt besonders für Diabetiker eine wichtige Rolle, denn bei Reisen in den Westen verlängert sich der Tag – es wird also gegebenenfalls mehr Insulin benötigt. Bei Flügen in den Osten verhält es sich umgekehrt. Und Frauen, die mit einer „Minipille“ verhüten, sollten ab drei Stunden Zeitverschiebung zwölf Stunden nach der letzten Einnahme eine Zwischenpille nehmen.
Vorsicht beim Tauchen
Je nach Reiseziel variiert auch die Ausstattung der Reiseapotheke. Bei einer Städtereise gilt es andere Dinge zu beachten als bei einer Fernreise oder einem Abenteuer-Urlaub. Gegebenenfalls gehören auch Spritzen und Kanülen ins Gepäck. Wenn man irgendwo im Nirgendwo ist, muss man dann nicht darauf vertrauen, dass die Spritzen steril sind.
Apotheker warnen zudem: „Tauchen und Medikamente vertragen sich nicht.“ Das gilt zum Beispiel für Psychopharmaka, Antihistaminika, Präparate gegen Herzrhythmusstörungen, Schmerzmittel oder Mittel gegen Blutgerinnung. Für Taucher empfiehlt sich eine ärztliche Tauglichkeitsprüfung.
Risiken im Reiseland
Wer sich über aktuelle Risiken im Reiseland informieren möchte, dem hilft das Auswärtige Amt weiter. Dort kann man sich über den jeweils geeigneten Impfschutz, spezifische Krankheiten und Reisewarnungen informieren. Darüber hinaus gibt es hilfreiche Verhaltens- und Sicherheitshinweise sowie Informationen über Einreisebestimmungen.

03.12.2013
Beruf: Ältere oft zuverlässiger
Mitarbeiter, die bereits ein paar Jahren mehr auf dem Buckel haben, sind häufig besonders routiniert und zuverlässig
Thinkstock/istock
Ältere Menschen haben weniger geistige Leistungsschwankungen als jüngere und sind deshalb zuverlässiger. Das fanden Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung heraus.
101 Personen im Alter zwischen 20 und 31 Jahren sowie 103 Personen im Alter zwischen 65 und 80 Jahren mussten dafür an 100 Tagen zwölf verschiedene Aufgaben lösen. Den Forschern zufolge schnitten die älteren Teilnehmer aufgrund erlernter Strategien zur Aufgabenbewältigung, gleich bleibender Motivation und einem ausgeglichenen Alltag besser ab. Das sei mit Blick auf die Debatte über die Leistungsfähigkeit Älterer im Berufsleben interessant.

02.12.2013
Achtsamkeit: Bewusstes Gehen gegen Stress
Einfacher Trick: Wandern, Spazieren, zu Fuß gehen – aber ganz bewusst – das kann den Stresspegel herabsetzen
Thinkstock/istock
Achtsames Gehen verringert das Gefühl von Stress. Das ergab eine Studie der Charité Universitätsmedizin Berlin mit Teilnehmern zwischen 18 und 65 Jahren. Eine Gruppe, die sich leicht bis stark gestresst fühlte, machte zweimal pro Woche einen 40-minütigen Spaziergang. Dann folgten zehn Minuten achtsames Gehen und ein ebenso langes Gespräch mit den Teilnehmern.
Die anderen Probanden nahmen an keiner der Maßnahmen teil. Bei ihnen veränderte sich das Stressempfinden nach einem Monat kaum, während es in der ersten Gruppe in dieser Zeit stark abnahm.

01.12.2013
Sport: Melonen für die Muskeln?
Wer Wassermelonensaft trinkt, kann damit angeblich Muskelkater vorbeugen
W&B/Brigitte Sporrer/RYF
Wassermelonen sind nicht nur erfrischend, ihr Saft soll auch Muskelkater vorbeugen. Das schlussfolgern Wissenschaftler der Technischen Universität von Cartagena (Spanien). Für die Wirkung machen die Forscher den Stoff L-Citrullin verantwortlich. In ihrer Untersuchung ließen sie Testpersonen eine Stunde vor dem Sport Wassermelonensaft oder ein Kontrollgetränk ohne L-Citrullin trinken. Nur der echte Saft beugte Muskelkater vor.

30.11.2013
Sport: Melonen für die Muskeln?
Wer Wassermelonensaft trinkt, kann damit angeblich Muskelkater vorbeugen
W&B/Brigitte Sporrer/RYF
Wassermelonen sind nicht nur erfrischend, ihr Saft soll auch Muskelkater vorbeugen. Das schlussfolgern Wissenschaftler der Technischen Universität von Cartagena (Spanien). Für die Wirkung machen die Forscher den Stoff L-Citrullin verantwortlich. In ihrer Untersuchung ließen sie Testpersonen eine Stunde vor dem Sport Wassermelonensaft oder ein Kontrollgetränk ohne L-Citrullin trinken. Nur der echte Saft beugte Muskelkater vor.

29.11.2013
Großeltern und Enkel: Ein starkes Team
Verstehen sich Opa, Oma und Enkel gut miteinander, profitieren alle davon
Thinkstock/Big Cheese Photo
Eine gute Beziehung zueinander tut Großeltern und Enkeln gut, auch wenn Letztere längst erwachsen sind. Nach einer Studie des Boston College (USA) zeigten beide weniger depressive Symptome, wenn sie sich gegenseitig unterstützten. Dagegen waren Großeltern, die Hilfe erhielten, diese aber nicht erwidern konnten, häufiger depressiv.

28.11.2013
Gallenblase: Frühe Operation vorteilhaft
Wer eine akute Gallenblasentzündung hat, profitiert laut einer Studie von einem schnellen chirurgischen Eingriff
Thinkstock/Digital Vision
Menschen mit einer akuten Entzündung der Gallenblase sollten sich schnells­tens operieren lassen. Das ergab eine Vergleichsstudie der Universitätsklinik Heidelberg mit 618 Patienten. Alle erhielten sofort Antibiotika. Doch die Ärzte entfernten einigen erst nach sieben bis 45 Tagen die Gallenblase, anderen innerhalb von 24 Stunden. Letzteren ging es 75 Tage später im Schnitt deutlich besser, wie Nachuntersuchungen ergaben. Nur zwölf Prozent von ihnen litten dann noch an Beschwerden. Bei den Spät-Operierten traf dies jeden Dritten. Sie blieben zudem knapp doppelt so lange im Krankenhaus: zehn Tage im Schnitt.

27.11.2013
Medikamente: Kampf gegen Fälscher
Apotheken, Pharmahersteller und Großhandel testen ein System zur Erkennung gefälschter Arzneien
Creatas/ RYF
Künftig werden Apothekenkunden wohl häufiger Arzneimittelpackungen in Händen halten, die „irgendwie anders“ aussehen: Zusätzlich zu dem üblichen Balkencode sind sie mit einem quadratischen Data-Matrix-Code gekennzeichnet, wie er etwa von Bahnfahrkarten bekannt ist. Dieser macht jede Packung zu einem Unikat, das der Apotheker mit einem Scanner auf Echtheit überprüfen kann. Damit sollen Patienten vor Fälschungen geschützt werden.
Während rund 50 Prozent der im Internet vertriebenen Arzneimittel – so Schätzungen – gefälscht sind, ist der legale Vertriebsweg vom Hersteller über Großhändler und Apotheken zum Patienten in Deutschland sicher. Doch die Fälscher werden immer raffinierter. Mit dem neuen System soll verhindert werden, dass der legale Vertriebsweg unterminiert wird. Immerhin sind der Säureblocker Omeprazol und das Krebsmedikament Sutinib in diesem Jahr auch als gefälschte Arzneimittel in deutschen Apotheken entdeckt worden.
Gemeinsam gegen Fälschungen
Anlass der gemeinsamen Initiative von Herstellern, Großhandel und Apothekern ist eine 2011 verabschiedete EU-Richtlinie zum Schutz vor Arzneimittelfälschungen. Sie schreibt vor, dass fast alle verschreibungspflichtigen und auch einige rezeptfreie Medikamente ab 2017 zusätzliche Sicherheitsmerkmale tragen müssen, mit denen sie auf Echtheit geprüft werden können. Viele Hersteller haben bereits mit der Umstellung ihrer Packungen begonnen. Inzwischen sind etwa vier Millionen codierte Packungen in Umlauf, und ständig wächst ihre Zahl.
An der im Januar begonnen Testphase beteiligen sich derzeit rund 350 Apotheken, die mittlerweile mehr als 30.000 Packungen geprüft haben. Das System hat sich als praxistauglich erwiesen, sagen Experten. Für die Patienten entstehen in der Apotheke keine zusätzlichen Wartezeiten. Die Prüfung der codierten Packungen lässt sich mit wenig Aufwand in die Arbeitsabläufe integrieren.
Die Hersteller speichern alle vergebenen Codenummern in einer zentralen Datenbank. Der Apotheker fragt den Code ab, bevor der Patient ein Medikament von ihm erhält. Wurde die Seriennummer nicht vergeben oder schon bei einer anderen Packung registriert, zieht er das beanstandete Präparat aus dem Verkehr und geht dem
Fälschungsverdacht nach. Apotheken- und Patientendaten bleiben bei der Abfrage anonym. Für Großhändler bietet das System zusätzlich die Möglichkeit, Packungen stichprobenartig zu überprüfen.
Investition in sichere Arzneimittel
Die Testphase zeigte Fehler im System auf. Meist handelte es sich um technische Probleme, die leicht zu beheben waren. Allerdings wünschen sich die Apotheken mehr codierte Packungen. Geplant ist nun ein fließender Übergang zum Regelbetrieb. Pharmafirmen und Apotheken können jederzeit einsteigen. Ziel ist der flächendeckende Aufbau bis 2017.
Außerdem müssen Hersteller die Echtheit der Arzneien künftig mit einem besonderen Verschluss sicherstellen. Die zusätzlichen Merkmale kosten bis zu sechs Cent pro Packung. Auch die Apotheker müssen technisch aufrüsten.

26.11.2013
Thymian: Ein Kraut gegen Husten
Das ätherische Öl der Heilpflanze unterstützt das Abhusten von Sekret aus den Bronchien
Pixtal/RYF
Der Thymian (Thymus vulgaris) ist ein ­genügsames Kraut. Er wächst selbst auf steinigen Böden, braucht allerdings einen sonnigen Standort, um zu gedeihen. Zerreibt man seine Blättchen zwischen den Fingern, entströmt ihnen ein würziger Duft. Das Aroma stammt von ätherischen Ölen wie Thymol und Carvacrol. Diese Duftöle haben sich bei der ­Hus­tentherapie bewährt: Sie unterstützen das Abhusten von Sekret aus den Bronchien.

25.11.2013
Kindermüsli: Viel zu süß!
Gerade Müslis für die Kleinen stecken häufig voller Zucker. Besser: selbst zubereiten
PhotoDisc/RYF
Wer seinem Nachwuchs morgens Kindermüsli serviert, tut ihm damit nichts Gutes. Wie ein Team der Universität Hohenheim kürzlich nachwies, enthalten diese Produkte erheblich mehr Zucker als solche für Erwachsene. So steckten in 100 Gramm Kindermüsli durchschnittlich 28 Gramm Zucker – zehn Gramm mehr als in anderen Müsli. Bio-Müsli – ob für Kinder oder Erwachsene – wiesen deutlich weniger Süße auf als kon­ventionelle Produkte.

24.11.2013
Übelkeit: Wie Ingwer wirkt
Forscher haben untersucht, auf welche Weise die scharfe Knolle gegen das flaue Gefühl im Magen hilft
Thinkstock/iStockphoto
Auf welche Weise Ingwerwurzel (Zingiber officinale) Übelkeit bekämpft, haben Forscher der Universität Heidelberg untersucht. Das Team um Dr. Beate Niesler stellte durch Zellversuche fest, dass Scharfstoffe wie Gingerol und Shogaol Andockstellen der Nervenzellen des Magen-Darm-Trakts besetzen, sodass sich der Botenstoff Serotonin nicht mehr daranheften kann. Daher werde das Brechzentrum im Gehirn nicht aktiviert, und Übelkeit bleibe aus.
Die Wissenschaftler schlagen vor, in einer klini­schen Studie die Kombination von Ingwer und synthetischen Mitteln gegen Übelkeit zu testen. Sie vermuten, dieser Mix könnte eine doppelt wirksame Waffe gegen durch Chemotherapie verursachte Übelkeit bei Krebspatienten sein.

23.11.2013
Übelkeit: Wie Ingwer wirkt
Forscher haben untersucht, auf welche Weise die scharfe Knolle gegen das flaue Gefühl im Magen hilft
Thinkstock/iStockphoto
Auf welche Weise Ingwerwurzel (Zingiber officinale) Übelkeit bekämpft, haben Forscher der Universität Heidelberg untersucht. Das Team um Dr. Beate Niesler stellte durch Zellversuche fest, dass Scharfstoffe wie Gingerol und Shogaol Andockstellen der Nervenzellen des Magen-Darm-Trakts besetzen, sodass sich der Botenstoff Serotonin nicht mehr daranheften kann. Daher werde das Brechzentrum im Gehirn nicht aktiviert, und Übelkeit bleibe aus.
Die Wissenschaftler schlagen vor, in einer klini­schen Studie die Kombination von Ingwer und synthetischen Mitteln gegen Übelkeit zu testen. Sie vermuten, dieser Mix könnte eine doppelt wirksame Waffe gegen durch Chemotherapie verursachte Übelkeit bei Krebspatienten sein.

22.11.2013
Depression: Herzinfarkt-Risiko
Die Gefahr für eine erneute Herzattacke steigt, wenn sich Patienten in schlechter psychischer Verfassung befinden
Thinkstock/Goodshot
Ein schlechter psychischer Zustand erhöht das Risiko von Herzinfarkt-Patienten, einen weiteren Infarkt zu erleiden oder zu sterben, um das Zwei- bis Dreifache. Das ergab eine dänische Studie, bei der Forscher Fragebögen von 880 Patienten auswerteten, die bereits einen Herz­infarkt erlitten hatten. Lange schon ist bekannt, dass Depressionen die weitere Prognose von Herzinfarkt-Patienten verschlechtern. Die Studie zeigte nun, dass es dabei nicht darauf ankommt, woher die schlechte psychische Verfassung rührt.

21.11.2013
Schimmel: Vorsicht bei feuchter Wohnung
Im Haushalt entsteht viel Feuchtigkeit. Durch richtiges Lüften lässt sich dem entgegenwirken
Thinkstock/iStockphoto
Rund zwölf Liter Feuchtigkeit werden in einem Haushalt mit vier Personen pro Tag in Form von Wasserdampf in die Raumluft abgegeben. Die Luftfeuchtigkeit sollte 60 Prozent aber nur kurzzeitig übersteigen, sonst besteht die Gefahr, dass sich Schimmel in der Wohnung bildet. Dieses Risiko für die Gesundheit lässt sich durch richtiges Lüften vermeiden. Allgemein gilt: mindestens zwei- bis viermal am Tag jeweils fünf bis zehn Minuten lüften – und jedes Mal nach dem Duschen, Baden oder Kochen.

20.11.2013
Schlaf: Die richtige Matratze finden
Ein schönes Bett ist etwas für das Auge. Viel wichtiger ist eine gute Matratze. Tipps für die richtige Wahl
Banana Stock/RYF
Sieben Stunden und 14 Minuten schläft der Bundesbürger laut Statistik im Schnitt pro Nacht. Diese Zahl errechneten Schlafmediziner schon vor Jahren. Hochgerechnet auf ein zehnjähriges Matratzen­leben verbringt also hierzulande jeder Mensch mehr als 26.400 Stunden auf der Schlaf­unterlage – Stunden, in denen er schwitzt und die entstande­ne Feuchtigkeit von der Matratze aufgesogen wird.
Zudem verliert der Schläfer jede Nacht feinste Hautschuppen. Sie dienen unzähligen unsichtbaren Milben als Nahrung, deren Ausscheidungen sich wiederum in der Matratze ansammeln. Der Rat, die Schlafunter­lage etwa alle zehn Jahre auszutauschen, ist also durchaus mehr als ein Konjunkturprogramm für Bettengeschäfte.
Viele Faktoren spielen eine Rolle
Bei der Wahl einer ­Matratze spielen neben Körpergröße und -gewicht auch die Form der ­Wirbelsäule sowie die Schlaf­ge­wohn­hei­ten eine wichtige Rolle: Schläft jemand bevorzugt auf dem Rücken ein, in Seitenlage oder auf dem Bauch? Schwitzt er nachts besonders stark oder friert leicht? Und schließlich: Gibt es Probleme mit der Wirbel­säule?
„Je härter, desto besser“ – so lautete früher oft die Devise beim Matratzen­­kauf. Diese Auffassung ist längst überholt. Zwar sollten schwerere Menschen prinzipiell eher eine härtere Unterlage wählen, damit sie nicht zu tief einsinken. Zierliche Personen werden jedoch von einer weicheren besser gestützt. Besonders für Patienten mit Rücken- oder Gelenkschmerzen gilt: eher weich als hart.
Bettengeschäfte, Möbelhäuser und Matratzen-Outlets bieten eine enor­me Auswahl. Neben den einfachen Federnkernmodellen gibt es die aufwendigeren Taschenfederkern-Varianten sowie Matratzen aus Latex oder Kaltschaum. Viele werden inzwischen so hergestellt, dass sie über unterschiedlich harte Zonen verfügen (Punktelastizität). Dadurch können beispielsweise die Becken- und Schulterregion tiefer einsinken, während die Lendenwirbelsäule leicht gestützt wird.
Schlafmedizinisch gesehen punktet aber nicht nur die Matratze, die auch in Seitenlage eine gerade Wirbelsäule ermöglicht. Wichtig ist zudem, dass sich das Wenden auf ihr nicht zu ­anstrengend gestaltet, da dies den Schlaf mitunter stören kann. Generell gilt: Matratzen sollten eine gute Wärme- und Feuchtigkeitszirkulation ermöglichen und Menschen mit Gelenkschmerzen den nötigen Komfort bieten.
Wirbelsäule muss gestützt sein
Es ist keine Frage, aus welchem Material die Matratze besteht, sondern wie die Wirbelsäule von ihr gestützt wird. Die verschiedenen Matratzentypen haben ihre Vor- und Nachteile. Taschenfederkernmatratzen bestehen aus einer Vielzahl von Stahlfedern, die jeweils in Stofftaschen eingenäht sind. Im Gegensatz zu Latex- und Kaltschaummatratzen wird ein Lattenrost nicht unbedingt benötigt – die entsprechende Federung übernimmt die Matratze selbst.
Für stark schwitzende Menschen eignen sich Federkernmodelle besser, da sie den Schweiß gut ableiten und etwas kühler sind. Allerdings mögen viele das Nachschwingen des Betts nicht – andere wiederum empfinden diesen Effekt als angenehm.
Kaltschaummatratzen werden heute aus hochwertigem Schaum hergestellt und eignen sich optimal für Schläfer, die es gerne warm haben. Dies trifft auch auf Latexmatratzen zu, die aus künstlichem Latex oder Naturlatex bestehen. Das Naturmaterial aus dem Saft des Gummibaums kann allerdings unter Umständen zu allergischen Reaktionen führen. In dieser Hinsicht empfindliche Menschen sind deshalb mit der künstlichen Variante besser bedient. Latexmatratzen wiegen jedoch oft besonders viel und lassen sich nur mühevoll anheben oder umdrehen.
Viskoelastische Schaumstoffmatratzen reagieren auf Körperwärme und geben so an den typischen Druckstellen mehr nach. Das kann aber dazu führen, dass das Material starre Liegemulden erzeugt und der Schläfer in seiner natürlichen Bewegung etwas behindert wird.
Im Gegensatz zu Taschenfederkernmatratzen benötigen sowohl Kaltschaum- als auch Latexmodelle einen variabel einstellbaren Lattenrost als Unterlage. Wichtig: Die Feuchtigkeit unter dem Lattenrost muss in die Raumluft entweichen können.
Probeliegen wichtig
Welcher Härtegrad letztendlich der richtige ist, sollte man durch Probeliegen ausprobieren, auch weil die Härtegrade bei jedem Hersteller und jedem Modell unterschiedlich ausfallen können.
Menschen mit Rückenproblemen nehmen am besten den Befund ihres Orthopäden mit zum Fachhändler. Wirbelsäulenvermessungen in Bettengeschäften sind oft kostenlos, aber die Qualität der Messergebnisse hängt auch von der Erfahrung des Verkäufers ab. Umso wichtiger ist es, sich beim Kauf Zeit zu nehmen und sowohl auf eine gute Beratung als auch auf das individuelle Liegegefühl zu achten.

19.11.2013
Bewegung: Keine Lust auf Sport
Sieben Stunden sitzen die Deutschen täglich – ergab eine Studie. Für Bewegung fehlt oft die Zeit
Thinkstock/iStock
Viele Deutsche sind Bewegungsmuffel. Das ergab eine Studie der Techniker Krankenkasse. Im Schnitt verbringen die Deutschen sieben Stunden täglich sitzend. Für Bewegung wie Spaziergänge oder Radfahren bleibt eine halbe Stunde. Als Grund nennen vor allem Berufstätige und Eltern Zeitmangel. Sport treiben 46 Prozent, das sind zehn Prozent weniger als bei einer Umfrage vor sechs Jahren.

18.11.2013
Rheuma: Welche Rolle spielt Histamin?
Der körpereigene Botenstoff Histamin – bekannt als wichtiger Faktor bei Allergien – ist wohl auch an Entzündungsreaktionen beteiligt
PhotoDisc/RYF
Wissenschaftler der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg zeigten vor Kurzem, dass sich in entzündetem Gelenkgewebe von Patienten mit rheumatoider Arthritis Mastzellen finden und dass diese wichtig für das Entstehen der Krankheit sind. Die Zellen bilden Histamin, das bei allergischen Reaktionen eine Rolle spielt. Nun fanden die Forscher heraus, dass es auch beim Entzündungsprozess entscheidend ist: Körpereigene Eiweiße binden Histamin, und das löst verschiedene Reaktionen aus. Blockierten die Forscher im Modell einen bestimmten Histamin-Rezeptor, verhinderten sie Rheuma-Schübe.

17.11.2013
Umwelt: Feinstaub ist gefährlich
Schadstoffe in der Luft schaden den Atemwegen und fordern jedes Jahr viele Opfer
Thinkstock/iStockphoto
Luftschadstoffe können Lungenkrankheiten auslösen, die einen tödlichen Verlauf nehmen. Wie viele Menschen weltweit dadurch sterben, berechnete ein internationales Forscherteam und veröffentlichte die Ergebnisse in der Fachzeitschrift Environmental Research Letters. Demnach führt Feinstaub in der Luft zu 2,1 Millionen Todesfällen jährlich, Ozon fordert 470.000 Opfer. Allein in Ost­asien sterben mehr als eine Million Menschen jährlich an den Folgen von Feinstaubbe­lastung, in Europa sind es rund 150.000.

16.11.2013
Umwelt: Feinstaub ist gefährlich
Schadstoffe in der Luft schaden den Atemwegen und fordern jedes Jahr viele Opfer
Thinkstock/iStockphoto
Luftschadstoffe können Lungenkrankheiten auslösen, die einen tödlichen Verlauf nehmen. Wie viele Menschen weltweit dadurch sterben, berechnete ein internationales Forscherteam und veröffentlichte die Ergebnisse in der Fachzeitschrift Environmental Research Letters. Demnach führt Feinstaub in der Luft zu 2,1 Millionen Todesfällen jährlich, Ozon fordert 470.000 Opfer. Allein in Ost­asien sterben mehr als eine Million Menschen jährlich an den Folgen von Feinstaubbe­lastung, in Europa sind es rund 150.000.

15.11.2013
Lebensstil: Länger gesund bleiben
Menschen bleiben im Alter mobiler, wenn sie sich bewegen, ausgewogen ernähren und nicht rauchen
Thinkstock/istockphoto
Wer sich regelmäßig bewegt, auf seine Ernährung achtet und nicht raucht, bleibt länger mobil. Ob diese Erkenntnis auch für Senioren gilt, hinterfragten Forscher des Zentrums für Epidemiologie und Volksgesundheit in Villejuif (Frankreich). Die Wissenschaftler erhoben dazu über zwölf Jahre hinweg den Gesundheitszustand von 3982 Franzosen, die zu Studienbeginn mindestens 65 Jahre alt waren.
Mehrmals machten die Teilnehmer Angaben zu ihren Lebensgewohnheiten und ihrem Gesundheitszustand. Bei 1236 Senioren traten körperliche Einschränkungen auf. Bei denen, die sich kaum bewegten, war das Risiko um 72 Prozent erhöht, bei Rauchern um 26 Prozent und bei jenen, die nicht mindestens einmal täglich Obst und Gemüse aßen, um 24 Prozent. Die drei ungünstigen Gewohnheiten zusammen erhöhten das Risiko für ein körperliches Handicap um rund 150 Prozent.

14.11.2013
Traubensilberkerze: Die Pflanze für den Wechsel
Inhaltsstoffe des Heilkrauts sollen Wechseljahresbeschwerden lindern
Imagesource/RYF
Die Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa) mit den in Trauben stehenden, kleinen weißlichen Blüten an hohen Stängeln stammt aus dem Osten Nordamerikas. In ­ihren Wurzeln stecken neben Gerb- und Bitterstoffen Substanzen, die ähnliche Wirkungen auslösen wie die Östrogene, eine Gruppe weiblicher Geschlechtshormone. Sie werden in Präparaten gegen Hitzewallungen und Schweißausbrüche in den Wechseljahren verwendet.

13.11.2013
Apfelsaft: Süßes aus der Presse
Was tun mit der üppigen Ernte? Ab damit in die Saftpresse! Viele Mostereien bieten ihre Dienste an
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Apfelsaft schmeckt nicht nur lecker, er ist auch gesund. Er enthält Vitamin C, B-Vitamine, Kalium und sekundäre Pflanzenstoffe. Ein bundesweites Netzwerk von Wissenschaftlern, das die Gesundheitswirkungen von Äpfeln erforscht, fand heraus, dass deren Saft vermutlich Darm- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugt. Auch über eine krebsschützende Wirkung diskutieren die Experten.
Um Apfelsaft in größerem Stil her­zustellen, werden die Früchte zunächst zerkleinert. Dann wird der Brei, die Maische, so unter Druck gesetzt, dass Flüssigkeit austritt. Ein Filter trennt die festen Bestandteile vom Saft. Das gelingt zwar auch im Kleinen in der heimischen Küche – etwa mit einem per Spezialaufsatz zur Maische-Herstellung umgerüsteten Fleischwolf, einem Trockentuch als Filter und den Händen als Presse. Doch die Verarbeitung der eigenen Ernte in einer Mosterei ist weitaus effektiver, spart Zeit und Kraft.
Mehr Vielfalt ins Glas
An vielen Orten in Deutschland bieten Mostereien ihre Dienste an. Es gibt zudem mobile Einrichtungen. Auskunft erteilen unter anderem die örtlichen Obst- und Gartenbauvereine sowie der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde.
Fast jede Apfelsorte eignet sich für die Saftherstellung. Zu den Ausnahmen zählt beispielsweise der bereits im August reife Klarapfel. Er liefert wenig Saft und besitzt ein schwaches Aroma. Sehr beliebt hingegen ist der säuerliche Bos­kop. Kenner komponieren ihren Saft aus verschiedenen Sorten und tes­ten die Mischung vorab mithilfe eines handelsüblichen Küchenentsafters.
Auf die Reife kommt es an
Von einem mittelgroßen Apfelbaum lassen sich leicht etwa 100 Kilo Früchte ernten, aus denen rund 60 bis 70 Liter Saft entstehen. Ist eine Mosterei ge­­funden und ein Termin ausgemacht, kommt es auf die passende Ausrüstung und etwas Vorwissen über die Saftherstellung an. Obst zum Saftmachen sollte unbedingt reif sein, jedoch nicht überreif und vor allem nicht angefault. Manche pflücken in ihrem Eifer die Äpfel auch zu früh.
Ohne weitere Behandlung hält sich der frisch gepresste Saft im Kühlschrank nur wenige Tage. Um ihn länger haltbar zu machen, stehen zwei Methoden zur Auswahl: das Erhitzen und das Konservieren.
Beim Erhitzen wird der Saft vier Minuten auf über 75 Grad erwärmt. Das kann beispielsweise vorsichtig in den bereits befüllten Glasflaschen im Backofen geschehen. Allerdings sollte man es nicht übertreiben: Je länger und ­­intensiver die Hitzebehandlung ist, des­to mehr Inhaltsstoffe gehen ver­­loren. Durch das Erhitzen gewinnt der Saft zudem etwas an Süße.
Säuren gegen Schimmelpilze
Die kalte Variante der Haltbarmachung nutzt Konservierungsstoffe, die es im Gartenfachhandel gibt. Sie enthalten Sorbin- und Benzoesäure. Letztere kann in sehr seltenen Fällen allergieähnliche Reaktionen auslösen, aber beide Säuren gelten als unbedenklich. Sie unterdrücken das Wachstum von Hefen, Schimmelpilzen und Bakterien im Saft. Konservieren hat gegenüber dem Er­­hit­zen den Vorteil, dass das Aroma unverändert erhalten bleibt.

12.11.2013
Toxoplasmose: Gefahr im Sand
Über Katzenkot werden die Erreger der Toxoplasmose übertragen. Spielen Kinder zum Beispiel im Sandkasten, können sie sich womöglich anstecken
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8,2 Millionen Katzen leben in Deutschland. Über ihren Kot können sich Menschen mit Toxoplasmose-Erregern anstecken. Forscher des Stanley-Medical-Research-Instituts in Chevy Chase und der Johns-Hopkins-Universität (USA) warnen vor hohen Risiken: Schon eine einzige Spore kann eine Infektion auslösen. Noch Jahre später kann sie zu Fieber, Abgeschlagenheit und rheumatoider Arthritis führen; Ungeborenen drohen bei einer Infektion der Mutter körperliche und geis­tige Behinderungen. Die Erreger werden beim Reinigen von Katzenklos, Gärtnern und Spielen im Sand übertragen. Sandkästen also nachts katzensicher abdecken!

11.11.2013
Betablocker: Verträglicher als angenommen
Die sogenannten Betablocker, die häufig bei Herz-Kreislauf-Leiden eingesetzt werden, rufen weniger Nebenwirkungen hervor als gedacht
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Betablocker, die zum Beispiel bei Herzinsuffizienz verordnet werden, haben weniger Nebenwirkungen als angenommen. Zu diesem Ergebnis kam eine Analyse von 13 Studien des Imperial College in London. Nur fünf von 33 möglichen Nebenwirkungen traten demnach öfter auf als in den Kontrollgruppen. Die Mehrheit der vermeintlich unerwünschten Wirkungen sei – so die Forscher – auf die Grunderkrankung oder eine negative Erwartungshaltung der Patienten (Nocebo-Effekt) zurückzuführen.

10.11.2013
Ernährung: Machen Süßstoffe dick?
Es gibt Hinweise, dass auch Zuckerersatz Übergewicht begünstigen kann
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Nicht nur Zucker, auch Süßstoffe wie Aspartam, Saccharin und Sucralose könnten  Übergewicht begünstigen. Absurderweise süßen sie „Diät“-Cola sowie sonstige kalorienreduzierte Softdrinks und sind auch in vielen anderen Produkten mit der Aufschrift „Diät“ oder „leicht“ enthalten. Susan Swithers von der Purdue-Universität in West Lafayette (USA) hat Studien über Süßstoffe in Getränken ausgewertet.
Sie stellte fest, dass es kaum Daten gibt, die gesundheitliche Vorteile wie Gewichtsabnahme oder weniger Stoffwechsel­erkrankungen durch Süßstoffkonsum belegen. Auch wenn es noch keine endgültigen Beweise gibt, deuten immer mehr Studien sogar auf das Gegenteil hin: dass Menschen, die regelmäßig Getränke mit Süßstoff zu sich nehmen, ihr Risiko für Übergewicht, Typ-2-Diabetes, das metabolische Syndrom und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen.

09.11.2013
Ernährung: Machen Süßstoffe dick?
Es gibt Hinweise, dass auch Zuckerersatz Übergewicht begünstigen kann
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Nicht nur Zucker, auch Süßstoffe wie Aspartam, Saccharin und Sucralose könnten  Übergewicht begünstigen. Absurderweise süßen sie „Diät“-Cola sowie sonstige kalorienreduzierte Softdrinks und sind auch in vielen anderen Produkten mit der Aufschrift „Diät“ oder „leicht“ enthalten. Susan Swithers von der Purdue-Universität in West Lafayette (USA) hat Studien über Süßstoffe in Getränken ausgewertet.
Sie stellte fest, dass es kaum Daten gibt, die gesundheitliche Vorteile wie Gewichtsabnahme oder weniger Stoffwechsel­erkrankungen durch Süßstoffkonsum belegen. Auch wenn es noch keine endgültigen Beweise gibt, deuten immer mehr Studien sogar auf das Gegenteil hin: dass Menschen, die regelmäßig Getränke mit Süßstoff zu sich nehmen, ihr Risiko für Übergewicht, Typ-2-Diabetes, das metabolische Syndrom und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen.

08.11.2013
Psyche: Eifersüchtige passen sich an
Menschen, die eifersüchtig sind, studieren ihre Rivalen ganz genau
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Wer eifersüchtig ist, weil der Partner auf die Annäherungsversuche eines Rivalen eingeht, ahmt unbewusst dessen Verhalten nach. Das fanden Wissenschaftler aus den USA in drei Studien mit mehr als 350 Teilnehmern heraus. Wie sie in der Fachzeitschriftt Personality and Social Psychology Bulletin schreiben, wollen Eifersüchtige so vermutlich die An­ziehungskraft des Konkurrenten verringern.

07.11.2013
Altersforschung: Demenzrisiko sinkt
Immer mehr Menschen werden alt, ohne an Demenz zu erkranken, so eine Studie
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Zunehmend mehr Menschen altern, ohne dement zu werden. Niederländische Forscher verfolgten ab 1990, wie sich die Gedächtnisleistung von Senioren im Alter zwischen 60 und 90 Jahren über einen Zeitraum von fünf Jahren veränderte. Zehn Jahre später wiederholten sie dies mit anderen Teilnehmern – insgesamt waren es 7500. Erkrankte bei der ersten Unter­suchung einer von 150 Probanden an Demenz, traf es bei der zweiten einen von 200. Die Forscher vermuten, dass die bessere Behandlung von Bluthochdruck und erhöhten Cholesterinwerten eine Rolle bei dem sinkenden Demenzrisiko spielt.

06.11.2013
Immunsystem: Gesund durch den Herbst
Wenn die Temperaturen sinken, haben Viren bei uns besonders leichtes Spiel. So gehen Sie den Erregern aus dem Weg und lindern Ihre Beschwerden
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Erkältungsviren sind für das Auge unsichtbar und verbreiten sich schnell. Haben sie den Weg in den Körper gefunden, zeigen sich bald die ersten Symptome: ein leichtes Kratzen im Hals und ein Kribbeln in der Nase. Zu spät! Bald wird der Griff zum Taschentuch nötig. Aber so weit muss es gar nicht kommen – wenn Sie gewisse Dinge beachten und den Viren aus dem Weg gehen.
Machtlos gegen Erkältungsviren
Impfungen, Antibiotika, erfolgreiche Krebstherapien – der Mensch hat große medizinische Fortschritte erreicht. Gegen Erkältungen aber scheint die moderne Medizin machtlos. Dafür gibt es zwei Gründe. Zum einen existieren mehr als 200 Arten von Erkältungsviren. Kein Mittel kann diese Bandbreite abdecken. Die Pharmaindustrie konzentriert sich deshalb auf Wirkstoffe, welche die begleitenden Beschwerden lindern. Zum anderen ist eine Erkältung zwar unangenehm, jedoch meist nicht bedrohlich. Halsschmerzen, Fieber, Frösteln, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen, Husten: Nach sieben bis zehn Tagen ist meist alles überstanden. Die Beschwerden sind lästig, zeigen aber, dass der Abwehrmechanismus funktioniert und der Körper auf die Invasion der Viren reagiert.
Ärzte sprechen dann von einem grippalen Infekt. Mit einer echten Grippe hat er jedoch nichts zu tun. Nur die Symptome ähneln sich. Die echte Grippe (Influenza) ist eine ernst zu nehmende Infektionskrankheit, die plötzlich und heftig eintritt. Für Diabetiker, Kinder, chronisch Kranke und Senioren ist sie besonders gefährlich. Allerdings kann man sich gegen Influenza impfen lassen – gegen Erkältung nicht. Auch Antibiotika wirken bei einer Erkältung nicht, denn sie wird durch Viren ausgelöst und gegen sie sind Antibiotika nutzlos.
Diese Erreger haben es bei niedrigen Temperaturen leichter, über die Nasenschleimhaut in den Körper einzudringen; auch die Augen sind eine Eintrittspforte. Häufiges, gründliches Händewaschen senkt das Infektionsrisiko deutlich, weil die Viren zum Beispiel an Türgriffen sowie Computertastaturen haften und dort einige Zeit überleben.
Dichtes Gedränge meiden
Sie werden aber auch durch Niesen und Husten in der Luft verteilt. Wer kann, sollte deshalb dichtes Gedränge meiden. Handschuhe und Abstand zu erkälteten Personen bieten einen gewissen Schutz. Bleibt kein Platz, atmen Sie durch die Nase. Die feinen Flimmerhärchen filtern auch Krankheitserreger aus dem Atemstrom heraus.
Sind die Gefäße gut durchblutet, können sich Viren auf den Schleimhäuten schwerer festsetzen. Deshalb sollte man öfter der trockenen Heizungsluft entfliehen und nach draußen gehen. Wichtig sind auch warme Füße. Sind sie kalt, drosselt der Körper die Durchblutung der Schleimhäute.
Wechselduschen fördern die Durchblutung der Gefäße: Mit warmem Wasser beginnen und mit kaltem aufhören – 19 bis 23 Grad genügen. Auch erkältete Menschen können dazu beitragen, anderen den Griff zum Taschentuch zu ersparen: Weisen Sie bei einer Begrüßung auf Ihre Erkältung hin – und reichen Sie nicht die Hand.

Wie man Beschwerden lindert

Selbst wenn man noch so vorsichtig ist: Eine Erkältung lässt sich nicht immer verhindern. Ein heilendes Medikament gibt es auch nicht – aber man kann die Beschwerden lindern:
  • Schnupfen ist meist das Lästigste an einer Erkältung. Man niest, die Nase ist verstopft, trieft oder juckt. Nasenspülungen mit Salzlösungen oder Inhalationen mit ätherischen Ölen können dann helfen. Sie machen die Nase frei und halten die Schleimhaut feucht. Achtung: Ätherische Öle können für kleine Kinder und Asthmatiker problematisch sein. Lassen Sie sich zur Auswahl geeigneter Präparate am besten in Ihrer Apotheke beraten! Eine schnell wirkende Hilfe können auch abschwellende Nasentropfen sein. Diese Präparate dürfen aber höchstens sieben Tage eingesetzt werden. Eine längere Anwendung kann zu Abhängigkeit und chronisch geschwollenen Nasenschleimhäuten führen.
  • Halsschmerzen und Schluckprobleme plagen ebenfalls bei einer Erkältung. Linderung bringen beispielsweise Salbei-Bonbons oder desinfizierende Gurgellösungen. Lutschpastillen mit Isländisch Moos oder Cetylpyridiniumchlorid eignen sich auch für Schulkinder. Gegen Halsschmerzen wirken örtlich betäubende Pastillen. Diese sollte man weniger lutschen, sondern in die Backentasche stecken und dort wirken lassen. Dann hat man auch keine pelzige Zunge.
  • Kopf- und Gliederschmerzen treten häufig bei grippalen Infekten auf. Um sie zu lindern, bieten sich Wirkstoffe wie Ibuprofen, Acetylsalicylsäure oder Paracetamol an. Dabei sind jedoch Neben- und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten zu beachten. Lassen Sie sich – wie bei allen Arzneimitteln – von Ihrem Apotheker beraten. Er kennt die jeweiligen Neben- und Wechselwirkungen der Arzneistoffe und empfiehlt Ihnen den Wirkstoff, der sich am besten für Sie eignet.
  • Husten tritt in der Regel zum Ende einer Erkältung auf. Um das Abhusten zu erleichtern, gibt es Schleimlöser mit synthetischen Wirkstoffen wie Ambroxol oder N-Acetylcystein. Auf pflanzlicher Basis lockern Präparate mit Efeu-, Thymian- oder Eukalyptus-Extrakten den Schleim. Grundsätzlich gilt es dabei, ausreichend Wasser oder Tee zu trinken. Sonst kann sich der Schleim nicht verflüssigen.

05.11.2013
Arzneimittel: Gerbstoffe behindern Aufnahme
Lebensmittel, die Gerbstoffe enthalten, können die Wirkung von Medikamenten beeinträchtigen
Thinkstock/iStockphoto
Schwarzer Tee, Kaffee und Rotwein enthalten Gerbstoffe, welche die Aufnahme mancher Arzneimittel behindern können. Betroffen sind Eisensalze gegen Blutarmut und einige Antidepressiva. Halten Sie bei der Einnahme dieser Medikamente einen zeitlichen Abstand von mindestens zwei Stunden ein.

04.11.2013
Medikamente: Packungsgröße beeinflusst Therapie
Wer eine große Arzneipackung verschrieben bekommt, nimmt das Mittel zuverlässiger ein, zeigt eine Studie
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Je größer die verschriebene Menge eines Medikaments, desto zuverlässiger nehmen Patienten es ein. Das fanden kanadische Wissenschaftler durch eine Studie mit 35.000 Patienten heraus. Demnach regten Rezepte, die zwei oder mehr Monate galten, eher zur regelmäßigen Einnahme an als eine kürzere Rezeptdauer. Die Vermutung: Ist der Zeitraum zu kurz, gewöhnt sich der Patient nicht an die Therapie und vergisst den Termin für das Folgerezept. In Deutschland gibt es jedoch Normgrößen für Arzneimittel. Sie sollen unnötig große oder unvorteilhafte kleine Packungen vermeiden.

03.11.2013
Psychologie: Stimmung beeinflusst Geschmackssinn
Eigentlich schmeckt man, ob man gerade Voll- und Magermilch trinkt. In einer besonders fröhlichen oder traurigen Verfassung fällt die Differenzierung manchen Menschen schwer
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Gefühle bestimmen mit, wie gut Menschen den Fettgehalt von Nahrungsmitteln unterscheiden können. Forscher der Universität Würzburg testeten das an 80 gesunden Freiwilligen im Alter von 19 bis 47 Jahren. Diese sahen zuerst einen Film und bewerteten dann den Fettgehalt mehrerer Milchproben. Nach kurzen Filmen mit neutralem Inhalt schmeckten alle Testpersonen die Unterschiede heraus.
Zeigte man dagegen traurige oder lustige Filme, konnten jene Probanden, die vorher als überdurchschnittlich ängstlich oder grüblerisch identifiziert worden waren, keinen Unterschied mehr schmecken. Die Versuche der Wissenschaftler könnten eine Erklärung dafür liefern, warum manche Menschen beim Fernsehen mehr essen, als ihnen guttut.

02.11.2013
Psychologie: Stimmung beeinflusst Geschmackssinn
Eigentlich schmeckt man, ob man gerade Voll- und Magermilch trinkt. In einer besonders fröhlichen oder traurigen Verfassung fällt die Differenzierung manchen Menschen schwer
Jupiter Images GmbH/Goodshot
Gefühle bestimmen mit, wie gut Menschen den Fettgehalt von Nahrungsmitteln unterscheiden können. Forscher der Universität Würzburg testeten das an 80 gesunden Freiwilligen im Alter von 19 bis 47 Jahren. Diese sahen zuerst einen Film und bewerteten dann den Fettgehalt mehrerer Milchproben. Nach kurzen Filmen mit neutralem Inhalt schmeckten alle Testpersonen die Unterschiede heraus.
Zeigte man dagegen traurige oder lustige Filme, konnten jene Probanden, die vorher als überdurchschnittlich ängstlich oder grüblerisch identifiziert worden waren, keinen Unterschied mehr schmecken. Die Versuche der Wissenschaftler könnten eine Erklärung dafür liefern, warum manche Menschen beim Fernsehen mehr essen, als ihnen guttut.

01.11.2013
Ernährung: Gewürze ersetzen Fett
Fett ist ein Geschmacksträger. Wer kalorienärmer, aber ebenso geschmacksintensiv kochen will, kann Fett durch Gewürze ersetzen
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Fettiges schmeckt uns meistens besser als Fettarmes. Mit Oregano, Paprika, Zwiebeln und Knoblauch kann man den Gaumen aber umstimmen. Forscher der Universität von Colorado (USA) ließen 150 Versuchspersonen verschiedene Speisen wie Hackbraten und Gemüse kosten.
Sie bereiteten je eine fettreiche und eine fettarme Variante zu, Letztere mal mit Gewürzen verfeinert, mal ohne. Das fettreiche Essen lag mit dem fettarmen gewürzten geschmacklich gleichauf.

31.10.2013
Latschenkiefer: Robust und heilkräftig
Die Latschenkiefer wächst im Gebirge. Die ätherischen Öle des Baumes kann man zum Inhalieren und zum Einreiben nutzen
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Die Berg- oder Latschenkiefer (Pinus mugo) trotzt Wind und Wetter und trägt schwere Schneelasten, ohne zu brechen. Der struppige, strauchartige Baum wächst zum Beispiel in den Alpen, im Erzgebirge und in den Karpaten. Seine frischen Nadeln und Zweigspitzen enthalten duftende ätherische Öle mit Heilwirkung.
Diese helfen als Zusatz beim Inhalieren, Schleim in den Bronchien zu lösen. Zudem fördern sie in Einreibungen und Salben die Durchblutung und entspannen die Muskeln. Latschenöl sollte man nicht pur anwenden, weil es die Haut und die Schleimhäute reizen kann. Auch in verdünnter Form kann das Öl reizend wirken. Bei Babys und Kleinkindern sollte Latschenkieferöl nicht mit Mund oder Nase in Kontakt kommen. Sie können womöglich mit Atemnot darauf reagieren. Auch für Asthmatiker ist Latschenkieferöl unter Umständen nicht geeignet. Tipp: Lassen Sie sich zu Dosierung und Anwendung in der Apotheke beraten.

30.10.2013
Bogenschießen: Das Ziel klar vor Augen
Traditionelles Bogenschießen schult Konzentration, Körperhaltung und Atmung – und das Loslassen im richtigen Moment
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Plopp! Mit einem satten Ton bohrt sich die Stahlspitze des Pfeils in die Wand aus Spezialschaum, auf der Farbausdrucke von Zielscheiben hängen. In einer Trainingshalle für Bogensport üben zehn Teilnehmer eines Schnupperkurses den Umgang mit Pfeil und Bogen beim traditionellen Bogenschießen.
Die Kunst des richtigen Zielens
Nicht nur mit einem Auge über die Pfeilspitze auf das Ziel schauen, sondern mit beiden Augen auf den Punkt, den man treffen will. Diese Technik, welche die unbewusst ablaufende Auge-Hand-Koordination nutzt, funktioniert erstaunlich gut. Landeten die ersten Pfeile, bei denen die Kursteilnehmer den Blick über die Pfeilspitze als Zielhilfe benutzten, noch weit außerhalb der Scheibe, treffen nun schon einige Pfeile die farbigen äußeren Zielkreise und zwei sogar ins Schwarze.
Was Bogenschützen heute als Sportgerät nutzen, ist in seiner Urform die älteste Schusswaffe der Menschheit. Mit Pfeil und Bogen sicherten sich unsere Vorfahren schon in der Steinzeit ihr Überleben. Die Bögen formten sie aus Holz und bespannten sie mit Tiersehnen. Die scharfen Pfeilspitzen fertigten sie handwerklich geschickt aus Feuerstein oder Knochen.
Die Bogenjagd ist in Deutschland mittlerweile verboten. Doch hat sich die Faszination für die archaisch anmutenden Gerätschaften und den ­­ästhetischen Bewegungsablauf von Bogenspannen, Zielen, Loslassen bis heute erhalten. Mehr als tausend ­Bogensportvereine gibt es bei uns, in ­­denen der Sport in verschiedenen Varianten ausgeübt werden kann. Derzeit ist vor allem die traditionelle Form gefragt, die auf die intuitive Zieltechnik zurückgreift. Die Schützen nutzen hier außerdem keine technischen Hilfsmittel wie Visiere oder Ausgleichsgewichte. Sie schießen mehr oder weniger nach Gefühl.
Verwendet werden dazu D-förmige Lang-, Flach- oder sogenannte Recurvebögen – Bögen mit Rückkurve. Sie ­bestehen aus Holz, das oft mit High-tech-Materialien wie Fiberglas, Karbon und Alu verstärkt ist. Der Schütze hält diesen Bogen vor dem Schuss mittig und leicht schräg vor dem Körper am ausgestreckten Arm. Ein lederner Armschutz verhindert, dass die beim Loslassen nach vorn schnellende Sehne die Haut schmerzhaft streift.
Zeige-, Mittel- und Ringfinger der dominanten Hand krümmen sich – von einem speziellen dreifingrigen Lederhandschuh geschützt – um die Sehne, die unter Anspannung der Rücken- und Schultermuskulatur bis auf Höhe des Mundwinkels gezogen wird. Das Entspannen der Finger schließlich katapultiert den Pfeil mit großer Geschwindigkeit nach vorne. Bereits bei einer sehr geringen Zugkraft von 7,5 Kilogramm erreicht der Pfeil 70 bis 90 Stundenkilometer.
Variantenreiche Sportart
Richtig ausgeführt, stärkt Bogenschießen die Rumpfmuskulatur und fördert einen stabilen Stand sowie eine locke­re, aufrechte Körperhaltung. Der Bewe­­gungsablauf – ähnlich komplex wie beim Golfen – ist allerdings nicht nur körperlich, sondern auch mental eine Herausforderung. Er erfordert Konzentration, Geduld und das Loslassenkönnen im richtigen Moment. Manche empfinden den Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung sowie die achtsame Konzentration auf ein Ziel als äußerst beruhigend und entspannend. Davon profitieren Bogenschützen auch im Alltag. Durch ­­Bogenschießen lernt man Gelassenheit.
Japanisches Bogenschießen (Kyudo) in der Tradition des Zen ist ganz auf diese meditativen Aspekte ausgerichtet und dementsprechend als geis­tige Übung zu sehen. Der Schuss ist beim Kyudo in acht Stufen gegliedert, die langsam und in ritualisierten Bewegungen zelebriert werden. Sportliche Aspekte und Leistungsorientierung treten völlig in den Hintergrund. Der Bogen dient als Mittel zur Entwicklung der eigenen Persönlichkeit.
Therapeutische Effekte
Auch das therapeutische Bogenschießen nutzt die Erfahrungen beim Umgang mit Pfeil und Bogen, um psychische Vorgänge zu klären und zu bearbeiten. Das Bogenschießen legt Verhaltensmuster offen, die sich auch im Alltag finden. Es offenbart zum Beispiel, wie jemand mit Enttäuschungen umgeht, wie er Ziele umsetzt und welche Ansprüche er dabei an sich stellt. Patienten mit Burn-out, Essstörungen und Suchterkrankungen profitieren von der Methode. Auch bei der Arbeit mit Kindern, die unter ADHS leiden, gibt es positive Erfahrungen.
Nicht nur für größere Kinder, sondern auch für Erwachsene hat das Bogenschießen in der Natur einen besonderen Reiz. In sogenannten 3D-Parcours zielen die Bogenschützen nicht auf Strohscheiben, sondern auf Wild-Attrappen aus Gummi, die auf einer ­kilometerlangen Runde in Wäldern, Wassergräben und hinter Büschen aufgebaut sind. Weil die Sicherheit aller Besucher auf solchen Parcours höchste Priorität hat, sollten Neulinge auch hier nur nach einer angeleiteten Einführung den Bogen spannen.

29.10.2013
Testosteron-Therapie: Riskante Muntermacher
Eine Therapie mit dem Hormon Testosteron erhöht das Risiko für Schlaganfall und Infarkt
Thinkstock/Stockbyte
Testosteron-Therapien werden zunehmend beliebt. Sie sollen Stimmung, Selbstvertrauen und Vitalität älterer Männer verbessern. Eine in dem Magazin BMC Medicine veröffentlichte Analyse belegt nun, dass die Therapie das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und andere Herz-Kreislauf-Ereignisse verdoppelt. Das zeigte sich aber nur in Studien, die nicht von den Herstellern der Hormonpräparate finanziert wurden. Von ihnen gesponserte Untersuchungen ergaben ein etwas geringeres Risiko.

28.10.2013
Gesunde Frohnatur: Gute Laune gut fürs Herz
Die Gesundheit profitiert von fröhlicher Stimmung. Glückliche Menschen erleiden zum Beispiel seltener einen Herzinfarkt
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Sonnige Gemüter erkranken seltener an koronaren Herzleiden als weniger fröhliche Menschen. Das belegt eine Studie an der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore (USA). Die Forscher beobachteten rund 1500 Menschen, deren Geschwister schon vor dem 60. Lebensjahr ein schweres Herzereignis, etwa einen Infarkt, erlitten hatten. Als Vergleich dienten die Daten von fast 6000 Menschen ohne solche familiäre Vorbelastung.
Es zeigte sich, dass die Gutgelaunten in beiden Gruppen seltener an Herz und Kreislauf erkrankten. Den größten Unterschied gab es bei den vorbelasteten Personen: Das Risiko der Frohnaturen war hier um ein Drittel geringer, bei den besonders Vorbelasteten sogar um die Hälfte. Bei der Vergleichsgruppe betrug der Unterschied 13 Prozent.

27.10.2013
Brustkrebs: Fisch mit Schutzfunktion
Studien zeigen: Regelmäßiger Verzehr von Omega-3-Fettsäuren aus fettem Meeresfisch kann das Brustkrebsrisiko senken
Thinkstock/istock
Frauen, die regelmäßig fetten Fisch wie Lachs, Makrele, Sardine oder Thunfisch verzehren, erkranken seltener an Brustkrebs. Das geht aus einer im British Medical Journal veröffentlichten Metaanalyse hervor, die 26 Studien mit insgesamt knapp 900.000 Teilnehmerinnen aus den USA, Europa und Asien umfasst. 20.000 Probandinnen waren an Brustkrebs erkrankt.
Die Auswertung ergab, dass Fischmahlzeiten das Risiko nicht so deutlich verringern wie bisher angenommen. Anders als bei früheren, ausschließlich auf Asien bezogenen Studien ging es nur um etwa 14 Prozent zurück. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass die Wirkung mit der Dosis steigt: Pro 0,1 Gramm Omega-3-Fettsäuren aus Fisch, die am Tag aufgenommen wurden, sank das Brustkrebsrisiko im Schnitt um fünf Prozent. Pflanzliche Omega-3-Fettsäuren wie Alpha-Linolensäure hatten diese Schutzwirkung nicht.

Wichtig: Experten empfehlen derzeit zur Vorbeugung von Krankheiten ganz allgemein eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Obst und weniger Fleisch. Auch raten sie zum Beispiel, alkoholische Getränke nur sehr in Maßen – und mit ein paar alkoholfreien Tagen dazwischen – zu sich zu nehmen. Weitere Pluspunkte: sich regelmäßig körperlich bewegen und auf Zigaretten verzichten.

26.10.2013
Brustkrebs: Fisch mit Schutzfunktion
Studien zeigen: Regelmäßiger Verzehr von Omega-3-Fettsäuren aus fettem Meeresfisch kann das Brustkrebsrisiko senken
Thinkstock/istock
Frauen, die regelmäßig fetten Fisch wie Lachs, Makrele, Sardine oder Thunfisch verzehren, erkranken seltener an Brustkrebs. Das geht aus einer im British Medical Journal veröffentlichten Metaanalyse hervor, die 26 Studien mit insgesamt knapp 900.000 Teilnehmerinnen aus den USA, Europa und Asien umfasst. 20.000 Probandinnen waren an Brustkrebs erkrankt.
Die Auswertung ergab, dass Fischmahlzeiten das Risiko nicht so deutlich verringern wie bisher angenommen. Anders als bei früheren, ausschließlich auf Asien bezogenen Studien ging es nur um etwa 14 Prozent zurück. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass die Wirkung mit der Dosis steigt: Pro 0,1 Gramm Omega-3-Fettsäuren aus Fisch, die am Tag aufgenommen wurden, sank das Brustkrebsrisiko im Schnitt um fünf Prozent. Pflanzliche Omega-3-Fettsäuren wie Alpha-Linolensäure hatten diese Schutzwirkung nicht.

Wichtig: Experten empfehlen derzeit zur Vorbeugung von Krankheiten ganz allgemein eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Obst und weniger Fleisch. Auch raten sie zum Beispiel, alkoholische Getränke nur sehr in Maßen – und mit ein paar alkoholfreien Tagen dazwischen – zu sich zu nehmen. Weitere Pluspunkte: sich regelmäßig körperlich bewegen und auf Zigaretten verzichten.

25.10.2013
Zähne: Ernährung beeinflusst Mundgesundheit
Was wir trinken und essen, kann Einfluss darauf haben, wie gesund unsere Zähne sind. Fünf Punkte, auf die Sie achten sollten
Thinkstock/Pixland
Regelmäßig die Zähne zu putzen ist selbstverständlich. Aber auch die Ernährung beeinflusst die Mundgesundheit. Fünf Punkte, auf die Sie achten sollten:
  • Ausreichend trinken regt den Speichelfluss an und senkt so das Kariesrisiko. Ideal: Wasser, Tees, stark verdünnte Saftschorlen.
  • Zuckerhaltige Lebensmittel meiden! Achten Sie auch auf versteckten Zucker in Konserven, Fertigprodukten und Würzsoßen.
  • Säure reduzieren! Säuerungsmittel stecken in Fertigprodukten und Konserven. Sehr tückisch ist die Kombination süß/sauer wie in Eistee oder Zitronenlimo.
  • Speichelfluss anregen, zum Beispiel durch zuckerfreie Bonbons mit Anis, Fenchel oder Salbei. Das neutralisiert den Säuregehalt im Mund und reduziert den Nährboden für schädigende Bakterien.
  • Jeden Bissen gut kauen trainiert den Kauapparat, stärkt Zähne und Zahnfleisch. Alte Menschen sollten püriertes Essen nur dann bekommen, wenn es erforderlich ist.

24.10.2013
Frauen und Karriere: Bitte recht unfreundlich
Kühle Distanz ist für die Karriere von Frauen förderlicher als ständig gute Laune
Thinkstock/istock
Fröhlichen Frauen trauen Mitarbeiter und Kollegen keine Chefposition zu. Das fanden Forscherinnen an der Technischen Universität München in mehreren Experimenten heraus. Fröhlichkeit verbindet man bei Frauen nicht mit Führungswillen und Durchsetzungsvermögen.
Diese Eigenschaften, die eine Führungspersönlichkeit auszeichnen, werden bei gut gelaunten Männern dagegen nicht infrage gestellt. Verblüffend: Auch bei den Geschlechtsgenossinnen treffen fröhliche Frauen auf Skepsis.

