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19.05.2013
Hormone: Verliebte Köchin, versalzenes Essen
Wer frisch verliebt ist, schmeckt Salz weniger intensiv, zeigt eine Untersuchung
DigitalVision/RYF
Was der Volksmund schon lange behauptet, hat nun eine wissenschaftliche Untersuchung bestätigt. Mitarbeiter eines privaten Forschungsinstituts in Bremerhaven prüften, wie Hormone den Geschmack beeinflussen. Dabei zeigte sich, dass frisch Verliebte Salz weniger intensiv schmecken als Singles oder Menschen, die schon länger in einer festen Beziehung leben.

18.05.2013
Hormone: Verliebte Köchin, versalzenes Essen
Wer frisch verliebt ist, schmeckt Salz weniger intensiv, zeigt eine Untersuchung
DigitalVision/RYF
Was der Volksmund schon lange behauptet, hat nun eine wissenschaftliche Untersuchung bestätigt. Mitarbeiter eines privaten Forschungsinstituts in Bremerhaven prüften, wie Hormone den Geschmack beeinflussen. Dabei zeigte sich, dass frisch Verliebte Salz weniger intensiv schmecken als Singles oder Menschen, die schon länger in einer festen Beziehung leben.

17.05.2013
Multitasking: Alles auf einmal ist zu viel
Auch wenn Menschen es sich zutrauen: Es klappt meist nur schwer, mehrere Dinge gleichzeitig zu erledigen
W&B/Martin Ley/RYF
Multitasking – mehrere Dinge gleichzeitig tun – gilt in Zeiten von Handy und Laptop als eine wünschenswerte Fähigkeit. Bei einer Studie von Wissenschaftlern der Universität von Utah (USA) mit 300 Studenten gaben 70 Prozent der Befragten an, sie könnten überdurchschnittlich gut Dinge parallel erledigen. Bei entspre­chenden Tests schnitten gerade jene Teilnehmer schlecht ab, die viel und gern mehreres gleich­zeitig machten. Dagegen neigten die 25 Prozent Testbesten im Alltag überraschenderweise nicht zum Multitasking, weil sie sich auch besonders gut auf eine Sache konzentrieren können und dies bevorzugen.

16.05.2013
Kindheit: TV macht aggressiv
Sehen Kinder zu viel fern, kann dies negative Folgen im Erwachsenenalter haben
Thinkstock/Hemera
Eine neuseeländische Langzeit­studie lieferte neue Fakten für eine alte These: Sehr viel fernsehen in der Kindheit erhöht das Risiko für Aggressivität im Erwachsenenalter. Die Forscher der Universität von Otago ermittelten dies aus den Daten von Teilnehmern, die als Heranwachsende in den 80er-Jahren zu ihrem Fernsehkonsum befragt worden waren. Je länger die tägliche Fernsehzeit, desto größer die Wahrscheinlichkeit, später im Leben straffällig zu werden.

15.05.2013
Hantaviren: Gefahr aus dem Mäusekot
Die Infektion verläuft ähnlich wie eine Grippe. So schützen Sie sich
Thinkstock/Comstock Images
Das Robert Koch-Institut meldete im vergangenen Jahr 2.810 Infektionen mit dem Hantavirus – so viele wie noch nie seit Einführung der Meldepflicht im Jahr 2001. Dieses Jahr könnte die Zahl wieder darunterliegen. Seuchenexperten beobachten einen wellenförmigen Verlauf der Ansteckungsraten mit einem Anstieg alle zwei bis drei Jahre.
Rötelmäuse und – in Nord- und Ostdeutschland – Brandmäuse sind bei uns die bevorzugten Wirtstiere jeweils unterschiedlicher Hantaviren. Die Vermehrung der ­Rötelmaus unterliegt zyklischen Schwankun­gen. In Jahren, in denen die Buchen viele Früchte bilden, finden Rötelmäuse reichlich Nahrung, kommen gut durch den Winter und vermehren sich im folgenden Frühjahr stark. Dies dürfte eine Ursache für die deutlichen Schwankungen der Erkrankungsraten sein.
Insgesamt steigt die Zahl der gemeldeten Fälle. Seit die Krankheit bekannter ist, wird sie von den Ärzten auch häufiger erkannt, vermuten Experten. Eindeutig lässt sich die Ansteckung nur über die Bestimmung von Antikörpern gegen das Virus nachweisen. Die Infektion kann sehr mild verlaufen, aber auch mit plötzlichem Fieber, Gliederschmerzen und Hus­ten zunächst einer Grippe ähneln. Rücken- und Bauchschmerzen, Schwindel und Übelkeit können folgen. In schweren Fällen ver­sagen die Nieren, und die Patienten müssen vorü­ber­gehend zur Dialyse. Aber fast immer heilt die Infektion folgenlos aus.
In Süddeutschland werden jährlich die höchsten Infektions­raten registriert, aber auch in Teilen Nord­rhein-Westfalens, Hessens, Niedersachsens und Thüringens kommt das Virus vor, und die Ansteckungsgefahr ist in diesen Regionen entsprechend hoch.
Infizierte Tiere scheiden die Erreger über Urin, Kot und Speichel aus. Wer ­virushaltigen Staub einatmet, kann sich ­anstecken. Die Infektionsgefahr ist im ­Sommer am größten. Gefährdet sind Forst­arbeiter, aber auch Jogger und Gärtner. Vorsicht geboten ist beim Zelten oder Holz­hacken. Häu­fig stecken sich Menschen an, wenn sie im Frühjahr Keller, Dachboden oder einen länger nicht benutzten Schuppen aufräumen. Tipp: Vor Aufräumarbeiten gründlich lüften. Boden und Regale besser feucht wischen als kehren.

14.05.2013
Primel: Schleimlösende Frühlingsblume
Die Schlüsselblume gilt als bewährte Heilpflanze gegen Husten
Thinkstock/iStockphoto
Primula veris und Primula elatior – die gelben, intensiv duftenden Wiesen- und Waldschlüsselblumen  – blühen im Frühling auf sonnigen Weiden und in lichtem Gebüsch. Als gefragte Arzneikräuter lösen die verarbeiteten Blüten fest­sitzenden Husten. Dann kann der Schleim leichter abgehustet werden. Die heilende Wirkung beruht vor allem auf ­Saponinen und ätherischen Ölen.

13.05.2013
Ernährung: Schützende Beeren
Wer regelmäßig rote und dunkle Beeren isst, senkt wohl sein Herzinfarktrisiko
Thinkstock/iStockphoto
Der Genuss von drei oder mehr Portionen Blaubeeren oder Erdbeeren pro Woche senkt wohl das Herzinfarktrisiko. Das legen Daten der Nurses’ Health Study aus Bos­ton (USA) mit 93.600 Frauen nahe. Rote und blauschwarze Früchte enthalten zellschützende Anthocyane. Wer regelmäßig viel von diesem Obst aß, hatte ein um ein Drittel geringeres Infarktrisiko als jene, die weniger als einmal im Monat davon aßen. Die Beobachtungszeit betrug 18 Jahre.

08.05.2013
Akne: Was sprießt denn da?
Talg, Hormone, Bakterien und die Gene verursachen die lästigen Pickel. Wie Ärzte und Apotheker helfen können
Jupiter Images GmbH/Creatas
Für viele Erwachsene – Frauen wie Männer – ist es ein Schock, wenn sie mit 30 Jahren Akne bekommen. Die meisten erinnert das nur zu gut an eine unangenehme Begleiterscheinung ihrer Pubertät. Doch Akne kann jeden von uns in jedem Lebensabschnitt treffen.
Die Akne beginnt mit einer gesteigerten Talgproduktion und übermäßiger Verhornung im Haarfollikel. Wenn sich in diesem Milieu das Bakterium Propionibacterium acnes vermehrt, entstehen aus Mitessern (Komedonen) Papeln – rote Knötchen – und entzündliche Pusteln. Die Stoffwechselprodukte des Bakteriums rufen die Entzündung hervor.
Eine große Rolle beim Auslösen der Akne spielen unter anderem die Androgene – männliche Hormone, die es bei beiden Geschlechtern gibt. Auch die Vererbung trägt zur Bildung von Akne bei: Die Gene entscheiden über die Größe unserer Talgdrüsen und deren Aktivität.
Schädlich: Zu viel Pflege
Der Verdacht liegt nahe, dass Ernährung und Lebensweise ebenfalls das Pickel-Wachstum beeinflussen. Wer Probleme mit unreiner Haut hat, sollte genau beobachten, was er wann isst. Bei dem einen gilt das für Schmalz und Leberwurst, beim anderen für Eigelb und Schokolade. Experten warnen auch vor Milch: Erstaunlicherweise deuten neueste Forschungs­ergebnisse darauf hin, dass gerade fettarme Milch Akne fördert. Auf der Negativliste stehen ferner Bewegungsmangel, Übergewicht, Stress und Rauchen.
In den meisten Fällen hat Akne übrigens nichts mit mangelnder Hy­giene zu tun. Im Gegenteil: Oft ist zu viel Pflege die Ursache. Für die Reinigung empfehlen sich ­seifenfreie Wasch­lotionen mit einem pH-Wert zwischen 4 und 6. Denn die Haut muss zwar entfettet werden, aber nicht zu stark. Bei sehr fettiger Haut darf das Mittel sogar etwas Alkohol enthalten, der zugleich leicht desinfizierend wirkt.
Drücken verboten!
Bewährt haben sich Stifte, mit denen Mitesser und bereits entzündete Akne­­pickel vorsichtig punktuell betupft werden. Die Wirkstoffe trocknen die befallene Hautpartie aus, lösen die Hornschicht auf und bekämpfen die Bakterien. Zudem dienen viele dieser Produkte als Abdeckstifte.
Aber: Finger aus dem Gesicht! Auf gar keinen Fall sollten Sie selbst an den Pickeln herumdrücken. Dadurch kann es sogar zu großflächigeren Infektionen, Abszessen und auch Narbenbildung kommen.
In schwereren Fällen raten Hautärzte zu einer Kombinationstherapie für die äußerliche Anwendung. Verschreibungspflichtige Mittel mit der Vitamin-A-Säure Isotretinoin zum Einnehmen können­ die Talg­quellen auf Dauer versiegen lassen, sind jedoch wegen möglicher Nebenwirkungen nicht unproblematisch. Sie dürfen zum Beispiel Frauen im gebärfähi­gen Alter nur unter strengsten Auflagen verordnet werden.

23.10.2012
Übergewicht: Schwere Schule
Forscher wollten wissen, ab welchem Zeitpunkt Kinder zunehmen. Ergebnis: Es ist der Schulbeginn
Thinkstock/iStockphoto
Die deutschen Kinder sind zu dick, wird vielfach beklagt. Wissenschaftler der Universität Mainz werteten Daten des Robert Koch-Instituts daraufhin aus, ab welchem Zeitpunkt der Nachwuchs zunimmt: Er ist identisch mit dem Einschulungstermin. In den ersten fünf Lebensjahren wiegen die Kinder im Durchschnitt genauso viel wie vor rund 20 Jahren. Mit acht Jahren sind über 20 Prozent von ihnen übergewichtig – mehr als doppelt so viele wie damals. Der Alltag in der Schule allein reicht den Forschern als Grund für die Gewichtszunahme aber nicht aus. ­Neben mangelnder Bewegung vermuten sie, dass die Kinder ab diesem Alter häufiger zu Hause auf sich allein gestellt sind.

20.08.2012
COPD: Akupunktur gegen Atemnot
Die Nadel-Anwendungen halfen Patienten mit der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung
Thinkstock/Hemera
Bei Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) linderte eine wöchentliche Akupunktur deutlich die Atemnot. Eine Scheinakupunktur dagegen blieb wirkungslos, wie eine Forschergruppe um Dr. Masao Suzuki von der Meiji-Universität in Kyoto (Japan) nachwies. Die Studie lief über drei Monate und ergänzte die medikamentöse Therapie der Teilnehmer.

23.04.2012
Gesundheit: Paare leben glücklicher
Ob mit oder ohne Trauschein, Pärchen leben gesünder und sind glücklicher als alleine lebende Menschen
Thinkstock/Stockbyte
Studien zeigen immer wieder, dass Verheiratete glücklicher, geselliger und gesünder sind. Offenbar kommt es aber vor allem darauf an, überhaupt in einer Beziehung zu leben. Normalerweise vergleichen Forscher Ehepaare mit Singles.
Ein Team der Cornell-Universität (USA) verfolgte sechs Jahre lang die Gesundheit von 3000 Singles. Ein Drittel zog in dieser Zeit mit einem neuen Partner zusammen. Unabhängig davon, ob sie verheiratet waren oder in „wilder Ehe“ lebten, stieg bei ihnen das Wohlbefinden, depressive Symptome nahmen ab.

21.04.2012
Geschlechter: Großer kleiner Unterschied
Frauen und Männer unterscheiden sich in ihren Eigenschaften mehr als bislang vermutet
Panthermedia/Robert Kneschke
Frauen und Männer sind in ihrer Persönlichkeit deutlich verschiedener als bisher angenommen. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der Universität Turin (Italien). Sie analysierten erneut die Daten von mehr als 10.000 Amerikanern, die bereits 1993 zu verschiedenen Persönlichkeitsmerkmalen befragt worden waren. Die Wissenschaftler werteten die Eigenschaften der Geschlechter diesmal individueller aus. Dabei zeigten sich wesentlich größere Unterschie­de als in den früheren Studien: Die Gemeinsamkeiten betrugen jetzt nur noch zehn Prozent.

13.04.2012
Medikamente: Nebenwirkung Wadenkrampf
Sie haben einen Krampf im Bein? Vielleicht liegt es an dem neuen Mittel, das Sie einnehmen!
Jupiter Images GmbH/Comstock Images
Bei plötzlich auftretenden, unerklärlichen Wadenkrämpfen kann es sich um die Nebenwirkung eines Arzneimittels handeln, das Ihnen kürzlich erstmals verordnet wurde. Diesen Schluss lässt eine Studie von Wissenschaftlern aus Vancouver (Kanada) zu. Als „Hauptschuldige“ machten diese drei Medikamentengruppen ausfindig: lang wirkende Beta-2-Agonisten ­(LABA), die bei Asthma verschrieben werden, kaliumsparende Diuretika zur ­Ausschwemmung von Wasser aus der Niere und bestimmte Choles­terin­senker (Statine). Den Forschern standen für ihre Studie die Patientendaten der knapp 4,2 Millionen Einwohner der ­­kanadischen Provinz British ­Columbia zur Verfügung.

12.04.2012
Neue Ärztenummer: 116 117
Der ärztliche Bereitschaftsdienst bekommt eine einheitliche Telefonnummer
CreativeCollection/RYF
Wer nachts oder am Wochenende krank wird, erreicht den ärztlichen Bereitschaftsdienst künftig kostenlos unter der Telefonnummer 116 117. Laut Kassen­ärztlicher Bundesvereinigung gilt die Nummer mit Ausnahme weniger Regionen ab 16. April 2012 deutschlandweit. Anrufe unter den alten Nummern werden automatisch umgeleitet. Für Notfälle gilt weiterhin die 112.

11.04.2012
Arzneimittelmissbrauch: Gemeinsam aus der Sucht
Mehr als eine Million Deutsche sind abhängig von Medikamenten. Wie Apotheker helfen können
Stockbyte/RYF
Wenn Kunden auffallend häufig Rezepte für Schlaf- und Beruhigungsmittel vorlegen oder regelmäßig rezeptfreie Schmerzmittel verlangen, werden Apotheker hellhörig. Doch wie können sie die ­Patienten auf ihr möglicherweise gesundheitsgefährdendes Verhalten hinweisen, ohne dass diese sich kritisiert oder gemaßregelt fühlen? Wichtig ist ein offenes Gespräch ohne erhobenen Zeigefinger, sagen Experten.
Von Schlaf- und Beruhigungsmitteln, insbesondere von sogenannten Benzodiazepinen, sind mehr als eine Million Bundesbürger abhängig. Meist handelt es sich um Frauen und ältere Menschen.
Die rezeptpflichtigen Benzodiazepine helfen bei Schlaflosigkeit, Angst und Unruhe. Sie sollten jedoch nur kurzfristig eingesetzt werden. Denn Patienten gewöhnen sich an die dämpfende Wirkung der Medikamente und rutschen un­bemerkt in eine Abhängigkeit. Müdigkeit und Konzentrationsstörungen treten bei einem Dauerkonsum verstärkt auf und schränken die Fahrtüchtigkeit ein. Wegen ihrer muskelentspannen­den Wirkung erhöhen Benzodiazepine vor allem bei älteren Menschen die Sturzgefahr und damit das Risiko von Knochenbrüchen.
Vielen Betroffenen ist allerdings nicht bewusst, dass sie abhängig sind. Andere verdrängen das Problem, weil sie nicht wissen, wohin sie sich wenden sollen. Ein ambulantes Angebot, das vom Hausarzt und Apotheker begleitet wird, akzeptieren manche Patienten eher als einen Kli­nikaufenthalt. Gemeinsam mit dem ­behandelnden Arzt motivieren die teilnehmenden Apotheken die Patienten, ihre Dosis schrittweise zu reduzieren oder auf ein schwächer wirksames Präparat umzusteigen. Regelmäßige Gespräche unterstützen den Prozess, bis die ­Betroffenen schließlich mit weniger Beruhigungsmitteln oder ganz ohne diese auskommen. Das Angebot stößt bei Ärzten und Patienten auf große Akzeptanz. Betroffene stehen nicht mehr ständig neben sich und gewinnen deutlich an Lebensqualität, sagen Experten.
Auch rezeptfreie Arzneimittel können bei Dauerkonsum zu einer Gewöhnung führen. Problematisch sind vor allem Schmerz- und Abführmittel, Hus­­tenblocker und abschwellende ­Nasentropfen. Auch in diesem Fall weisen Apotheker auf die Gefahren des Missbrauchs hin, die vielen Kunden gar nicht bewusst sind. Deshalb können Apotheken durch gezielte Aufklärung in der Suchtpräven­tion viel erreichen. Bei richtiger Anwendung sind Arzneimittel wirksam und sicher. Entscheidend ist eine gute Beratung.

10.04.2012
Krebs: Schädlicher Lebensstil
Zahlreiche Tumorerkrankungen ließen sich vermeiden, wenn die Menschen gesünder leben würden. Hauptrisikofaktor für Krebs: Rauchen
Jupiter Images GmbH/Ablestock
Was schon lange vermutet wurde, hat nun eine wissenschaftliche Studie in Großbritannien bestätigt: Mit 43 Prozent lassen sich fast die Hälfte aller Krebserkrankungen auf einen ungesunden Lebensstil oder Umweltfaktoren zurückführen. Dazu gehören vor allem der Tabakkonsum mit dem Spitzenwert von 19 Prozent, eine falsche Ernährung, Übergewicht und Alkohol. Das zeigen Daten des britschen Cancer Research Instituts, die im British Journal of Cancer veröffentlicht wurden. Würde man die Werte auf die 450.000 Menschen übertragen, die im Jahr 2010 in Deutschland an Krebs erkrankten, wären 192.000 der Fälle vermeidbar gewesen. Die Forscher betonen, dass Krebs nicht nur „Schicksal“ sei oder ausschließlich in den Genen liege. Die Menschen müssten die große Bedeutung eines gesunden Lebensstils verinnerlichen.

09.04.2012
Krankenhaus: Sichere Operationen
OP´s verlaufen an allen Tagen gleich sicher, ergab eine große Studie
Stockbyte/RYF
Egal ob Montag früh, Freitagnachmittag oder bei Vollmond – das Risiko, nach einer geplanten Operation zu sterben, hängt nicht vom Monat, Wochentag, von der Uhrzeit oder Mondphase ab. Auch die Rate an Komplikationen nach der OP steht in keinem Zusammenhang mit dem Zeitpunkt des Eingriffs.
Mediziner der Cleveland Clinic in Ohio (USA) werteten die Daten von 30.000 Patienten aus, die in den vergangenen Jahren in ihrer Klinik operiert wurden. Frühere Analysen aus anderen Häusern hatten darauf hin­gedeutet, dass ein OP-Termin später am Tag zu schlechteren Behandlungsergebnissen führt. Dies könnte daran liegen, dass dabei nächtliche Notfälle einbezogen wurden. Ungeplante Operationen bergen meist ein höheres Risiko.

07.04.2012
Vitamin D: Neue Werte: 800 I.E. am Tag
Ein Erwachsene braucht am Tag rund 800 Internationale Einheiten Vitamin D. Die bekommt man mit der Nahrung und durch Sonnenstrahlen auf der Haut
W&B/Winfried Fischer
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat die Werte für den Vitamin-D-Bedarf geändert und empfiehlt nun 20 Mikrogramm (entspricht 800 Internationalen Einheiten) täglich.
Vitamin D steckt unter anderem in Hering, Forellen, Champignons und Eiern. Doch niemand kann sich allein über das Essen ausreichend versorgen. Deshalb: Raus ins Freie – je nach Hauttyp pro Tag mindestens 10 bis 20 Minuten. Denn unter Sonneneinstrahlung bildet der Körper das Vitamin selbst.

06.04.2012
Ernährung: Extrem scharfe Speisen in Maßen genießen
Chili sollte man nicht im Übermaß verzehren. Die Schärfe kann zu Schleimhautreizungen führen
W&B/Reiner Schmitz
Vom Verzehr außergewöhnlich großer Mengen extrem scharfer Würzsoßen rät das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ab. Die für den brennenden Geschmack von Chilischoten verantwortlichen Capsaicinoide können zu Schleimhautreizungen, Übelkeit oder Erbrechen führen.
Für die scharf bis sehr scharf gewürzten traditionellen Speisen der afrikanischen, südamerikanischen und asiatischen Küche sind jedoch laut BfR – abgesehen von allergisch bedingten Unverträglichkeiten – keine gesundheitsschädigenden Wirkungen bekannt.

05.04.2012
Kümmel: Heilpflanze für die Verdauung
Die Früchte der Kümmelpflanze wirken verdauungsfördernd
Panthermedia/Birgit Kutzera
Die fein gefiederten Dolden des Kümmels blühen auf Wiesen und an Feldrändern in Europa sowie Asien. Die sichelförmigen Früchte (Carvi fructus) der Pflanze enthalten viel ätherisches Öl. Es verleiht ihnen ein intensives Aroma und wirkt verdauungsfördernd.
Deshalb würzt man schwer verdauliche Speisen wie Kohl mit Kümmel. Er beruhigt den Magen-Darm-Trakt und löst dort einfache Krämpfe. Arzneitees, die entblähen sollen, enthalten oft eine Mischung aus Kümmel, Anis und Fenchel.

04.04.2012
Medikamente: Übergewicht als mögliche Nebenwirkung
Manche Arzneien machen nicht nur gesund, sondern auch dick. Das ist aber kein Grund zur Sorge
W&B/Brigitte Sporrer
Gewichtszunahme! Wenn sie dieses Wort in einem Beipackzettel lesen, würden viele Menschen das Medikament lieber heute als morgen absetzen. Davon ist aber dringend abzuraten. Denn das gefährdet nicht nur die Wirksamkeit der Therapie, sondern kann auch andere unangenehme oder gar gefährliche Folgen haben.

Problemmittel Kortison
Bekannt ist das Problem der unvermeidlichen Gewichtszunahme in erster Linie bei Tabletten mit Wirkstoffen aus der Gruppe der Kortikoide („Kortison“): Erstens regen diese Medikamente den Appetit an, zweitens sorgen sie für eine gewisse Wassereinlagerung im Gewebe, und drittens verlangsamen sie den Stoffwechsel. Die aufgenommene Energie aus der Nahrung wird vor allem im Gesicht und Nackenbereich in Form von Fettpölsterchen eingelagert.
Aber: Das betrifft eigentlich nur Patienten, die längerfristig hohe Dosierungen einnehmen müssen. Bei einer kurzfristigen Gabe und insbesondere bei Kortisonsprays oder Salben ist dieser Effekt nicht zu beobachten.

