23.02.2017
Prostata-OP Oft fehlt die Erfahrung
Wissenschaftler fordern, dass Menschen mit Prostatakrebs nur an einer Klinik operiert werden sollten, die ausreichend Routine hat
Thinkstock/PolkaDot
Zunehmend mehr Patienten mit Prostatakrebs werden in Kliniken operiert, denen es an Erfahrung fehlt. Die Leitlinien empfehlen, dass Krankenhäuser mindes­tens 50 solcher Operationen pro Jahr vornehmen sollten. ­­Wissenschaftler der Univer­sitätsklinik Dresden haben 221.000 Eingriffe analysiert und herausgefunden, dass diese Zahl oft nicht erreicht wird.
Waren es 2006 noch 49 Prozent der Krankenhäuser, die weniger Eingriffe ­­vornahmen, so erhöhte sich der Anteil bis 2013 auf 67 ­Prozent. Die Autoren fordern mehr Zentralisierung bei der Versorgung. Das würde die Patientensicherheit verbessern, schreiben die Forscher im Fachmagazin Nature.

22.02.2017
Nasensprays Nicht zu lange anwenden!
Wenn die Nase ständig verstopft ist, obwohl Sie ein Spray benutzen, hat sich die Nasenschleimhaut möglicherweise schon daran gewöhnt. Was zu tun ist
iStock/Tomm L.
Abschwellende Nasensprays ­sollten nicht länger als sechs Tage angewendet werden. Sonst ­gewöhnt sich die Schleimhaut an den Wirkstoff und schwillt dann beim Absetzen zu.
Was tun?
Für den Nasenspray-Entzug haben sich zwei Methoden bewährt. Entweder sprühen Sie das abschwellende Mittel für ein paar Tage nur in ein Nasenloch, und in das andere geben Sie eine salzhaltige Lösung. Ist das eine Nasenloch entwöhnt, können Sie die abschwellenden Tropfen auch für das andere Nasenloch absetzen.
Alternativ füllen Sie das Spray immer mit isotonischer ­Kochsalzlösung aus der Apotheke ­auf­, wenn das Fläschchen halb leer ist. Auf diese Weise ­senken Sie die Wirkstoff­kon­zen­tration schrittweise.
Andere Ursachen
Wenn die Nase nach dem Entzug immer noch chronisch verstopft ist, ­stecken mit hoher Wahrscheinlichkeit andere Gründe als ein Arzneimittel-Fehlgebrauch ­dahinter, etwa eine bisher ­unerkannte Allergie. Um der ­zugrunde liegenden Ursache auf die Spur zu kommen, sollten Sie sich ärztlich untersuchen lassen.

21.02.2017
Flughafen Keime reisen mit
Wer am Flughafen auf Toilette muss, kann sich eine Vielzahl von Erregern einfangen. Bester Schutz: Hände waschen
iStock/Pesky Monkey
Nicht nur ein Drehkreuz für Reisende: Von Flughäfen aus verbreiten sich auch resistente Erreger über die ganze Welt. Das zeigt eine im Fachblatt Clinical Microbiology and Infection veröffentlichte Studie der Westfälischen Universität Münster. Die Forscher untersuchten 400 Toiletten auf 136 Flughäfen in 59 Ländern. Dabei nahmen sie Abstriche von den inneren Türgriffen. Diese waren mit einer Vielzahl an Erregern kontaminiert.
In jeder 20. Probe wurden gefährliche MRSA-Keime entdeckt, gegen die kein Antibiotikum etwas ausrichten kann. Damit Reisende nicht zu Keim- Kurieren werden, haben die Forscher einen alten, aber wichtigen Rat: Hände waschen, gründlich und nach jedem WC-Besuch. Auf ­öffentlichen Toiletten könnte auch ein alkoho­lisches Handdesinfektionsmittel sinnvoll sein.