23.10.2013
Hände: Therapie des schnellenden Fingers
Entzündungen an Sehnen schmerzen und schränken die Bewegung ein. Wirken Spritzen nicht, folgt oft ein operativer Eingriff
Thinkstock/iStock
Wie oft man Tag für Tag die Finger geschickt bewegen muss, registrieren vor allem jene, die damit Probleme haben. Dazu zählen zum Beispiel Menschen mit einem „schnellenden Finger“. Die Patienten können die Faust nicht mehr ganz schließen und den betroffenen Finger nur schwer strecken – bis er dann plötzlich nach vorne schnellt. Die Erkrankung schmerzt und schränkt die Bewegungsfähigkeit der Finger ein. Das bekommen die Patienten im Alltag deutlich zu spüren. Schließlich bewegt jeder Mensch die Finger bis zu 22.000-mal am Tag.
Meistens trifft es den Daumen
Die menschliche Hand ist sehr komplex aufgebaut. 27 Knochen, 33 Muskeln, unzählige Rezeptoren in der Haut und dazu zahlreiche Sehnen, Muskeln und Bänder erlauben uns präzise Griffe. Ein schnellender Finger macht viele davon unmöglich. Manchmal trifft es nur einen Finger, manchmal auch mehrere – am häufigsten den Daumen.
Welche Ursachen ein Schnapp­finger hat, ist nicht geklärt. Manche Menschen besitzen eine gewisse Veranlagung. Häufig trifft es Personen, die viel mit den Händen arbeiten. Frauen leiden ­öfter an einem Schnappfinger als Männer – meistens im Alter zwischen 50 und 60 Jahren. Durch Überbelastung beispielsweise kann sich die Scheide einer Beugesehne entzünden. Diese Sehne ist mit dem vordersten Knochen, dem Fingerendglied, verbunden.
Während die Beugesehne vom Handgelenk bis zum Ende des Mittelhandknochens frei verläuft, wird sie ab dort am Finger entlang durch sogenannte Ringbänder geführt – etwa wie eine Schnur, deren Verlauf durch Ösen fixiert wird. Überträgt man dieses Bild auf den Schnappfinger, hat die Schnur vor der ersten Öse einen dicken Knoten. Wird die Schnur gespannt, also der Finger gestreckt, bleibt der Knoten zunächst an der Öse stecken und zwängt sich durch. Der betroffene Finger schnellt dann plötzlich nach vorne.
Schnelle Diagnose
Die Diagnose fällt nicht schwer, sagen Ärzte. Der Patient kann dem Arzt den schnellenden Finger vorführen. Ist das nicht der Fall, ertastet der Arzt die Verdickung an der Beugesehne oder stellt sie mittels Ultraschall fest. Es bieten sich zwei Behandlungsmöglichkeiten an. Wie Studien be­legen, lindern Kortisonspritzen die Beschwerden im Schnitt bei etwas mehr als jedem zweiten Patienten.
Wird die Spritze innerhalb der ers­t­en sechs Monate verabreicht, sind die Chancen besser. Schlägt die erste Spritze nicht an, kann ein zweiter Versuch folgen. Allerdings sollte sich der behandelnde Arzt „anatomisch exakt“ in diesem Bereich der Hand auskennen. Wird das Kortison direkt in die Sehne gespritzt, kann sie später reißen. Der Spielraum zwischen Ringband und Sehne beträgt nur ein bis zwei Millimeter.
Neben der Spritze bleibt der ope­rative Eingriff als Möglichkeit: Das Ringband A1 wird durchtrennt. Dann hat die Sehne wieder Platz. Dadurch wird das Gleitgewebe nicht mehr gereizt, und die Schwellung geht zurück. Der Eingriff wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt und dauert wenige Minuten. Anschließend kann und soll der Patient die Finger sofort wieder bewegen. Das verhindert ein Verkleben der Sehnen. 14 Tage später kann er wieder richtig zupacken.­

Deshalb schnellt der Finger
  • Eine Entzündung an der Scheide der Beugesehne verursacht häufig eine Blockade. Diese kann aber auch die Folge einer Verdickung der Sehne selbst sein.
  • Die Beugesehnen verlaufen ab dem Ende des Mittelhandknochens durch sogenannte Ringbänder. Diese fixieren die Sehnen.
  • Die Sehnenscheide ist eine Art schützende Hülle um eine Sehne. Bei einem Schnappfinger ist sie in der Regel im Bereich des Ringbands A1 entzündet.
  • Bei einer kräftigen Streckung wird die Sehne gespannt. Der geschwollene Bereich sitzt zunächst am Ringband fest, zwängt sich dann durch die Eng­stelle, und der Finger schnellt plötzlich – häufig unter ­Schmerzen – nach vorne. Oft muss die gesunde Hand helfen, den blockierten Finger zu strecken.

22.10.2013
Antibiotikum: Silber kann Wirkung verbessern
Silber kann wahrscheinlich auf zweierlei Arten die Wirkung von Antibiotika verbessern
Thinkstock/Monkey Business
Silber verstärkt anscheinend die Wirkung von Antibiotika. Das fanden US-Forscher in Laborexperimenten heraus, deren Ergebnisse sie in dem Fachmagazin Science Translational Medicine veröffentlichten. Das Metall macht Zellwände durchlässiger, und dadurch waren bestimmte Antibiotika plötzlich gegen Erreger wirksam, auf die sie bisher keinen Einfluss hatten.
Ein weiteres Ergebnis: Silber greift den Stoffwechsel von Bakterien an; durch das Metall bilden sich mehr Sauerstoffradikale. Diese können bestimmte Bakterien vernichten, die resistent gegen andere Antibiotika sind. In welchen Dosen Menschen Silber bedenkenfrei einnehmen können, müssen klinische Studien zeigen.

21.10.2013
Deutschland: Wir fühlen uns gesund
Gute Nachricht, die Mehrzahl der Deutschen schätzt sich als fit ein
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Dieses Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Mehrheit der Deutschen schätzt ihren Gesundheitszustand als gut oder sehr gut ein. Damit stieg der Anteil der Menschen, die sich gesund fühlen, seit den 1990er-Jahren. Das ergibt sich aus dem ersten Teil einer umfangreichen Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland, die das Robbert-Koch-Institut durchführt.
Vergleichspunkt ist eine ähnliche Erhebung, der Bundes-Gesundheitssurvey von 1998. Demnach fühlen sich heute 77 Prozent der Männer und 73 Prozent der Frauen zwischen 18 und 79 Jahren fit. Auch mehr als die Hälfte der über 70-Jährigen bewerten ihren Zustand als gut. An der Studie nahmen knapp 8000 Menschen teil.

20.10.2013
Chorsänger: Herzen im Gleichtakt
Wer in einem Chor singt, bewegt nicht nur seine Lippen synchron mit den anderen. Auch der Herzschlag gleicht sich an
Jupiter Images GmbH/BrandXPictures
Chorsingen fördert das Wohlbefinden, belegen verschiedene Untersuchungen. Nun zeigt eine Studie an der Universität Göteborg (Schweden), dass sich beim Chorsingen der Herzschlag der Sänger angleicht. Weil sich beim tiefen Einatmen der Herzschlag leicht beschleunigt und beim Ausatmen etwas verlangsamt, schwankt auch der Herzrhythmus der Sänger im Gleichtakt. Chorsingen ist ähnlich hilfreich wie bewusste Atemübungen.

19.10.2013
Chorsänger: Herzen im Gleichtakt
Wer in einem Chor singt, bewegt nicht nur seine Lippen synchron mit den anderen. Auch der Herzschlag gleicht sich an
Jupiter Images GmbH/BrandXPictures
Chorsingen fördert das Wohlbefinden, belegen verschiedene Untersuchungen. Nun zeigt eine Studie an der Universität Göteborg (Schweden), dass sich beim Chorsingen der Herzschlag der Sänger angleicht. Weil sich beim tiefen Einatmen der Herzschlag leicht beschleunigt und beim Ausatmen etwas verlangsamt, schwankt auch der Herzrhythmus der Sänger im Gleichtakt. Chorsingen ist ähnlich hilfreich wie bewusste Atemübungen.

18.10.2013
Psychologie: Aufplustern macht unehrlich
Die Körperhaltung eines Menschen beeinflusst anscheinend seine Ehrlichkeit
Thinkstock/istock
Wie die Körperhaltung sich auf die Ehrlichkeit auswirkt, untersuchten Forscher am Massachusetts Institute of Technology (USA) in mehreren Tests. So sollte sich ein Teil der Versuchspersonen unter einem Vorwand ausladend hinstellen, ein anderer mit verschränkten Armen. Bei der anschließenden Belohnung gab es scheinbar versehentlich zu viel Geld. Resultat: 78 Prozent der Studenten, die sich zuvor breit gemacht hatten, verschwiegen die Mehreinnahme, bei der anderen Gruppe waren es nur 38 Prozent.

17.10.2013
Gewicht: Dicke Vorurteile
Viele halten übergewichtige Menschen für passiv und langsam
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Viele Menschen bewerten Fettleibige negativer als Normalgewichtige. Das ergab eine repräsentative deutschlandweite Umfrage der Universität Leipzig. Mehrere Hundert Freiwillige beurteilten Fotos von Personen unterschiedlichen Alters und Gewichts. Mehr als 20 Prozent sprachen Fettleibigen Eigenschaften wie „passiv“, „willenlos“ und „langsam“ zu. Überdurchschnittlich Gebildete sowie selbst übergewichtige Betrachter hatten etwas weniger Vorurteile als andere.

16.10.2013
Kräuter und Gewürze: Gesundes Geschmackserlebnis
Sie geben unseren Speisen den richtigen Geschmack. ­­Einige helfen auch bei der Verdauung
W&B/Martin Ley/RYF
Die Natur bietet eine Fülle von Kräutern und Gewürzen. Einige wachsen gleich vor unserer Haustür, andere sind im Mittelmeerraum heimisch, und wieder andere gedeihen besonders gut in den Tropen. Viele dieser Gewächse begeis­tern Naturliebhaber ebenso wie Genießer. Gesund sind sie noch dazu.
Ganz gleich, ob ein deftiger Kohl­eintopf, ein Zwiebelrostbraten oder ein Kartoffelsalat mit Speck und Mayonnaise auf den Tisch kommt: Wiesenkümmel darf als schmackhafte und bekömmliche Zutat nicht fehlen. Wie der Name besagt, wächst der meterhohe Doldenblütler bevorzugt auf Wiesen. Der würzige Duft ist typisch für unsere Almen.
Die ätherischen Öle des Wiesenkümmels regen die Bildung von Magensaft an, fördern die Durchblutung der Magen-Darm-Schleimhaut, mildern Blähungen und wirken krampflösend. Ebenso empfehlenswert ist ein Verdauungstee mit aufgebrüh­tem Kümmel. Tipp: Die Früchte vor dem Aufbrühen erst im Mörser „anstoßen“.
Schärfe für das Currypulver
Kreuzkümmel (Cumin) kommt aus Vorderasien und dem östlichen Mittelmeerraum. Er macht schwer verdauliche Gerichte mit Linsen, dicken Bohnen oder Kichererbsen bekömmlicher. Er schmeckt pfefferartig und bitter, zu Pulver gemahlen etwas scharf. Die aromatischen Samen sind Bestandteil von indi­schem Currypulver und Garam masala.
Viele Küchenkräuter machen üppige Speisen verträglicher. Daher würzen Köche den Lammbraten mit Rosmarin, die Gänsefüllung mit Majoran und das Schweinegulasch mit Lorbeer. Diese Pflanzen gedeihen auch in unseren Gärten und auf dem Balkon; Frost mögen sie allerdings nicht.
Frische Kräuter schmecken aroma­ti­scher als getrocknete. Das liegt daran, dass sie ätherische Öle enthalten, die sich bei Wärme verflüchtigen, aber auch durch Sauerstoff und UV-Licht zerstört werden können. Bewahren Sie getrocknete Kräuter und Gewürze am besten in dunklen, luftdicht verschließbaren Behältern an einem kühlen Ort auf. Weiterer Tipp: Halten Sie das Gefäß beim Würzen nicht über den Kochtopf. Wasserdampf macht die Kräuter im Glas anfällig für Schimmelbefall.
Ingwer für ein langes Leben?
Der chinesische Philosoph Konfuzius soll bereits vor 2500 Jahren seine Speisen mit Ingwer gewürzt haben – vom täglichen Genuss der Wurzel versprachen sich die Menschen ein lan­ges Leben. Heute bauen Landwirte die Staude in Indien, China und Taiwan, aber auch in Nigeria, Jamaika und Australien an.
Besonders beliebt ist frischer Ingwer als verdauungsfördernde Zutat in ­­Currygerichten, Suppen und Eintöpfen. Die Wurzel, genauer gesagt das Rhizom, enthält ätherische Öle und Gingerol, die für das zitronen­artige, erfrischend scharfe Aroma verantwortlich sind.

Von den getrockneten Samen des bis zu anderthalb Meter hohen Fenchels weiß man, dass sie Blähungen entgegenwirken. Weniger bekannt ist, dass Kirchenbesucher im Mittelalter eine besondere Vorliebe für die Spaltfrüchte hatten: Indem sie die Fenchelsamen kauten, wollten sie während der Predigt ihre Magen­geräu­sche unterdrücken.

15.10.2013
Psyche: Fluglärm stresst
Wer nächtlichen Flugverkehr ertragen muss, hat mehr Stresshormone im Blut und schläft schlechter, zeigt eine Studie
PhotoDisc/ RYF
Ständiger Lärm erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten. Wie sich Fluggeräusche unmittelbar auf den Körper auswirken, zeigten Forscher der Universität Mainz. Dazu beschallten sie 75 junge, gesunde Freiwillige mit Fluglärm. Diese mussten in zwei Nächten einmal 30 und einmal 60 simulierte Überflüge ertragen. In einer Nacht blieb es still. Die Reihenfolge bestimmte der Zufall.
Ergebnis: Die Geräusche verschlechtern den Schlaf, erhöhen den Gehalt des Stresshormons Adrenalin im Blut und machen Gefäße steifer. Am ausgeprägtesten ist diese Wirkung, wenn auf 30 Überflüge eine Nacht mit 60 Flügen folgt. Wiederholter Lärm steigert also die Stressreaktion.

14.10.2013
Osteopathie: Migräne lindern
Werden Migränepatienten osteopathisch behandelt, lassen die Kopfschmerzen deutlich nach, zeigt eine Studie
W&B/Martin Ley/RYF
Erhalten Migränepatienten neben ihrer Arznei eine osteopathische Behandlung, lindert das ihre Beschwerden deutlich. Das zeigten Forscher um Dr. Fran­cesco Cerritelli in Pescara (Italien) an 105 Patienten im Alter von 18 bis 50 Jahren. Im Vergleich zu einer Kontrollgruppe nahmen nach einem halben Jahr die Beschwerden bei jenen Teilnehmern am stärks­ten ab, die zuvor in acht Sitzungen von Osteopathen eine speziell für Migräne entwickelte Therapie erhalten hatten. Ob die Wirkung andauert, sollen Nachbeob­achtungen klären.

13.10.2013
Spezialbrote: Teurer, aber nicht besser
Verbraucherschützer sagen: Spezialbrote für Sportler sind nicht gesünder, haben aber einen stolzen Preis
Thinkstock/iStockphoto
Spezialitäten wie „Athletenbrot“ oder „Powerbread“ werben mit Extra-­­Zutaten wie ­Apfelfasern oder Zuckerrübensirup. Doch sie bringen keinen gesundheitlichen Zusatznutzen. Das stellt die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg nach einer ­­Untersuchung von 62 Spezialbroten fest. Nur Geschmack und Beschaffenheit sind anders – und der Preis: ­Die Spezialbrote kosten oft doppelt so viel, Eiweißbrote sogar bis zu viermal mehr.

12.10.2013
Spezialbrote: Teurer, aber nicht besser
Verbraucherschützer sagen: Spezialbrote für Sportler sind nicht gesünder, haben aber einen stolzen Preis
Thinkstock/iStockphoto
Spezialitäten wie „Athletenbrot“ oder „Powerbread“ werben mit Extra-­­Zutaten wie ­Apfelfasern oder Zuckerrübensirup. Doch sie bringen keinen gesundheitlichen Zusatznutzen. Das stellt die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg nach einer ­­Untersuchung von 62 Spezialbroten fest. Nur Geschmack und Beschaffenheit sind anders – und der Preis: ­Die Spezialbrote kosten oft doppelt so viel, Eiweißbrote sogar bis zu viermal mehr.

11.10.2013
Rheuma: Das Herz schützen
Es ist wichtig, Rheuma effektiv zu behandeln. Denn die Krankheit erhöht das Risiko für Herz- und Gefäßleiden
PhotoDisc/RYF
Entzündliches Rheuma erhöht das ­Risiko für Herzinfarkt und Schlag­anfall. Die medikamentöse Unterdrückung der Krankheit ist daher laut der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie bei Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) die wichtigste Maßnahme, um Gefäßkomplikationen vorzubeugen.
Weitere Risikofaktoren für Herzerkrankun­gen oder Arteriosklerose lassen sich vermeiden, wenn RA-Patienten mit dem Rauchen aufhören, auf ein normales Körpergewicht achten und regelmäßig Sport treiben. Schwimmen und Wassergymnas­tik sind ideal, weil diese Bewegungen die Gelenke schonen. Ebenfalls empfehlenswert: Nordic Walking und Radfahren. Wichtig: Vor dem Start mit dem Arzt besprechen, welches Trainingspensum individuell geeignet ist!

10.10.2013
Kinder: Erst die Kilos, dann die Glotze
Wie eine Studie zeigt, führt mangelnde Bewegung bei Kindern zu Übergewicht. Der Fernseher war wohl nicht die Ursache
W&B/Image Source
Was macht Kinder dick? Fernsehen, Armut oder Bewegungsmangel? Ulmer Forscher untersuchten dies in einer Studie mit 1200 Schülern aus den ersten Klassen in Baden-Württemberg. Schüler, die nach einem Jahr zu viele Kilos hatten, sahen nicht häufiger fern und stammten auch nicht aus ärmeren Haushalten als ihre normalgewichtigen Kameraden. Allerdings hatten sich die dicken Kinder bereits weniger bewegt, bevor sie zunahmen – eine Bestätigung dafür, dass Übergewicht durch mangelnde Bewegung entsteht.

09.10.2013
Zahnersatz: Pflege für die Dritten
Schonend reinigen, regelmäßig kontrollieren lassen: So verlängern Sie die Lebensdauer Ihrer Prothese
W&B/Michael Schwerberger/RYF
Früher oder später sind viele­ von uns beim Essen auf fremde Hilfe angewiesen. Kronen, Brücken, Implantate und Prothesen übernehmen dann die Aufgabe der Zähne, die aufgrund von Karies oder Parodontitis entfernt werden mussten. Normalerweise nehmen wir unsere dritten Zähne nach einer kur­zen Eingewöhnungszeit gar nicht mehr wahr, beruhigen Experten.
Sofern es sich um fest im Kiefer oder am natürlichen Gebiss verankerten Zahnersatz handelt, lautet die Devise: Weiterpflegen wie bisher. Dazu gehört: morgens und abends gründlich putzen – idealerweise mit einer elektrischen Zahnbürste. ­Ergänzend kommen Zahnseide und Interdentalbürstchen zum Einsatz. Wer die Zähne zweimal am Tag ordentlich reinigt, macht alles richtig.
Mit Ultraschall in jede Ritze
Etwas aufwendiger wird die Mund­hygiene bei einer herausnehmbaren Prothese. Da Reinigungs-Tabs gelegentlich die rosafarbenen Kunststoffteile ausbleichen und angreifen können, eignet sich alternativ die Anschaffung eines Ultraschallbads. Innerhalb weniger Minuten entfernt es selbst feinste Speisereste aus Zwischenräumen und Ritzen. Tipp mancher Experten: In das Wasser einen Spritzer Geschirrspülmittel, bei Kalkablagerungen an den Dritten etwas ­Zitronensaft zugeben. Die Anwendung spezieller Prothesen-Reinigungsbäder sollten Patienten mit ihrem Zahnarzt oder Apotheker absprechen, weil man sie in einem bestimmten Verhältnis verdünnen muss.
Bevor der Zahnersatz zum Reinigen herausgenommen wird, unbedingt ein Handtuch in das Waschbecken legen! Schon bei einem Fall aus geringer Höhe können Kunststoff- und Keramikzähne oder Kunststoffteile der Prothese abbrechen. Das sei zwar oft nur ein ästhetisches Problem, müsse aber bei nächster Gelegenheit vom Zahnarzt gemeinsam mit dem Dentallabor behoben werden. In diesem Fall sollte man das abgesplitterte Teil in die Praxis mitnehmen.
Nicht nur zum Zahnarzt, wenn etwas wehtut
Menschen mit gesunden Zähnen raten Experten, mindestens einen Zahnarztbesuch pro Jahr wahrzunehmen. Patienten mit Kronen, Brücken oder Implantaten sollten halbjähr­lich eine Prophylaxe durchführen lassen, Gebissträger und Patienten, die bereits wegen einer Parodontitis in Behandlung sind, vierteljährlich. Zahnersatz funktioniert nur so lange gut, wie er ­gepflegt und regelmäßig überprüft wird.

Tipps zu den "Dritten":
  • Nehmen Sie eine Prothesenbürste zur Vorreinigung. Sie sieht aus wie eine Mischung aus Zahn- und Handwaschbürste.
  • Benutzen Sie eine spezielle Prothesen-Zahncreme.
  • Wenden Sie Reinigungs-Tabs gemäß Herstellerangaben an.
  • Als Alternative zu den Tabs empfiehlt sich ein Ultraschallbad.
  • Scheuerstellen können Sie kurzfristig mit schmerzstillenden, abheilenden Salben behandeln (z. B. mit Wirkstoffen aus ­Kamille, Nelke, Salbei). Hilft das nicht: zum Zahnarzt gehen!
  • Haftcremes, -polster und -pulver geben sicheren Halt. Wichtig: Die ­­Geschmacksrichtung muss Ihnen gefallen.

08.10.2013
Schwarzes Dreieck: Erhöhte Arzneimittelsicherheit
Im Beipackzettel bestimmter Medikamente findet sich seit kurzem ein schwarzes Dreieck. Es bedeutet, dass das Mittel genauer überwacht wird
W&B
Ab jetzt wird im Beipackzettel ein schwarzes Dreieck neue Medikamente kennzeichnen. Denn bei Mitteln, die neu auf den Markt kommen, könnten möglicherweise noch nicht alle Nebenwirkungen bekannt sein. Zu den ausgewiesenen Arzneien gehören Impfstoffe, Plasmapräparate und Medikamente mit neuen Wirkstoffen, die seit 2011 zugelassen sind.
Verbraucher finden das mit der Spitze nach unten zeigende Dreieck auch bei Arzneien, die aufgrund der momentanen Datenlage noch einer zusätzlichen Überwachung unterliegen. Die Europäische Kommission, Urheber der neuen Regel, will damit mehr Sicherheit für den Verbraucher schaffen.

07.10.2013
Tablettenspender: Nicht für alle Mittel geeignet
Manche Medikamente sollten besser in ihrer Verpackung bleiben und nicht in eine Pillenbox gelegt werden, raten Apotheker
W&B/Thomas Pflaum/RYF
Tablettenspender sind praktisch, um älteren oder vergesslichen Menschen ihre Medikamente in übersichtlicher Form darzubieten. Manche Arzneien, etwa Brause­tabletten, sollten aber nicht aus ihrer Blisterpackung genommen werden. Wenn Sie einen Tablettenspender nutzen wollen, besprechen Sie das daher am besten mit Ihrer ­Apotheke. Sie weiß, bei welchen Mitteln Proble­me mit der Arzneistabilität möglich sind.

06.10.2013
Antibiotikum: Neues Mittel bei Durchfall
Der Magen-Darm-Keim Clostridium difficile ist hartnäckig. Ein spezielles Medikament soll das Risiko für einen Rückfall vermindern
Thinkstock/Stockbyte
Seit Jahresbeginn gibt es in Deutschland ein neues Antibiotikum gegen das Bakterium Clostridium difficile. Der Erreger kann schwere, teils wiederkehrende Durchfälle verursachen. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) sprach dem neuen Wirkstoff Fidaxomicin im Juli einen beträchtlichen Zusatznutzen gegenüber dem Antibiotikum Vancomycin zu. 26 Prozent der mit Vancomycin behandelten Patienten erlitten nach 30 Tagen einen Rückfall, bei Fidaxomicin hin­gegen betrug die Quote nur 12 Prozent. Das ergab die Vergleichs­studie, auf die der G-BA sein Urteil stützt.

05.10.2013
Antibiotikum: Neues Mittel bei Durchfall
Der Magen-Darm-Keim Clostridium difficile ist hartnäckig. Ein spezielles Medikament soll das Risiko für einen Rückfall vermindern
Thinkstock/Stockbyte
Seit Jahresbeginn gibt es in Deutschland ein neues Antibiotikum gegen das Bakterium Clostridium difficile. Der Erreger kann schwere, teils wiederkehrende Durchfälle verursachen. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) sprach dem neuen Wirkstoff Fidaxomicin im Juli einen beträchtlichen Zusatznutzen gegenüber dem Antibiotikum Vancomycin zu. 26 Prozent der mit Vancomycin behandelten Patienten erlitten nach 30 Tagen einen Rückfall, bei Fidaxomicin hin­gegen betrug die Quote nur 12 Prozent. Das ergab die Vergleichs­studie, auf die der G-BA sein Urteil stützt.

04.10.2013
Autoantikörper: Typ-1-Diabetes vorhersagen
Anhand bestimmter Eiweißstoffe lässt sich wohl Jahre vorher erkennen, ob ein Kind die Zuckerkrankheit bekommt
W&B/Martin Ley/RYF
Ob ein Kind an Typ-1-Diabetes erkranken wird, lässt sich Jahre zuvor abschätzen: anhand von Eiweißen, die den eigenen Körper angreifen. Wie eine in der Fachzeitschrift JAMA veröffentlichte Studie zeigt, waren 20 Jahre nach dem ersten Nachweis dieser „Autoantikörper“ fast alle der betroffenen 585 jungen Erwachsenen zuckerkrank. Bei Teilnehmern ohne diese Eiweiße betrug die Quote 0,4 Prozent. Die Entdeckung könnte dazu beitragen, den Ausbruch von Diabetes künftig zu verhindern, hoffen die Autoren.

03.10.2013
Schlaganfall: Schützender Tee
Wer viel Tee trinkt, erleidet laut einer großen Studie seltener einen Hirninfarkt
Thinkstock/iStockphoto
Ein hoher Konsum von schwarzem Tee geht mit einem verringerten Schlaganfallrisiko einher. Das berichten Forscher des Stockholmer Karolinska-Instituts. Das Team beobachtete zehn Jahre lang den Gesundheitszustand von 75.000 schwedischen Frauen und Männern. Diese wiesen zu Beginn der Untersuchung keine Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf. Während des Beobachtungszeitraums erlitten rund 4000 Teilnehmer einen Schlag­anfall. Bei Männern und Frauen, die regelmäßig vier oder mehr Tassen schwarzen Tee am Tag tranken, lag das Schlag­anfallrisiko um 21 Prozent unter dem von Tee-Abstinenzlern.

02.10.2013
Apotheke: Hilfe für Hund und Katze
Auch wenn es um Tierarzneimittel geht, sind Apotheker kompetente Ansprechpartner
ImageSource/RYF
In deutschen Haushalten leben 8,2 Millionen Katzen und 5,4 Millionen Hunde. Jeder dritte Apothekenbesucher ist Katzen- oder Hundebesitzer, davon ist die Hälfte über 50 Jahre alt und öfter in der Apotheke anzutreffen. Viele Apotheker stellen sich zunehmend darauf ein: Laut einer aktuellen Untersuchung des Instituts für Handelsforschung (IFH) bieten zwei Drittel der befragten Apotheken rezeptfreie Tierarzneimittel für Hunde, Katzen und Nager an. Rund ein Viertel führt spezielle Tierpflegeprodukte, fast acht Prozent haben diätische Tiernahrung im Programm.
Das Angebot der Apotheken reicht von Zecken- und Flohhalsbändern über Wurmkuren, Zahn- und Fellpflegemittel bis zu Bachblüten und homöopathischen Mitteln. Rezeptpflichtige Medikamente bekommen die Halter meist direkt beim Tierarzt. Manche Arzneien gibt es nicht für Tiere, etwa Schilddrüsenhormone oder Präparate gegen Herzschwäche. Dann darf der Tierarzt ein Human­arzneimittel verordnen und die Dosis auf das ­Gewicht des Tieres herunterrechnen.
Apotheker wollen den Tierärzten keine Konkurrenz machen: Da Tiere nicht sagen können, wo es wehtut, schicken Apotheker die Halter bei unklaren Beschwerden gleich mit dem Tier zum Arzt. Krankheiten sind immer ein Fall für den Veterinär. Apotheker können lediglich bei Befindlichkeitsstörungen helfen.
Häufig werden Apotheker zum Beispiel mit Hunden konfrontiert, die unter Durchfall leiden. Dann gilt es, zunächst abzuklären, ob eine ernsthafte Ursache dahintersteckt. Tritt gleich­zeitig Nasen- oder Zahnfleischbluten auf, hat der Hund eventuell Rattengift gefressen und muss sofort zum Tierarzt. Bei Reiseübelkeit, Schreckhaftigkeit oder Gelenkbeschwerden können Apotheker ebenfalls helfen. Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten nehmen auch bei Tieren zu. Unter Umständen brauchen sie dann ein spezielles Diätfutter.
Auf keinen Fall sollten Tierhalter ihren Lieblingen ohne Rücksprache Medikamente für Menschen geben: Manche Arzneistoffe sind für Tiere besonders giftig. Apotheker raten außerdem davon ab, Tierarzneien beim Versandhandel zu bestellen, weil dort keine Beratung ­erfolgt. Die richtige Anwendung ist vor allem bei Mitteln gegen Parasiten wichtig. So dürfen Hals­bänder gegen Sandmücken nur für Hunde, aber nicht für Katzen benutzt werden.
Flüssige Präparate sind auf den Nacken der Tiere zu träufeln, damit sie die Tropfen nicht ablecken können. Arzneien lassen sich am besten verabreichen, indem man den Inhalt von Kapseln ins Futter mischt und Tabletten in einer Leckerei versteckt. Und als Belohnung gibt es dann auch noch ein echtes Leckerli.

01.10.2013
Melisse: Duftendes Heilkraut
Melisse lässt sich vielseitig als Arznei einsetzen. Die Wirkung beruht auf den ätherischen Ölen
Pixtal/RYF
Die ätherischen Öle und Inhaltsstoffe wie Rosmarinsäure verleihen der Melisse (Melissa officinalis) ihre Heilwirkung. Arzneimittel und Tees mit den Blättern lindern Magen-Darm-Probleme, Salbe mit Trocken­extrakt mindert Beschwerden bei Lippenherpes. Als Destillat oder mit Passionsblume und Baldrian kombiniert, hilft Melisse bei Schlafstörungen.

30.09.2013
Sporthäufigkeit: Hauptsache bewegen
Forscher sagen: Es macht hinsichtlich der positiven Effekte keinen Unterschied, ob Sie oft und kurz oder weniger und länger trainieren
Jupiter Images/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY
Lieber öfter und kürzer Sport treiben oder nicht so häufig, dafür aber länger? Im Hinblick auf die gesundheitlichen Vorteile, die regelmäßige Bewegung mit sich bringt, gibt es anscheinend keinen Unterschied. Das zeigt eine Studie der Queen’s-Universität in Kanada. Studienleiter Dr. Ian Janssen: „Wer nur am Wochenende trainiert und dabei auf 150 Minuten kommt, tut seiner Gesundheit genauso viel Gutes wie jemand, der täglich 20 bis 25 Minuten sportlich aktiv ist.“ Wichtig ist also nicht die Häufigkeit, sondern dass man sein Pensum in Angriff nimmt.

29.09.2013
Impfung: Lebenslanger Schutz vor Gelbfieber
Bereits eine Impfung reicht aus, um anhaltend vor der Infektionskrankheit zu schützen
W&B/Achim Graf/RYF
Für einen lebenslangen Schutz reicht bereits eine Impfung gegen Gelbfieber aus. Die bisher empfohlene Auffrischung alle zehn Jahre sei nicht erforderlich, teilt die Weltgesundheitsorganisation mit. Manche Länder in Afrika, Südamerika oder Asien verlangen aber weiterhin bei der Einreise oder bei Transit-Aufenthalten eine Impfung, die nicht mehr als zehn Jahre zurückliegt.

28.09.2013
Impfung: Lebenslanger Schutz vor Gelbfieber
Bereits eine Impfung reicht aus, um anhaltend vor der Infektionskrankheit zu schützen
W&B/Achim Graf/RYF
Für einen lebenslangen Schutz reicht bereits eine Impfung gegen Gelbfieber aus. Die bisher empfohlene Auffrischung alle zehn Jahre sei nicht erforderlich, teilt die Weltgesundheitsorganisation mit. Manche Länder in Afrika, Südamerika oder Asien verlangen aber weiterhin bei der Einreise oder bei Transit-Aufenthalten eine Impfung, die nicht mehr als zehn Jahre zurückliegt.

27.09.2013
Salmonellen: Vorsicht vor rohem Schweinefleisch
Die Keime finden sich wohl häufiger auf Schweinemett als auf Geflügel und Eiern, ergab eine Untersuchung
Thinkstock/iStock
Nicht mehr der Verzehr von Geflügelfleisch oder Eiern birgt das größte Risiko für eine Infektion mit Salmonellen, sondern rohes Schweinemett oder Schweinemettwurst. Das geht aus einer Studie des Niedersächsischen Landesgesundheitsamts hervor. Eine schlechte Kühlung begünstigt zudem die Verbreitung der Bakterien.

26.09.2013
Medikamente: Veränderte Wirkung bei Durchfall
Durch einen Magen-Darm-Infekt lässt die Wirksamkeit mancher Arzneimittel nach
Thinkstock/iStockphoto
Durchfall und Erbrechen können die ­Aufnahme von Arzneien im Körper einschränken oder ganz verhindern. Bei empfängnisverhütenden Mitteln kann das zu einem Wirkverlust führen. Fragen Sie deshalb bei einem akuten Magen-Darm-Infekt in der Apotheke nach, wie ­dieser die Wirksamkeit Ihrer Medikamente beeinflusst. Die Apotheke kann Ihnen sagen, ­welche Maßnahmen notwendig sind.

25.09.2013
Prämenstruelles Syndrom: Entspannte Zeit
Tipps für die Tage vor den Tagen
Jupiter Images GmbH/Bananastock LTD
Miese Laune, schwan­kende Stimmung, Reizbarkeit. Manche Frauen fühlen sich in den sieben bis zehn Tagen vor Beginn der Menstruation aufgedunsen, die Brust spannt, oder sie leiden vermehrt unter Kopfschmerzen. Prämenstruelles Syndrom (PMS) nennen Ärzte diese Kombination aus psychischen und körperlichen Symptomen.
Die Beschwerden sind vielfältig, nicht immer gleich stark ausgeprägt und kommen auch nicht bei jeder Frau im gebärfähigen Alter vor. Alle Symptome eint die Tatsache, dass sie nur in der zweiten Zyklushälfte auftreten – frühestens kurz nach dem Eisprung. Spätestens mit dem Einsetzen der Regelblutung sind sie wieder verschwunden. Frauen, die früh mit dem Rauchen begonnen haben, leiden häufiger darunter.
Die genauen Ursachen des PMS sind nicht bekannt. Betroffene Frauen, so vermuten Experten, spüren zyklus­bedingte Hormonschwankungen. Das Progesteron dominiert in dieser Phase. Es ist höher als das Östrogen und scheint wesentlich für die Beschwerden verantwortlich zu sein. Das kann sich auch auf die Psyche auswirken.
Regelmäßig wiederkehrende Beschwer­den irritieren. Vor allem Frauen, die nach Jahren die Pille absetzten, sind oft ganz erstaunt über die Begleit­­erscheinungen, wenn der Zyklus wieder einsetzt. Wenn sie verstehen, dass die Beschwerden in ei­nem klaren hormonellen Zusammenhang stehen und nichts Krankhaftes dahintersteckt, entlastet sie das. Nicht alle Frauen, die Symptome eines prämenstruellen Syndroms spüren, wollen oder brauchen dann überhaupt ­eine weitere Behandlung. Circa zwei bis fünf Prozent aller menstruierenden Frauen fühlen sich so stark belastet, dass sie sich wegen einer „prämenstruellen dysphorischen Störung“ (PMDS) in The­rapie befinden.

Stress kann psychisches und körperliches Unwohlsein verstärken. Nehmen Frau­en ihre PMS-Symptome als Signal wahr, einen Gang herunterzuschalten, kann das die Situation schon verbessern. Sich auch einmal Pausen zu gönnen, geht bei manchen Frauen zwischen Beruf, Haushalt und Kindern oft einfach unter. Wer regel­mäßig Entspannungsmethoden wie progressive Muskelrelaxation oder Yoga anwendet, kommt besser durch stressige Zeiten.

Bewegung fördert die Durchblutung, kurbelt so den Abtransport überflüs­­siger Gewebsflüssigkeit an und hilft, Krämpfe zu lösen. Außerdem hebt Sport die Laune. Besonders gut wirkt Ausdauertraining wie Nordic Walking, Joggen oder Schwimmen.
Sportliche Bewegung steigert das Körpergefühl: Wer sich selbst besser wahrnimmt, merkt auch früher, wo Anspannungen sind. Nur dann kann man rechtzeitig gegensteuern und wissen, was einem in dem Moment guttut, sagen Experten.

Das prämenstruelle Syndrom ist nicht gefährlich, aber lästig. Bei allgemeinen Beschwerden und Brustspannen hat sich Mönchspfeffer bewährt. Me­lisse, Baldrian, Hopfen und Passions­blume können eine gereizte, aggressive Stimmung ausgleichen. Johanniskraut kommt bei eher weinerlichen Gemütslagen zum Einsatz.
Leichte Kopfschmerzen vertreibt ein Spaziergang an der frischen Luft. Wer sich aufgedunsen fühlt, sollte salzarm essen und etwas mehr mageres Eiweiß zu sich nehmen, etwa fettarme Milchprodukte. Ansonsten ist eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse zu empfehlen.

24.09.2013
Rauchen: Tödliche Glimmstängel
Immer mehr Frauen sterben an Krebs, zeigt eine Untersuchung
Jupiter Images/Thinkstock
In den vergangenen 30 Jahren stieg in Deutschland die Zahl der Frauen, die an rauchertypischen Krebsarten starben, um 168 Prozent. Laut Statistischem Bundesamt erlagen 14.503 Frauen im Jahr 2011 einem Lungen-, Bronchial- oder Kehlkopf-Krebsleiden. 1981 waren es 5067. Ein Grund für die Zunahme könnte die Emanzipationsbewegung sein. Es könnte die medizinische Quittung dafür sein, dass Frauen in den 70er-Jahren verstärkt zu rauchen begannen, sagen Wissenschaftler.

23.09.2013
Rücken: Fit am Arbeitsplatz
Können Angestellte an firmeneigenen Fitnessprogrammen teilnehmen, lassen Rückenschmerzen deutlich nach
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Kanadische Forscher untersuchten vier Jahre lang, ob ein spezielles Wellness-, Fitness- und Informationsangebot in den Büros einer Behörde die Rückenschmerzrate der Beschäftigten verringern kann. 233 Menschen nahmen an dem Programm teil. Tatsächlich sank der Anteil derjenigen, die wegen Rückenbeschwerden Probleme beim Arbeiten hatten, von 83 auf 46 Prozent.
Auch in Deutschland fruchten vergleichbare Fitnessprogramme. Im Rahmen einer mehrjährigen Studie der Heidelberger Universität mit 4000 Mitarbeitern eines Autoherstellers ging die durchschnittliche Dauer der Arbeitsunfähigkeit wegen Rückenschmerzen um 35 Prozent zurück: von 13,6 auf 9,1 Tage pro Jahr. Am besten griff die Strategie, die Angestellten direkt am Arbeitsplatz zu behandeln.

22.09.2013
Probiotika: Gegen Antibiotikum-Durchfall
Wer ein Antibiotikum einnehmen muss, leidet dadurch oft unter Durchfall. Forscher vermuten, dass die gleichzeitige Einnahme von Probiotika die Symptome mindern kann
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Antibiotika verursachen oft Durchfälle. Wer das verhindern will, nimmt am besten gleichzeitig Probiotika zu sich. Das legt eine Übersichtsarbeit der Cochrane Collaboration nahe. Normalerweise ist Clostridium difficile ein harmloses Bakterium im Darm. Nimmt ein Mensch Antibiotika ein, vermehrt es sich jedoch stark und kann zu lebensbedrohlicher Diarrhö führen. Forscher vermuten, dass Probiotika die Symptome verhindern, nicht aber die Infektion.

21.09.2013
Probiotika: Gegen Antibiotikum-Durchfall
Wer ein Antibiotikum einnehmen muss, leidet dadurch oft unter Durchfall. Forscher vermuten, dass die gleichzeitige Einnahme von Probiotika die Symptome mindern kann
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Antibiotika verursachen oft Durchfälle. Wer das verhindern will, nimmt am besten gleichzeitig Probiotika zu sich. Das legt eine Übersichtsarbeit der Cochrane Collaboration nahe. Normalerweise ist Clostridium difficile ein harmloses Bakterium im Darm. Nimmt ein Mensch Antibiotika ein, vermehrt es sich jedoch stark und kann zu lebensbedrohlicher Diarrhö führen. Forscher vermuten, dass Probiotika die Symptome verhindern, nicht aber die Infektion.

20.09.2013
Stimmung: Schnelle Musik macht glücklich
Starker Stimmungsmacher: Das bewusste Genießen heißer Rhythmen kann die Stimmung heben
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Rasch noch ein Rezept für gute Laune: peppige Musik hören und – das ist wichtig – sich wohlfühlen wollen. Dass dies gelingen kann, belegt ein Experiment an der Universität von Missouri (USA). Hörten die Teilnehmer nur nebenbei Musik oder lauschten sie einem getragenen Stück, stellte sich die gewünschte Wirkung nicht ein.

19.09.2013
Muskeln: Reiten stärkt den Beckenboden
Wer einer Inkontinenz vorbeugen möchte, kann seinen Beckenboden mithilfe von Reiten oder Radfahren trainieren
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Sport kann helfen, die Muskulatur des Beckenbodens zu kräftigen. Doch es muss der richtige sein. Pilotstudien, die Mediziner von der Fresenius-Hochschule Köln durchführten, zeigen, dass insbesondere Reiten als gesunde Sportart für den Beckenboden empfohlen werden kann. Beim Trab und Galopp erreicht der Reiter eine besondere Aktivität in diesem speziellen Muskelbereich.
Auch Radfahren trainiert den Beckenboden – und das sogar schon bei geringer Anstrengung. Je kräftiger man jedoch in die Pedale tritt und je höher man den Gang wählt, umso mehr wird die Muskulatur trainiert.
Wer also zusätzlich etwas tun möchte, um eine Inkontinenz zu vermeiden oder sie zu beheben, macht nicht nur Physiotherapie, sondern steigt auch aufs Rad oder Pferd.

18.09.2013
Ernährung: Fisch statt rotem Fleisch
Menschen, die statt rotem Fleisch öfters mal Fisch essen, tun ihrer Gesundheit einen großen Gefallen. Neusten Studien zufolge soll dadurch auch das Speiseröhrenkrebsrisiko sinken
Thinkstock/iStockphoto
Wer statt rotem Fleisch öfter Fisch isst, verbessert seine Gesundheit und verringert die Gefahr für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Krebs. Das ist bereits bekannt. Eine in dem US-Fachmagazin Nutrition Reviews veröffentlichte Übersichtsarbeit zeigt nun zudem: Wer viel rotes Fleisch und Wurstprodukte konsumiert, hat auch ein wesentlich höheres Risiko für Speiseröhrenkrebs als Fischliebhaber, die nur gelegentlich zu solchen Fleischwaren greifen.
Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts erkranken jährlich rund 7900 Menschen in Deutschland an diesem Tumor – darunter mehr Männer als Frauen.

17.09.2013
Ernährung: Fisch statt rotem Fleisch
Menschen, die statt rotem Fleisch öfters mal Fisch essen, tun ihrer Gesundheit einen großen Gefallen. Neusten Studien zufolge soll dadurch auch das Speiseröhrenkrebsrisiko sinken
Thinkstock/iStockphoto
Wer statt rotem Fleisch öfter Fisch isst, verbessert seine Gesundheit und verringert die Gefahr für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Krebs. Das ist bereits bekannt. Eine in dem US-Fachmagazin Nutrition Reviews veröffentlichte Übersichtsarbeit zeigt nun zudem: Wer viel rotes Fleisch und Wurstprodukte konsumiert, hat auch ein wesentlich höheres Risiko für Speiseröhrenkrebs als Fischliebhaber, die nur gelegentlich zu solchen Fleischwaren greifen.
Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts erkranken jährlich rund 7900 Menschen in Deutschland an diesem Tumor – darunter mehr Männer als Frauen.

16.09.2013
Lunge: Schimmel fördert Asthma
Bei einem Wasserschaden mit Schimmelfolgen steigt das Risiko der Bewohner, an Asthma zu erkranken
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Schimmelbefall und Wasserschäden erhöhen das Asthmarisiko. Das ergab eine in dem Fachmagazin Occupational and Environmental Medicine veröffentlichte Studie. Forscher verfolgten neun Jahre lang die Gesundheit von 7104 Erwachsenen. Das Risiko, Asthma zu entwickeln, stieg bei Menschen in Häusern mit Wasserschäden um 46 Prozent, mit Schimmelbefall um 30 Prozent.
Hinter dem hohen Wasserschadenswert steckt laut den Autoren auch verdeckter Schimmel als Asthmarisiko, denn bei Wasserschäden finden die Pilze einen guten Nährboden. In Wänden verborgen sind sie aber schwer zu erkennen.

15.09.2013
Paare: Liebe aus dem Internet
Zunehmend mehr Partner finden sich im Internet
Thinkstock/Stockbyte
Bereits jedes dritte Paar, das in den USA in den vergangenen Jahren heiratete, hatte sich im Internet kennengelernt. Wissenschaftler der Universität von Chicago wollten wissen, wie glücklich und stabil diese Beziehungen sind. Dazu befragten sie online knapp 20.000 US-Bürger, die zwischen 2005 und 2012 geheiratet hatten.
Von den Menschen, die ihren Partner über das Internet kennengelernt hatten, gehörten überdurchschnittlich viele der Altersgruppe zwischen 30 und 49 Jahren an, verfügten über ein höheres Einkommen und hatten einen festen Job. Im Vergleich zu Paaren, die sich im Alltag kennengelernt hatten, waren sie etwas zufriedener mit ihrer Beziehung und wurden etwas seltener geschieden. Die Studie liefere einen ersten Einblick, wie das Internet Beziehungen beeinflusse, betonen die Forscher.

14.09.2013
Paare: Liebe aus dem Internet
Zunehmend mehr Partner finden sich im Internet
Thinkstock/Stockbyte
Bereits jedes dritte Paar, das in den USA in den vergangenen Jahren heiratete, hatte sich im Internet kennengelernt. Wissenschaftler der Universität von Chicago wollten wissen, wie glücklich und stabil diese Beziehungen sind. Dazu befragten sie online knapp 20.000 US-Bürger, die zwischen 2005 und 2012 geheiratet hatten.
Von den Menschen, die ihren Partner über das Internet kennengelernt hatten, gehörten überdurchschnittlich viele der Altersgruppe zwischen 30 und 49 Jahren an, verfügten über ein höheres Einkommen und hatten einen festen Job. Im Vergleich zu Paaren, die sich im Alltag kennengelernt hatten, waren sie etwas zufriedener mit ihrer Beziehung und wurden etwas seltener geschieden. Die Studie liefere einen ersten Einblick, wie das Internet Beziehungen beeinflusse, betonen die Forscher.

13.09.2013
Herzschwäche: Warnsignal Atemnot
Ein gesundes Herz ist auch im Alter belastbar. Fällt das Atmen plötzlich schwerer, kann das ein Indiz für nachlassende Herzkraft sein
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Muss man bei leichter Belastung deutlich stärker atmen, kann eine Herzschwäche die Ursache sein. Darauf weist die Deutsche Herzstiftung hin. Unter Belastung schafft es das Herz dann nicht mehr, genug sauerstoffreiches Blut in die Muskulatur zu pumpen. Ursachen können eine Erkrankung der Kranzgefäße, Klappenfehler, Rhythmusstörungen oder langjähriger Bluthochdruck sein. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber.

12.09.2013
Sport: Yoga für den Rücken
Menschen, die unter Rückenschmerzen leiden, können durch regelmäßiges Yoga Besserung erfahren
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Beschwerden im unteren Rückenbereich kann Yoga lindern. Kurzfristig lassen die Schmerzen nach, und Einschränkungen der Beweglichkeit nehmen ab. Auch langfristig zeigen sich positive Wirkungen. Zu diesem Ergebnis kamen Forscher der Klinik für Naturheilkunde und Integrative Medizin der Universität Duisburg-Essen bei der ersten Übersichts-Analyse zu dem Thema.
Sie untersuchten zehn Studien mit insgesamt 967 Rückenschmerz-Patienten. Diese praktizierten Hata-, Vini- und Iyengar-Yoga, meist ein bis zwei Stunden pro Woche bis zu 24 Wochen lang. Die drei Yoga-Stile orientieren sich an den körperlichen Möglichkeiten der Übenden.

11.09.2013
Kautschuk: Der Baum, aus dem das Gummi fließt
Aus dem Milchsaft wird Latex gewonnen. Der Rohstoff ist heute so wichtig wie einst – auch in der Medizin
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Schon vor mehr als 3600 Jahren wussten die Indianer im brasiliani­schen Regenwald die Schätze in ihrer Umwelt zu nutzen. Vorsichtig ritzten sie die Rinde einer bestimmten Art von Bäumen an, um einen bis heute wichtigen Rohstoff zu gewinnen: Natur­kautschuk.
Den zähflüssigen Milchsaft, der beim Anzapfen austrat, fingen die Eingeborenen auf und verwen­deten ihn zum Abdichten von Gefäßen und Booten. Beschreibungen wie „Baumtränen“ und „fließen­des Holz“ weisen darauf hin, dass der von Botanikern als Hevea brasiliensis bezeichnete Kautschukbaum die Menschen von jeher faszinierte.
Milchsaft erzeugen und speichern viele Pflanzen in ihren Gefäßsystemen – so beispielsweise der Löwenzahn, das Schöllkraut, das Immergrün und der Gummibaum in unseren Wohnzimmern. Der Kaut­schukbaum, der wie auch der Weihnachtsstern und der Chris­tusdorn zu den Wolfsmilch­gewächsen gehört, ist jedoch die ergiebigste Quelle.
Elastische Medizinprodukte
Woraus besteht der Stoff, aus dem heute unter anderem Medizinprodukte wie Gummiblasen, Schläuche und elastische Bänder für Druckinfusionsmanschetten, Tubusse oder orale und nasale Endotapes hergestellt werden? Hevea-Latex enthält vor allem Wasser und 30 bis 40 Prozent Kautschuk. Hinzu kommen in geringen Mengen
Zucker, ­Eiweiße, Harze und Wachse. In der freien Natur kann der Stamm bis zu einen Meter dick werden. Um den Baum stabil zu halten, wachsen die Pfahlwurzeln bis zu 4,5 Meter tief ins Erdreich.
Der imposante Laubbaum bildet rund ums Jahr dreiteilige Blätter aus, die an langen Stielen wachsen. Die unscheinbaren gelblichen Blüten sitzen an lockeren Rispen, in den Fruchtkapseln stecken ölhaltige Samen. Das wirtschaftliche Interesse am großflächigen Anbau erreichte Mitte des 19. Jahrhunderts einen Höhepunkt, nachdem der US-Chemiker Charles Good­year 1839 das Vulkanisieren erfunden hatte. Damit ließ sich der klebrige Milchsaft zu dem formbaren, technisch nutz­­ba­ren Material Gummi verarbeiten.
Folgenreicher Samen-Schmuggel
Dem Naturforscher Henry Wickham gelang es, Samen aus Brasilien über England nach Asien zu schmuggeln. Heute sind Thailand, Indonesien, Malaysia, Indien und Vietnam die größten Gummilieferanten. Fair gehandelter Naturkautschuk stammt laut des Vereins Fair Rubber aus Sri Lanka und Indien.
Aus Brasilien kommt heute nur noch wenig Natur­kautschuk, denn die meisten Hevea-Bäume dort hat der parasitäre Schlauchpilz Microcyclus ulei befallen. Er verbreitet sich schnell, weil der Baum im Regenwald immer wieder neue Blätter ent­wickelt. In Asien gibt es die Krankheit noch nicht, unter anderem, weil im 19. Jahrhundert nur die Samen eingeführt wurden, aber keine Stecklinge mit Blättern. Der Pilz ist ­jedoch
eine biologische Zeitbombe. Wenn er nach Asien käme, könnte das katastrophale Auswirkungen auf die Plantagen des Kontinents haben.
Dort verdienen Millionen von Kleinbauern und Wanderarbeitern – vor allem Frauen – ihren Lebensunterhalt mit dem Zapfen und Auffangen des klebrigen Safts. Die Bäume sind im ­Alter von fünf bis sieben Jahren so weit ent­wickelt, dass sie alle zwei bis drei Tage Latex abgeben können. Der Zapfschnitt darf jedoch nur über eine Hälfte des Stamms verlaufen, damit sich der Baum über den anderen Teil weiterhin mit Wasser und Nährstoffen versorgen kann.
Richtig zapfen will gelernt sein
Zum Anritzen benutzen die Arbeiterinnen ein Messer, das wie ein Stechbeitel aussieht. Sie schneiden in die Baumrinde dünne Rinnen, die im Lauf der Jahre ein großes V bilden. Zuerst wird die eine Seite bearbeitet, dann die andere. Damit die Wachstumsschicht des Baums beim Zapfen nicht verletzt wird, darf der Schnitt nur fünf, sechs Millimeter tief sein. In den Ritzkanälen fließt der Milchsaft langsam nach unten, wo er in einem Behälter aufgefangen wird. In zwei, drei Stunden kommen 20 bis 30 Gramm zusammen. Dann ist der Saft so stark geronnen, dass der Strom versiegt.
Geübte Zapferinnen bearbeiten am Tag 200 bis 300 Bäume. Die Ernte bringen sie zur Sammelstelle, wo sie zu einem flüssigen oder fes­ten Zwischenprodukt verarbeitet wird. Die eigentliche Vulkanisation erfolgt bei der Endproduktion in Gummifabriken – zunehmend in China, aber auch in Indien, Malaysia und Sri Lanka.
Autoreifen, Scheibenwischerblätter und Dichtungsprofile. Matratzen, Turnschuhe und Wärmflaschen. Luftballons, Fußballblasen und Haushaltshandschuhe. Nuckel und Flaschensauger für Babys, Kondome – all das wird teilweise oder komplett aus Latex hergestellt. Dennoch macht Naturkautschuk den geringeren Anteil an der Welt-Gummiproduktion aus; meistens handelt es sich um Kunstgummi, das aus Petroleum hergestellt wird. Ein Autoreifen besteht heute nur noch zu 30 Prozent aus Naturlatex.
So segensreich Naturkautschuk für die Menschheit ist, so unangenehm kann der tägliche Umgang für die Frauen und Männer sein, die dem Material gesundheitsschädliche Zusätze beimengen oder als Ärzte, OP-Schwes­tern und Pfleger täglich billige Einmalhandschuhe tragen müssen. Auslöser für die Latexallergie ist ein in Spuren in dem Rohstoff enthaltenes Protein, auf das sensibilisierte Personen mit Schwellungen, Juckreiz und Fließschnupfen reagieren.
Auch das Holz der Bäume wird verwendet
Kautschukbäume sind aber nicht nur wegen des Latex gefragt, inzwischen wird in Asien auch ihr gelbliches, gleichmäßiges Holz verarbeitet. Die Einkäufer müssen das Material innerhalb von 24 Stunden behandeln, damit es sich wegen des austretenden Milchsafts nicht schwarz färbt. Aus dem Holz werden vor allem Küchenbrettchen, Bürstengriffe und Möbel hergestellt.
Auch die Nachfrage nach Naturlatex steigt. Der Grund: Bis heute ist es nicht möglich, synthetisches Gummi so zäh und zugleich elastisch herzustellen wie Naturkaut­schuk.

10.09.2013
Kopf: Fahrradhelme schützen
Mit Helm radeln senkt die Zahl tödlicher Unfälle, zeigten US-Forscher
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US-Forscher zeigten: In Bundesstaaten mit Helmpflicht sank die Zahl der Todesfälle und Verletzungen bei Kindern unter 16 Jahren aufgrund von Unfällen mit Autos um 20 Prozent. Sie hatten Daten aus 50 Bundesstaaten sowie Puerto Rico verglichen. In 16 Staaten bestand Helmpflicht, in 35 nicht.
Auch als sie andere Einflüsse auf die Unfallrate wie die Gesetze zur Fahrerlaubnis im Alter oder zum Blutalkohol herausrechneten, war die Zahl der Todesfälle in den Staaten mit Helmpflicht geringer. 2012 starben in Deutschland 406 Menschen bei Fahrradunfällen.

09.09.2013
Essen: Weichmacher in Nahrungsmitteln
Aus einigen Nahrungsmittelverpackungen können gesundheitsschädliche Stoffe ins Essen gelangen
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Auch in Lebensmitteln finden sich gesundheitsschädliche Weichmacher. Wie groß die Mengen sind und wo sie vorkommen, hat das Bundesinstitut für Risikobewertung ermittelt. Bei den meisten Menschen liegt die Menge der über das Essen aufgenommenen Weichmacher unter dem Grenzwert.
Bei einem Prozent aber liegt sie darüber. Diese Gruppe verzehrt viele Fertiggerichte und fetthaltige Soßen. Solche Nahrungsmittel enthalten oft hohe Konzentrationen des Weichmachers DEHP, der Produkte aus PVC geschmeidig macht.

08.09.2013
Beruf: Jeder Vierte hat innerlich gekündigt
Viele Mitarbeiter fühlen sich kaum an ihren Arbeitsplatz gebunden, zeigt eine Umfrage
Thinkstock/Jupiter Images
Deutsche Arbeitnehmer fühlen sich wenig an ihren Arbeit­geber gebunden: Fast ein Viertel (24 Prozent) hat innerlich gekündigt, zeigt eine repräsentative Umfrage des Forschungs­instituts Gallup. Bei einer ersten Untersuchung im Jahr 2001 lag dieser Anteil noch bei 15 Prozent. Als Ursache für die geringe Bindung sehen die Forscher Mängel in der Personalführung der Vorgesetzten. So lasse das Engagement nach, wenn die Mitarbeiter nicht nach ihrer Meinung gefragt würden und keine angemessene Rückmeldung zur Arbeitsleistung bekämen.

07.09.2013
Beruf: Jeder Vierte hat innerlich gekündigt
Viele Mitarbeiter fühlen sich kaum an ihren Arbeitsplatz gebunden, zeigt eine Umfrage
Thinkstock/Jupiter Images
Deutsche Arbeitnehmer fühlen sich wenig an ihren Arbeit­geber gebunden: Fast ein Viertel (24 Prozent) hat innerlich gekündigt, zeigt eine repräsentative Umfrage des Forschungs­instituts Gallup. Bei einer ersten Untersuchung im Jahr 2001 lag dieser Anteil noch bei 15 Prozent. Als Ursache für die geringe Bindung sehen die Forscher Mängel in der Personalführung der Vorgesetzten. So lasse das Engagement nach, wenn die Mitarbeiter nicht nach ihrer Meinung gefragt würden und keine angemessene Rückmeldung zur Arbeitsleistung bekämen.