Auch einige Wirkstoffe aus der Gruppe der Psychopharmaka, vor allem manche Neuroleptika und Antidepressiva, können bei längerer Anwendung zu unerwünschten Pfunden führen, weil sie den Appetit mehr oder weniger stark anregen. Betroffen sind vor allem Patienten, die solche Präparate ein Leben lang einnehmen.
Beruhigend: Bei den meisten Präparaten tritt der Effekt nur in der Anfangsphase auf. Mit Disziplin, gesunder Ernährung und Bewegung kann man in solchen Fällen gut gegensteuern.

Auch Diabetiker sollten wachsam sein. Manche Medikamente gegen die Zuckerkrankheit können das Gewicht in die Höhe treiben: Die Antidiabetika verhindern, dass der aufgenommene Zucker die Blutbahn schädigt und durch den Urin wieder ausgeschieden wird. Statt dessen wird er in die Zellen aufgenommen. Das führt bei unveränderter Ernährung zu einer Gewichtszunahme. Problematisch ist in diesem Zusammenhang, dass viele Diabetiker ein gesteigertes Durstgefühl besitzen und zu gesüßten Getränken greifen.

Aktive Bewegung nötig

Doch nicht alle Antidiabetika zeigen eine gewichtsfördernde Wirkung. Bei den Insulinen sind vor allem Verzögerungsinsuline betroffen. Auch Patienten, die Betablocker einnehmen, berichten hin und wieder von Gewichtszunahme während der Tablettentherapie.
Diese Medikamente versetzen den Körper in eine Art Schonzustand, beispielsweise nach einem Herzinfarkt, um zu verhindern, dass der Blutdruck zu sehr ansteigt. Allerdings sinkt dadurch auch der Bewegungsdrang und damit der Energieverbrauch. Weil es auf dem Markt aber eine Vielzahl verschiedener Medikamente mit unterschiedlichen Wirkmechanismen gibt, kann der Arzt gegebenenfalls ein anderes Mittel auswählen.

Früher war häufig zu hören, dass Migränemittel oder Hormonpräparate wie die „Pille“ zu unliebsamen Fettpölsterchen führen können. Moderne Migränemittel haben diesen Effekt aber nicht mehr. Ebenso bereiten die heute üblichen, niedrig dosierten Hormonpräparate weniger Schwierigkeiten.
Es ist jedoch ratsam für jedem Patienten, der für eine Gewichtszunahme seine Medikamente im Verdacht hat, dies mit dem Arzt zu besprechen. Dieser wird sicher Verständnis für das Problem haben und gemeinsam mit dem Patienten eine Lösung finden.

03.04.2012
Umwelt: Fische in Gefahr
Übersäuertes Wasser kann den Fischbestand verringern
Shotshop/Detlef Schneider
Nicht nur Überfischung, auch die steigende Übersäuerung der Meere durch Kohlendioxid (CO2) gefährdet die dortige Tierwelt und damit wichtige Nahrungsmittel der Menschen. So wies ein Team unter Leitung des Kieler Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften nach, dass eine Übersäuerung des Wassers die Überlebenschancen der Larven von Speisefischen wie zum Beispiel dem Dorsch verringert.
Bei ihren Versuchen setzten die Forscher Fischlarven in großen Versuchstanks den CO2-Konzentrationen aus, die in Zukunft in den natürlichen Lebensräumen der Dorsche herrschen könnten.

02.04.2012
Kaugummis: Gut fürs Ohr
Zuckerfreies Bubblegum mit Xylit hemmt offenbar die Bakterienwanderung von der Mundhöhle ins Ohr
Jupiter Images GmbH/French Photographers
Xylit, der Süßstoff vieler zuckerfreier Kaugummis, kann Bakterien daran hindern, vom Mund über die Eustachische Röhre in das Gehör zu wandern und dort eine Mittelohrentzündung (Otitis media) zu verursachen.
Zu diesem Schluss kamen Forscher der Universität von Toronto (Kanada), nachdem sie Studien der Datenbank Cochrane Library mit insgesamt mehr als 3000 finnischen Kindern untersucht hatten. Schon länger war bekannt, dass der auch als Xylitol bezeichnete natürliche Zuckeraustauschstoff das Wachstum von Erregern hemmt, die Karies hervorrufen.

31.03.2012
Übergewicht: Bequeme Menschen naschen mehr
Aktive Menschen essen weniger Süßigkeiten als ihre bequemeren Kollegen
Panthermedia/jirkaejc
Wer sich im Beruf viel bewegt, hat weniger Lust auf Süßes. Forscher aus Exeter (England) hatten 78 gewohnheitsmäßige Schokoladenesser zwei Tage auf „Entzug“ gesetzt. Die Hälfte der Probanden sollte eine Viertelstunde auf dem Laufband trainieren, die andere Gruppe durfte sich ausruhen.
Anschließend mussten alle Teilnehmer zurück an den Schreibtisch und unterschiedlich schwere Aufgaben lösen. Die Aktiven naschten dabei im Durchschnitt nur halb so viel von der angebotenen Schokolade wie die Passiven. Der Schwierigkeitsgrad der Aufgabe spielte keine Rolle.

30.03.2012
E-Zigarette: Eine gesunde Alternative?
Viele Menschen denken, E-Zigaretten böten eine Möglichkeit, gesund zu rauchen. Das stimmt aber nicht unbedingt
Panthermedia/Potr Marchinski
Elektronische Zigaretten sind keine schadstoffarme Alternative, warnt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Die benutzten Kartuschen enthalten neben einer Nikotinlösung häufig auch andere gesundheitsschädigende Substanzen – wie möglicherweise krebserregende Nitrosamine.
Der über E-Zigaretten eingeatmete Dampf bestehe etwa bis zu 90 Prozent aus Propylenglykol, das kurzfristig Atemwegsreizungen auslösen könne, so die BZgA. Für einen dauerhaften Rauchstopp sei eine Verhaltensänderung nötig, die mit E-Zigaretten nicht erreicht werde.

29.03.2012
Gehirn: Denkorgan wächst mit seinen Aufgaben
Benutzt ein Mensch intensiv seine Hirnzellen, wächst das Denkorgan genau dort, wo man es am meisten beansprucht
PhotoDisc/RYF
Strengt ein Mensch intensiv seine Hirnzellen an, vergrößert sich das Denkorgan genau dort, wo es am meisten beansprucht wird. Diese Vermutung bestätigten Neurologen des Londoner University College an einer Gruppe von 79 Taxifahrern.
Bei Teilnehmern, die für ihre Lizenz erfolgreich Straßennamen und Routenpläne paukten, hatte die graue Substanz im hinteren Teil des Hippocampus zugenommen. Hier liegt das räumliche Vorstellungsvermögen. Bei Teilnehmern, die durch die Prüfung fielen, stellten die Forscher keine Veränderungen fest, berichten sie in Current Biology.

28.03.2012
Verbrennungen: So behandelt man sie richtig
Wie Sie sich bei kleinen Brandwunden selbst helfen können und wann Sie auf jeden Fall zum Arzt gehen sollten
Shotshop/Erwin Wodicka
Der Unterarm streift das heiße Bügeleisen, am Herd kocht die Suppe über und spritzt auf die Hand, an der festlich gedeckten Tafel sorgt eine Kerze für schmerzliche Erinnerung – derartige Missgeschicke passieren alltäglich.

In den meisten Fällen entstehen nur kleine Verletzungen, die Betroffene gut selbst behandeln können. Oberstes Gebot: die Wunde sofort mit Wasser kühlen. Das verringert den Schmerz und soll verhindern, dass das Gewebe noch mehr Schaden nimmt, auch wenn die Hitzequelle bereits entfernt ist.

Am besten handwarmes Wasser verwenden und zehn bis höchstens 20 Minuten kühlen. Von kaltem Wasser raten Mediziner heute ab. Läuft es länger über eine Wunde, kann das die Versorgung der Haut beeinträchtigen.

Meist reicht das richtige Kühlen aus. Selbst ein Verband ist nicht nötig. Geben Sie keinesfalls Mehl, Öl oder ähnliche „Hausmittel“ auf die Wunde. Das kann zu einem Wärmestau führen und die Schmerzen verstärken.

Bildet sich eine Brandblase, sollte man sie keinesfalls aufstechen. Sie stellt einen idealen körpereigenen Verband dar und bewahrt die geschädigte Haut darunter vor Infektionen. Wer die Blase vor Verletzungen schützen möchte, kann sie locker mit einer sterilen Kompresse abdecken. Platzt die Blase, ist die Infektionsgefahr groß. Dies stellt in der Regel einen Fall für den Arzt dar, denn die Wunde muss antiseptisch behandelt werden.

Schmerzen lindern

Ein leichtes Schmerzmittel kann die Heilungsphase erträglicher machen. Brandwunden können sehr wehtun. An sich ist dies eher ein gutes Zeichen, denn dann sind die schmerzleitenden Nervenenden an der Hautoberfläche noch intakt. Bei tieferen Verbrennungen wurden die Nerven zerstört, und die Patienten empfinden keinen Schmerz.

Ob eine Brandverletzung nach der Erstversorgung noch von einem Arzt behandelt werden muss, hängt von verschiedenen Faktoren ab: vom Grad und vom Ausmaß der Schädigung, von der betroffenen Körperregion und auch vom Alter des Verletzten.

Gefahr der Auskühlung

Bei Verbrennungen ersten Grades ist nur die Oberhaut betroffen. Sie ist gerötet und erwärmt wie bei einem Sonnenbrand. In der Regel reicht Selbstbehandlung, wenn nicht mehr als zehn Prozent der Körperoberfläche verbrannt sind. Denn dann besteht die Gefahr eines Kreislaufschocks. Anhaltspunkt: Die Handinnenfläche entspricht etwa einem Prozent.
Großflächige Verbrennungen werden heute nicht mehr gekühlt, die Verletzten kühlen schnell aus. Als Erste Hilfe die Haut steril abdecken und den Betroffenen mit einer Decke vor Auskühlung schützen.

Verbrennungen zweiten Grades (Blasenbildung) können innerhalb von zwei Wochen narbenlos abheilen. Wenn der Blasengrund weiß ist, sind tiefere Schichten betroffen, und Betroffene sollten einen Arzt aufsuchen. Das empfiehlt sich auch bei Blasen, die größer als ein Zwei-Euro-Stück sind. Höhergradige Verbrennungen stellen einen ärztlichen Notfall dar.
Auch mit Brandwunden im Gesicht, an Händen, Füßen und Genitalien sollten Sie zum Arzt, weil sich Narben bilden können. Babys und Kleinkinder gehören immer in medizinische Behandlung.

Kinder gut schützen

Verbrennungen und vor allem Verbrühungen gehören zu den häufigsten Unfällen bei Kindern. Entdeckungsfreudige Zwei- bis Vierjährige sind besonders gefährdet.
  • Heißes weit weg vom Tischrand platzieren. Nichts Heißes trinken, wenn ein Kind auf Ihrem Schoß sitzt.
  • Auf dem Herd die Topf- und Pfannengriffe nach hinten drehen. Möglichst die hinteren Platten benutzen. Den Herd mit einem Gitter sichern.
  • Verwenden Sie im Bad Mischbatterien. Lassen Sie nicht zuerst heißes Wasser in die Wanne laufen.

27.03.2012
Haare färben: Unter 16 Jahren keine bunten Strähnchen
Jugendliche müssen beim Haarefärben auf schrille Farben verzichten. Inhaltsstoffe können Allergien und Ausschläge auslösen
Thinkstock/Hemera
Auf Haarfärbemitteln steht neuerdings der eindeutige Hinweis: Jugendliche unter 16 Jahren müssen in Zukunft auf bunte Strähnchen verzichten. Das schreibt eine neue EU-Kosmetikverordnung vor. Zwei von drei Haarfärbemitteln enthalten die Chemikalie para-Phenylendiamin (PPD), die Allergien, Hautausschläge und Schwellungen im Gesicht sowie am Haaransatz auslösen kann.

26.03.2012
Mobbing: Oft ein Gruppenphänomen
Tritt Mobbing in einer Abteilung gehäuft auf, kann dies mit dem Führungsstil der Vorgesetzten zusammenhängen
Thinkstock/iStockphoto
Fühlt sich ein Mensch an seinem Arbeitsplatz als Opfer von Mobbing, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass auch Kollegen sich gemobbt fühlen. Die Wahrnehmung von Mobbing beruhe nicht auf der subjektiven Einschätzung einzelner Personen, sondern trete in betroffenen Abteilungen gehäuft auf. Zu diesem Schluss kommen Psychologen der Freien Universität Berlin, nachdem sie knapp 5000 Beschäftigte befragt haben.
Eine entscheidende Rolle spiele dabei der Stil der Vorgesetzten. Fälle von Psychoterror traten seltener in Abteilungen auf, in denen sich die Führungskräfte gesprächsbereit zeigten und Mitarbeitern bei Entscheidungen ein Mitspracherecht einräumten. In Gruppen mit Mobbing stieg das Risiko, an einer Depression zu erkranken, um das Doppelte, so die Forscher.

24.03.2012
Bluttest: Herzinfarkte besser erkennen
Ein neuer Test weist ein bestimmtes Eiweiß im Blut nach, dass nach einer Herzattacke verstärkt freigesetzt wird
Thinkstock/iStockphoto
Ein neuer Bluttest zeigt in drei Stunden, ob ein Herzinfarkt vorliegt. Forscher untersuchten damit 1818 Patienten, die sich in einer Spezial­ambulanz (Chest Pain Unit) vorstellten. Der Test misst den Anstieg von Troponin I im Blut, einem Eiweiß, das bei einem Infarkt frei wird. Er ist empfindlicher und zuverlässiger als jeder andere Troponin-I-Test, der sich auf dem Markt befindet, sagen die Autoren der Studie, die in der Fachzeitschrift JAMA veröffentlicht wurde.

23.03.2012
Stechmücken: Ein guter Riecher
Nicht süßes Blut lockt Moskitos, sondern offenbar Dufststoffe auf der Haut
Thinkstock/iStockphoto
Bestimmte Bakterien auf der Haut­ des Menschen sondern Duftstoffe ab, die Stechmücken stark anziehen. Das zeigte eine Studie der Wageningen-Univer­sität (Niederlande). Die Forscher setzten 48 Männer mit nackten Füßen den Attacken der Malaria-Überträgerin Anopheles gambiae aus. Die Mücken flogen bevorzugt Füße an, auf denen sich viele Bakterien derselben Art tummelten. Am liebsten landeten sie auf Bereichen mit einer großen Anzahl von Staphylokokken.

22.03.2012
Eibisch: Sanfter Reizstiller
Die Heilpflanze enthält Schleimstoffe, die Reizhusten lindern können
Imagesource/RYF
Echter Eibisch (Althea officinalis) ist ein Malvengewächs. Im Sommer zieren die bis zu zwei Meter hoch wachsenden Stauden viele Natur- und Bauerngärten. Ihre großen rosafarbenen Blüten sind ein beliebter Landeplatz für Insekten. Im Winter nützen die in der wärmeren Jahreszeit geernteten Bestandteile der Heilpflanze all jenen Menschen, die von Heiserkeit, Halsschmerzen und Reizhusten geplagt werden. Denn Blüten, Blätter und Wurzeln des Eibischs enthalten wertvolle Schleimstoffe, die sich wie ein Schutzfilm auf die gereizte Schleimhaut im Mund- und Rachen­raum legen und sie dadurch beruhigen. Eibisch-Extrakte wirken reizlindernd in Tees und Säften.

21.03.2012
Mundhygiene: Polieren beim Profi
Informationen zur professionellen Zahnreinigung
Banana Stock/RYF
Sie tragen exotische Namen wie Streptococcus mutans und Laktobazillus acidophilus und gehören eigentlich nicht in den Mund – vor allem nicht in großer Zahl. Auf den Zähnen bilden die Keime weiche und harte Beläge, aus denen Karies und Parodontitis entstehen. Regelmäßiges Zähneputzen soll sie in Schach halten. Haften die Beläge aber an schwer zugänglichen Stellen im Zahnraum, helfen auch die geschicktesten Putzmanöver nicht. Daher bieten viele Zahnarztpraxen eine professionelle Zahnreinigung an.
Was passiert bei einer ­professionellen Zahnreinigung?
Eine gute professionelle Zahnreinigung ist ein Betreuungspaket. Darin sind mehrere manuelle Reinigungsschritte enthalten sowie die Untersuchung und Beratung des Patienten. Zunächst beurteilt der Zahnarzt oder die Fachkraft für Prophylaxe den Zustand von Zähnen und Zahnfleisch. Daraus leiten sie Anleitungen und Tipps für die häusliche Zahnpflege ab und informieren den Patienten über geeignete Hilfsmittel. Anschließend entfernt die Prophylaxe-Assistentin alle Beläge sowie Zahnverfärbungen durch Rauchen, Kaffee oder auch Tee. Am Ende behandelt sie die Zähne noch mit einem fluoridhaltigen Gel oder Lack.
Wie oft ist die Groß­reinigung beim Zahnarzt nötig?
Die Bundeszahnärztekammer gibt als Richtwert zwei professionelle Zahnreinigungen pro Jahr an. Ob tatsächlich mehr oder weniger Prozeduren notwendig sind, hängt vom individuellen Kariesrisiko ab und somit von Faktoren wie dem Alter, den persönlichen Lebensumständen und der Ernährung. Beispielsweise verringere sich bei älteren Menschen häufig der Speichelfluss. Wenn Zähne jedoch nicht regelmäßig in ausreichender Menge von Speichel umspült sind, erhöht sich das Kariesrisiko. Bei diesen Patienten könnten daher durchaus vier bis sechs professionelle Zahnreinigun­gen im Jahr sinnvoll sein. Lassen Sie sich von Ihrem Zahnarzt sagen, wie oft die Behandlung bei Ihnen nötig ist, zumal sich das im Lauf der Jahre immer wieder ändern kann.
Greift die Komplett­reinigung die Zähne an?
Um weiche Beläge und Verfärbungen zu entfernen, setzen Dentalhygieniker Pulverstrahlgeräte ein. Mit einem Luft-Wasser-Salz-Gemisch zertrümmern sie die Ablagerungen auf den Zähnen. Kritiker bemängeln, dass diese Behandlungsinstrumente die Zahnoberflächen aufrauen und so Karies fördern, denn Bakterien können sich besser an raue Flächen heften. Experten sagen aber, dass dieser ­Effekt nicht zum Tragen kommt, da die Zähne nach der Behandlung mit dem Pulverstrahlgerät stets von der Prophylaxe-Assistentin manuell nachgeglättet und poliert werden. Darüber hinaus härtet und schützt das anschließend aufgetragene Fluoridgel die Zahnoberfläche.
Wer übernimmt die Kosten?
Eine professionelle Zahnreinigung  gilt als Eigenleistung – im Normalfall bezahlen die gesetzlichen Kassen sie daher nicht. Manchmal gewähren die Versicherer allerdings pauschal einen ­Zuschuss oder bieten im Rahmen von Vorsorgeprogrammen günstigere Konditionen an. Nachfragen kann sich daher durchaus lohnen. Die Kos­ten der Behandlung hängen vom Leistungsumfang und Zeitaufwand ab. In der neuen Gebührenordnung für Zahnärzte, die seit 1. Januar 2012 gilt, ist die Zahnreinigung gebührenrechtlich festgelegt. Bei einem kompletten Gebiss (28 Zähne) betragen die Kos­ten je nach Aufwand zwischen 90 und 140 Euro.
Ab welchem Alter ist professionelle Zahnpflege sinnvoll?
Regelmäßige Prophylaxe ist schon im Kindesalter wichtig. Milchzähne sind Platzhalter für die zweiten Zähne und somit Voraussetzung für eine gesunde Gebissentwicklung. Experten empfehlen, bereits im Alter von zwei Jahren damit zu beginnen. Das schütze die Milchzähne gegen Beläge und führt zudem Kinder an die richtige Zahnpflege heran.

20.03.2012
Ernährung: Obst und Gemüse hält Gefäße fit
Ernähren sich Frauen gesund, können sie einem Schlaganfall vorbeugen, zeigt eine Studie
Thinkstock/Hemera
Die richtige Ernährung kann das Risiko für einen Schlaganfall senken. Das zeigt eine Analyse des Karolinska-Instituts in Stockholm (Schweden). Die Forscher werteten über zwölf Jahre die Daten von 31. 035 Frauen ohne und 5680 Frauen mit Vorerkrankun­gen des Herz-Kreislauf-Systems aus. Ein hoher Gehalt an Antioxidanzien im Blut, der bei den Teilnehmerinnen vorwiegend auf dem Verzehr von Gemüse und Früchten beruhte, senkte das Hirnschlagrisiko bei den gesunden Frauen um 17 Prozent, bei den vorbelasteten um zehn Prozent.

19.03.2012
Bewegung: Sport fördert den Schlaf
Wer sehr aktiv ist, schläft deutlich besser. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt 150 Minuten Sport pro Woche
Stockbyte/RYF
Menschen schlafen deutlich besser und fühlen sich tagsüber munterer, wenn sie – wie die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt – mindestens 150 Minuten pro Woche Sport treiben. Das fanden Wissenschaftler der Oregon State University (USA) jetzt in einer Studie heraus. Dazu untersuchten sie 2600 Frauen und Männer zwischen 18 und 85 Jahren. Um verlässliche Daten zu erhalten, hatten sie die Teilnehmer mit einem Fühler ausgestattet, der deren Bewegungen aufzeichnete. Unmittelbar nach der sportlichen Betätigung haben manche Menschen allerdings Probleme mit dem Einschlafen.

17.03.2012
Vorsorge: Besser zu früh als zu spät
Mann und Frau nehmen Vorsorgeuntersuchungen zu selten war, sagen Experten
Brand X Pictures/ RYF
Gesetzlich Versicherte nehmen Vorsorgeuntersuchungen zu wenig in Anspruch. Darauf macht das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (ZI) aufmerksam und empfiehlt, besonders die Angebote zur Darmkrebsvorsorge wahrzu­nehmen. Doch nur 14 Prozent der Frauen und 11 Prozent der Männer zwischen 55 und 74 Jahren tun das. Männer gelten generell als Vorsorgemuffel. Erst ab 75 Jahren wendet sich das Blatt: Dann lassen sich mehr Männer als Frauen beraten.

16.03.2012
Röntgen: Strahlung vermeiden
Patienten sollten nur geröntgt werden, wenn es wirklich angebracht ist
PhotoDisc/ RYF
Röntgenuntersuchungen und Computer­tomografien sollten laut Bundesamt für Strahlenschutz nur angewandt werden, wenn sich daraus bessere Behandlungsmöglichkeiten ergeben. Zur Verringerung der eventuell krebserregenden Strahlen­dosis können die Patienten selbst beitragen. So sollen sie aktuelle ähnliche Aufnahmen – soweit vorhanden – in die Praxis mitbringen und sich vom Arzt über Notwendigkeit und Risiken geplanter neuer Untersuchungen aufklären lassen.

15.03.2012
Abnehmen: Jo-Jo-Hormone
Manche Frauen verspüren nach einer Diät ständig Hunger, was den Jojo-Effekt verstärkt. Schuld sind wohl appetitanregende Hormone, sagen Forscher
Panthermedia/Christian Frickinger
An 50 Probandinnen stellten australische Wissenschaftler fest, dass sie auch ein Jahr nach einer erfolgreichen Diät noch ein verstärktes Hungergefühl hatten. Der Grund dafür war die nach wie vor erhöhte Konzentration von Hormonen, die den Appetit ­anregen. Hormone wie Leptin, welche die Nahrungsaufnahme dagegen vermindern, waren noch nicht wieder auf ihrem Aus­gangs­­niveau. Für eine dauerhafte Gewichtsabnahme müssten also Strategien entwickelt werden, um diese Kompensationsmechanismen des Körpers zu überlisten, so die Forscher im New England Journal of Medicine.