06.09.2013
Figur: Besser nicht jammern
Ob dick oder dünn – klagen Frauen über Ihr Äußeres, wirken sie auf andere unsympathisch, ergab eine Studie
Thinkstock/Blend Images
Klagen über zu viele Pfunde sind unter Frauen verbreitet. Doch beliebt macht man sich damit nicht, ergab nun eine Studie der Universität von Notre Dame (USA). Die Forscherinnen zeigten Testperso­nen Fotos von dicken und dünnen Frauen. Dazu waren positive oder negative Kommentare der Frauen zu ihrem Äußeren abgebildet. Ergebnis: Egal, ob dick oder dünn – wer sich kritisch über die eigene Figur äußerte, wurde häufiger als unsympathisch bewertet.

05.09.2013
Sinne: Ist Wut wirklich rot?
Die Teilnehmer einer Studie ordneten Gefühle bestimmten Farben zu – Rot stand beispielsweise für Ärger
Thinkstock/Zoonar
Eine enge Verbindung von Gefühlen und Sinneseindrücken belegt eine in dem Fachmagazin PNAS veröffentlichte Studie. Teilnehmer in den USA und in Mexiko ordneten schnellen Musikstücken in Dur helle Gelb- und Orangetöne zu, langsamen und traurigen graublaue Farben. In weiteren Tests verbanden Personen einen fröhlichen Gesichtsausdruck meist mit der Farbe Gelb, einen traurigen mit Graublau und einen wütenden mit Rot.

04.09.2013
Queller: Spargel aus dem Watt
Die Salzpflanze hat sich auf das Leben am Meer spezialisiert. Jetzt wird sie als Delikatesse für die Küche wiederentdeckt
PhotoDisc/ RYF
Viele Strandurlauber gehen im Watt achtlos an dem unscheinbaren, knöchelhohen Queller vorbei, den sie für Unkraut halten. Ein zweiter Blick lohnt sich aber ­allemal, denn die im Schlick der Nordsee – und an einigen Stellen auch der Ostsee – wachsenden Salzpflanzen sind sogar essbar. Ihre fleischigen, grünen Stängel stecken voller gesunder Mineralsalze und natürlichem Jod. In rohem Zustand erinnert ihr Geschmack an Salzstangen.
Die Franzosen bezeichnen das Fuchs­schwanzgewächs, das botanisch mit dem Spinat und der Zuckerrübe verwandt ist, als Passe­pierre und schätzen es seit jeher als wohlschmeckende ­Delikatesse. Deutsche Köche haben den leckeren Küs­tenspargel, im Volksmund auch Friesenkraut und Meeresfenchel genannt, mittlerweile als nährstoffreiche Beilage zu Fischgerichten wiederentdeckt.
Bei den Salzpflanzen geraten auch ­Botaniker ins Schwärmen. Der Queller ­­(Salicornia) hat sich nämlich – wie alle Halophyten – perfekt an das Meerwasser angepasst, das ihn bei Flut umspült.
Gegen Salzwasser unempfindlich
Für die meisten Pflanzen ist Salzwasser giftig. Queller nimmt das Mineral vor allem über die Wurzeln auf. Im Inneren der Pflanze wird es in großen Zell­­vakuolen abgelagert – Hohlräumen, die mit Zellsaft gefüllt sind. Auf diese Weise wird der Salzgehalt verdünnt und schadet der Pflanze dann nicht mehr.
Viele Hobbyköche nehmen fälsch­licherweise an, dass es sich bei Queller um eine Meeresalge handelt. Er bildet jedoch ab Juni an seinen geschuppten Sprossen kleine, gelbliche Blüten aus, während Algen keine Blüten entwickeln.
Im Lauf des Sommers lassen die besonderen Fähigkeiten des Quellers nach, da die Stiele von innen verholzen. Die dann rötlich gefärbten Pflanzen sterben im August ab, weil sie das Salzwasser nicht mehr genug verdünnen können.
Allzu lange darf Queller übrigens nicht vollständig von Meerwasser ­be­deckt sein: Die Sprossen müssen ­„atmen“ können. Unter der Oberfläche fehlt ihnen das Kohlendioxid, das sie benötigen, um daraus zusammen mit Wasser und Sonnenenergie Zucker herzustellen. Der Lebens­zyklus würde also gestört, und die Pflanzen hätten keine Nahrung mehr.
In Nordsibirien und Südafrika
An die Bedingungen im Wattenmeer und in den Salzwiesen hat sich der Queller so gut angepasst, dass er an Norwegens Nordkap und im russi­schen Nordsibirien ebenso vorkommt wie in Nordamerika, Südafrika und ­Teilen Asiens. An der Nordseeküste und auf den Inseln wächst er oft im Flutsaum von Naturschutz- und Brutgebieten, zu denen der Zutritt verboten ist. An der Ostsee findet man ihn seltener, weil das Meer weniger Salz enthält und es wegen der schwachen Gezeiten kaum Schlickwatt gibt.

03.09.2013
Durchfall: Vier tödliche Erreger
Vier Magen-Darm-Keime sind für zirka 80 Prozent der Todesfälle von an Durchfall erkrankten Kindern schuld
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Weltweit sterben jährlich rund 800.000 Kinder unter fünf Jahren an Durchfallerkrankungen. Dabei verursachen vier Erreger 80 Prozent aller Todesfälle: Rotaviren, die Bakterien Escherichia coli und Shigella sowie der Parasit Cryptosporidium, berichtet die Fachzeitschrift The Lancet. Die Autoren fordern, Medikamente gegen Cryptosporidium zu entwickeln, denn dagegen gibt es bislang keinen Wirkstoff. In Deutschland stirbt kaum ein Infizierter daran. Doch in der zweiten Jahreshälfte 2012 erlitten 584 Kinder und Erwachsene eine Kryptosporidiose.

02.09.2013
Ringelblume: Gesund im Mund
Die Heilpflanze kann Entzündungen der Mundschleimhaut lindern – eine häufige Nebenwirkung von Krebstherapien
W&B/Annette Falck/RYF
Bei vielen Krebstherapien treten Entzündungen der Mundschleimhaut als Nebenwirkung auf. Extrakte der Ringelblume (Calendula officinalis) wirken dieser Schädigung entgegen, wie iranische Forscher zeigten. Sie testeten eine Calendula-Mundspülung bei 40 Patienten mit Krebs im Kopf- und Halsbereich, die bestrahlt wurden. Im Vergleich mit einem Scheinmedikament linderte die Spülung die Beschwerden deutlich.

01.09.2013
Ernährung: Mehr gesunde Jahre
Eine aktuelle Studie ergab: Vegetarier leben länger
Thinkstock/Stockbyte
Vegetarier leben länger. Das bestätigt nun auch eine in der Fachzeitschrift JAMA veröffentlichte Studie, in die Daten von 73.000 Angehörigen einer Freikirche eingeflossen waren. Die Forscher be­obachteten in den USA sechs Jahre lang Adventisten, von denen sich fast die Hälfte fleischlos ernährte. Die Analyse der Daten zeigt, dass das Risiko, vorzeitig zu sterben, für Vege­t­arier um zehn Prozent niedriger ist als für Nicht-Vegetarier. Schwere Nierenerkrankungen und Störungen des Hormonsystems wie Diabetes waren bei den Vegetariern nur halb so oft die Todesursache.

31.08.2013
Ernährung: Mehr gesunde Jahre
Eine aktuelle Studie ergab: Vegetarier leben länger
Thinkstock/Stockbyte
Vegetarier leben länger. Das bestätigt nun auch eine in der Fachzeitschrift JAMA veröffentlichte Studie, in die Daten von 73.000 Angehörigen einer Freikirche eingeflossen waren. Die Forscher be­obachteten in den USA sechs Jahre lang Adventisten, von denen sich fast die Hälfte fleischlos ernährte. Die Analyse der Daten zeigt, dass das Risiko, vorzeitig zu sterben, für Vege­t­arier um zehn Prozent niedriger ist als für Nicht-Vegetarier. Schwere Nierenerkrankungen und Störungen des Hormonsystems wie Diabetes waren bei den Vegetariern nur halb so oft die Todesursache.

30.08.2013
Haustiere: Bello ist gut fürs Herz
Wer einen Hund hat, erkrankt seltener an Herz oder Gefäßen, zeigen Studien
Thinkstock/iStockphoto
Haustierbesitzer sind weniger gefährdet für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Vor allem Hundehalter scheinen gesundheitlich zu profitieren. Das legt ein Bericht der American Heart Association nahe, der in dem Fachmagazin Circu­­lation veröffentlicht wurde. Die Wissenschaftler um Glenn Levine vom Baylor College of Medicine in Houston (USA) identifizierten durch die Analyse zahlreicher Studien mehrere Faktoren, die einen ursächlichen Zusammenhang zwischen Tier­haltung und Herzgesundheit vermuten lassen. So sind Hundebesitzer körperlich oft aktiver und seltener fettleibig als Menschen ohne Haustier. Außerdem fanden die Forscher Hinweise, dass Hunde und Katzen körperliche Stressfolgen verringern.

29.08.2013
Übergewicht: Der Generationen-Unterschied
Jüngere Menschen haben laut einer Studie ein größeres Risiko für Fettleibigkeit als frühere Generationen
Thinkstock/Stockbyte
Um die Gesundheit jüngerer Menschen steht es heute allgemein schlechter als bei Angehörigen früherer Generationen im gleichen Alter, lautet das Fazit einer niederländischen Studie. Die Forscher werteten die über Jahre gesammelten Daten von 6377 erwachsenen Einwohnern der Stadt Doetinchem aus. Zu Beginn der Studie waren 40 Prozent der 30- bis 39-Jährigen über­ge­wichtig, zehn Jahre später waren es von jenen, die dann zu dieser Altersgruppe gehörten, schon 52 Prozent. Da Fettleibigkeit bei Gesunden als Risikofaktor gilt, sind Betroffene früher und even­tuell länger möglichen Gesundheitsrisiken durch Stoffwechselveränderungen ausgesetzt.

28.08.2013
Ohrenschmerzen: Untertauchen ohne Folgen
Nach einem Badetag kann es zu schmerzhaften Entzündungen des Gehörgangs kommen
Thinkstock/Polka Dot Images
Wer nach einem Besuch im Freibad oder Badesee plötzlich heftige Ohrenschmerzen bekommt, leidet vermutlich an einer Gehörgangentzündung, einer Otitis externa. Weil die Krankheit häufig nach dem Schwimmen auftritt, heißt sie auch Bade-Otitis.
Wenn der Gehörgang anschwillt
Oft sind es Jugendliche, die in der Nacht nach einem ausgedehnten Badetag so stark unter Schmerzen leiden, dass sie nicht schlafen können und deswegen in die Notaufnahme einer Klinik kommen.
Bei den Betroffenen dringen Bakterien, die auf der Haut oder im Wasser vorkommen, in den Gehörgang ein und breiten sich dort aus. Wenn die Haut aufgeweicht ist oder im äußeren Ohr kleine Verletzungen vorliegen, haben es die Erreger leicht.
Ein Risiko, an einer Gehörgangentzündung zu erkranken, tragen deswegen auch Taucher oder Menschen, die Hörgeräte benutzen. Diese begünstigen die Entstehung eines feuchten Milieus im Ohr, das einen Nährboden für Keime darstellt.
Die Otitis externa erkennt der Arzt an einem geröteten und geschwollenen Gehörgang. Bei der Untersuchung wenden Mediziner außerdem zwei einfache Tricks an, um die Gehörgangentzündung zu diagnostizieren und von anderen Ohrkrankheiten abzugrenzen: Sie wackeln etwas an der Ohrmuschel des Patienten oder drücken auf den ­Tragus, den kleinen Knorpel vor der Ohrmuschel. Wer an ­einer Otitis externa leidet, dem tut beides sehr weh. Einem Patienten mit einer Mittelohrentzündung (Otitis media), die beispielsweise bei einer Erkältung auftreten kann, verursachen diese Griffe dagegen kaum zusätzliche Schmerzen.
Ohrenschmerzen? Gleich zum Arzt!
Abwarten sollte man bei starken Ohrenschmerzen auf keinen Fall. Am wichtigsten ist die sorgsame Reinigung des Ohrs durch den Arzt. Oftmals hat sich dort Sekret angesammelt, das der Arzt absaugt oder es auswischt.
In der Leitlinie Ohrenschmerzen werden verschiedene Therapiemöglichkeiten genannt, um die Entzündung zu stoppen: Ohrentropfen mit Kortison, schmerzstillenden Zusätzen oder Antibiotika. Auch mit Kombinationen dieser drei Substanzen kann der äußere Gehörgang bepinselt oder beträufelt werden. In den Gehörgang gelegte Salbenstreifen, die Antibiotika, Kortison oder Antiseptika enthalten, stellen eine weitere Behandlungsmöglichkeit dar.
Der Vorteil von Antiseptika ist, dass damit ein breites Spektrum von Keimen abgetötet werden kann. Im Gegensatz dazu attackieren Antibiotika gezielt bestimmte Gruppen von Bakterien.
Einige Mittel können aber nur dann verwendet werden, wenn das Trommelfell intakt ist. Wichtig ist außerdem, dass der Salbenstreifen möglichst täglich gewechselt und das Ohr von Resten gereinigt wird.
Allerdings warnen HNO-Experten davor, leichtfertig oder zu oft Antibiotika am Ohr aufzutragen. Dies kann zu Allergien führen und die natürliche Flora im Ohr durcheinanderbringen. Dann besteht die Gefahr, dass sich dort leichter Pilze ansiedeln – die ebenfalls eine Gehörgangentzündung hervor­­rufen können.
Besser nicht in den Ohren pulen
Mit umsichtigem Verhalten schützt man sich vor einer Bade-Otitis. Die Tipps der Mediziner lassen sich in dem Ratschlag zusammenfassen, das Ohr möglichst in Ruhe zu lassen: Wer Wasser im Ohr hat, sollte nicht mit dem Finger darin pulen. Wer sich dabei mit dem Fingernagel kleine Wunden zufügt, bietet Bakterien freie Bahn. Experten warnen auch davor, Ohrschmalz mit Wattestäbchen zu entfernen. Damit nimmt man dem Ohr ­­einen wichtigen Schutz vor Entzündungen. Ohrstöpsel bieten keinen Schutz, weil trotzdem Wasser in das Ohr gelangen kann.

27.08.2013
Kinder: Die ersten Schritte
Eltern sollten sich keine Sorgen machen, wenn Ihr Kleines später als andere anfängt zu laufen
Thinkstock/iStock
Im Durchschnitt machen Kinder ihre ersten Schritte im Alter von zwölf Monaten. Einige fangen aber erst später an zu laufen. Die Eltern müssen sich keine Sorgen machen: Nachwuchs, der früh auf den Beinen steht, ist weder intelligenter noch motorisch geschickter. Das zeigt eine Studie des Kinderspitals Zürich mit 222 Teilnehmern, welche die Forscher bis zu ihrem 18. Geburtstag beobachteten. Erst wenn der Sprössling mit 20 Monaten noch nicht selbstständig läuft, sei dies bedenklich.

26.08.2013
Psyche: Saisonale Trends
Psychische Erkrankungen hängen wohl stärker mit den Jahreszeiten zusammen als bisher gedacht
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Wenn eine Krankheitswelle naht, lässt sich das an Begriffen ablesen, nach denen Menschen aktuell im Internet suchen. Dieses Phänomen ist beim Thema Grippe als „Google-Grippe-Trends“ bekannt. Forscher der Universität San Diego fanden nun heraus, dass auch Suchbegriffe aus dem Bereich der Psyche ähnliche Hinweise liefern. Sie stehen offenbar mit den Jahreszeiten in Verbindung.
In Sommermonaten wurde in den USA um 37 Prozent seltener nach Begriffen gesucht, die mit Ess­störungen zu tun haben, als im Winter. Bei „Schizophrenie“ und „Selbstmord“ waren es ähnliche Werte. Psychi­sche Erkrankungen ­haben demnach einen stärkeren Zusammenhang mit der Jahreszeit als bisher vermutet, schreiben die Wissenschaftler.

25.08.2013
Beruf: Erfolgreiche Chefin
Eine gute Entscheidung: Frauen an die Spitze. Weibliche Führungskräfte bringen viele Vorteile mit, sagen Forscher
Thinkstock/Creatas
Mehr Frauen in die Chefetagen: Diese Empfehlung wird durch eine Studie der McMaster- Universität in Hamilton (Kanada) gestützt. Die Forscher befragten mehr als 600 Spitzenkräfte nach ihrem Führungsstil. 75 Prozent waren Männer mit viel Management-Erfahrung. Sie orientierten sich häufiger an festen Regeln und traditionellen Geschäftspraktiken.
Dagegen versuchten weibliche Führungskräfte, unterschiedliche Interessen stärker zu berücksichtigen und durch Zusammenarbeit eine Übereinkunft zu erzielen. Außerdem suchten sie öfter nach Alternativen. Die Forscher schließen daraus, dass Unternehmen von einem höheren Frauenanteil in Führungspositionen profitieren würden.

24.08.2013
Beruf: Erfolgreiche Chefin
Eine gute Entscheidung: Frauen an die Spitze. Weibliche Führungskräfte bringen viele Vorteile mit, sagen Forscher
Thinkstock/Creatas
Mehr Frauen in die Chefetagen: Diese Empfehlung wird durch eine Studie der McMaster- Universität in Hamilton (Kanada) gestützt. Die Forscher befragten mehr als 600 Spitzenkräfte nach ihrem Führungsstil. 75 Prozent waren Männer mit viel Management-Erfahrung. Sie orientierten sich häufiger an festen Regeln und traditionellen Geschäftspraktiken.
Dagegen versuchten weibliche Führungskräfte, unterschiedliche Interessen stärker zu berücksichtigen und durch Zusammenarbeit eine Übereinkunft zu erzielen. Außerdem suchten sie öfter nach Alternativen. Die Forscher schließen daraus, dass Unternehmen von einem höheren Frauenanteil in Führungspositionen profitieren würden.

23.08.2013
Ernährung: Warum zu viele Steaks schaden
In rotem Fleisch steckt der Inhaltsstoff Carnitin. Dauerhaft erhöhte Mengen können unseren Gefäßen schaden
Thinkstock/iStockphoto
Das regelmäßige Essen großer Mengen Rind-, Schweine- und Wildfleisch erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten. Eine wichtige Ursache ist offenbar der Inhaltsstoff Carnitin, schreibt die Fachzeitschrift Nature Medicine. Im Darm entsteht daraus eine Substanz, die den Gefäßwänden schadet. Carnitin ist wichtig für den Fettstoffwechsel des Körpers. Dauerhaft erhöhte Mengen im Blut können Gefäßschäden hervorrufen.

22.08.2013
Gehirn: Der Ort der Mathebegabung
Rechnen fällt manchen Menschen besonders leicht. Der Ort der Begabung hierfür sitzt im Gehirn wahrscheinlich in einer Region namens Hippocampus
Thinkstock/Ablestock
Der Hippocampus, ein Hirnbereich, der bisher in erster Linie als wichtig für die Gedächtnisbildung angesehen wurde, beeinflusst anscheinend auch unser Verständnis für Mathematik. Das wiesen Forscher der Universität Stanford (USA) nach.
Sie testeten zunächst bestimmte Fähigkeiten von 40 Grundschülern der dritten Klasse und wählten dann 24 von ihnen aus, die anschließend acht Wochen lang Mathematik-Einzelunterricht bekamen. Alle Studienteilnehmer schnitten danach bei einem Rechentest besser ab. Die größten Fortschritte zeigten Kinder mit einem großen und gut vernetzten Hippocampus. Das ergab eine Untersuchung des Gehirns mit bildgebenden Verfahren.

21.08.2013
Toxoplasmose: Tückischer Parasit
Der Erreger der Toxoplasmose kann ungeborene Kinder schädigen
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Der Parasit Toxoplasma gondii ist äußerst erfolgreich: Weltweit kam nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) ein Drittel der Menschen nachweislich mit ihm in Kontakt, in Deutschland sogar etwa jeder Zweite.
Meist bleibt die Infektion unbemerkt. Allenfalls leichte grippeähnliche Beschwerden können auftreten. Wer sich einmal angesteckt hat, ist immun und vor einer neuerlichen Infektion geschützt. Gefährlich ist die Ansteckung jedoch in der Schwangerschaft.
Besonders gefährdet sind auch Kleinkinder unter fünf Jahren und Personen, die durch Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme ein geschwächtes Immunsystem haben. Experten sprechen von einem unterschätzten Risiko.
Die bevorzugten Wirte des Erregers sind Katzen. Der Einzeller durchläuft verschiedene Entwicklungsstadien. Katzen scheiden ihn mit dem Kot aus. Danach reift der Parasit in wenigen Tagen und bleibt lange infektiös. Im Freien wird er durch Wind und Regen verbreitet.
Mit der Nahrung nehmen ihn Mäuse, aber auch andere Säugetiere oder der Mensch wieder auf. Dort vermehrt sich der Parasit und nistet sich in Zysten im Muskel- und Nervengewebe ein, wo er dauerhaft bleibt und von einem intakten Abwehrsystem in Schach gehalten wird.

Frühzeitige Therapie

Nach Hochrechnungen muss man davon ausgehen, dass jährlich rund 1000 Kinder in der Schwangerschaft mit Toxoplasmose infiziert werden. Dann drohen eine Fehlgeburt, schwere Missbildungen, zum Beispiel ein Wasserkopf, oder geistige Beeinträchtigungen. Selbst bei einem Kind, das bei der Geburt klinisch unauffällig ist, können noch im Jugendalter Spätfolgen auftreten. Gefürchtet sind Sehschäden, die bis hin zur Erblindung reichen können.
Eine Studie der Universität Göttingen an 685 schwangeren Frauen mit einer akuten Toxoplasmose konnte belegen, dass eine frühzeitige Behandlung mit Antibiotika im Vergleich zu einem späteren Therapiebeginn die Wahrscheinlichkeit von Schäden beim Kind deutlich verringert.
Am besten ist es, wenn sich Frauen schon vor einer Schwangerschaft auf Antikörper testen lassen, sagen Experten. Ergibt dieser Test, dass bereits Antikörper vorhanden sind, besteht keine Gefahr für das Kind. Alle anderen Frauen sollten sich während der Schwangerschaft mehrmals testen lassen, auch wenn das bislang nicht zu den Kassenleistungen zählt.
Schutz für Schwangere
  • Auf rohe Wurst- und Fleischwaren verzichten. Ansonsten Fleisch gut durchbraten oder erhitzen. Obst und Gemüse vor dem Verzehr sorgfältig reinigen.
  • Hände regelmäßig und vor allem nach dem Zubereiten von Fleisch und vor dem Essen waschen.
  • Bei der Gartenarbeit Handschuhe tragen. Danach die Hände säubern.
  • Nicht aus offenen Gewässern trinken.
  • Die Katzentoilette täglich gründlich von einer anderen Person reinigen lassen.

20.08.2013
Salmonellen: Infektionsgefahr durch exotische Haustiere
Immer wieder bekommen Menschen eine Salmonelleninfektion durch exotische Reptilien. Besonders gefährdet sind Kinder, Schwangere, chronisch Kranke und Senioren
Thinkstock/iStock
Salmonellen-Infektionen durch exotische Kriechtiere wie Schildkröten und Schlangen nehmen in Deutschland zu. Darauf macht das Robert-Koch-Institut (RKI) aufmerksam. Gefährdet sind vor allem Kinder unter fünf Jahren, Schwangere sowie chronisch kranke und ältere Menschen.
In fünf Jahren stieg der Anteil dieser seltenen Infektionen bei Kindern unter zwei Jahren deutlich an. Es empfiehlt sich, Kleinkinder nicht dort krabbeln zu lassen, wo sich Reptilien aufgehalten haben. Auch Gegenstände, mit denen die Tiere Kontakt hatten, sollten außer Reichweite bleiben.

19.08.2013
Gesundheit: Bewegung und richtige Ernährung
Doppelt hält besser: Wer sich mehr bewegen will, sollte sich gleichzeitig gesund ernähren, dann ist die Wahrscheinlichkeit durchzuhalten besonders hoch
Thinkstock/iStockphoto
Wer sich gesünder ernähren und körperlich aktiver werden will, fängt am besten mit beidem gleichzeitig an. Das legt eine Studie von Forschern der Stanford-Universität (USA) nahe. Dabei gab es vier Gruppen.
Die erste erhielt Empfehlungen zu gesunder Ernährung und Sport. Die zweite änderte zunächst ihre Essgewohnheiten und stieg erst später in ihr Bewegungsprogramm ein, während die dritte es umgekehrt machte. Die vierte war die Kontrollgruppe. Nach einem Jahr zeigten diejenigen die besten Ergebnisse, die von Anfang an beide Strategien verfolgt hatten.

18.08.2013
Aromastoffe: Unnatürlich natürlich
"Erdbeeraroma" muss zwar nach der Frucht schmecken, aber nicht von ihr stammen
Thinkstock/iStockphoto
Auch wenn seit April europaweit eine neue Liste mit 2000 zulässigen Aromastoffen gilt, bleibt die Kennzeichnung für Verbraucher verwirrend. „Natürliche Aromen“ müssen demzufolge aus natürlichen Rohstoffen stammen, aber nicht von den Früchten, die etwa auf einem Joghurt abgebildet sind.
„Erdbeeraroma“ muss zwar nach den Früchten schmecken, aber nicht daraus gewonnen sein. Nur wenn „natürliches Erdbeeraroma“ draufsteht, stammt es auch von Erdbeeren.

17.08.2013
Aromastoffe: Unnatürlich natürlich
"Erdbeeraroma" muss zwar nach der Frucht schmecken, aber nicht von ihr stammen
Thinkstock/iStockphoto
Auch wenn seit April europaweit eine neue Liste mit 2000 zulässigen Aromastoffen gilt, bleibt die Kennzeichnung für Verbraucher verwirrend. „Natürliche Aromen“ müssen demzufolge aus natürlichen Rohstoffen stammen, aber nicht von den Früchten, die etwa auf einem Joghurt abgebildet sind.
„Erdbeeraroma“ muss zwar nach den Früchten schmecken, aber nicht daraus gewonnen sein. Nur wenn „natürliches Erdbeeraroma“ draufsteht, stammt es auch von Erdbeeren.

16.08.2013
Sodbrennen: Abnehmen hilft
Wer sauer aufstoßen muss, sollte überflüssige Pfunde abbauen
W&B/Martin Ley/RYF
Wer unter dem Rückfluss (Reflux) von ­Magensaft in die Speiseröhre leidet, sollte überflüssige Pfunde loswerden. Das lindert nicht nur leichte bis mittelstarke Refluxbeschwerden, auch eine Behandlung mit Medikamenten gegen das saure Aufstoßen schlägt dann besser an.
Das fanden Forscher der Norwegian University of Science and Technology (Norwegen) in einer Studie heraus, bei der zirka 30.000 Erwachsene zweimal im Abstand von mehr als zehn Jahren zu Refluxbeschwerden befragt wurden.

15.08.2013
Wund im Mund: Was hilft?
Ist die Mundschleimhaut entzündet, helfen spezielle Gele. Tipps zur Anwendung
Stockbyte/RYF
In der Apotheke gibt es Pinselungen und Gele, die bei schmerzhaften Entzündungen der Mundschleimhaut Abhilfe schaffen. Sie enthalten pflanzliche oder synthetische Arzneistoffe. Solche Mittel wirken besser, wenn Sie die betroffene Stelle vor dem Auftragen mit einem Wattestäbchen oder einem Taschentuch trocken tupfen. Das verbessert die Haftung des Präparats auf der Schleimhaut.

14.08.2013
Reiseapotheke: Richtig vorbereitet in den Urlaub
Nach einer guten reisemedizinischen Beratung lässt es sich unbeschwerter in die Ferien fahren
W&B/Imagesource
Alle Jahre zur Ferienzeit greift eine ansteckende Krankheit um sich: das Reisefieber. Damit der wohlverdiente Urlaub ohne Risi­ken und Nebenwirkungen verläuft, sollten „Infizierte“ vor dem Reiseantritt noch einmal ihre Apotheke aufsuchen. Bundesweit haben sich mehrere Tausend Apotheken auf reisemedizinische Beratung spezialisiert, stellen individuelle Reiseapotheken zusammen, informieren über Gesundheitsgefahren am Urlaubs­ort und beraten zu notwendigen Impfungen.
Eine gute reisemedizinische Beratung orientiert sich nicht nur am Reiseland, sondern berücksichtigt auch Transportmittel, Reiseroute sowie Alter und Gesundheitszustand der Reisenden. Der optimale Zeitpunkt für eine solche Beratung ist etwa sechs Wochen vor Reiseantritt, dann kann man in Ruhe alles besprechen und vor allem noch notwendige Impfungen durchführen. Chronisch Kranke sollten vor der Buchung klären, ob die Reise aus Sicht des Arz­tes vertretbar erscheint.
Auch Kurzentschlossene können von einer Reiseberatung profitieren: Die Impfung gegen Hepatitis A ist sogar beispielsweise noch am Abreisetag möglich. Wer südlich der Alpen oder östlich der Oder unterwegs ist, sollte dagegen geimpft sein. Welche Immunisierungen ratsam sind, hängt ab von Art und Dauer der Reise, aber auch von individuellen Risiken durch Verhalten und Vorerkrankungen. Eine Impfung gegen Cholera halbiert Studien zufolge das Risiko von Durchfallerkrankungen. Auch ein Schutz vor Typhus, Gelbfieber, Japani­­scher Enzephalitis, Tollwut und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wird häufig empfohlen.
Eine bevorstehende Reise sollte immer Anlass sein, in den Impfpass zu schauen und den Schutz gegen Tetanus, Diphtherie und Polio gegebenenfalls auffrischen zu lassen, sagen Experten. Für viele Länder wird zudem eine Malariaprophylaxe empfohlen. Da die Mittel oft starke Nebenwirkungen haben und die Wirkung dauerhaft ein­­genommener Arzneimittel verändern können, sollte man auf jeden Fall den Rat eines Arztes einholen, ob diese Maßnahme wirklich notwendig ist. Oft reicht auch ein Notfallmedikament aus, das die Reisenden beim Auftreten von Fieber einnehmen müssen.
Die Reiseapotheke stellen Apotheker mit dem Urlauber individuell zusammen. Neben oft benötigten Medikamenten, die auch in die Hausapotheke gehören, sollte sie Mittel gegen häufige Reisebeschwerden wie Durchfall und Übelkeit enthalten. Sonnen- und Insektenschutz, Wunddesinfektion und Verbandstoffe gehören ebenfalls zur Grundausstattung. Außerdem fragen Apotheker, ob der Reisende zu Bindehautentzündungen oder Harn­wegsinfekten neigt. Solche Beschwerden treten auf Reisen verstärkt auf. Wer regelmäßig Medikamente nehmen muss, braucht im Urlaubsland einen ausreichen­den Vorrat. Als Faustregel empfiehlt sich, das Doppelte der benötigten Menge. Bei Flugreisen verteilt man die Präparate am bes­ten auf zwei Gepäckstücke.
Ins Handgepäck dürfen nur Medikamente, die während des Flugs benötigt werden. Wollen Diabetiker Insulinspritzen mit an Bord nehmen, brauchen sie eine ärztliche Bescheinigung. Wer starke Schmerzmittel (Opioide) braucht, sollte sich zuvor über die Regelungen des Reiselandes informieren.

Checkliste Reiseapotheke
  • Reiseübelkeit: Wer dazu neigt, kann mit Medikamenten vorbeugen. Besonders schnell wirken sie als Kaugummi.
  • Sonnenschutz: Auf den Hauttyp abgestimmte Cremes, Sprays, Lotionen und Gele.
  • Schmerzen: Rezeptfreie Mittel, die normalerweise auch in der Hausapotheke vorhanden sind.
  • Erkältungen: Nasenspray, Hustenmittel und Hals­tabletten.
  • Verletzungen: Schmerzgel, Wund- und Heilsalbe, Wunddesinfektionsmittel und Verbandstoffe.
  • Durchfall: Zu empfehlen sind Mittel zur Vorbeugung, gegen akute Beschwerden sowie Elektrolytlösungen, die Mineralstoff- und Flüssigkeitsverlust ausgleichen.
  • Verdauungsstörungen: Mittel gegen Sodbrennen, Blähungen und Verstopfung.
  • Augen und Ohren: Tropfen gegen Bindehaut- und Gehörgangentzündungen.
  • Insektenschutz: Sprays, Lotionen oder Cremes, die stechende Insekten fernhalten.

13.08.2013
Pulsschlag: Ruhe bewahren, Herz schützen
Ein hoher Ruhepuls steht wohl mit Herzkrankheiten in Zusammenhang, zeigt eine Studie
W&B/Martin Ley/RYF
Ein hoher Ruhepuls gefährdet das Herz. Das geht aus einer im British Medical Journal veröffentlichten Studie hervor. 1970 und 1986 hatten die Forscher 3000 dänische Männer im mitt­leren Alter per EKG und Fahrrad-Ergometer untersucht. Bis zum Jahr 2001 waren 1082 Teilnehmer gestorben.
Männer mit einem Ruhepuls zwischen 80 und 90 Schlägen pro Minute hatten ein doppelt so hohes Sterberisiko wie jene mit einem Ruhepuls von 50. Lag er über 90, war das Risiko dreimal so hoch. Selbst bei gut trainierten Teilnehmern stand ein hoher Wert in Zusammenhang mit Herzerkrankungen.

12.08.2013
Softdrink: Schlechter Durstlöscher
Wer regelmäßig gezuckerte Limonaden trinkt, schadet seiner Gesundheit
Jupiter Images GmbH/Polka dot
Schon länger belegen Zahlen aus den USA, wie ungesund Softdrinks sind. Nun liegen auch für Europa Daten vor: Trinkt jemand täglich 0,3 Liter gezuckerte Limonade, wächst die Wahrscheinlichkeit, dass er an Typ-2-Diabetes erkrankt, um 22 Prozent. Bei einem Glas mehr steigt sie noch einmal um den gleichen Wert, unabhängig von anderen Faktoren wie Übergewicht. Das konnten Forscher des Imperial College London (England) nachweisen.
Sie analysierten die Daten von 340.000 Erwachsenen, darunter viele Deutsche. Als mögliche Gründe geben sie an, dass der Insulinspiegel steigt und der Zuckerkonsum sich beim Gewicht bemerkbar macht. Bei zuckerfreien Limonaden fanden sie keinen derartigen Zusammenhang. Ein Liter Cola enthält rund 106 Gramm Zucker. Das entspricht 35 Zuckerwürfeln.

11.08.2013
Tiere: Schimpansen planen ihr Tun
Affen können sich scheinbar wie Menschen darüber klar werden, was sie bereits wissen und was nicht
Thinkstock/iStock
Schimpansen sind offenbar wie Menschen in der Lage, ihr Wissen kritisch zu überdenken – also zu wissen, was sie wissen oder eben nicht. Das konnten Sprachwissenschaftler der Georgia State University in Atlanta (USA) in einem Experiment zeigen.
Sie ließen die Affen mithilfe einer Symbolsprache Futter aus einer blickdichten Schachtel anfordern. Hatten die Tiere zuvor gesehen, was dort hineingelegt worden war, wählten sie das Futter ohne zu zögern. Anderenfalls sahen sie vorher erst nach, was das Behältnis für sie bereithielt.

10.08.2013
Tiere: Schimpansen planen ihr Tun
Affen können sich scheinbar wie Menschen darüber klar werden, was sie bereits wissen und was nicht
Thinkstock/iStock
Schimpansen sind offenbar wie Menschen in der Lage, ihr Wissen kritisch zu überdenken – also zu wissen, was sie wissen oder eben nicht. Das konnten Sprachwissenschaftler der Georgia State University in Atlanta (USA) in einem Experiment zeigen.
Sie ließen die Affen mithilfe einer Symbolsprache Futter aus einer blickdichten Schachtel anfordern. Hatten die Tiere zuvor gesehen, was dort hineingelegt worden war, wählten sie das Futter ohne zu zögern. Anderenfalls sahen sie vorher erst nach, was das Behältnis für sie bereithielt.

09.08.2013
Ernährung: Olivenöl sättigt besonders gut
Besondere Aromastoffe in Olivenöl sorgen dafür, dass das Fett besonders lang anhaltend sättigt
PhotoDisc, Imagesource/RYF
Olivenöl sättigt besser als andere Fette, zeigt eine Studie der Technischen Universität München und der Universität Wien. Drei Monate lang aßen die Teilnehmer zusätzlich zu ihrer Kost täglich 500 Gramm Magerjoghurt, der entweder mit Schweineschmalz, Milchfett, Raps- oder Olivenöl angereichert war.
Die Olivenöl-Joghurt-Löffler fühlten sich satter als die übrigen Teilnehmer, hatten mehr Sättigungshormon Serotonin im Blut und hielten ihr Gewicht. Weitere Untersuchungen zeigten, dass die Wirkung auf Aromastoffe im Olivenöl zurückzuführen ist.

07.08.2013
Moos: Polster mit Gesundheitswirkung
Seit Jahrtausenden nutzen Menschen das weiche Naturmaterial zu vielerlei Zwecken. Heute wird sein großes Potenzial aber kaum noch ausgeschöpft
Thinkstock/iStock
Sie wachsen extrem langsam auf Waldböden und Baumstämmen, Grabsteinen und Dachziegeln oder auch in Ritzen zwischen Pflastersteinen: Moose, die botanisch zu den Bryophyten zählen, gelten als äußerst genügsam und robust. Sie können überall dort existieren, wo ihnen ausreichend Feuchtigkeit, Licht und Nährstoffe das Überleben ermöglichen.

Natürliche Wundkompressen


Für die Menschen sind Moose bereits seit jeher ein begehrtes Naturmaterial. Viele Völker nutzten die Pflanzen, um ihre Schlafstätten zu polstern oder Häuser und Boote abzudichten. Aufgrund der enormen Saugfähigkeit von Torfmoos sollen sogar die ersten Babywindeln damit ausgefüttert worden sein.

Naturvölker haben die keimtötende Wirkung der Moose schon früh erkannt. Nordamerikanische Indianer setzten die weichen Pflanzen zum Beispiel bei Brandverletzungen ein, um Schmerzen zu lindern. Sogar im Ersten Weltkrieg wurden noch Wundkompressen aus Torfmoosen hergestellt.
Die antimikrobielle Aktivität der Moose richtet sich sowohl gegen zahlreiche Bakterien als auch gegen Pilze. Wissenschaftler argumentieren, dass Moose längst ausgestorben wären, wenn sie sich nicht gegen Bakterien und Pilze zur Wehr gesetzt hätten. Weil die Wirksamkeit aber nicht in klinischen Studien nachgewiesen wurde, sind Moosextrakte heute zwar noch erhältlich, jedoch nicht als Arzneimittel zugelassen.

In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) finden rund 40 Moosarten gegen verschiedene Beschwerden Verwendung. Dennoch spielen die Moose auch in der fernöstlichen Medizin eher eine untergeordnete Rolle. Vielleicht liegt das an der mangelnden Verfügbarkeit von Moosen.

Die Medizin profitiert aber auf eine andere Weise von den winzigen Pflänzchen. Eine Freiburger Arbeitsgruppe entwickelte bereits in den 1990er-Jahren ein biotechnisches Verfahren, um Moose als Produzenten komplex aufgebauter Proteine zu nutzen.
Die Biologen züchten dabei in Moosbioreaktoren spezielle Varianten des Kleinen Blasenmützenmooses (Physcomitrella patens), die dann gezielt die gewünschten Eiweißstoffe erzeugen. So kann beispielsweise der sogenannte Faktor H, ein wichtiger Bestandteil des menschlichen Immunsystems, künstlich hergestellt werden.

Moose sind Feinstaubkiller

Moose zählen zu den kleinsten und ältesten Landpflanzen. Im Gegensatz zu „höheren“ Pflanzen bilden sie keine Wurzeln aus. Sie ernähren sich von den Nährstoffen und Stäuben, die im Regenwasser gelöst sind. Das macht die kleinen Pflanzen zu wahren Feinstaubkillern. Durch elektrostatische Bindung halten sie den Schwebstaub fest und verstoffwechseln die anorganischen Anteile.
Wissenschaftler wollen aufgrund dieser Erkenntnis ein Projekt in die Wege leiten, bei dem Moos zur Begrünung von Autobahn-Mittelstreifen eingesetzt werden soll, um den Feinstaub aus den Abgasen zu filtern. Bisher wurde das Verfahren jedoch nur auf einer Teststrecke in Bonn angewendet und an zwei Testanlagen mit begrünten Lärmschutzwänden.

Im privaten Bereich läuft es besser. Hier werden die früher eher verpönten Moose zunehmend beliebter. Während die wild wachsenden Pflanzen in den vergangenen Jahrzehnten nämlich teils erbittert als Unkraut bekämpft wurden, nutzen heute viele Gartenbesitzer großflächige Moosmatten zur Begrünung von Dächern und Hauswänden oder zur Gartengestaltung – ein positiver Trend zur Natur und damit reinerer Luft.

Unterschiedliche Verwendungsmöglichkeiten:


Pharmazeutisch genutzt wird das Kleine Blasenmützenmoos, indem es gentechnologisch aufbereitet und dann kultiviert wird. In speziellen Bioreaktoren gewinnt die Pharmaindustrie komplexe Arzneistoffe.

Als Feinstaubfilter
können Moose die Luftverschmutzung verringern. Außerdem eignen sie sich als Bioindikatoren für die Luftqualität – vor allem hinsichtlich des Stickstoff- und Schwermetallgehalts der Atmosphäre.

06.08.2013
Partnerschaft: Selbstwahrnehmung beeinflusst das Verhalten
Frauen, die sich attraktiver finden, als ihren Partner, investieren weniger Arbeit in die Beziehung, als solche, die den Mann an ihrer Seite schöner finden als sich selber
PhotoDisc/RYF
Frauen, die ihren Partner attraktiver finden als sich selbst, investieren mehr in ihre Beziehung als jene, die solch ein Ungleichgewicht nicht empfinden. Wissenschaftler der Universität von Huddersfield (Großbritannien) befragten 192 Frauen nach ihrer Zufriedenheit mit sich und dem Verhältnis zu ihrem Partner.
Dabei zeigte sich, dass Frauen, die sich für begehrenswerter hielten als ihren Partner, sich weniger um ihre Beziehung bemühten. Frauen, die sich für weniger attraktiv hielten, unternahmen mehr, um eine mögliche Untreue ihres Partners zu verhindern.

05.08.2013
Kaugummi: Keine verminderte Kalorienaufnahme
Kaugummikauen hilft nicht beim Abnehmen, sagen Forscher
Jupiter Images GmbH/BrandXPictures
Hartnäckig hält sich das Gerücht, Kaugummi kauen würde das Hungergefühl dämpfen und beim Abnehmen helfen. Dass dies ein Mythos ist, zeigen zwei in dem Fachmagazin Eating Behaviors veröffentlichte Studien. Schoben sich die Probanden regelmäßig einen Kaugummi in den Mund, nahmen sie den Tag über zwar weniger Mahlzeiten und Imbisse zu sich. Die Menge der zugeführten Kalorien sank aber nicht.
Kaugummi kauen könnte sogar eine ungünstige Wirkung haben: Produkte mit Minzegeschmack verringerten bei den Studienteilnehmern den Obstkonsum. Das liege vielleicht an dem Minzearoma, das den Geschmack von Obst beeinträchtige, vermuten die Forscher.

04.08.2013
Lebenserwartung: Jogger leben länger
Frauen und Männer, die regelmäßig laufen gehen, erhöhen ihre Chancen älter zu werden
Thinkstock/iStockphoto
Regelmäßiges Joggen senkt das Risiko um 63 Prozent, früher zu sterben, als es der statistisch errechneten Lebenserwartung entspricht. Frauen gewinnen so im Durchschnitt bis zu 5,6 Jahre an Lebenszeit, Männer bis zu 6,2 Jahre. Das berechneten Wissenschaftler anhand von Daten der Copenhagen City Heart Study mit 17.589 Teilnehmern, darunter 1878 Joggern.
Die Ergebnisse legen nahe, dass ein Lauftempo von rund acht bis zehn Kilometern pro Stunde ausreicht, wenn man das Risiko, vorzeitig zu sterben, senken will. Optimale Effekte stellten die Forscher bei Läufern fest, die maximal zweieinhalb Stunden pro Woche im Laufschritt unterwegs waren.
Wichtig: Wer älter als 35 Jahre oder chronisch krank ist und neu mit dem Sport beginnt, sollte sich vor dem Start vorsichtshalber vom Arzt durchchecken lassen!
 

03.08.2013
Lebenserwartung: Jogger leben länger
Frauen und Männer, die regelmäßig laufen gehen, erhöhen ihre Chancen älter zu werden
Thinkstock/iStockphoto
Regelmäßiges Joggen senkt das Risiko um 63 Prozent, früher zu sterben, als es der statistisch errechneten Lebenserwartung entspricht. Frauen gewinnen so im Durchschnitt bis zu 5,6 Jahre an Lebenszeit, Männer bis zu 6,2 Jahre. Das berechneten Wissenschaftler anhand von Daten der Copenhagen City Heart Study mit 17.589 Teilnehmern, darunter 1878 Joggern.
Die Ergebnisse legen nahe, dass ein Lauftempo von rund acht bis zehn Kilometern pro Stunde ausreicht, wenn man das Risiko, vorzeitig zu sterben, senken will. Optimale Effekte stellten die Forscher bei Läufern fest, die maximal zweieinhalb Stunden pro Woche im Laufschritt unterwegs waren.
Wichtig: Wer älter als 35 Jahre oder chronisch krank ist und neu mit dem Sport beginnt, sollte sich vor dem Start vorsichtshalber vom Arzt durchchecken lassen!
 

02.08.2013
Videospiele: Ältere Menschen können profitieren
Senioren, die einmal in der Woche Computerspiele machen, sind oft glücklicher als Gleichaltrige, die nie spielen. Natürlich darf die Zeit vor dem Bildschirm nicht überhand nehmen
Thinkstock/Fuse
Videospielen wird viel Schlechtes nachgesagt. Sie machen aber auch Spaß. Und vor allem ältere Menschen könnten dauerhaft von ihnen profitieren. Für eine Studie befragten Wissenschaftler der Universität von North Carolina (USA) Senioren, die durchschnittlich 77 Jahre alt waren, wie oft sie eine Spielkonsole in die Hand nehmen. Jeder Dritte „daddelte“ mindestens einmal pro Woche.
Diejenigen, die regelmäßig ihre Zeit mit Videospielen verbrachten, waren deutlich glücklicher und zufriedener mit ihrem Leben als die anderen Teilnehmer. Wer nie spielte, hing eher negativen Gedanken nach und fühlte sich häufiger depressiv verstimmt.

01.08.2013
Autofahrer: Sichere Fahrt mit Kaffee
Berufskraftfahrer, die regelmäßig Koffein zu sich nehmen, können damit ihr Unfallrisiko senken
Thinkstock/Digital Vision
Berufskraftfahrer, die während der Arbeit Kaffee oder ein anderes koffeinhaltiges Getränk zu sich nehmen, fahren sicherer. Das zeigt eine Studie im British Medical Journal. Die Forscher verglichen 530 Lastwagenfahrer, die vor Kurzem einen Verkehrsunfall hatten, mit 517 unfallfreien Kollegen.
In der zweiten Gruppe nahmen 43 Prozent mehr als 400 Milligramm Koffein (etwa fünf Tassen Filterkaffee) pro Tag zu sich, bei den Unfallfahrern waren es nur 13 Prozent. Unter Berücksichtigung anderer Faktoren berechneten die Forscher, dass der Konsum das Unfallrisiko um 63 Prozent senkt, ausreichende Pausen aber nicht ersetzen kann.

31.07.2013
Seitenstechen: Ursachen immer noch ein Rätsel
Fast jeder Sportler kennt das lästige Ziehen. Woher die Schmerzen genau kommen ist bis heute nicht endgültig geklärt, es gibt unterschiedliche Ansätze
Jupiter Images GmbH/Polka Dot Images
Sonnenstrahlen kitzeln auf der Haut, und der Himmel blitzt stahlblau: Das weckt bei vielen Freizeitsportlern den Trainingseifer. Doch oft erhält der Schwung schnell einen Dämpfer – nämlich dann, wenn Seitenstiche dem Läufer die Luft abschnüren.

So weitverbreitet diese Beschwerden sind, so wenig kennen Ärzte ihre Ursachen. Sicher ist nur, dass die Muskeln beim Sport verstärkt Sauerstoff verbrauchen. Gerade bei Untrainierten kann es so zu einer Unterversorgung kommen. Der Mangel führt zu einer Art Energiekrise: Die Muskelfasern, die sich normalerweise gleichmäßig anspannen und wieder lösen, bleiben zusammengezogen. Das führt zu schmerzhaften Verkrampfungen.

Zwerchfell unter Verdacht


Viele Forscher vermuten, dass das Zwerchfell die lästigen Stiche auslöst. Beim Einatmen zieht es sich zusammen, die Lunge dehnt sich dadurch in Richtung Bauchraum aus und kann Luft aufnehmen. Beim Ausatmen erschlafft das Zwerchfell wieder, und die Bauchmuskeln schieben es nach oben. Dadurch werden die Lungen zusammengepresst, und die Luft entweicht aus dem Organ.

Wenn wir uns anstrengen, atmen wir stärker und schneller. Zudem entziehen die beanspruchten Muskeln dem Zwerchfell Sauerstoff. Vor allem in Kombination mit einer falschen Atemtechnik kann es dann leicht verkrampfen.

Weitere Verdächtige sind die Blutspeicherorgane Leber und Milz: Sie setzen unter anderem Blut frei, wenn wir uns anstrengen und die Muskeln einen erhöhten Sauerstoffbedarf haben. Dadurch kann es in den Organen selbst zu einem Sauerstoffmangel kommen, der möglicherweise den Schmerz hervorruft.
Es könnte auch verschiedene Ursachen für unterschiedliche Arten von Seitenstechen geben. Auch der Magen-Darm-Trakt steht unter Verdacht: Wer vor dem Sport etwas isst, bekommt eher Seitenstechen. Das könnte daran liegen, dass zu wenig Blut für die Verdauung vorhanden ist. Hinzu kommt, dass die Verdauungsorgane nach dem Essen schwerer sind und das Zwerchfell nach unten ziehen.

Banane statt Eintopf


Wer sich an bestimmte Regeln hält, beugt solchen Problemen vor. So sollten Sportler vor dem Training höchstens eine Kleinigkeit zu sich nehmen. Eine Banane bringt Energie, den Linseneintopf sollte man besser hinterher essen. Auch bei Untrainierten kommt es schneller zu Seitenstechen. Daher sollten sie langsam beginnen und die Intensität allmählich steigern. Die Schmerzen sind ein Zeichen dafür, dass man sich überanstrengt.

Seitenstechen vermeiden:
  • Nehmen Sie vor dem Training keine frucht- oder kohlensäurehaltigen Getränke zu sich.
  • Unmittelbar vor dem Sport gründlich aufwärmen.
  • Stärken Sie auch die Rumpfmuskulatur: Menschen mit schwachen Bauchmuskeln haben öfter Seitenstechen.
  • Atmen Sie beim Sport möglichst tief und gleichmäßig.
  • Achten Sie auf Ihre Körperhaltung. Wer gebeugt oder mit verkrampftem Oberkörper läuft, bekommt Studien zufolge häufiger Seitenstechen.

30.07.2013
Rauchstopp: Dicker, aber trotzdem gesünder
Wer nach dem Rauchstopp ein bisschen zulegt, senkt trotzdem das Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung. Am besten stehen die Chancen für Menschen, die nie geraucht haben
Thinkstock/Hemera
Wer mit dem Rauchen aufhört, nimmt im Schnitt drei Kilo zu. Die Befürchtung, dadurch steige das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten, ist aber unbegründet. Das legt eine in dem Fachblatt JAMA veröffentlichte Studie mit rund 3200 Teilnehmern nahe.
In einem Zeitraum von 25 Jahren traten bei ihnen 631 Mal Probleme mit dem Herzen oder dem Kreislauf auf. Von 100 rauchenden Probanden erlitten 5,9 einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder Ähnliches. Bei den Ex-Rauchern waren es 3,2 und bei den Teilnehmern, die nie geraucht hatten, 2,4.

29.07.2013
Gesundheit: Starker Händedruck gutes Zeichen
Ein kräftiger Händedruck ist eine freundliche Begrüßung und kann auch ein Anzeichen für einen guten Gesundheitsstand sein
Thinkstock/Fuse
Ein kräftiger Händedruck wirkt nicht nur sympathisch, er ist auch ein Zeichen für Gesundheit. Das deuten Forscher im British Medical Journal an. Sie verfolgten 24 Jahre lang die Entwicklung einer Million männlicher schwedischer Jugendlicher. Unter anderem testeten sie die Muskelstärke per Händedruck. Je schwächer er war, umso früher starben die Teilnehmer durch Herz-Kreislauf-Krankheiten oder Suizid.

28.07.2013
Partnerschaft: Intakte Familie gibt Halt
Menschen, die in einem guten Familienklima aufwachsen, erleben als Erwachsene häufiger eine intakte und stabile Beziehung
W&B/Bernhard Huber/RYF
Wer als Teenager in einem guten Familienklima aufwächst, erlebt oft als Erwachsener eine erfüllte Beziehung. Das zeigt eine Untersuchung der Universität von Texas in Dallas (USA), bei der Wissenschaftler Daten von 288 Personen auswerteten.
Zum einen ermittelten sie die zwischenmenschliche Atmosphäre in den Familien zu der Zeit, als die Teilnehmer Jugendliche waren. Zum anderen untersuchten sie knapp 20 Jahre später, wie zufrieden diese als Erwachsene in ihren Beziehungen waren.
Dabei zeigte sich, dass jene Teilnehmer, die als Kinder in einem besonders guten Familienklima aufgewachsen waren, sich in ihrer Partnerschaft häufiger als der Durchschnitt zugewandt und unterstützend verhielten.

27.07.2013
Partnerschaft: Intakte Familie gibt Halt
Menschen, die in einem guten Familienklima aufwachsen, erleben als Erwachsene häufiger eine intakte und stabile Beziehung
W&B/Bernhard Huber/RYF
Wer als Teenager in einem guten Familienklima aufwächst, erlebt oft als Erwachsener eine erfüllte Beziehung. Das zeigt eine Untersuchung der Universität von Texas in Dallas (USA), bei der Wissenschaftler Daten von 288 Personen auswerteten.
Zum einen ermittelten sie die zwischenmenschliche Atmosphäre in den Familien zu der Zeit, als die Teilnehmer Jugendliche waren. Zum anderen untersuchten sie knapp 20 Jahre später, wie zufrieden diese als Erwachsene in ihren Beziehungen waren.
Dabei zeigte sich, dass jene Teilnehmer, die als Kinder in einem besonders guten Familienklima aufgewachsen waren, sich in ihrer Partnerschaft häufiger als der Durchschnitt zugewandt und unterstützend verhielten.

26.07.2013
Naturkosmetik: Nachtkerzenöl in Cremes
In kosmetischen Cremes wirkt der Zusatz von Nachtkerzenöl beruhigend auf gereizte Haut und glättet rissige Stellen
Thinkstock/Hemera
Früher galt die Wurzel der Nachtkerze (Oenothera biennis) als kräftigendes Gemüse. Deshalb ziert die Pflanze noch heute viele Bauerngärten. In der Naturheilkunde wird das Öl der Samen genutzt. Die darin enthaltenen essenziellen Fettsäuren, vor allem Gamolensäure, sollen bei atopischem Ekzem helfen. Allerdings ist die Studienlage dazu uneinheitlich. Als Zusatz in kosmetischen Cremes beruhigt das Öl gereizte Haut, es glättet raue und rissige Stellen.

25.07.2013
Lebensqualität: Qigong unterstützt Brustkrebspatienten
Das konzentrierte Körpertraining Qigong hebt die Laune und kann auch bei Frauen mit Brustkrebs die Lebensqualität erhöhen
Thinkstock/iStockphoto
Frauen, die nach einer Brustkrebsoperation bereits während der Zeit der Bestrahlung intensiv Qigong trainieren, verbessern ihre Lebensqualität. Vor allem depressive Verstimmung und chronische Erschöpfung (Fatigue) gehen zurück. Das zeigten Untersuchungen von Forscherteams aus den USA (Universität Texas), China (Universität Schanghai) und Deutschland (Technische Universität Dresden).
Von den chinesischen Übungen profitierten jene Frauen am meisten, die vorher deutliche depressive Symptome hatten. Bei ihnen hob sich binnen vier Monaten kontinuierlich die Stimmung, und die Erschöpfung wurde abgeschwächt. In der Kontrollgruppe, in der die Patientinnen noch auf das Qigong-Angebot warteten, stellten die Wissenschaftler nur minimale Verbesserungen fest.

24.07.2013
Sportverletzungen: Schneller wieder fit werden
Leichte Blessuren selbst versorgen – je früher desto besser
W&B/Bernhard Huber/RYF
Kurz nicht aufgepasst, und schon ist man mit dem Fahrrad gestürzt. Beim Kicken mit den Kindern grätscht der Vater übermütig nach dem Ball und zerrt sich einen Muskel. Kleine Sportunfälle passieren schnell. Dann ist es wichtig, die Verletzung rasch und gut zu versorgen.
Generell gilt: Je früher die Behandlung beginnt, umso geringer sind die Folgebeschwerden wie Schwellungen, Blutergüsse oder – je nach Art und Schwere der Sportverletzung – auch funktionelle Beeinträchtigungen. Bei tiefen Wunden, heftigen Blutungen, starken Schmerzen, Knochenbrüchen oder Kopfverletzungen sollten Betroffene sofort einen Arzt aufsuchen.
Doch nicht nur bei akuten Verletzungen ist es wichtig, richtig zu reagieren. Auch bei vermeintlich leichteren, aber immer wiederkehrenden Beschwerden lohnt es sich, nach der Ursache zu suchen und sie wenn möglich zu behandeln. Sonst besteht die Gefahr, dass es zu chronischen Spätschäden kommt.

Muskelzerrung

Sprints, Sprünge, schnelles Abstoppen oder plötzliche Richtungswechsel können zu einer Muskelverletzung führen. Beim Fußball sind oft die Adduktoren betroffen, was häufig als Leistenzerrung bezeichnet wird. Dann gilt wie bei den meisten Sportverletzungen die PECH-Regel: Pausieren. Eis. Compression. Hochlegen. Eine kühlende Schmerzsalbe unter dem Kompressionsverband kann die Beschwerden lindern. Bei größeren Muskelverletzungen wie zum Beispiel Abrissen sollte stets ein Arzt aufgesucht werden.

Schürf- oder Platzwunde

Aufgeschlagene Knie und Ellbogen sind bei einem Sturz vom Rad keine Seltenheit. Verschmutzte Wunden sollten mit Wasser und am besten auch mit einem Schleimhaut-Desinfektionsmittel gereinigt werden. Stecken Splitter oder Steinchen in der Haut fest, sollte ein Arzt sie entfernen. Je nach Größe der Verletzung ein Gelpflaster aufkleben oder einen Verband anlegen, der die Wunde feucht hält, etwa einen Schaum- oder Hydrokolloidverband. Das Wundsekret bleibt an der Wunde, hält sie sauber, und die Haut wächst schön nach. Außerdem müssen solche Pflaster viel seltener gewechselt werden. Leichte Schürfwunden heilen am besten ohne Pflaster an der Luft ab. Ab circa einem halben Zentimeter Tiefe sollte eine Wunde genäht werden. Für kleinere, klaffende Risse oder Schnitte reichen Klammerpflaster aus. Bei offenen Wunden ist es wichtig, dass ein Tetanusschutz besteht. Andernfalls sollte die Impfung aufgefrischt werden.

Prellung

Knallt ein Ball auf den Körper, trifft diesen ein Schlag oder Tritt, können Schwellungen und Blutergüsse die Folgen sein. Bei einer starken Prellung sofort pausieren, die Stelle kühlen und einen Druckverband anlegen. Eine Schmerzsalbe mit abschwellender Wirkung unterstützt die Heilung. Deckt man die Salbe mit einem Folienverband ab, wird der Wirkstoff besser aufgenommen.

Verstauchung

Umgeknickt, den Fuß vertreten: Bei einer Distorsion werden Gelenkkapsel, Bänder oder Muskeln zu stark gedehnt. Zur Erstversorgung die PECH-Regel anwenden (siehe oben). Ein Bruch sollte von einem Arzt ausgeschlossen werden. Bandverletzungen werden nur noch selten operiert, sondern mit einer Schiene therapiert. Verstaucht man sich bei einem Ausflug in die Berge das Sprunggelenk, wird es mit einer elastischen Binde stabilisiert. Den Wanderschuh enger binden. Das ist unangenehm, gibt aber Halt für den Abstieg. Ein längerer Ast als Wanderstockersatz kann zusätzlich hilfreich sein.

Auf der Tour verletzt

Bei einer Wanderung oder Fahrradtour sollte man für kleinere Verletzungen gerüstet sein. Ein Blasenpflaster ist dabei doppelt sinnvoll. Es hilft nicht nur bei Blasen, es deckt auch Schürfwunden ab und versorgt selbst tiefere Wunden – zumindest so lange, bis man einen Arzt erreicht. Auf einer Bergtour will man nicht zu viel mitschleppen, aber trotzdem das Nötigste dabeihaben. Eine Kompresse, eine elastische Binde und ein Tapeverband sind das Minimum. Das Tape kann wie ein normales Klebepflaster einen Verband fixieren. Es kann aber auch dazu dienen, Gelenke zu stabilisieren, etwa bei einer Verstauchung. Allerdings muss man wissen, wie das geht. Beratung dazu bekommen Sie in der Apotheke.

23.07.2013
Arbeitsplatz: Stille Stunde im Büro
Telefon, Krach, Kollegen – wer sich nur eine Stunde am Tag im Büro nicht stören lässt, arbeitet besser und ist zufriedener
Thinkstock/PhotoDisc
Wer sich nicht durch E-Mails, Telefonate oder Kollegen stören lässt, arbeitet effektiver und ist zufriedener. Schon eine Stunde konzentriertes Arbeiten pro Tag macht einen deutlichen Unterschied.
Das ergab eine Studie der Universität des Saarlands, bei der 27 Manager zwei Wochen Tagebuch führten. So ein Vorhaben umzusetzen ist nicht einfach: Es erfordert viel Selbstdiziplin und idealerweise die Unterstützung des Vorgesetzten.

22.07.2013
Demenz: Sinn für Ästhetik bleibt erhalten
Menschen, die an Alzheimer erkrankt sind, behalten offenbar größtenteils ihren Geschmack, was Ästhetik betrifft
Jupiter Images/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY
Der Sinn für Ästhetik besteht auch bei einer fortgeschrittenen Alzheimer-Erkrankung weiter. Das fanden Wissenschaftler der Universität Wien heraus. Sie baten 18 Patienten mit Demenz, Landschaftsbilder danach zu sortieren, wie gut sie ihnen gefallen.
Zwei Wochen später konnten die Kranken sich großenteils nicht mehr an die Bilder erinnern. Die Reihenfolge ihrer Geschmacksurteile blieb aber fast gleich. Interessanterweise fiel das Ergebnis bei Porträtfotografien anders aus. Dort schien es keine Konstanz des ästhetischen Empfindens zu geben.

21.07.2013
Schlaganfall: Ballaststoffe senken das Risiko
Der Verzehr ballaststoffhaltiger Lebensmittel, wie Vollkornprodukte und Obst, kann das Risiko senken, einen Schlaganfall zu erleiden
Thinkstock/Wavebreak Media
Eine Übersichtsarbeit der Universität Leeds (England) belegt erneut eindeutig: Wer sich ballaststoffreich ernährt, hat ein niedrigeres Risiko für einen Schlaganfall. Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Gemüse, Obst und Nüsse enthalten viele Ballaststoffe.
Bereits zusätzliche sieben Gramm täglich – das entspricht einer Portion Vollkornpasta plus zwei Portionen Gemüse oder Früchte – reduzieren das Schlaganfall-Risiko um sieben Prozent. In Deutschland erleiden jährlich etwa 250.000 Menschen einen Schlaganfall.

20.07.2013
Schlaganfall: Ballaststoffe senken das Risiko
Der Verzehr ballaststoffhaltiger Lebensmittel, wie Vollkornprodukte und Obst, kann das Risiko senken, einen Schlaganfall zu erleiden
Thinkstock/Wavebreak Media
Eine Übersichtsarbeit der Universität Leeds (England) belegt erneut eindeutig: Wer sich ballaststoffreich ernährt, hat ein niedrigeres Risiko für einen Schlaganfall. Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Gemüse, Obst und Nüsse enthalten viele Ballaststoffe.
Bereits zusätzliche sieben Gramm täglich – das entspricht einer Portion Vollkornpasta plus zwei Portionen Gemüse oder Früchte – reduzieren das Schlaganfall-Risiko um sieben Prozent. In Deutschland erleiden jährlich etwa 250.000 Menschen einen Schlaganfall.

19.07.2013
Kinder: Nachahmen, um dazuzugehören
Kinder kopieren das Verhalten von ihren Eltern, weil sie auch dabei sein wollen
Thinkstock/Stockbyte
Ob Mamas Make-up oder Papas Sprüche: Kleinkinder machen häufig nach, was ihre Umwelt ihnen vorlebt – allerdings in erster Linie nicht, um zu lernen, sondern um dazuzugehören, wie Psychologen der Universität von Nottingham (England) demonstrierten.
Sie ließen gesunde und autistische Kinder beobachten, wie ein Erwachsener an ein Spielzeug gelangt. Dieser trieb dabei auch offensichtlich Unfug. Die gesunden Kinder machten den Quatsch öfter nach, die autistischen hingegen gingen zielgerichteter vor. Bei ihnen sind die sozialen Reflexe gemindert.

18.07.2013
Gesundheit: Stress steigert nicht das Krebsrisiko
Eine dauerhafte Stressbelastung ist zwar nicht gesund, soll aber nicht das Risiko erhöhen, an Krebs zu erkranken
Thinkstock/Comstock Images
Beruflicher Stress ist zwar ungesund für Herz und Psyche, das Risiko für Krebs scheint er aber nicht zu erhöhen. Das zeigt eine im British Medical Journal veröffentlichte Analyse von zwölf Studien aus sechs europäischen Ländern.
116.000 gesunde Probanden wurden im Durchschnitt zwölf Jahre lang beobachtet und dazu befragt, wie sehr sie unter Arbeitsbelastung und Zeitdruck litten. Fünf Prozent der Teilnehmer erkrankten in dieser Zeit an Krebs. Einen Zusammenhang mit der Stressbelastung stellten die Wissenschaftler nicht fest.

17.07.2013
Schmerzbehandlung: Nicht alle Patienten profitieren von Opioiden
Ärzte verschreiben zunehmend häufiger starke Schmerzmedikamente. Doch nicht immer profitieren die Patienten davon
Thinkstock/Wavebreak Media
Zwischen 2000 und 2010 stieg die Zahl der Menschen deutlich, die in Deutschland Schmerzmittel vom Typ der Opioide erhielten. Die Menge der verordneten Tagesdosen verdoppelte sich gar. Manche Experten begrüßen den Anstieg, andere warnen vor einer Fehlversorgung. Allerdings beruht fast die Hälfte des Anstiegs darauf, dass die Bevölkerung älter wird. Senioren leiden öfter unter Schmerzen.

Opioide können starke Schmerzen lindern und führen unter ärztlicher Kontrolle in der Regel nicht zu einer Abhängigkeit. Vor allem bei Tumorschmerzen sind sie die Mittel der Wahl. Deutschland galt lange Zeit als unterversorgt. Insofern sehen viele Ärzte den aktuellen Trend zu mehr Opioid-Verschreibungen positiv. Die Gefahr eines massiven Schmerzmittelmissbrauchs, wie er aus den USA bekannt ist, würde in Deutschland derzeit nicht bestehen.

Doch der Anstieg der Verordnungszahlen hat auch Schattenseiten. Es gibt Ärzte, die vermuten, dass Opioide auch an Patienten ausgegeben werden, denen die Mittel nichts nützen. Ein Ärzteteam am Schmerzzentrum der Universität Dresden hat die Verordnungen zwischen 2000 und 2010 analysiert. Die Ergebnisse widersprechen der Vorstellung, dass Opioide vor allem Tumorpatienten zugutekommen.

So litten rund acht von zehn Patienten nicht an Krebs. Bei Menschen mit chronischen Muskel- oder Gelenkschmerzen helfen die Mittel jedoch nicht auf Dauer und sind womöglich gefährlich. Denn Opioide machen müde und vergrößern vor allem bei älteren Patienten das Risiko für Stürze. Die Schläfrigkeit führt zudem zu Inaktivität. Dabei lindert gerade mehr Bewegung langfristig den Schmerz.

Umgekehrt gehen viele Patienten leer aus, die auf die Mittel angewiesen wären. Die Daten des Schmerzzentrums der Universität Dresden zeigen, dass nur bei der Hälfte der Krebspatienten zum Ende ihres Lebens von einer ausreichenden Opioid-Gabe auszugehen ist. Das lässt darauf schließen, dass auch heute Tumorpatienten noch nicht angemessen mit Schmerzmitteln versorgt sind.

Bedenklich stimmt Experten der rasante Anstieg der Verschreibungszahlen von Schmerzpflastern mit dem Opioid Fentanyl. Ein Kritikpunkt: Manche Ärzte tasten sich nicht leitliniengemäß von unten nach oben an die angemessene Konzentration heran, sondern verschreiben gleich ein hoch dosiertes Pflaster.

Das kann, gerade bei Menschen ohne Opioid-Erfahrung, zu einer gefährlichen Abflachung des Atems führen. Hinzu kommt, dass die Leitlinien Fentanyl nur als Mittel zweiter Wahl empfehlen. Trotzdem führt es die Liste der Verschreibungen an.

Zum Siegeszug des relativ teuren Fentanyls trägt die Unsicherheit der Ärzte im Umgang mit Opioiden bei. Der Grund mag darin liegen, dass viele niedergelassene Ärzte noch nicht ausreichend in Schmerzbehandlung geschult sind. Es wäre wünschenswert, dass sie die Therapie mit speziell ausgebildeten Schmerztherapeuten absprechen.

Das könnte allerdings schwierig werden, denn in Deutschland praktizieren nur 1500 Spezialisten. Laut Experten fehlen 2500 Einrichtungen zur Schmerzversorgung. Vor diesem Hintergrund sollten sich Patienten oder Angehörige nicht scheuen, die Therapie gerade bei nicht tumorbedingten Schmerzen wachsam zu verfolgen und den Arzt kritisch über Vor- und Nachteile der Opioid-Therapie zu befragen.

16.07.2013
Tomaten: Bio ist doch gesünder
Biotomaten sind zwar oft kleiner als Tomaten aus herkömmlicher Landwirtschaft, enthalten aber prozentual gesehen mehr Vitamin C
Thinkstock/iStock
Tomaten aus Bio-Anbau enthalten mehr Vitamin C und Zucker als Früchte aus herkömmlicher Landwirtschaft. Das zeigt eine Studie der Universität von Ceará (Brasilien). Zwar waren die Biotomaten um 40 Prozent kleiner, doch sie enthielten 57 Prozent mehr Vitamin C.
Beim biologischen Anbau gedeihen die Pflanzen ohne Kunstdünger und Pestizide. Auf diese im Vergleich zum konventionellen Anbau härteren Bedingungen reagieren sie, indem sie mehr Vitamin C einlagern, so die Forscher.

15.07.2013
Psychologie: Sonne macht hilfsbereit
Bei gutem Wetter helfen viele Menschen anderen lieber, als bei Regen. Möglicherweise liegt das an der besseren Laune
Thinkstock/iStock
Wenn die Sonne scheint, verhalten wir uns Mitmenschen gegenüber hilfsbereiter als bei trübem Wetter. Das wiesen Psychologen der Universität der Südbretagne (Frankreich) nach. Sie ließen bei Spaziergängen wie zufällig einen Handschuh fallen und beobachteten die Reaktion von 464 Passanten – mal bei sonnigem Wetter, mal bei bewölktem Himmel.
Während bei Sonnenschein sieben von zehn Passanten den Handschuh aufhoben, waren es bei verhängtem Himmel nur fünf. Vermutlich mache die Sonne uns besser gelaunt und hilfsbereiter, schlussfolgern die Forscher.

14.07.2013
Trend: Mobil mit dem Fahrrad
Immer mehr Deutsche nutzen das Rad als Fortbewegungsmittel, berichten Forscher
Jupiter Images GmbH/French Photographers only
Die Deutschen sind heute seltener mit dem eigenen Auto und öfter mit dem Rad unterwegs als noch vor einigen Jahren. Das berichten Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie, die das „Deutsche Mobilitätspanel“ auswerteten. Demnach nutzen die Bundesbürger häufiger unterschiedliche Verkehrs­mittel. Im Schnitt besitzen mehr Senioren ein Auto als junge Menschen. Zunehmend beliebt wird das Fahrrad: Ein Drittel der Deutschen nutzt es wöchentlich. Mehr Menschen steigen auf das Rad, und wer es schon früher benutzte, radelt heute mehr.

13.07.2013
Trend: Mobil mit dem Fahrrad
Immer mehr Deutsche nutzen das Rad als Fortbewegungsmittel, berichten Forscher
Jupiter Images GmbH/French Photographers only
Die Deutschen sind heute seltener mit dem eigenen Auto und öfter mit dem Rad unterwegs als noch vor einigen Jahren. Das berichten Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie, die das „Deutsche Mobilitätspanel“ auswerteten. Demnach nutzen die Bundesbürger häufiger unterschiedliche Verkehrs­mittel. Im Schnitt besitzen mehr Senioren ein Auto als junge Menschen. Zunehmend beliebt wird das Fahrrad: Ein Drittel der Deutschen nutzt es wöchentlich. Mehr Menschen steigen auf das Rad, und wer es schon früher benutzte, radelt heute mehr.

12.07.2013
Gehirn: Zweisprachigkeit macht Kinder fit
Wer mehrsprachig aufwächst, hat ein besseres Arbeitsgedächtnis, zeigt eine Studie
Thinkstock/Digital Vision
Kinder, die mit zwei Sprachen aufwachsen, entwickeln ein besseres Arbeitsgedächtnis als jene, in deren Familie nur eine gesprochen wird. Das fanden Forscher der Universitäten von Granada (Spanien) und Toronto (Kanada) bei einer Studie mit Fünf- bis Siebenjährigen heraus. Das Arbeitsgedächtnis speichert und verarbeitet Informationen kurzfristig. Es ist zum Beispiel beim Kopfrechnen aktiv.

11.07.2013
Übergewicht: Wenig Schlaf, viele Kalorien
Nach wenig erholsamen Nächten neigen Menschen dazu, mehr zu essen
Thinkstock/iStockphoto
Zahlreiche Untersuchungen zeigen, dass Schlafmangel Übergewicht begünstigt. Bei einer aktuellen Studie der Universität von Uppsala (Schweden) sollten junge Männer satt oder hungrig die ideale Portionsgröße kalorienreicher Snacks und Gerichte angeben. Nach einer schlaflosen Nacht wählten sie größere Portionen als ausgeschlafen – egal wie satt sie waren.

10.07.2013
Kneippkur: Mehr als nur Wasser
Das auf fünf Säulen ruhende ganzheitliche Naturheilverfahren aktiviert die Selbstheilungskräfte und bringt Körper, Geist und Seele in Einklang
W&B/Bernhard Huber/RYF
Sebastian Kneipp (1821 bis 1897) verordnete Schreibtischbeamten Holzhacken und Feldarbeit, heute schicken seine Nachfolger gestresste Manager zum Schwimmen, Walken oder Radfahren. Bewegungsmangel und Fehlernährung waren schon vor hundertfünfzig Jahren ein Thema. Aber heute ist Kneipps Lehre aktueller denn je.
Für die damalige Zeit war das ganzheitliche Therapiekonzept des Allgäuer Pfarrers geradezu revolutionär: Mit seinen fünf Säulen – Wasseranwendungen, Bewegung, ausgewogene Ernährung, Heilpflanzen und Ordnungstherapie – will es die körpereigenen Regulationsmechanismen stärken sowie Körper, Geist und Seele in Einklang bringen. Leider werde das komplexe Naturheilverfahren oft auf Wassertreten und kalte Güsse reduziert, sagen Experten.
Für Viele sind nicht die populären Wasseranwendungen die tragende Säule von Kneipps Lehre, es ist die Ordnungstherapie. Sie wird oft mit Entspannungsverfahren wie autogenem Training oder Qigong verwechselt. Ihr eigentliches Ziel besteht jedoch darin, das Leben so zu gestalten, dass es mit der menschlichen Natur in Einklang steht.
Das Leben wieder in Ordnung bringen
Ist das Leben durch berufliche und familiäre Über­lastung, einseitige Ernährung, Bewegungsmangel oder übermäßigen Alkohol- und Tabakkonsum in „Unordnung“ geraten, begünstigt das Krankheiten. Um das Leben der Patienten wieder in Ordnung zu bringen, arbeiten Kneippärzte eng mit Psychologen zusammen. In intensiven Gesprächen klären sie über schädliche Verhaltensmuster auf und helfen, einen gesünderen Lebensstil zu entwickeln. 70 Prozent aller Erkrankungen ließen sich durch regelmäßige Bewegung und ausgewogene Ernährung vermeiden, sagen Naturheilkundige.
Kneippkuren beugen aber nicht nur vor, sondern verhindern auch, dass sich bestehende Krankheiten verschlimmern. Die besten Erfolge lassen sich bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, orthopädischen Problemen und psychovegetativen Beschwerden wie Schlaf- und Verdauungsstörungen erzielen, sagen Experten.
Aktivität und Erholung im Wechsel
Nach einer ausführlichen Eingangs­untersuchung erstellen Kneippärzte einen individuellen Kurplan, der auf die jeweiligen Probleme und Beschwerden abgestimmt ist und auch den Biorhythmus berücksichtigt: Der Patient bekommt einen genauen Zeitplan, der sich nicht am Terminkalender des Masseurs, sondern an der biologischen Uhr orientiert. Aktive Einheiten mit Gymnastik, strammen Spaziergängen und Wasseranwendungen wechseln mit Entspannungsübungen, Massagen, Kräuterbädern und Heuauflagen ab. Denn die Patienten dürfen sich nicht überfordern.
Auf dem Speiseplan steht vollwertige, weitgehend naturbelassene Kost. Bei Übergewicht und Stoffwechselstörungen wie Diabetes, Gicht oder erhöhten Blutfettwerten erstellen Ernährungsberater einen Diätplan und helfen den Patienten, die Ernährung dauerhaft umzustellen.
Um nachhaltige Effekte zu erzielen, sollte eine Kneippkur mindestens drei Wochen dauern. Wenn die therapeutischen Maßnahmen am Wohnort ausgeschöpft sind oder Abstand zum Alltag notwendig ist, übernehmen die Krankenkassen oft die Kosten.
Viele Menschen gönnen sich hin und wieder selbst eine Auszeit in einem der rund 60 deutschen Kneippkurorte. Der Ort sollte alle Anwendungen sowie ausgebildete Kneippärzte und -therapeuten vorweisen können.

09.07.2013
Beinwell: Pflanzliche Hilfe gegen Schmerzen
Beinwellwurzeln kommen unter anderem bei Sportverletzungen zum Einsatz
Thinkstock/iStockphoto
Die buschig wachsende Staude mit glockenförmigen Blüten ist fast in ganz Europa zu Hause. Sie gedeiht in der Nähe von Bachläufen und auf Feuchtwiesen. Zu Heilzwecken wird die Wurzel des Beinwells (Symphytum officinale) genutzt. Sie enthält Allantoin, Rosmarinsäure und Gerbstoffe. Diese und weitere Substanzen wirken schmerz­lindernd und abschwellend. Beinwell-Extrak­te kommen deshalb vor allem in äußerlich ange­­wendeten Präparaten bei Sportverletzungen und Muskelschmerzen zum Einsatz.

08.07.2013
Nebenhöhlenentzündung: Salz für die Nase
Eine Nasendusche kann Menschen helfen, deren Nase ständig verstopft ist
W&B/Martina Ibelherr/RYF
Ein Kännchen mit Salzwasser galt schon in der fernöstlichen Yoga-Tradition als Heilmittel bei Entzündungen von Nasenschleimhäuten und Nasennebenhöhlen (Rhinosinusitis). Forscher der Universität Köln werteten die bisherigen ­Studien dazu aus und stellten fest, dass Nasenspülungen die Therapie einer chronischen Rhino­sinusitis ­sinnvoll ergänzen können. Nasenduschen und Dosier­briefchen mit Salz für eine ­physiologische Spüllösung ­gibt es in der Apotheke.

07.07.2013
Ernährung: Mittelmeerkost besonders gesund
Eine Studie zeigt: Wer sich mediterran ernährt, kann sein Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall effektiver senken als durch eine fettarme Diät
Thinkstock/iStockphoto
Mittelmeerkost mit ihrem besonders hohen Anteil an hochwertigem Olivenöl und Nüssen zeigt gute Erfolge beim Schutz vor Herzinfarkt und Schlaganfall. Das belegt eine im New England Journal of Medicine veröffentlichte Studie mit 7447 Hochrisikopatienten. Die­jenigen Teilnehmer, die sich traditionell mediterran mit viel Gemüse, Getreide, Obst, Olivenöl und Nüssen ernährten, erlitten in ei­nem Zeitraum von fünf Jahren um 30 Prozent seltener einen Herzinfarkt oder Schlaganfall als die Teilnehmer einer Kontrollgruppe, die zu einer fettarmen Diät angehalten worden waren.

06.07.2013
Ernährung: Mittelmeerkost besonders gesund
Eine Studie zeigt: Wer sich mediterran ernährt, kann sein Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall effektiver senken als durch eine fettarme Diät
Thinkstock/iStockphoto
Mittelmeerkost mit ihrem besonders hohen Anteil an hochwertigem Olivenöl und Nüssen zeigt gute Erfolge beim Schutz vor Herzinfarkt und Schlaganfall. Das belegt eine im New England Journal of Medicine veröffentlichte Studie mit 7447 Hochrisikopatienten. Die­jenigen Teilnehmer, die sich traditionell mediterran mit viel Gemüse, Getreide, Obst, Olivenöl und Nüssen ernährten, erlitten in ei­nem Zeitraum von fünf Jahren um 30 Prozent seltener einen Herzinfarkt oder Schlaganfall als die Teilnehmer einer Kontrollgruppe, die zu einer fettarmen Diät angehalten worden waren.

05.07.2013
Urlaub: Darf man Schmerzmittel mitnehmen?
Wer bestimmte Medikamente auch auf Reisen bei sich hat, muss Einiges beachten
Thinkstock/Digital Vision
Wer betäubungsmittelhaltige Arzneien einnimmt, darf sie im Urlaub grundsätzlich in einer der Dauer der Reise angemessenen Menge bei sich haben. In Mitgliedsstaaten des Schengener Abkommens ist eine Bescheinigung eines Arztes erforderlich, die von der Landesgesundheitsbehörde beglaubigt wurde. Bei Aufenthalten in anderen Ländern rät die Bundesopiumstelle, rechtzeitig bei den diplomatischen Vertretungen des Reiselands Auskunft über die jeweiligen Richtlinien einzuholen.

04.07.2013
Matratze: Besser schlafen
Wer sich gut bettet, schläft ruhiger und entspannter
Banana Stock/RYF
Die Matratze beeinflusst die Schlafqualität, denn wer gut liegt, hat mehr Tief- und Traumschlaf. Gleichzeitig nehmen die Leichtschlafphasen ab. Die Müdigkeit in der Frühe ist weniger stark ausgeprägt, und die Stimmung der Ausgeschlafenen ist besser. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie an der Berliner Charité, bei der 30 gesunde Teilnehmer ein Standardprodukt im Vergleich zu einer Matratze mit verschiedenen an den Körper angepassten Zonen testeten. Das Fazit: Wer sich gut bettet, schläft auch besser.

03.07.2013
Augen: Brille oder Kontaktlinsen?
Nicht jeder trägt gern eine Brille, und nicht jeder verträgt Linsen. Was am besten zu wem passt
Banana Stock/RYF
Die „Brillenschlange“ war einmal. Mussten sich manche Kinder früher wegen ihrer Sehhilfe noch aufziehen lassen, befinden sie sich heute in bester Gesellschaft. Fast die Hälfte der Deutschen (49 Prozent) braucht laut einer GfK-Umfrage eine Sehhilfe, 47 Prozent tragen eine Brille. Kontaktlinsen bevorzugen nur etwas mehr als zwei Prozent der Befragten.
Die Linsen sind nicht ganz einfach zu handhaben. Das Einsetzen und Entnehmen will geübt sein, die Pflege ist aufwendig. Experten empfehlen wegen der besseren Sauerstoff-Durchlässigkeit meist formstabile „harte“ Linsen. Vor allem, wenn die Linsen fast ausschließlich getragen werden und die Brille nur im Notfall.
Weiche Linsen bestehen zu etwa 75 Prozent aus Wasser. Bei niedriger Luftfeuchtigkeit geben sie viel davon an die Umgebung ab, und das Auge fühlt sich trocken an. Wer unter extrem trockenen Augen (Sicca-Syndrom) leidet oder schon Entzündun­gen oder Geschwüre an der Hornhaut hatte, sollte auf Kontaktlinsen besser verzichten.
Die Linsen im Internet zu bestellen, ohne einen Fachmann aufzusuchen, halten Experten für nicht empfehlenswert. Es kann zu Schäden an der Hornhaut wie Quellungen oder Gefäßeinsprie­ßun­gen kommen, die sich kaum beheben lassen. Experten raten: Linsen beim Optiker kaufen, Trage­intervalle genau einhalten und den Sitz der Linse alle sechs Monate kontrollieren lassen.
Etwa einmal im Jahr sollte der Optiker auch die Stärke der Brillengläser prüfen. Zudem passt er Fassung und Gläser perfekt an den Träger und seine Bedürfnisse an. Gut zu wissen, bevor Sie eine neue Brille aussuchen: Gläser aus Kunststoff sind leichter als solche aus Glas und etwa bei randlosen Brillen ein Muss. Je besser die Entspiegelung, desto angenehmer das Sehen.
Marken­gläser haben den Vorteil, dass deren Entspiegelung aus doppelt so vielen Schichten besteht wie bei günstigeren Varianten. Dann ist der Blick durch das Glas klar und kontrastreich und nicht durch störende Reflexionen eingeschränkt.

02.07.2013
Psyche: Volkskrankheit Burn-out?
Obwohl scheinbar viele Menschen einen Burn-out erleiden, sagen Forscher: Depressionen verursachen weitaus mehr Arbeitsausfälle
Thinkstock/Hemera
Die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund psychischer Erkrankungen hat sich in den letzten 15 Jahren mehr als verdoppelt. Der Deutsche Gesundheitssurvey (DEGS) des Robert Koch-Instituts zeigt, dass sich bei den einzelnen Diagnosen anteilig nur wenig verschoben hat. Die vermeintliche Volkskrankheit Burn-out ist nicht das Massenphänomen, als das sie in den Medien oft dargestellt wird. Depressionen verursachen mit 85 Fehltagen jährlich pro 100 Versicherten mehr als achtmal so viele Ausfälle wie Burn-out.

01.07.2013
Fitness: Schutz vor Demenz?
Körperlich aktive Menschen erkranken möglicherweise seltener an Alzheimer
W&B/Bernhard Huber/RYF
Wer in mittlerem Alter körperlich aktiv ist, senkt so möglicherweise sein Risiko, im Alter an Demenz zu erkranken. Für eine in dem Fachmagazin Annals of Internal Medicine veröffentlichte Studie analysierten Forscher Daten von 19.500 zunächst gesunden Menschen unter 65 Jahren. Zwischen 1971 und 2009 hatten diese sich einem einmaligen Fitnesstest auf einem Laufband unterzogen. Die Wis­­sen­schaft­ler beobachteten sie im Schnitt 25 Jahre lang weiter. Fast 1700 Probanden waren an Demenz erkrankt. Bei den Fittesten war das Risiko um 36 Prozent geringer als bei denjenigen Teilnehmern, die einst nur kurz auf dem Laufband durchgehalten hatten.

30.06.2013
Fußreflexzonenmassage: Erleichtert Brustkrebspatientinnen den Alltag
Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind, kann eine Fußreflexzonenmassage, zusätzlich zur Standardtherapie, sowohl körperliche, als auch psychische Vorteile verschaffen
Thinkstock/iStock
Patientinnen mit Brustkrebs in fortgeschrittenem Stadium, die neben der Standardtherapie über mehrere Wochen eine Fußreflexzonenmassage erhielten, bewältigten ihren Alltag besser als Frauen einer Kontrollgruppe. Das zeigte eine Studie der Michigan-State-Universität (USA).
Die an den Füßen behandelten 385 Frauen konnten leichter Treppen steigen sowie einkaufen gehen und waren deutlich seltener kurzatmig als Patientinnen, deren Füße nur scheinbar nach dieser Methode behandelt wurden oder die lediglich die Standardmedikamente erhielten. Die Forscher überraschte, dass sich die Effekte vor allem auf körperlicher und nicht – wie vermutet – auf psychischer Ebene zeigten.

29.06.2013
Fußreflexzonenmassage: Erleichtert Brustkrebspatientinnen den Alltag
Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind, kann eine Fußreflexzonenmassage, zusätzlich zur Standardtherapie, sowohl körperliche, als auch psychische Vorteile verschaffen
Thinkstock/iStock
Patientinnen mit Brustkrebs in fortgeschrittenem Stadium, die neben der Standardtherapie über mehrere Wochen eine Fußreflexzonenmassage erhielten, bewältigten ihren Alltag besser als Frauen einer Kontrollgruppe. Das zeigte eine Studie der Michigan-State-Universität (USA).
Die an den Füßen behandelten 385 Frauen konnten leichter Treppen steigen sowie einkaufen gehen und waren deutlich seltener kurzatmig als Patientinnen, deren Füße nur scheinbar nach dieser Methode behandelt wurden oder die lediglich die Standardmedikamente erhielten. Die Forscher überraschte, dass sich die Effekte vor allem auf körperlicher und nicht – wie vermutet – auf psychischer Ebene zeigten.

28.06.2013
Selbstwertgefühl: Dem Körper Beachtung schenken
Ein guter Kontakt zum eigenen Körper und seinen Funktionen kann verhindern, dass man sich überkritisch mit seinem Äußeren beschäftigt
Jupiter Images/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY
Frauen werden stärker als Männer nach ihrem Äußeren beurteilt. Daher neigen sie dazu, sich kritisch zu betrachten – gleichsam mit den Augen eines Dritten. Forscher der Royal-Holloway-Universität in London befragten nun 43 Studentinnen zu deren Selbstbild. Anschließend sollten die Frauen den eigenen Herzschlag wahrnehmen und zählen.
Dies gelang vor allem jenen gut, die zufrieden mit ihrem Aussehen waren. Ein guter Kontakt zum eigenen Körper und seinen Funktionen könne verhindern, dass man sich überkritisch mit seinem Äußeren beschäftige, folgerten die Forscher.

27.06.2013
Alzheimer: Methylenblau gegen Demenz
Der Farbstoff Methylenblau kann möglicherweise gegen die Krankheit Alzheimer helfen
Thinkstock/Wavebreak Media
Der seit mehr als 100 Jahren gebräuchliche Farbstoff Methylenblau wirkt möglicherweise gegen die Alzheimer-Krankheit: Untersuchungen zeigten, dass die Substanz die Bildung des sogenannten Tau-Proteins unterdrückt. Dieses verursacht das Absterben von Nervenzellen. Wie sich Tau hemmen lässt, hat ein Forscherteam aus Bonn und Göttingen entdeckt. Demnach verhindert Methylenblau die Bildung von stabilen Brücken zwischen Tau-Protein-Molekülen.

26.06.2013
Alkoholfreies Bier: Getränk mit Zukunft
Dank neuer Braumethoden schmeckt alkoholfreies Bier heute besser. Sportler können sogar davon profitieren
Thinkstock/iStockphoto
Der Bierdurst der Deutschen lässt nach. Laut Auskunft des Statistischen Bundesamts sank der Bierabsatz 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Prozent und erreichte damit den niedrigsten Wert seit der Wiedervereinigung.

Lag der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch in den 1980ern bei 146 Litern jährlich, waren es 2011 nur noch 107 Liter. Im gleichen Zeitraum nahm der Absatz der alkoholfreien Variante um 15 Prozent zu. Der Grund: Die Leute werden gesundheitsbewusster, deshalb liegen alkohol- und kalorienarme Biere im Trend.

Wie Sportmediziner der Technischen Universität München in einer Studie mit 277 Marathonläufern zeigen konnten, besitzt alkoholfreies Weißbier zudem einen Gesundheitswert. Drei Wochen vor einem Lauf und zwei danach tranken alle Studienteilnehmer täglich einen bis anderthalb Liter davon: Eine Gruppe erhielt ein „normales“, polyphenolhaltiges Getränk, die Kontrollgruppe eine polyphenolfreie Variante. Den Polyphenolen – Pflanzenstoffen, die auch in Obst, Gemüse und Weinvorkommen – werden vielfältige gesundheitsfördernde Wirkungen zugeschrieben.

Nach großen körperlichen Belastungen wie einem Marathon ist die Infektanfälligkeit vorübergehend erhöht. Die Sportmediziner konnten zeigen, dass polyphenolhaltiges Weißbier antientzündlich wirkt und ein durch körperlichen Stress geschwächtes Immunsystem stärken kann. Die Läufer der „Polyphenolgruppe“ erlitten in den zwei Wochen nach dem Marathon seltener Atemwegsinfekte als die der Kontrollgruppe. Traten bei ihnen Infekte auf, verliefen sie zudem schwächer.

Normales Weißbier enthält zwar noch mehr Polyphenole als alkoholfreies, doch die Nebenwirkungen des Alkohols würden den Nutzen der Polyphenole überwiegen, sagen Experten. Zusätzliches Plus: Bier enthält Vitamine, Mineralstoffe und Aminosäuren. Viele alkoholfreie Sorten eignen sich deshalb als isotonisches Sportlergetränk. Doch auch wenn es nicht so kalorienreich ist wie normales Bier, sollten vor allem Menschen, die sich nicht so viel bewegen, auch hier Maß halten.

Kurze Gärung, wenig Geschmack

Dass viele Bierfreunde sich nicht mit dem Alkoholfreien anfreunden können, liegt vor allem an seinem vergleichsweise faden Geschmack und dem etwas eigenartigen Geruch. Dieser ist darauf zurückzuführen, dass bei der gängigsten Braumethode für Alkoholfreies die Gärung früher gestoppt wird. Dadurch behält das Bier oft den würzehaltigen Charakter. Bei geringerem Alkoholgehalt entstehen zudem weniger Aromastoffe.

Dank neuer Herstellungsverfahren kommen die alkoholfreien Biere dem Original jedoch deutlich näher. Bewährt hat sich eine spezielle Kombination aus Hefepilzen und Milchsäurebakterien, die nur bestimmte Zucker im Malz verwerten können und deshalb mehr Aromastoffe bilden. Bereits nach drei bis vier Tagen haben sie die Gärung beendet und dabei die biertypischen Aromen hervorgebracht.

Was viele nicht wissen: Auch alkoholfreies Bier darf bis zu 0,5 Volumenprozent Alkohol enthalten – das sind bis zu vier Gramm Alkohol pro Liter. Freiburger Rechtsmediziner gingen daher der Frage nach, ob der Konsum alkoholfreien Biers für Fahranfänger rechtliche Konsequenzen haben könnte – für sie gilt bekanntlich die 0,0-Promille-Grenze.

78 Testpersonen tranken innerhalb einer Stunde anderthalb Liter alkoholfreies Bier. Anschließend wurden in regelmäßigen Abständen Blutproben entnommen. Das Fazit: Nach dem Konsum von alkoholfreiem Bier sind auch für Fahranfänger keine negativen führerscheinrechtlichen Konsequenzen zu erwarten. Die höchste gemessene Blutalkoholkonzentration betrug mit 0,0056 Promille weniger als ein Dreißigstel des gesetzlichen Grenzwerts von 0,2 Promille. Schon 30 Minuten nach dem letzten Schluck konnte in keinem Fall mehr Alkohol nachgewiesen werden.

Nicht für ehemalige Alkoholiker

Auch für Schwangere und Menschen, die regelmäßig Medikamente einnehmen müssen, ist alkoholfreies Bier als Durstlöscher erlaubt. Ehemaligen Alkoholikern würden Experten das Getränk allerdings nicht empfehlen: Aussehen und Geschmack erinnern zu stark an echtes Bier. Das könnte einen Rückfall provozieren. Auch Kinder sollten aus psychologischen Gründen trotz des niedrigen Alkoholgehalts kein alkoholfreies Bier trinken. Sie gewöhnen sich sonst zu früh an den Geschmack, und das erleichtert den Umstieg auf „echtes“ Bier.

25.06.2013
Zuckerstoffwechsel: Zu hoher Blutzucker fördert Krebs
Menschen mit regelmäßig zu hohen Blutzuckerwerten steigern ihr Risiko, an Krebs zu erkranken
Thinkstock/iStock
Ein gestörter Zuckerstoffwechsel kann Krebs begünstigen, wie epidemiologische Untersuchungen bereits gezeigt haben. Eine mögliche Erklärung für diese Beziehung gaben nun Forscher der Universität von Madrid (Spanien). Sie stellten fest, dass ein Eiweiß namens Beta-Catenin durch hohe Blutzuckerwerte aktiviert wird und die Bildung von Insulin anregt. Zugleich fördert es aber auch das Zellwachstum.

24.06.2013
Schwangerschaft: Kaffee senkt Babys Geburtsgewicht
Trinkt eine Schwangere ein bis zwei Tassen Bohnenkaffe am Tag, riskiert sie, dass ihr Nachwuchs mit einem niedrigen Gewicht zur Welt kommt
Thinkstock/iStock
Kaffeekonsum in der Schwangerschaft senkt das Geburtsgewicht des Babys. Das legt eine Studie der Universität Göteborg (Schweden) und des norwegischen Gesundheitsinstituts nahe, an der knapp 60.000 Frauen mit komplikationsloser Schwangerschaft teilnahmen.
Schon bei 200 bis 300 Milligramm Koffein pro Tag stieg das Risiko, zum errechneten Zeitpunkt ein Baby mit unterdurchschnittlichem Gewicht zur Welt zu bringen. Das kann den Nachwuchs anfälliger für Krankheiten machen. 200 Milligramm Koffein entsprechen ein bis zwei Tassen Bohnenkaffee.

23.06.2013
Alkohol: Gesellschaft im Rausch
Maß halten: Beim Thema Alkohol verhalten sich Erwachsene nicht unbedingt vorbildlich
Jupiter Images/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY
Teenies trinken bis zum Umfallen – Erwachsene auch! Darauf macht die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen aufmerksam: Mehr als 90.000 Erwachsene wurden 2011 mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert, vor allem Menschen zwischen 40 und 55 Jahren. Die bundesweite, kostenpflichtige Sucht & Drogen-Hotline ist rund um die Uhr zu erreichen unter der Telefonnummer 01805 31 30 31.

22.06.2013
Alkohol: Gesellschaft im Rausch
Maß halten: Beim Thema Alkohol verhalten sich Erwachsene nicht unbedingt vorbildlich
Jupiter Images/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY
Teenies trinken bis zum Umfallen – Erwachsene auch! Darauf macht die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen aufmerksam: Mehr als 90.000 Erwachsene wurden 2011 mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert, vor allem Menschen zwischen 40 und 55 Jahren. Die bundesweite, kostenpflichtige Sucht & Drogen-Hotline ist rund um die Uhr zu erreichen unter der Telefonnummer 01805 31 30 31.

21.06.2013
Gehirn: Tanzen hält den Geist fit
Die beschwingte Bewegung beim Tanzen fordert den Körper und das Gehirn
Digital Vision/ RYF
Sich zu Musik bewegen, auf den Partner einstellen, Schrittfolgen lernen, Bewegungen vorausplanen: Weil Tanzen körperliche Aktivität mit sozialer, emotionaler und musikalischer Interaktion verbindet, fordert es die Tänzer auch geistig stark heraus. Nicht nur Bewegungen und Körperhaltung verbessern sich, sondern auch Aufmerksamkeit, Reaktionszeit, Denk- und Lernfähigkeit.
Das stellten Neurowissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum bei einer Gruppe von 60- bis 94-Jährigen fest, die sechs Monate lang jede Woche eine Stunde tanzten.

20.06.2013
Tennisarm: Nutzlose Spritzen
Physiotherapie entlastet einen Tennisarm. Steroidinjektionen hingegen betäuben zwar schnell den Schmerz, erzielen auf Dauer aber kein gutes Ergebnis, da zu schnell wieder belastet wird
Thinkstock/iStock
Steroidinjektionen lindern bei einem Tennisellenbogen zwar schnell die Schmerzen, langfristig bringen sie jedoch ein höheres Rückfallrisiko mit sich. Das haben Forscher der Universität von Queensland (Australien) herausgefunden. Ganz ohne jede Behandlung waren nach einem halben Jahr 83 Prozent der Patienten beschwerdefrei.
Bessere Ergebnisse erzielte eine Physiotherapie mit 89 Prozent. Wenn die Patienten zusätzlich Steroidinjektionen erhielten, sank die Erfolgsrate aber auf 54 Prozent. Die entzündungshemmende Wirkung lindere nur den Schmerz, erklären die Ärzte. Dies führe oft dazu, dass die Patienten den Arm zu früh wieder belasten.

19.06.2013
Durchfall: Fäkaltherapie gegen Clostridien
Clostridien verursachen hartnäckigen Durchfall. Ein Test zeigt: Die Behandlung mit dem Stuhl von Gesunden kann Patienten helfen
Thinkstock/Polka Dot Images
Die Methode lässt einen erschaudern. Wer möchte sich schon die Ausscheidungen anderer in den Darm übertragen lassen? Doch für Patienten mit einer schweren pseudomembranösen Enterokolitis birgt die „Stuhltransplantation“ die letzte Chance auf Heilung. Bei dieser Krankheit verursacht der Erreger Clostridium difficile Darmentzündungen mit Bauchkrämpfen und Durchfall.

Natürlich bekämpfen Ärzte die Bakterien auch mit Antibiotika. Doch jeder fünfte Patient erleidet danach einen Rückfall. Und gegen wiederkehrende Infektionen mit Clostridium difficile gibt es keine wirksame Therapie. Gerade ältere Menschen sterben oft an den Folgen einer pseudomembranösen Enterokolitis. Der starke Wasserverlust zehrt den Körper der Patienten aus. Zudem zerstören die bakteriellen Giftstoffe nach und nach die Darmschleimhaut.

Hohe Erfolgsquote

Behandlungsversuche mit den Fäkalien gesunder Spender sind nicht neu. Bereits 1958 erprobten Ärzte in Denver (USA) die Methode erstmals an Patienten. Seitdem berichteten Mediziner immer wieder über Erfolge damit. Bis Ende des vergangenen Jahres summierten sich rund 300 Fallberichte. Demnach liegt die Erfolgsquote der Fäkaltherapie bei mehr als 80 Prozent.

Doch die geringen Fallzahlen zeigen: Bislang hat sich diese Heilmethode nicht durchgesetzt. Experten nennen drei Gründe für diese Zurückhaltung: Die Methode ist unappetitlich, aufwendig, und es fehlt der Wirksamkeitsnachweis durch kontrollierte Studien.
Die Ergebnisse der ersten Vergleichsstudie überhaupt legte im Januar die Universität Amsterdam (Niederlande) im New England Journal of Medicine vor. Diese Studie untermauert die bisherigen Erfolge: So erhielten 16 Freiwillige zunächst eine Darmspülung und dann über eine Nasensonde verdünnten Spenderstuhl in den Zwölffingerdarm.
Diese Prozedur befreite 15 Patienten von ihren Beschwerden, darunter zwei erst nach einer erneuten Fäkalgabe von einem weiteren Spender. Die Ergebnisse in den beiden Vergleichsgruppen hingegen waren deutlich schlechter: So half das Antibiotikum Vancomycin nur drei von 13 Patienten. Von einer zusätzlichen Darmspülung profitierten vier von weiteren 13 Patienten.

Heilversuche in Deutschland

Kann sich diese Methode durchsetzen? Experten glauben daran, da die Ergebnisse so gut seien. Allerdings darf eine Fäkaltherapie nur als individueller Heilversuch erfolgen – dem letzten Mittel, wenn alle anerkannten Therapien nicht geholfen haben. Für eine klinische Prüfung hingegen bedarf es einer behördlichen Genehmigung.

Die Fäkaltherapie ist regulatorisches Neuland. Bekäme das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte eine Anfrage, so müssten die Zuständigen diese juristisch prüfen lassen und sich intensiv beraten. Denn es gibt zwar Regeln für Arzneimitteltests, Transplantationen und Bluttransfusionen. Doch bislang ist ungeklärt, wie das Übertragen von Fäkalien zu bewerten ist.

18.06.2013
Übergewicht: Fuß- und Radwege halten schlank
Mehr Bewegung: An Orten, wo es Fuß- und Radwege gibt, leben weniger übergewichtige junge Menschen
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Je mehr Platz es in einer Stadt für Spaziergänger und Radfahrer gibt, desto geringer ist die Rate an übergewichtigen Jugendlichen. Das ergab eine im American Journal of Preventive Medicine veröffentlichte Untersuchung.
Die Forscher setzten das Gewicht von 11.000 US-Jugendlichen in Bezug zu der Zahl an Bürgersteigen und Fahrradwegen in der Umgebung. Stadtplaner, so die Wissenschaftler, sollten künftig auch in diesem Punkt an die Gesundheit der Bewohner denken.

17.06.2013
Typ-2-Diabetiker: Nach Humaninsulin kein Spritz-Ess-Abstand nötig
Gute Nachrichten für Diabetiker, die sich Humaninsulin spritzen: Sie können gleich nach der Spritze mit dem Essen beginnen
Banana Stock/RYF
Typ-2-Diabetiker, die sich Humaninsulin spritzen, können direkt nach der Injektion eine Mahlzeit zu sich nehmen. Die oft empfohlene Pause von 20 bis 30 Minuten sei nicht nötig, berichten Wissenschaftler des Universitätsklinikums Jena im Magazin Diabetes Care.
An ihrer Studie nahmen 100 Probanden im Alter von 40 bis 80 Jahren teil. Zwei Wochen lang hielten diese nach jeder Injektion einen 20-minütigen Zeitabstand vor dem Essen ein, in den darauffolgenden Wochen aßen sie direkt nach der Insulingabe. Der maßgebliche Blutwert HbA1c und das Blutzuckerprofil veränderten sich nicht entscheidend, wenn sie die Pause wegließen. Sehr stark unterschied sich aber die Zufriedenheit der Teilnehmer. 87 Prozent fanden die Insulintherapie ohne Zeitabstand vor dem Essen besser.

16.06.2013
Schwangerschaft: Hörschule im Bauch
Vermutlich gewöhnen sich Babys bereits im Mutterleib das Lautbild ihrer Muttersprache an
Thinkstock/Pixland
Babys sind Frühstarter, wenn es ums Sprechenlernen geht. Schon im Mutterleib fangen sie damit an. Das legt zumindest eine Studie von US-amerikanischen und schwedischen Forschern nahe. Das Wissenschaftler-Team spielte Neugeborenen Laute ­ihrer Mutter­sprache sowie einer Fremdsprache vor, während die Kleinen an einem Schnuller saugten. Es stellte sich heraus: Bei der Fremdsprache saugten die Babys länger – ein Zeichen dafür, dass ihnen diese Töne nicht vertraut waren. In Mamas Bauch hatten sie sich offenbar schon an das Lautbild ihrer Muttersprache gewöhnt.

15.06.2013
Schwangerschaft: Hörschule im Bauch
Vermutlich gewöhnen sich Babys bereits im Mutterleib das Lautbild ihrer Muttersprache an
Thinkstock/Pixland
Babys sind Frühstarter, wenn es ums Sprechenlernen geht. Schon im Mutterleib fangen sie damit an. Das legt zumindest eine Studie von US-amerikanischen und schwedischen Forschern nahe. Das Wissenschaftler-Team spielte Neugeborenen Laute ­ihrer Mutter­sprache sowie einer Fremdsprache vor, während die Kleinen an einem Schnuller saugten. Es stellte sich heraus: Bei der Fremdsprache saugten die Babys länger – ein Zeichen dafür, dass ihnen diese Töne nicht vertraut waren. In Mamas Bauch hatten sie sich offenbar schon an das Lautbild ihrer Muttersprache gewöhnt.

14.06.2013
Demenz: Seele im Tief
Wer zunehmend vergesslich wird, leidet häufig auch an einr Depression
Thinkstock/Creatas
Menschen, die unter zunehmender Vergesslichkeit oder einer Demenz leiden, kämpfen besonders häufig mit Depressionen. Das Erleben des geistigen Abbaus schlägt vermutlich aufs Gemüt, berichten Forscher aus den Niederlanden und den USA. Sie hatten die Daten von 2160 über 65-Jährigen ausgewertet. Die Beschwerden sollte man ernst nehmen: Depressionen können ihrerseits den Gedächtnisschwund verstärken.

13.06.2013
Schnarchen: Ist es eine Schlafapnoe?
Wer lauthals schnarcht, kann eine Atemstörung haben – ein Fall für den Arzt, sagen Experten
Thinkstock/iStockphoto
Aua! Stößt Ihre Partnerin Sie häufig an, weil Ihr Schnarchen sie nicht schlafen lässt? Dann sollten Sie zum Arzt gehen, raten kanadische Forscher. Sie beobachteten in einer Studie: Je öfter man einen Knuff vom Bettnachbarn bekommt, desto wahrscheinlicher liegt eine Schlafapnoe vor – eine Atemstörung, die das Herz in Gefahr bringt.

12.06.2013
Obst und Gemüse: Alles frisch?
Das ganze Jahr über gibt es in Supermärkten frische Ware. Worauf Sie der Umwelt zuliebe achten sollten
W&B/Markus Dlouhy/RYF
In den Auslagen der Supermärkte merkt man nichts von einer Verknappung des Angebotes – ob Erntezeit oder nicht. Der Grund: Was hierzulande nicht wächst oder gerade keine Saison hat, wird in Treibhäusern gezüchtet oder per LKW, Containerschiff oder Flugzeug herangeschafft. Papaya, grüne Bohnen oder Spargel etwa, die im Frühjahr verkauft werden, haben oft etliche Tausend Kilometer auf dem Buckel.
Werden Obst und Gemüse frisch geerntet und entsprechend gelagert, bleiben Geschmack und Vitamin­gehalt zwar in der Regel erhalten. Aus ökologischer Sicht ist das jedoch meist nicht sinnvoll, sagen Experten. Sie empfehlen, beim Frischkost-Einkauf die Umwelt nicht aus den Augen zu verlieren. Das heißt vor allem: nachhaltig erzeugte Produkte auswählen.
Einkaufen, was Saison hat
Saisonkalender listen alle heimischen Obst- und Gemüsesorten von A bis Z auf und verraten, was gerade Saison hat. Manche Kalender berücksichtigen auch die Klimabelastung. Sie ist beispielsweise im März bei Freilandprodukten wie Porree sehr gering, bei Knollensellerie oder Chicorée aus Lagerhäusern etwas höher.   

Auf regionalen Anbau setzen

Kaufen Sie regional angebaute Gemüse. Transporte, vor allem per Flugzeug, belasten die Umwelt. Manchmal ist Importware dennoch günstiger zu bewerten als Treibhausware aus dem eigenen Land – weil die CO2-Emissionen durch beheizte Treibhäuser die Umwelt stärker belasten. Tipp: Gelegentliche Ausnahmen sind okay. Aber beim regelmäßigen Einkauf sollten Sie saisonale Produkte aus regio­nalem Anbau wählen.

Bio bevorzugen

Bio-Gemüse oder -Obst ist zwar nicht automatisch frischer. Es enthält aber deutlich weniger Pestizid­rückstände. Zudem kommt ­weniger klima- und bodenschädlicher ­Mineraldünger zum Einsatz. Tipp: Siegel deutscher Bioverbände bürgen für hohe Qualität.

Manchmal darf’s auch Tiefkühlkost sein

Der hohe Energieaufwand für Tieffrieren, Transport und Lagerung spricht dagegen, täglich Tiefkühlkost zu essen. Aber: Tiefgekühltes Gemüse wird reif geerntet, vitaminschonend verarbeitet und ist qualitativ mit frisch geerntetem Gemüse vergleichbar. Tipp: Wählen Sie unverarbeitetes Tiefkühlgemüse, und bereiten Sie es selbst zu. In verarbeiteten Fertiggerichten stecken oft viel Fett, Salz und Zusatzstoffe.

Nicht zu verschwenderisch

In Deutschland wird rund die Hälfte aller Lebensmittel weggeworfen – unter anderem, weil zu viel eingekauft wird. Das gilt auch für leicht verderbliche Salat- und Gemüsesorten. Mit bewusster Planung lässt sich Verschwen­dung vermeiden. Tipp: Chinakohl, Eisbergsalat oder Möhren halten sich im Kühlschrank mehrere Tage, in einem Null-Grad-Gemüsefach noch länger. Blattsalate nicht auf Vorrat kaufen, sondern rasch verzehren.

11.06.2013
Übergewicht: Dicke Freundschaften
Oft finden sich im Bekanntenkreis von fettleibigen Menschen auffallend viele Freunde, die ebenfalls zu viele Pfunde haben
Thinkstock/iStockphoto
Fast jeder vierte Deutsche ist stark übergewichtig. Auffallend häufig sind es Menschen, die in ihrem engen Freundeskreis ebenfalls Fettleibige haben. Eine mögliche Erklärung: Im näheren sozialen Umfeld nimmt die Akzeptanz von Übergewicht wohl zu, und Ernährungsmuster von Freunden werden eher übernommen.

10.06.2013
Tipp: Cholesterinsenker abends nehmen
Nachts wird am meisten Cholesterin im Körper gebildet. Deshalb raten Experten, Statin-Präprate vor dem Schlafengehen einzunehmen
Thinkstock/Comstock Images
Wenn Sie zur Behandlung schlechter Cholesterinwerte ein Statin-Präparat einnehmen, sollten Sie dieses am Abend schlucken. Denn in der Nacht bildet der Körper besonders viel Cholesterin. Statine hemmen die körpereigene Cholesterinproduktion.

09.06.2013
Stress: Einfach weglächen!
Die Kleine mag nicht aufräumen, das Telefon klingelt ständig und Sie haben gleich einen Termin? Experten sagen: Gegen Stress hilft kurzfristig ein Lächeln!
Thinkstock/iStockphoto
Geschwister-Zoff, Alltagshektik, Aufräum-Diskussionen: Wer kurzfristig in Stress gerät, kann den ­Anstieg seiner Herzschlagfrequenz abmildern, indem er bewusst ein Lächeln aufsetzt und den ­Gesichtsausdruck für ein paar Minuten beibehält. Das berichtet der Bundesverband Niedergelassener Kardiologen (BBNK). Und beruft sich dabei auf ­eine aktuelle Untersuchung amerikanischer Psychologen der Universität Kansas. Die zeige, dass wir unsere natürliche körperliche Reaktion auf Stress beeinflussen können. Dazu muss man gar nicht echt lächeln. Ein künstliches Grinsen ist auch gut fürs Herz!

08.06.2013
Stress: Einfach weglächen!
Die Kleine mag nicht aufräumen, das Telefon klingelt ständig und Sie haben gleich einen Termin? Experten sagen: Gegen Stress hilft kurzfristig ein Lächeln!
Thinkstock/iStockphoto
Geschwister-Zoff, Alltagshektik, Aufräum-Diskussionen: Wer kurzfristig in Stress gerät, kann den ­Anstieg seiner Herzschlagfrequenz abmildern, indem er bewusst ein Lächeln aufsetzt und den ­Gesichtsausdruck für ein paar Minuten beibehält. Das berichtet der Bundesverband Niedergelassener Kardiologen (BBNK). Und beruft sich dabei auf ­eine aktuelle Untersuchung amerikanischer Psychologen der Universität Kansas. Die zeige, dass wir unsere natürliche körperliche Reaktion auf Stress beeinflussen können. Dazu muss man gar nicht echt lächeln. Ein künstliches Grinsen ist auch gut fürs Herz!

07.06.2013
Bewegung: Kickstart für das Gehirn
Bereits wenige Minuten Sport – zum Beispiel auf einem Fahrrad-Ergomter – verbessern das Gedächtnis
Thinkstock/BananaStock
Schon ein wenig Bewegung vermag dem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen. Forscher der Universität von Kalifornien in Irvine konnten in einer Studie mit 50- bis 85-jährigen Teilnehmern zeigen, dass bereit sechs Minuten auf einem Hometrainer genügen, um die Gehirnleistung zu verbessern.
Bilder, die während der Fahrradübung gezeigt wurden, blieben bei den Versuchspersonen besser im Gedächtnis haften als bei der Vergleichsgruppe. Von der Instant-Kur für das Gehirn profitierten am meisten Personen mit leichten Hirnleistungsstörungen.
Hinweis: Sport-Neueinsteiger über 35 Jahre oder chronisch Kranke sollten sich vor dem Start allerdings "grünes Licht" vom Arzt geben lassen.

06.06.2013
Psyche: Liebe lindert Schmerz
Leben Kranke in einer glücklichen Beziehung, stecken sie Beschwerden besser weg als Alleinstehende, ergab eine Studie
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Ein liebevoller Partner hilft, Schmerzen besser zu bewältigen, melden Forscher der Arizona State­ University. Sie hatten 250 Patienten mit Gelenk- und Muskelbeschwerden befragt und herausgefunden: Kranke in einer glücklichen Beziehung stecken die Beschwerden besser weg als Alleinstehende oder Menschen in einer unglücklichen Partnerschaft. Die Forscher vermuten: Wer in einer fürsorglichen Beziehung lebt, ist vom Wesen her stabiler und weniger verletzlich.