14.03.2012
Menstruation: Schmerzfreie Tage
Mit welchen Mitteln sich Krämpfe und Unwohlsein während der Periode am besten lindern lassen
Jupiter Images GmbH/French Photographers Only
Viele Frauen fühlen sich während der Monatsblutung ruhe­­bedürftiger als sonst. Für manche sind die Tage sogar ausgesprochen schmerzhaft. Starke Bauch­krämpfe, die in Rücken und Beine ausstrahlen können, plagen sie. Übelkeit, Verdauungsprobleme, Erbrechen oder Kopfschmerzen können dazukommen. Oft sind die Beschwerden so heftig, dass die Frau­en für ein bis drei Tage ihren Alltag nicht bewältigen können und im Beruf, im Studium oder in der Schule ausfallen.
Alle vier Wochen baut sich bei Frauen während der fruchtbaren Jahre die Gebärmutterscheimhaut auf, damit sich ein befruchtetes Ei ein­nis­ten kann. Bleibt die Befruchtung aus, wird die Schleimhaut durch die Monatsblutung ausgeschieden.
Dazu ziehen sich die Muskeln der Gebärmutter in unregelmäßigen Abständen zusammen. Dies geschieht unter dem Einfluss des Botenstoffs Prostaglandin. Die hormonähnliche Substanz reguliert die Anspannung der glatten Muskulatur und beeinflusst das Schmerzempfinden. Me­diziner vermuten, dass betroffene Frau­­en entweder vermehrt diese Schmerzbotenstoffe produzieren oder verstärkt darauf reagieren.
Der Selbsthilfe-Klassiker gegen die krampfartigen Schmerzen ist Wärme in verschiedenster Form. Wohltuend wirkt eine Wärmflasche auf dem Bauch. Für unterwegs eignen sich ­etwa Wärmekompressen aus der Apotheke, die über mehrere Stunden gleichmäßig Wärme abgeben.

Entkrampfend auf die Gebärmutter wirken bei leichteren Beschwerden Heilkräutertees mit Gänsefingerkraut oder Schneeballbaumrinde. Trinken Sie mehrmals täglich eine Tasse, möglichst schon einige Tage vor der erwarteten Periode. Präparate mit Mönchspfeffer können regulierend auf die Periode wirken. Ein Effekt tritt aber meist erst nach sechs bis acht Wochen ein. Auch Homöopathika wie Magnesium phosphoricum oder Chamomilla gelten als krampflösend.
Bewegung, zum Beispiel Walken, kann ebenfalls Linderung bringen. Sport fördert die Durchblutung des Unterbauchs. Wer regelmäßig aktiv ist, kann Beschwerden langfristig ent­gegenwirken. Es gibt Hinweise, dass eine gute Versorgung mit Magnesium Krämpfen vorbeugt. Reichlich enthalten ist der Mineralstoff in Vollkornprodukten, Kakao, Nüssen und Weizenkeimen. Auch die Einnahme eines Magne­sium-Präparats kann sinnvoll sein.
Geht die Periode mit starken Schmerzen einher, empfiehlt sich ein Schmerzmittel oder ein krampflösen­des Medikament. Geeignet sind die Wirkstoffe Paracetamol, Ibuprofen und Naproxen. Wer mit Schmerzen rechnen muss, sollte die Einnahme nicht hinauszögern. Bewährt haben sich auch Medikamente mit dem krampflösenden Wirkstoff Butylscopolamin.
Nur bedingt geeignet ist Acetylsalicylsäure. Sie wirkt gerinnungs­­hemmend und kann den Blutverlust zusätzlich steigern sowie übermäßige Blutungen fördern. Ihr Apotheker berät Sie bei der Auswahl des Wirkstoffs und klärt auch über mögliche Nebenwirkun­gen und Risiken auf.
Frauen, die verhüten wollen, bringt die „Pille“ oder ein anderes gestagenbetontes Verhütungsmittel Erleichterung. Die Hormone schwächen die Blutung und damit einhergehende Beschwerden stark ab.

Vor allem für junge Mädchen kann die Blutung schmerzhaft sein, doch das ist nicht zwingend ein Grund für einen Arztbesuch. Werden die Beschwerden aber mit jeder Periode stärker oder kommen unklare Unterbauchschmerzen während des Zyk­lus hinzu, sollten Betroffene einen Gynäkologen aufsuchen.
Die häufigste Ursache starker Regelschmerzen ist eine Endometriose: Versprengte Gebärmutterschleimhaut wächst außerhalb der Gebärmutter-Innenhöhle, etwa im Bauchfell. Da man die Krankheit nur durch eine Bauchspiegelung sicher diagnostizieren kann, bleibt sie in vielen Fällen lange unerkannt.

13.03.2012
Erkältung: Keine Mittel doppelt einnehmen!
Erkältungsmedikamente enthalten oft Wirkstoff-Kombinationen. Nehmen Sie mehrere Präparate ein, lassen Sie sich deshalb in der Apotheke beraten
Panthermedia/Thomas Lammeyer
Erkältungen belasten uns mit einer Vielzahl von Symptomen: Hus­ten, Schnupfen, Gliederschmerzen, Heiserkeit. Wenn Sie gegen die Beschwerden mehrere Arzneimittel verwenden, sollten Sie sich beraten lassen, um keine Wirkstoffe doppelt einzunehmen. Viele Erkältungsmittel enthalten bereits einen Wirkstoff gegen Schmerzen oder einen Hustenstiller.

12.03.2012
Gehirn: Schlaf-Gene entdeckt
Wie lange ein Mensch schläft, hängt wohl auch mit seinem Erbgut zusammen
Banana Stock/ RYF
Manche Menschen brauchen weniger, manche mehr Schlaf. Schon länger vermuteten Forscher, dass bei diesen unterschiedlichen Bedürfnissen auch die Gene eine Rolle spielen. Auf der Suche nach dem „Schlaf-Gen“ analysierte ein internationales Wissenschaftlerteam das Erbgut von mehr als 4000 Menschen und setzte es in Bezug zur Dauer der Bettruhe. Und tatsächlich: Die Träger einer Variation des Gens ABCC9 benötigen etwa 30 Minuten mehr Schlaf, schreiben die Forscher in dem Fachblatt ­Molecular Psychiatry. Einer von fünf Europäern trägt das Gen in sich.

10.03.2012
Frauen: Stark durch Doppel-X-Chromosom
Auf dem X-Chromosom befinden sich viele Erbanlagen und Abschriften, die für das Immunsystem wichtig sind. Frauen haben gleich zwei X-Chromosomen, Männer nur eins
Thinkstock/Hemera
Frauen zeigen heftigere Immunreaktionen als Männer und sind deshalb resistenter gegen Krankheitserreger. Forschern der Universität Gent (Belgien) zufolge findet sich die Erklärung dafür im weiblichen Erbgut und zwar in dem doppelten X-Chromosom. Wie eine Genanalyse ergab, liegen dort zahlreiche Erbanlagen und Abschriften sehr kurzer Abschnitte, sogenannte Mikro-RNA, die für das Immunsystem wichtig sind.
Bei Frauen können Fehler in einem X-Chromosom durch die zweite intakte Kopie ausgeglichen werden. Bei Männern funktioniert dieser Mechanismus nicht, da ihr Erbgut statt des zweiten X-Chromosoms ein Y-Chromosom enthält. Das stärkere weibliche Immunsystem könnte auch der Grund dafür sein, dass Frauen von Natur aus im Schnitt etwas länger leben als Männer.

09.03.2012
Ringelblume: Gut für die Haut
Die Heilpflanze Ringelblume enthält entzündungshemmende Substanzen wie Glykoside, Saponine und Karotinoide
Panthermedia/evgenyb
Orangegelb leuchten die Blüten der Ringelblume (Calendula officinalis) auf der Wiese. Weil die Pflanze zahlreiche Sommergärten schmückt und vom Juni bis in den Herbst hinein blüht, heißt sie auch Gartenringelblume und Sonnwendblume. Das zu den Korbblütlern gehörende Gewächs hat sich insbesondere bei leichten Hautwunden bewährt, denn die Blüten enthalten entzündungshemmende Substanzen wie Glykoside, Saponine und Karotinoide.
Jetzt im Winter leiden viele Menschen unter rissiger und rauer Haut. Ringelblume, als Salbe, Tinktur oder Öl aufgetragen, glättet sie. Auch alltägliche Verletzungen wie kleine Schürf- und Quetschwunden und sogar leichte Verbrennungen und Erfrierungen heilen damit schneller ab. Oft finden sich die feinen, farbigen Zungen der Blütenblätter als schmückendes Element in Teemischungen.

08.03.2012
Gehirn: An was Männer denken
Männer haben durchschnittlich 19-mal am Tag erotische Gedanken. Aber sie denken auch viel an Essen oder Schlafen
Thinkstock/PolkaDotImages
Männer denken nur an das eine? Diese Meinung widerlegt eine aktuelle Studie der Ohio State Universität in Mansfield (USA). 283 Studenten und Studentinnen wurden in drei Gruppen aufgeteilt und sollten mit einem Zählgerät eine Woche lang festhalten, wie oft sie entweder an Sex, an Essen oder Schlafen dachten. Dabei zeigte sich, dass Männer im Durchschnitt 19-mal am Tag erotischen Gedanken nachhingen, Frauen zehnmal. Allerdings dachten die Studenten auch häufiger an Essen und Schlafen als die Studentinnen.

07.03.2012
Kälte: Erfrierungen behandeln
Hier lesen Sie, welche Maßnahmen bei Erfrierungen und Unterkühlung die Erste Hilfe darstellen
Thinkstock/iStockphoto
Wenn der Schnee glitzert, sich in der Eisdecke eines zugefrorenen Sees die Berge spiegeln oder die Schritte im frischen Weiß knirschen, ist Winter wunderbar. Doch die Lust auf Bilderbuchromantik schwindet rasch, wenn die Kälte in den Körper kriecht. Eis und Schnee sind dafür gar nicht nötig, denn schon bei Plusgraden können Wind und Feuchtigkeit – wie auch eine zu eng sitzende Kleidung, die eine normale, wärmende Durchblutung behindert – ernste gesundheitliche Probleme nach sich ziehen.

Vermutlich hat jeder schon einmal erlebt, wie Finger oder Ohren in der Kälte zu kribbeln anfangen – ein Zeichen, dass die Durchblutung gedrosselt wird. Der Körper ergreift diese Vorsichtsmaßnahme, um den Wärmeverlust zu mindern. Besonders problematisch: Weil Kälte die Hautnerven lahmlegt, haben die Betroffenen keine Schmerzen. Es fehlen die Alarmsignale.

Körperwärme und Wasserbäder

Erfrierungen sind örtlich begrenzte Gewebeschäden. Sie treten vor allem an Nase, Ohren, Fingern und Zehen auf. Mediziner unterscheiden drei Schweregrade: Erfrierungen ersten Grades heilen folgenlos ab. Die Haut ist weiß und kühl. Im Stadium zwei bilden sich Blasen. Das Gewebe verfärbt sich blau und schwillt an. Stirbt Gewebe ab, liegt eine Erfrierung dritten Grades vor. Tückisch: Manchmal vergehen Tage oder Wochen, bis sich das Ausmaß des Kälteschadens zeigt.

Vor dem langsamen Erwärmen des Gewebes muss die nasse Kleidung durch trockene ersetzt werden. Auf keinen Fall sollte man die Haut reiben, weil das den Gewebeschaden vergrößern kann. Körperwärme eignet sich gut zum Erwärmen: So können beispielsweise kalte Finger in die Achselhöhle gelegt werden. Ideal sind Wasserbäder mit langsam ansteigender Temperatur – vor allem bei Erfrierungen zweiten und dritten Grades. Diese sollten aber grundsätzlich von einem Arzt in Augenschein genommen werden.

Kühlt der ganze Körper ab, sprechen Ärzte von Unterkühlung. Problematisch wird es, wenn die Körperkerntemperatur unter 35 Grad sinkt. Unter 33 Grad hört das Muskelzittern auf. Die Atmung flacht ab, der Betroffene verliert das Bewusstsein. Es besteht Lebensgefahr. Ersthelfer sollten sofort den Rettungsdienst alarmieren. Anschließend wird der Betreffende mit Wolldecken oder einer Isolierdecke umwickelt. Mitunter sind warme Getränke hilfreich. Auf keinen Fall darf der Unterkühlte zu sehr bewegt werden, da die Muskelarbeit kaltes Blut zum Körperkern leitet, was diesen weiter abkühlt.

Gesundheitsprobleme in der Kälte lassen sich leicht vermeiden. Die passende Kleidung schützt. Bewährt hat sich das „Zwiebelschalenprinzip“: Eine windabweisende äußere Kleidungsschicht ergänzt mehrere wärmende Innenschichten. Das hält warm. Mütze und Handschuhe vervollständigen den Kälteschutz. So lässt sich die Schönheit des Winters sorgenfrei genießen.

06.03.2012
Ernährung: Gemüse für Kinder schmackhaft machen
Mit kleinen Tipps kann man Gemüse so zubereiten, dass es Kindern besser schmeckt
Thinkstock/iStockphoto
Warum verweigern Kinder oft Gemüse? Möglicherweise liegt es an den Bitterstoffen. Forscher von der Temple University Philadelphia (USA) testeten zunächst, wie empfindlich Vorschulkinder auf solche Bitterstoffe reagierten. Dabei zeigten mehr als zwei Drittel eine hohe Sensitivität. War jedoch der Brokkoli von einem Dressing gekrönt, aßen die Kleinen mehr davon. Am besten, so die Forscher, eignet sich ein fettarmer Dip. Ähnliches gilt auch für Suppen: Kalorienarmer Frischkäse macht sie für Kinder schmackhafter.

05.03.2012
Im Alter: Der Geruchssinn lässt nach
Dem in die Jahre gekommenen Gehirn fällt es immer schwerer verschiedene Gerüche zu unterscheiden
Thinkstock/Stockbyte
Dem Gehirn fällt es im Alter zunehmend schwer, Gerüche zu unterscheiden. Das berichten Neurowissenschaftler in der Fachzeitschrift Neurobiology of Aging. Sie wiesen nach, dass die Geruchsnerven von über 60-Jährigen zwar genauso zahlreich sind wie bei Jüngeren. Die Neuronen differenzieren im Alter unterschiedliche Gerüche aber nicht mehr, sondern vermischen sie. Der schwächere Geruchssinn könnte den mangelnden Appetit vieler Senioren erklären, so die Forscher.

03.03.2012
Schutzimpfung: Keine Angst vor dem Piks
Tut nicht weh, trotzdem ist das Impfen vielen Kindern und Erwachsenen nicht geheuer
W&B/Christine Beckmann
Viele Erwachsene haben Angst vor Spritzen und lassen sich deshalb keine Injektionen verabreichen. Diese „Furcht vor der Nadel“ entsteht oft durch die in der Kindheit durchgeführten Schutzimpfungen.
Forscher der Universität von Toronto (Kanada) raten ängstlichen Patienten, den Piks selbstbewusst und in aufrechter Haltung auf sich zukommen zu lassen. Wer verkrampft, spürt mehr Schmerzen.

02.03.2012
Denksport: Durch die Tür, aus dem Sinn
Offenbar registriert das Gehirn das Durchqueren einer Tür als Signal, Gedanken, die wir gerade noch hatten, zu löschen
Panthermedia/Theodor38
„Was wollte ich hier?“ Diese Frage hat sich wohl schon jeder einmal gestellt, nachdem er einen anderen Raum betreten hatte, um etwas zu erledigen. Wissenschaftler der Universität Notre Dame im US-Bundesstaat Indiana haben nun die Erklärung für diese Vergesslichkeit gefunden: Offenbar registriert das Gehirn das Durchqueren einer Tür als Signal, Gedanken, die wir gerade noch hatten, zu löschen.
Für die Studie sollten die 60 Teilnehmer aus einer Auswahl sechs bunte Teile in eine Kiste packen und sie auf einen Tisch platzieren. Dieser stand entweder im selben oder in einem benachbarten Raum, der durch eine Tür getrennt war. Anschließend sollten die Teilnehmer möglichst viele Teile in der Kiste benennen. Hatten sie zuvor die Tür durchquert, lösten sie diese Aufgabe deutlich schlechter.

01.03.2012
Krebsvorsorge: Ab 35 zum Haut-Check
Gesetzlich Krankenversicherte haben ab 35 alle zwei Jahre Anspruch auf eine kostenlose Untersuchung der gesamten Haut ohne Hilfsmittel
Panthermedia/Andres Rodriguez
Fast jeder vierte Deutsche leidet unter einer Hauterkrankung, etwa einer Pilzinfektion, einem Ekzem oder Akne. Zu diesem Ergebnis kamen Professor Matthias Augustin und sein Team von der Universität Hamburg. Für ihre Studie werteten sie die Daten von mehr als 90.000 Angestellten aus, die in ihren Firmen an Hautscreenings teilgenommen hatten.
Im Rahmen der Früherkennungsmaßnahmen haben gesetzlich Krankenversicherte ab 35 alle zwei Jahre Anspruch auf eine kostenlose Untersuchung der gesamten Haut ohne Hilfsmittel bei ihrem Hausarzt oder einem Dermatologen. Darüber hinausgehende Kontrollen, etwa mit dem Auflichtmikroskop, werden dem Patienten als individuelle Gesundheits-Leistungen (IGeL) in Rechnung gestellt.

28.02.2012
Gedächtnis: Kopfbälle können Hirn schaden
Bei Kopfbällen wirken Kräfte mit bis zu 30-facher Erdbeschleunigung. Das kann dem Gehirn Schaden zufügen
Thinkstock/BrandXPictures
Hobby-Kicker, aufgepasst! Radiologen des New Yorker Einstein College of Medicine (USA) haben eine Obergrenze berechnet, ab der Kopfbälle die Nervenfasern im Gehirn schädigen. Bei Spielern, die mehr als 1500 Kopfstöße pro Jahr ausführten, wiesen sie Schäden wie bei einem Schädel-Hirn-Trauma nach.
Bei neuropsychologischen Tests stellten sie zudem Gedächtnisschwächen fest. Für Gelegenheitsspieler und Fußballer mit professioneller Technik geben die Mediziner aber Entwarnung.

27.02.2012
Haut: Sonne fördert Vitamin-D-Produktion
Menschen, die zu wenig Sonnenlicht abbekommen, produzieren weniger Vitamin D
Thinkstock/Goodshot
Nutzen Sie die Wintersonne! Menschen, die nur selten Sonnenstrahlen auf die Haut lassen, haben weniger Vitamin D im Blut als Sonnenfreunde. Das schreiben Forscher der Stanford School of Medicine (USA) in dem Magazin Cancer Causes and Control.
Unter den 6000 Studienteilnehmern bildete die Haut vor allem bei jenen zu wenig Vitamin D, die sich meist im Schatten aufhielten oder sich mit langärmeligen Hemden vor der Sonne schützten. Die Anwendung von Sonnencreme beeinflusst die Vitamin-D-Konzentration dagegen kaum. Ein Mangel an dem Vitamin kann zu Osteoporose führen.

26.02.2012
Psychologie: Wie Menschen mit Verboten umgehen
Menschen reagieren unterschiedlich, wenn ihnen etwas nicht erlaubt ist
Panthermedia/Darius Turek
Wie reagieren Menschen auf Vorschriften: mit Akzeptanz oder Widerstand? Dies untersuchten Forscher der Universität von Waterloo (Kanada). Sie informierten 76 Studenten über Vorzüge eines niedrigen Tempolimits. Dann erfuhr ein Teil, dass ein entsprechendes Gesetz bald in Kraft trete, der andere, dass eine Änderung wahrscheinlich geplant sei.
Eine Gruppe bekam keine weiteren Informationen. Nun sollten die Studenten das Vorhaben bewerten. Die größte Unterstützung fand die Geschwindigkeitsbegrenzung bei jenen, die von der Gesetzesänderung ausgingen, die geringste bei jenen, die von einer Planung wussten. Die Erklärung der Forscher: Auf eine bestehende Vorschrift reagieren Menschen eher positiv, um besser damit zurechtzukommen. Besteht eine Chance zur Änderung, regt sich Widerstand.

25.02.2012
Gut trainiert: Muskelkraft ein Leben lang
Wenn man genug Sport betreibt, muss Muskelkraft im Alter nicht abnehmen.
Thinkstock/iStockphoto
Eine Studie der Universität von Pittsburgh (USA) zeigt, dass die Muskelkraft mit dem Alter nicht abnehmen muss. Die Wissenschaftler untersuchten sehr sportliche Menschen zwischen 40 und 81 Jahren, die mindestens vier- bis fünfmal in der Woche trainierten.
Unter anderem maßen sie die Muskelmasse. Dabei zeigte sich zwar ein geringer Kraftverlust um das 60. Lebensjahr, aber die 70- und 80-Jährigen waren genauso kräftig wie die 60-Jährigen.

24.02.2012
Computerprogramm: Fotos in Zeitschriften fast alle geschönt
Ein neues Computerprogramm kann auf Bildern erkennen, wie stark diese zuvor bearbeitet wurden
Thinkstock/Digital Vision
Auf Werbeanzeigen und Magazinen lächeln uns makellose Gesichter entgegen. Fast alle diese Fotos wurden vorher digital bearbeitet. Mithilfe eines Computerprogramms lässt sich nun messen, wie stark Retuscheure dabei getrickst haben. Forscher des Dartmouth College in Hanover (USA) entwickelten die Software dazu.
Diese analysiert, um welchen Wert Gesichtszüge verändert, Falten geglättet, Busen aufgebläht und Beine in die Länge gezogen wurden. Die Software soll helfen, realitätsferne Bilder zu entlarven, hoffen die Wissenschaftler. Falsche Schönheitsideale fördern Essstörungen, wie Studien belegen.

23.02.2012
Arzneimittelsicherheit: Initiative gegen Medikamentenfälschungen
Apotheker sowie Pharmagroßhändler und -hersteller gehen gemeinsam gegen Fälschungen vor
W&B/IFA
Gefälschte Arzneimittel stellen in Europa und damit auch in Deutschland ein wachsendes Problem dar. Einfallstor ist meist der illegale Versandhandel. Die Weltgesundheitsorganisation geht davon aus, dass der Fälschungsanteil hier bei rund 50 Prozent liegt – Tendenz steigend. Dagegen gilt der legale Vertriebsweg vom Hersteller über den Großhandel in die Apotheken als sehr sicher. Hier tauchten bisher nur vereinzelt gefälschte Arzneimittel auf.

Mit der Globalisierung des Arzneimittelmarkts steigt aber das Risiko, dass Fälschungen auch in die legale Lieferkette gelangen. Um gefälschte Arzneimittel auch in Zukunft von Apotheken fernzuhalten, haben sich alle Beteiligten der Lieferkette zu der Initiative Securpharm zusammengeschlossen. Die Initiative entwickelt ein Siche­rungssystem, mit dem Apotheker im Beisein der Patienten die Echtheit von Arzneimitteln prüfen können.
Anstoß zu der Initiative gab eine neue EU-Richtlinie zur Bekämpfung von Arzneimittelfälschun­gen: Europaweit sollen Präpa­rate künftig mit zusätzlichen Sicherheitsmerkmalen versehen werden, welche die Identifizierung jeder einzelnen Packung ermöglichen. Die Verordnung soll 2016 in Kraft treten. Bis dahin versucht die Initiative die Vorgaben auf nationaler Ebene umzusetzen.
Für einen im Januar 2013 beginnenden Pilotversuch versehen ausgewählte Hersteller die Packungen rezeptpflichtiger Arzneimittel mit einem zweidimensionalen Data-Matrix-Code, wie er zum Beispiel von Bahnfahrkarten bekannt ist. Jede Packung erhält eine individuelle Seriennummer, die in einer Datenbank gespeichert wird. Damit wird sie zum Unikat.
Um den Code entziffern zu können, werden die Apotheken mit speziellen Lesegeräten ausgestattet. Bevor der Apotheker ein Medikament abgibt, startet er eine Abfrage in der Datenbank. Ist die Seriennummer in Ordnung, gibt das System grünes Licht, und die Packung wird als „abgegeben“ vermerkt. Eine unbekannte oder bereits abgegebene Packungsnummer löst hingegen Alarm aus. Der Patient erhält eine andere Packung, und der Apotheker geht der Sache auf den Grund. Die Beteiligten der Initiative sind zuversichtlich, dass diese zusätzliche Kontrolle Fälscher künftig abschrecken wird.
Eine dreimonatige Testphase soll die Alltagstauglichkeit des Konzepts unter Beweis stellen. Zunächst gilt es, die technischen Voraussetzungen für eine zügige Abfrage zu schaffen. Die Arbeitsabläufe dürfen nicht behindert oder verzögert werden. Auf die Apotheken kommen Mehrkosten für die Ausrüstung zu. Am stärksten ist jedoch die Pharmaindustrie betroffen, die ihre Produktionsstraßen umrüsten muss.
Die Bereitschaft, in noch aufwendigere Sicherungssysteme zu inves­tieren, hält sich derzeit in Grenzen. RFID-Transponder (Radio Frequency Identification), wie sie in der Bekleidungsindustrie als Diebstahlschutz zum Einsatz kommen, werden sich daher schwer durchsetzen. Sie sind sicherer als Data-Matrix-Codes, aber auch teurer.

RFID-Transponder bestehen aus einem Speicherchip und einer Antenne, die über Funkwellen mit einem Lesegerät kommuniziert. Der Chip kann ausgelesen und beschrieben werden, sodass Großhandel und Apotheken Informationen ergänzen können. Damit könnte man den Weg eines Arzneimittels vom Hersteller bis zum Patienten lückenlos nachvollziehen. Veränderbare Informationen wären zudem schwerer zu kopieren als Data-Matrix-Codes. Außerdem ließen sich ohne Sichtkontakt mehrere Packungen auf einmal auslesen. Das würde wiederum Zeit sparen und die Arbeit erleichtern.
Ein Forschungsprojekt konnte zeigen, dass sich die Kosten verringern, wenn die Antennen bereits während der Herstellung auf die Packung gedruckt werden. Die RFID-Technik bietet sich vor allem für hochpreisige Medikamente und Betäubungsmittel an. Welche Arzneimittel mit einem Fälschungsschutz versehen werden müssen, legt die EU-Kommission noch fest.

22.02.2012
Schlangen: Tödliche Bisse
Die offiziellen Zahlen der Schlangenbiss-Toten liegen oft viel zu tief, sagen Wissenschaftler
Thinkstock/iStockphoto
Weltweit sterben mehr Menschen an Schlangenbissen als gemeinhin angenommen. Darauf machten Wissenschaftler bei dem Kongress für Tropenmedizin und Hygiene in Philadelphia (USA) aufmerksam. Sie verwiesen auf die aktuelle Datenanalyse in dem Fachmagazin Journal of Neglected Tropical Diseases.
Demnach kommen allein in Indien 46.000 Menschen jährlich infolge eines Schlangenbisses zu Tode. Die offizielle Statistik der Weltgesundheitsorganisation verzeichnet nur 2000 Todesfälle pro Jahr durch Giftschlangen in Indien.

21.02.2012
Birke: Pflanze für Haut und Niere
Aufgüsse von Birkenblättern wirken harntreibend. Äußerlich kommen Extrakte der Rinde die Rinde bei trockener Haut zum Einsatz
Panthermedia/Scubarbatek
Den schlanken Stamm reckt die Hängebirke (Betula pendula) bis zu 25 Meter hoch in den Himmel. Die Äste mit den zartgrünen Blättern neigen sich zum Boden, während sie bei der gedrungen wachsenden Moorbirke (Betula pubescens) nach oben ragen.
Als Arzneimittel sind vor allem die polyphenolhaltigen Blätter beider Arten interessant. In Tees und Aufgüssen wirken sie harntreibend sowie durchspülend und unterstützen die Behandlung bakterieller Harnwegsinfekte. Extrakte der weißen Birkenrinde kommen zudem in Cremes und Lotionen für die Pflege trockener Haut zum Einsatz.

20.02.2012
Unter Geschwistern: Kinder kriegen steckt an
Wenn Bruder oder Schwester Nachwuchs bekommen, dann motiviert das oft die Geschwister, es nachzumachen
W&B/Bernhard Huber
Bei ihrer Familienplanung lassen sich junge Frauen durch ihr soziales Umfeld beeinflussen – vor allem die eigene Familie. Bekommt die Schwester oder der Bruder einer Frau im gebärfähigen Alter Nachwuchs, steigt für sie die Wahrscheinlichkeit, dass sie selbst innerhalb des nächsten Jahres schwanger wird, auf mehr als das Doppelte.
Das belegten Wissenschaftler des Wiener Instituts für Demografie bei 110.000 norwegischen Geschwisterpaaren. Sie nehmen an, dass kinderlose Frauen die Unsicherheit bei ihrer eigenen Entscheidung abbauen, wenn sie ihre Geschwister dabei beobachten, wie sie in ihrer neuen Elternrolle aufgehen.

19.02.2012
Krebsrisiko: Zähneputzen schützt vor Tumor
Menschen, die regelmäßig und gut ihre Zähne pflegen, reduzieren ihr Risiko, an Krebs zu erkranken
Thinkstock/Photos.com
Regelmäßige Mundhygiene schützt nicht nur Zähne und Zahnfleisch, sie kann auch dazu beitragen, Krebserkrankungen der Speiseröhre und der oberen Atemwege zu verhindern. Darüber berichten Wissenschaftler aus Japan in der Fachzeitschrift Head & Neck.
In ihrer Studie mit 856 Krebspatienten und 2696 gesunden Kontrollpersonen stellten die Wissenschaftler fest, dass jene Teilnehmer, die ihre Zähne mindestens zweimal täglich gründlich reinigten, ein niedrigeres Tumorrisiko besaßen als Einmalputzer. Bei denjenigen, die nie zur Zahnbürste griffen, war das Krebsrisiko erhöht.

18.02.2012
Hirnaktivität: Forscher lesen Träume
Mediziner konnten erstmals mit bildgebenden Verfahren im Hirn sehen, was ein Proband träumte
Thinkstock/Hemera
Träume faszinieren die Menschheit seit jeher. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München haben nun erstmals an der Hirnaktivität eines Menschen ablesen können, welche Bilder während des Schlafs auftauchen.
Mit bildgebenden Verfahren unterschieden sie, ob der Proband gerade davon träumte, seine linke oder seine rechte Faust zu ballen. Das Gehirn zeigte bei der Traumhandlung ein fast identisches Signalmuster wie beim Faustballen im Wachzustand. Die Teilnehmer waren „luzide Träumer“, also Menschen, welche die Handlung ihrer Träume steuern können.

17.02.2012
Selbstmedikation: Die perfekte Hausapotheke
Eine Grundausstattung an Arzneien und Verbandstoffen benötigt jeder Haushalt. Bei der Aufbewahrung wird jedoch vieles falsch gemacht. So vermeiden Sie Fehler
W&B/Bernhard Limberger
Meistens wird man gerade dann krank, wenn Arztpraxen und Apotheken geschlossen haben. Bei leichten Beschwerden sollten dann wenigstens die passenden Medikamente griffbereit liegen, um die lästigen Symptome zu lindern. Doch nur etwa jeder vierte Deutsche verfügt über eine durchdacht und gezielt zusammengestellte Hausapotheke, wie eine Umfrage der GfK im Auftrag der Apotheken Umschau im Dezember 2011 zeigte. Und selbst wenn eine respektable Medikamentensammlung vorhanden ist, wird der gute Vorsatz nicht selten durch Fehler bei der Lagerung oder beim Umgang mit den Präparaten zunichtegemacht.

Fehler 1: Falsche Aufbewahrung
Die Umfrage der Apotheken Umschau hat es erneut gezeigt: Mehr als die Hälfte der Bundesbürger bewahren ihre Hausapotheke im Badezimmer auf. Das ist der denkbar schlechteste Raum, weil Wärme und Feuchtigkeit die Haltbarkeit der Arzneimittel beeinträchtigen können. Besser ist es, die Medikamente im Schlafzimmer oder im Flur aufzubewahren – und zwar so, dass sie für Kinder nicht erreichbar sind.

Fehler 2: Angebrochene Packungen
Viele verfügen über ein Sammel­surium von Arzneimittelresten, die ihnen der Arzt irgendwann einmal verschrieben hat. Wer ein Medikament auf Rezept bekommt, sollte es nach dem Ende der Therapie entsorgen. Eine spätere eigenmächtige Einnahme ist wegen der für Laien unüberschaubaren Neben- und Wechselwirkungen zu risikoreich. Das gilt besonders für Antibiotika, deren Restbestände von manchen beim nächsten Virusinfekt eingenommen werden, obwohl sie nur gegen Bakterien wirken.

Fehler 3: Abgelaufene Medikamente
Etwa einmal im Jahr sollten Sie die Hausapotheke auf abgelaufene Medikamente überprüfen. Auch sterile Verbandstoffe haben ein Verfallsdatum. Unsterile Mull- oder Fixierbinden können außerdem im Lauf der Zeit an Elastizität einbüßen, Pflaster ihre Klebeeigenschaften verändern. Manchmal gehen auch Verbandscheren oder
Fieberthermometer verloren. Wer seine Hausapotheke instand halten will, sollte den Arznei- und Verbandmittelvorrat regelmäßig überprüfen und auffüllen. Dabei hilft auch gerne Ihre Apotheke.

Fehler 4: Fehlende Verpackung
Lose herumliegende Blisterstreifen mögen platzsparend sein, die zugehörigen Faltschachteln erleichtern im Notfall aber das schnelle Auffinden des richtigen Medikaments. Weil viele Fragen erst im Lauf der Therapie auftauchen, darf auch der Beipackzettel nicht fehlen. So kann man sich zum Beispiel schnell vergewissern, ob ein bestimmtes Symptom vielleicht eine typische Nebenwirkung ist, die einer ärztlichen Kontrolle bedarf.

Fehler 5: Unbeschriftete Medikamente
Hilfreich ist es, die Medikamente in der Hausapotheke zusätzlich zu beschriften – zum Beispiel für welche Beschwerden sie sich eignen, wie man sie dosiert oder für welches Familienmitglied sie „reserviert“ sind. Das ist besonders bei Nasensprays zu empfehlen, die am besten immer nur von einer Person benutzt werden. Flüssige Zubereitungen sollten außerdem mit dem Anbruchdatum versehen werden, da sie meist nur eine begrenzte Haltbarkeit haben. So lässt sich schnell erkennen, wann sie zu entsorgen sind.

Checkliste für die Hausapotheke:

Verbandmaterial: Sterile Kompressen, Mullbinden und elastische Binden, Verbandpäckchen, Brandwundenverbandpäckchen, Heftpflaster, Verbandklammern, Sicherheitsnadeln, wasserdichter Fixierverband, Wundschnellverband, Pflasterstrips, Sprühpflaster, Verbandwatte, Splitterpinzette, Verbandschere
Arzneimittel: Schmerz- und Fiebermittel, Mittel gegen Husten, Schnupfen und Halsschmerzen, Präparate gegen Verdauungsbeschwerden, Sodbrennen, Blähungen, Verstopfung und Durchfall, Salben oder Cremes gegen Mückenstiche, Sonnenbrand, Juckreiz (Antihistaminikum), Wunddesinfektionsmittel, Wund- und Heilsalbe, Salbe oder Gel gegen Prellungen, Zerrungen und Verstauchungen
Sonstiges: Fieberthermometer, Kühlkompressen, Erste-Hilfe-Anleitung, Notrufnummern

16.02.2012
Sehfähigkeit: Frische Luft ist gut für die Augen
Kinder und Jugendliche, die sich viel draußen aufhalten, sind seltener kurzsichtig als Stubenhocker
W&B/Bernhard Huber
Frische Luft ist gut für die Augen: Wie Augenärzte der Universität Cambridge an 10.000 Studienteilnehmern herausfanden, sind Kinder und Jugendliche, die sich viel draußen aufhalten, seltener kurzsichtig als Stubenhocker.
Jede Stunde, die sie pro Woche im Freien verbringen, senke im Durchschnitt das Risiko für Kurzsichtigkeit um etwa zwei Prozent. Die Forscher vermuten einen positiven Effekt des Tageslichts auf die Augen.

15.02.2012
Fäkalbakterien: Verkeimte Handys
Viele Mobiltelefone sind mit dem Darmkeim Escharichia Coli verunreinigt
Thinkstock/Banana Stock
Etwa jedes sechste Handy ist mit Fäkalbakterien verunreinigt. Das entdeckten Hygieneforscher der Universität London, als sie in zwölf Städten 390 Mobiltelefone und die Hände ihrer Besitzer unter die Lupe nahmen. Fast alle Handynutzer gaben an, sich nach dem WC-Besuch die Hände zu waschen.
Trotzdem fanden sich auf 16 Prozent der Hände und Handys Spuren des Darmkeims Escherichia coli, der über Berührungen weitergegeben wird. Eine Infektion mit Fäkalbakterien kann bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem Durchfall oder Lungenentzündung auslösen. Beste Vorsorge: die Hände gründlich mit Seife waschen.

14.02.2012
Paare: Glücklich, aber dick
Wer den Partner fürs Leben gefunden hat, achtet weniger auf eine schlanke Linie, behaupten Forscher
Thinkstock/Stockbyte
Wer in einer glücklichen Partnerschaft lebt, nimmt eher zu als ein Single. Das belegt eine Untersuchung der Universität Heidelberg. Die Wissenschaftler werteten Daten von mehr als 2000 Personen zwischen 16 und 55 Jahren aus. Je härter die Konkurrenz bei der Partnersuche, desto mehr achten Allein­lebende auf ihr Gewicht, um attraktiver zu sein, so die Erklärung der Soziologen. Sobald Menschen sich aber in einer glücklichen Partnerschaft befinden, besteht der Konkurrenzdruck nicht mehr. Wer zuvor besonders auf seine Figur achtete, nimmt dann möglicherweise sogar umso mehr zu.

13.02.2012
Ernährung: Zuckersüße Gefahr
Frauen sollten mit zuckerhaltigen Limonaden zurückhaltend umgehen – nicht nur wegen der Figur, sondern auch um ihr Herz zu schützen
Jupiter Images GmbH/Polka dot
Frauen, die sich mindestens zwei zuckerhaltige Getränke am Tag genehmigen, scheinen ein erhöhtes Risiko für Herzleiden zu haben, auch wenn sie nicht zunehmen. Das ergab eine Studie der Universität von Oklahoma (USA) mit 4166 Personen. Der Konsum erhöht bei
Frauen die Blutfettwerte (Triglyzeride) bedenklich.

12.02.2012
Emotionen: Ein Gen für Mitgefühl
Wie wir auf die Gefühle unserer Mitmenschen reagieren, hängt wohl von unserem Ergbut ab
Thinkstock/Stockbyte
Wie emotional wir auf die Gefühle anderer reagieren, hängt auch von unseren Erbanlagen ab – etwa von dem Gen, das den Bauplan für den Oxytocin-Rezeptor enthält. Menschen mit der A-Variante des Gens gelten als weniger einfühlsam als jene mit der G-Variante. Der Unterschied lässt sich sogar an der Körpersprache ablesen, berichten Forscher im Fachmagazin PNAS. So konnten Beobachter anhand tonloser Filmclips Menschen dem A- oder G-Typ zuordnen. Die Clips zeigten Perso­nen, während der Partner von einem schmerzhaften Erlebnis erzählt.

11.02.2012
Asthmasprays: Tipps zum richtigen Inhalieren
Beim Einatmen von Arzneistoffen machen viele Patienten Fehler. Apotheken erklären die Anwendung
Thinkstock/Stockbyte
„Mit diesem Spray kenn ich mich aus, das nehm ich schon seit Jahren.“ Diesen Satz hören Apotheker oft. Doch mit zunehmender Gewöhnung wird die Handhabung von Dosiersprays und Pulverinhalatoren nicht besser. Während neu eingestellte Patienten die Inhalationstechnik anfangs oft sehr gut beherrschen, schleichen sich im Lauf der Zeit Fehler ein.

Medikamente zum Inhalieren gehören zu den fehlerträchtigsten Arzneiformen und erfordern intensive Beratung. Die VITA-Studie der ABDA, der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, bestätigte dies eindrucksvoll. In 55 Apotheken wurde die Inhalationstechnik 750 erwachsener Patienten mit Asthma und chronisch-obstruktiver Bronchitis (COPD) untersucht. 79 Prozent von ihnen in­halierten nicht korrekt. Drei von vier Teilnehmern neigten dabei den Kopf nicht nach hinten.
Doch durch die Neigung begradigen sich die Atemwege, und der Wirkstoff gelangt tiefer in die Lunge. Bei Dosier-Aerosolen müssen die Patienten langsam und tief einatmen, etwa zehn Sekunden die Luft anhalten und rasch ausatmen. Etwa jeder dritte Anwender hatte Probleme mit der Inhalationstechnik oder vergaß das Dosier-Aerosol vor dem Inhalieren zu schütteln, um den Wirkstoff im Treibgas zu verteilen. Vor allem bei akuter Atemnot ist es schwierig, den Sprühstoß und die Einatmung zu koordinieren, sagen Apotheker.
Der häufigste Fehler bei Pulverinhalatoren: Die Patienten atmen nicht stark genug ein, um die feinen Wirkstoffpartikel vollständig zu inhalieren. Mit Geräten, die durch den Atemzug ausgelöst werden, haben selbst Gesunde teilweise Probleme. Umso schwieriger ist es für Menschen mit eingeschränkter Lungenfunktion.

Am Zentrallaborato­rium Deutscher Apotheker (ZL) untersuchen Experten Inhalationssysteme, die von Apotheken eingesandt wurden, auf mechanische Defekte: Rund 40 Prozent der Beanstandungen können sie nicht bestätigen. Vermutlich bedienen die Patienten die Geräte nicht richtig, oder ihr ­­Atemvolumen reicht nicht, um den Sprühstoß auszulösen. Bei einem akuten Asthmaanfall kann das fatale Folgen haben.
Defekte erkennen die ZL-Mitarbeiter, indem sie – durch Filter geschützt – die Geräte selbst ausprobieren. Nur etwa zehn Prozent der Beanstandungen gehen auf mechanische Fehler zurück. Meist liegt es an mangelnder Hygiene. Wenn die Patienten das Mundstück des Dosier-Aero­sols nicht nach jedem Gebrauch reinigen, können sich Wirkstoffpartikel am Ventil ablagern und es verstopfen. Pulverinhalatoren werden oft eingesandt, weil sie knirschen oder der Mechanismus sich nicht mehr auslösen lässt. Die Ursache sind dann meist Pulverreste, die nicht vollständig inhaliert wurden.
Wenn zu wenig Wirkstoff in die Lunge gelangt, wirken die Arzneimittel nicht richtig. Bei fehlerhafter Inhalation besteht zudem die Gefahr von Nebenwirkungen, etwa wenn kortisonhaltige Präparate zu lange im Mund bleiben. Wegen ihrer immundämpfenden Wirkung können sie einen Pilzbefall der Schleimhaut hervorrufen.
Laut der VITA-Studie senkte bereits ein einmaliges Beratungsgespräch die Fehlerquote auf 28 Prozent. Nachdem ein Apotheker die korrekte Handhabung demonstriert hatte, funk­tionierte es bei fast allen Patienten besser, berichten die Studienleiter. Die wenigen, die auch nach der Beratung mit ihrem Inhalationsgerät nicht zurechtkamen, wurden nach Rücksprache mit dem Arzt auf ein anderes System umgestellt. Um zu vermeiden, dass sich im Alltag Fehler einschleichen, sollte die Inhalationstechnik immer wieder überprüft werden – ein Service, den Apotheken regelmäßig anbieten.

10.02.2012
Heilkraut: Fenchel entspannt den Darm
Das aromatische Gewächs hilft gegen Blähungen, lindert aber auch Erkältungsbeschwerden
Thinkstock/iStockphoto
Bereits vor 5000 Jahren nutzten die Bewohner Mesopotamiens die heilende Wirkung des würzig-aromatischen Fenchels (Foeni­culum vulgare). Im neunten Jahrhundert brachten Benediktinermönche diesen Doldenblütler, der als süßer und bitterer Fenchel vorkommt, auch in unsere Breiten. Medizinisch verwendet wird nur der bittere. Er hilft gegen schmerzhafte Blähungen sowie Magendrücken und löst Krämpfe des Magen-Darm-Trakts.
Bei Erkältung fördern Fenchelhonig und Fencheltee das Abhusten und hindern Bak­terien daran, sich zu vermehren. Zudem empfiehlt die Volksheilkunde das Getränk frisch Entbundenen, um die Milchbildung anzuregen. Ursache all dieser heilsamen Wirkungen sind die ätherischen Öle aus den Fenchelfrüchten. In seltenen Fällen kommt es allerdings zu allergischen Reaktio­nen der Haut und der Atemwege.

09.02.2012
Sport: Den Schmerz wegtrainieren
Menschen, die sich in ihrer Freizeit regelmäßig bewegen, leiden seltener unter chronischen Schmerzen
Thinkstock/iStockphoto
Moderater Freizeitsport kann chronische Schmerzen deutlich lindern. Das fanden Forscher der norwegischen Universität Trondheim heraus. Die Wissenschaftler befrag­ten mehr als 46.000 Erwachsene, ob sie Schmerzen haben und wie häufig, wie lange und wie intensiv sie Sport treiben. Bei den 20- bis 64-jährigen Schmerzpatienten erfuhren jene, die ein- bis dreimal pro Woche mindes­tens 30 Minuten lang gemäßigt trainierten, eine besonders große Linderung. Waren Befragte aus dieser Altersgruppe jedoch viermal pro Woche oder häufiger aktiv, glich sich ihr Schmerzniveau wieder dem der trägen Patien­ten an. Im Gegensatz dazu lohnte sich für Teilnehmer über 64 Jahre jede zusätzliche Trainingseinheit.

07.02.2012
Büro: Störende Gespräche
Die Unterhaltung von Kollegen stört im Großraumbüro am meisten, sagen Experten
Thinkstock/Hemera
Nicht PC, Drucker und Kopierer stören im Großraumbüro am meisten, sondern der Lärm, den Kollegen verursachen. Das ­akustische Hauptproblem sind die Gespräche, sagen Mitarbeiter des Hörzentrum Oldenburg. Denn unsere Ohren spitzen sich ­automatisch, wenn andere reden. Als ­Gegenmaßnahme empfehlen Hörexperten Arbeitgebern den Einbau schallschluckender Trennwände sowie die Einrichtung von Besprechungsinseln und Rückzugsräumen.

21.01.2012
Leitungswasser: Lithium für die Seele
Enthält das Trinkwasser einer Region mehr Lithium, dann begehen in diesem Gebiet weniger Menschen Selbstmord
Jupiter Images GmbH/Comstock Images
In Regionen mit höherem natürlichem Lithium-Gehalt im Trinkwasser begehen weniger Menschen Selbstmord als in Gebieten, wo das Wasser nur geringe Mengen des Spurenelements enthält. Das ergab eine Studie in Österreich. Lithium wird in der Depressionstherapie seit Langem als Medikament genutzt – aber viel höher dosiert, als im Wasser vorhanden.

20.01.2012
Gesundheit: Einsamkeit kostet Schlaf
Menschen mit wenig sozialen Kontakten schlummern schlechter, als diejenigen, die viele Freunde und Bekannte haben
Jupiter Images/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY
Sozial isolierte Menschen schlafen schlechter als solche, die sich in eine Gemeinschaft eingebettet fühlen. Das entdeckten Wissenschaftler der Universität von Chicago (USA). Sie untersuchten Personen, die zur religiösen Gemeinschaft der sehr traditionell lebenden Hutterer gehören. Eine frühere Untersuchung an Studenten hatte ähnliche Ergebnisse gebracht.

19.01.2012
Ernährung: Vorsicht, Blei in Wildfleisch
Das Fleisch von erjagtem Wild kann mit Schwermetall belastet sein
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Kleine Kinder, Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch sollten kein Fleisch von Wildschweinen, Rehen und Hirschen essen, die mit Bleimunition geschossen wurden, rät das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Die Bleiaufnahme über andere Lebensmittel, etwa Meeresfrüchte, Gewürze und Innereien, sei in Deutschland bereits relativ hoch.
Das giftige Schwermetall reichert sich im Organismus an und kann zu Gesundheitsschäden führen. Das BfR warnt: Ein erhöhtes Risiko besteht bei Verbrauchern, die wöchentlich Wild verzehren.