05.06.2013
Babys: Strategien gegen Windeldermatitis
Windeln sind praktisch – aber sie können auch einen roten Po fördern. Was Sie bei Hautausschlag tun können
Thinkstock/iStockphoto
Babyhaut ist zart, aber auch empfindlich. Kein Wunder, dass der dicht verpackte Windelbereich ab und zu Probleme macht. Nässe und Wärme lassen die Haut aufquellen, Zersetzungsprodukte von Stuhl und Urin greifen sie an. Die dünne Haut rötet und entzündet sich. Manche Kinder bekommen einen schmerzenden, schuppenden Ausschlag am Po. Mit diesen drei Strategien helfen Sie Ihrem Baby:
1. Häufiger Windeln wechseln: Die Haut sollte nicht unnötig lang der feuchten Wärme und den Ausscheidungen ausgesetzt sein. Wechseln Sie die Windel daher mehrmals täglich und gleich nach jedem Stuhlgang. Überprüfen Sie zwischendurch öfter, ob der Po trocken ist.
2. Sanft reinigen: Die geröteten Stellen sind oft sehr schmerzempfindlich. Reinigen Sie den Windelbereich vorsichtig mit lauwarmem Wasser oder weichen Baby-Öltüchern ohne irritierende Zusätze. Bei stärkerer Verschmutzung hilft Babyöl oder eine milde, flüssige Reinigungs­lotion speziell für Babyhaut. Gute Alternative: ein lauwarmes Bad mit rückfettendem Badezusatz. Kamillenextrakt wirkt entzündungshemmend, Kleie- und Gerbstoffbäder fördern die Heilung. Nach dem Reinigen die Haut vorsichtig trocken tupfen. Sooft und solange es geht Luft an die Haut lassen.
3. Wundschutz: Tragen Sie auf die gerötete Haut dünn Wundschutzcreme auf. Sie ist fettreicher als normale Pflegelotion und hält Nässe von der Haut fern. Hei­lungsfördernde Zusätze wie Dexpanthenol, Zinkoxid, Allantoin oder Hamamelisextrakt beruhigen und lassen Rötungen abklingen. Hautverwandte Wirkstoffe unterstützen die Barrierefunktion von Babys Haut.
Wann zum Arzt? Wenn Rötungen nach wenigen Tagen nicht verschwunden sind, sich verändern oder der Ausschlag sehr stark ist. Eine intensive glänzende Rötung deutet auf einen Hautpilz hin. Dann braucht Ihr Baby ein Antimykotikum, das den Pilz bekämpft.

04.06.2013
Tabakkonsum: Länger schlau ohne Rauch
Rauchen wirkt sich anscheinend nachteilig auf das Gedächtnis aus
Thinkstock/Hemera
Rauchen beschleunigt den geistigen Abbau. In einer Studie mit knapp 9.000 Teilnehmern über 50 Jahre, die seit zwölf Jahren regelmäßig befragt und untersucht werden, zeigte sich: Bei Rauchern ließen sowohl die geistige Leistungsfähigkeit als auch das Kurz- und Langzeitgedächtnis deutlich schneller nach als bei den anderen Teilnehmern.

03.06.2013
Abnehmen: Schlaf dich schlank!
Forscher behaupten, dass ausreichend langes Schlummern hilft, überschüssige Pfunde loszuwerden
Thinkstock/iStock
Abnehmen im Schlaf? Das ist gar nicht so abwegig, wie es klingt – behaupten kanadische Forscher. Sie setzten übergewichtige Erwachsene 14 Tage auf leichte Kost. Diejenigen, die pro Nacht durchschnittlich 8,5 Stunden schliefen, verloren doppelt so viel Fett wie Kurzschläfer, die nur auf 5,5 Stunden kamen. Ein Grund könnte sein, dass Schlafmangel appetitanregende Hormone aktiviert.

02.06.2013
Herz: Gesunder Optimismus
Wer die Dinge positiv sieht, bekommt wohl seltener einen Herzinfarkt oder Schlaganfall
Thinkstock/Ingram Publishing
Studien belegen: Optimisten sterben seltener an Herzinfarkt oder Schlaganfall als Schwarzseher. Eine aktuelle Untersuchung der Harvard School of Public Health in ­Boston (USA) zeigt nun, dass zuversichtliche Menschen im mittleren Lebensalter günstigere Blutfettwerte aufweisen als Pessimisten. Sie hatten im Durchschnitt höhere Blutspiegel an schützendem HDL-­Cholesterin und niedrigere Triglyzeridwerte.

01.06.2013
Herz: Gesunder Optimismus
Wer die Dinge positiv sieht, bekommt wohl seltener einen Herzinfarkt oder Schlaganfall
Thinkstock/Ingram Publishing
Studien belegen: Optimisten sterben seltener an Herzinfarkt oder Schlaganfall als Schwarzseher. Eine aktuelle Untersuchung der Harvard School of Public Health in ­Boston (USA) zeigt nun, dass zuversichtliche Menschen im mittleren Lebensalter günstigere Blutfettwerte aufweisen als Pessimisten. Sie hatten im Durchschnitt höhere Blutspiegel an schützendem HDL-­Cholesterin und niedrigere Triglyzeridwerte.

31.05.2013
Gerichte: Deutsche lieben internationale Küche
Sie mögen nicht nur Schnitzel, sondern auch Sushi und Curry? Dann liegen Sie im Trend. 60 Prozent der Deutschen essen gerne international
PhotoDisc/RYF
Ob italienisch, spanisch, thai­ländisch oder indisch: 60 Prozent der Deutschen schätzen die ­internationale Küche. Mit ihrer Lust auf Gerichte aus anderen ­Ländern liegen sie damit im ­weltweiten Vergleich über dem Durchschnitt von 45 Prozent. Nur Eng­länder und Australier lassen sich mit 70 beziehungsweise 61 Prozent noch lieber Gerichte aus der interna­tionalen Küche schmecken. Dies belegt eine ­Um­­frage des Markt­forschungs­instituts ipsos unter mehr als 19.000 Personen aus 26 Nationen. Dabei zeigte sich als länder­über­­greifender Trend, dass mit zu­nehmender Bildung das Interesse an Gerichten und Nahrungsmitteln aus anderen Regionen und Kulturen wächst.

30.05.2013
Akute Atemnot: Bei Hitze bleibt vielen die Luft weg
Wird es heiß, leiden Lungenkranke darunter, zeigt eine Studie
W&B/Bernhard Huber
Steigende Außentemperaturen stellen eine Gefahr für Lungenkranke dar. Das zeigt eine Studie von Forschern der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore (USA). Sie werteten Daten von 12,5 Millionen älteren Krankenversicherten aus und berechneten, dass deren Risiko, einen Notfall wegen chronischer Bronchitis (COPD) oder Lungenentzündung zu erleiden, ab einer mittleren sommerlichen Tagestem­pe­ratur von 22 Grad wächst: um gut vier Prozent bei einem Anstieg um jeweils fünf Grad.

29.05.2013
Schwefel: Element der Vulkane
Eines der ältesten medizinisch genutzten Mineralien kommt heute nur noch selten zum Einsatz
Thinkstock/Zoonar
Aus den Erdspalten des Vulkans wabern Nebelschwaden, schroffes Gestein in allen denkbaren Gelb- bis Rotfärbungen verleiht dem Kratergelände ein marsähnliches Aussehen. Der faulige, beißende Geruch verrät, woraus die Dämpfe bestehen: aus Schwefel, einem der acht häufigsten Elemente auf der Erde. Aktive Vulkane stoßen regelmäßig enorme Mengen der reinen Substanz oder unterschiedlicher Schwefelverbindungen aus. Auch der menschliche Körper besteht zu rund 0,25 Prozent aus Schwefel. Dieser ist im Organismus vor allem am Aufbau von Aminosäuren beteiligt.
Trotz riesiger Lagerstätten in aller Welt baut die Industrie heutzutage kaum noch Schwefel ab, weil er in ausreichenden Mengen als Abfallprodukt bei zahlreichen chemischen Prozessen anfällt. In armen Ländern wie Indonesien jedoch riskieren Menschen ihre Gesundheit und stechen in Vulkan­kratern inmitten hochkonzentrierter Schwefeldämpfe die gelben Kris­talle aus dem Boden, um sie am Ende des Tages mühsam aus dem hoch gelegenen Kratergebiet hinab ins Tal zu schleppen. Örtliche Betriebe nutzen den Schwefel dann beispielsweise zum Bleichen von Zuckerrohr.
Schwefel ist ein Element, das die Menschen seit Langem nutzen. Bereits vor vielen Jahrtausenden verwendeten manche Völker ihn für religiöse Räucher-Rituale oder als Bleichmittel für Textilien. Im Mittelalter war er außerdem ein wichtiger Bestandteil des neu erfundenen Schwarzpulvers. Aber auch in der Medizin kam der Schwefel schon in der Antike zum Einsatz. Ärzte erkannten bereits früh seine desinfizierenden Eigenschaften. In der Homöo­pathie gilt „Sulfur“ als eines der wichtigsten Basis-Heilmittel.
Unangenehmer Geruch
Aufgrund seiner antimikrobiellen Eigenschaften wurde Schwefel früher in Cremes oder in Bädern beispielsweise zur Behandlung von Krätze, Akne oder seborrhoischer Dermatitis angewendet. Heute gibt es für diese Erkrankungen wirksamere Präparate. Dazu kommt der unangenehme Geruch des Schwefels in manchen Rezepturen, der Patienten nicht zuzumuten ist. In der Rheumatologie gelten Schwefelbäder immer noch als Therapiemöglichkeit bei degenerativen Gelenkerkrankungen, verschiedenen rheumatischen Beschwerden und chronisch-rheumatoider Arthritis.
Schwefel lindert Schmerzen
Der Schwefel verstärkt zwar akute Entzündungen, hemmt aber gleichzeitig chronische. Zudem erhöht Schwefel sowohl bei Gesunden als auch bei Patienten mit Fibromyalgie die Druck- und Kälteschmerzschwelle und bewirkt so eine sanfte Schmerzlinderung.
Schwefelanwendungen werden meist im Rahmen einer Badekur in schwefelhaltigen Heilquellen angeordnet. Öffentliche Schwefelbäder gibt es zwar auch in manchen großen Thermen, die Wirkung ist aber nicht zuletzt aufgrund desinfizierender Zusätze oft begrenzt. Als Alternative bieten sich Schwefelbad-Extrakte für zu Hause an. Im Gegensatz zu den giftigen Dämpfen in indonesischen Vulkankratern sind die Schwefelkonzentrationen der Bäder glücklicherweise nicht gesundheitsgefährdend.
Weil ein heißes Schwefelbad Herz und Kreislauf stark belastet, sollte man nicht länger als 20 Minuten baden und sich anschließend eine ausgiebige Ruhepause gönnen. Patienten mit Vorerkrankungen wird empfohlen, zuvor einen Arzt zu konsultieren.

28.05.2013
Ernährung: Essen gegen das Vergessen?
Möglicherweise wirken spezielle Inhaltsstoffe aus Obst und Gemüse geistigem Abbau entgegen – zeigt eine Untersuchung
Thinkstock/Hemera
Obst und Gemüse mit einem hohen Anteil an Betacarotin und Vitamin C schützen möglicherweise vor geistigem Abbau im Alter. Das lässt eine Studie der Universität Ulm vermuten, die im Journal of Alz­heimer‘s Disease veröffent­licht wurde. Sie weist nach, dass die Konzentration dieser Anti­oxidanzien im Blutserum von 74 Demenzpatienten im Anfangsstadium niedri­ger ist als bei 158 gesunden Kontrollpersonen.

27.05.2013
Flohsamen: Hilfe bei Verstopfung
Die Samen der Heilpflanze enthalten Quellstoffe, die im Darm aufgehen und die Verdauung anregen
Thinkstock/iStockphoto
Flüchtig betrachtet, weisen seine dunklen ovalen Samen eine gewisse Ähnlichkeit mit Flöhen auf – daher wohl der Name Flohsamen (Plantago ovata). Das einjährige Kraut ist im Iran und in Indien beheimatet. Arzneilich verwendet werden vor allem die Samenschalen. Sie ­enthalten 20 bis 30 Prozent Schleimstoffe und Fettsäuren. Mit viel Flüssigkeit eingenommen, quellen sie im Darm auf und regen bei Verstopfung die Verdauung an. Auch bei Durchfall hat sich ihre Einnahme bewährt, weil sie das Wasser im Stuhl binden.

26.05.2013
Sonnenlicht: Positiver Effekt auf Gelenke?
Halten sich ältere Frauen regelmäßig in der Sonne auf, erkranken sie seltener an Rheuma, ergab eine Studie
Thinkstock/iStockphoto
Frauen, die sich regelmäßig im Sonnenlicht aufhalten, erkranken seltener an rheumatoider ­Arthritis. Eine Analyse von Daten der Nurses‘ Health Study I und II in den USA ergab, dass das Risiko für die Erkrankung mit zunehmender UV-B-Bestrahlung um bis zu 21 Prozent sinkt. Der Effekt zeigte sich jedoch nur bei ­älteren Frauen.
Die Forscher erklären dies dadurch, dass jüngere Frauen häufiger zu Lichtschutzpräparaten greifen. Dadurch werde möglicherweise die gelenkschützende, über die Bildung von Vitamin D vermittelte Wirkung der Sonne unterbunden. Nach Angaben des Bundesamts für Strahlenschutz reichen je nach Jahreszeit zehn bis 30 Minuten Sonnenlicht auf Gesicht und Hände aus, damit der Körper genug Vitamin D bilden kann.

25.05.2013
Sonnenlicht: Positiver Effekt auf Gelenke?
Halten sich ältere Frauen regelmäßig in der Sonne auf, erkranken sie seltener an Rheuma, ergab eine Studie
Thinkstock/iStockphoto
Frauen, die sich regelmäßig im Sonnenlicht aufhalten, erkranken seltener an rheumatoider ­Arthritis. Eine Analyse von Daten der Nurses‘ Health Study I und II in den USA ergab, dass das Risiko für die Erkrankung mit zunehmender UV-B-Bestrahlung um bis zu 21 Prozent sinkt. Der Effekt zeigte sich jedoch nur bei ­älteren Frauen.
Die Forscher erklären dies dadurch, dass jüngere Frauen häufiger zu Lichtschutzpräparaten greifen. Dadurch werde möglicherweise die gelenkschützende, über die Bildung von Vitamin D vermittelte Wirkung der Sonne unterbunden. Nach Angaben des Bundesamts für Strahlenschutz reichen je nach Jahreszeit zehn bis 30 Minuten Sonnenlicht auf Gesicht und Hände aus, damit der Körper genug Vitamin D bilden kann.

24.05.2013
Nase: Weist Riechstörung auf Alzheimer hin?
Kommt es plötzlich zu einem Riechverlust, kann die Ursache in seltenen Fällen eine Demenz sein, sagen Forscher
Thinkstock/Stockbyte
Riechstörungen können ein sehr frühes Anzeichen für Parkinson und Alzheimer sein. Patienten mit unklarem Riechverlust scheinen ein zwei- bis dreifach erhöhtes Risiko zu haben, besagt eine Studie vom Universitätsklinikum Köln im Deutschen Ärzteblatt. Meist ist ein geringes Riechvermögen aber die Folge von Virusinfekten, Schädel-Hirn-Traumen oder Erkrankungen im Bereich der Nase oder der Nebenhöhlen.

23.05.2013
Fruchtzucker: Unerwarteter Dickmacher
Das Gehirn reagiert auf die fruchtige Süße wohl anders als auf Haushaltszucker – unter anderem bleibt laut einer Studie das Sättigungsgefühl aus
Thinkstock/iStock
Fruchtzucker (Fruktose) steckt zum Beispiel in Limonaden, Milch­shakes und Fertiggerichten. Auch wenn sich der Begriff natürlich anhört, handelt es sich oft nicht um Süße aus Obst oder Honig, sondern um Maissirup. Dieser ist billiger und süßer als Haushaltszucker. Fatal: Die Zufuhr von Glukose (aus Haushaltszucker) führt zu einem kurz­fristigen Sättigungsgefühl, nicht aber die von Fruktose.
In einer Studie mit 20 Personen zeigte die US-Forscherin Kathleen Page von der Yale-Universität, dass Hirnregionen, die den Appetit steuern, nicht auf Fruchtzucker reagieren. Im Blut der Probanden fand sie zudem weniger Insulin, das unter anderem als Sättigungshormon wirkt. Fazit: Die zunehmende Verwendung von Fruktose in Lebensmitteln fördert übermäßiges Essen und somit Übergewicht.

22.05.2013
Medikamente: Tipps zur richtigen Arzneimitteleinnahme
Damit Patienten regelmäßig ihre Medikamente einnehmen, leisten auch Apotheker ihren Beitrag
W&B/Thomas Pflaum/RYF
Wie war das noch mal? Die gelbe Kapsel und die kleine weiße Pille vor, die blaue Tablette nach dem Frühstück. Mittags vor dem Essen einen halben Mess­becher rosa Sirup. Und abends? Die verwirrende Vielfalt ist einer der häu­figs­­ten Gründe, dass Menschen ihre Medikamente nicht so einnehmen, wie der Arzt es verordnet hat, sagen Experten.
Dabei ist gerade die Therapietreue, fachsprachlich Com­pliance oder Adherence, sehr wichtig. Doch rund ein Viertel der Patienten in den Industrie­­ländern nehmen ihre Medikamente nicht nach Vorschrift ein. Laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung kos­tet das unser Gesundheits­system jährlich bis zu 20 Milliarden Euro, etwa wegen weggeworfener Arzneimittel und der Behandlung von Folgeerkrankungen. Aufklärung durch Apotheker verbessert die Einhaltung der Medikamenten-Einnahme um 15 bis 20 Prozent, heißt es in der Studie.
Hinweis auf dem Zahnputzbecher
Apotheker können ihren Kunden erklären, warum manche Pillen vor, andere zu einer Mahlzeit geschluckt werden müssen. Apotheker geben auch Tipps, wie sich die Einnahme in den Tagesablauf einbauen lässt. Sollen Medikamente beispielsweise nach dem Frühstück genommen werden, hilft ein Aufkleber auf dem Zahnputzbecher. Noch besser ist es, wenn einen der Ehepartner oder eine Pflegeperson als „externes Gedächtnis“ erinnert. Eine Dosier­hilfe, in der die Pillen nach Tageszeiten und Wochentagen sortiert sind, kann ebenfalls eine gute Hilfe sein. Seit Kurzem gibt es sie auch mit einer elektronischen Warnfunktion.
Mangelnde Compliance ist laut Expertenmeinung auf zahlreiche Einflussfaktoren zurückzuführen. Eine wesentliche Rolle spielt das Vertrauen in den Arzt. Sagt dieser: „Das Mittel kann in selte­nen Fällen zu Wassereinlagerun­gen im Gewebe führen – bei Ihnen glaube ich das ­jedoch nicht“, hat das einen ganz anderen Stellenwert, als wenn der Patient allein zu Hause auf dem Beipackzettel unter „Unerwünschte Wir­kun­gen“ liest: „Nierenprobleme“.
Dann kann es passieren, dass er das Medikament nicht einnimmt, weil er mehr Angst vor den Nebenwirkun­gen hat als vor seiner Krankheit. Besonders oft beob­ach­ten Ärzte und Apotheker das bei chronischen Erkran­kun­­gen, die nicht mit Schmerzen einhergehen. Viele Bluthochdruck-Patienten fühlen sich wohl: Sie sind aktiv und brauchen weniger Schlaf. Warum also sollen sie ihre Betablocker überhaupt nehmen?
Der Apotheker als Übersetzer
Auch viele, die längere Zeit brav ein blutdrucksenkendes Mittel genommen haben, ziehen einen falschen Schluss, wenn sie wieder normale Werte erreichen: Sie erkennen nicht, dass sie dies nur dem Medikament verdanken – und setzen es ab.
Therapietreue hängt also auch davon ab, wie gut jemand bestimmte Wirkmechanismen versteht. Hier ist ebenfalls der Apotheker gefragt. Der Arzt spricht seine Medizinersprache, der Apotheker die des Kunden. Er ist zugleich Wissensvermittler und Über­setzer.

21.05.2013
Magersucht: Verzerrtes Selbstbild
Wer an einer Essstörung leidet, nimmt seine Körperformen falsch wahr, ergab ein Experiment
Stockbyte/RYF
Viele Magersüchtige nehmen ihre Körperformen falsch wahr. Das könnte an einer gestörten Verbindung zweier Hirnareale liegen. Neurowissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum ermittelten bei essgestörten Frauen eine schwache Verbindung derjenigen Bereiche, die für die Verarbeitung von Körperbildern zuständig sind. Die Forscher zeichneten im Kernspintomografen die Hirnaktivität von zehn magersüchtigen und fünfzehn gesunden Frauen auf, während diese Fotos von Körpern betrachteten. Je schwächer die Hirnareale verbunden waren, als umso fülliger stuften die Befragten ihren eigenen Körper ein.

20.05.2013
Impfung: Etappensieg bei Masern
Zwar sterben heute deutlich weniger Menschen an Masern, aber gerade in Ländern der Dritten Welt fallen immer noch viele dem Virus zum Opfer
W&B/Martin Ley
Heute sterben weniger Menschen an ­Masern als je zuvor. Die Zahl der Sterbefälle sank nach Angaben der Weltgesundheits­organi­sa­tion (WHO) im Vergleich zum Jahr 2000 um 71 Prozent. Impfkampagnen zeigen Wirkung. Trotzdem fielen 2011 weltweit noch 158.000 Menschen den Masern zum Opfer. Der Grund ist der immer noch mangelnde ­Impfschutz
in Ländern der Dritten Welt. In Deutschland erkrankten im vorvergangenen Jahr 1600 Menschen an dem Virus, das besonders für Erwachsene oft lebensbedrohlich ist.

19.05.2013
Hormone: Verliebte Köchin, versalzenes Essen
Wer frisch verliebt ist, schmeckt Salz weniger intensiv, zeigt eine Untersuchung
DigitalVision/RYF
Was der Volksmund schon lange behauptet, hat nun eine wissenschaftliche Untersuchung bestätigt. Mitarbeiter eines privaten Forschungsinstituts in Bremerhaven prüften, wie Hormone den Geschmack beeinflussen. Dabei zeigte sich, dass frisch Verliebte Salz weniger intensiv schmecken als Singles oder Menschen, die schon länger in einer festen Beziehung leben.

18.05.2013
Hormone: Verliebte Köchin, versalzenes Essen
Wer frisch verliebt ist, schmeckt Salz weniger intensiv, zeigt eine Untersuchung
DigitalVision/RYF
Was der Volksmund schon lange behauptet, hat nun eine wissenschaftliche Untersuchung bestätigt. Mitarbeiter eines privaten Forschungsinstituts in Bremerhaven prüften, wie Hormone den Geschmack beeinflussen. Dabei zeigte sich, dass frisch Verliebte Salz weniger intensiv schmecken als Singles oder Menschen, die schon länger in einer festen Beziehung leben.

17.05.2013
Multitasking: Alles auf einmal ist zu viel
Auch wenn Menschen es sich zutrauen: Es klappt meist nur schwer, mehrere Dinge gleichzeitig zu erledigen
W&B/Martin Ley/RYF
Multitasking – mehrere Dinge gleichzeitig tun – gilt in Zeiten von Handy und Laptop als eine wünschenswerte Fähigkeit. Bei einer Studie von Wissenschaftlern der Universität von Utah (USA) mit 300 Studenten gaben 70 Prozent der Befragten an, sie könnten überdurchschnittlich gut Dinge parallel erledigen. Bei entspre­chenden Tests schnitten gerade jene Teilnehmer schlecht ab, die viel und gern mehreres gleich­zeitig machten. Dagegen neigten die 25 Prozent Testbesten im Alltag überraschenderweise nicht zum Multitasking, weil sie sich auch besonders gut auf eine Sache konzentrieren können und dies bevorzugen.

16.05.2013
Kindheit: TV macht aggressiv
Sehen Kinder zu viel fern, kann dies negative Folgen im Erwachsenenalter haben
Thinkstock/Hemera
Eine neuseeländische Langzeit­studie lieferte neue Fakten für eine alte These: Sehr viel fernsehen in der Kindheit erhöht das Risiko für Aggressivität im Erwachsenenalter. Die Forscher der Universität von Otago ermittelten dies aus den Daten von Teilnehmern, die als Heranwachsende in den 80er-Jahren zu ihrem Fernsehkonsum befragt worden waren. Je länger die tägliche Fernsehzeit, desto größer die Wahrscheinlichkeit, später im Leben straffällig zu werden.

15.05.2013
Hantaviren: Gefahr aus dem Mäusekot
Die Infektion verläuft ähnlich wie eine Grippe. So schützen Sie sich
Thinkstock/Comstock Images
Das Robert Koch-Institut meldete im vergangenen Jahr 2.810 Infektionen mit dem Hantavirus – so viele wie noch nie seit Einführung der Meldepflicht im Jahr 2001. Dieses Jahr könnte die Zahl wieder darunterliegen. Seuchenexperten beobachten einen wellenförmigen Verlauf der Ansteckungsraten mit einem Anstieg alle zwei bis drei Jahre.
Rötelmäuse und – in Nord- und Ostdeutschland – Brandmäuse sind bei uns die bevorzugten Wirtstiere jeweils unterschiedlicher Hantaviren. Die Vermehrung der ­Rötelmaus unterliegt zyklischen Schwankun­gen. In Jahren, in denen die Buchen viele Früchte bilden, finden Rötelmäuse reichlich Nahrung, kommen gut durch den Winter und vermehren sich im folgenden Frühjahr stark. Dies dürfte eine Ursache für die deutlichen Schwankungen der Erkrankungsraten sein.
Insgesamt steigt die Zahl der gemeldeten Fälle. Seit die Krankheit bekannter ist, wird sie von den Ärzten auch häufiger erkannt, vermuten Experten. Eindeutig lässt sich die Ansteckung nur über die Bestimmung von Antikörpern gegen das Virus nachweisen. Die Infektion kann sehr mild verlaufen, aber auch mit plötzlichem Fieber, Gliederschmerzen und Hus­ten zunächst einer Grippe ähneln. Rücken- und Bauchschmerzen, Schwindel und Übelkeit können folgen. In schweren Fällen ver­sagen die Nieren, und die Patienten müssen vorü­ber­gehend zur Dialyse. Aber fast immer heilt die Infektion folgenlos aus.
In Süddeutschland werden jährlich die höchsten Infektions­raten registriert, aber auch in Teilen Nord­rhein-Westfalens, Hessens, Niedersachsens und Thüringens kommt das Virus vor, und die Ansteckungsgefahr ist in diesen Regionen entsprechend hoch.
Infizierte Tiere scheiden die Erreger über Urin, Kot und Speichel aus. Wer ­virushaltigen Staub einatmet, kann sich ­anstecken. Die Infektionsgefahr ist im ­Sommer am größten. Gefährdet sind Forst­arbeiter, aber auch Jogger und Gärtner. Vorsicht geboten ist beim Zelten oder Holz­hacken. Häu­fig stecken sich Menschen an, wenn sie im Frühjahr Keller, Dachboden oder einen länger nicht benutzten Schuppen aufräumen. Tipp: Vor Aufräumarbeiten gründlich lüften. Boden und Regale besser feucht wischen als kehren.

14.05.2013
Primel: Schleimlösende Frühlingsblume
Die Schlüsselblume gilt als bewährte Heilpflanze gegen Husten
Thinkstock/iStockphoto
Primula veris und Primula elatior – die gelben, intensiv duftenden Wiesen- und Waldschlüsselblumen  – blühen im Frühling auf sonnigen Weiden und in lichtem Gebüsch. Als gefragte Arzneikräuter lösen die verarbeiteten Blüten fest­sitzenden Husten. Dann kann der Schleim leichter abgehustet werden. Die heilende Wirkung beruht vor allem auf ­Saponinen und ätherischen Ölen.

13.05.2013
Ernährung: Schützende Beeren
Wer regelmäßig rote und dunkle Beeren isst, senkt wohl sein Herzinfarktrisiko
Thinkstock/iStockphoto
Der Genuss von drei oder mehr Portionen Blaubeeren oder Erdbeeren pro Woche senkt wohl das Herzinfarktrisiko. Das legen Daten der Nurses’ Health Study aus Bos­ton (USA) mit 93.600 Frauen nahe. Rote und blauschwarze Früchte enthalten zellschützende Anthocyane. Wer regelmäßig viel von diesem Obst aß, hatte ein um ein Drittel geringeres Infarktrisiko als jene, die weniger als einmal im Monat davon aßen. Die Beobachtungszeit betrug 18 Jahre.

08.05.2013
Akne: Was sprießt denn da?
Talg, Hormone, Bakterien und die Gene verursachen die lästigen Pickel. Wie Ärzte und Apotheker helfen können
Jupiter Images GmbH/Creatas
Für viele Erwachsene – Frauen wie Männer – ist es ein Schock, wenn sie mit 30 Jahren Akne bekommen. Die meisten erinnert das nur zu gut an eine unangenehme Begleiterscheinung ihrer Pubertät. Doch Akne kann jeden von uns in jedem Lebensabschnitt treffen.
Die Akne beginnt mit einer gesteigerten Talgproduktion und übermäßiger Verhornung im Haarfollikel. Wenn sich in diesem Milieu das Bakterium Propionibacterium acnes vermehrt, entstehen aus Mitessern (Komedonen) Papeln – rote Knötchen – und entzündliche Pusteln. Die Stoffwechselprodukte des Bakteriums rufen die Entzündung hervor.
Eine große Rolle beim Auslösen der Akne spielen unter anderem die Androgene – männliche Hormone, die es bei beiden Geschlechtern gibt. Auch die Vererbung trägt zur Bildung von Akne bei: Die Gene entscheiden über die Größe unserer Talgdrüsen und deren Aktivität.
Schädlich: Zu viel Pflege
Der Verdacht liegt nahe, dass Ernährung und Lebensweise ebenfalls das Pickel-Wachstum beeinflussen. Wer Probleme mit unreiner Haut hat, sollte genau beobachten, was er wann isst. Bei dem einen gilt das für Schmalz und Leberwurst, beim anderen für Eigelb und Schokolade. Experten warnen auch vor Milch: Erstaunlicherweise deuten neueste Forschungs­ergebnisse darauf hin, dass gerade fettarme Milch Akne fördert. Auf der Negativliste stehen ferner Bewegungsmangel, Übergewicht, Stress und Rauchen.
In den meisten Fällen hat Akne übrigens nichts mit mangelnder Hy­giene zu tun. Im Gegenteil: Oft ist zu viel Pflege die Ursache. Für die Reinigung empfehlen sich ­seifenfreie Wasch­lotionen mit einem pH-Wert zwischen 4 und 6. Denn die Haut muss zwar entfettet werden, aber nicht zu stark. Bei sehr fettiger Haut darf das Mittel sogar etwas Alkohol enthalten, der zugleich leicht desinfizierend wirkt.
Drücken verboten!
Bewährt haben sich Stifte, mit denen Mitesser und bereits entzündete Akne­­pickel vorsichtig punktuell betupft werden. Die Wirkstoffe trocknen die befallene Hautpartie aus, lösen die Hornschicht auf und bekämpfen die Bakterien. Zudem dienen viele dieser Produkte als Abdeckstifte.
Aber: Finger aus dem Gesicht! Auf gar keinen Fall sollten Sie selbst an den Pickeln herumdrücken. Dadurch kann es sogar zu großflächigeren Infektionen, Abszessen und auch Narbenbildung kommen.
In schwereren Fällen raten Hautärzte zu einer Kombinationstherapie für die äußerliche Anwendung. Verschreibungspflichtige Mittel mit der Vitamin-A-Säure Isotretinoin zum Einnehmen können­ die Talg­quellen auf Dauer versiegen lassen, sind jedoch wegen möglicher Nebenwirkungen nicht unproblematisch. Sie dürfen zum Beispiel Frauen im gebärfähi­gen Alter nur unter strengsten Auflagen verordnet werden.

23.10.2012
Übergewicht: Schwere Schule
Forscher wollten wissen, ab welchem Zeitpunkt Kinder zunehmen. Ergebnis: Es ist der Schulbeginn
Thinkstock/iStockphoto
Die deutschen Kinder sind zu dick, wird vielfach beklagt. Wissenschaftler der Universität Mainz werteten Daten des Robert Koch-Instituts daraufhin aus, ab welchem Zeitpunkt der Nachwuchs zunimmt: Er ist identisch mit dem Einschulungstermin. In den ersten fünf Lebensjahren wiegen die Kinder im Durchschnitt genauso viel wie vor rund 20 Jahren. Mit acht Jahren sind über 20 Prozent von ihnen übergewichtig – mehr als doppelt so viele wie damals. Der Alltag in der Schule allein reicht den Forschern als Grund für die Gewichtszunahme aber nicht aus. ­Neben mangelnder Bewegung vermuten sie, dass die Kinder ab diesem Alter häufiger zu Hause auf sich allein gestellt sind.

20.08.2012
COPD: Akupunktur gegen Atemnot
Die Nadel-Anwendungen halfen Patienten mit der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung
Thinkstock/Hemera
Bei Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) linderte eine wöchentliche Akupunktur deutlich die Atemnot. Eine Scheinakupunktur dagegen blieb wirkungslos, wie eine Forschergruppe um Dr. Masao Suzuki von der Meiji-Universität in Kyoto (Japan) nachwies. Die Studie lief über drei Monate und ergänzte die medikamentöse Therapie der Teilnehmer.

23.04.2012
Gesundheit: Paare leben glücklicher
Ob mit oder ohne Trauschein, Pärchen leben gesünder und sind glücklicher als alleine lebende Menschen
Thinkstock/Stockbyte
Studien zeigen immer wieder, dass Verheiratete glücklicher, geselliger und gesünder sind. Offenbar kommt es aber vor allem darauf an, überhaupt in einer Beziehung zu leben. Normalerweise vergleichen Forscher Ehepaare mit Singles.
Ein Team der Cornell-Universität (USA) verfolgte sechs Jahre lang die Gesundheit von 3000 Singles. Ein Drittel zog in dieser Zeit mit einem neuen Partner zusammen. Unabhängig davon, ob sie verheiratet waren oder in „wilder Ehe“ lebten, stieg bei ihnen das Wohlbefinden, depressive Symptome nahmen ab.

21.04.2012
Geschlechter: Großer kleiner Unterschied
Frauen und Männer unterscheiden sich in ihren Eigenschaften mehr als bislang vermutet
Panthermedia/Robert Kneschke
Frauen und Männer sind in ihrer Persönlichkeit deutlich verschiedener als bisher angenommen. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der Universität Turin (Italien). Sie analysierten erneut die Daten von mehr als 10.000 Amerikanern, die bereits 1993 zu verschiedenen Persönlichkeitsmerkmalen befragt worden waren. Die Wissenschaftler werteten die Eigenschaften der Geschlechter diesmal individueller aus. Dabei zeigten sich wesentlich größere Unterschie­de als in den früheren Studien: Die Gemeinsamkeiten betrugen jetzt nur noch zehn Prozent.

13.04.2012
Medikamente: Nebenwirkung Wadenkrampf
Sie haben einen Krampf im Bein? Vielleicht liegt es an dem neuen Mittel, das Sie einnehmen!
Jupiter Images GmbH/Comstock Images
Bei plötzlich auftretenden, unerklärlichen Wadenkrämpfen kann es sich um die Nebenwirkung eines Arzneimittels handeln, das Ihnen kürzlich erstmals verordnet wurde. Diesen Schluss lässt eine Studie von Wissenschaftlern aus Vancouver (Kanada) zu. Als „Hauptschuldige“ machten diese drei Medikamentengruppen ausfindig: lang wirkende Beta-2-Agonisten ­(LABA), die bei Asthma verschrieben werden, kaliumsparende Diuretika zur ­Ausschwemmung von Wasser aus der Niere und bestimmte Choles­terin­senker (Statine). Den Forschern standen für ihre Studie die Patientendaten der knapp 4,2 Millionen Einwohner der ­­kanadischen Provinz British ­Columbia zur Verfügung.

12.04.2012
Neue Ärztenummer: 116 117
Der ärztliche Bereitschaftsdienst bekommt eine einheitliche Telefonnummer
CreativeCollection/RYF
Wer nachts oder am Wochenende krank wird, erreicht den ärztlichen Bereitschaftsdienst künftig kostenlos unter der Telefonnummer 116 117. Laut Kassen­ärztlicher Bundesvereinigung gilt die Nummer mit Ausnahme weniger Regionen ab 16. April 2012 deutschlandweit. Anrufe unter den alten Nummern werden automatisch umgeleitet. Für Notfälle gilt weiterhin die 112.

11.04.2012
Arzneimittelmissbrauch: Gemeinsam aus der Sucht
Mehr als eine Million Deutsche sind abhängig von Medikamenten. Wie Apotheker helfen können
Stockbyte/RYF
Wenn Kunden auffallend häufig Rezepte für Schlaf- und Beruhigungsmittel vorlegen oder regelmäßig rezeptfreie Schmerzmittel verlangen, werden Apotheker hellhörig. Doch wie können sie die ­Patienten auf ihr möglicherweise gesundheitsgefährdendes Verhalten hinweisen, ohne dass diese sich kritisiert oder gemaßregelt fühlen? Wichtig ist ein offenes Gespräch ohne erhobenen Zeigefinger, sagen Experten.
Von Schlaf- und Beruhigungsmitteln, insbesondere von sogenannten Benzodiazepinen, sind mehr als eine Million Bundesbürger abhängig. Meist handelt es sich um Frauen und ältere Menschen.
Die rezeptpflichtigen Benzodiazepine helfen bei Schlaflosigkeit, Angst und Unruhe. Sie sollten jedoch nur kurzfristig eingesetzt werden. Denn Patienten gewöhnen sich an die dämpfende Wirkung der Medikamente und rutschen un­bemerkt in eine Abhängigkeit. Müdigkeit und Konzentrationsstörungen treten bei einem Dauerkonsum verstärkt auf und schränken die Fahrtüchtigkeit ein. Wegen ihrer muskelentspannen­den Wirkung erhöhen Benzodiazepine vor allem bei älteren Menschen die Sturzgefahr und damit das Risiko von Knochenbrüchen.
Vielen Betroffenen ist allerdings nicht bewusst, dass sie abhängig sind. Andere verdrängen das Problem, weil sie nicht wissen, wohin sie sich wenden sollen. Ein ambulantes Angebot, das vom Hausarzt und Apotheker begleitet wird, akzeptieren manche Patienten eher als einen Kli­nikaufenthalt. Gemeinsam mit dem ­behandelnden Arzt motivieren die teilnehmenden Apotheken die Patienten, ihre Dosis schrittweise zu reduzieren oder auf ein schwächer wirksames Präparat umzusteigen. Regelmäßige Gespräche unterstützen den Prozess, bis die ­Betroffenen schließlich mit weniger Beruhigungsmitteln oder ganz ohne diese auskommen. Das Angebot stößt bei Ärzten und Patienten auf große Akzeptanz. Betroffene stehen nicht mehr ständig neben sich und gewinnen deutlich an Lebensqualität, sagen Experten.
Auch rezeptfreie Arzneimittel können bei Dauerkonsum zu einer Gewöhnung führen. Problematisch sind vor allem Schmerz- und Abführmittel, Hus­­tenblocker und abschwellende ­Nasentropfen. Auch in diesem Fall weisen Apotheker auf die Gefahren des Missbrauchs hin, die vielen Kunden gar nicht bewusst sind. Deshalb können Apotheken durch gezielte Aufklärung in der Suchtpräven­tion viel erreichen. Bei richtiger Anwendung sind Arzneimittel wirksam und sicher. Entscheidend ist eine gute Beratung.

10.04.2012
Krebs: Schädlicher Lebensstil
Zahlreiche Tumorerkrankungen ließen sich vermeiden, wenn die Menschen gesünder leben würden. Hauptrisikofaktor für Krebs: Rauchen
Jupiter Images GmbH/Ablestock
Was schon lange vermutet wurde, hat nun eine wissenschaftliche Studie in Großbritannien bestätigt: Mit 43 Prozent lassen sich fast die Hälfte aller Krebserkrankungen auf einen ungesunden Lebensstil oder Umweltfaktoren zurückführen. Dazu gehören vor allem der Tabakkonsum mit dem Spitzenwert von 19 Prozent, eine falsche Ernährung, Übergewicht und Alkohol. Das zeigen Daten des britschen Cancer Research Instituts, die im British Journal of Cancer veröffentlicht wurden. Würde man die Werte auf die 450.000 Menschen übertragen, die im Jahr 2010 in Deutschland an Krebs erkrankten, wären 192.000 der Fälle vermeidbar gewesen. Die Forscher betonen, dass Krebs nicht nur „Schicksal“ sei oder ausschließlich in den Genen liege. Die Menschen müssten die große Bedeutung eines gesunden Lebensstils verinnerlichen.

09.04.2012
Krankenhaus: Sichere Operationen
OP´s verlaufen an allen Tagen gleich sicher, ergab eine große Studie
Stockbyte/RYF
Egal ob Montag früh, Freitagnachmittag oder bei Vollmond – das Risiko, nach einer geplanten Operation zu sterben, hängt nicht vom Monat, Wochentag, von der Uhrzeit oder Mondphase ab. Auch die Rate an Komplikationen nach der OP steht in keinem Zusammenhang mit dem Zeitpunkt des Eingriffs.
Mediziner der Cleveland Clinic in Ohio (USA) werteten die Daten von 30.000 Patienten aus, die in den vergangenen Jahren in ihrer Klinik operiert wurden. Frühere Analysen aus anderen Häusern hatten darauf hin­gedeutet, dass ein OP-Termin später am Tag zu schlechteren Behandlungsergebnissen führt. Dies könnte daran liegen, dass dabei nächtliche Notfälle einbezogen wurden. Ungeplante Operationen bergen meist ein höheres Risiko.

07.04.2012
Vitamin D: Neue Werte: 800 I.E. am Tag
Ein Erwachsene braucht am Tag rund 800 Internationale Einheiten Vitamin D. Die bekommt man mit der Nahrung und durch Sonnenstrahlen auf der Haut
W&B/Winfried Fischer
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat die Werte für den Vitamin-D-Bedarf geändert und empfiehlt nun 20 Mikrogramm (entspricht 800 Internationalen Einheiten) täglich.
Vitamin D steckt unter anderem in Hering, Forellen, Champignons und Eiern. Doch niemand kann sich allein über das Essen ausreichend versorgen. Deshalb: Raus ins Freie – je nach Hauttyp pro Tag mindestens 10 bis 20 Minuten. Denn unter Sonneneinstrahlung bildet der Körper das Vitamin selbst.

06.04.2012
Ernährung: Extrem scharfe Speisen in Maßen genießen
Chili sollte man nicht im Übermaß verzehren. Die Schärfe kann zu Schleimhautreizungen führen
W&B/Reiner Schmitz
Vom Verzehr außergewöhnlich großer Mengen extrem scharfer Würzsoßen rät das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ab. Die für den brennenden Geschmack von Chilischoten verantwortlichen Capsaicinoide können zu Schleimhautreizungen, Übelkeit oder Erbrechen führen.
Für die scharf bis sehr scharf gewürzten traditionellen Speisen der afrikanischen, südamerikanischen und asiatischen Küche sind jedoch laut BfR – abgesehen von allergisch bedingten Unverträglichkeiten – keine gesundheitsschädigenden Wirkungen bekannt.

05.04.2012
Kümmel: Heilpflanze für die Verdauung
Die Früchte der Kümmelpflanze wirken verdauungsfördernd
Panthermedia/Birgit Kutzera
Die fein gefiederten Dolden des Kümmels blühen auf Wiesen und an Feldrändern in Europa sowie Asien. Die sichelförmigen Früchte (Carvi fructus) der Pflanze enthalten viel ätherisches Öl. Es verleiht ihnen ein intensives Aroma und wirkt verdauungsfördernd.
Deshalb würzt man schwer verdauliche Speisen wie Kohl mit Kümmel. Er beruhigt den Magen-Darm-Trakt und löst dort einfache Krämpfe. Arzneitees, die entblähen sollen, enthalten oft eine Mischung aus Kümmel, Anis und Fenchel.

04.04.2012
Medikamente: Übergewicht als mögliche Nebenwirkung
Manche Arzneien machen nicht nur gesund, sondern auch dick. Das ist aber kein Grund zur Sorge
W&B/Brigitte Sporrer
Gewichtszunahme! Wenn sie dieses Wort in einem Beipackzettel lesen, würden viele Menschen das Medikament lieber heute als morgen absetzen. Davon ist aber dringend abzuraten. Denn das gefährdet nicht nur die Wirksamkeit der Therapie, sondern kann auch andere unangenehme oder gar gefährliche Folgen haben.

Problemmittel Kortison
Bekannt ist das Problem der unvermeidlichen Gewichtszunahme in erster Linie bei Tabletten mit Wirkstoffen aus der Gruppe der Kortikoide („Kortison“): Erstens regen diese Medikamente den Appetit an, zweitens sorgen sie für eine gewisse Wassereinlagerung im Gewebe, und drittens verlangsamen sie den Stoffwechsel. Die aufgenommene Energie aus der Nahrung wird vor allem im Gesicht und Nackenbereich in Form von Fettpölsterchen eingelagert.
Aber: Das betrifft eigentlich nur Patienten, die längerfristig hohe Dosierungen einnehmen müssen. Bei einer kurzfristigen Gabe und insbesondere bei Kortisonsprays oder Salben ist dieser Effekt nicht zu beobachten.

Auch einige Wirkstoffe aus der Gruppe der Psychopharmaka, vor allem manche Neuroleptika und Antidepressiva, können bei längerer Anwendung zu unerwünschten Pfunden führen, weil sie den Appetit mehr oder weniger stark anregen. Betroffen sind vor allem Patienten, die solche Präparate ein Leben lang einnehmen.
Beruhigend: Bei den meisten Präparaten tritt der Effekt nur in der Anfangsphase auf. Mit Disziplin, gesunder Ernährung und Bewegung kann man in solchen Fällen gut gegensteuern.

Auch Diabetiker sollten wachsam sein. Manche Medikamente gegen die Zuckerkrankheit können das Gewicht in die Höhe treiben: Die Antidiabetika verhindern, dass der aufgenommene Zucker die Blutbahn schädigt und durch den Urin wieder ausgeschieden wird. Statt dessen wird er in die Zellen aufgenommen. Das führt bei unveränderter Ernährung zu einer Gewichtszunahme. Problematisch ist in diesem Zusammenhang, dass viele Diabetiker ein gesteigertes Durstgefühl besitzen und zu gesüßten Getränken greifen.

Aktive Bewegung nötig

Doch nicht alle Antidiabetika zeigen eine gewichtsfördernde Wirkung. Bei den Insulinen sind vor allem Verzögerungsinsuline betroffen. Auch Patienten, die Betablocker einnehmen, berichten hin und wieder von Gewichtszunahme während der Tablettentherapie.
Diese Medikamente versetzen den Körper in eine Art Schonzustand, beispielsweise nach einem Herzinfarkt, um zu verhindern, dass der Blutdruck zu sehr ansteigt. Allerdings sinkt dadurch auch der Bewegungsdrang und damit der Energieverbrauch. Weil es auf dem Markt aber eine Vielzahl verschiedener Medikamente mit unterschiedlichen Wirkmechanismen gibt, kann der Arzt gegebenenfalls ein anderes Mittel auswählen.

Früher war häufig zu hören, dass Migränemittel oder Hormonpräparate wie die „Pille“ zu unliebsamen Fettpölsterchen führen können. Moderne Migränemittel haben diesen Effekt aber nicht mehr. Ebenso bereiten die heute üblichen, niedrig dosierten Hormonpräparate weniger Schwierigkeiten.
Es ist jedoch ratsam für jedem Patienten, der für eine Gewichtszunahme seine Medikamente im Verdacht hat, dies mit dem Arzt zu besprechen. Dieser wird sicher Verständnis für das Problem haben und gemeinsam mit dem Patienten eine Lösung finden.

03.04.2012
Umwelt: Fische in Gefahr
Übersäuertes Wasser kann den Fischbestand verringern
Shotshop/Detlef Schneider
Nicht nur Überfischung, auch die steigende Übersäuerung der Meere durch Kohlendioxid (CO2) gefährdet die dortige Tierwelt und damit wichtige Nahrungsmittel der Menschen. So wies ein Team unter Leitung des Kieler Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften nach, dass eine Übersäuerung des Wassers die Überlebenschancen der Larven von Speisefischen wie zum Beispiel dem Dorsch verringert.
Bei ihren Versuchen setzten die Forscher Fischlarven in großen Versuchstanks den CO2-Konzentrationen aus, die in Zukunft in den natürlichen Lebensräumen der Dorsche herrschen könnten.

02.04.2012
Kaugummis: Gut fürs Ohr
Zuckerfreies Bubblegum mit Xylit hemmt offenbar die Bakterienwanderung von der Mundhöhle ins Ohr
Jupiter Images GmbH/French Photographers
Xylit, der Süßstoff vieler zuckerfreier Kaugummis, kann Bakterien daran hindern, vom Mund über die Eustachische Röhre in das Gehör zu wandern und dort eine Mittelohrentzündung (Otitis media) zu verursachen.
Zu diesem Schluss kamen Forscher der Universität von Toronto (Kanada), nachdem sie Studien der Datenbank Cochrane Library mit insgesamt mehr als 3000 finnischen Kindern untersucht hatten. Schon länger war bekannt, dass der auch als Xylitol bezeichnete natürliche Zuckeraustauschstoff das Wachstum von Erregern hemmt, die Karies hervorrufen.

31.03.2012
Übergewicht: Bequeme Menschen naschen mehr
Aktive Menschen essen weniger Süßigkeiten als ihre bequemeren Kollegen
Panthermedia/jirkaejc
Wer sich im Beruf viel bewegt, hat weniger Lust auf Süßes. Forscher aus Exeter (England) hatten 78 gewohnheitsmäßige Schokoladenesser zwei Tage auf „Entzug“ gesetzt. Die Hälfte der Probanden sollte eine Viertelstunde auf dem Laufband trainieren, die andere Gruppe durfte sich ausruhen.
Anschließend mussten alle Teilnehmer zurück an den Schreibtisch und unterschiedlich schwere Aufgaben lösen. Die Aktiven naschten dabei im Durchschnitt nur halb so viel von der angebotenen Schokolade wie die Passiven. Der Schwierigkeitsgrad der Aufgabe spielte keine Rolle.

30.03.2012
E-Zigarette: Eine gesunde Alternative?
Viele Menschen denken, E-Zigaretten böten eine Möglichkeit, gesund zu rauchen. Das stimmt aber nicht unbedingt
Panthermedia/Potr Marchinski
Elektronische Zigaretten sind keine schadstoffarme Alternative, warnt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Die benutzten Kartuschen enthalten neben einer Nikotinlösung häufig auch andere gesundheitsschädigende Substanzen – wie möglicherweise krebserregende Nitrosamine.
Der über E-Zigaretten eingeatmete Dampf bestehe etwa bis zu 90 Prozent aus Propylenglykol, das kurzfristig Atemwegsreizungen auslösen könne, so die BZgA. Für einen dauerhaften Rauchstopp sei eine Verhaltensänderung nötig, die mit E-Zigaretten nicht erreicht werde.

29.03.2012
Gehirn: Denkorgan wächst mit seinen Aufgaben
Benutzt ein Mensch intensiv seine Hirnzellen, wächst das Denkorgan genau dort, wo man es am meisten beansprucht
PhotoDisc/RYF
Strengt ein Mensch intensiv seine Hirnzellen an, vergrößert sich das Denkorgan genau dort, wo es am meisten beansprucht wird. Diese Vermutung bestätigten Neurologen des Londoner University College an einer Gruppe von 79 Taxifahrern.
Bei Teilnehmern, die für ihre Lizenz erfolgreich Straßennamen und Routenpläne paukten, hatte die graue Substanz im hinteren Teil des Hippocampus zugenommen. Hier liegt das räumliche Vorstellungsvermögen. Bei Teilnehmern, die durch die Prüfung fielen, stellten die Forscher keine Veränderungen fest, berichten sie in Current Biology.

28.03.2012
Verbrennungen: So behandelt man sie richtig
Wie Sie sich bei kleinen Brandwunden selbst helfen können und wann Sie auf jeden Fall zum Arzt gehen sollten
Shotshop/Erwin Wodicka
Der Unterarm streift das heiße Bügeleisen, am Herd kocht die Suppe über und spritzt auf die Hand, an der festlich gedeckten Tafel sorgt eine Kerze für schmerzliche Erinnerung – derartige Missgeschicke passieren alltäglich.

In den meisten Fällen entstehen nur kleine Verletzungen, die Betroffene gut selbst behandeln können. Oberstes Gebot: die Wunde sofort mit Wasser kühlen. Das verringert den Schmerz und soll verhindern, dass das Gewebe noch mehr Schaden nimmt, auch wenn die Hitzequelle bereits entfernt ist.

Am besten handwarmes Wasser verwenden und zehn bis höchstens 20 Minuten kühlen. Von kaltem Wasser raten Mediziner heute ab. Läuft es länger über eine Wunde, kann das die Versorgung der Haut beeinträchtigen.

Meist reicht das richtige Kühlen aus. Selbst ein Verband ist nicht nötig. Geben Sie keinesfalls Mehl, Öl oder ähnliche „Hausmittel“ auf die Wunde. Das kann zu einem Wärmestau führen und die Schmerzen verstärken.

Bildet sich eine Brandblase, sollte man sie keinesfalls aufstechen. Sie stellt einen idealen körpereigenen Verband dar und bewahrt die geschädigte Haut darunter vor Infektionen. Wer die Blase vor Verletzungen schützen möchte, kann sie locker mit einer sterilen Kompresse abdecken. Platzt die Blase, ist die Infektionsgefahr groß. Dies stellt in der Regel einen Fall für den Arzt dar, denn die Wunde muss antiseptisch behandelt werden.

Schmerzen lindern

Ein leichtes Schmerzmittel kann die Heilungsphase erträglicher machen. Brandwunden können sehr wehtun. An sich ist dies eher ein gutes Zeichen, denn dann sind die schmerzleitenden Nervenenden an der Hautoberfläche noch intakt. Bei tieferen Verbrennungen wurden die Nerven zerstört, und die Patienten empfinden keinen Schmerz.

Ob eine Brandverletzung nach der Erstversorgung noch von einem Arzt behandelt werden muss, hängt von verschiedenen Faktoren ab: vom Grad und vom Ausmaß der Schädigung, von der betroffenen Körperregion und auch vom Alter des Verletzten.

Gefahr der Auskühlung

Bei Verbrennungen ersten Grades ist nur die Oberhaut betroffen. Sie ist gerötet und erwärmt wie bei einem Sonnenbrand. In der Regel reicht Selbstbehandlung, wenn nicht mehr als zehn Prozent der Körperoberfläche verbrannt sind. Denn dann besteht die Gefahr eines Kreislaufschocks. Anhaltspunkt: Die Handinnenfläche entspricht etwa einem Prozent.
Großflächige Verbrennungen werden heute nicht mehr gekühlt, die Verletzten kühlen schnell aus. Als Erste Hilfe die Haut steril abdecken und den Betroffenen mit einer Decke vor Auskühlung schützen.

Verbrennungen zweiten Grades (Blasenbildung) können innerhalb von zwei Wochen narbenlos abheilen. Wenn der Blasengrund weiß ist, sind tiefere Schichten betroffen, und Betroffene sollten einen Arzt aufsuchen. Das empfiehlt sich auch bei Blasen, die größer als ein Zwei-Euro-Stück sind. Höhergradige Verbrennungen stellen einen ärztlichen Notfall dar.
Auch mit Brandwunden im Gesicht, an Händen, Füßen und Genitalien sollten Sie zum Arzt, weil sich Narben bilden können. Babys und Kleinkinder gehören immer in medizinische Behandlung.

Kinder gut schützen

Verbrennungen und vor allem Verbrühungen gehören zu den häufigsten Unfällen bei Kindern. Entdeckungsfreudige Zwei- bis Vierjährige sind besonders gefährdet.
  • Heißes weit weg vom Tischrand platzieren. Nichts Heißes trinken, wenn ein Kind auf Ihrem Schoß sitzt.
  • Auf dem Herd die Topf- und Pfannengriffe nach hinten drehen. Möglichst die hinteren Platten benutzen. Den Herd mit einem Gitter sichern.
  • Verwenden Sie im Bad Mischbatterien. Lassen Sie nicht zuerst heißes Wasser in die Wanne laufen.

27.03.2012
Haare färben: Unter 16 Jahren keine bunten Strähnchen
Jugendliche müssen beim Haarefärben auf schrille Farben verzichten. Inhaltsstoffe können Allergien und Ausschläge auslösen
Thinkstock/Hemera
Auf Haarfärbemitteln steht neuerdings der eindeutige Hinweis: Jugendliche unter 16 Jahren müssen in Zukunft auf bunte Strähnchen verzichten. Das schreibt eine neue EU-Kosmetikverordnung vor. Zwei von drei Haarfärbemitteln enthalten die Chemikalie para-Phenylendiamin (PPD), die Allergien, Hautausschläge und Schwellungen im Gesicht sowie am Haaransatz auslösen kann.

26.03.2012
Mobbing: Oft ein Gruppenphänomen
Tritt Mobbing in einer Abteilung gehäuft auf, kann dies mit dem Führungsstil der Vorgesetzten zusammenhängen
Thinkstock/iStockphoto
Fühlt sich ein Mensch an seinem Arbeitsplatz als Opfer von Mobbing, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass auch Kollegen sich gemobbt fühlen. Die Wahrnehmung von Mobbing beruhe nicht auf der subjektiven Einschätzung einzelner Personen, sondern trete in betroffenen Abteilungen gehäuft auf. Zu diesem Schluss kommen Psychologen der Freien Universität Berlin, nachdem sie knapp 5000 Beschäftigte befragt haben.
Eine entscheidende Rolle spiele dabei der Stil der Vorgesetzten. Fälle von Psychoterror traten seltener in Abteilungen auf, in denen sich die Führungskräfte gesprächsbereit zeigten und Mitarbeitern bei Entscheidungen ein Mitspracherecht einräumten. In Gruppen mit Mobbing stieg das Risiko, an einer Depression zu erkranken, um das Doppelte, so die Forscher.

24.03.2012
Bluttest: Herzinfarkte besser erkennen
Ein neuer Test weist ein bestimmtes Eiweiß im Blut nach, dass nach einer Herzattacke verstärkt freigesetzt wird
Thinkstock/iStockphoto
Ein neuer Bluttest zeigt in drei Stunden, ob ein Herzinfarkt vorliegt. Forscher untersuchten damit 1818 Patienten, die sich in einer Spezial­ambulanz (Chest Pain Unit) vorstellten. Der Test misst den Anstieg von Troponin I im Blut, einem Eiweiß, das bei einem Infarkt frei wird. Er ist empfindlicher und zuverlässiger als jeder andere Troponin-I-Test, der sich auf dem Markt befindet, sagen die Autoren der Studie, die in der Fachzeitschrift JAMA veröffentlicht wurde.

23.03.2012
Stechmücken: Ein guter Riecher
Nicht süßes Blut lockt Moskitos, sondern offenbar Dufststoffe auf der Haut
Thinkstock/iStockphoto
Bestimmte Bakterien auf der Haut­ des Menschen sondern Duftstoffe ab, die Stechmücken stark anziehen. Das zeigte eine Studie der Wageningen-Univer­sität (Niederlande). Die Forscher setzten 48 Männer mit nackten Füßen den Attacken der Malaria-Überträgerin Anopheles gambiae aus. Die Mücken flogen bevorzugt Füße an, auf denen sich viele Bakterien derselben Art tummelten. Am liebsten landeten sie auf Bereichen mit einer großen Anzahl von Staphylokokken.

22.03.2012
Eibisch: Sanfter Reizstiller
Die Heilpflanze enthält Schleimstoffe, die Reizhusten lindern können
Imagesource/RYF
Echter Eibisch (Althea officinalis) ist ein Malvengewächs. Im Sommer zieren die bis zu zwei Meter hoch wachsenden Stauden viele Natur- und Bauerngärten. Ihre großen rosafarbenen Blüten sind ein beliebter Landeplatz für Insekten. Im Winter nützen die in der wärmeren Jahreszeit geernteten Bestandteile der Heilpflanze all jenen Menschen, die von Heiserkeit, Halsschmerzen und Reizhusten geplagt werden. Denn Blüten, Blätter und Wurzeln des Eibischs enthalten wertvolle Schleimstoffe, die sich wie ein Schutzfilm auf die gereizte Schleimhaut im Mund- und Rachen­raum legen und sie dadurch beruhigen. Eibisch-Extrakte wirken reizlindernd in Tees und Säften.

21.03.2012
Mundhygiene: Polieren beim Profi
Informationen zur professionellen Zahnreinigung
Banana Stock/RYF
Sie tragen exotische Namen wie Streptococcus mutans und Laktobazillus acidophilus und gehören eigentlich nicht in den Mund – vor allem nicht in großer Zahl. Auf den Zähnen bilden die Keime weiche und harte Beläge, aus denen Karies und Parodontitis entstehen. Regelmäßiges Zähneputzen soll sie in Schach halten. Haften die Beläge aber an schwer zugänglichen Stellen im Zahnraum, helfen auch die geschicktesten Putzmanöver nicht. Daher bieten viele Zahnarztpraxen eine professionelle Zahnreinigung an.
Was passiert bei einer ­professionellen Zahnreinigung?
Eine gute professionelle Zahnreinigung ist ein Betreuungspaket. Darin sind mehrere manuelle Reinigungsschritte enthalten sowie die Untersuchung und Beratung des Patienten. Zunächst beurteilt der Zahnarzt oder die Fachkraft für Prophylaxe den Zustand von Zähnen und Zahnfleisch. Daraus leiten sie Anleitungen und Tipps für die häusliche Zahnpflege ab und informieren den Patienten über geeignete Hilfsmittel. Anschließend entfernt die Prophylaxe-Assistentin alle Beläge sowie Zahnverfärbungen durch Rauchen, Kaffee oder auch Tee. Am Ende behandelt sie die Zähne noch mit einem fluoridhaltigen Gel oder Lack.
Wie oft ist die Groß­reinigung beim Zahnarzt nötig?
Die Bundeszahnärztekammer gibt als Richtwert zwei professionelle Zahnreinigungen pro Jahr an. Ob tatsächlich mehr oder weniger Prozeduren notwendig sind, hängt vom individuellen Kariesrisiko ab und somit von Faktoren wie dem Alter, den persönlichen Lebensumständen und der Ernährung. Beispielsweise verringere sich bei älteren Menschen häufig der Speichelfluss. Wenn Zähne jedoch nicht regelmäßig in ausreichender Menge von Speichel umspült sind, erhöht sich das Kariesrisiko. Bei diesen Patienten könnten daher durchaus vier bis sechs professionelle Zahnreinigun­gen im Jahr sinnvoll sein. Lassen Sie sich von Ihrem Zahnarzt sagen, wie oft die Behandlung bei Ihnen nötig ist, zumal sich das im Lauf der Jahre immer wieder ändern kann.
Greift die Komplett­reinigung die Zähne an?
Um weiche Beläge und Verfärbungen zu entfernen, setzen Dentalhygieniker Pulverstrahlgeräte ein. Mit einem Luft-Wasser-Salz-Gemisch zertrümmern sie die Ablagerungen auf den Zähnen. Kritiker bemängeln, dass diese Behandlungsinstrumente die Zahnoberflächen aufrauen und so Karies fördern, denn Bakterien können sich besser an raue Flächen heften. Experten sagen aber, dass dieser ­Effekt nicht zum Tragen kommt, da die Zähne nach der Behandlung mit dem Pulverstrahlgerät stets von der Prophylaxe-Assistentin manuell nachgeglättet und poliert werden. Darüber hinaus härtet und schützt das anschließend aufgetragene Fluoridgel die Zahnoberfläche.
Wer übernimmt die Kosten?
Eine professionelle Zahnreinigung  gilt als Eigenleistung – im Normalfall bezahlen die gesetzlichen Kassen sie daher nicht. Manchmal gewähren die Versicherer allerdings pauschal einen ­Zuschuss oder bieten im Rahmen von Vorsorgeprogrammen günstigere Konditionen an. Nachfragen kann sich daher durchaus lohnen. Die Kos­ten der Behandlung hängen vom Leistungsumfang und Zeitaufwand ab. In der neuen Gebührenordnung für Zahnärzte, die seit 1. Januar 2012 gilt, ist die Zahnreinigung gebührenrechtlich festgelegt. Bei einem kompletten Gebiss (28 Zähne) betragen die Kos­ten je nach Aufwand zwischen 90 und 140 Euro.
Ab welchem Alter ist professionelle Zahnpflege sinnvoll?
Regelmäßige Prophylaxe ist schon im Kindesalter wichtig. Milchzähne sind Platzhalter für die zweiten Zähne und somit Voraussetzung für eine gesunde Gebissentwicklung. Experten empfehlen, bereits im Alter von zwei Jahren damit zu beginnen. Das schütze die Milchzähne gegen Beläge und führt zudem Kinder an die richtige Zahnpflege heran.

20.03.2012
Ernährung: Obst und Gemüse hält Gefäße fit
Ernähren sich Frauen gesund, können sie einem Schlaganfall vorbeugen, zeigt eine Studie
Thinkstock/Hemera
Die richtige Ernährung kann das Risiko für einen Schlaganfall senken. Das zeigt eine Analyse des Karolinska-Instituts in Stockholm (Schweden). Die Forscher werteten über zwölf Jahre die Daten von 31. 035 Frauen ohne und 5680 Frauen mit Vorerkrankun­gen des Herz-Kreislauf-Systems aus. Ein hoher Gehalt an Antioxidanzien im Blut, der bei den Teilnehmerinnen vorwiegend auf dem Verzehr von Gemüse und Früchten beruhte, senkte das Hirnschlagrisiko bei den gesunden Frauen um 17 Prozent, bei den vorbelasteten um zehn Prozent.

19.03.2012
Bewegung: Sport fördert den Schlaf
Wer sehr aktiv ist, schläft deutlich besser. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt 150 Minuten Sport pro Woche
Stockbyte/RYF
Menschen schlafen deutlich besser und fühlen sich tagsüber munterer, wenn sie – wie die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt – mindestens 150 Minuten pro Woche Sport treiben. Das fanden Wissenschaftler der Oregon State University (USA) jetzt in einer Studie heraus. Dazu untersuchten sie 2600 Frauen und Männer zwischen 18 und 85 Jahren. Um verlässliche Daten zu erhalten, hatten sie die Teilnehmer mit einem Fühler ausgestattet, der deren Bewegungen aufzeichnete. Unmittelbar nach der sportlichen Betätigung haben manche Menschen allerdings Probleme mit dem Einschlafen.

17.03.2012
Vorsorge: Besser zu früh als zu spät
Mann und Frau nehmen Vorsorgeuntersuchungen zu selten war, sagen Experten
Brand X Pictures/ RYF
Gesetzlich Versicherte nehmen Vorsorgeuntersuchungen zu wenig in Anspruch. Darauf macht das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (ZI) aufmerksam und empfiehlt, besonders die Angebote zur Darmkrebsvorsorge wahrzu­nehmen. Doch nur 14 Prozent der Frauen und 11 Prozent der Männer zwischen 55 und 74 Jahren tun das. Männer gelten generell als Vorsorgemuffel. Erst ab 75 Jahren wendet sich das Blatt: Dann lassen sich mehr Männer als Frauen beraten.

16.03.2012
Röntgen: Strahlung vermeiden
Patienten sollten nur geröntgt werden, wenn es wirklich angebracht ist
PhotoDisc/ RYF
Röntgenuntersuchungen und Computer­tomografien sollten laut Bundesamt für Strahlenschutz nur angewandt werden, wenn sich daraus bessere Behandlungsmöglichkeiten ergeben. Zur Verringerung der eventuell krebserregenden Strahlen­dosis können die Patienten selbst beitragen. So sollen sie aktuelle ähnliche Aufnahmen – soweit vorhanden – in die Praxis mitbringen und sich vom Arzt über Notwendigkeit und Risiken geplanter neuer Untersuchungen aufklären lassen.

15.03.2012
Abnehmen: Jo-Jo-Hormone
Manche Frauen verspüren nach einer Diät ständig Hunger, was den Jojo-Effekt verstärkt. Schuld sind wohl appetitanregende Hormone, sagen Forscher
Panthermedia/Christian Frickinger
An 50 Probandinnen stellten australische Wissenschaftler fest, dass sie auch ein Jahr nach einer erfolgreichen Diät noch ein verstärktes Hungergefühl hatten. Der Grund dafür war die nach wie vor erhöhte Konzentration von Hormonen, die den Appetit ­anregen. Hormone wie Leptin, welche die Nahrungsaufnahme dagegen vermindern, waren noch nicht wieder auf ihrem Aus­gangs­­niveau. Für eine dauerhafte Gewichtsabnahme müssten also Strategien entwickelt werden, um diese Kompensationsmechanismen des Körpers zu überlisten, so die Forscher im New England Journal of Medicine.

14.03.2012
Menstruation: Schmerzfreie Tage
Mit welchen Mitteln sich Krämpfe und Unwohlsein während der Periode am besten lindern lassen
Jupiter Images GmbH/French Photographers Only
Viele Frauen fühlen sich während der Monatsblutung ruhe­­bedürftiger als sonst. Für manche sind die Tage sogar ausgesprochen schmerzhaft. Starke Bauch­krämpfe, die in Rücken und Beine ausstrahlen können, plagen sie. Übelkeit, Verdauungsprobleme, Erbrechen oder Kopfschmerzen können dazukommen. Oft sind die Beschwerden so heftig, dass die Frau­en für ein bis drei Tage ihren Alltag nicht bewältigen können und im Beruf, im Studium oder in der Schule ausfallen.
Alle vier Wochen baut sich bei Frauen während der fruchtbaren Jahre die Gebärmutterscheimhaut auf, damit sich ein befruchtetes Ei ein­nis­ten kann. Bleibt die Befruchtung aus, wird die Schleimhaut durch die Monatsblutung ausgeschieden.
Dazu ziehen sich die Muskeln der Gebärmutter in unregelmäßigen Abständen zusammen. Dies geschieht unter dem Einfluss des Botenstoffs Prostaglandin. Die hormonähnliche Substanz reguliert die Anspannung der glatten Muskulatur und beeinflusst das Schmerzempfinden. Me­diziner vermuten, dass betroffene Frau­­en entweder vermehrt diese Schmerzbotenstoffe produzieren oder verstärkt darauf reagieren.
Der Selbsthilfe-Klassiker gegen die krampfartigen Schmerzen ist Wärme in verschiedenster Form. Wohltuend wirkt eine Wärmflasche auf dem Bauch. Für unterwegs eignen sich ­etwa Wärmekompressen aus der Apotheke, die über mehrere Stunden gleichmäßig Wärme abgeben.

Entkrampfend auf die Gebärmutter wirken bei leichteren Beschwerden Heilkräutertees mit Gänsefingerkraut oder Schneeballbaumrinde. Trinken Sie mehrmals täglich eine Tasse, möglichst schon einige Tage vor der erwarteten Periode. Präparate mit Mönchspfeffer können regulierend auf die Periode wirken. Ein Effekt tritt aber meist erst nach sechs bis acht Wochen ein. Auch Homöopathika wie Magnesium phosphoricum oder Chamomilla gelten als krampflösend.
Bewegung, zum Beispiel Walken, kann ebenfalls Linderung bringen. Sport fördert die Durchblutung des Unterbauchs. Wer regelmäßig aktiv ist, kann Beschwerden langfristig ent­gegenwirken. Es gibt Hinweise, dass eine gute Versorgung mit Magnesium Krämpfen vorbeugt. Reichlich enthalten ist der Mineralstoff in Vollkornprodukten, Kakao, Nüssen und Weizenkeimen. Auch die Einnahme eines Magne­sium-Präparats kann sinnvoll sein.
Geht die Periode mit starken Schmerzen einher, empfiehlt sich ein Schmerzmittel oder ein krampflösen­des Medikament. Geeignet sind die Wirkstoffe Paracetamol, Ibuprofen und Naproxen. Wer mit Schmerzen rechnen muss, sollte die Einnahme nicht hinauszögern. Bewährt haben sich auch Medikamente mit dem krampflösenden Wirkstoff Butylscopolamin.
Nur bedingt geeignet ist Acetylsalicylsäure. Sie wirkt gerinnungs­­hemmend und kann den Blutverlust zusätzlich steigern sowie übermäßige Blutungen fördern. Ihr Apotheker berät Sie bei der Auswahl des Wirkstoffs und klärt auch über mögliche Nebenwirkun­gen und Risiken auf.
Frauen, die verhüten wollen, bringt die „Pille“ oder ein anderes gestagenbetontes Verhütungsmittel Erleichterung. Die Hormone schwächen die Blutung und damit einhergehende Beschwerden stark ab.

Vor allem für junge Mädchen kann die Blutung schmerzhaft sein, doch das ist nicht zwingend ein Grund für einen Arztbesuch. Werden die Beschwerden aber mit jeder Periode stärker oder kommen unklare Unterbauchschmerzen während des Zyk­lus hinzu, sollten Betroffene einen Gynäkologen aufsuchen.
Die häufigste Ursache starker Regelschmerzen ist eine Endometriose: Versprengte Gebärmutterschleimhaut wächst außerhalb der Gebärmutter-Innenhöhle, etwa im Bauchfell. Da man die Krankheit nur durch eine Bauchspiegelung sicher diagnostizieren kann, bleibt sie in vielen Fällen lange unerkannt.

13.03.2012
Erkältung: Keine Mittel doppelt einnehmen!
Erkältungsmedikamente enthalten oft Wirkstoff-Kombinationen. Nehmen Sie mehrere Präparate ein, lassen Sie sich deshalb in der Apotheke beraten
Panthermedia/Thomas Lammeyer
Erkältungen belasten uns mit einer Vielzahl von Symptomen: Hus­ten, Schnupfen, Gliederschmerzen, Heiserkeit. Wenn Sie gegen die Beschwerden mehrere Arzneimittel verwenden, sollten Sie sich beraten lassen, um keine Wirkstoffe doppelt einzunehmen. Viele Erkältungsmittel enthalten bereits einen Wirkstoff gegen Schmerzen oder einen Hustenstiller.

12.03.2012
Gehirn: Schlaf-Gene entdeckt
Wie lange ein Mensch schläft, hängt wohl auch mit seinem Erbgut zusammen
Banana Stock/ RYF
Manche Menschen brauchen weniger, manche mehr Schlaf. Schon länger vermuteten Forscher, dass bei diesen unterschiedlichen Bedürfnissen auch die Gene eine Rolle spielen. Auf der Suche nach dem „Schlaf-Gen“ analysierte ein internationales Wissenschaftlerteam das Erbgut von mehr als 4000 Menschen und setzte es in Bezug zur Dauer der Bettruhe. Und tatsächlich: Die Träger einer Variation des Gens ABCC9 benötigen etwa 30 Minuten mehr Schlaf, schreiben die Forscher in dem Fachblatt ­Molecular Psychiatry. Einer von fünf Europäern trägt das Gen in sich.

10.03.2012
Frauen: Stark durch Doppel-X-Chromosom
Auf dem X-Chromosom befinden sich viele Erbanlagen und Abschriften, die für das Immunsystem wichtig sind. Frauen haben gleich zwei X-Chromosomen, Männer nur eins
Thinkstock/Hemera
Frauen zeigen heftigere Immunreaktionen als Männer und sind deshalb resistenter gegen Krankheitserreger. Forschern der Universität Gent (Belgien) zufolge findet sich die Erklärung dafür im weiblichen Erbgut und zwar in dem doppelten X-Chromosom. Wie eine Genanalyse ergab, liegen dort zahlreiche Erbanlagen und Abschriften sehr kurzer Abschnitte, sogenannte Mikro-RNA, die für das Immunsystem wichtig sind.
Bei Frauen können Fehler in einem X-Chromosom durch die zweite intakte Kopie ausgeglichen werden. Bei Männern funktioniert dieser Mechanismus nicht, da ihr Erbgut statt des zweiten X-Chromosoms ein Y-Chromosom enthält. Das stärkere weibliche Immunsystem könnte auch der Grund dafür sein, dass Frauen von Natur aus im Schnitt etwas länger leben als Männer.

09.03.2012
Ringelblume: Gut für die Haut
Die Heilpflanze Ringelblume enthält entzündungshemmende Substanzen wie Glykoside, Saponine und Karotinoide
Panthermedia/evgenyb
Orangegelb leuchten die Blüten der Ringelblume (Calendula officinalis) auf der Wiese. Weil die Pflanze zahlreiche Sommergärten schmückt und vom Juni bis in den Herbst hinein blüht, heißt sie auch Gartenringelblume und Sonnwendblume. Das zu den Korbblütlern gehörende Gewächs hat sich insbesondere bei leichten Hautwunden bewährt, denn die Blüten enthalten entzündungshemmende Substanzen wie Glykoside, Saponine und Karotinoide.
Jetzt im Winter leiden viele Menschen unter rissiger und rauer Haut. Ringelblume, als Salbe, Tinktur oder Öl aufgetragen, glättet sie. Auch alltägliche Verletzungen wie kleine Schürf- und Quetschwunden und sogar leichte Verbrennungen und Erfrierungen heilen damit schneller ab. Oft finden sich die feinen, farbigen Zungen der Blütenblätter als schmückendes Element in Teemischungen.

08.03.2012
Gehirn: An was Männer denken
Männer haben durchschnittlich 19-mal am Tag erotische Gedanken. Aber sie denken auch viel an Essen oder Schlafen
Thinkstock/PolkaDotImages
Männer denken nur an das eine? Diese Meinung widerlegt eine aktuelle Studie der Ohio State Universität in Mansfield (USA). 283 Studenten und Studentinnen wurden in drei Gruppen aufgeteilt und sollten mit einem Zählgerät eine Woche lang festhalten, wie oft sie entweder an Sex, an Essen oder Schlafen dachten. Dabei zeigte sich, dass Männer im Durchschnitt 19-mal am Tag erotischen Gedanken nachhingen, Frauen zehnmal. Allerdings dachten die Studenten auch häufiger an Essen und Schlafen als die Studentinnen.

07.03.2012
Kälte: Erfrierungen behandeln
Hier lesen Sie, welche Maßnahmen bei Erfrierungen und Unterkühlung die Erste Hilfe darstellen
Thinkstock/iStockphoto
Wenn der Schnee glitzert, sich in der Eisdecke eines zugefrorenen Sees die Berge spiegeln oder die Schritte im frischen Weiß knirschen, ist Winter wunderbar. Doch die Lust auf Bilderbuchromantik schwindet rasch, wenn die Kälte in den Körper kriecht. Eis und Schnee sind dafür gar nicht nötig, denn schon bei Plusgraden können Wind und Feuchtigkeit – wie auch eine zu eng sitzende Kleidung, die eine normale, wärmende Durchblutung behindert – ernste gesundheitliche Probleme nach sich ziehen.

Vermutlich hat jeder schon einmal erlebt, wie Finger oder Ohren in der Kälte zu kribbeln anfangen – ein Zeichen, dass die Durchblutung gedrosselt wird. Der Körper ergreift diese Vorsichtsmaßnahme, um den Wärmeverlust zu mindern. Besonders problematisch: Weil Kälte die Hautnerven lahmlegt, haben die Betroffenen keine Schmerzen. Es fehlen die Alarmsignale.

Körperwärme und Wasserbäder

Erfrierungen sind örtlich begrenzte Gewebeschäden. Sie treten vor allem an Nase, Ohren, Fingern und Zehen auf. Mediziner unterscheiden drei Schweregrade: Erfrierungen ersten Grades heilen folgenlos ab. Die Haut ist weiß und kühl. Im Stadium zwei bilden sich Blasen. Das Gewebe verfärbt sich blau und schwillt an. Stirbt Gewebe ab, liegt eine Erfrierung dritten Grades vor. Tückisch: Manchmal vergehen Tage oder Wochen, bis sich das Ausmaß des Kälteschadens zeigt.

Vor dem langsamen Erwärmen des Gewebes muss die nasse Kleidung durch trockene ersetzt werden. Auf keinen Fall sollte man die Haut reiben, weil das den Gewebeschaden vergrößern kann. Körperwärme eignet sich gut zum Erwärmen: So können beispielsweise kalte Finger in die Achselhöhle gelegt werden. Ideal sind Wasserbäder mit langsam ansteigender Temperatur – vor allem bei Erfrierungen zweiten und dritten Grades. Diese sollten aber grundsätzlich von einem Arzt in Augenschein genommen werden.

Kühlt der ganze Körper ab, sprechen Ärzte von Unterkühlung. Problematisch wird es, wenn die Körperkerntemperatur unter 35 Grad sinkt. Unter 33 Grad hört das Muskelzittern auf. Die Atmung flacht ab, der Betroffene verliert das Bewusstsein. Es besteht Lebensgefahr. Ersthelfer sollten sofort den Rettungsdienst alarmieren. Anschließend wird der Betreffende mit Wolldecken oder einer Isolierdecke umwickelt. Mitunter sind warme Getränke hilfreich. Auf keinen Fall darf der Unterkühlte zu sehr bewegt werden, da die Muskelarbeit kaltes Blut zum Körperkern leitet, was diesen weiter abkühlt.

Gesundheitsprobleme in der Kälte lassen sich leicht vermeiden. Die passende Kleidung schützt. Bewährt hat sich das „Zwiebelschalenprinzip“: Eine windabweisende äußere Kleidungsschicht ergänzt mehrere wärmende Innenschichten. Das hält warm. Mütze und Handschuhe vervollständigen den Kälteschutz. So lässt sich die Schönheit des Winters sorgenfrei genießen.

06.03.2012
Ernährung: Gemüse für Kinder schmackhaft machen
Mit kleinen Tipps kann man Gemüse so zubereiten, dass es Kindern besser schmeckt
Thinkstock/iStockphoto
Warum verweigern Kinder oft Gemüse? Möglicherweise liegt es an den Bitterstoffen. Forscher von der Temple University Philadelphia (USA) testeten zunächst, wie empfindlich Vorschulkinder auf solche Bitterstoffe reagierten. Dabei zeigten mehr als zwei Drittel eine hohe Sensitivität. War jedoch der Brokkoli von einem Dressing gekrönt, aßen die Kleinen mehr davon. Am besten, so die Forscher, eignet sich ein fettarmer Dip. Ähnliches gilt auch für Suppen: Kalorienarmer Frischkäse macht sie für Kinder schmackhafter.

05.03.2012
Im Alter: Der Geruchssinn lässt nach
Dem in die Jahre gekommenen Gehirn fällt es immer schwerer verschiedene Gerüche zu unterscheiden
Thinkstock/Stockbyte
Dem Gehirn fällt es im Alter zunehmend schwer, Gerüche zu unterscheiden. Das berichten Neurowissenschaftler in der Fachzeitschrift Neurobiology of Aging. Sie wiesen nach, dass die Geruchsnerven von über 60-Jährigen zwar genauso zahlreich sind wie bei Jüngeren. Die Neuronen differenzieren im Alter unterschiedliche Gerüche aber nicht mehr, sondern vermischen sie. Der schwächere Geruchssinn könnte den mangelnden Appetit vieler Senioren erklären, so die Forscher.

03.03.2012
Schutzimpfung: Keine Angst vor dem Piks
Tut nicht weh, trotzdem ist das Impfen vielen Kindern und Erwachsenen nicht geheuer
W&B/Christine Beckmann
Viele Erwachsene haben Angst vor Spritzen und lassen sich deshalb keine Injektionen verabreichen. Diese „Furcht vor der Nadel“ entsteht oft durch die in der Kindheit durchgeführten Schutzimpfungen.
Forscher der Universität von Toronto (Kanada) raten ängstlichen Patienten, den Piks selbstbewusst und in aufrechter Haltung auf sich zukommen zu lassen. Wer verkrampft, spürt mehr Schmerzen.

02.03.2012
Denksport: Durch die Tür, aus dem Sinn
Offenbar registriert das Gehirn das Durchqueren einer Tür als Signal, Gedanken, die wir gerade noch hatten, zu löschen
Panthermedia/Theodor38
„Was wollte ich hier?“ Diese Frage hat sich wohl schon jeder einmal gestellt, nachdem er einen anderen Raum betreten hatte, um etwas zu erledigen. Wissenschaftler der Universität Notre Dame im US-Bundesstaat Indiana haben nun die Erklärung für diese Vergesslichkeit gefunden: Offenbar registriert das Gehirn das Durchqueren einer Tür als Signal, Gedanken, die wir gerade noch hatten, zu löschen.
Für die Studie sollten die 60 Teilnehmer aus einer Auswahl sechs bunte Teile in eine Kiste packen und sie auf einen Tisch platzieren. Dieser stand entweder im selben oder in einem benachbarten Raum, der durch eine Tür getrennt war. Anschließend sollten die Teilnehmer möglichst viele Teile in der Kiste benennen. Hatten sie zuvor die Tür durchquert, lösten sie diese Aufgabe deutlich schlechter.

01.03.2012
Krebsvorsorge: Ab 35 zum Haut-Check
Gesetzlich Krankenversicherte haben ab 35 alle zwei Jahre Anspruch auf eine kostenlose Untersuchung der gesamten Haut ohne Hilfsmittel
Panthermedia/Andres Rodriguez
Fast jeder vierte Deutsche leidet unter einer Hauterkrankung, etwa einer Pilzinfektion, einem Ekzem oder Akne. Zu diesem Ergebnis kamen Professor Matthias Augustin und sein Team von der Universität Hamburg. Für ihre Studie werteten sie die Daten von mehr als 90.000 Angestellten aus, die in ihren Firmen an Hautscreenings teilgenommen hatten.
Im Rahmen der Früherkennungsmaßnahmen haben gesetzlich Krankenversicherte ab 35 alle zwei Jahre Anspruch auf eine kostenlose Untersuchung der gesamten Haut ohne Hilfsmittel bei ihrem Hausarzt oder einem Dermatologen. Darüber hinausgehende Kontrollen, etwa mit dem Auflichtmikroskop, werden dem Patienten als individuelle Gesundheits-Leistungen (IGeL) in Rechnung gestellt.

28.02.2012
Gedächtnis: Kopfbälle können Hirn schaden
Bei Kopfbällen wirken Kräfte mit bis zu 30-facher Erdbeschleunigung. Das kann dem Gehirn Schaden zufügen
Thinkstock/BrandXPictures
Hobby-Kicker, aufgepasst! Radiologen des New Yorker Einstein College of Medicine (USA) haben eine Obergrenze berechnet, ab der Kopfbälle die Nervenfasern im Gehirn schädigen. Bei Spielern, die mehr als 1500 Kopfstöße pro Jahr ausführten, wiesen sie Schäden wie bei einem Schädel-Hirn-Trauma nach.
Bei neuropsychologischen Tests stellten sie zudem Gedächtnisschwächen fest. Für Gelegenheitsspieler und Fußballer mit professioneller Technik geben die Mediziner aber Entwarnung.

27.02.2012
Haut: Sonne fördert Vitamin-D-Produktion
Menschen, die zu wenig Sonnenlicht abbekommen, produzieren weniger Vitamin D
Thinkstock/Goodshot
Nutzen Sie die Wintersonne! Menschen, die nur selten Sonnenstrahlen auf die Haut lassen, haben weniger Vitamin D im Blut als Sonnenfreunde. Das schreiben Forscher der Stanford School of Medicine (USA) in dem Magazin Cancer Causes and Control.
Unter den 6000 Studienteilnehmern bildete die Haut vor allem bei jenen zu wenig Vitamin D, die sich meist im Schatten aufhielten oder sich mit langärmeligen Hemden vor der Sonne schützten. Die Anwendung von Sonnencreme beeinflusst die Vitamin-D-Konzentration dagegen kaum. Ein Mangel an dem Vitamin kann zu Osteoporose führen.

26.02.2012
Psychologie: Wie Menschen mit Verboten umgehen
Menschen reagieren unterschiedlich, wenn ihnen etwas nicht erlaubt ist
Panthermedia/Darius Turek
Wie reagieren Menschen auf Vorschriften: mit Akzeptanz oder Widerstand? Dies untersuchten Forscher der Universität von Waterloo (Kanada). Sie informierten 76 Studenten über Vorzüge eines niedrigen Tempolimits. Dann erfuhr ein Teil, dass ein entsprechendes Gesetz bald in Kraft trete, der andere, dass eine Änderung wahrscheinlich geplant sei.
Eine Gruppe bekam keine weiteren Informationen. Nun sollten die Studenten das Vorhaben bewerten. Die größte Unterstützung fand die Geschwindigkeitsbegrenzung bei jenen, die von der Gesetzesänderung ausgingen, die geringste bei jenen, die von einer Planung wussten. Die Erklärung der Forscher: Auf eine bestehende Vorschrift reagieren Menschen eher positiv, um besser damit zurechtzukommen. Besteht eine Chance zur Änderung, regt sich Widerstand.

25.02.2012
Gut trainiert: Muskelkraft ein Leben lang
Wenn man genug Sport betreibt, muss Muskelkraft im Alter nicht abnehmen.
Thinkstock/iStockphoto
Eine Studie der Universität von Pittsburgh (USA) zeigt, dass die Muskelkraft mit dem Alter nicht abnehmen muss. Die Wissenschaftler untersuchten sehr sportliche Menschen zwischen 40 und 81 Jahren, die mindestens vier- bis fünfmal in der Woche trainierten.
Unter anderem maßen sie die Muskelmasse. Dabei zeigte sich zwar ein geringer Kraftverlust um das 60. Lebensjahr, aber die 70- und 80-Jährigen waren genauso kräftig wie die 60-Jährigen.

24.02.2012
Computerprogramm: Fotos in Zeitschriften fast alle geschönt
Ein neues Computerprogramm kann auf Bildern erkennen, wie stark diese zuvor bearbeitet wurden
Thinkstock/Digital Vision
Auf Werbeanzeigen und Magazinen lächeln uns makellose Gesichter entgegen. Fast alle diese Fotos wurden vorher digital bearbeitet. Mithilfe eines Computerprogramms lässt sich nun messen, wie stark Retuscheure dabei getrickst haben. Forscher des Dartmouth College in Hanover (USA) entwickelten die Software dazu.
Diese analysiert, um welchen Wert Gesichtszüge verändert, Falten geglättet, Busen aufgebläht und Beine in die Länge gezogen wurden. Die Software soll helfen, realitätsferne Bilder zu entlarven, hoffen die Wissenschaftler. Falsche Schönheitsideale fördern Essstörungen, wie Studien belegen.

23.02.2012
Arzneimittelsicherheit: Initiative gegen Medikamentenfälschungen
Apotheker sowie Pharmagroßhändler und -hersteller gehen gemeinsam gegen Fälschungen vor
W&B/IFA
Gefälschte Arzneimittel stellen in Europa und damit auch in Deutschland ein wachsendes Problem dar. Einfallstor ist meist der illegale Versandhandel. Die Weltgesundheitsorganisation geht davon aus, dass der Fälschungsanteil hier bei rund 50 Prozent liegt – Tendenz steigend. Dagegen gilt der legale Vertriebsweg vom Hersteller über den Großhandel in die Apotheken als sehr sicher. Hier tauchten bisher nur vereinzelt gefälschte Arzneimittel auf.

Mit der Globalisierung des Arzneimittelmarkts steigt aber das Risiko, dass Fälschungen auch in die legale Lieferkette gelangen. Um gefälschte Arzneimittel auch in Zukunft von Apotheken fernzuhalten, haben sich alle Beteiligten der Lieferkette zu der Initiative Securpharm zusammengeschlossen. Die Initiative entwickelt ein Siche­rungssystem, mit dem Apotheker im Beisein der Patienten die Echtheit von Arzneimitteln prüfen können.
Anstoß zu der Initiative gab eine neue EU-Richtlinie zur Bekämpfung von Arzneimittelfälschun­gen: Europaweit sollen Präpa­rate künftig mit zusätzlichen Sicherheitsmerkmalen versehen werden, welche die Identifizierung jeder einzelnen Packung ermöglichen. Die Verordnung soll 2016 in Kraft treten. Bis dahin versucht die Initiative die Vorgaben auf nationaler Ebene umzusetzen.
Für einen im Januar 2013 beginnenden Pilotversuch versehen ausgewählte Hersteller die Packungen rezeptpflichtiger Arzneimittel mit einem zweidimensionalen Data-Matrix-Code, wie er zum Beispiel von Bahnfahrkarten bekannt ist. Jede Packung erhält eine individuelle Seriennummer, die in einer Datenbank gespeichert wird. Damit wird sie zum Unikat.
Um den Code entziffern zu können, werden die Apotheken mit speziellen Lesegeräten ausgestattet. Bevor der Apotheker ein Medikament abgibt, startet er eine Abfrage in der Datenbank. Ist die Seriennummer in Ordnung, gibt das System grünes Licht, und die Packung wird als „abgegeben“ vermerkt. Eine unbekannte oder bereits abgegebene Packungsnummer löst hingegen Alarm aus. Der Patient erhält eine andere Packung, und der Apotheker geht der Sache auf den Grund. Die Beteiligten der Initiative sind zuversichtlich, dass diese zusätzliche Kontrolle Fälscher künftig abschrecken wird.
Eine dreimonatige Testphase soll die Alltagstauglichkeit des Konzepts unter Beweis stellen. Zunächst gilt es, die technischen Voraussetzungen für eine zügige Abfrage zu schaffen. Die Arbeitsabläufe dürfen nicht behindert oder verzögert werden. Auf die Apotheken kommen Mehrkosten für die Ausrüstung zu. Am stärksten ist jedoch die Pharmaindustrie betroffen, die ihre Produktionsstraßen umrüsten muss.
Die Bereitschaft, in noch aufwendigere Sicherungssysteme zu inves­tieren, hält sich derzeit in Grenzen. RFID-Transponder (Radio Frequency Identification), wie sie in der Bekleidungsindustrie als Diebstahlschutz zum Einsatz kommen, werden sich daher schwer durchsetzen. Sie sind sicherer als Data-Matrix-Codes, aber auch teurer.

RFID-Transponder bestehen aus einem Speicherchip und einer Antenne, die über Funkwellen mit einem Lesegerät kommuniziert. Der Chip kann ausgelesen und beschrieben werden, sodass Großhandel und Apotheken Informationen ergänzen können. Damit könnte man den Weg eines Arzneimittels vom Hersteller bis zum Patienten lückenlos nachvollziehen. Veränderbare Informationen wären zudem schwerer zu kopieren als Data-Matrix-Codes. Außerdem ließen sich ohne Sichtkontakt mehrere Packungen auf einmal auslesen. Das würde wiederum Zeit sparen und die Arbeit erleichtern.
Ein Forschungsprojekt konnte zeigen, dass sich die Kosten verringern, wenn die Antennen bereits während der Herstellung auf die Packung gedruckt werden. Die RFID-Technik bietet sich vor allem für hochpreisige Medikamente und Betäubungsmittel an. Welche Arzneimittel mit einem Fälschungsschutz versehen werden müssen, legt die EU-Kommission noch fest.

22.02.2012
Schlangen: Tödliche Bisse
Die offiziellen Zahlen der Schlangenbiss-Toten liegen oft viel zu tief, sagen Wissenschaftler
Thinkstock/iStockphoto
Weltweit sterben mehr Menschen an Schlangenbissen als gemeinhin angenommen. Darauf machten Wissenschaftler bei dem Kongress für Tropenmedizin und Hygiene in Philadelphia (USA) aufmerksam. Sie verwiesen auf die aktuelle Datenanalyse in dem Fachmagazin Journal of Neglected Tropical Diseases.
Demnach kommen allein in Indien 46.000 Menschen jährlich infolge eines Schlangenbisses zu Tode. Die offizielle Statistik der Weltgesundheitsorganisation verzeichnet nur 2000 Todesfälle pro Jahr durch Giftschlangen in Indien.

21.02.2012
Birke: Pflanze für Haut und Niere
Aufgüsse von Birkenblättern wirken harntreibend. Äußerlich kommen Extrakte der Rinde die Rinde bei trockener Haut zum Einsatz
Panthermedia/Scubarbatek
Den schlanken Stamm reckt die Hängebirke (Betula pendula) bis zu 25 Meter hoch in den Himmel. Die Äste mit den zartgrünen Blättern neigen sich zum Boden, während sie bei der gedrungen wachsenden Moorbirke (Betula pubescens) nach oben ragen.
Als Arzneimittel sind vor allem die polyphenolhaltigen Blätter beider Arten interessant. In Tees und Aufgüssen wirken sie harntreibend sowie durchspülend und unterstützen die Behandlung bakterieller Harnwegsinfekte. Extrakte der weißen Birkenrinde kommen zudem in Cremes und Lotionen für die Pflege trockener Haut zum Einsatz.

20.02.2012
Unter Geschwistern: Kinder kriegen steckt an
Wenn Bruder oder Schwester Nachwuchs bekommen, dann motiviert das oft die Geschwister, es nachzumachen
W&B/Bernhard Huber
Bei ihrer Familienplanung lassen sich junge Frauen durch ihr soziales Umfeld beeinflussen – vor allem die eigene Familie. Bekommt die Schwester oder der Bruder einer Frau im gebärfähigen Alter Nachwuchs, steigt für sie die Wahrscheinlichkeit, dass sie selbst innerhalb des nächsten Jahres schwanger wird, auf mehr als das Doppelte.
Das belegten Wissenschaftler des Wiener Instituts für Demografie bei 110.000 norwegischen Geschwisterpaaren. Sie nehmen an, dass kinderlose Frauen die Unsicherheit bei ihrer eigenen Entscheidung abbauen, wenn sie ihre Geschwister dabei beobachten, wie sie in ihrer neuen Elternrolle aufgehen.

19.02.2012
Krebsrisiko: Zähneputzen schützt vor Tumor
Menschen, die regelmäßig und gut ihre Zähne pflegen, reduzieren ihr Risiko, an Krebs zu erkranken
Thinkstock/Photos.com
Regelmäßige Mundhygiene schützt nicht nur Zähne und Zahnfleisch, sie kann auch dazu beitragen, Krebserkrankungen der Speiseröhre und der oberen Atemwege zu verhindern. Darüber berichten Wissenschaftler aus Japan in der Fachzeitschrift Head & Neck.
In ihrer Studie mit 856 Krebspatienten und 2696 gesunden Kontrollpersonen stellten die Wissenschaftler fest, dass jene Teilnehmer, die ihre Zähne mindestens zweimal täglich gründlich reinigten, ein niedrigeres Tumorrisiko besaßen als Einmalputzer. Bei denjenigen, die nie zur Zahnbürste griffen, war das Krebsrisiko erhöht.

18.02.2012
Hirnaktivität: Forscher lesen Träume
Mediziner konnten erstmals mit bildgebenden Verfahren im Hirn sehen, was ein Proband träumte
Thinkstock/Hemera
Träume faszinieren die Menschheit seit jeher. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München haben nun erstmals an der Hirnaktivität eines Menschen ablesen können, welche Bilder während des Schlafs auftauchen.
Mit bildgebenden Verfahren unterschieden sie, ob der Proband gerade davon träumte, seine linke oder seine rechte Faust zu ballen. Das Gehirn zeigte bei der Traumhandlung ein fast identisches Signalmuster wie beim Faustballen im Wachzustand. Die Teilnehmer waren „luzide Träumer“, also Menschen, welche die Handlung ihrer Träume steuern können.

17.02.2012
Selbstmedikation: Die perfekte Hausapotheke
Eine Grundausstattung an Arzneien und Verbandstoffen benötigt jeder Haushalt. Bei der Aufbewahrung wird jedoch vieles falsch gemacht. So vermeiden Sie Fehler
W&B/Bernhard Limberger
Meistens wird man gerade dann krank, wenn Arztpraxen und Apotheken geschlossen haben. Bei leichten Beschwerden sollten dann wenigstens die passenden Medikamente griffbereit liegen, um die lästigen Symptome zu lindern. Doch nur etwa jeder vierte Deutsche verfügt über eine durchdacht und gezielt zusammengestellte Hausapotheke, wie eine Umfrage der GfK im Auftrag der Apotheken Umschau im Dezember 2011 zeigte. Und selbst wenn eine respektable Medikamentensammlung vorhanden ist, wird der gute Vorsatz nicht selten durch Fehler bei der Lagerung oder beim Umgang mit den Präparaten zunichtegemacht.

Fehler 1: Falsche Aufbewahrung
Die Umfrage der Apotheken Umschau hat es erneut gezeigt: Mehr als die Hälfte der Bundesbürger bewahren ihre Hausapotheke im Badezimmer auf. Das ist der denkbar schlechteste Raum, weil Wärme und Feuchtigkeit die Haltbarkeit der Arzneimittel beeinträchtigen können. Besser ist es, die Medikamente im Schlafzimmer oder im Flur aufzubewahren – und zwar so, dass sie für Kinder nicht erreichbar sind.

Fehler 2: Angebrochene Packungen
Viele verfügen über ein Sammel­surium von Arzneimittelresten, die ihnen der Arzt irgendwann einmal verschrieben hat. Wer ein Medikament auf Rezept bekommt, sollte es nach dem Ende der Therapie entsorgen. Eine spätere eigenmächtige Einnahme ist wegen der für Laien unüberschaubaren Neben- und Wechselwirkungen zu risikoreich. Das gilt besonders für Antibiotika, deren Restbestände von manchen beim nächsten Virusinfekt eingenommen werden, obwohl sie nur gegen Bakterien wirken.

Fehler 3: Abgelaufene Medikamente
Etwa einmal im Jahr sollten Sie die Hausapotheke auf abgelaufene Medikamente überprüfen. Auch sterile Verbandstoffe haben ein Verfallsdatum. Unsterile Mull- oder Fixierbinden können außerdem im Lauf der Zeit an Elastizität einbüßen, Pflaster ihre Klebeeigenschaften verändern. Manchmal gehen auch Verbandscheren oder
Fieberthermometer verloren. Wer seine Hausapotheke instand halten will, sollte den Arznei- und Verbandmittelvorrat regelmäßig überprüfen und auffüllen. Dabei hilft auch gerne Ihre Apotheke.

Fehler 4: Fehlende Verpackung
Lose herumliegende Blisterstreifen mögen platzsparend sein, die zugehörigen Faltschachteln erleichtern im Notfall aber das schnelle Auffinden des richtigen Medikaments. Weil viele Fragen erst im Lauf der Therapie auftauchen, darf auch der Beipackzettel nicht fehlen. So kann man sich zum Beispiel schnell vergewissern, ob ein bestimmtes Symptom vielleicht eine typische Nebenwirkung ist, die einer ärztlichen Kontrolle bedarf.

Fehler 5: Unbeschriftete Medikamente
Hilfreich ist es, die Medikamente in der Hausapotheke zusätzlich zu beschriften – zum Beispiel für welche Beschwerden sie sich eignen, wie man sie dosiert oder für welches Familienmitglied sie „reserviert“ sind. Das ist besonders bei Nasensprays zu empfehlen, die am besten immer nur von einer Person benutzt werden. Flüssige Zubereitungen sollten außerdem mit dem Anbruchdatum versehen werden, da sie meist nur eine begrenzte Haltbarkeit haben. So lässt sich schnell erkennen, wann sie zu entsorgen sind.

Checkliste für die Hausapotheke:

Verbandmaterial: Sterile Kompressen, Mullbinden und elastische Binden, Verbandpäckchen, Brandwundenverbandpäckchen, Heftpflaster, Verbandklammern, Sicherheitsnadeln, wasserdichter Fixierverband, Wundschnellverband, Pflasterstrips, Sprühpflaster, Verbandwatte, Splitterpinzette, Verbandschere
Arzneimittel: Schmerz- und Fiebermittel, Mittel gegen Husten, Schnupfen und Halsschmerzen, Präparate gegen Verdauungsbeschwerden, Sodbrennen, Blähungen, Verstopfung und Durchfall, Salben oder Cremes gegen Mückenstiche, Sonnenbrand, Juckreiz (Antihistaminikum), Wunddesinfektionsmittel, Wund- und Heilsalbe, Salbe oder Gel gegen Prellungen, Zerrungen und Verstauchungen
Sonstiges: Fieberthermometer, Kühlkompressen, Erste-Hilfe-Anleitung, Notrufnummern

16.02.2012
Sehfähigkeit: Frische Luft ist gut für die Augen
Kinder und Jugendliche, die sich viel draußen aufhalten, sind seltener kurzsichtig als Stubenhocker
W&B/Bernhard Huber
Frische Luft ist gut für die Augen: Wie Augenärzte der Universität Cambridge an 10.000 Studienteilnehmern herausfanden, sind Kinder und Jugendliche, die sich viel draußen aufhalten, seltener kurzsichtig als Stubenhocker.
Jede Stunde, die sie pro Woche im Freien verbringen, senke im Durchschnitt das Risiko für Kurzsichtigkeit um etwa zwei Prozent. Die Forscher vermuten einen positiven Effekt des Tageslichts auf die Augen.

15.02.2012
Fäkalbakterien: Verkeimte Handys
Viele Mobiltelefone sind mit dem Darmkeim Escharichia Coli verunreinigt
Thinkstock/Banana Stock
Etwa jedes sechste Handy ist mit Fäkalbakterien verunreinigt. Das entdeckten Hygieneforscher der Universität London, als sie in zwölf Städten 390 Mobiltelefone und die Hände ihrer Besitzer unter die Lupe nahmen. Fast alle Handynutzer gaben an, sich nach dem WC-Besuch die Hände zu waschen.
Trotzdem fanden sich auf 16 Prozent der Hände und Handys Spuren des Darmkeims Escherichia coli, der über Berührungen weitergegeben wird. Eine Infektion mit Fäkalbakterien kann bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem Durchfall oder Lungenentzündung auslösen. Beste Vorsorge: die Hände gründlich mit Seife waschen.

14.02.2012
Paare: Glücklich, aber dick
Wer den Partner fürs Leben gefunden hat, achtet weniger auf eine schlanke Linie, behaupten Forscher
Thinkstock/Stockbyte
Wer in einer glücklichen Partnerschaft lebt, nimmt eher zu als ein Single. Das belegt eine Untersuchung der Universität Heidelberg. Die Wissenschaftler werteten Daten von mehr als 2000 Personen zwischen 16 und 55 Jahren aus. Je härter die Konkurrenz bei der Partnersuche, desto mehr achten Allein­lebende auf ihr Gewicht, um attraktiver zu sein, so die Erklärung der Soziologen. Sobald Menschen sich aber in einer glücklichen Partnerschaft befinden, besteht der Konkurrenzdruck nicht mehr. Wer zuvor besonders auf seine Figur achtete, nimmt dann möglicherweise sogar umso mehr zu.

13.02.2012
Ernährung: Zuckersüße Gefahr
Frauen sollten mit zuckerhaltigen Limonaden zurückhaltend umgehen – nicht nur wegen der Figur, sondern auch um ihr Herz zu schützen
Jupiter Images GmbH/Polka dot
Frauen, die sich mindestens zwei zuckerhaltige Getränke am Tag genehmigen, scheinen ein erhöhtes Risiko für Herzleiden zu haben, auch wenn sie nicht zunehmen. Das ergab eine Studie der Universität von Oklahoma (USA) mit 4166 Personen. Der Konsum erhöht bei
Frauen die Blutfettwerte (Triglyzeride) bedenklich.

12.02.2012
Emotionen: Ein Gen für Mitgefühl
Wie wir auf die Gefühle unserer Mitmenschen reagieren, hängt wohl von unserem Ergbut ab
Thinkstock/Stockbyte
Wie emotional wir auf die Gefühle anderer reagieren, hängt auch von unseren Erbanlagen ab – etwa von dem Gen, das den Bauplan für den Oxytocin-Rezeptor enthält. Menschen mit der A-Variante des Gens gelten als weniger einfühlsam als jene mit der G-Variante. Der Unterschied lässt sich sogar an der Körpersprache ablesen, berichten Forscher im Fachmagazin PNAS. So konnten Beobachter anhand tonloser Filmclips Menschen dem A- oder G-Typ zuordnen. Die Clips zeigten Perso­nen, während der Partner von einem schmerzhaften Erlebnis erzählt.

11.02.2012
Asthmasprays: Tipps zum richtigen Inhalieren
Beim Einatmen von Arzneistoffen machen viele Patienten Fehler. Apotheken erklären die Anwendung
Thinkstock/Stockbyte
„Mit diesem Spray kenn ich mich aus, das nehm ich schon seit Jahren.“ Diesen Satz hören Apotheker oft. Doch mit zunehmender Gewöhnung wird die Handhabung von Dosiersprays und Pulverinhalatoren nicht besser. Während neu eingestellte Patienten die Inhalationstechnik anfangs oft sehr gut beherrschen, schleichen sich im Lauf der Zeit Fehler ein.

Medikamente zum Inhalieren gehören zu den fehlerträchtigsten Arzneiformen und erfordern intensive Beratung. Die VITA-Studie der ABDA, der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, bestätigte dies eindrucksvoll. In 55 Apotheken wurde die Inhalationstechnik 750 erwachsener Patienten mit Asthma und chronisch-obstruktiver Bronchitis (COPD) untersucht. 79 Prozent von ihnen in­halierten nicht korrekt. Drei von vier Teilnehmern neigten dabei den Kopf nicht nach hinten.
Doch durch die Neigung begradigen sich die Atemwege, und der Wirkstoff gelangt tiefer in die Lunge. Bei Dosier-Aerosolen müssen die Patienten langsam und tief einatmen, etwa zehn Sekunden die Luft anhalten und rasch ausatmen. Etwa jeder dritte Anwender hatte Probleme mit der Inhalationstechnik oder vergaß das Dosier-Aerosol vor dem Inhalieren zu schütteln, um den Wirkstoff im Treibgas zu verteilen. Vor allem bei akuter Atemnot ist es schwierig, den Sprühstoß und die Einatmung zu koordinieren, sagen Apotheker.
Der häufigste Fehler bei Pulverinhalatoren: Die Patienten atmen nicht stark genug ein, um die feinen Wirkstoffpartikel vollständig zu inhalieren. Mit Geräten, die durch den Atemzug ausgelöst werden, haben selbst Gesunde teilweise Probleme. Umso schwieriger ist es für Menschen mit eingeschränkter Lungenfunktion.

Am Zentrallaborato­rium Deutscher Apotheker (ZL) untersuchen Experten Inhalationssysteme, die von Apotheken eingesandt wurden, auf mechanische Defekte: Rund 40 Prozent der Beanstandungen können sie nicht bestätigen. Vermutlich bedienen die Patienten die Geräte nicht richtig, oder ihr ­­Atemvolumen reicht nicht, um den Sprühstoß auszulösen. Bei einem akuten Asthmaanfall kann das fatale Folgen haben.
Defekte erkennen die ZL-Mitarbeiter, indem sie – durch Filter geschützt – die Geräte selbst ausprobieren. Nur etwa zehn Prozent der Beanstandungen gehen auf mechanische Fehler zurück. Meist liegt es an mangelnder Hygiene. Wenn die Patienten das Mundstück des Dosier-Aero­sols nicht nach jedem Gebrauch reinigen, können sich Wirkstoffpartikel am Ventil ablagern und es verstopfen. Pulverinhalatoren werden oft eingesandt, weil sie knirschen oder der Mechanismus sich nicht mehr auslösen lässt. Die Ursache sind dann meist Pulverreste, die nicht vollständig inhaliert wurden.
Wenn zu wenig Wirkstoff in die Lunge gelangt, wirken die Arzneimittel nicht richtig. Bei fehlerhafter Inhalation besteht zudem die Gefahr von Nebenwirkungen, etwa wenn kortisonhaltige Präparate zu lange im Mund bleiben. Wegen ihrer immundämpfenden Wirkung können sie einen Pilzbefall der Schleimhaut hervorrufen.
Laut der VITA-Studie senkte bereits ein einmaliges Beratungsgespräch die Fehlerquote auf 28 Prozent. Nachdem ein Apotheker die korrekte Handhabung demonstriert hatte, funk­tionierte es bei fast allen Patienten besser, berichten die Studienleiter. Die wenigen, die auch nach der Beratung mit ihrem Inhalationsgerät nicht zurechtkamen, wurden nach Rücksprache mit dem Arzt auf ein anderes System umgestellt. Um zu vermeiden, dass sich im Alltag Fehler einschleichen, sollte die Inhalationstechnik immer wieder überprüft werden – ein Service, den Apotheken regelmäßig anbieten.

10.02.2012
Heilkraut: Fenchel entspannt den Darm
Das aromatische Gewächs hilft gegen Blähungen, lindert aber auch Erkältungsbeschwerden
Thinkstock/iStockphoto
Bereits vor 5000 Jahren nutzten die Bewohner Mesopotamiens die heilende Wirkung des würzig-aromatischen Fenchels (Foeni­culum vulgare). Im neunten Jahrhundert brachten Benediktinermönche diesen Doldenblütler, der als süßer und bitterer Fenchel vorkommt, auch in unsere Breiten. Medizinisch verwendet wird nur der bittere. Er hilft gegen schmerzhafte Blähungen sowie Magendrücken und löst Krämpfe des Magen-Darm-Trakts.
Bei Erkältung fördern Fenchelhonig und Fencheltee das Abhusten und hindern Bak­terien daran, sich zu vermehren. Zudem empfiehlt die Volksheilkunde das Getränk frisch Entbundenen, um die Milchbildung anzuregen. Ursache all dieser heilsamen Wirkungen sind die ätherischen Öle aus den Fenchelfrüchten. In seltenen Fällen kommt es allerdings zu allergischen Reaktio­nen der Haut und der Atemwege.

09.02.2012
Sport: Den Schmerz wegtrainieren
Menschen, die sich in ihrer Freizeit regelmäßig bewegen, leiden seltener unter chronischen Schmerzen
Thinkstock/iStockphoto
Moderater Freizeitsport kann chronische Schmerzen deutlich lindern. Das fanden Forscher der norwegischen Universität Trondheim heraus. Die Wissenschaftler befrag­ten mehr als 46.000 Erwachsene, ob sie Schmerzen haben und wie häufig, wie lange und wie intensiv sie Sport treiben. Bei den 20- bis 64-jährigen Schmerzpatienten erfuhren jene, die ein- bis dreimal pro Woche mindes­tens 30 Minuten lang gemäßigt trainierten, eine besonders große Linderung. Waren Befragte aus dieser Altersgruppe jedoch viermal pro Woche oder häufiger aktiv, glich sich ihr Schmerzniveau wieder dem der trägen Patien­ten an. Im Gegensatz dazu lohnte sich für Teilnehmer über 64 Jahre jede zusätzliche Trainingseinheit.

07.02.2012
Büro: Störende Gespräche
Die Unterhaltung von Kollegen stört im Großraumbüro am meisten, sagen Experten
Thinkstock/Hemera
Nicht PC, Drucker und Kopierer stören im Großraumbüro am meisten, sondern der Lärm, den Kollegen verursachen. Das ­akustische Hauptproblem sind die Gespräche, sagen Mitarbeiter des Hörzentrum Oldenburg. Denn unsere Ohren spitzen sich ­automatisch, wenn andere reden. Als ­Gegenmaßnahme empfehlen Hörexperten Arbeitgebern den Einbau schallschluckender Trennwände sowie die Einrichtung von Besprechungsinseln und Rückzugsräumen.

21.01.2012
Leitungswasser: Lithium für die Seele
Enthält das Trinkwasser einer Region mehr Lithium, dann begehen in diesem Gebiet weniger Menschen Selbstmord
Jupiter Images GmbH/Comstock Images
In Regionen mit höherem natürlichem Lithium-Gehalt im Trinkwasser begehen weniger Menschen Selbstmord als in Gebieten, wo das Wasser nur geringe Mengen des Spurenelements enthält. Das ergab eine Studie in Österreich. Lithium wird in der Depressionstherapie seit Langem als Medikament genutzt – aber viel höher dosiert, als im Wasser vorhanden.

20.01.2012
Gesundheit: Einsamkeit kostet Schlaf
Menschen mit wenig sozialen Kontakten schlummern schlechter, als diejenigen, die viele Freunde und Bekannte haben
Jupiter Images/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY
Sozial isolierte Menschen schlafen schlechter als solche, die sich in eine Gemeinschaft eingebettet fühlen. Das entdeckten Wissenschaftler der Universität von Chicago (USA). Sie untersuchten Personen, die zur religiösen Gemeinschaft der sehr traditionell lebenden Hutterer gehören. Eine frühere Untersuchung an Studenten hatte ähnliche Ergebnisse gebracht.

19.01.2012
Ernährung: Vorsicht, Blei in Wildfleisch
Das Fleisch von erjagtem Wild kann mit Schwermetall belastet sein
Thinkstock/iStockphoto
Kleine Kinder, Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch sollten kein Fleisch von Wildschweinen, Rehen und Hirschen essen, die mit Bleimunition geschossen wurden, rät das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Die Bleiaufnahme über andere Lebensmittel, etwa Meeresfrüchte, Gewürze und Innereien, sei in Deutschland bereits relativ hoch.
Das giftige Schwermetall reichert sich im Organismus an und kann zu Gesundheitsschäden führen. Das BfR warnt: Ein erhöhtes Risiko besteht bei Verbrauchern, die wöchentlich Wild verzehren.

18.01.2012
Tiergesundheit: Patient auf vier Pfoten
Auch Hund und Katze werden mal krank. Für sie gibt es in vielen Apotheken die passende Medizin
W&B/Martina Ibelherr
Stellt ein Arzt einem Menschen ein Rezept aus, erhält der Patient das Medikament nicht in der Praxis, sondern in der Apotheke. Nur diese hat das Verkaufsrecht für Humanarzneimittel. In der Veterinärmedizin ist es anders: Tierärzte dürfen die Medikamente nicht nur verordnen, sondern auch verkaufen.

Ursprünglich war die Regelung dazu gedacht, die Versorgung der Tiere mit Arzneimitteln auch in den dünn besiedelten ländlichen Regionen sicherzustellen. Doch selbst in den Kleintierpraxen der Städte sei es heute längst üblich, dass die Besitzer die meisten Medikamente für ihre vierbeinigen Hausgenossen vom behandelnden Arzt bekommen. Bei der Behandlung ungefährlicher Tiererkrankungen auf eigene Faust ist die öffentliche Apotheke aber auf jeden Fall eine wichtige Anlaufstelle.

Haltern fehlt oft die Erfahrung

Bei harmlosen Erkrankungen wie Wurm- oder Flohbefall können die Halter sich mit dem Gang in die Apotheke also durchaus den Tierarztbesuch sparen. Fast alle Apotheken bieten neben rezeptfreien Mitteln zur Parasitenprophylaxe auch Pflegeprodukte und Nahrungsergänzungsmittel für Tiere an.
Verschreibungspflichtige Präparate wird jedes Apothekenteam gegen Vorlage eines Rezepts gerne besorgen. Denn nicht alle Tierärzte machen von ihrem Abgaberecht Gebrauch und unterhalten eine eigene tierärztliche Hausapotheke. Stattdessen verordnen sie die Medikamente auf Rezept.

Einige öffentliche Apotheken haben sich sogar verstärkt auf Tiergesundheit spezialisiert. Neben dem apothekenüblichen Sortiment bieten viele Apotheker Veterinärprodukte und besonders homöopathische Tierarzneien an.