18.01.2012
Tiergesundheit: Patient auf vier Pfoten
Auch Hund und Katze werden mal krank. Für sie gibt es in vielen Apotheken die passende Medizin
W&B/Martina Ibelherr
Stellt ein Arzt einem Menschen ein Rezept aus, erhält der Patient das Medikament nicht in der Praxis, sondern in der Apotheke. Nur diese hat das Verkaufsrecht für Humanarzneimittel. In der Veterinärmedizin ist es anders: Tierärzte dürfen die Medikamente nicht nur verordnen, sondern auch verkaufen.

Ursprünglich war die Regelung dazu gedacht, die Versorgung der Tiere mit Arzneimitteln auch in den dünn besiedelten ländlichen Regionen sicherzustellen. Doch selbst in den Kleintierpraxen der Städte sei es heute längst üblich, dass die Besitzer die meisten Medikamente für ihre vierbeinigen Hausgenossen vom behandelnden Arzt bekommen. Bei der Behandlung ungefährlicher Tiererkrankungen auf eigene Faust ist die öffentliche Apotheke aber auf jeden Fall eine wichtige Anlaufstelle.

Haltern fehlt oft die Erfahrung

Bei harmlosen Erkrankungen wie Wurm- oder Flohbefall können die Halter sich mit dem Gang in die Apotheke also durchaus den Tierarztbesuch sparen. Fast alle Apotheken bieten neben rezeptfreien Mitteln zur Parasitenprophylaxe auch Pflegeprodukte und Nahrungsergänzungsmittel für Tiere an.
Verschreibungspflichtige Präparate wird jedes Apothekenteam gegen Vorlage eines Rezepts gerne besorgen. Denn nicht alle Tierärzte machen von ihrem Abgaberecht Gebrauch und unterhalten eine eigene tierärztliche Hausapotheke. Stattdessen verordnen sie die Medikamente auf Rezept.

Einige öffentliche Apotheken haben sich sogar verstärkt auf Tiergesundheit spezialisiert. Neben dem apothekenüblichen Sortiment bieten viele Apotheker Veterinärprodukte und besonders homöopathische Tierarzneien an.

Da beim Verarzten von Tieren oft das Erfahrungswissen fehlt und viele Irrtümer kursieren, ist Beratung gefragt. Beispielsweise bei Flohbefall. Was viele Tierhalter nicht wissen: Damit die nötigen Maßnahmen eine anhaltende Wirkung zeigen, gilt es, nicht nur das Haustier selbst zu behandeln, sondern auch sein Umfeld von den Plagegeistern zu befreien.
Empfehlenswert bei einem Flohbefall ist das Vier-Punkte-Programm: die Tiere zunächst mit einem Flohschutzshampoo reinigen, um die Blutsauger zu bekämpfen. Anschließend einen Spezialpuder auftragen, der sich gleichmäßig auf dem ganzen Körper verteilt. Um das Tier vor Neubefall zu schützen, sollte der Halter ihm ein Spezialhalsband gegen Flöhe anlegen. Außerdem müssen Teppichböden, Polstermöbel, Decken und Körbchen gründlich abgesaugt werden.
Denn in der Regel kommen auf einen Floh im Fell zehn Artgenossen im unmittelbaren Umfeld des Haustiers. Am Ende der Behandlung ist der Hund oder die Katze stets zu entwurmen, da Flöhe Bandwürmer übertragen können.

Vorsicht bei Arzneien für Menschen

Manche Tierhalter denken, dass die eigene Arznei auch ihrem vierbeinigen Freund guttut. Ein gefährlicher Trugschluss, da der Stoffwechsel von Mensch und Tier sehr unterschiedlich ist. Während etwa Baldrian den Menschen beruhigt, wirkt die Heilpflanze bei Katzen berauschend.
Bisweilen führt die Gabe von Humanarzneien sogar zu lebensbedrohlichen Situationen. So kann das Schmerzmittel Acetylsalicylsäure die Organe von Katzen und Hunden schwer schädigen. Der Fiebersenker und Schmerzstiller Paracetamol birgt ebenfalls Vergiftungsrisiken für die Vierbeiner.

Im Zweifelsfall gilt daher auch für die Therapie leichterer Erkrankungen: Fehlt die artgerechte Arznei und ist der Allgemeinzustand des Tieres geschwächt, sollte unbedingt ein Veterinär zurate gezogen werden.

17.01.2012
Im Ausland: Vorsicht vor gefälschten Medikamenten
Wer beim Arzneikauf im Ausland Geld sparen will, läuft Gefahr, nicht das zu bekommen, was auf der Verpackung steht
Shotshop/Adam Gregor
Gehen Urlauber im Ausland bei Medikamenten auf Schnäppchenjagd, müssen sie damit rechnen, auf eine Fälschung hereinzufallen. Davor warnt das Zentrallaboratorium Deutscher Apotheker.
Die Forscher nahmen eine Stichprobe von Arzneimitteln aus Thailand. Zwar enthielten alle untersuchten Präparate Wirkstoffe, aber nur zwei von zehn in der angegebenen Menge. Mit bloßem Auge seien viele Fälschungen nicht zu erkennen, so das Institut.

16.01.2012
Geschlechter: Unterschiedliche Blutzusammensetzung
Das Blut von Frauen und Männern ist unterschiedlich zusammengesetzt. Vielleicht sollte man einige Krankheiten geschlechtsspezifisch behandeln?
PhotoDisc/ RYF
Männer sind anders, Frauen auch: Diese Erkenntnis ziehen Wissenschaftler des Münchner Helmholtz-Zentrums aus den Blutproben von 3000 Menschen. Bei 101 von 131 untersuchten Stoffwechselprodukten entdeckten sie deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Das betraf vor allem Aminosäuren.
Molekular seien Männer und Frauen völlig verschieden. Daraus folgern die Forscher, dass wir je nach Geschlecht unterschiedliche Ansätze für die Behandlung von Krankheiten bräuchten.

14.01.2012
Obst und Gemüse: Weißer Schutz
Möglicherweise können Obst- und Gemüsesorten mit weißem Fleisch das Risiko für einen Schlaganfall senken, fanden Wissenschaftler heraus
Jupiter Images GmbH/Ablestock
Obst und Gemüse mit weißem Fleisch könnten das Schlaganfall-Risiko verringern. Das entdeckten Forscher der Universität Wageningen (Niederlande). Sie überprüften bei rund 20 000 herzgesunden Menschen, wie viel Obst und Gemüse unterschiedlicher Farbe diese aßen. In einem Zeitraum von zehn Jahren traten unter den Teilnehmern 233 Schlaganfälle auf. Pro 25 Gramm „weißem“ Obst und Gemüse mehr am Tag war das Schlaganfall-Risiko um neun Prozent geringer.

13.01.2012
Arbeit: Gestresste Pendlerinnen
Frauen, die per Bus oder Bahn zu ihrem Arbeitsplatz fahren, sind davon meist genervter als Männer
Thinkstock/Digital Vision
Frauen setzt der tägliche Weg zur Arbeit mehr zu als Männern, obwohl diese im Durchschnitt länger unterwegs sind. Das ergab eine britische Befragung von 15  000 Pendlern. Am meisten stresst die tägliche Fahrerei Mütter mit Kindern im Vorschulalter. Aber selbst kinderlose Frauen in langjährigen Beziehungen nervt die Zeit in Bussen und Bahnen mehr als Männer. Lediglich weibliche Singles pendeln ähnlich entspannt wie ihre männlichen Kollegen.

11.01.2012
Kieferzysten: Heimliche Höhlen
Sie verursachen selten Schmerzen, sind aber eine Gefahr für das Gebiss. Oft hilft nur eine Operation
Thinkstock/iStockphoto
Es gibt Überraschungen, auf die wir gut verzichten könnten. So entdecken Zahnärzte bei beschwerdefreien Patienten auf routinemäßig aufgenommenen Röntgenbildern nicht selten Zysten im Kieferknochen. Dabei handelt es sich um Hohlräume im Kiefer, die von einer Bindegewebskapsel umgeben und mit einer zähen Flüssigkeit gefüllt sind.
Zysten können sich an kranken Zähnen bilden, oft an solchen, deren Wurzel behandelt wurde. Es gibt aber auch Zysten, die an noch nicht durchgebrochenen Zähnen, etwa Weisheitszähnen, entstehen. Sie entwickeln sich aus Epithelzellen, die sich in dem Zahnsäckchen befinden. Das Tückische an Zysten: Ohne Behandlung wachsen sie immer weiter. Denn je mehr Flüssigkeit sich in ihnen ansammelt, desto größer werden sie.
Millimeterweise verdrängen sie dabei den umliegenden Kieferknochen und stoßen gegen gesunde Zähne, was Patienten als Drücken wahrnehmen können. Bei sehr gro­ßen Exemplaren wird sogar eine Wölbung nach außen sichtbar, und eventuell ist ein Knistern aus dem Knochen hörbar. Unbehandelt kann es zu Zahn- und Nervenschäden oder Knochenverformungen bis hin zu einem Kieferbruch kommen. Richtig gefährlich wird es, wenn Bakterien in die Zyste gelangen und eine Vereiterung hervorrufen. Die Erreger streuen in den ganzen Körper und können Organe wie Herz und Nieren infizieren.
Um schlimme Folgen zu verhindern, muss die Zyste häufig operativ entfernt werden. Bei Zysten, die an einer Wurzel sitzen, muss meist der Zahn gezogen werden. Wenn die entstehende Lücke im Knochen sehr groß ist, kann der Chirurg sie mit Knochen oder Knochenersatzmaterial auffüllen. Nach etwa einer Woche ist die Wundheilung so weit abgeschlossen, dass der Zahnarzt die Fäden ziehen kann. Bis sich der Kieferknochen wieder vollständig nachgebildet hat, können aber einige Jahre vergehen.

Schmerzen oder Beschwerden bestehen in dieser Phase nicht mehr, allerdings sind Nachkontrollen erforderlich, da Zysten wiederkommen können. Eventuell schneidet der Chirurg die Zyste auch nur an, sodass sich die Flüssigkeit entleeren kann. Gesunder Knochen kann dann langsam in den Hohlraum hineinwachsen. Dieser schonendere Eingriff hat den Vorteil, dass er den Patienten weniger belas­tet und das Risiko für Schäden an benachbarten Zähnen, Nerven und an Nasen- und Kieferhöhlenboden geringer ist. Bei einer unvollständigen Zystenentfernung sind besonders engmaschige Nachkontrollen nötig, um sicherzugehen, dass es nicht erneut zu einem Wachstum kommt.
Generell raten Experten, das Gebiss regelmäßig mittels Röntgenbildern kontrollieren zu lassen. So können frühzeitig Veränderungen festgestellt und durch eine Behandlung größere Schäden vermieden werden. Die Kassen übernehmen im Regelfall die Kos­ten für eine Aufnahme pro Jahr. Zysten treten bei Männern häufiger auf. Dies könnte daran liegen, dass sie meist weniger auf ihr Gebiss achten als Frauen. Das Gute an Zysten
ist: Sie wachsen in der Regel nur sehr langsam, sodass es meistens dauert, bis ernste Probleme auftreten.

10.01.2012
Heilpflanze: Wacholder stärkt den Magen
Wacholderbeeren würzen Speisen und machen sie zugleich bekömmlicher
Jupiter Images GmbH/BrandXPictures
Mal Baum, mal Strauch – der immergrüne Wacholder (Juniperus communis) prägt die Landschaften ganz Europas. Seit Jahrhunderten dienen seine blauvioletten bis schwarzbraunen getrockneten Beeren (Juniperi pseudofructus) als Würze in ballaststoff- und fettreichen Speisen. Bereits Dioskurides, Grieche und berühmtester Pharmakologe des Altertums, erwähnte die Frucht. Sie sei „dem Magen wohl bekömmlich, wirkt bei Blähungen, Leibkrämpfen, auch harntreibend“. Das gilt noch heute. Weil die Beeren Magenbeschwerden ohne krankhafte Ursache lindern und die Ausscheidungsfunk­tion unterstützen, finden sie sich in Magenmitteln, Blasen- und Nierentees. Ein Zuviel der Beeren wirkt jedoch giftig. Schwangere und Nierenkranke sollten deshalb auf  Wacholderpräparate verzichten. Nur Mittel aus der Apotheke verwenden!

09.01.2012
Bewegung: Treiben nur Gesunde Sport?
Je weniger zufrieden ältere Menschen mit ihrem Gesundheitszustand sind, desto seltener sind sie sportlich aktiv – ergab eine Studie
Thinkstock/Goodshot
Knapp 70 Prozent der Männer und 42 Prozent der Frauen in Deutschland sind als 18-Jährige sportlich aktiv. Aber nur knapp ­jeder Fünfte ab 68 trainiert regelmäßig. Das zeigt eine Langzeitstudie der Soziologin Dr. Simone Becker an der Uni Heidelberg. Zudem stellte sie fest, dass die Teilnehmer ­­ihren Allgemeinzustand mit steigen­dem Alter schlechter bewerteten. Ihr Ergebnis: Je weniger zufrieden Männer und Frauen mit ihrer Gesundheit sind, desto seltener treiben sie Sport.

07.01.2012
Engagement: Gesundes Ehrenamt
Menschen, die sich ehrenamtlich für andere einsetzen, haben eine höhere Lebenserwartung
W&B/Bernhard Huber
Wer sich freiwillig und unentgeltlich für soziale und wohltätige Zwecke einsetzt, kann damit seine Lebenserwartung um bis zu vier Jahre erhöhen. Das schließen­ Wissenschaftler des Instituts für Sozialforschung der Universität von Michigan (USA) aus einer Langzeitstudie, für die ihnen die Daten von 10 300 Ehrenamtlichen seit dem Jahr 1957 zur Verfügung standen. Wichtig für die günstige Wirkung sei aber, dass das Engagement keine egoistischen Motive verfolgt.

06.01.2012
Alter: Ski ohne Limit
Auch ältere Menschen dürfen sich auf die Piste begeben – die positiven Effekte überwiegen die Unfallrisiken, ergab eine Studie
Jupiter Images GmbH/Thinkstock LLC
Skifahren bringt Körper und Geist in Schwung. Das gilt auch für Wintersportler über 60 Jahre. Wie Forscher aus Österreich, der Schweiz, England und Dänemark in der „Salzburg Skiing for the Elderly Study“ herausfanden, überwiegen die positiven Auswirkungen auf das
Herz-Kreislauf-System und die Muskulatur bei Weitem die mögliche Unfallgefahr. Weil der alpine Sport die Sehnen lockert und die Koor­dination verbessert, seien auch ältere Menschen im Alltag besser vor Stürzen geschützt.
Tipp: Wer länger nicht mehr aktiv war oder chronisch krank ist, sollte vor dem Start sicherheitshalber seinen Arzt fragen, ob etwas gegen den Skisport spricht!

05.01.2012
Ohren: Musik trainiert das Hörvermögen
Wer ein Musikinstrument beherrscht, schneidet bei Hörtests im Alter besser ab
Panthermedia/Martin Kosa
Wer ein Musikinstrument spielt, trainiert sein Hörvermögen für das Alter. Das berichten kanadische Forscher im Fachblatt Psychology and Aging. Sie untersuchten 89 Nicht-Musiker und 74 Menschen, die in ihrem Leben mindestens sechs Jahre lang Musik­unterricht genommen hatten. Bei den Hörtests ging es darum, Sprache aus ­Um­­gebungsgeräuschen herauszufiltern. Diese Form der Geräuschverarbeitung ist im Gehirn angelegt. Sie gelang 70-jährigen Musikern genauso gut wie 50-Jährigen aus der anderen Gruppe. Bei der Wahrnehmung der Geräusche direkt im Ohr gab es keine Unterschiede.

04.01.2012
Atemwege: Husten ohne Folgen auskurieren
Eine akute Bronchitis klingt meist innerhalb von zwei Wochen ab. Kommen aber Atemnot und Fieber hinzu, muss der Arzt einschreiten
W&B/Marcel Weber
Nächtliche Ruhestörung durch lautes Husten ist offenbar kein Einzelfall: In den Mieterforen im Internet klagen nicht wenige Menschen über Schlafstörungen, die sie auf die lästigen Geräusche ­erkrankter Nachbarn zurückführen. Freundliche Auf­forderungen, „doch bitte leiser zu husten“, sind selten von Erfolg gekrönt. Bevor Sie eine Mietminderung in ­Betracht ziehen, sollten Sie Ihren geplagten Nachbarn zunächst einmal in die Apotheke oder gleich zum Arzt schicken: Hartnäckiger Husten als Folge einer akuten Bronchitis lässt sich gut behandeln.
Bei Deutschlands Allgemeinmedizinern ist die akute Bronchitis eine der am häufigsten ­gestellten Diagnosen. Schätzungen zufolge erkranken Erwachsene im Schnitt zweimal jährlich an einer Entzündung der Bronchialschleimhaut. Sie tritt meist als letzte Phase einer klassischen Erkältung auf. Die Keime befallen zunächst die oberen Atemwege. Sie wandern dann durch Nase und Rachen nach unten. In 90 Prozent der Fälle wird eine Bronchitits durch eine Infektion mit Erkältungsviren verursacht.
Diese regen die Schleimproduktion an und schädigen gleichzeitig die Flimmerhärchen der Bronchialschleimhaut. Das erschwert den Abtransport des vermehrt gebildeten Sekrets. Durch Husten versucht der Körper, sich von dem gestauten Schleim zu befreien. Wenn neben den oberen Verästelungen der Bronchien auch die Luftröhre betroffen ist, kann der Husten recht schmerzhaft sein.  

Kommen Fieber und Atemnot hinzu, sollte der ­Patient zum Arzt gehen. Sind Viren die Ursache, werden nur die Symptome behandelt. Meist verschwindet eine akute Bronchitis innerhalb von 14 Tagen von selbst. Befallen aber Bakterien die bereits geschädigte Bronchialschleimhaut, verschlimmern sich die Symptome, und das zuvor klare Sekret verfärbt sich gelblich-grün. Doch auch eine bakterielle Bronchitis heilt meist alleine aus. Antibiotika sind oft unnötig und werden viel zu häufig verordnet, sagen Experten.
Ältere Patienten und Menschen mit chroni­schen Atemwegserkrankungen wie Asthma und chronisch-obstruktiver Bronchitis sollten jedoch frühzeitig Antibiotika einnehmen: Nicht selten entwickelt sich bei ihnen durch bakterielle Erreger wie Pneumokokken eine lebensbedrohliche Lungenentzündung. Für diese Risikogruppe empfehlen Ärzte daher eine einmalige Pneumokokken-Schutzimpfung.

03.01.2012
Golf: Das Hirn spielt mit
Unser Denkorgan lernt auch im Alter noch dazu. Beispiel Golfen: Wer die Sporart neu einübt, trainiert spezielle Hirnbereiche
Jupiter Images GmbH/Comstock Images
Es ist nie zu spät: Auch das Gehirn von 40- bis 60-Jährigen ist noch sehr anpassungs- und ­lernfähig. Ein Forscherteam der Universität ­Zürich zeigte, dass Golftraining das Zusammenspiel von Hand und Auge deutlich verbessert. Golf­anfänger erhielten 40 Trainerstunden. ­Danach maßen die Forscher in einem Kern­spin­tomogra­fen, wie die Übungen die Struktur der grauen Hirnsubstanz verändert hatten. Deren Volumen war speziell in Bereichen ge­wach­sen, die das Sehen und die Motorik verknüpfen. ­Golfer, die den Unterricht in kurzer Zeit absolvierten, machten die größten Fortschritte.

02.01.2012
Verhütung: Pille steuert Erinnerung
Forscher behaupten, die Antibabypille beeinflusse die Art, wie sich Frauen emotionale Ereignisse einprägen
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Bei Frauen, die mit der „Pille“ verhüten, prägen sich emotionale Ereignisse anders ein als ohne die künstlichen Hormone. Das berichten Wissenschaftler der Universität von Kalifornien im Magazin Neurobiology of Learning and Memory. Sie erzählten 72 Frauen von einem Verkehrsunfall, bei dem ein kleiner Junge verunglückt. Eine Woche später wurden die Frauen gebeten, die Geschichte nachzuerzählen. Diejenigen, welche die Pille nicht nahmen, erinnerten sich klarer an neutrale Details. Pillen-Nutzerinnen hatten sich dagegen vor allem den Kern der Geschichte gemerkt – eine eher typisch männliche Art der Erinnerung, glauben die Forscher.

31.12.2011
Bauchfett: Ausdauertraining für eine schlanke Mitte
Bauchfett ist besonders ungesund. Durch Ausdauersport kann man es am besten bekämpfen
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Ein dicker Bauch ist nicht nur ein Figurkiller. Das Fett, das sich dort anlagert, kann auch der Gesundheit schaden. Wissenschaftler der Duke-Universität in Durham (USA) untersuchten, welcher Sport überflüssige Pfunde am besten bekämpft. In einer Studie über acht Monate verglichen sie die Wirkung von Krafttraining, Ausdauersport und einer Kombination aus beidem.
Von den 196 Teilnehmern lief eine Gruppe pro Woche 20 Kilometer, eine zweite machte dreimal in der Woche ein Krafttraining, die dritte trieb beide Sportarten. Dabei zeigte sich, dass Ausdauersport das tiefe Bauchfett schwinden lässt und damit das Risiko für Diabetes senkt. Krafttraining allein zeigte keine deutlichen Effekte.

30.12.2011
Schule: Geschlechtertrennung nicht sinnvoll
Gemischte Klassen erzielen keine schlechteren Ergebnisse als Klassen, die nach Geschlechtern getrennt wurden
Thinkstock/iStockphoto
Die schulischen Leistungen verbessern sich nicht, wenn Mädchen und Jungen getrennt unterrichtet werden. Dieses Fazit ziehen US-Erziehungsforscherinnen in der Fachzeitschrift Science. Sie werteten dazu die Untersuchungsergebnisse verschiedener Länder aus, auch der PISA-Studien, an denen sich Deutschland beteiligt. Reine Mädchen- oder Jungenklassen schnitten nicht besser ab als gemischte. Sie hielten aber eher an den traditionellen Geschlechterrollen fest.

29.12.2011
Sport: Bewegung macht fit im Beruf
Wer Sport treibt ist produktiver im Berufsalltag
Thinkstock/iStockphoto
Werktätige, die ihre tägliche Arbeitszeit zugunsten sportlicher Aktivitäten um eine halbe Stunde verringern, sind nicht weniger produktiv. Das geht aus einer Untersuchung des Karolinska-Instituts in Schweden mit 177 Angestellten in der zahnmedizinischen Versorgung hervor. Diejenigen, die sich regelmäßig 30 Minuten Zeit für eine aktive Pause nahmen, fühlten sich besser und waren seltener krank als normal arbeitende Kollegen.

28.12.2011
Sauna: Schwitzen wie die Sioux
Schon die Ureinwohner Amerikas liebten das Hitzebad
Shotshop/Carmen Steiner
Vermutlich wissen nur die wenigsten Liebhaber des Schwitzens und Abhärtens in der Sauna, dass die Urformen des heißen Vergnügens aus der Steinzeit stammen. Sobald der Mensch gelernt hatte, Feuer zu machen, erkannte er, dass Steine ein hervorragender Wärmespeicher sind. In Höhlen haben unsere Vorfahren sie als Heizquelle für rituelle Schwitzkuren verwendet.
Auch jenseits des Atlantiks entwickelten Menschen schon vor Hunderten von Jahren eine Vorliebe für Hitzebäder. Allen voran die Lakota, ein nordamerikanischer Indianerstamm, der zur Sprachfamilie der Sioux gehört. In ihrer Heimat, den heutigen US-Bundesstaaten Nebraska, Nord- und Süd-Dakota, errichteten sie für ihre kultischen Handlungen, aber auch zum Heilen von Krankheiten sogenannte Inipi, das bedeutet wörtlich übersetzt „Sie schwitzen“.