Da beim Verarzten von Tieren oft das Erfahrungswissen fehlt und viele Irrtümer kursieren, ist Beratung gefragt. Beispielsweise bei Flohbefall. Was viele Tierhalter nicht wissen: Damit die nötigen Maßnahmen eine anhaltende Wirkung zeigen, gilt es, nicht nur das Haustier selbst zu behandeln, sondern auch sein Umfeld von den Plagegeistern zu befreien.
Empfehlenswert bei einem Flohbefall ist das Vier-Punkte-Programm: die Tiere zunächst mit einem Flohschutzshampoo reinigen, um die Blutsauger zu bekämpfen. Anschließend einen Spezialpuder auftragen, der sich gleichmäßig auf dem ganzen Körper verteilt. Um das Tier vor Neubefall zu schützen, sollte der Halter ihm ein Spezialhalsband gegen Flöhe anlegen. Außerdem müssen Teppichböden, Polstermöbel, Decken und Körbchen gründlich abgesaugt werden.
Denn in der Regel kommen auf einen Floh im Fell zehn Artgenossen im unmittelbaren Umfeld des Haustiers. Am Ende der Behandlung ist der Hund oder die Katze stets zu entwurmen, da Flöhe Bandwürmer übertragen können.

Vorsicht bei Arzneien für Menschen

Manche Tierhalter denken, dass die eigene Arznei auch ihrem vierbeinigen Freund guttut. Ein gefährlicher Trugschluss, da der Stoffwechsel von Mensch und Tier sehr unterschiedlich ist. Während etwa Baldrian den Menschen beruhigt, wirkt die Heilpflanze bei Katzen berauschend.
Bisweilen führt die Gabe von Humanarzneien sogar zu lebensbedrohlichen Situationen. So kann das Schmerzmittel Acetylsalicylsäure die Organe von Katzen und Hunden schwer schädigen. Der Fiebersenker und Schmerzstiller Paracetamol birgt ebenfalls Vergiftungsrisiken für die Vierbeiner.

Im Zweifelsfall gilt daher auch für die Therapie leichterer Erkrankungen: Fehlt die artgerechte Arznei und ist der Allgemeinzustand des Tieres geschwächt, sollte unbedingt ein Veterinär zurate gezogen werden.

17.01.2012
Im Ausland: Vorsicht vor gefälschten Medikamenten
Wer beim Arzneikauf im Ausland Geld sparen will, läuft Gefahr, nicht das zu bekommen, was auf der Verpackung steht
Shotshop/Adam Gregor
Gehen Urlauber im Ausland bei Medikamenten auf Schnäppchenjagd, müssen sie damit rechnen, auf eine Fälschung hereinzufallen. Davor warnt das Zentrallaboratorium Deutscher Apotheker.
Die Forscher nahmen eine Stichprobe von Arzneimitteln aus Thailand. Zwar enthielten alle untersuchten Präparate Wirkstoffe, aber nur zwei von zehn in der angegebenen Menge. Mit bloßem Auge seien viele Fälschungen nicht zu erkennen, so das Institut.

16.01.2012
Geschlechter: Unterschiedliche Blutzusammensetzung
Das Blut von Frauen und Männern ist unterschiedlich zusammengesetzt. Vielleicht sollte man einige Krankheiten geschlechtsspezifisch behandeln?
PhotoDisc/ RYF
Männer sind anders, Frauen auch: Diese Erkenntnis ziehen Wissenschaftler des Münchner Helmholtz-Zentrums aus den Blutproben von 3000 Menschen. Bei 101 von 131 untersuchten Stoffwechselprodukten entdeckten sie deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Das betraf vor allem Aminosäuren.
Molekular seien Männer und Frauen völlig verschieden. Daraus folgern die Forscher, dass wir je nach Geschlecht unterschiedliche Ansätze für die Behandlung von Krankheiten bräuchten.

14.01.2012
Obst und Gemüse: Weißer Schutz
Möglicherweise können Obst- und Gemüsesorten mit weißem Fleisch das Risiko für einen Schlaganfall senken, fanden Wissenschaftler heraus
Jupiter Images GmbH/Ablestock
Obst und Gemüse mit weißem Fleisch könnten das Schlaganfall-Risiko verringern. Das entdeckten Forscher der Universität Wageningen (Niederlande). Sie überprüften bei rund 20 000 herzgesunden Menschen, wie viel Obst und Gemüse unterschiedlicher Farbe diese aßen. In einem Zeitraum von zehn Jahren traten unter den Teilnehmern 233 Schlaganfälle auf. Pro 25 Gramm „weißem“ Obst und Gemüse mehr am Tag war das Schlaganfall-Risiko um neun Prozent geringer.

13.01.2012
Arbeit: Gestresste Pendlerinnen
Frauen, die per Bus oder Bahn zu ihrem Arbeitsplatz fahren, sind davon meist genervter als Männer
Thinkstock/Digital Vision
Frauen setzt der tägliche Weg zur Arbeit mehr zu als Männern, obwohl diese im Durchschnitt länger unterwegs sind. Das ergab eine britische Befragung von 15  000 Pendlern. Am meisten stresst die tägliche Fahrerei Mütter mit Kindern im Vorschulalter. Aber selbst kinderlose Frauen in langjährigen Beziehungen nervt die Zeit in Bussen und Bahnen mehr als Männer. Lediglich weibliche Singles pendeln ähnlich entspannt wie ihre männlichen Kollegen.

11.01.2012
Kieferzysten: Heimliche Höhlen
Sie verursachen selten Schmerzen, sind aber eine Gefahr für das Gebiss. Oft hilft nur eine Operation
Thinkstock/iStockphoto
Es gibt Überraschungen, auf die wir gut verzichten könnten. So entdecken Zahnärzte bei beschwerdefreien Patienten auf routinemäßig aufgenommenen Röntgenbildern nicht selten Zysten im Kieferknochen. Dabei handelt es sich um Hohlräume im Kiefer, die von einer Bindegewebskapsel umgeben und mit einer zähen Flüssigkeit gefüllt sind.
Zysten können sich an kranken Zähnen bilden, oft an solchen, deren Wurzel behandelt wurde. Es gibt aber auch Zysten, die an noch nicht durchgebrochenen Zähnen, etwa Weisheitszähnen, entstehen. Sie entwickeln sich aus Epithelzellen, die sich in dem Zahnsäckchen befinden. Das Tückische an Zysten: Ohne Behandlung wachsen sie immer weiter. Denn je mehr Flüssigkeit sich in ihnen ansammelt, desto größer werden sie.
Millimeterweise verdrängen sie dabei den umliegenden Kieferknochen und stoßen gegen gesunde Zähne, was Patienten als Drücken wahrnehmen können. Bei sehr gro­ßen Exemplaren wird sogar eine Wölbung nach außen sichtbar, und eventuell ist ein Knistern aus dem Knochen hörbar. Unbehandelt kann es zu Zahn- und Nervenschäden oder Knochenverformungen bis hin zu einem Kieferbruch kommen. Richtig gefährlich wird es, wenn Bakterien in die Zyste gelangen und eine Vereiterung hervorrufen. Die Erreger streuen in den ganzen Körper und können Organe wie Herz und Nieren infizieren.
Um schlimme Folgen zu verhindern, muss die Zyste häufig operativ entfernt werden. Bei Zysten, die an einer Wurzel sitzen, muss meist der Zahn gezogen werden. Wenn die entstehende Lücke im Knochen sehr groß ist, kann der Chirurg sie mit Knochen oder Knochenersatzmaterial auffüllen. Nach etwa einer Woche ist die Wundheilung so weit abgeschlossen, dass der Zahnarzt die Fäden ziehen kann. Bis sich der Kieferknochen wieder vollständig nachgebildet hat, können aber einige Jahre vergehen.

Schmerzen oder Beschwerden bestehen in dieser Phase nicht mehr, allerdings sind Nachkontrollen erforderlich, da Zysten wiederkommen können. Eventuell schneidet der Chirurg die Zyste auch nur an, sodass sich die Flüssigkeit entleeren kann. Gesunder Knochen kann dann langsam in den Hohlraum hineinwachsen. Dieser schonendere Eingriff hat den Vorteil, dass er den Patienten weniger belas­tet und das Risiko für Schäden an benachbarten Zähnen, Nerven und an Nasen- und Kieferhöhlenboden geringer ist. Bei einer unvollständigen Zystenentfernung sind besonders engmaschige Nachkontrollen nötig, um sicherzugehen, dass es nicht erneut zu einem Wachstum kommt.
Generell raten Experten, das Gebiss regelmäßig mittels Röntgenbildern kontrollieren zu lassen. So können frühzeitig Veränderungen festgestellt und durch eine Behandlung größere Schäden vermieden werden. Die Kassen übernehmen im Regelfall die Kos­ten für eine Aufnahme pro Jahr. Zysten treten bei Männern häufiger auf. Dies könnte daran liegen, dass sie meist weniger auf ihr Gebiss achten als Frauen. Das Gute an Zysten
ist: Sie wachsen in der Regel nur sehr langsam, sodass es meistens dauert, bis ernste Probleme auftreten.

10.01.2012
Heilpflanze: Wacholder stärkt den Magen
Wacholderbeeren würzen Speisen und machen sie zugleich bekömmlicher
Jupiter Images GmbH/BrandXPictures
Mal Baum, mal Strauch – der immergrüne Wacholder (Juniperus communis) prägt die Landschaften ganz Europas. Seit Jahrhunderten dienen seine blauvioletten bis schwarzbraunen getrockneten Beeren (Juniperi pseudofructus) als Würze in ballaststoff- und fettreichen Speisen. Bereits Dioskurides, Grieche und berühmtester Pharmakologe des Altertums, erwähnte die Frucht. Sie sei „dem Magen wohl bekömmlich, wirkt bei Blähungen, Leibkrämpfen, auch harntreibend“. Das gilt noch heute. Weil die Beeren Magenbeschwerden ohne krankhafte Ursache lindern und die Ausscheidungsfunk­tion unterstützen, finden sie sich in Magenmitteln, Blasen- und Nierentees. Ein Zuviel der Beeren wirkt jedoch giftig. Schwangere und Nierenkranke sollten deshalb auf  Wacholderpräparate verzichten. Nur Mittel aus der Apotheke verwenden!

09.01.2012
Bewegung: Treiben nur Gesunde Sport?
Je weniger zufrieden ältere Menschen mit ihrem Gesundheitszustand sind, desto seltener sind sie sportlich aktiv – ergab eine Studie
Thinkstock/Goodshot
Knapp 70 Prozent der Männer und 42 Prozent der Frauen in Deutschland sind als 18-Jährige sportlich aktiv. Aber nur knapp ­jeder Fünfte ab 68 trainiert regelmäßig. Das zeigt eine Langzeitstudie der Soziologin Dr. Simone Becker an der Uni Heidelberg. Zudem stellte sie fest, dass die Teilnehmer ­­ihren Allgemeinzustand mit steigen­dem Alter schlechter bewerteten. Ihr Ergebnis: Je weniger zufrieden Männer und Frauen mit ihrer Gesundheit sind, desto seltener treiben sie Sport.

07.01.2012
Engagement: Gesundes Ehrenamt
Menschen, die sich ehrenamtlich für andere einsetzen, haben eine höhere Lebenserwartung
W&B/Bernhard Huber
Wer sich freiwillig und unentgeltlich für soziale und wohltätige Zwecke einsetzt, kann damit seine Lebenserwartung um bis zu vier Jahre erhöhen. Das schließen­ Wissenschaftler des Instituts für Sozialforschung der Universität von Michigan (USA) aus einer Langzeitstudie, für die ihnen die Daten von 10 300 Ehrenamtlichen seit dem Jahr 1957 zur Verfügung standen. Wichtig für die günstige Wirkung sei aber, dass das Engagement keine egoistischen Motive verfolgt.

06.01.2012
Alter: Ski ohne Limit
Auch ältere Menschen dürfen sich auf die Piste begeben – die positiven Effekte überwiegen die Unfallrisiken, ergab eine Studie
Jupiter Images GmbH/Thinkstock LLC
Skifahren bringt Körper und Geist in Schwung. Das gilt auch für Wintersportler über 60 Jahre. Wie Forscher aus Österreich, der Schweiz, England und Dänemark in der „Salzburg Skiing for the Elderly Study“ herausfanden, überwiegen die positiven Auswirkungen auf das
Herz-Kreislauf-System und die Muskulatur bei Weitem die mögliche Unfallgefahr. Weil der alpine Sport die Sehnen lockert und die Koor­dination verbessert, seien auch ältere Menschen im Alltag besser vor Stürzen geschützt.
Tipp: Wer länger nicht mehr aktiv war oder chronisch krank ist, sollte vor dem Start sicherheitshalber seinen Arzt fragen, ob etwas gegen den Skisport spricht!

05.01.2012
Ohren: Musik trainiert das Hörvermögen
Wer ein Musikinstrument beherrscht, schneidet bei Hörtests im Alter besser ab
Panthermedia/Martin Kosa
Wer ein Musikinstrument spielt, trainiert sein Hörvermögen für das Alter. Das berichten kanadische Forscher im Fachblatt Psychology and Aging. Sie untersuchten 89 Nicht-Musiker und 74 Menschen, die in ihrem Leben mindestens sechs Jahre lang Musik­unterricht genommen hatten. Bei den Hörtests ging es darum, Sprache aus ­Um­­gebungsgeräuschen herauszufiltern. Diese Form der Geräuschverarbeitung ist im Gehirn angelegt. Sie gelang 70-jährigen Musikern genauso gut wie 50-Jährigen aus der anderen Gruppe. Bei der Wahrnehmung der Geräusche direkt im Ohr gab es keine Unterschiede.

04.01.2012
Atemwege: Husten ohne Folgen auskurieren
Eine akute Bronchitis klingt meist innerhalb von zwei Wochen ab. Kommen aber Atemnot und Fieber hinzu, muss der Arzt einschreiten
W&B/Marcel Weber
Nächtliche Ruhestörung durch lautes Husten ist offenbar kein Einzelfall: In den Mieterforen im Internet klagen nicht wenige Menschen über Schlafstörungen, die sie auf die lästigen Geräusche ­erkrankter Nachbarn zurückführen. Freundliche Auf­forderungen, „doch bitte leiser zu husten“, sind selten von Erfolg gekrönt. Bevor Sie eine Mietminderung in ­Betracht ziehen, sollten Sie Ihren geplagten Nachbarn zunächst einmal in die Apotheke oder gleich zum Arzt schicken: Hartnäckiger Husten als Folge einer akuten Bronchitis lässt sich gut behandeln.
Bei Deutschlands Allgemeinmedizinern ist die akute Bronchitis eine der am häufigsten ­gestellten Diagnosen. Schätzungen zufolge erkranken Erwachsene im Schnitt zweimal jährlich an einer Entzündung der Bronchialschleimhaut. Sie tritt meist als letzte Phase einer klassischen Erkältung auf. Die Keime befallen zunächst die oberen Atemwege. Sie wandern dann durch Nase und Rachen nach unten. In 90 Prozent der Fälle wird eine Bronchitits durch eine Infektion mit Erkältungsviren verursacht.
Diese regen die Schleimproduktion an und schädigen gleichzeitig die Flimmerhärchen der Bronchialschleimhaut. Das erschwert den Abtransport des vermehrt gebildeten Sekrets. Durch Husten versucht der Körper, sich von dem gestauten Schleim zu befreien. Wenn neben den oberen Verästelungen der Bronchien auch die Luftröhre betroffen ist, kann der Husten recht schmerzhaft sein.  

Kommen Fieber und Atemnot hinzu, sollte der ­Patient zum Arzt gehen. Sind Viren die Ursache, werden nur die Symptome behandelt. Meist verschwindet eine akute Bronchitis innerhalb von 14 Tagen von selbst. Befallen aber Bakterien die bereits geschädigte Bronchialschleimhaut, verschlimmern sich die Symptome, und das zuvor klare Sekret verfärbt sich gelblich-grün. Doch auch eine bakterielle Bronchitis heilt meist alleine aus. Antibiotika sind oft unnötig und werden viel zu häufig verordnet, sagen Experten.
Ältere Patienten und Menschen mit chroni­schen Atemwegserkrankungen wie Asthma und chronisch-obstruktiver Bronchitis sollten jedoch frühzeitig Antibiotika einnehmen: Nicht selten entwickelt sich bei ihnen durch bakterielle Erreger wie Pneumokokken eine lebensbedrohliche Lungenentzündung. Für diese Risikogruppe empfehlen Ärzte daher eine einmalige Pneumokokken-Schutzimpfung.

03.01.2012
Golf: Das Hirn spielt mit
Unser Denkorgan lernt auch im Alter noch dazu. Beispiel Golfen: Wer die Sporart neu einübt, trainiert spezielle Hirnbereiche
Jupiter Images GmbH/Comstock Images
Es ist nie zu spät: Auch das Gehirn von 40- bis 60-Jährigen ist noch sehr anpassungs- und ­lernfähig. Ein Forscherteam der Universität ­Zürich zeigte, dass Golftraining das Zusammenspiel von Hand und Auge deutlich verbessert. Golf­anfänger erhielten 40 Trainerstunden. ­Danach maßen die Forscher in einem Kern­spin­tomogra­fen, wie die Übungen die Struktur der grauen Hirnsubstanz verändert hatten. Deren Volumen war speziell in Bereichen ge­wach­sen, die das Sehen und die Motorik verknüpfen. ­Golfer, die den Unterricht in kurzer Zeit absolvierten, machten die größten Fortschritte.

02.01.2012
Verhütung: Pille steuert Erinnerung
Forscher behaupten, die Antibabypille beeinflusse die Art, wie sich Frauen emotionale Ereignisse einprägen
Thinkstock/iStockphoto
Bei Frauen, die mit der „Pille“ verhüten, prägen sich emotionale Ereignisse anders ein als ohne die künstlichen Hormone. Das berichten Wissenschaftler der Universität von Kalifornien im Magazin Neurobiology of Learning and Memory. Sie erzählten 72 Frauen von einem Verkehrsunfall, bei dem ein kleiner Junge verunglückt. Eine Woche später wurden die Frauen gebeten, die Geschichte nachzuerzählen. Diejenigen, welche die Pille nicht nahmen, erinnerten sich klarer an neutrale Details. Pillen-Nutzerinnen hatten sich dagegen vor allem den Kern der Geschichte gemerkt – eine eher typisch männliche Art der Erinnerung, glauben die Forscher.

31.12.2011
Bauchfett: Ausdauertraining für eine schlanke Mitte
Bauchfett ist besonders ungesund. Durch Ausdauersport kann man es am besten bekämpfen
Jupiter Images GmbH/Comstock Images
Ein dicker Bauch ist nicht nur ein Figurkiller. Das Fett, das sich dort anlagert, kann auch der Gesundheit schaden. Wissenschaftler der Duke-Universität in Durham (USA) untersuchten, welcher Sport überflüssige Pfunde am besten bekämpft. In einer Studie über acht Monate verglichen sie die Wirkung von Krafttraining, Ausdauersport und einer Kombination aus beidem.
Von den 196 Teilnehmern lief eine Gruppe pro Woche 20 Kilometer, eine zweite machte dreimal in der Woche ein Krafttraining, die dritte trieb beide Sportarten. Dabei zeigte sich, dass Ausdauersport das tiefe Bauchfett schwinden lässt und damit das Risiko für Diabetes senkt. Krafttraining allein zeigte keine deutlichen Effekte.

30.12.2011
Schule: Geschlechtertrennung nicht sinnvoll
Gemischte Klassen erzielen keine schlechteren Ergebnisse als Klassen, die nach Geschlechtern getrennt wurden
Thinkstock/iStockphoto
Die schulischen Leistungen verbessern sich nicht, wenn Mädchen und Jungen getrennt unterrichtet werden. Dieses Fazit ziehen US-Erziehungsforscherinnen in der Fachzeitschrift Science. Sie werteten dazu die Untersuchungsergebnisse verschiedener Länder aus, auch der PISA-Studien, an denen sich Deutschland beteiligt. Reine Mädchen- oder Jungenklassen schnitten nicht besser ab als gemischte. Sie hielten aber eher an den traditionellen Geschlechterrollen fest.

29.12.2011
Sport: Bewegung macht fit im Beruf
Wer Sport treibt ist produktiver im Berufsalltag
Thinkstock/iStockphoto
Werktätige, die ihre tägliche Arbeitszeit zugunsten sportlicher Aktivitäten um eine halbe Stunde verringern, sind nicht weniger produktiv. Das geht aus einer Untersuchung des Karolinska-Instituts in Schweden mit 177 Angestellten in der zahnmedizinischen Versorgung hervor. Diejenigen, die sich regelmäßig 30 Minuten Zeit für eine aktive Pause nahmen, fühlten sich besser und waren seltener krank als normal arbeitende Kollegen.

28.12.2011
Sauna: Schwitzen wie die Sioux
Schon die Ureinwohner Amerikas liebten das Hitzebad
Shotshop/Carmen Steiner
Vermutlich wissen nur die wenigsten Liebhaber des Schwitzens und Abhärtens in der Sauna, dass die Urformen des heißen Vergnügens aus der Steinzeit stammen. Sobald der Mensch gelernt hatte, Feuer zu machen, erkannte er, dass Steine ein hervorragender Wärmespeicher sind. In Höhlen haben unsere Vorfahren sie als Heizquelle für rituelle Schwitzkuren verwendet.
Auch jenseits des Atlantiks entwickelten Menschen schon vor Hunderten von Jahren eine Vorliebe für Hitzebäder. Allen voran die Lakota, ein nordamerikanischer Indianerstamm, der zur Sprachfamilie der Sioux gehört. In ihrer Heimat, den heutigen US-Bundesstaaten Nebraska, Nord- und Süd-Dakota, errichteten sie für ihre kultischen Handlungen, aber auch zum Heilen von Krankheiten sogenannte Inipi, das bedeutet wörtlich übersetzt „Sie schwitzen“.

Saunieren am Wohnsitz der Geister

Am Wohnsitz der Geister, der für die Lakota in den Black Hills von Süd-Dakota lag, hoben sie in einem Kreis von rund fünf Meter Durchmesser je nach Anlass zwölf oder sechzehn kleine Löcher aus, in die sie Weidenstäbe oder Haselnussruten steckten. Diese fassten sie in der Mitte mit weiteren Ästen und Zweigen zu einer Kuppel zusammen und hängten Decken oder Felle über die Konstruktion. So entstanden etwa zwei Meter hohe Schwitzhütten, in denen bis zu acht Stammesangehörige Platz fanden.

Heiße Steine für die Medizinmänner

In der Mitte des Innenraums hoben die Lakota eine Grube aus und füllten sie mit 15 bis 20 Zentimeter großen Steinen. Diese hatten sie zuvor in einem Feuer vor der Hütte erhitzt: 32 Stück für ein Reinigungsritual, doppelt so viele, wenn die Medizinmänner ein Heilungsritual durchführen wollten.
Alles hatte seine Bedeutung: Das Feuer symbolisierte für die Indianer die Sonne, die Hütte stand für die Erde. Das Feuer gab über die Steine die Energie der Sonne an die Erde weiter. Ein sogenannter Feuerhüter streute Kräuter auf die heißen Steine und übergoss sie mit Wasser. Häufig begleiteten Gesang und Trommeln die Zeremonie, die in mehreren Runden ablief. Saunafreunde können indianische Schwitzhütten, die neudeutsch gelegentlich als Sweat Lodges bezeichnet werden, mittlerweile auch in Deutschland ausprobieren.

27.12.2011
Prostatakrebs: Nach der Behandlung an die Reha denken
Mit einer Anschlussbehandlung können Prostatakrebs-Patienten nach der Klinik besser wieder fit werden, sagen Urologen
Thinkstock/iStockphoto
Nach einer Prostatakrebs-Behandlung empfehlen Urologen in den meisten Fällen eine stationäre Anschlussheilbehandlung (AHB) oder einen Reha-Aufenthalt. Nach Ansicht des Berufsverbands der Deutschen Urologen und der Deutschen Gesellschaft für Urologie sei das die beste Möglichkeit zur Überwindung körperlicher und persönlicher Einschränkungen und damit für eine schnellere Rückkehr in den gewohnten Alltag. Derzeit beantragt nur etwa die Hälfte der Prostatakrebs-Patienten nach einer Operation oder Strahlentherapie eine AHB oder Reha.

26.12.2011
Thymian: Das duftende Hustenkraut
Die ätherischen Öle im Thymian wirken entzündungshemmend und krampflösend
Pixtal/RYF
Aus der mediterranen Küche ist Thymian (Thymus vulgaris) nicht wegzudenken. Vielen typischen Gerichten aus der Mittelmeerregion verleihen die Blätter und hellen lila Blüten des Zwergstrauchs ihr unverwechselbares Aroma. Thymian weist einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen auf – vorwiegend Monoterpen-Phenole, Thymol und Carvacrol.
Sie bringen nicht nur Aroma in das Essen, sie haben auch bei Erkältungskrankheiten der oberen Luftwege und Bronchien heilsame Effekte. Thymianextrakte wirken entzündungshemmend und krampflösend. Ihre lindernde Kraft entfalten sie als Teezubereitung, in Pastillen, Dragees, Tabletten und Hustensäften.

24.12.2011
Kopfschmerzen: 3-D-Filme machen die Augen müde
Dadurch, dass 3-D-Filme die Augen sehr stark beanspruchen, können sie Kopfweh auslösen
Panthermedia/Kzenon
Dreidimensionale Filme können zu Kopfschmerzen führen, weil sich die Augen ständig auf unterschiedliche Entfernungen einstellen müssen. Wie Forscher aus Berkeley (USA) feststellten, strengt bei einem kleinen Monitor oder Display und geringer Entfernung alles, was „aus dem Bild heraus auf den Betrachter zukommt“, die Augen besonders stark an. Sie raten, auf längeren 3-D-Genuss zu verzichten.

23.12.2011
Väter: Am Anfang weniger Testosteron im Blut
Frischgebackene Papis haben eine gewisse Zeit lang niedrigere Testosteronspiegel als vor der Geburt des Kindes
Jupiter Images/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY
Frischgebackene Väter haben deutlich weniger Testosteron im Blut als vor der Geburt ihres Kindes. Forscher der Northwestern University (USA) wiesen an 600 Philippinern nach: Je intensiver sich die Väter um ihren Nachwuchs kümmern, umso tiefer sinkt ihr Testosteronspiegel für einige Wochen. Die Langzeitstudie zeigt auch: Je mehr Sexualhormone die Männer vor der Zeugung aufwiesen, desto wahrscheinlicher war es, dass sie Väter wurden.

22.12.2011
Gehirn: Denkorgan schrumpft im Alter
Ab dem 50. Lebensjahr beginnt unser Gehirn kleiner zu werden
Thinkstock/Stockbyte
Im Gegensatz zu Schimpansen schrumpft das Gehirn des Menschen mit dem Alter um bis zu 15 Prozent. Forscher der George-Washington-Universität (USA) verglichen 186 Hirne per Magnetresonanztomografie.
Das Schrumpfen setzt beim Menschen erst im vergleichsweise hohen Alter von 50 Jahren ein – dem durchschnittlichen Sterbealter unseres nächsten Verwandten. Auf unsere hohe Lebenserwartung führen die Autoren typische Alterserkrankungen wie Alzheimer zurück.

21.12.2011
Ernährung: Was darf man bei Gicht essen?
Eine angemessene Ernährung kann den Verlauf der chronisch-entzündlichen Erkrankung positiv beeinflussen
Thinkstock/Hemera
Der Barockmaler Peter Paul Rubens ist berühmt für die üppigen Frauenfiguren seiner Gemälde. Der erfolgreiche Künstler und Hofmaler hatte selbst eine Vorliebe für gutes, reichhaltiges Essen. Mit 63 Jahren starb er 1640 in Antwerpen an der Gicht, die viele Jahrhunderte als Erkennungszeichen der reichen Oberschicht galt.
Übergewicht und Überernährung stellen tatsächlich wichtige Faktoren dar, welche die Erkrankung begünstigen. Deren eigentliche Ursache aber ist genetisch bedingt. Entscheidend ist eine angeborene Ausscheidungsschwäche der Niere für Harnsäure. Nehmen Menschen mit diesem erblichen Defekt Nahrungsmittel auf, die reich an Purinen sind, lagert sich die Harnsäure, die der Körper aus diesen Stoffen herstellt, in kristalliner Form an Gelenken, aber auch Weichteilen ab, etwa der Ohrmuschel.
Erhöhte Harnsäurewerte bereiten oft jahrelang keine Beschwerden. Der erste akute, meist nächtliche Gichtanfall ist dann umso heftiger. In der Regel tritt er am Großzehengrundgelenk auf: Es schmerzt, ist entzündet und geschwollen. Ebenfalls häufig trifft es Sprunggelenk und Knie. Das wichtigste Standbein der Behandlung schwerer Gicht besteht in einer medikamentösen Therapie. Sie hat zum Ziel, die erhöhten Harnsäurewerte dauerhaft zu senken.

Selten Fleisch und Fisch essen

Eine purin- und fettarme Ernährung hilft, die entzündlichen Prozesse in Schach zu halten. Kritisch sind zellreiche Substanzen wie Fleisch, Fisch und Innereien. Sie enthalten besonders viele Purine. Dies gilt auch für Ölsardinen, Kalbsbries und -leber. Erbsen, weiße Bohnen und Spinat sollten ebenfalls gemieden werden. Kaum Purine enthalten dagegen Milch, Milchprodukte, Weißbrot und Tomaten – um nur einige Beispiele zu nennen.
Bei Übergewicht ist zudem Abnehmen ratsam, denn die überflüssigen Pfunde erhöhen zusammen mit Gicht das Risiko für eine vorzeitige Arteriosklerose. Wichtig für alle Patienten ist auch, ausreichend Flüssigkeit aufzunehmen – mindestens zwei Liter pro Tag. Kaffee und Tee sind in Ordnung. Der Konsum von fruktosehaltigen Getränken und Alkohol sollte eingeschränkt werden.
Außerdem empfiehlt sich eine professionelle Beratung durch eine geschulte Diätassistentin, denn oft erfordert die Umstellung der Ernährung eine grundsätzliche Lebensumstellung.

Tipps für die Ernährung:
  • Günstige Lebensmittel bei Gicht sind Getreide und Gemüse (z.B. Reis, Kartoffeln, Paprika, Zucchini), Obst, Milch, Milchprodukte und Eier.
  • Ungünstige Lebensmittel: Fleisch (besonders Innereien), Fisch (z.B. Lachs, Sardinen), Meeres- und Hülsenfrüchte. Auch Alkohol erhöht den Harnsäurespiegel – vor allem Bier.

20.12.2011
Psychologie: Entspannung fördert Kauflust
Musik, die die Käufer beruhigt, kann bewirken, dass die Menschen mehr Geld ausgeben
Thinkstock/iStockphoto
Zu viel Entspannung kann beim Einkaufen ins Geld gehen. Wissenschaftler der Columbia Business School (USA) konnten nachweisen, dass entspannte Menschen leichtfertiger Geld ausgeben als jene, die unter Druck stehen. Luxusgüter lassen sich demnach besonders gut in Wohlfühl-Atmosphäre verkaufen.
Die Forscher testeten Videos und typische Kaufhausmusik auf ihre psychologische Wirkung. 670 Studienteilnehmer mussten bestimmte Geldbeträge für die Produkte bieten. Je entspannter sie durch die Musikberieselung waren, desto höher fiel ihr Gebot aus. Unbeschwerte Einkäufer waren bereit, bis zu 15 Prozent mehr zu zahlen.

19.12.2011
Panikattacke: Erste Anzeichen bereits eine Stunde zuvor
Messungen ergaben, dass sich die Vorboten einer Panikattacke schon eine Stunde vor dem Ausbruch zeigen
Thinkstock/Ingram Publishing
Sie scheinen aus dem Nichts zu kommen. Dabei kündigen sich Panikattacken schon eine knappe Stunde vorher an. Das zeigt eine in der Zeitschrift Biological Psychiatry veröffentlichte Studie. Forscher verschiedener Universitäten gaben 43 Menschen mit Panikstörungen einen tragbaren Datenrekorder mit nach Hause, der wichtige Körperwerte maß.
Ohne dass die Betroffenen es bemerken, beschleunigt sich 50 Minuten vor dem Anfall die Herzfrequenz, und die Atmung wird flacher, bis die Kohlendioxid-Konzentration zu hoch ist. Das Gefühl zu ersticken sei letztlich der Auslöser für die Panikattacke.

17.12.2011
Ernährung: Weniger rotes Fleisch essen
Wer bei rotem Fleisch spart, bekommt seltener Diabetes
PhotoDisc/RYF
Wer täglich 100 Gramm rotes Fleisch von Schwein, Rind oder Lamm zu sich nimmt, erhöht sein Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken, um 19 Prozent ­­gegenüber einer fleischlosen Ernährung. Das ermittelte eine Arbeitsgruppe der Harvard-Universität auf der Grundlage von Studiendaten von über 440 000 Menschen. Während 28 Jahren erkrankten mehr als 28 000 Teilnehmer. Bei 50 Gramm Wurstkonsum pro Tag stieg das Risiko sogar um 51 Prozent.

16.12.2011
Tattoos: Riskante Entfernung
Es ist nicht ganz risikofrei, eine Tätowierung wieder beseitigen zu lassen
Thinkstock/Goodshot
Tätowierungen zu beseitigen birgt Gefahren. Neben der Laser-Technik, die zu Narbenbildung führen kann, werben einige Anbieter mit einem neuartigen Verfahren zur Entfernung von Tattoos. Wie das Bundesinstitut für Risiko­bewertung (BfR) meldet, wird dabei 40-prozentige Milchsäure unter die Haut gespritzt. In einigen Fällen traten bereits schwere Entzündungsreaktionen auf.

15.12.2011
Frauen: Kopiertes Essverhalten
Essen Frauen gemeinsam, lassen sie sich von ihrem Gegenüber beeinflussen
Shotshop/Monkey Business
Frauen lassen sich beim Essen sowohl von der Größe der Portionen als auch vom Essverhalten anderer Frauen beeinflussen. So lautet das Ergebnis einer Studie der Radboud-Universität in Nimwegen (Niederlande). Die Wissenschaftler ließen jeweils zwei Frauen gemeinsam essen. Die 85 Testpersonen im Alter zwischen 17 und 33 Jahren wussten dabei nicht, dass ihr Gegenüber eine Schauspielerin war, die ihr Essen nach genauen Anweisungen bestellte. Die Frauen aßen bis zu 35 Prozent mehr, wenn sie ­­eine große Portion serviert bekamen, und sie bestellten häufiger nach, wenn die andere Frau dies tat. Hinterher bestritten fast 80 Prozent der Studienteilnehmerinnen, dass sie mehr gegessen hätten als sonst.

14.12.2011
Heilkissen: Auf Körnern gebettet
Sie können helfen, den Schlaf zu verbessern oder Verspannungen und Schmerzen zu lindern
Jupiter Images GmbH/French Photographers Only
Wie man sich bettet, so liegt man. Und weil sie gut liegen wollen, entscheiden sich immer mehr Menschen, auf Kissen zu schlafen, die anstelle von Daunen, Federn oder Polyesterverbindungen speziell gereinigte Füllungen aus Dinkel, Roggen, Hirse, Weizen, Kirsch- oder Traubenkernen enthalten.
Aus medizinischer Sicht spricht prinzipiell wohl nichts dagegen. Bei Beschwerden an der Halswirbelsäule sei es sogar sinnvoll, weil die Körnerkissen die natürliche Krümmung der Halswirbelsäule beim Liegen auf dem Rücken unterstützen, sagen Experten. Das entspanne die Musku­latur und entlaste die Bandscheiben. In den Kissen entsteht dabei ein Abdruck, der den Kopf in seiner Position unterstützt – sie passen sich also dem Körper und der Schlafhaltung an. Die Voraussetzung ist natürlich, dass man dies als angenehm empfindet.
Mit Körnern gefüllte Kissen haben noch weitere Vorteile: Sie nehmen die Körperwärme auf und geben sie nur langsam wieder an den Körper ab. Das sorgt oft für einen leicht kühlen­den Effekt, der gerade in warmen Sommernächten wohltuend sein kann.
Die Eigenschaft als Wärmespeicher haben sich schon viele Generationen zunutze gemacht, indem sie kleinere Körnerkissen als Ersatz für Wärm­­flaschen verwendeten. Werden die Kissen abends im Ofen langsam erwärmt, geben sie die Energie nachts langsam und konstant an den Körper weiter. So können sie Verspannungen, Kopfschmerzen oder grippale Infekte lindern. Ähnlich gut funktionieren Körner als Kältespeicher, wenn man sie eine Weile in das Gefrierfach legt.
Während Dinkelspelzkissen für Gräser- und Pollenallergiker problematisch sein können, bestehen aus allergologischer Sicht kaum Bedenken gegen Kirsch- und Traubenkernfüllungen. Allerdings sind solche Kissen für Hausstaubmilbenallergiker ungeeignet, weil sich die Bezüge, in denen sich die Milben wohlfühlen, meist schlecht waschen lassen.
Kritisch sind auch Kissen, die entweder zusätzlich oder ausschließlich mit duftenden Bestandteilen wie Lavendelblüten oder Rosmarin gefüllt sind. Empfindliche Menschen reagieren darauf beispielsweise mit Ekzemen oder Schleimhaut­reizungen.

Kissen richtig nutzen:


  • Erwärmen: Das Körnerkissen bei etwa 40 Grad Celsius in den Backofen legen, damit es die Wärme langsam und konstant aufnehmen kann. Keinesfalls sollten Sie ein Kissen in der Mikrowelle erwärmen, weil sich im Inneren schnell eine extrem hohe Temperatur auf­bauen kann, die möglicherweise zu einem Schwelbrand oder zu Verbrennungen auf der Haut führt.
  • Kühlen: Gut verpackt in einem luftdicht schließenden Plastikbeutel das Körnerkissen in das Tiefkühlfach legen. So dringt keine Feuchtigkeit ein, und das Kissen bleibt hygienisch sauber.
  • Pflegen: Das Kissen sollte täglich gut aufgeschüttelt werden und an der Luft oder der Sonne trocknen. Ab und zu können Sie die Füllung herausnehmen und den Bezug waschen. Dabei am besten die Herstel­ler­angaben beachten.

13.12.2011
Ägypten: Antike Hautsalben entdeckt
Schon die Pharaonin Hatschepsut nutzte eine teerhaltige Salbe gegen Haukrankheiten. Solche Produkte gibt es auch heute noch
PhotoDisc/RYF
Schon vor 3500 Jahren benutzten Menschen teerhaltige Cremes gegen Hautkrankheiten. Ägyptologen der Universität Bonn untersuchten ein Flakon, das einst die Pharaonin Hatschepsut besessen hatte. In seinem Inneren befanden sich noch eingetrocknete Reste der ursprünglichen Substanz. Wie die Analyse ergab, bestand sie aus Palm- und Muskatöl sowie Teer und Bitumen. Auch heute noch werden teerhaltige Salben ­gegen chronische Ekzeme verwendet. Tatsächlich ist bekannt, dass es in der Familie von Hatschepsut Fälle von Hauterkrankungen gab. Die Forscher vermuten, dass die ägyptische Königin damit ihre juckende Haut behandelte.

12.12.2011
Granatapfel: Gesunde Frucht
In Granatäpfeln kommen reichlich Polyphenole vor. Diesen sekundären Pflanzenstoffen sagen Wissenschaftler zahlreiche gesundheitsfördernde Effekte nach
Thinkstock/iStockphoto
Der Granatapfelbaum (Punica granatum), ein kräftiger Strauch, wächst in Indien, Pakistan, China und in subtropischen Gebieten. Seit Urzeiten galten seine Früchte mit den blutroten Samen als Symbol des Lebens und der Fruchtbarkeit, standen aber auch für Blut und Tod. Extrakte aus der Baumrinde nutzten Ärzte bis ins Mittelalter als Arznei gegen Bandwürmer. Heute sagen Experten den Granatäpfeln gesundheits­fördernde Effekte nach.
Untersuchungen legen nahe, dass regelmäßig eingenommene Konzentrate und Säfte aus den roten Samen der Früchte günstig bei Erkältungen, Ent­zündungen und auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen wirken. Dies wird vor allem den reichlich in den Samen enthaltenen Polyphenolen zugeschrieben. Ob diese aber wirkungsvoller sind als die von anderen Früchten, müssen Wissenschaftler erst noch nachweisen.

10.12.2011
Bewegung: Sport trotz Rheuma
Schmerzen die Gelenke, dann gilt: Nicht ruhighalten, sondern bewegen
W&B/Martin Ley
Gerade bei einer rheumatischen Erkrankung neigen Menschen dazu, sich übermäßig zu schonen. Das ist jedoch ein Fehler, sagen Experten. Denn Studien belegen, dass körperliche Aktivität die Beschwerden mildert. Geeignet sind Radfahren, Tanzen, Schwimmen, Wandern und Nordic Walking. Von Ballspielen und Bewegungsarten mit Sprungtechniken raten Orthopäden jedoch ab.Tipp: Erkundigen Sie sich vorab bei Ihrem Arzt, welcher Sport für Sie infrage kommt.

09.12.2011
Erkältung: Sinnvolle Müdigkeit
Wer einen Infekt hat will nur eins: schlafen. Und das ist laut einer Studie genau die richtige Strategie des Körpers
Banana Stock/ RYF
Wer krank ist, fühlt sich schwach und will nur auf dem Sofa liegen. Die Ursache dieser Antriebslosigkeit ist die gleiche Signalkette im Gehirn, die auch den Schlaf reguliert. Um alle Energien für den Kampf gegen die Krankheit zu bündeln, löst der Botenstoff Orexin ein Gefühl der Müdigkeit aus, und der Körper erschlafft. So er­klären Forscher im Journal of ­­Neuroscience diese natürliche Strategie des Körpers.

08.12.2011
Putzmittel: Hände weg!
Benutzen Sie dicke Gummihandschuhe, um Ihre Haut vor Chemikalien zu schützen
Thinkstock/Comstock Images
Medizinische Einmalhandschuhe aus Naturlatex schützen zwar vor Viren, Bakterien und Pilzen. Beim Putzen eingesetzt, lassen sie aber Chemikalien durch, die in Reinigungsmitteln enthalten sind. Die Folge können Hautreizungen sein. Zudem kann der Gummizusatz Thiuram Kontakt­­allergien auslösen. Davor warnen Ärzte der Uniklinik Dresden und empfehlen, beim Putzen dickere, wiederverwendbare Gummihandschuhe anzuziehen.

07.12.2011
Zentrallabor: Die Arznei-Detektive
Wenn Tabletten unangenehm riechen oder Inhalatoren nicht auslösen, finden Experten die Ursache
PhotoDisc/ RYF
Um Qualitätsmängeln auf die Spur zu kommen, überprüfen Experten beim Zentrallaboratorium Deutscher Apotheker (ZL) in Eschborn zum Beispiel, ob sich ein Inhalator korrekt auslösen lässt. Einzelne Geräte funktionieren tatsächlich nicht richtig. Im Notfall könnte das für den Patienten schwerwiegende Folgen haben. Und da müssen die Mitarbeiter schon mal selbst Hand anlegen, um eine Inhalation zu simulieren – da gibt es keine bessere Alternative.  

Um die Arzneimittelsicherheit für die Patienten zu erhöhen, untersucht das Labor seit 40 Jahren beanstandete Medikamen­te, Ausgangsstoffe und Verpackungen auf Qualitätsmängel. Jährlich analysieren die Mitarbeiter rund 2000 verschiedene Proben. Die meisten davon schickt die Arznei­mittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) an das Zentral­labor, der Rest kommt aus den öffent­lichen Apotheken.
Rund 60 Prozent der Beanstandun­gen konnte das Team im vergangenen Jahr bestätigen. Bei Tabletten und Dragees wur­den schlechte Teilbarkeit, gerissene Überzüge, Abrieb im Blis­ter, Verfärbungen, Verunreinigungen sowie ein schlechter Geruch oder ­­Geschmack beanstandet. Bei Cremes und Salben hatten sich wässrige von öligen Bestandteilen getrennt, flüs­si­ge Arzneien waren verfärbt, trüb, oder Inhaltsstoffe hatten sich abgesetzt. Solche Mängel sind meis­t auf Transport- oder Lagerschäden zurückzuführen, etwa wenn die Präparate zu warm gelagert wurden.
Ein weiterer Grund für Beanstandungen ist fehlende Wirksamkeit. Dies betrifft vor allem Importware. In diesem Fall überprüfen die Experten, ob der Wirkstoff tatsächlich in der angegebenen Dosis enthalten ist und auch aus der Arzneiform ­freigesetzt wird. Bisher konnte in allen Fällen Entwarnung gegeben werden. Offenbar beeinträchtigen Vorurteile die Wirksamkeit von Medikamenten: Viele Patienten glauben, dass importierte Arzneien nichts taugen – etwa wenn Packungen mit griechischen Schriftzeichen versehen sind. Bei legaler Importware, die über Apotheken bezogen wurde, hat das Zentrallabor allerdings noch nie einen Qualitätsmangel festgestellt. Anders bei „Urlaubsmitbringseln“ und Präparaten aus dem Internet: Immer wieder hat das Labor mit gefälschten Potenz-, Haarwuchs- und Schlankheitsmitteln zu tun. Sie enthalten meist zu wenig oder gar keinen Wirkstoff.
Das ZL fasst alle analytischen Ergebnisse in einem Bericht an den Einsender zusammen. Dies ist meist die AMK, die wiederum die reklamierende Apotheke und den pharmazeutischen Hersteller informiert. Wenn auch andere Packungen der Charge betroffen sind, wird die Ware durch ­eine Rückrufaktion vom Markt genommen. Somit ist das ZL Teil eines eng­maschigen Sicherungssystems.
Auch die Patienten selbst können zur Arzneimittelsicherheit beitragen. Um Anwendungsfehler zu vermeiden, soll­ten sie gründlich den Beipackzettel ­­lesen und bei Verdacht auf Qualitätsmängel oder unerwünschte Wirkungen umgehend ihren Apotheker informieren.

06.12.2011
Pille: Vorsicht bei Antibiotika
Nehmen Frauen ein Antibiotikum ein, kann die Wirkung der Anti-Baby-Pille nachlassen
Thinkstock/iStockphoto
Frauen, denen der Arzt wegen eines bakteriellen Infekts ein Antibiotikum verordnet hat, müssen damit rechnen, dass die Anti-Baby-Pille nicht mehr zuverlässig vor einer Schwangerschaft schützt. Die Wirkminderung hängt vom Antibiotikum und vom Präparat ab. In vielen Fällen ist sie so ausgeprägt, dass in dem betreffenden Monatszyklus zusätzlich mit einem mechanischen Mittel (Schaumovula, Kondom) verhütet werden muss.

05.12.2011
Ehe: Ein Herz und eine Seele
Glücklich Verheiratete haben eine höhere Lebenserwartung
Digital Vision/RYF
Eine glückliche Ehe ist nicht nur Balsam für die Seele, sie schützt auch das Herz. Forscher der Universität Rochester (USA) verfolgten über 15 Jahre die Gesundheit von 225 Menschen, die eine Bypass-Operation am Herzen hinter sich hatten. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Probanden dann noch lebten, lag bei glücklich Verheirateten rund dreimal so hoch wie bei ledigen Teilnehmern. Speziell Frauen profitieren vom Eheglück: Nach 15 Jahren waren 83 Prozent der Frauen aus intakten Beziehungen noch am Leben, bei den unzufrieden verheirateten und den ledigen waren es 27 bzw. 28 Prozent. Eine liebevolle Partnerschaft motiviere dazu, gesünder zu leben, vermuten die Forscher.

03.12.2011
Psychologie: Menschen haben Angst vor Neuem
Auf ungewohnte Ideen reagieren viele Menschen ablehnend. Bekanntes ist den meisten lieber
Thinkstock/iStockphoto
Kreativ zu sein wird hoch geschätzt. Doch auf frische Ideen reagieren viele oft ablehnend. Den Widerspruch wollten Forscher der Universität von Pennsylvania in Philadelphia (USA) klären. Studenten sollten dazu am Computer mit schnellem Tastendruck Begriffspaare bilden. Dabei verknüpften die Testpersonen Wörter wie „originell“ häufiger mit negativen Begriffen. Die Wissenschaftler schließen daraus, dass sich Menschen im Grunde vor Veränderungen fürchten.

02.12.2011
Arbeitsunfälle: Die richtige Ausrüstung schützt
Eine gute Ausrüstung trägt dazu bei, gefährliche Situationen im Job zu vermeiden
Thinkstock/iStockphoto
Rund 58.000 Arbeitsunfälle unter ihren sieben Millionen Versicherten meldet die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) für das vergangene Jahr. Meist wurden dabei Hände und Finger verletzt, gefolgt von Füßen und Zehen. Häufigste Unfallursache: ein Sturz.
Mit rutschhemmenden Fußböden, guter Beleuchtung und sicheren Leitern könnten Arbeitgeber das Risiko verringern; Angestellte sollten geeignete Schuhe tragen.

01.12.2011
Aids: Vorbeugung und Medikamente verbessern Schutz
Der Kampf gegen Aids beginnt bei der Vorbeugung. Aber auch die medizinische Versorgung ist sehr wichtig
Thinkstock/iStockphoto
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) lobt richtungsweisende Schritte in der Aids-Prävention: Forscher der Universität Washington (USA) hatten 5000 Paare in Kenia und Uganda begleitet, bei denen jeweils ein Partner HIV-infiziert war. Zusätzlich zu vorbeugenden Schutzmaßnahmen nahm der gesunde Partner täglich den Wirkstoff Tenofovir, ein Blindpräparat oder eine Kombination verschiedener Stoffe ein.
Nach zwei Jahren hatten sich in der Tenofovir-Gruppe 18 und in der Kombinationsgruppe 13 Menschen mit HIV infiziert. Von den Teilnehmern, die ein Placebo eingenommen hatten, erkrankten 47. Die Kosten pro Tablette betragen 25 US-Cent. Die Studie zeigt, wie HIV-Medikamente den Virusschutz vor der Infektion verbessern könnten.

30.11.2011
Zu Hause: Gesünder wohnen mit Frischluft
Hier lesen Sie, wie Sie in der kalten Jahreszeit ein angenehmes Raumklima schaffen können
Panthermedia/Dan B.
Wenn es draußen düster und kalt wird, kann es in den heimischen vier Wänden umso gemütlicher sein. Voraus gesetzt, das Raumklima stimmt. Nach Berechnungen des Umweltbundesamts verbringt der Mensch heute rund 90 Prozent seiner Zeit in geschlossenen Räumen, rund zwei Drittel davon in der Wohnung und dort vor allem im Schlafzimmer.

Nicht nur die Temperatur und Luftfeuchtigkeit, sondern auch das Verhältnis zwischen Raum- und Oberflächentemperatur von Wänden und Böden beeinflussen unser Empfinden. Idealerweise liegt die mittlere Temperatur der Wände nicht mehr als drei Grad unter der des Raums. Dann gibt es kaum Luftbewegungen, und es kann etwas weniger geheizt werden. Das spart Kosten und beugt zu trockener Luft vor.

Jede Menge Dampf im Raum

Bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 35 bis 60 Prozent werden Temperaturen zwischen 19 und 22 Grad als angenehm empfunden. Je nach Nutzung variiert die Temperatur um wenige Grad: Im Wohn-, Ess- und Arbeitszimmer kann sie 19 bis 21 Grad betragen, im Schlafzimmer 16 bis 18 Grad und im Bad 21 bis 23 Grad. Auch in kaum genutzten Räumen sollte das Thermometer nicht unter 14 bis 16 Grad Celsius sinken, weil sonst Feuchtigkeit kondensieren kann.

Ein Vier-Personen-Haushalt erzeugt täglich etwa zwölf Liter Wasserdampf: beim Kochen, Duschen, Waschen oder Spülen. Auch die Bewohner selbst verdunsten Wasser, allein im Schlaf bis zu einen Liter. Wenn die relative Luftfeuchtigkeit auf über 50 bis 60 Prozent (abhängig von der Güte der Dämmung) steigt, kann der Dampf sich an kalten Wandoberflächen als Wasser absetzen. Dann steigt die Gefahr, dass sich Schimmel bildet. Die Pilzsporen können die Schleimhäute reizen, zu Atemwegserkrankungen und allergischen Reaktionen führen.

Schimmel vermeiden

Der Feuchtigkeitsgehalt lässt sich mit einem Hygrometer messen. Bei erhöhten Werten bringt Lüften rasche Abhilfe. Seit Wohnungen sehr gut gedämmt sind, ist es noch wichtiger als früher, regelmäßig zu lüften, denn sonst wird nur wenig Luft ausgetauscht.

Verbrauchte Luft macht müde und unkonzentriert. Das liegt vor allem an dem Kohlendioxid, das wir ausatmen. Aus Möbeln, Teppichen, Elektrogeräten, Textilien, Farben, Lacken und Haushaltschemikalien können Schadstoffe in die Raumluft gelangen. In manchen Regionen dringt das radioaktive Edelgas Radon aus dem Boden in Wohnungen. Neben Tabakrauch erhöht es das Risiko für Lungenkrebs wesentlich. Gute Gründe, auch bei Minusgraden regelmäßig die Fenster weit zu öffnen.

So lüften Sie richtig:

In viel genutzten Räumen sollten Sie mindestens viermal am Tag frische Luft lassen. Wenig genutzte Räume zumindest zweimal lüften, am besten morgens und abends.

Richtig ist Stoßlüften: die Heizkörper abdrehen und für vier bis sieben Minuten die Fenster weit öffnen. Das genügt in der kalten Jahreszeit völlig, denn je kälter die Außenluft ist, desto schneller erfolgt der Luftaustausch.

Wer gegenüberliegende Türen und Fenster öffnen kann, befördert besonders rasch verbrauchte Luft nach draußen und frische herein.

Gekippte Fenster bringen einen wesentlich geringeren Luftaustausch. Nicht dauerhaft kippen! Das kühlt im Winter Wände und Möbel unnötig aus und erhöht den Heizbedarf.

Beim Kochen, nach dem Baden oder Duschen Fenster öffnen, damit der Wasserdampf schnell abziehen kann.

Halten Sie Türen zwischen unterschiedlich beheizten Räumen stets geschlossen. Die Feuchtigkeit aus der wärmeren Luft schlägt sich sonst im kälteren Raum an den Wänden nieder, und Schimmel kann sich bilden.

29.11.2011
Forschung: Haben wir einen Sinn für Fettes?
Möglicherweise gibt es auf unserer Zunge einen Sinn für Fettiges
Thinkstock/iStockphoto
Auf unserer Zunge sitzen Sensoren für Salziges, Süßes, Bitteres, Saures und Herzhaftes. Möglicherweise gibt es dort noch einen sechsten Sinn: nämlich für Fettiges. Wissenschaftler des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung in Potsdam entdeckten auf den Geschmacksknospen einen chemischen Sensor. Dieser reagiert in einem zellulären Testsystem auf langkettige Fettsäuren. Diese Substanzen rufen auch bei Versuchspersonen den typischen Fettgeschmack hervor. Jetzt wollen die Forscher prüfen, ob der Sensor wirklich Signale zum Gehirn leitet.

28.11.2011
Knie-OP: Pessimisten genesen langsamer
Wie gut ein Patient sich nach einer Operation erholt, hängt auch von seiner Einstellung ab
Thinkstock/Digital Vision
Wie schnell nach einer Knie-Operation das Gelenk wieder voll beweglich ist, hängt nicht nur vom Eingriff selbst, sondern auch von den Gefühlen und Erwartungen des Patienten ab. Wie sie in dem Magazin Pain berichten, befragten Forscher der McGill-Universität in Montreal (Kanada) 120 Patienten vor einer Operation am Kniegelenk zu ihren Ängsten. Pessimisten hatten später deutlich mehr Schmerzen und eine längere Genesungsphase.

26.11.2011
Knie-OP: Pessimisten genesen langsamer
Wie gut ein Patient sich nach einer Operation erholt, hängt auch von seiner Einstellung ab
Thinkstock/Digital Vision
Wie schnell nach einer Knie-Operation das Gelenk wieder voll beweglich ist, hängt nicht nur vom Eingriff selbst, sondern auch von den Gefühlen und Erwartungen des Patienten ab. Wie sie in dem Magazin Pain berichten, befragten Forscher der McGill-Universität in Montreal (Kanada) 120 Patienten vor einer Operation am Kniegelenk zu ihren Ängsten. Pessimisten hatten später deutlich mehr Schmerzen und eine längere Genesungsphase.

25.11.2011
Gesunder Sport: Radler leben länger
Die körperliche Aktivität beim Fahrradfahren schenkt vielen Menschen zusätzliche Lebenszeit
Thinkstock/BananaStock
Trotz Unfallrisiken und Abgasen bringt das Radfahren in der Stadt mehr Nutzen als Schaden für die Gesundheit – und zwar im Verhältnis 77 zu eins. Das legt eine im British Medical Journal veröffentlichte spanische Studie nahe. Für die Untersuchung berechneten die Wissenschaftler das Sterberisiko von knapp 182.000 Menschen, die in Barcelona seit 2007 Mieträder nutzen.
Die Kalkulation ergab, dass dank des Radfahrens 13 der pro Jahr zu erwartenden 52 Todesfälle unter den Leihradnutzern verhindert werden. Die Forscher führen dies auf die körperliche Aktivität beim Radeln zurück, die Risiken durch Unfälle und Schadstoffe in der Luft mehr als wettmacht.

23.11.2011
Bilsenkraut: Ein Gift, das beflügelt
Einst war die Pflanze bei Hexen und Brauern beliebt. In Fertigpräparaten wirkt sie heute entkrampfend
RYF/Panthermedia/Detlev B.
Mit Schaudern erzählten sich die Menschen des Mittelalters von Hexen, die angeblich auf Besen oder Ziegenböcken zum Blocksberg flogen und sich dort in ekstatischem Tanz ergingen. In ihrer blühenden Fantasie sahen die schockierten Bürger, wie die Frauen wild um ein Feuer herumwirbelten und sich hemmungslos einander und dem Teufel hingaben.
Eine der bekanntesten literarischen Darstellungen dieses Treibens ist die Szene Walpurgisnacht in „Faust“. Bei seinen Recherchen befasste sich Johann Wolfgang von Goethe (1749 bis 1832) intensiv mit den Bräuchen der kräuterkundigen Frauen, besonders mit dem Besenflug. Eine wichtige Rolle spielten dabei die Hexensalben. „Die Salbe gibt den Hexen Mut“, schrieb der Dichterfürst.

Endstation Scheiterhaufen

Die Zubereitungen der Kräuterweiber enthielten ein hochgiftiges Gemisch aus Pflanzen, die das Bewusstsein verändern können. Vor allem waren das Fliegenpilze und Alraunen, Tollkirsche, Stechapfel und nicht zuletzt das Schwarze Bilsenkraut (Hyoscyamus niger). Berauscht von diesen Drogen, glaubten die Frauen, sie könnten auf ihren Besen abheben und fliegen.
Einige der Giftstoffe können tatsächlich Halluzinationen wie ein Gefühl des Fliegens hervorrufen. Zu regelrechten Höhenflügen, bei denen mithilfe der Salbe die Schwerkraft überwunden wird, hat das zwar nicht gereicht. Die Schilderungen der Rauschzustände brachten damals jedoch viele der vermeintlichen Hexen auf den Scheiterhaufen.