Saunieren am Wohnsitz der Geister

Am Wohnsitz der Geister, der für die Lakota in den Black Hills von Süd-Dakota lag, hoben sie in einem Kreis von rund fünf Meter Durchmesser je nach Anlass zwölf oder sechzehn kleine Löcher aus, in die sie Weidenstäbe oder Haselnussruten steckten. Diese fassten sie in der Mitte mit weiteren Ästen und Zweigen zu einer Kuppel zusammen und hängten Decken oder Felle über die Konstruktion. So entstanden etwa zwei Meter hohe Schwitzhütten, in denen bis zu acht Stammesangehörige Platz fanden.

Heiße Steine für die Medizinmänner

In der Mitte des Innenraums hoben die Lakota eine Grube aus und füllten sie mit 15 bis 20 Zentimeter großen Steinen. Diese hatten sie zuvor in einem Feuer vor der Hütte erhitzt: 32 Stück für ein Reinigungsritual, doppelt so viele, wenn die Medizinmänner ein Heilungsritual durchführen wollten.
Alles hatte seine Bedeutung: Das Feuer symbolisierte für die Indianer die Sonne, die Hütte stand für die Erde. Das Feuer gab über die Steine die Energie der Sonne an die Erde weiter. Ein sogenannter Feuerhüter streute Kräuter auf die heißen Steine und übergoss sie mit Wasser. Häufig begleiteten Gesang und Trommeln die Zeremonie, die in mehreren Runden ablief. Saunafreunde können indianische Schwitzhütten, die neudeutsch gelegentlich als Sweat Lodges bezeichnet werden, mittlerweile auch in Deutschland ausprobieren.

27.12.2011
Prostatakrebs: Nach der Behandlung an die Reha denken
Mit einer Anschlussbehandlung können Prostatakrebs-Patienten nach der Klinik besser wieder fit werden, sagen Urologen
Thinkstock/iStockphoto
Nach einer Prostatakrebs-Behandlung empfehlen Urologen in den meisten Fällen eine stationäre Anschlussheilbehandlung (AHB) oder einen Reha-Aufenthalt. Nach Ansicht des Berufsverbands der Deutschen Urologen und der Deutschen Gesellschaft für Urologie sei das die beste Möglichkeit zur Überwindung körperlicher und persönlicher Einschränkungen und damit für eine schnellere Rückkehr in den gewohnten Alltag. Derzeit beantragt nur etwa die Hälfte der Prostatakrebs-Patienten nach einer Operation oder Strahlentherapie eine AHB oder Reha.

26.12.2011
Thymian: Das duftende Hustenkraut
Die ätherischen Öle im Thymian wirken entzündungshemmend und krampflösend
Pixtal/RYF
Aus der mediterranen Küche ist Thymian (Thymus vulgaris) nicht wegzudenken. Vielen typischen Gerichten aus der Mittelmeerregion verleihen die Blätter und hellen lila Blüten des Zwergstrauchs ihr unverwechselbares Aroma. Thymian weist einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen auf – vorwiegend Monoterpen-Phenole, Thymol und Carvacrol.
Sie bringen nicht nur Aroma in das Essen, sie haben auch bei Erkältungskrankheiten der oberen Luftwege und Bronchien heilsame Effekte. Thymianextrakte wirken entzündungshemmend und krampflösend. Ihre lindernde Kraft entfalten sie als Teezubereitung, in Pastillen, Dragees, Tabletten und Hustensäften.

24.12.2011
Kopfschmerzen: 3-D-Filme machen die Augen müde
Dadurch, dass 3-D-Filme die Augen sehr stark beanspruchen, können sie Kopfweh auslösen
Panthermedia/Kzenon
Dreidimensionale Filme können zu Kopfschmerzen führen, weil sich die Augen ständig auf unterschiedliche Entfernungen einstellen müssen. Wie Forscher aus Berkeley (USA) feststellten, strengt bei einem kleinen Monitor oder Display und geringer Entfernung alles, was „aus dem Bild heraus auf den Betrachter zukommt“, die Augen besonders stark an. Sie raten, auf längeren 3-D-Genuss zu verzichten.

23.12.2011
Väter: Am Anfang weniger Testosteron im Blut
Frischgebackene Papis haben eine gewisse Zeit lang niedrigere Testosteronspiegel als vor der Geburt des Kindes
Jupiter Images/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY
Frischgebackene Väter haben deutlich weniger Testosteron im Blut als vor der Geburt ihres Kindes. Forscher der Northwestern University (USA) wiesen an 600 Philippinern nach: Je intensiver sich die Väter um ihren Nachwuchs kümmern, umso tiefer sinkt ihr Testosteronspiegel für einige Wochen. Die Langzeitstudie zeigt auch: Je mehr Sexualhormone die Männer vor der Zeugung aufwiesen, desto wahrscheinlicher war es, dass sie Väter wurden.

22.12.2011
Gehirn: Denkorgan schrumpft im Alter
Ab dem 50. Lebensjahr beginnt unser Gehirn kleiner zu werden
Thinkstock/Stockbyte
Im Gegensatz zu Schimpansen schrumpft das Gehirn des Menschen mit dem Alter um bis zu 15 Prozent. Forscher der George-Washington-Universität (USA) verglichen 186 Hirne per Magnetresonanztomografie.
Das Schrumpfen setzt beim Menschen erst im vergleichsweise hohen Alter von 50 Jahren ein – dem durchschnittlichen Sterbealter unseres nächsten Verwandten. Auf unsere hohe Lebenserwartung führen die Autoren typische Alterserkrankungen wie Alzheimer zurück.

21.12.2011
Ernährung: Was darf man bei Gicht essen?
Eine angemessene Ernährung kann den Verlauf der chronisch-entzündlichen Erkrankung positiv beeinflussen
Thinkstock/Hemera
Der Barockmaler Peter Paul Rubens ist berühmt für die üppigen Frauenfiguren seiner Gemälde. Der erfolgreiche Künstler und Hofmaler hatte selbst eine Vorliebe für gutes, reichhaltiges Essen. Mit 63 Jahren starb er 1640 in Antwerpen an der Gicht, die viele Jahrhunderte als Erkennungszeichen der reichen Oberschicht galt.
Übergewicht und Überernährung stellen tatsächlich wichtige Faktoren dar, welche die Erkrankung begünstigen. Deren eigentliche Ursache aber ist genetisch bedingt. Entscheidend ist eine angeborene Ausscheidungsschwäche der Niere für Harnsäure. Nehmen Menschen mit diesem erblichen Defekt Nahrungsmittel auf, die reich an Purinen sind, lagert sich die Harnsäure, die der Körper aus diesen Stoffen herstellt, in kristalliner Form an Gelenken, aber auch Weichteilen ab, etwa der Ohrmuschel.
Erhöhte Harnsäurewerte bereiten oft jahrelang keine Beschwerden. Der erste akute, meist nächtliche Gichtanfall ist dann umso heftiger. In der Regel tritt er am Großzehengrundgelenk auf: Es schmerzt, ist entzündet und geschwollen. Ebenfalls häufig trifft es Sprunggelenk und Knie. Das wichtigste Standbein der Behandlung schwerer Gicht besteht in einer medikamentösen Therapie. Sie hat zum Ziel, die erhöhten Harnsäurewerte dauerhaft zu senken.

Selten Fleisch und Fisch essen

Eine purin- und fettarme Ernährung hilft, die entzündlichen Prozesse in Schach zu halten. Kritisch sind zellreiche Substanzen wie Fleisch, Fisch und Innereien. Sie enthalten besonders viele Purine. Dies gilt auch für Ölsardinen, Kalbsbries und -leber. Erbsen, weiße Bohnen und Spinat sollten ebenfalls gemieden werden. Kaum Purine enthalten dagegen Milch, Milchprodukte, Weißbrot und Tomaten – um nur einige Beispiele zu nennen.
Bei Übergewicht ist zudem Abnehmen ratsam, denn die überflüssigen Pfunde erhöhen zusammen mit Gicht das Risiko für eine vorzeitige Arteriosklerose. Wichtig für alle Patienten ist auch, ausreichend Flüssigkeit aufzunehmen – mindestens zwei Liter pro Tag. Kaffee und Tee sind in Ordnung. Der Konsum von fruktosehaltigen Getränken und Alkohol sollte eingeschränkt werden.
Außerdem empfiehlt sich eine professionelle Beratung durch eine geschulte Diätassistentin, denn oft erfordert die Umstellung der Ernährung eine grundsätzliche Lebensumstellung.

Tipps für die Ernährung:
  • Günstige Lebensmittel bei Gicht sind Getreide und Gemüse (z.B. Reis, Kartoffeln, Paprika, Zucchini), Obst, Milch, Milchprodukte und Eier.
  • Ungünstige Lebensmittel: Fleisch (besonders Innereien), Fisch (z.B. Lachs, Sardinen), Meeres- und Hülsenfrüchte. Auch Alkohol erhöht den Harnsäurespiegel – vor allem Bier.

20.12.2011
Psychologie: Entspannung fördert Kauflust
Musik, die die Käufer beruhigt, kann bewirken, dass die Menschen mehr Geld ausgeben
Thinkstock/iStockphoto
Zu viel Entspannung kann beim Einkaufen ins Geld gehen. Wissenschaftler der Columbia Business School (USA) konnten nachweisen, dass entspannte Menschen leichtfertiger Geld ausgeben als jene, die unter Druck stehen. Luxusgüter lassen sich demnach besonders gut in Wohlfühl-Atmosphäre verkaufen.
Die Forscher testeten Videos und typische Kaufhausmusik auf ihre psychologische Wirkung. 670 Studienteilnehmer mussten bestimmte Geldbeträge für die Produkte bieten. Je entspannter sie durch die Musikberieselung waren, desto höher fiel ihr Gebot aus. Unbeschwerte Einkäufer waren bereit, bis zu 15 Prozent mehr zu zahlen.

19.12.2011
Panikattacke: Erste Anzeichen bereits eine Stunde zuvor
Messungen ergaben, dass sich die Vorboten einer Panikattacke schon eine Stunde vor dem Ausbruch zeigen
Thinkstock/Ingram Publishing
Sie scheinen aus dem Nichts zu kommen. Dabei kündigen sich Panikattacken schon eine knappe Stunde vorher an. Das zeigt eine in der Zeitschrift Biological Psychiatry veröffentlichte Studie. Forscher verschiedener Universitäten gaben 43 Menschen mit Panikstörungen einen tragbaren Datenrekorder mit nach Hause, der wichtige Körperwerte maß.
Ohne dass die Betroffenen es bemerken, beschleunigt sich 50 Minuten vor dem Anfall die Herzfrequenz, und die Atmung wird flacher, bis die Kohlendioxid-Konzentration zu hoch ist. Das Gefühl zu ersticken sei letztlich der Auslöser für die Panikattacke.

17.12.2011
Ernährung: Weniger rotes Fleisch essen
Wer bei rotem Fleisch spart, bekommt seltener Diabetes
PhotoDisc/RYF
Wer täglich 100 Gramm rotes Fleisch von Schwein, Rind oder Lamm zu sich nimmt, erhöht sein Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken, um 19 Prozent ­­gegenüber einer fleischlosen Ernährung. Das ermittelte eine Arbeitsgruppe der Harvard-Universität auf der Grundlage von Studiendaten von über 440 000 Menschen. Während 28 Jahren erkrankten mehr als 28 000 Teilnehmer. Bei 50 Gramm Wurstkonsum pro Tag stieg das Risiko sogar um 51 Prozent.

16.12.2011
Tattoos: Riskante Entfernung
Es ist nicht ganz risikofrei, eine Tätowierung wieder beseitigen zu lassen
Thinkstock/Goodshot
Tätowierungen zu beseitigen birgt Gefahren. Neben der Laser-Technik, die zu Narbenbildung führen kann, werben einige Anbieter mit einem neuartigen Verfahren zur Entfernung von Tattoos. Wie das Bundesinstitut für Risiko­bewertung (BfR) meldet, wird dabei 40-prozentige Milchsäure unter die Haut gespritzt. In einigen Fällen traten bereits schwere Entzündungsreaktionen auf.

15.12.2011
Frauen: Kopiertes Essverhalten
Essen Frauen gemeinsam, lassen sie sich von ihrem Gegenüber beeinflussen
Shotshop/Monkey Business
Frauen lassen sich beim Essen sowohl von der Größe der Portionen als auch vom Essverhalten anderer Frauen beeinflussen. So lautet das Ergebnis einer Studie der Radboud-Universität in Nimwegen (Niederlande). Die Wissenschaftler ließen jeweils zwei Frauen gemeinsam essen. Die 85 Testpersonen im Alter zwischen 17 und 33 Jahren wussten dabei nicht, dass ihr Gegenüber eine Schauspielerin war, die ihr Essen nach genauen Anweisungen bestellte. Die Frauen aßen bis zu 35 Prozent mehr, wenn sie ­­eine große Portion serviert bekamen, und sie bestellten häufiger nach, wenn die andere Frau dies tat. Hinterher bestritten fast 80 Prozent der Studienteilnehmerinnen, dass sie mehr gegessen hätten als sonst.

14.12.2011
Heilkissen: Auf Körnern gebettet
Sie können helfen, den Schlaf zu verbessern oder Verspannungen und Schmerzen zu lindern
Jupiter Images GmbH/French Photographers Only
Wie man sich bettet, so liegt man. Und weil sie gut liegen wollen, entscheiden sich immer mehr Menschen, auf Kissen zu schlafen, die anstelle von Daunen, Federn oder Polyesterverbindungen speziell gereinigte Füllungen aus Dinkel, Roggen, Hirse, Weizen, Kirsch- oder Traubenkernen enthalten.
Aus medizinischer Sicht spricht prinzipiell wohl nichts dagegen. Bei Beschwerden an der Halswirbelsäule sei es sogar sinnvoll, weil die Körnerkissen die natürliche Krümmung der Halswirbelsäule beim Liegen auf dem Rücken unterstützen, sagen Experten. Das entspanne die Musku­latur und entlaste die Bandscheiben. In den Kissen entsteht dabei ein Abdruck, der den Kopf in seiner Position unterstützt – sie passen sich also dem Körper und der Schlafhaltung an. Die Voraussetzung ist natürlich, dass man dies als angenehm empfindet.
Mit Körnern gefüllte Kissen haben noch weitere Vorteile: Sie nehmen die Körperwärme auf und geben sie nur langsam wieder an den Körper ab. Das sorgt oft für einen leicht kühlen­den Effekt, der gerade in warmen Sommernächten wohltuend sein kann.
Die Eigenschaft als Wärmespeicher haben sich schon viele Generationen zunutze gemacht, indem sie kleinere Körnerkissen als Ersatz für Wärm­­flaschen verwendeten. Werden die Kissen abends im Ofen langsam erwärmt, geben sie die Energie nachts langsam und konstant an den Körper weiter. So können sie Verspannungen, Kopfschmerzen oder grippale Infekte lindern. Ähnlich gut funktionieren Körner als Kältespeicher, wenn man sie eine Weile in das Gefrierfach legt.
Während Dinkelspelzkissen für Gräser- und Pollenallergiker problematisch sein können, bestehen aus allergologischer Sicht kaum Bedenken gegen Kirsch- und Traubenkernfüllungen. Allerdings sind solche Kissen für Hausstaubmilbenallergiker ungeeignet, weil sich die Bezüge, in denen sich die Milben wohlfühlen, meist schlecht waschen lassen.
Kritisch sind auch Kissen, die entweder zusätzlich oder ausschließlich mit duftenden Bestandteilen wie Lavendelblüten oder Rosmarin gefüllt sind. Empfindliche Menschen reagieren darauf beispielsweise mit Ekzemen oder Schleimhaut­reizungen.

Kissen richtig nutzen:


  • Erwärmen: Das Körnerkissen bei etwa 40 Grad Celsius in den Backofen legen, damit es die Wärme langsam und konstant aufnehmen kann. Keinesfalls sollten Sie ein Kissen in der Mikrowelle erwärmen, weil sich im Inneren schnell eine extrem hohe Temperatur auf­bauen kann, die möglicherweise zu einem Schwelbrand oder zu Verbrennungen auf der Haut führt.
  • Kühlen: Gut verpackt in einem luftdicht schließenden Plastikbeutel das Körnerkissen in das Tiefkühlfach legen. So dringt keine Feuchtigkeit ein, und das Kissen bleibt hygienisch sauber.
  • Pflegen: Das Kissen sollte täglich gut aufgeschüttelt werden und an der Luft oder der Sonne trocknen. Ab und zu können Sie die Füllung herausnehmen und den Bezug waschen. Dabei am besten die Herstel­ler­angaben beachten.

13.12.2011
Ägypten: Antike Hautsalben entdeckt
Schon die Pharaonin Hatschepsut nutzte eine teerhaltige Salbe gegen Haukrankheiten. Solche Produkte gibt es auch heute noch
PhotoDisc/RYF
Schon vor 3500 Jahren benutzten Menschen teerhaltige Cremes gegen Hautkrankheiten. Ägyptologen der Universität Bonn untersuchten ein Flakon, das einst die Pharaonin Hatschepsut besessen hatte. In seinem Inneren befanden sich noch eingetrocknete Reste der ursprünglichen Substanz. Wie die Analyse ergab, bestand sie aus Palm- und Muskatöl sowie Teer und Bitumen. Auch heute noch werden teerhaltige Salben ­gegen chronische Ekzeme verwendet. Tatsächlich ist bekannt, dass es in der Familie von Hatschepsut Fälle von Hauterkrankungen gab. Die Forscher vermuten, dass die ägyptische Königin damit ihre juckende Haut behandelte.

12.12.2011
Granatapfel: Gesunde Frucht
In Granatäpfeln kommen reichlich Polyphenole vor. Diesen sekundären Pflanzenstoffen sagen Wissenschaftler zahlreiche gesundheitsfördernde Effekte nach
Thinkstock/iStockphoto
Der Granatapfelbaum (Punica granatum), ein kräftiger Strauch, wächst in Indien, Pakistan, China und in subtropischen Gebieten. Seit Urzeiten galten seine Früchte mit den blutroten Samen als Symbol des Lebens und der Fruchtbarkeit, standen aber auch für Blut und Tod. Extrakte aus der Baumrinde nutzten Ärzte bis ins Mittelalter als Arznei gegen Bandwürmer. Heute sagen Experten den Granatäpfeln gesundheits­fördernde Effekte nach.
Untersuchungen legen nahe, dass regelmäßig eingenommene Konzentrate und Säfte aus den roten Samen der Früchte günstig bei Erkältungen, Ent­zündungen und auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen wirken. Dies wird vor allem den reichlich in den Samen enthaltenen Polyphenolen zugeschrieben. Ob diese aber wirkungsvoller sind als die von anderen Früchten, müssen Wissenschaftler erst noch nachweisen.

10.12.2011
Bewegung: Sport trotz Rheuma
Schmerzen die Gelenke, dann gilt: Nicht ruhighalten, sondern bewegen
W&B/Martin Ley
Gerade bei einer rheumatischen Erkrankung neigen Menschen dazu, sich übermäßig zu schonen. Das ist jedoch ein Fehler, sagen Experten. Denn Studien belegen, dass körperliche Aktivität die Beschwerden mildert. Geeignet sind Radfahren, Tanzen, Schwimmen, Wandern und Nordic Walking. Von Ballspielen und Bewegungsarten mit Sprungtechniken raten Orthopäden jedoch ab.Tipp: Erkundigen Sie sich vorab bei Ihrem Arzt, welcher Sport für Sie infrage kommt.

09.12.2011
Erkältung: Sinnvolle Müdigkeit
Wer einen Infekt hat will nur eins: schlafen. Und das ist laut einer Studie genau die richtige Strategie des Körpers
Banana Stock/ RYF
Wer krank ist, fühlt sich schwach und will nur auf dem Sofa liegen. Die Ursache dieser Antriebslosigkeit ist die gleiche Signalkette im Gehirn, die auch den Schlaf reguliert. Um alle Energien für den Kampf gegen die Krankheit zu bündeln, löst der Botenstoff Orexin ein Gefühl der Müdigkeit aus, und der Körper erschlafft. So er­klären Forscher im Journal of ­­Neuroscience diese natürliche Strategie des Körpers.

08.12.2011
Putzmittel: Hände weg!
Benutzen Sie dicke Gummihandschuhe, um Ihre Haut vor Chemikalien zu schützen
Thinkstock/Comstock Images
Medizinische Einmalhandschuhe aus Naturlatex schützen zwar vor Viren, Bakterien und Pilzen. Beim Putzen eingesetzt, lassen sie aber Chemikalien durch, die in Reinigungsmitteln enthalten sind. Die Folge können Hautreizungen sein. Zudem kann der Gummizusatz Thiuram Kontakt­­allergien auslösen. Davor warnen Ärzte der Uniklinik Dresden und empfehlen, beim Putzen dickere, wiederverwendbare Gummihandschuhe anzuziehen.

07.12.2011
Zentrallabor: Die Arznei-Detektive
Wenn Tabletten unangenehm riechen oder Inhalatoren nicht auslösen, finden Experten die Ursache
PhotoDisc/ RYF
Um Qualitätsmängeln auf die Spur zu kommen, überprüfen Experten beim Zentrallaboratorium Deutscher Apotheker (ZL) in Eschborn zum Beispiel, ob sich ein Inhalator korrekt auslösen lässt. Einzelne Geräte funktionieren tatsächlich nicht richtig. Im Notfall könnte das für den Patienten schwerwiegende Folgen haben. Und da müssen die Mitarbeiter schon mal selbst Hand anlegen, um eine Inhalation zu simulieren – da gibt es keine bessere Alternative.  

Um die Arzneimittelsicherheit für die Patienten zu erhöhen, untersucht das Labor seit 40 Jahren beanstandete Medikamen­te, Ausgangsstoffe und Verpackungen auf Qualitätsmängel. Jährlich analysieren die Mitarbeiter rund 2000 verschiedene Proben. Die meisten davon schickt die Arznei­mittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) an das Zentral­labor, der Rest kommt aus den öffent­lichen Apotheken.
Rund 60 Prozent der Beanstandun­gen konnte das Team im vergangenen Jahr bestätigen. Bei Tabletten und Dragees wur­den schlechte Teilbarkeit, gerissene Überzüge, Abrieb im Blis­ter, Verfärbungen, Verunreinigungen sowie ein schlechter Geruch oder ­­Geschmack beanstandet. Bei Cremes und Salben hatten sich wässrige von öligen Bestandteilen getrennt, flüs­si­ge Arzneien waren verfärbt, trüb, oder Inhaltsstoffe hatten sich abgesetzt. Solche Mängel sind meis­t auf Transport- oder Lagerschäden zurückzuführen, etwa wenn die Präparate zu warm gelagert wurden.
Ein weiterer Grund für Beanstandungen ist fehlende Wirksamkeit. Dies betrifft vor allem Importware. In diesem Fall überprüfen die Experten, ob der Wirkstoff tatsächlich in der angegebenen Dosis enthalten ist und auch aus der Arzneiform ­freigesetzt wird. Bisher konnte in allen Fällen Entwarnung gegeben werden. Offenbar beeinträchtigen Vorurteile die Wirksamkeit von Medikamenten: Viele Patienten glauben, dass importierte Arzneien nichts taugen – etwa wenn Packungen mit griechischen Schriftzeichen versehen sind. Bei legaler Importware, die über Apotheken bezogen wurde, hat das Zentrallabor allerdings noch nie einen Qualitätsmangel festgestellt. Anders bei „Urlaubsmitbringseln“ und Präparaten aus dem Internet: Immer wieder hat das Labor mit gefälschten Potenz-, Haarwuchs- und Schlankheitsmitteln zu tun. Sie enthalten meist zu wenig oder gar keinen Wirkstoff.
Das ZL fasst alle analytischen Ergebnisse in einem Bericht an den Einsender zusammen. Dies ist meist die AMK, die wiederum die reklamierende Apotheke und den pharmazeutischen Hersteller informiert. Wenn auch andere Packungen der Charge betroffen sind, wird die Ware durch ­eine Rückrufaktion vom Markt genommen. Somit ist das ZL Teil eines eng­maschigen Sicherungssystems.
Auch die Patienten selbst können zur Arzneimittelsicherheit beitragen. Um Anwendungsfehler zu vermeiden, soll­ten sie gründlich den Beipackzettel ­­lesen und bei Verdacht auf Qualitätsmängel oder unerwünschte Wirkungen umgehend ihren Apotheker informieren.

06.12.2011
Pille: Vorsicht bei Antibiotika
Nehmen Frauen ein Antibiotikum ein, kann die Wirkung der Anti-Baby-Pille nachlassen
Thinkstock/iStockphoto
Frauen, denen der Arzt wegen eines bakteriellen Infekts ein Antibiotikum verordnet hat, müssen damit rechnen, dass die Anti-Baby-Pille nicht mehr zuverlässig vor einer Schwangerschaft schützt. Die Wirkminderung hängt vom Antibiotikum und vom Präparat ab. In vielen Fällen ist sie so ausgeprägt, dass in dem betreffenden Monatszyklus zusätzlich mit einem mechanischen Mittel (Schaumovula, Kondom) verhütet werden muss.

05.12.2011
Ehe: Ein Herz und eine Seele
Glücklich Verheiratete haben eine höhere Lebenserwartung
Digital Vision/RYF
Eine glückliche Ehe ist nicht nur Balsam für die Seele, sie schützt auch das Herz. Forscher der Universität Rochester (USA) verfolgten über 15 Jahre die Gesundheit von 225 Menschen, die eine Bypass-Operation am Herzen hinter sich hatten. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Probanden dann noch lebten, lag bei glücklich Verheirateten rund dreimal so hoch wie bei ledigen Teilnehmern. Speziell Frauen profitieren vom Eheglück: Nach 15 Jahren waren 83 Prozent der Frauen aus intakten Beziehungen noch am Leben, bei den unzufrieden verheirateten und den ledigen waren es 27 bzw. 28 Prozent. Eine liebevolle Partnerschaft motiviere dazu, gesünder zu leben, vermuten die Forscher.

03.12.2011
Psychologie: Menschen haben Angst vor Neuem
Auf ungewohnte Ideen reagieren viele Menschen ablehnend. Bekanntes ist den meisten lieber
Thinkstock/iStockphoto
Kreativ zu sein wird hoch geschätzt. Doch auf frische Ideen reagieren viele oft ablehnend. Den Widerspruch wollten Forscher der Universität von Pennsylvania in Philadelphia (USA) klären. Studenten sollten dazu am Computer mit schnellem Tastendruck Begriffspaare bilden. Dabei verknüpften die Testpersonen Wörter wie „originell“ häufiger mit negativen Begriffen. Die Wissenschaftler schließen daraus, dass sich Menschen im Grunde vor Veränderungen fürchten.

02.12.2011
Arbeitsunfälle: Die richtige Ausrüstung schützt
Eine gute Ausrüstung trägt dazu bei, gefährliche Situationen im Job zu vermeiden
Thinkstock/iStockphoto
Rund 58.000 Arbeitsunfälle unter ihren sieben Millionen Versicherten meldet die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) für das vergangene Jahr. Meist wurden dabei Hände und Finger verletzt, gefolgt von Füßen und Zehen. Häufigste Unfallursache: ein Sturz.
Mit rutschhemmenden Fußböden, guter Beleuchtung und sicheren Leitern könnten Arbeitgeber das Risiko verringern; Angestellte sollten geeignete Schuhe tragen.

01.12.2011
Aids: Vorbeugung und Medikamente verbessern Schutz
Der Kampf gegen Aids beginnt bei der Vorbeugung. Aber auch die medizinische Versorgung ist sehr wichtig
Thinkstock/iStockphoto
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) lobt richtungsweisende Schritte in der Aids-Prävention: Forscher der Universität Washington (USA) hatten 5000 Paare in Kenia und Uganda begleitet, bei denen jeweils ein Partner HIV-infiziert war. Zusätzlich zu vorbeugenden Schutzmaßnahmen nahm der gesunde Partner täglich den Wirkstoff Tenofovir, ein Blindpräparat oder eine Kombination verschiedener Stoffe ein.
Nach zwei Jahren hatten sich in der Tenofovir-Gruppe 18 und in der Kombinationsgruppe 13 Menschen mit HIV infiziert. Von den Teilnehmern, die ein Placebo eingenommen hatten, erkrankten 47. Die Kosten pro Tablette betragen 25 US-Cent. Die Studie zeigt, wie HIV-Medikamente den Virusschutz vor der Infektion verbessern könnten.

30.11.2011
Zu Hause: Gesünder wohnen mit Frischluft
Hier lesen Sie, wie Sie in der kalten Jahreszeit ein angenehmes Raumklima schaffen können
Panthermedia/Dan B.
Wenn es draußen düster und kalt wird, kann es in den heimischen vier Wänden umso gemütlicher sein. Voraus gesetzt, das Raumklima stimmt. Nach Berechnungen des Umweltbundesamts verbringt der Mensch heute rund 90 Prozent seiner Zeit in geschlossenen Räumen, rund zwei Drittel davon in der Wohnung und dort vor allem im Schlafzimmer.

Nicht nur die Temperatur und Luftfeuchtigkeit, sondern auch das Verhältnis zwischen Raum- und Oberflächentemperatur von Wänden und Böden beeinflussen unser Empfinden. Idealerweise liegt die mittlere Temperatur der Wände nicht mehr als drei Grad unter der des Raums. Dann gibt es kaum Luftbewegungen, und es kann etwas weniger geheizt werden. Das spart Kosten und beugt zu trockener Luft vor.

Jede Menge Dampf im Raum

Bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 35 bis 60 Prozent werden Temperaturen zwischen 19 und 22 Grad als angenehm empfunden. Je nach Nutzung variiert die Temperatur um wenige Grad: Im Wohn-, Ess- und Arbeitszimmer kann sie 19 bis 21 Grad betragen, im Schlafzimmer 16 bis 18 Grad und im Bad 21 bis 23 Grad. Auch in kaum genutzten Räumen sollte das Thermometer nicht unter 14 bis 16 Grad Celsius sinken, weil sonst Feuchtigkeit kondensieren kann.

Ein Vier-Personen-Haushalt erzeugt täglich etwa zwölf Liter Wasserdampf: beim Kochen, Duschen, Waschen oder Spülen. Auch die Bewohner selbst verdunsten Wasser, allein im Schlaf bis zu einen Liter. Wenn die relative Luftfeuchtigkeit auf über 50 bis 60 Prozent (abhängig von der Güte der Dämmung) steigt, kann der Dampf sich an kalten Wandoberflächen als Wasser absetzen. Dann steigt die Gefahr, dass sich Schimmel bildet. Die Pilzsporen können die Schleimhäute reizen, zu Atemwegserkrankungen und allergischen Reaktionen führen.

Schimmel vermeiden

Der Feuchtigkeitsgehalt lässt sich mit einem Hygrometer messen. Bei erhöhten Werten bringt Lüften rasche Abhilfe. Seit Wohnungen sehr gut gedämmt sind, ist es noch wichtiger als früher, regelmäßig zu lüften, denn sonst wird nur wenig Luft ausgetauscht.

Verbrauchte Luft macht müde und unkonzentriert. Das liegt vor allem an dem Kohlendioxid, das wir ausatmen. Aus Möbeln, Teppichen, Elektrogeräten, Textilien, Farben, Lacken und Haushaltschemikalien können Schadstoffe in die Raumluft gelangen. In manchen Regionen dringt das radioaktive Edelgas Radon aus dem Boden in Wohnungen. Neben Tabakrauch erhöht es das Risiko für Lungenkrebs wesentlich. Gute Gründe, auch bei Minusgraden regelmäßig die Fenster weit zu öffnen.

So lüften Sie richtig:

In viel genutzten Räumen sollten Sie mindestens viermal am Tag frische Luft lassen. Wenig genutzte Räume zumindest zweimal lüften, am besten morgens und abends.

Richtig ist Stoßlüften: die Heizkörper abdrehen und für vier bis sieben Minuten die Fenster weit öffnen. Das genügt in der kalten Jahreszeit völlig, denn je kälter die Außenluft ist, desto schneller erfolgt der Luftaustausch.

Wer gegenüberliegende Türen und Fenster öffnen kann, befördert besonders rasch verbrauchte Luft nach draußen und frische herein.

Gekippte Fenster bringen einen wesentlich geringeren Luftaustausch. Nicht dauerhaft kippen! Das kühlt im Winter Wände und Möbel unnötig aus und erhöht den Heizbedarf.

Beim Kochen, nach dem Baden oder Duschen Fenster öffnen, damit der Wasserdampf schnell abziehen kann.

Halten Sie Türen zwischen unterschiedlich beheizten Räumen stets geschlossen. Die Feuchtigkeit aus der wärmeren Luft schlägt sich sonst im kälteren Raum an den Wänden nieder, und Schimmel kann sich bilden.

29.11.2011
Forschung: Haben wir einen Sinn für Fettes?
Möglicherweise gibt es auf unserer Zunge einen Sinn für Fettiges
Thinkstock/iStockphoto
Auf unserer Zunge sitzen Sensoren für Salziges, Süßes, Bitteres, Saures und Herzhaftes. Möglicherweise gibt es dort noch einen sechsten Sinn: nämlich für Fettiges. Wissenschaftler des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung in Potsdam entdeckten auf den Geschmacksknospen einen chemischen Sensor. Dieser reagiert in einem zellulären Testsystem auf langkettige Fettsäuren. Diese Substanzen rufen auch bei Versuchspersonen den typischen Fettgeschmack hervor. Jetzt wollen die Forscher prüfen, ob der Sensor wirklich Signale zum Gehirn leitet.

28.11.2011
Knie-OP: Pessimisten genesen langsamer
Wie gut ein Patient sich nach einer Operation erholt, hängt auch von seiner Einstellung ab
Thinkstock/Digital Vision
Wie schnell nach einer Knie-Operation das Gelenk wieder voll beweglich ist, hängt nicht nur vom Eingriff selbst, sondern auch von den Gefühlen und Erwartungen des Patienten ab. Wie sie in dem Magazin Pain berichten, befragten Forscher der McGill-Universität in Montreal (Kanada) 120 Patienten vor einer Operation am Kniegelenk zu ihren Ängsten. Pessimisten hatten später deutlich mehr Schmerzen und eine längere Genesungsphase.

26.11.2011
Knie-OP: Pessimisten genesen langsamer
Wie gut ein Patient sich nach einer Operation erholt, hängt auch von seiner Einstellung ab
Thinkstock/Digital Vision
Wie schnell nach einer Knie-Operation das Gelenk wieder voll beweglich ist, hängt nicht nur vom Eingriff selbst, sondern auch von den Gefühlen und Erwartungen des Patienten ab. Wie sie in dem Magazin Pain berichten, befragten Forscher der McGill-Universität in Montreal (Kanada) 120 Patienten vor einer Operation am Kniegelenk zu ihren Ängsten. Pessimisten hatten später deutlich mehr Schmerzen und eine längere Genesungsphase.

25.11.2011
Gesunder Sport: Radler leben länger
Die körperliche Aktivität beim Fahrradfahren schenkt vielen Menschen zusätzliche Lebenszeit
Thinkstock/BananaStock
Trotz Unfallrisiken und Abgasen bringt das Radfahren in der Stadt mehr Nutzen als Schaden für die Gesundheit – und zwar im Verhältnis 77 zu eins. Das legt eine im British Medical Journal veröffentlichte spanische Studie nahe. Für die Untersuchung berechneten die Wissenschaftler das Sterberisiko von knapp 182.000 Menschen, die in Barcelona seit 2007 Mieträder nutzen.
Die Kalkulation ergab, dass dank des Radfahrens 13 der pro Jahr zu erwartenden 52 Todesfälle unter den Leihradnutzern verhindert werden. Die Forscher führen dies auf die körperliche Aktivität beim Radeln zurück, die Risiken durch Unfälle und Schadstoffe in der Luft mehr als wettmacht.

23.11.2011
Bilsenkraut: Ein Gift, das beflügelt
Einst war die Pflanze bei Hexen und Brauern beliebt. In Fertigpräparaten wirkt sie heute entkrampfend
RYF/Panthermedia/Detlev B.
Mit Schaudern erzählten sich die Menschen des Mittelalters von Hexen, die angeblich auf Besen oder Ziegenböcken zum Blocksberg flogen und sich dort in ekstatischem Tanz ergingen. In ihrer blühenden Fantasie sahen die schockierten Bürger, wie die Frauen wild um ein Feuer herumwirbelten und sich hemmungslos einander und dem Teufel hingaben.
Eine der bekanntesten literarischen Darstellungen dieses Treibens ist die Szene Walpurgisnacht in „Faust“. Bei seinen Recherchen befasste sich Johann Wolfgang von Goethe (1749 bis 1832) intensiv mit den Bräuchen der kräuterkundigen Frauen, besonders mit dem Besenflug. Eine wichtige Rolle spielten dabei die Hexensalben. „Die Salbe gibt den Hexen Mut“, schrieb der Dichterfürst.

Endstation Scheiterhaufen

Die Zubereitungen der Kräuterweiber enthielten ein hochgiftiges Gemisch aus Pflanzen, die das Bewusstsein verändern können. Vor allem waren das Fliegenpilze und Alraunen, Tollkirsche, Stechapfel und nicht zuletzt das Schwarze Bilsenkraut (Hyoscyamus niger). Berauscht von diesen Drogen, glaubten die Frauen, sie könnten auf ihren Besen abheben und fliegen.
Einige der Giftstoffe können tatsächlich Halluzinationen wie ein Gefühl des Fliegens hervorrufen. Zu regelrechten Höhenflügen, bei denen mithilfe der Salbe die Schwerkraft überwunden wird, hat das zwar nicht gereicht. Die Schilderungen der Rauschzustände brachten damals jedoch viele der vermeintlichen Hexen auf den Scheiterhaufen.

Ins Bier gemischt
Das Bilsenkraut, dessen Name sich wahrscheinlich vom keltischen Sonnengott Belenus ableitet, begegnet uns aber nicht nur in mittelalterlichen Kulthandlungen. Einige Braumeister mischten es auch ins Bier, um dessen Wirkung zu verstärken. Deutsche Landesfürsten ärgerten sich über diese Zusätze.
Die Oberen tranken selbst gerne mal ein Bierchen. Vermutlich zum Eigenschutz verboten sie daher alles, was ihrer Meinung nach im Bier nichts zu suchen hatte. Das führte unter anderem zur Einführung des bayerischen Reinheitsgebots von 1516, demzufolge das Gebräu ausschließlich aus Gerste, Hopfen und Wasser bestehen darf.
Der griechische Arzt Dioskurides warnte bereits im ersten Jahrhundert nach Christus davor, das Bilsenkraut würde Wahnsinn verursachen. Trotzdem empfahl er es zugleich als Heilmittel. So sollten die frischen Blätter als Umschlag Schmerzen lindern und im Mundspülwasser bei Zahnweh helfen.
Dass das Kraut auch als Mordwaffe dienen konnte, stellte der englische Dichter William Shakespeare (1564 bis 1616) in „Hamlet“ dar. Den Geist des ermordeten Dänenkönigs ließ er erzählen, wie diesem vor seinem Tod der verhängnisvolle Saft in den Gehörgang geträufelt worden sei.

Auf die Dosierung kommt es an

Die starke Wirkung des Krauts beruht auf den darin enthaltenen Tropanalkaloiden. In geeigneter Dosierung erweitern sie heute gelegentlich als Augentropfen die Pupillen. Wegen ihrer Giftwirkung darf die Pflanze nicht als Tee oder Salbe angewendet werden. In hochverdünnten Zubereitungen nutzt die Homöopathie das Hexenkraut noch heute.
Laut Samuel Hahnemann, dem Begründer dieser alternativen Behandlungsmethode, soll es bei Unruhe und Erregung, Schlafstörungen, spastischen Zuständen der Atemwege und des Verdauungstrakts sowie trockenem Reizhusten helfen.

22.11.2011
Kriegserlebnisse: Erinnerungen belasten Senioren
Späte Kriegsfolgen: Die traurigen Erlebnisse aus der Vergangenheit lasten immer noch vielen Älteren auf der Seele
Jupiter Images GmbH/Creatas
Noch heute leidet die Hälfte der Menschen, die den Zweiten Weltkrieg miterlebt haben, an späten Folgen von Bombennächten, Vertreibung oder Vergewaltigungen. Jeder Zehnte klage über leichte bis ausgeprägte Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung mit Depressionen, Schreckhaftigkeit oder Schlafstörungen, ermittelten Wissenschaftler der Universitätsmedizin Leipzig.
Sie hatten knapp 1500 über 60-Jährige untersucht, die den Krieg miterlebten. In der Folge tragen Betroffene ein mehrfach erhöhtes Risiko, an Herz-Kreislauf-Leiden, Schlaganfall oder Rheuma zu erkranken.

12.11.2011
Schwangerschaft: Doppelter Impfschutz
Wenn Schwangere sich gegen Grippe impfen lassen, profitiert auch der Nachwuchs
W&B/Achim Graf
Das Ergebnis einer US-Studie: Babys von geimpften Müttern mussten halb so oft wegen einer Grippe in die Klinik eingewiesen werden wie Babys nicht geimpfter Mütter. Die Ständige Impfkommission rät allen Schwangeren nach der zwölften Woche zur Grippe-Impfung.

11.11.2011
Demenz: Bewegung hilft
Sport kräftigt nicht nur die Muskeln, er fördert auch die geistige Fitness
Jupiter Images GmbH/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY
Gut für Körper und Geist: Alzheimerpatienten, die im Rahmen eines Reha-Programms ein Krafttraining absolvieren, haben nicht nur mehr Muskelkraft und ein geringeres Sturzrisiko, sie sind auch geistig leistungsfähiger. Das fanden Altersmediziner des Bethanien-Krankenhauses in Heidelberg heraus.

10.11.2011
Tipp: Arzneitees richtig aufbewahren
Lagern die Tees zu feucht, verklumpen sie
Panthermedia/Ursula Deja-Schneider
Tassenfertige Arzneitees sind eine gute Wahl bei akuten Erkältungen oder Blasenentzündungen, weil sie bequem zuzubereiten sind. Ein Tipp zur Aufbewahrung: Die Extrakte ziehen Wasser an und verklumpen dann. Lagern Sie die Tees daher originalverpackt in einem kühlen, trockenen Raum. Die Küche mit ihrer hohen Luftfeuchte eignet sich nicht.

09.11.2011
Warzen: Bedenkliche Auswüchse
Nicht alles, was wie eine Warze aussieht, ist auch eine. Warum
W&B/Jan Greune
Wie ein verhornter Mini-Blumenkohl ragt das Gebilde aus der Haut am Finger. Ist das eine Warze? Vielleicht. Doch während Kinder und Jugendliche durch ihre noch nicht so ausgeprägte Immunität sehr häufig Warzen bekommen, ist die Wahrscheinlichkeit für einen älteren Menschen eher gering. Im Alter ist die vermeintliche Warze oft ein Hühnerauge, eine Schwiele, eine Stiel- oder eine Alterswarze, und die werden ganz verschieden behandelt.
Nur ein geschultes Auge kennt die Unterschiede – deshalb sollten Sie die Diagnose und Behandlung besser Ihrem Hautarzt überlassen. So wird mitunter auch ein unpigmentiertes Melanom, also Hautkrebs, von Betroffenen irrtümlich erst für eine Warze gehalten. Warzen im Intimbereich dagegen können in die Scheide oder den After einwachsen – zudem stehen sie im Verdacht, dort Krebs auszulösen. Lassen Sie selbst kleine Wucherungen auf der Haut daher immer abklären.
Echte Hautwarzen sind harmlos, aber ansteckend. Sie können entstehen, wenn sich humane Papillom-Viren in die Haut einnisten – etwa, wenn man barfuß durch eine öffentliche Dusche läuft oder jemandem die Hand gibt, der eine Warze am Finger hat. Das Virus vermehrt sich – die Haut reagiert darauf mit starkem Zellwachstum, das nach einigen Wochen oder Monaten dann als Warze sichtbar wird. Das Ansteckungsrisiko ist von Mensch zu Mensch verschieden – trockene, rissige oder verschwitzte Haut, Krankheiten wie Neurodermitis und eine schwache Abwehr erhöhen es.
Hat der Hautarzt eine Warze diagnostiziert, lautet die Frage: Möchten Sie abwarten, ob sie von allein verschwindet, oder möchten Sie behandelt werden? Oft ist das Immunsystem in der Lage, eine Infektion spontan abheilen zu lassen. Etwa 40 bis 50 Prozent der Warzen verschwinden nach zwei Jahren von selbst.
Wer nicht abwarten möchte: In der Apotheke gibt es Pflaster, Lotionen oder Tinkturen mit Salicylsäure oder Monochloressigsäure, die die Hornhaut aufweichen und die Warze zum Verschwinden bringen. Der Hautarzt kann Warzen mit flüssigem Stickstoff vereisen, Laser- oder Infrarotlicht einsetzen oder mit speziellen rezeptpflichtigen Mitteln die Zellvermehrung eindämmen. Vereisungssprays gibt es auch für die Selbstbehandlung zu Hause.
Fragen Sie Ihren Arzt, wie Sie die Abheilung unterstützen können. Welches Verfahren sich eignet, hängt ganz davon ab, wie gesund Sie sind, welche Warzenart man hat, wo die Warze sitzt und wie groß sie ist.

08.11.2011
Abnehmen: Es lohnt sich fast immer
Auch wer nur wenig abspeckt tut seiner Gesundheit etwas Gutes
Panthermedia/Marc Dietrich
Abnehmen lohnt sich – auch wenn der Erfolg vor dem Spiegel kaum sichtbar ist. Bei übergewichtigen Menschen bewirkt bereits eine Verringerung des Körpergewichts um fünf bis zehn Prozent, dass sich Blutzucker, Blutfette und Blutdruck deutlich verbessern. Das ergab eine Studie, die in der Fachzeitschrift Diabetes Care veröffentlicht wurde.

07.11.2011
Blutzucker: Schonend piksen
Stechen Sie beim Blutzuckermessen nur so tief wie nötig
W&B/Simon Katzer
Sie können Ihre Finger beim Blutzuckermessen schonen, indem Sie nicht tiefer einstechen als unbedingt nötig. Ermitteln Sie die Einstichtiefe, indem Sie Ihre Stechhilfe  auf die geringste Tiefe einstellen. Kommt nicht genug Blut, wählen Sie die nächste Einstich­tiefe – bis es klappt.

05.11.2011
Psychologie: Schon Kleinkinder haben Gerechtigkeitssinn
Teilen können: Diese menschliche Tugend haben oft schon die Kleinsten
Thinkstock/Banana Stock
Schon Kleinkinder besitzen ein Gespür für Gerechtigkeit, haben Forscher des Max-Planck-Instituts für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig nachgewiesen. Wenn Spielgefährten ihnen helfen, eine Belohnung zu bekommen, sind sie durchaus bereit, den Preis anschließend zu teilen.
In der Versuchsanordnung erhielten jeweils zwei Kinder im Alter zwischen zwei und drei Jahren Murmeln, wenn sie sich gemeinsam darum bemühten. Allerdings bekam das eine Kind stets mehr Murmeln als das andere. In diesem Fall gaben die „glücklicheren“ Kinder häufig etwas von ihrem Murmelschatz an ihren weniger erfolgreichen Mitspieler ab. Spielten die Kleinen nicht im Team, dann behielten jene, die mehr Murmeln bekamen, diese viel öfter alle für sich.

04.11.2011
Migräne: Wetter löst keinen Anfall aus
Wetterumschwünge scheinen kein Auslöser für Migräne zu sein
Panthermedia/Martina Heggie
Ein plötzlicher Wetterwechsel scheint nicht, wie allgemein vermutet, das Auftreten von Kopfschmerzen oder Migräne zu begünstigen – zumindest nicht bei Migräne-Dauerpatienten. Dies legt eine Studie an der Universitätsklinik für Neurologie in Wien nahe. Dabei baten Ärzte 238 Migräne-Patienten, vornehmlich Frauen, 90 Tage lang ein Tagebuch zu führen.
Anschließend werteten sie die Aufzeichnungen aus und berücksichtigten dabei die jeweilige Wetterlage. Ihr Fazit: Ein eindeutiger Zusammenhang zwischen Wetterumschwüngen und dem Wohlbefinden der Studienteilnehmer ließ sich nicht festmachen, allenfalls eine schwache Tendenz zu verstärktem Kopfschmerz, wenn eine Hochdruckfront nahte.