Ins Bier gemischt
Das Bilsenkraut, dessen Name sich wahrscheinlich vom keltischen Sonnengott Belenus ableitet, begegnet uns aber nicht nur in mittelalterlichen Kulthandlungen. Einige Braumeister mischten es auch ins Bier, um dessen Wirkung zu verstärken. Deutsche Landesfürsten ärgerten sich über diese Zusätze.
Die Oberen tranken selbst gerne mal ein Bierchen. Vermutlich zum Eigenschutz verboten sie daher alles, was ihrer Meinung nach im Bier nichts zu suchen hatte. Das führte unter anderem zur Einführung des bayerischen Reinheitsgebots von 1516, demzufolge das Gebräu ausschließlich aus Gerste, Hopfen und Wasser bestehen darf.
Der griechische Arzt Dioskurides warnte bereits im ersten Jahrhundert nach Christus davor, das Bilsenkraut würde Wahnsinn verursachen. Trotzdem empfahl er es zugleich als Heilmittel. So sollten die frischen Blätter als Umschlag Schmerzen lindern und im Mundspülwasser bei Zahnweh helfen.
Dass das Kraut auch als Mordwaffe dienen konnte, stellte der englische Dichter William Shakespeare (1564 bis 1616) in „Hamlet“ dar. Den Geist des ermordeten Dänenkönigs ließ er erzählen, wie diesem vor seinem Tod der verhängnisvolle Saft in den Gehörgang geträufelt worden sei.

Auf die Dosierung kommt es an

Die starke Wirkung des Krauts beruht auf den darin enthaltenen Tropanalkaloiden. In geeigneter Dosierung erweitern sie heute gelegentlich als Augentropfen die Pupillen. Wegen ihrer Giftwirkung darf die Pflanze nicht als Tee oder Salbe angewendet werden. In hochverdünnten Zubereitungen nutzt die Homöopathie das Hexenkraut noch heute.
Laut Samuel Hahnemann, dem Begründer dieser alternativen Behandlungsmethode, soll es bei Unruhe und Erregung, Schlafstörungen, spastischen Zuständen der Atemwege und des Verdauungstrakts sowie trockenem Reizhusten helfen.

22.11.2011
Kriegserlebnisse: Erinnerungen belasten Senioren
Späte Kriegsfolgen: Die traurigen Erlebnisse aus der Vergangenheit lasten immer noch vielen Älteren auf der Seele
Jupiter Images GmbH/Creatas
Noch heute leidet die Hälfte der Menschen, die den Zweiten Weltkrieg miterlebt haben, an späten Folgen von Bombennächten, Vertreibung oder Vergewaltigungen. Jeder Zehnte klage über leichte bis ausgeprägte Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung mit Depressionen, Schreckhaftigkeit oder Schlafstörungen, ermittelten Wissenschaftler der Universitätsmedizin Leipzig.
Sie hatten knapp 1500 über 60-Jährige untersucht, die den Krieg miterlebten. In der Folge tragen Betroffene ein mehrfach erhöhtes Risiko, an Herz-Kreislauf-Leiden, Schlaganfall oder Rheuma zu erkranken.

12.11.2011
Schwangerschaft: Doppelter Impfschutz
Wenn Schwangere sich gegen Grippe impfen lassen, profitiert auch der Nachwuchs
W&B/Achim Graf
Das Ergebnis einer US-Studie: Babys von geimpften Müttern mussten halb so oft wegen einer Grippe in die Klinik eingewiesen werden wie Babys nicht geimpfter Mütter. Die Ständige Impfkommission rät allen Schwangeren nach der zwölften Woche zur Grippe-Impfung.

11.11.2011
Demenz: Bewegung hilft
Sport kräftigt nicht nur die Muskeln, er fördert auch die geistige Fitness
Jupiter Images GmbH/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY
Gut für Körper und Geist: Alzheimerpatienten, die im Rahmen eines Reha-Programms ein Krafttraining absolvieren, haben nicht nur mehr Muskelkraft und ein geringeres Sturzrisiko, sie sind auch geistig leistungsfähiger. Das fanden Altersmediziner des Bethanien-Krankenhauses in Heidelberg heraus.

10.11.2011
Tipp: Arzneitees richtig aufbewahren
Lagern die Tees zu feucht, verklumpen sie
Panthermedia/Ursula Deja-Schneider
Tassenfertige Arzneitees sind eine gute Wahl bei akuten Erkältungen oder Blasenentzündungen, weil sie bequem zuzubereiten sind. Ein Tipp zur Aufbewahrung: Die Extrakte ziehen Wasser an und verklumpen dann. Lagern Sie die Tees daher originalverpackt in einem kühlen, trockenen Raum. Die Küche mit ihrer hohen Luftfeuchte eignet sich nicht.

09.11.2011
Warzen: Bedenkliche Auswüchse
Nicht alles, was wie eine Warze aussieht, ist auch eine. Warum
W&B/Jan Greune
Wie ein verhornter Mini-Blumenkohl ragt das Gebilde aus der Haut am Finger. Ist das eine Warze? Vielleicht. Doch während Kinder und Jugendliche durch ihre noch nicht so ausgeprägte Immunität sehr häufig Warzen bekommen, ist die Wahrscheinlichkeit für einen älteren Menschen eher gering. Im Alter ist die vermeintliche Warze oft ein Hühnerauge, eine Schwiele, eine Stiel- oder eine Alterswarze, und die werden ganz verschieden behandelt.
Nur ein geschultes Auge kennt die Unterschiede – deshalb sollten Sie die Diagnose und Behandlung besser Ihrem Hautarzt überlassen. So wird mitunter auch ein unpigmentiertes Melanom, also Hautkrebs, von Betroffenen irrtümlich erst für eine Warze gehalten. Warzen im Intimbereich dagegen können in die Scheide oder den After einwachsen – zudem stehen sie im Verdacht, dort Krebs auszulösen. Lassen Sie selbst kleine Wucherungen auf der Haut daher immer abklären.
Echte Hautwarzen sind harmlos, aber ansteckend. Sie können entstehen, wenn sich humane Papillom-Viren in die Haut einnisten – etwa, wenn man barfuß durch eine öffentliche Dusche läuft oder jemandem die Hand gibt, der eine Warze am Finger hat. Das Virus vermehrt sich – die Haut reagiert darauf mit starkem Zellwachstum, das nach einigen Wochen oder Monaten dann als Warze sichtbar wird. Das Ansteckungsrisiko ist von Mensch zu Mensch verschieden – trockene, rissige oder verschwitzte Haut, Krankheiten wie Neurodermitis und eine schwache Abwehr erhöhen es.
Hat der Hautarzt eine Warze diagnostiziert, lautet die Frage: Möchten Sie abwarten, ob sie von allein verschwindet, oder möchten Sie behandelt werden? Oft ist das Immunsystem in der Lage, eine Infektion spontan abheilen zu lassen. Etwa 40 bis 50 Prozent der Warzen verschwinden nach zwei Jahren von selbst.
Wer nicht abwarten möchte: In der Apotheke gibt es Pflaster, Lotionen oder Tinkturen mit Salicylsäure oder Monochloressigsäure, die die Hornhaut aufweichen und die Warze zum Verschwinden bringen. Der Hautarzt kann Warzen mit flüssigem Stickstoff vereisen, Laser- oder Infrarotlicht einsetzen oder mit speziellen rezeptpflichtigen Mitteln die Zellvermehrung eindämmen. Vereisungssprays gibt es auch für die Selbstbehandlung zu Hause.
Fragen Sie Ihren Arzt, wie Sie die Abheilung unterstützen können. Welches Verfahren sich eignet, hängt ganz davon ab, wie gesund Sie sind, welche Warzenart man hat, wo die Warze sitzt und wie groß sie ist.

08.11.2011
Abnehmen: Es lohnt sich fast immer
Auch wer nur wenig abspeckt tut seiner Gesundheit etwas Gutes
Panthermedia/Marc Dietrich
Abnehmen lohnt sich – auch wenn der Erfolg vor dem Spiegel kaum sichtbar ist. Bei übergewichtigen Menschen bewirkt bereits eine Verringerung des Körpergewichts um fünf bis zehn Prozent, dass sich Blutzucker, Blutfette und Blutdruck deutlich verbessern. Das ergab eine Studie, die in der Fachzeitschrift Diabetes Care veröffentlicht wurde.

07.11.2011
Blutzucker: Schonend piksen
Stechen Sie beim Blutzuckermessen nur so tief wie nötig
W&B/Simon Katzer
Sie können Ihre Finger beim Blutzuckermessen schonen, indem Sie nicht tiefer einstechen als unbedingt nötig. Ermitteln Sie die Einstichtiefe, indem Sie Ihre Stechhilfe  auf die geringste Tiefe einstellen. Kommt nicht genug Blut, wählen Sie die nächste Einstich­tiefe – bis es klappt.

05.11.2011
Psychologie: Schon Kleinkinder haben Gerechtigkeitssinn
Teilen können: Diese menschliche Tugend haben oft schon die Kleinsten
Thinkstock/Banana Stock
Schon Kleinkinder besitzen ein Gespür für Gerechtigkeit, haben Forscher des Max-Planck-Instituts für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig nachgewiesen. Wenn Spielgefährten ihnen helfen, eine Belohnung zu bekommen, sind sie durchaus bereit, den Preis anschließend zu teilen.
In der Versuchsanordnung erhielten jeweils zwei Kinder im Alter zwischen zwei und drei Jahren Murmeln, wenn sie sich gemeinsam darum bemühten. Allerdings bekam das eine Kind stets mehr Murmeln als das andere. In diesem Fall gaben die „glücklicheren“ Kinder häufig etwas von ihrem Murmelschatz an ihren weniger erfolgreichen Mitspieler ab. Spielten die Kleinen nicht im Team, dann behielten jene, die mehr Murmeln bekamen, diese viel öfter alle für sich.

04.11.2011
Migräne: Wetter löst keinen Anfall aus
Wetterumschwünge scheinen kein Auslöser für Migräne zu sein
Panthermedia/Martina Heggie
Ein plötzlicher Wetterwechsel scheint nicht, wie allgemein vermutet, das Auftreten von Kopfschmerzen oder Migräne zu begünstigen – zumindest nicht bei Migräne-Dauerpatienten. Dies legt eine Studie an der Universitätsklinik für Neurologie in Wien nahe. Dabei baten Ärzte 238 Migräne-Patienten, vornehmlich Frauen, 90 Tage lang ein Tagebuch zu führen.
Anschließend werteten sie die Aufzeichnungen aus und berücksichtigten dabei die jeweilige Wetterlage. Ihr Fazit: Ein eindeutiger Zusammenhang zwischen Wetterumschwüngen und dem Wohlbefinden der Studienteilnehmer ließ sich nicht festmachen, allenfalls eine schwache Tendenz zu verstärktem Kopfschmerz, wenn eine Hochdruckfront nahte.

03.11.2011
Kosmetikkauf: Gefühl entscheidet mit
Neben der Pflegewirksamkeit ist Frauen beim Kauf eines Kosmetikprodukts sehr wichtig, ob die Creme oder das Shampoo ein emotionales Wohlbefinden vermitteln
Thinkstock/iStockphoto
Kosmetika sollen die Haut pflegen. Doch für Frauen oft noch wichtiger ist das emotionale Wohlbefinden, das ein Pflegeprodukt vermittelt. Dies zeigt eine Untersuchung an der Universität Baskenland (Spanien) mit 355 Frauen zwischen 18 und 50 Jahren. Am besten bewerteten die Frauen Kosmetikmarken, die ihnen das Gefühl gaben, die Unzufriedenheit mit ihrem Äußeren zu mindern.

02.11.2011
Harnsteine: Schmerzhafter Abgang
Unsere Lebensweise fördert die Entstehung von Harnsteinen. Wie Sie die Steine loswerden und der Neubildung vorbeugen
Thinkstock/iStockphoto
Sie bleiben oft jahrelang unbemerkt, doch wenn sie abgehen, wird es mitunter dramatisch. Die Steine, die sich in den Nieren gebildet haben, müssen dann den nur wenige Millimeter engen Harnleiter passieren, was zu heftigen Koliken führen kann. "Schlimmer als Geburtsschmerzen", so schildern betroffene Frauen die Qual.
Rund fünf Prozent der Bevölkerung bekommen im Lauf ihres Lebens einen Nierenstein – mit steigender Tendenz. Zum überwiegenden Teil sind Nierensteine ein Zivilisationsleiden, auch wenn Betroffene zudem meist eine genetische Veranlagung dafür haben. Ein Leben im Wohlstand mit wenig Bewegung und üppigem Essen erhöht das Risiko. Noch sind mehr Männer betroffen, aber die Frauen holen auf.
Nierensteine bilden sich aus Salzen, welche die Nieren aus dem Blut filtern, um sie mit dem Urin auszuscheiden. In einem stark konzentrierten Urin können sie kristallisieren und sich zu festen Gebilden entwickeln – von winzig wie Grießkörnchen bis einige Zentimeter groß. Auch die Zusammensetzung kann variieren.
Dass sie einen Nierenstein haben, merken Betroffene meist erst, wenn er im Harnleiter steckt. Eine Nierenkolik ist in der Regel ein Notfall. Die plötzlich einsetzenden, sich wehenartig wiederholenden Krämpfe strahlen in Rücken, Leiste, Oberschenkel und Geschlechtsteile aus. Übelkeit und Erbrechen können dazukommen. Manchmal weisen aber auch nur Blut im Urin oder leichte Flankenschmerzen auf den Abgang von Steinen hin.

Steine zertrümmern

Abhängig von ihrer Lage und Größe werden die Gebilde heute auf unterschiedliche Weise entfernt. Bei einem Stein im Harnleiter gibt man manchmal weiter die starken, morphiumähnlichen Mittel, welche die Patienten gegen die akuten Schmerzen bekommen, und wartet, bis er von allein abgeht.
Der Arzt kann einen Stein im Harnleiter aber auch mithilfe eines Endoskops per Laser zerstören oder mit winzigen Körbchen und Zangen herausziehen. Sitzt der Stein weit oben im Harnleiter, wird der Arzt ihn möglicherweise mit dem Endoskop in die Niere zurückschieben. Einen Stein in der Niere kann man durch Stoßwellen so weit zerkleinern, dass er auf natürlichem Weg abgeht. Ist seine Position ungünstig für die Stoßwellenbehandlung oder ist er sehr hart, können ihn die Ärzte auch über einen Stichkanal in die Niere per Endoskop entfernen.

Eingriff unter Narkose

Während für endoskopische Verfahren eine Vollnarkose nötig ist, genügen bei der Stoßwellentherapie Schmerzmittel. Sehr selten, wenn sich ein großer Stein im Harnleiter verkeilt hat und Nierenversagen droht, muss man eine Notoperation vornehmen. Die entfernten Steine werden genau analysiert. Nach ihrer Lage und Zusammensetzung richten sich die weitere Behandlung und die Empfehlungen zur Ernährung.
Nieren- und Harnleitersteine können auch auf heilbare Stoffwechselstörungen wie eine Überfunktion der Nebenschilddrüse hinweisen oder auf Erkrankungen des Darms wie Morbus Crohn. Steine in der Blase bilden sich in der Regel dann, wenn die Blasenentleerung behindert ist, zum Beispiel bei vergrößerter Prostata.

Viel trinken

Am häufigsten finden Ärzte Kalziumoxalat-Steine als typische Wohlstandsfolge. Wer es schafft, Übergewicht abzubauen und Ernährungsfehler zu vermeiden, ist mit großer Wahrscheinlichkeit vor einem erneuten Stein gefeit. Dagegen muss jeder zweite bis dritte Betroffene, der seine Lebensweise beibehält, damit rechnen, dass sich wieder ein Stein bildet. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse und Obst, aber wenig Fleisch und Wurst beugt vor. Regelmäßige Bewegung wirkt Übergewicht und auch einer Steinbildung entgegen.
Werden die Nieren stets gründlich durchgespült, lässt sich das Risiko deutlich senken. Wer zu Harnsteinen neigt, sollte viel trinken: mehr als die normalerweise empfohlenen 1,5 bis zwei Liter am Tag. Wie viel genau für den Einzelnen gut ist, das sollte er mit dem Arzt besprechen. So große Trinkmengen zu schaffen ist nicht einfach. Rituale können helfen: Zum Beispiel immer ein Glas Wasser zum Kaffee trinken und Abwechslung in das Getränkeangebot bringen. Auch Suppen und Eintöpfe liefern Flüssigkeit.

01.11.2011
Muskeln: Mit Kraft gegen Diabetes
Menschen mit einem höheren Muskelanteil reagieren empfindlicher auf das blutzuckersenkende Hormon Insulin
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Es gibt viele Gründe, die Muskeln zu trainieren. Einen neuen lieferten nun Forscher der Universität von Kalifornien in Los Angeles (USA). Sie analysierten die Gesundheitsdaten von mehr als 13.600 US-Amerikanern.
Ergebnis: Menschen mit einem höheren Muskelanteil reagieren empfindlicher auf das blutzuckersenkende Hormon Insulin. Zudem leiden sie seltener an Vorstufen von Typ-2-Diabetes als ihre untrainierten Altersgenossen.

31.10.2011
Augen: Vitamin C bringt den Durchblick
Die Nervenzellen der Netzhaut brauchen viel Vitamin C, um richtig zu funktionieren
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Zitrusfrüchte, Paprika oder Hagebutte sind im wahrsten Sinn des Wortes ein Augen-Schmaus. Wie Wissenschaftler aus Oregon (USA) im Fachblatt Journal of Neuroscience berichten, benötigen die Nervenzellen der Netzhaut eine hohe Dosis an Vitamin C, um richtig zu funktionieren.

Die sogenannten GABA-Rezeptoren sind Andockstellen für Botenstoffe, die an der Kommunikation zwischen einzelnen Nervenzellen beteiligt sind. Sie finden sich im gesamten zentralen Nervensystem, zu dem auch die Netzhaut gehört. Für eine optimale Leistung müssten sie regelrecht in Vitamin C schwimmen, so die Forscher.

Mangelte es bei ihrem Versuch daran, arbeiteten die Nervenzellen der Netzhaut nicht mehr richtig. Neben der Bedeutung für den Stoffwechsel und die Immunabwehr sei das Vitamin also wesentlich für die korrekte Reizweiterleitung – in den Augen und vermutlich auch im Gehirn.

29.10.2011
Bus und Bahn: Pendeln stärkt das Immunsystem
Bei regelmäßigen Pendlern stellt sich das Immunsystem auf die gehäuften Keimattacken in den öffentlichen Verkehrsmitteln ein
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Ob die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel das Erkältungsrisiko erhöht, wollten Forscher aus Nottingham und London (beide England) wissen. Erstaunliches Ergebnis: ja und nein. Wer nur selten mit Bahn und Bus fährt, hat Bakterien und Viren nicht viel entgegenzusetzen. Bei regelmäßigen Pendlern hingegen stellt sich das Immunsystem auf die Keimattacken ein.

28.10.2011
Abnehmen: Fit und schlank durch Putzen
Kalorien einfach wegwischen: Die Hausarbeit macht es möglich
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Wer Hausarbeit als lästig empfindet, sollte sie als Fitnesstraining mit Abnehmeffekt betrachten. Die Verbraucher Initiative hat errechnet, dass bei Tätigkeiten wie Abwaschen und Bügeln einiges an Gewicht auf der Strecke bleibt.
Bezogen auf eine Person, die 70 Kilogramm wiegt, kosten 15 Minuten Aufräumen 30 Kilokalorien (kcal), Bügeln 35 und Staubwischen 37. Abwaschen, Bettenbeziehen und Staubsaugen verbrauchen zwischen 45 und 70 kcal. Wer die Badfliesen schrubbt, verbrennt 74, wer Fenster putzt 83 und wer Möbel rückt 115 kcal.

27.10.2011
Schulweg: Ranzen besser als Trolley
Einen Rucksack Huckepack tragen ist für Kinderrücken gesünder, als einen Roll-Trolley zu ziehen
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Trolleys, in denen Schüler ihre Bücher, Hefte und Utensilien hinter sich herziehen, sind nicht rückenfreundlich. Wie der AOK-Bundesverband meldet, verdrehen dabei Kinder ihre Schulter und halten die Wirbelsäule in einer ungünstigen Position. Hinzu komme, dass sie die Rollkoffer oft heben müssen, etwa auf Treppen oder beim Ein- und Aussteigen in den Bus. Die bessere Alternative sei immer noch der Schulranzen, sofern er richtig gepackt wird: Unnötiges raus, Schweres möglichst nah an den Rücken.

26.10.2011
Weihrauch: Schweiß der Götter
Sein Harz half beim Mumifizieren und kam auch als Medikament zum Einsatz
Thinkstock/iStockphoto
Es war ein Wagnis. Auf Geheiß der Königin Hatschepsut segelte um 1500 vor Christi Geburt eine Flotte ägyptischer Schiffe in Richtung Punt. Ihr Anführer, der königliche Schatzmeister Nehesi, sollte aus dem sagenumwobenen Goldland wertvolle Weihrauchbäume (Gattung Boswellia) in die Heimat holen. Die Expedition wurde mit einer Inschrift in einer Pfeilerhalle des Totentempels der Pharaonin verewigt und ging so in die Geschichte ein.

Die Ägypter wollten das fremde Gewächs nicht ohne Grund kultivieren. "Schweiß der Götter" nannten sie ehrfürchtig die Harzperlen, die aus den angeritzten Bäumen tropften und in ihrem Kult eine bedeutende Rolle spielten.

Die Bezeichnung steht im Rahmen der ägyptischen Tradition, Naturprodukte als Ausscheidungen von Gottheiten zu erklären. In dem Rauch, der bei der Verbrennung der duftenden Substanz aufsteigt, sahen die Gläubigen eine direkte Verbindung zu den Göttern.

Konservierende Mumienhülle

Im Totenkult war das Harz unverzichtbar. Weihrauch haben die Ägypter zum Mumifizieren benutzt. Der Naturstoff eignet sich dafür ideal. Er wirkt antiseptisch und konservierend. Die Anwendung verlief problemlos, da Weihrauchharz im erwärmten Zustand so geschmeidig wie Honig ist. Und noch einen Vorteil besitzt es: Da das Harz wasserabweisend wirkt, verhindert es, dass Feuchtigkeit an die toten Körper gelangt.

Auch als Arzneimittel gegen verschiedene Beschwerden kannten und nutzten die Ägypter die Substanz. Ob sie das Mittel gegen Rheuma einsetzten, ist allerdings unklar. Das Verwenden von Weihrauch in Ägypten wurde zwar prinzipiell gut nachgewiesen, für Rheuma gibt es jedoch kein sicher identifiziertes ägyptisches Wort. Manche Literaturangaben sind da scheinbar optimistischer, als es die reale Forschungslage zulässt.

Gegen Warzen und Flechten?

Nicht nur die Ägypter schätzten den Weihrauch. In der ayurvedischen Medizin Indiens spielt er seit mehr als 3000 Jahren zur Behandlung entzündlicher Erkrankungen und Nervenleiden eine Rolle. Und der griechische Arzt Pedanios Dioskurides war im 1. Jahrhundert nach Christus davon überzeugt, dass Weihrauch Warzen und Flechten vertreiben könne, die Wundheilung fördere und bei Ohrenleiden sowie Brustentzündungen helfe. Doch er warnte auch, bei Gesunden könne das Mittel zu Wahnsinn führen.

Die Bibel erwähnt den teuren Stoff unter anderem als Geschenk, das die Heiligen Drei Könige dem Christuskind zur Geburt dargebracht haben sollen. Der Handel mit dem gefragten Naturprodukt war ein einträgliches Geschäft und jahrhundertelang fest in der Hand der Araber. Ihre Städte, die wie Petra, Medina oder Sanaa an den Handelsrouten lagen, erblühten in jener Zeit.

Noch nicht als Arznei zugelassen

Dass der Weihrauch nicht zu Unrecht so hoch geschätzt war, zeigen moderne Studien. Sie geben Hinweise darauf, dass die Extrakte Entzündungen hemmen. Einige Experten vermuten auch, dass Weihrauch-Präparate bei vielen entzündlichen Krankheiten wie rheumatischer Arthritis, multipler Sklerose oder Neurodermitis helfen könnten.

In Bezug auf chronisch entzündliche Darmkrankheiten konnten Versuche an Patienten die Wirksamkeit jedoch bisher nicht belegen. Auch deshalb sind in Deutschland bislang keine Arzneimittel mit Weihrauch zugelassen. Aber das kann sich ändern, sobald es wissenschaftliche Belege für die heilenden Kräfte am Menschen gibt. Einige neue klinische Studien dazu laufen bereits an.

25.10.2011
Ohren: Männer hören anders als Frauen
Das starke Geschlecht kann eine Schallquelle besser aus einem Geräuschgewirr herausfiltern als die Damen der Schöpfung
Thinkstock/Goodshot
Männer haben ein besseres räumliches Hörvermögen als Frauen. Neuropsychologen der Universität Tübingen wiesen nach, dass männliche Zuhörer eine Schallquelle genauer aus einem Gewirr an Geräuschen herausfiltern können. Ein hoher Testosteronspiegel begünstige diese Fähigkeit als Überbleibsel der Evolution, so die Forscher.

24.10.2011
Erziehung: Mama arbeitet, Kind gedeiht
Geht doch – Beruf und Familie passen unter einen Hut
Thinkstock/iStockphoto
Gehen Mütter in der Doppelrolle aus Erziehung und Beruf auf, schadet das ihren Kindern in den ersten Lebensjahren nicht. Im Gegenteil: Laut einer groß angelegten Untersuchung des Britischen Rats für Sozialforschung unter 19.000 Familien leiden Kinder, deren Eltern beide berufstätig sind, am wenigsten unter emotionalen und sozialen Problemen. Mädchen haben mehr Schwierigkeiten, wenn nur ihre Väter zur Arbeit gehen. Jungen sind problematischer, wenn allein die Mutter für das Einkommen sorgt.

22.10.2011
Übergewicht: Junge Schweden sind die Schlanksten
In Nordeuropa haben deutlich weniger Kinder zu viele Pfunde als im Süden Europas
Thinkstock/iStockphoto
Die Kindertaille wächst von Nord nach Süd. Nach den Ergebnissen der Idefics-Studie, welche die Gesundheit der jüngsten Bewohner in meh­reren europäischen Ländern untersuchte, ist bereits jedes fünfte Kind unter zehn Jahren zu dick. Bis zu 20 Prozent der Kinder in den südlichen Ländern gelten sogar als fettleibig, in Nordeuropa sind es weniger als fünf Prozent.
Die Studie offenbart zudem große ­Unterschiede in den Lebens- und Ernährungsgewohnheiten. Drei Viertel der italienischen Kinder, aber nur ein Viertel der schwedischen sehen gelegentlich oder häufiger beim Essen fern. Die kleinen Nordlichter trinken auch am seltensten gezuckerte Getränke und naschen wenig Süßigkeiten. 40 Prozent von ihnen essen täglich Obst, 60 Prozent rohes Gemüse – das sind die besten Werte im Ländervergleich.

21.10.2011
Essen: Große Gabel macht schneller satt
Wer eine große Gabel benutzt, isst zügiger, aber weniger. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest eine Studie
Thinkstock/iStockphoto
Wer schnell isst, isst mehr als ein langsamer Genießer? Eine Studie der Universität von Utah in Salt Lake City (USA) widerlegte jetzt diese gängige Annahme – zumindest beim Essen in einem Restaurant. Dort wurden den Gästen große Portionen serviert und dazu eine kleinere oder eine größere Gabel als üblich. Die Gäste mit großen Gabeln aßen weniger und ließen öfter etwas ­übrig. Erklärung der Forscher: Leert sich der Teller schneller, heißt es für das Unterbewusstsein auch eher: Genug gegessen!

20.10.2011
Internet: Gedächtnis ausgelagert
Speichern wir Informationen auf dem Computer ab, merken wir sie uns selbst schlechter
Thinkstock/BrandXPictures
Das Internet verleitet dazu, sich Inhalte weniger gut zu merken, schreiben US-Forscher in der Fachzeitschrift Science. Sie ließen Studenten 40 Aussagen in den Computer tippen. Den einen erzählten sie vorher, die Sätze würden später gelöscht, den anderen, sie würden gespeichert. Letztere erinnerten sich schlechter an das, was sie geschrieben hatten: Sie gingen davon aus, es jederzeit nachlesen zu können.

19.10.2011
Kosmetik: Schöne Lippen
Ein Kussmund auch im Herbst und Winter? So geben Sie rissiger Haut keine Chance
Jupiter Images GmbH/Goodshot
Weil sie kaum Talg- und keine Schweißdrüsen besitzen, sind die Lippen äußeren Einflüssen fast schutzlos ausgeliefert. Entziehen Kälte und Nässe ihnen Feuchtigkeit, werden sie trocken und spröde.

Lippenhelfer Nummer eins sind Pflegestifte mit Wachsen, Ölen oder Fetten. Als SOS-Maßnahme kommen sie aber oft zu spät. Besser ist es, immer einen in der Handtasche dabeizuhaben und spätestens dann aufzutragen, wenn die Haut spannt. „Sind schon kleine Risse vorhanden, helfen heilende Inhaltsstoffe wie Bisabolol“, sagt Helga Beyer, Apothekerin in Berlin. Eine Alternative sind Wund- und Heilsalben. „Bei mir wirken Cremes mit Dexpanthenol sehr gut“, berichtet Marianne Porsche-Rohrer. Ein weiterer Tipp der Apothekerin aus Schongau in Oberbayern: Honig. „Bestreichen Sie damit dünn Ihre Lippen.“ Aber nicht ablecken! Wer die angegriffene Haut ständig mit Speichel benetzt, entzieht ihr erst recht Feuchtigkeit.
Besondere Pflege brauchen unsere Lippen bei extremer Witterung. Denken Sie im Herbst und Winter weiterhin an UV-Schutz, etwa beim Wandern oder Skifahren. „Behandeln Sie dabei ruhig auch die Partie rund um den Mund mit Creme oder Stift“, rät Porsche-Rohrer.

Ist die Haut aufgesprungen, sieht Lippenstift meist nicht schön aus. „Die Farbe setzt sich in den Rissen ab“, sagt Beyer. Sie empfiehlt stattdessen ein Gloss, das viel Fett enthält. Sein Glanzfilm kaschiert zudem raue Stellen besser und vermittelt ein geschmeidigeres Gefühl. Davon, abstehende Hautfetzen abzuzupfen, raten beide Expertinnen dringend ab. Das Risiko für Infektionen sei zu groß.
Wer bei trockenen Lippen ungern auf Farbe verzichtet, kann heilen­de Creme auftragen oder einen Pflegestift anwenden und dann Lippenstift darübergeben. Um Feuchtigkeitsverlust vorzubeugen, achten Sie auch bei farbigen Lippenkosmetika auf pflegende Inhaltsstoffe. Nicht für spröde Lippen eignen sich Produkte, die extra lange haften, da sie wenig Fett enthalten.

18.10.2011
Abgase: Eine Frage der Chemie
Nicht die Gase selbst, sondern die darin enthaltenen Partikel wirken sich vermutlich negativ auf die Gefäße aus
Jupiter Images GmbH/Polka Dot Images
Tests mit Versuchspersonen ergaben Hinweise darauf, welche Bestandteile von Dieselabgasen die Gefäße schädigen. Bei der im European Heart Journal veröffentlichten Studie trainierten 16 Freiwillige in einer Testkammer und atmeten dabei einen Diesel-Schadstoff-Mix ein, wie er in abgas­belas­te­ten Städten vorkommt. Analysen ergaben, dass nicht die Gase selbst, sondern vermutlich bei der Verbrennung entstehende Partikel die Gefäßfunktion verschlechtern.

17.10.2011
Efeu: Heilsamer Kletterkünstler
Die Heilpflanze enthält schleimlösende Inhaltsstoffe, die bei Husten helfen können
Pixtal/RYF
Die robuste Kletterpflanze ist in Süd-, West- und Mittel­europa heimisch. Sie trägt immergrüne Blätter und bildet blauschwarze Früchte aus. Mithilfe winziger Haftwurzeln rankt sich der Efeu (Hedera helix) an Baumstämmen und Hausfassaden empor. Er kann über 400 Jahre alt werden. Efeublätter nutzt man aufgrund ihres hohen Gehalts an heilsamen Inhaltsstof­­fen – etwa Saponinen – schon seit Jahrhunderten zu Heilzwecken. Die sekun­dären Pflanzenstoffe unterstützen die Schleimlösung bei akuten Atemwegsinfek­ten und sollen keimtötend wirken. Trockenextrak­te aus Efeublättern finden sich daher vielfach in Säften, Tinkturen und Tropfen, die bei Husten hilfreich sein können.

15.10.2011
Babys: Gefährlicher Puder
Der Inhaltsstoff Talkum kann die Atmung der Kleinen beeinträchtigen
W&B/Forster & Martin
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin warnt vor talkumhaltigem Babypuder. Atme ein Baby oder Kleinkind aus der Dose ­rieselnden Puder ein – zum Beispiel während des Wickelns –, könne dies die Atmung beeinträchtigen und unter Umständen schwere Lungen­schäden ver­ursachen. Um solche Unfälle zu vermeiden, fordert das BfR, dass die Hersteller ihre Talkumprodukte ent­­weder mit sicheren Verschlusssystemen ausrüsten oder ganz vom Markt nehmen.

14.10.2011
COPD: Was das Gehtempo verrät
Wer sehr gemächlich geht, könnte eine eingeschränkte Lungenfunktion haben, sagen Forscher
Jupiter Images GmbH/Polka Dot Images
Der von Lungenärzten häufig angewendete „Sechs-­Minuten-Gehtest“ sagt in manchen Punkten mehr über den Schweregrad einer chronisch-obstruktiven Lungenkrankheit (COPD) aus als die mit Lungenfunktionstests ermittelte „Einsekundenkapazität“ (FEV1). Ein Wissenschaftlerteam stellte bei einem Fachkongress in Denver (USA) die Ergebnisse vor: Wer in sechs Minuten weniger als 357 Meter zurücklegt, muss sich vermutlich in ab­sehbarer Zeit in stationäre Behandlung begeben, unterhalb von 334 Metern erhöht sich das Sterberisiko.

13.10.2011
Fluorid: Zahnschutz aus dem Hahn?
In Deutschland wird Trinkwasser nicht mit Fluorid versetzt. Aus gutem Grund
Jupiter Images GmbH/Comstock Images
Fluorid schützt vor Karies und wird für den Aufbau von Knochen und Zähnen gebraucht. Trotzdem wird das Spurenelement in Deutschland nicht dem Trinkwasser zugesetzt – anders als in Teilen Großbritanniens oder Irlands. Dass der deutsche Weg der richtige ist, bestätigt der Gesundheitsausschuss der ­Europäischen Kommission. Der Zusatz von Fluorid im Wasser bringe im Vergleich zu fluoridhaltigen Zahnpas­ten keinen Vorteil. Zudem könne eine Überdosierung die Zahnschmelzbildung beeinträchtigen. Das Krebsrisiko erhöhe Extra-Fluorid im Wasser aber nicht.

12.10.2011
Mundgeruch: Peinliche Brise
Schlechter Atem wirkt auf andere abstoßend. Er kann aber auch ein Symptom einer Erkrankung sein
Thinkstock/Ablestock
Das Zaziki am Vorabend, der Döner zum Mittagessen, das Fischbrötchen auf der Kirmes – jeder isst ab und zu etwas, das vor­übergehend einen schlechten Atem macht. Der Grund für den üblen Geruch sind Bakterien, die im Mundraum Speisereste verarbeiten und dabei Schwefelverbindungen freisetzen. Doch legen sich solche Gerüche nach dem Zähneputzen schnell wieder.
Wegen mangelnder Zahnpflege kommt allerdings auch niemand in die Spezial-Sprechstunde von Dr. Stefan Koch. „Meine Patienten putzen sich in der Regel sogar überdurchschnittlich gründlich die Zähne. Trotzdem leiden sie unter chronischem Mundgeruch“, sagt der Zahnarzt, der sich in seiner Praxis in Sonneberg in Thüringen auf die unangenehmen Gerüche aus dem Mund spezialisiert hat. Ärzte bezeichnen sie als Halitosis.
Heute wissen Mediziner, dass die Ursache bei etwa 85 Prozent der Betroffenen im Mundraum liegt. In vielen Fällen ist es Karies oder Parodontitis, die einen faulig riechenden Atem bewirkt. Vor allem in Zahnzwischenräumen und auf der Zunge finden die Keime einen guten Nährboden. Die Oberfläche der Zunge ist zerklüftet, hier gibt es für Bakterien genug Schlupfwinkel. Im Normalfall spült der Speichel die Speisereste und Bakterien aus dem Mundraum fort. Bilden die Speicheldrüsen aber nicht genug Sekret, nehmen die Bakterien schnell überhand und werden zur Geruchsquelle. Mundtrockenheit kann also schlechten Atem begüns­tigen. Besonders trifft das auf Schnarcher und Menschen unter Stress zu.
Koch setzt seine Patienten am Beginn der Behandlung vor einen Kasten in Schuhkartongröße, in den sie durch einen Strohhalm ausatmen. Das sogenannte Halimeter zeichnet auf, wie viele Schwefelgase im Atem stecken.
Von den üblichen Mundwässern rät der Zahnarzt ab, denn regelmäßig verwendet würden sie den unangenehmen Geruch nur überdecken und langfristig die Mundflora verändern. In manchen Fällen baut Koch auf eine zwei bis drei Monate lange Therapie mit speziellen Spüllösungen, die die Mundhöhle desinfizieren.

Kann der Zahnarzt nicht helfen, führt der Weg häufig zu einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt. „Mundgeruch ist keine eigene Krankheit, sondern lediglich ein Symptom“, sagt Dr. Sylvia Krug, HNO-Ärztin aus Leipzig. „Der eigentlichen Ursache muss aber auf den Grund gegangen werden.“ Bei Mandel- und Nebenhöhlenentzündungen komme Mundgeruch relativ oft vor, sagt Krug. Zudem gebe es im Bereich der Speiseröhre Ausstülpungen, sogenannte Divertikel, in denen Speisereste hängen bleiben können. Sie kennt auch Fälle von schlechtem Atem durch eine Reflux-Ösophagitis. Hier schließt der Muskel zwischen Magen und Speiseröhre nicht richtig, und Magensäure fließt zurück in die Speiseröhre. Ein säuerlicher Geruch weist darauf hin.

Riecht der Atem dagegen süßlich-fruchtig wie faulige Äpfel, kann das auf einen unentdeckten oder schlecht eingestellten Diabetes hinweisen. Beißen­­der Ammoniak-Dunst kann von einem Nierenschaden oder einer Leberzirrhose stammen. Dann ist der Internist die richtige Anlaufstelle. Charakteristisch ist in diesem Fall, dass nicht nur der Mund die Gerüche verströmt, sondern sie auch beim Ausatmen aus der Nase wahrzunehmen sind. „Der schlechte Atem wird in diesen Fällen aber nicht das einzige Symptom sein“, sagt Krug. „Solche Diagnosen sind die Ausnahme. Man darf sie jedoch nicht von vorn­herein ausschließen.“

11.10.2011
Salz: Weißer Suchtfaktor
Salz löst im Gehirn Glücksgefühle aus, haben Forscher herausgefunden
Jupiter Images GmbH/Thinkstock
Salz ist für den Körper unentbehrlich. Um die Salzzufuhr sicherzustellen, trickst er sogar den Geist aus: Nimmt man das Mineral zu sich, wird im Belohnungszentrum des Gehirns ein Gefühl der Befriedigung ausgelöst – ähnlich wie beim Konsum von Kokain oder Heroin. Diesen Zusammenhang entdeckten Wissenschaftler der Duke-Universität in Durham (USA) bei Mäusen. Salzentzug mache das Gehirn empfänglicher für die Wirkung des „Glückshormons“ Dopamin, so die Forscher im Fachblatt PNAS. Bekamen die Tiere wieder Salz, reagierte ihr Hirn mit intensiven Glücksgefühlen.

10.10.2011
Abnehmen: Was dick und dünn macht
Wer abspecken möchte, sollte nicht nur weniger essen, sondern auch darauf achten, was er zu sich nimmt
Panthermedia/Katie Neudert
Weniger essen, sich mehr bewegen. Nicht immer geht diese einfache Formel auf, wenn man sein Gewicht halten möchte, so eine Studie im New England Journal of Medicine. Es kommt auch darauf an, was man isst. Forscher der Harvard Medical School maßen über 20 Jahre hinweg die Gewichts­­veränderung von 120 000 US-Amerikanern und fahndeten nach den schlimms­ten Dickmachern. Im Schnitt legten die Teilnehmer innerhalb von vier Jahren 1,5 Kilo zu.
Wer häufig Kar­tof­feln, zuckerhaltige Getränke, rotes Fleisch und Wurst aß, wurde dicker. Am meisten nahmen ­diejenigen zu, die regelmäßig Kartoffelchips futterten – ­diese fielen weit mehr ins Gewicht als Süßigkeiten. Wer dagegen öfter zu Gemüse, Vollkornprodukten, Früchten und Nüssen griff als zuvor, nahm ab. Als idealer Dünnmacher erwies sich Joghurt. Möglicherweise beeinflusst er über die Zusammensetzung der Darmbakterien das Gewicht, meinen die Forscher.

08.10.2011
Sport: Positives Denken hilft beim Siegen
Wer an sich glaubt, sich selber bekräftigt und sich sogar Abweisungen gibt hat eine größere Chance im Sport gute Leistungen zu erzielen
Thinkstock/Comstock Images
Positives Denken wirkt. Verfestigen Sportler entsprechende Botschaften durch Selbstgespräche im Gehirn, bauen sie Konzentration auf und machen sich mental stark. Das berichten Sportwissenschaftler der griechischen Universität von Thessaly in der Zeitschrift Perspectives on Psychological Sciences. Sie hatten 32 sportpsychologische Studien ausgewertet. Am erfolgreichsten waren die Sportler, wenn sie sich Bewegungsabläufe wie in einem Drehbuch vorsagten, egal ob laut oder nur innerlich.

07.10.2011
Karotten: Knabbern für ein langes Leben
Alpha-Carotin kann für ein langes Leben sorgen. Der Stoff ist beispielsweise in Mohrrüben enthalten
Thinkstock/ Banana Stock
Wer sich gesund ernährt und regelmäßig Gemüse mit reichlich Alpha-Carotin zu sich nimmt, kann damit sein Leben verlängern. Diesen Schluss legt eine Studie aus Atlanta (USA) mit mehr als 15.000 Erwachsenen nahe. Insgesamt starben in dem Beobachtungszeitraum von 14 Jahren 3810 Personen.
Menschen mit einem hohen Alpha-Carotin-Spiegel im Blut hatten ein um 39 Prozent geringeres Sterberisiko als jene mit den niedrigsten Werten. Ernährungstipp: Karotten und Kürbis sowie dunkelgrünes Gemüse enthalten den Stoff reichlich.

06.10.2011
Damenwahl: So suchen Frauen ihren Traummann aus
Das Bild vom perfekten Partner wechselt beim weiblichen Geschlecht je nach Lebenssituation
Jupiter Images GmbH/Photos.com
Welcher Mann einer Frau gefällt, hängt auch von den Lebensumständen ab, zeigt eine Studie der Universität von Brisbane (Australien) mit 65 Single-Frauen. Durch gezielte Fragen riefen die Wissenschaftler entweder Sorgen um die Gesundheit oder um die Finanzen hervor. Anschließend machten die Frauen Angaben zu ihrem Traummann.
Die gesundheitlich Besorgten bevorzugten häufiger maskuline Männer, die finanziell Verunsicherten dagegen fürsorgliche. Die Erklärung der Forscher: Männlichkeit steht für gute Gene – wichtig für gesunden Nachwuchs. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten bietet ein verlässlicher Partner mehr Hilfe beim Kinderaufziehen.

05.10.2011
Glücksbaum: Arznei vom Wegesrand
In China schmückt er die Landschaft. Für Krebspatienten eröffnet der Glücksbaum Therapiemöglichkeiten
Thinkstock/Valuline
"Glücklicher Baum" tauften ihn die Menschen im alten China. Diesen Ehrentitel erhielt er, so die Legende, zum Dank dafür, dass er Menschen von lästigen Krankheiten wie Erkältungen und Halsschmerzen befreit und ihnen darüber hinaus Glück bringen soll.
Vielleicht gaben ihm die Chinesen den Namen aber auch aufgrund seines imposanten Erscheinungsbilds an Straßenrändern und Plätzen. Denn Camptotheca acuminata ist tatsächlich eine Schönheit. Die cremefarbenen Blüten sehen aus wie kleine Igel. Im Sommer entwickeln sich daraus zarte, bizarr geformte Früchte. Die dunkelgrünen Blätter sind länglich oval bis elliptisch und färben sich im Herbst leuchtend rötlich orange. Der Glücksbaum wird bis zu 16 Meter hoch.
Heilversuche mit seinen Wirkstoffen wurden bereits bei Krankheiten der Gallenblase, Leber, Milz und des Magens unternommen, angeblich auch bei Tumoren. Bei Hautbeschwerden wie der Schuppenflechte hofften die Menschen ebenfalls mit seiner Hilfe auf Linderung.

Medizin aus dem Reich der Mitte

„Camptotheca acuminata zählt zu den Heilpflanzen, die auch in der traditionellen Medizin Chinas von Bedeutung waren“, sagt Professor Henry Johannes Greten, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) und Dekan der Heidelberger Schule für Chinesische Medizin.
Die Heilkunde aus dem Reich der Mitte greift uraltes Wissen auf. „Das legendäre und älteste erhaltene Arzneibuch Chinas, das Shennong ben cao jing, beschreibt 365 Heilpflanzen. Es entstand bereits in vorchristlicher Zeit“, berichtet Greten. Seit wann es die TCM tatsächlich gibt, bleibt unklar. „Funde von Akupunkturnadeln sind bis zu 6000 Jahre alt“, weiß der Experte aus Heidelberg.
Die fernöstliche Medizin begreift den Menschen als ganzheitliches Wesen, zu dem Körper und Seele, aber auch die Lebensumstände, die Beziehung zur Familie und andere Einflüsse gehören, die sich auf sein Wohlbefinden auswirken. Den Gesundheitszustand verstehen die Anhänger der Lehre als Wechselspiel von Yin und Yang, zwei gegensätzlichen, aber einander ergänzenden Kräften.
Dazu passt auch der Glücksbaum mit seinen zwei Gesichtern: Einerseits ist er einfach nur schön, andererseits besitzt er ein großes Heilpotenzial. Die moderne Medizin interessiert sich vor allem für den Inhaltsstoff Camptothecin, der tumorhemmend wirkt. Ärzte setzen ihn heute in abgewandelter Form bei Krebspatienten ein.

Ein Stoff bremst den Krebs

„Wir verwenden Camptothecin nicht direkt, es ist nicht so gut verträglich“, erklärt Professor Manfred Jung vom Pharmazeutischen Institut der Universität Freiburg. Die daraus halbsynthetisch hergestellten Arzneistoffe Topotecan und Irinotecan werden bei bestimmten Formen von Lungenkarzinomen, wiederkehrendem Gebärmutterhalskrebs und Tumoren im Dickdarm eingesetzt.
„Dass diese Stoffe das Krebswachstum bremsen, haben Forscher im Rahmen einer Reihenuntersuchung entdeckt“, sagt Experte Jung. Camptotheca acuminata war ein Glückstreffer bei dieser Suche. Die Chinesen wussten schon vor Jahrhunderten, dass es sich um einen „glücklichen Baum“ handelt.

04.10.2011
Männer: Nutzt die Darmkrebsvorsorge!
Das starke Geschlecht hat ein höheres Risiko an Darmkrebs zu erkranken als Frauen. Eine rechtzeitige Vorsorgeuntersuchung kann Leben retten
Thinkstock/Stockbyte
Männer haben in jedem Alter ein deutlich höheres Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, als Frauen. Davor warnen Forscher des Uniklinikums München und legen nahe, früh mit entsprechenden Vorsorge-Untersuchungen zu beginnen. Sie werteten die Daten von 600.000 Darmspiegelungen aus.
Derzeit empfehlen medizinische Fachgesellschaften eine erste Darmspiegelung ab einem Alter von 55 Jahren, unabhängig vom Geschlecht. Ein unbefriedigender Zustand, meinen die Wissenschaftler. Tumorvorstufen würden sich bei Männern im Durchschnitt früher entwickeln.

03.10.2011
Herzinfarkt: So schützen sich Frauen am besten
Sport, die richtige Ernährung und eine gesunde Lebensweise können das Herztod-Risiko deutlich senken
Thinkstock/Comstock Images
Frauen, die nicht rauchen, schlank bleiben, täglich eine halbe Stunde Sport treiben und viel Obst, Gemüse, Nüsse sowie Vollkornprodukte essen, können sich so meist vor einem tödlichen Herzinfarkt schützen. Das errechnete ein Team des Brigham and Women’s Hospital in Boston (USA) anhand einer Studie mit knapp 82.000 Krankenschwestern.
Je mehr sich Frauen an diese Regeln hielten, umso stärker nahm ihr Risiko für einen plötzlichen Herztod ab. Das Fazit der Wissenschaftler: 81 Prozent dieser Todesfälle sind mit dem gesunden Lebensstil zu vermeiden.

01.10.2011
Blutkonserven: Lagerschäden verhindern
Wenn Blutkonserven länger lagern, bilden sich Inhaltsstoffe, die dazu führen, dass der Empfänger das Blut schlechter verträgt. Forscher haben den Grund herausgefunden und wollen das Problem angehen
PhotoDisc/ RYF
Je länger Blutkonserven lagern, desto schlechter verträglich sind sie für Patienten. Forscher der Universität Pittsburgh (USA) beschreiben jetzt eine Ursache: Einige rote Blutzellen zerfallen und setzen dabei bestimmte Inhaltsstoffe frei. Bereits Spuren davon genügen, um im Blut des Empfängers Stickstoffmonoxid zu binden. Das verengt die Gefäße und drosselt den Blutfluss. Die Wissenschaftler hoffen, dass sich die Erkenntnisse nutzen lassen, um die Aufbewahrung von Blutkonserven zu optimieren.

30.09.2011
Kosmetik: Pflanzen für die Haut
Wirkstoffe aus verschiedenen Pflanzen können gegen Entzündungen der Haut helfen, Feuchtigkeit spenden und Falten vorbeugen
W&B/Forster und Martin
Bei vielen Hautproblemen hat sich der Einsatz von Pflanzenkosmetik bewährt. Das gilt zum Beispiel für:

Trockene Haut: Auszüge aus Aloe vera befeuchten. Cremes mit Kakao- und Sheabutter helfen, Feuchtigkeitsdepots aufzubauen.

Empfindliche Haut:
Mandelöl beruhigt. Kamille, Birkenblätter und Ringelblume beugen Irritationen vor.

Fettige Haut: Iris, Zaubernuss (Hamamelis) und Wegwarte sollen die Haut klären und die Poren verfeinern.

Fältchen: Nachtkerzenöl, Granatapfel und Rotklee wehren schädigende Einflüsse ab und beugen so der Hautalterung vor.

Cellulite: Birke, Efeu, Frauenmantel und Schachtelhalm sollen in Cremes und Ölen für ein gleichmäßigeres Hautbild an Oberschenkeln und Po sorgen.

29.09.2011
Kosmetik: Pflanzen für die Haut
Wirkstoffe aus verschiedenen Pflanzen können gegen Entzündungen der Haut helfen, Feuchtigkeit spenden und Falten vorbeugen
W&B/Forster und Martin
Bei vielen Hautproblemen hat sich der Einsatz von Pflanzenkosmetik bewährt. Das gilt zum Beispiel für:

Trockene Haut: Auszüge aus Aloe vera befeuchten. Cremes mit Kakao- und Sheabutter helfen, Feuchtigkeitsdepots aufzubauen.

Empfindliche Haut:
Mandelöl beruhigt. Kamille, Birkenblätter und Ringelblume beugen Irritationen vor.

Fettige Haut: Iris, Zaubernuss (Hamamelis) und Wegwarte sollen die Haut klären und die Poren verfeinern.

Fältchen: Nachtkerzenöl, Granatapfel und Rotklee wehren schädigende Einflüsse ab und beugen so der Hautalterung vor.

Cellulite: Birke, Efeu, Frauenmantel und Schachtelhalm sollen in Cremes und Ölen für ein gleichmäßigeres Hautbild an Oberschenkeln und Po sorgen.

28.09.2011
Hämophilie: Bewegung hilft bei Bluterkrankheit
Wer an der Bluterkrankheit leidet, lebt ständig in Gefahr, seine Gelenke zu schädigen. Sport kann vorbeugen
Panthermedia/Monkeybusiness
Ein unbeabsichtigter Hüftschwung gegen die Tischkante, ein zu festes Auftreten mit dem Fuß oder ein leichtes Stolpern – normalerweise bleiben solche Ungeschicklichkeiten folgenlos. Manchmal zeigt sich später ein kleiner blauer Fleck. Für die rund 10.000 Menschen in Deutschland mit Hämophilie, einer angeborenen, vererbbaren Blutgerinnungsstörung, können diese Nichtigkeiten jedoch schlimme Konsequenzen haben. „Weil ihnen bestimmte Gerinnungsfaktoren im Blut fehlen, treten leicht Blutungen auf, vor allem in den Gelenken“, erklärt Dr. Georg Goldmann vom Hämophilie-Zentrum der Universitätsklinik in Bonn.

Damit das nicht passiert, spritzt normalerweise zunächst der Arzt den jungen Patienten mehrmals in der Woche vorbeugend je nach Form und Schwere der Störung Gerinnungssubstanzen in die Venen. Später übernehmen das die angeleiteten Eltern und irgendwann die Kranken selbst. „Das soll Blutungen im Alltag verhindern“, sagt der Mediziner Goldmann, der sich auf seltene Gerinnungserkrankungen spezialisiert hat. Denn wird eine Einblutung nicht rechtzeitig erkannt und entfernt, entstehen Entzündungen. Mit der Zeit werden Knorpel und Knochen geschädigt und die Gelenke zerstört. Noch bis vor 30 Jahren galten deshalb stark deformierte Gelenke in jungen Jahren als Zeichen der Bluterkrankheit.
Erst austesten, dann trainieren

Die leichteste Lösung bestehe darin, so dachten Mediziner lange, Hämophile von allen sportlichen Aktivitäten und spielerischen Bewegungen auszuschließen. Dies aber machte die ansonsten Gesunden bei Kameraden und Mitschülern zu Außenseitern. Und nicht nur das. „Die Erfahrung hat gezeigt, dass geschonte Kinder in ihren alltäglichen Bewegungen oft ungeschickt und tollpatschig reagieren.

Dann wird ein Sturz nicht abgefangen, und die Verletzungsfolgen fallen schlimmer aus als bei jemandem, der sich viel bewegt“, erklärt Dr. Karim Kentouche, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin an der Universitätsklinik Jena. Bluter, die ihre Muskeln regelmäßig trainieren und dabei Bewegungen koordinieren müssen, bauen Muskeln besser auf, stärken die Sehnen und die Balance. Das wiederum schützt die Gelenke.
„Denn ein guter Muskelpanzer kann in manchen Fällen vor außergewöhnlichen Blutungen schützen“, sagt Goldmann. Inzwischen setzen sich Wissenschaftler und Ärzte dafür ein, Kinder und Jugendliche frühzeitig in Bewegung zu bringen. „Damit, so hoffen wir, bleiben Hämophilie-Patienten bis ins Erwachsenenalter von Gelenkveränderungen verschont“, sagt Gerinnungsspezialist Kentouche.

Gegen vorzeitigen Gelenkverschleiß entwickelte beispielsweise Marco Herbsleb vom Lehrstuhl für Sportmedizin an der Universität Jena unter der Leitung von Professor Holger Gabriel ein individuelles Konzept für Hämophile. Es soll Kindern und Jugendlichen helfen, besser einzuschätzen, welchen Sport sie in ihrer Freizeit und in der Schule mit Gleichaltrigen treiben können und was sie besser bleiben lassen sollten.

Der Nachwuchs kann nach einem Besuch bei Kentouche in der Hämatologischen Ambulanz die sportmedizinische Einrichtung nutzen, um sich körperlich testen zu lassen. „Dabei messen wir beispielsweise Ausdauer, Kraft und Koordination und geben im Anschluss konkrete Empfehlungen für den Schul- und Freizeitsport“, sagt Sportwissenschaftler Herbsleb.

Zudem stellt er fest, ob bereits körperliche Probleme bestehen. Anhand der Ergebnisse entwickelt er für jeden Einzelnen spezielle Aufgaben und Übungen. So mancher Jugendliche konnte hier unter ärztlicher Aufsicht zum ersten Mal in seinem Leben körperlich an seine Grenzen gehen und etwa auf dem Fahrradergometer so lange in die Pedale treten, bis ihm fast die Puste wegblieb. Herbsleb berät aber auch Sportlehrer, wie sie Lehrpläne so ändern, dass ein hämophiler Schüler nicht die ganze Schulstunde auf der Bank sitzen muss.

Sportarten mit häufigem Körperkontakt, wie etwa Fußball, sind für Bluter absolut verboten. Kräftige Berührungen mit dem Boden, wie beim Weitsprung, oder mit einem Sportgerät, etwa beim Bockspringen, können sie ebenfalls gefährden. Geht es um Snowboarden, Inlineskaten oder Squashen, entscheidet die jeweilige persönliche Situation. „Häufig raten wir eher ab“, sagt Herbsleb. Spielerisches mit dem Ball – also ohne Wettkampf – ist erlaubt, zum Beispiel Passen oder besondere Koordinationsübungen. Schwimmen, Radfahren, Wandern, Yoga und Funktionsgymnastik beherrschen machen diese Kinder körperlich besonders fit.

Die Körperwahrnehmung seiner Schützlinge liegt Herbsleb besonders am Herzen: „Nur wer wahrnimmt, wie sich sein Knie anfühlt, wenn es dort zu einer Blutung kommt, oder der Muskel, wenn er müde ist, spürt, wann er sich überbeansprucht, und kann besser mit gefährlichen Situationen umgehen.“ Deshalb versucht der Sportmediziner das Gespür der Kinder und Jugendlichen für ihren Körper zu schulen, insbesondere für die Füße und Beine, „denn damit bewegen sich die Menschen nun einmal“.

Tipps für Hämophile:
  • Die Körperwahrnehmung gezielt schulen beugt Verletzungen vor.
  • Ausdauertraining wie Radfahren, Wandern und Schwimmen tut gut.
  • Auf stabiles Schuhwerk achten, das über die Knöchel reicht.
  • Lieber häufiger und kürzer bewegen.
  • Ermüdung vermeiden, denn sonst steigt das Risiko, sich zu verletzen.
  • Keine Sportarten ausüben, die in einen Wettkampf münden.
  • Erste-Hilfe-Maßnahmen beherrschen.

27.09.2011
Blasinstrumente: Im Inneren lauern die Bakterien
In Trompeten und anderen Blasinstrumenten können sich Bakterien und Schimmelpilze sammeln. Reinigen hilft
Thinkstock/Hemera
Mehr als 400 Bakterienstämme, dazu Schimmel- und Hefepilze fanden Forscher der Universität von Oklahoma (USA) in Klarinetten, Oboen, Trompeten und Posaunen einer Studentenband. Dabei spielte es keine Rolle, ob es sich um Holz- oder Blechblasinstrumente handelte. Fazit der Experten: Nicht nur die Mundstücke, sondern die kompletten Instrumente sollten nach jedem Auftritt gründlich gereinigt werden.

26.09.2011
Kaffee: Die richtige Menge senkt das Prostatakrebsrisiko
In einer Studie zeigte sich, dass Männer durch regelmäßigen Kaffeegenuss das Risiko senken können, an Prostatakrebs zu erkranken
Thinkstock/Digital Vision
C-A-F-F-E-E, trink nicht so viel Caffee: Johann Sebastian Bach lag offenbar mit seiner berühmten Kaffee-Kantate falsch. Wissenschaftler der US-Universität Harvard analysierten Daten von 50.000 Männern, die 22 Jahre lang regelmäßig zu ihrem Kaffeekonsum befragt worden waren. Von ihnen erkrankten insgesamt 5035 an Prostatakrebs.