03.11.2011
Kosmetikkauf: Gefühl entscheidet mit
Neben der Pflegewirksamkeit ist Frauen beim Kauf eines Kosmetikprodukts sehr wichtig, ob die Creme oder das Shampoo ein emotionales Wohlbefinden vermitteln
Thinkstock/iStockphoto
Kosmetika sollen die Haut pflegen. Doch für Frauen oft noch wichtiger ist das emotionale Wohlbefinden, das ein Pflegeprodukt vermittelt. Dies zeigt eine Untersuchung an der Universität Baskenland (Spanien) mit 355 Frauen zwischen 18 und 50 Jahren. Am besten bewerteten die Frauen Kosmetikmarken, die ihnen das Gefühl gaben, die Unzufriedenheit mit ihrem Äußeren zu mindern.

02.11.2011
Harnsteine: Schmerzhafter Abgang
Unsere Lebensweise fördert die Entstehung von Harnsteinen. Wie Sie die Steine loswerden und der Neubildung vorbeugen
Thinkstock/iStockphoto
Sie bleiben oft jahrelang unbemerkt, doch wenn sie abgehen, wird es mitunter dramatisch. Die Steine, die sich in den Nieren gebildet haben, müssen dann den nur wenige Millimeter engen Harnleiter passieren, was zu heftigen Koliken führen kann. "Schlimmer als Geburtsschmerzen", so schildern betroffene Frauen die Qual.
Rund fünf Prozent der Bevölkerung bekommen im Lauf ihres Lebens einen Nierenstein – mit steigender Tendenz. Zum überwiegenden Teil sind Nierensteine ein Zivilisationsleiden, auch wenn Betroffene zudem meist eine genetische Veranlagung dafür haben. Ein Leben im Wohlstand mit wenig Bewegung und üppigem Essen erhöht das Risiko. Noch sind mehr Männer betroffen, aber die Frauen holen auf.
Nierensteine bilden sich aus Salzen, welche die Nieren aus dem Blut filtern, um sie mit dem Urin auszuscheiden. In einem stark konzentrierten Urin können sie kristallisieren und sich zu festen Gebilden entwickeln – von winzig wie Grießkörnchen bis einige Zentimeter groß. Auch die Zusammensetzung kann variieren.
Dass sie einen Nierenstein haben, merken Betroffene meist erst, wenn er im Harnleiter steckt. Eine Nierenkolik ist in der Regel ein Notfall. Die plötzlich einsetzenden, sich wehenartig wiederholenden Krämpfe strahlen in Rücken, Leiste, Oberschenkel und Geschlechtsteile aus. Übelkeit und Erbrechen können dazukommen. Manchmal weisen aber auch nur Blut im Urin oder leichte Flankenschmerzen auf den Abgang von Steinen hin.

Steine zertrümmern

Abhängig von ihrer Lage und Größe werden die Gebilde heute auf unterschiedliche Weise entfernt. Bei einem Stein im Harnleiter gibt man manchmal weiter die starken, morphiumähnlichen Mittel, welche die Patienten gegen die akuten Schmerzen bekommen, und wartet, bis er von allein abgeht.
Der Arzt kann einen Stein im Harnleiter aber auch mithilfe eines Endoskops per Laser zerstören oder mit winzigen Körbchen und Zangen herausziehen. Sitzt der Stein weit oben im Harnleiter, wird der Arzt ihn möglicherweise mit dem Endoskop in die Niere zurückschieben. Einen Stein in der Niere kann man durch Stoßwellen so weit zerkleinern, dass er auf natürlichem Weg abgeht. Ist seine Position ungünstig für die Stoßwellenbehandlung oder ist er sehr hart, können ihn die Ärzte auch über einen Stichkanal in die Niere per Endoskop entfernen.

Eingriff unter Narkose

Während für endoskopische Verfahren eine Vollnarkose nötig ist, genügen bei der Stoßwellentherapie Schmerzmittel. Sehr selten, wenn sich ein großer Stein im Harnleiter verkeilt hat und Nierenversagen droht, muss man eine Notoperation vornehmen. Die entfernten Steine werden genau analysiert. Nach ihrer Lage und Zusammensetzung richten sich die weitere Behandlung und die Empfehlungen zur Ernährung.
Nieren- und Harnleitersteine können auch auf heilbare Stoffwechselstörungen wie eine Überfunktion der Nebenschilddrüse hinweisen oder auf Erkrankungen des Darms wie Morbus Crohn. Steine in der Blase bilden sich in der Regel dann, wenn die Blasenentleerung behindert ist, zum Beispiel bei vergrößerter Prostata.

Viel trinken

Am häufigsten finden Ärzte Kalziumoxalat-Steine als typische Wohlstandsfolge. Wer es schafft, Übergewicht abzubauen und Ernährungsfehler zu vermeiden, ist mit großer Wahrscheinlichkeit vor einem erneuten Stein gefeit. Dagegen muss jeder zweite bis dritte Betroffene, der seine Lebensweise beibehält, damit rechnen, dass sich wieder ein Stein bildet. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse und Obst, aber wenig Fleisch und Wurst beugt vor. Regelmäßige Bewegung wirkt Übergewicht und auch einer Steinbildung entgegen.
Werden die Nieren stets gründlich durchgespült, lässt sich das Risiko deutlich senken. Wer zu Harnsteinen neigt, sollte viel trinken: mehr als die normalerweise empfohlenen 1,5 bis zwei Liter am Tag. Wie viel genau für den Einzelnen gut ist, das sollte er mit dem Arzt besprechen. So große Trinkmengen zu schaffen ist nicht einfach. Rituale können helfen: Zum Beispiel immer ein Glas Wasser zum Kaffee trinken und Abwechslung in das Getränkeangebot bringen. Auch Suppen und Eintöpfe liefern Flüssigkeit.

01.11.2011
Muskeln: Mit Kraft gegen Diabetes
Menschen mit einem höheren Muskelanteil reagieren empfindlicher auf das blutzuckersenkende Hormon Insulin
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Es gibt viele Gründe, die Muskeln zu trainieren. Einen neuen lieferten nun Forscher der Universität von Kalifornien in Los Angeles (USA). Sie analysierten die Gesundheitsdaten von mehr als 13.600 US-Amerikanern.
Ergebnis: Menschen mit einem höheren Muskelanteil reagieren empfindlicher auf das blutzuckersenkende Hormon Insulin. Zudem leiden sie seltener an Vorstufen von Typ-2-Diabetes als ihre untrainierten Altersgenossen.

31.10.2011
Augen: Vitamin C bringt den Durchblick
Die Nervenzellen der Netzhaut brauchen viel Vitamin C, um richtig zu funktionieren
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Zitrusfrüchte, Paprika oder Hagebutte sind im wahrsten Sinn des Wortes ein Augen-Schmaus. Wie Wissenschaftler aus Oregon (USA) im Fachblatt Journal of Neuroscience berichten, benötigen die Nervenzellen der Netzhaut eine hohe Dosis an Vitamin C, um richtig zu funktionieren.

Die sogenannten GABA-Rezeptoren sind Andockstellen für Botenstoffe, die an der Kommunikation zwischen einzelnen Nervenzellen beteiligt sind. Sie finden sich im gesamten zentralen Nervensystem, zu dem auch die Netzhaut gehört. Für eine optimale Leistung müssten sie regelrecht in Vitamin C schwimmen, so die Forscher.

Mangelte es bei ihrem Versuch daran, arbeiteten die Nervenzellen der Netzhaut nicht mehr richtig. Neben der Bedeutung für den Stoffwechsel und die Immunabwehr sei das Vitamin also wesentlich für die korrekte Reizweiterleitung – in den Augen und vermutlich auch im Gehirn.

29.10.2011
Bus und Bahn: Pendeln stärkt das Immunsystem
Bei regelmäßigen Pendlern stellt sich das Immunsystem auf die gehäuften Keimattacken in den öffentlichen Verkehrsmitteln ein
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Ob die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel das Erkältungsrisiko erhöht, wollten Forscher aus Nottingham und London (beide England) wissen. Erstaunliches Ergebnis: ja und nein. Wer nur selten mit Bahn und Bus fährt, hat Bakterien und Viren nicht viel entgegenzusetzen. Bei regelmäßigen Pendlern hingegen stellt sich das Immunsystem auf die Keimattacken ein.

28.10.2011
Abnehmen: Fit und schlank durch Putzen
Kalorien einfach wegwischen: Die Hausarbeit macht es möglich
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Wer Hausarbeit als lästig empfindet, sollte sie als Fitnesstraining mit Abnehmeffekt betrachten. Die Verbraucher Initiative hat errechnet, dass bei Tätigkeiten wie Abwaschen und Bügeln einiges an Gewicht auf der Strecke bleibt.
Bezogen auf eine Person, die 70 Kilogramm wiegt, kosten 15 Minuten Aufräumen 30 Kilokalorien (kcal), Bügeln 35 und Staubwischen 37. Abwaschen, Bettenbeziehen und Staubsaugen verbrauchen zwischen 45 und 70 kcal. Wer die Badfliesen schrubbt, verbrennt 74, wer Fenster putzt 83 und wer Möbel rückt 115 kcal.

27.10.2011
Schulweg: Ranzen besser als Trolley
Einen Rucksack Huckepack tragen ist für Kinderrücken gesünder, als einen Roll-Trolley zu ziehen
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Trolleys, in denen Schüler ihre Bücher, Hefte und Utensilien hinter sich herziehen, sind nicht rückenfreundlich. Wie der AOK-Bundesverband meldet, verdrehen dabei Kinder ihre Schulter und halten die Wirbelsäule in einer ungünstigen Position. Hinzu komme, dass sie die Rollkoffer oft heben müssen, etwa auf Treppen oder beim Ein- und Aussteigen in den Bus. Die bessere Alternative sei immer noch der Schulranzen, sofern er richtig gepackt wird: Unnötiges raus, Schweres möglichst nah an den Rücken.

26.10.2011
Weihrauch: Schweiß der Götter
Sein Harz half beim Mumifizieren und kam auch als Medikament zum Einsatz
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Es war ein Wagnis. Auf Geheiß der Königin Hatschepsut segelte um 1500 vor Christi Geburt eine Flotte ägyptischer Schiffe in Richtung Punt. Ihr Anführer, der königliche Schatzmeister Nehesi, sollte aus dem sagenumwobenen Goldland wertvolle Weihrauchbäume (Gattung Boswellia) in die Heimat holen. Die Expedition wurde mit einer Inschrift in einer Pfeilerhalle des Totentempels der Pharaonin verewigt und ging so in die Geschichte ein.

Die Ägypter wollten das fremde Gewächs nicht ohne Grund kultivieren. "Schweiß der Götter" nannten sie ehrfürchtig die Harzperlen, die aus den angeritzten Bäumen tropften und in ihrem Kult eine bedeutende Rolle spielten.

Die Bezeichnung steht im Rahmen der ägyptischen Tradition, Naturprodukte als Ausscheidungen von Gottheiten zu erklären. In dem Rauch, der bei der Verbrennung der duftenden Substanz aufsteigt, sahen die Gläubigen eine direkte Verbindung zu den Göttern.

Konservierende Mumienhülle

Im Totenkult war das Harz unverzichtbar. Weihrauch haben die Ägypter zum Mumifizieren benutzt. Der Naturstoff eignet sich dafür ideal. Er wirkt antiseptisch und konservierend. Die Anwendung verlief problemlos, da Weihrauchharz im erwärmten Zustand so geschmeidig wie Honig ist. Und noch einen Vorteil besitzt es: Da das Harz wasserabweisend wirkt, verhindert es, dass Feuchtigkeit an die toten Körper gelangt.

Auch als Arzneimittel gegen verschiedene Beschwerden kannten und nutzten die Ägypter die Substanz. Ob sie das Mittel gegen Rheuma einsetzten, ist allerdings unklar. Das Verwenden von Weihrauch in Ägypten wurde zwar prinzipiell gut nachgewiesen, für Rheuma gibt es jedoch kein sicher identifiziertes ägyptisches Wort. Manche Literaturangaben sind da scheinbar optimistischer, als es die reale Forschungslage zulässt.

Gegen Warzen und Flechten?

Nicht nur die Ägypter schätzten den Weihrauch. In der ayurvedischen Medizin Indiens spielt er seit mehr als 3000 Jahren zur Behandlung entzündlicher Erkrankungen und Nervenleiden eine Rolle. Und der griechische Arzt Pedanios Dioskurides war im 1. Jahrhundert nach Christus davon überzeugt, dass Weihrauch Warzen und Flechten vertreiben könne, die Wundheilung fördere und bei Ohrenleiden sowie Brustentzündungen helfe. Doch er warnte auch, bei Gesunden könne das Mittel zu Wahnsinn führen.

Die Bibel erwähnt den teuren Stoff unter anderem als Geschenk, das die Heiligen Drei Könige dem Christuskind zur Geburt dargebracht haben sollen. Der Handel mit dem gefragten Naturprodukt war ein einträgliches Geschäft und jahrhundertelang fest in der Hand der Araber. Ihre Städte, die wie Petra, Medina oder Sanaa an den Handelsrouten lagen, erblühten in jener Zeit.

Noch nicht als Arznei zugelassen

Dass der Weihrauch nicht zu Unrecht so hoch geschätzt war, zeigen moderne Studien. Sie geben Hinweise darauf, dass die Extrakte Entzündungen hemmen. Einige Experten vermuten auch, dass Weihrauch-Präparate bei vielen entzündlichen Krankheiten wie rheumatischer Arthritis, multipler Sklerose oder Neurodermitis helfen könnten.

In Bezug auf chronisch entzündliche Darmkrankheiten konnten Versuche an Patienten die Wirksamkeit jedoch bisher nicht belegen. Auch deshalb sind in Deutschland bislang keine Arzneimittel mit Weihrauch zugelassen. Aber das kann sich ändern, sobald es wissenschaftliche Belege für die heilenden Kräfte am Menschen gibt. Einige neue klinische Studien dazu laufen bereits an.

25.10.2011
Ohren: Männer hören anders als Frauen
Das starke Geschlecht kann eine Schallquelle besser aus einem Geräuschgewirr herausfiltern als die Damen der Schöpfung
Thinkstock/Goodshot
Männer haben ein besseres räumliches Hörvermögen als Frauen. Neuropsychologen der Universität Tübingen wiesen nach, dass männliche Zuhörer eine Schallquelle genauer aus einem Gewirr an Geräuschen herausfiltern können. Ein hoher Testosteronspiegel begünstige diese Fähigkeit als Überbleibsel der Evolution, so die Forscher.

24.10.2011
Erziehung: Mama arbeitet, Kind gedeiht
Geht doch – Beruf und Familie passen unter einen Hut
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Gehen Mütter in der Doppelrolle aus Erziehung und Beruf auf, schadet das ihren Kindern in den ersten Lebensjahren nicht. Im Gegenteil: Laut einer groß angelegten Untersuchung des Britischen Rats für Sozialforschung unter 19.000 Familien leiden Kinder, deren Eltern beide berufstätig sind, am wenigsten unter emotionalen und sozialen Problemen. Mädchen haben mehr Schwierigkeiten, wenn nur ihre Väter zur Arbeit gehen. Jungen sind problematischer, wenn allein die Mutter für das Einkommen sorgt.

22.10.2011
Übergewicht: Junge Schweden sind die Schlanksten
In Nordeuropa haben deutlich weniger Kinder zu viele Pfunde als im Süden Europas
Thinkstock/iStockphoto
Die Kindertaille wächst von Nord nach Süd. Nach den Ergebnissen der Idefics-Studie, welche die Gesundheit der jüngsten Bewohner in meh­reren europäischen Ländern untersuchte, ist bereits jedes fünfte Kind unter zehn Jahren zu dick. Bis zu 20 Prozent der Kinder in den südlichen Ländern gelten sogar als fettleibig, in Nordeuropa sind es weniger als fünf Prozent.
Die Studie offenbart zudem große ­Unterschiede in den Lebens- und Ernährungsgewohnheiten. Drei Viertel der italienischen Kinder, aber nur ein Viertel der schwedischen sehen gelegentlich oder häufiger beim Essen fern. Die kleinen Nordlichter trinken auch am seltensten gezuckerte Getränke und naschen wenig Süßigkeiten. 40 Prozent von ihnen essen täglich Obst, 60 Prozent rohes Gemüse – das sind die besten Werte im Ländervergleich.

21.10.2011
Essen: Große Gabel macht schneller satt
Wer eine große Gabel benutzt, isst zügiger, aber weniger. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest eine Studie
Thinkstock/iStockphoto
Wer schnell isst, isst mehr als ein langsamer Genießer? Eine Studie der Universität von Utah in Salt Lake City (USA) widerlegte jetzt diese gängige Annahme – zumindest beim Essen in einem Restaurant. Dort wurden den Gästen große Portionen serviert und dazu eine kleinere oder eine größere Gabel als üblich. Die Gäste mit großen Gabeln aßen weniger und ließen öfter etwas ­übrig. Erklärung der Forscher: Leert sich der Teller schneller, heißt es für das Unterbewusstsein auch eher: Genug gegessen!

20.10.2011
Internet: Gedächtnis ausgelagert
Speichern wir Informationen auf dem Computer ab, merken wir sie uns selbst schlechter
Thinkstock/BrandXPictures
Das Internet verleitet dazu, sich Inhalte weniger gut zu merken, schreiben US-Forscher in der Fachzeitschrift Science. Sie ließen Studenten 40 Aussagen in den Computer tippen. Den einen erzählten sie vorher, die Sätze würden später gelöscht, den anderen, sie würden gespeichert. Letztere erinnerten sich schlechter an das, was sie geschrieben hatten: Sie gingen davon aus, es jederzeit nachlesen zu können.

19.10.2011
Kosmetik: Schöne Lippen
Ein Kussmund auch im Herbst und Winter? So geben Sie rissiger Haut keine Chance
Jupiter Images GmbH/Goodshot
Weil sie kaum Talg- und keine Schweißdrüsen besitzen, sind die Lippen äußeren Einflüssen fast schutzlos ausgeliefert. Entziehen Kälte und Nässe ihnen Feuchtigkeit, werden sie trocken und spröde.

Lippenhelfer Nummer eins sind Pflegestifte mit Wachsen, Ölen oder Fetten. Als SOS-Maßnahme kommen sie aber oft zu spät. Besser ist es, immer einen in der Handtasche dabeizuhaben und spätestens dann aufzutragen, wenn die Haut spannt. „Sind schon kleine Risse vorhanden, helfen heilende Inhaltsstoffe wie Bisabolol“, sagt Helga Beyer, Apothekerin in Berlin. Eine Alternative sind Wund- und Heilsalben. „Bei mir wirken Cremes mit Dexpanthenol sehr gut“, berichtet Marianne Porsche-Rohrer. Ein weiterer Tipp der Apothekerin aus Schongau in Oberbayern: Honig. „Bestreichen Sie damit dünn Ihre Lippen.“ Aber nicht ablecken! Wer die angegriffene Haut ständig mit Speichel benetzt, entzieht ihr erst recht Feuchtigkeit.
Besondere Pflege brauchen unsere Lippen bei extremer Witterung. Denken Sie im Herbst und Winter weiterhin an UV-Schutz, etwa beim Wandern oder Skifahren. „Behandeln Sie dabei ruhig auch die Partie rund um den Mund mit Creme oder Stift“, rät Porsche-Rohrer.

Ist die Haut aufgesprungen, sieht Lippenstift meist nicht schön aus. „Die Farbe setzt sich in den Rissen ab“, sagt Beyer. Sie empfiehlt stattdessen ein Gloss, das viel Fett enthält. Sein Glanzfilm kaschiert zudem raue Stellen besser und vermittelt ein geschmeidigeres Gefühl. Davon, abstehende Hautfetzen abzuzupfen, raten beide Expertinnen dringend ab. Das Risiko für Infektionen sei zu groß.
Wer bei trockenen Lippen ungern auf Farbe verzichtet, kann heilen­de Creme auftragen oder einen Pflegestift anwenden und dann Lippenstift darübergeben. Um Feuchtigkeitsverlust vorzubeugen, achten Sie auch bei farbigen Lippenkosmetika auf pflegende Inhaltsstoffe. Nicht für spröde Lippen eignen sich Produkte, die extra lange haften, da sie wenig Fett enthalten.

18.10.2011
Abgase: Eine Frage der Chemie
Nicht die Gase selbst, sondern die darin enthaltenen Partikel wirken sich vermutlich negativ auf die Gefäße aus
Jupiter Images GmbH/Polka Dot Images
Tests mit Versuchspersonen ergaben Hinweise darauf, welche Bestandteile von Dieselabgasen die Gefäße schädigen. Bei der im European Heart Journal veröffentlichten Studie trainierten 16 Freiwillige in einer Testkammer und atmeten dabei einen Diesel-Schadstoff-Mix ein, wie er in abgas­belas­te­ten Städten vorkommt. Analysen ergaben, dass nicht die Gase selbst, sondern vermutlich bei der Verbrennung entstehende Partikel die Gefäßfunktion verschlechtern.

17.10.2011
Efeu: Heilsamer Kletterkünstler
Die Heilpflanze enthält schleimlösende Inhaltsstoffe, die bei Husten helfen können
Pixtal/RYF
Die robuste Kletterpflanze ist in Süd-, West- und Mittel­europa heimisch. Sie trägt immergrüne Blätter und bildet blauschwarze Früchte aus. Mithilfe winziger Haftwurzeln rankt sich der Efeu (Hedera helix) an Baumstämmen und Hausfassaden empor. Er kann über 400 Jahre alt werden. Efeublätter nutzt man aufgrund ihres hohen Gehalts an heilsamen Inhaltsstof­­fen – etwa Saponinen – schon seit Jahrhunderten zu Heilzwecken. Die sekun­dären Pflanzenstoffe unterstützen die Schleimlösung bei akuten Atemwegsinfek­ten und sollen keimtötend wirken. Trockenextrak­te aus Efeublättern finden sich daher vielfach in Säften, Tinkturen und Tropfen, die bei Husten hilfreich sein können.

15.10.2011
Babys: Gefährlicher Puder
Der Inhaltsstoff Talkum kann die Atmung der Kleinen beeinträchtigen
W&B/Forster & Martin
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin warnt vor talkumhaltigem Babypuder. Atme ein Baby oder Kleinkind aus der Dose ­rieselnden Puder ein – zum Beispiel während des Wickelns –, könne dies die Atmung beeinträchtigen und unter Umständen schwere Lungen­schäden ver­ursachen. Um solche Unfälle zu vermeiden, fordert das BfR, dass die Hersteller ihre Talkumprodukte ent­­weder mit sicheren Verschlusssystemen ausrüsten oder ganz vom Markt nehmen.

14.10.2011
COPD: Was das Gehtempo verrät
Wer sehr gemächlich geht, könnte eine eingeschränkte Lungenfunktion haben, sagen Forscher
Jupiter Images GmbH/Polka Dot Images
Der von Lungenärzten häufig angewendete „Sechs-­Minuten-Gehtest“ sagt in manchen Punkten mehr über den Schweregrad einer chronisch-obstruktiven Lungenkrankheit (COPD) aus als die mit Lungenfunktionstests ermittelte „Einsekundenkapazität“ (FEV1). Ein Wissenschaftlerteam stellte bei einem Fachkongress in Denver (USA) die Ergebnisse vor: Wer in sechs Minuten weniger als 357 Meter zurücklegt, muss sich vermutlich in ab­sehbarer Zeit in stationäre Behandlung begeben, unterhalb von 334 Metern erhöht sich das Sterberisiko.

13.10.2011
Fluorid: Zahnschutz aus dem Hahn?
In Deutschland wird Trinkwasser nicht mit Fluorid versetzt. Aus gutem Grund
Jupiter Images GmbH/Comstock Images
Fluorid schützt vor Karies und wird für den Aufbau von Knochen und Zähnen gebraucht. Trotzdem wird das Spurenelement in Deutschland nicht dem Trinkwasser zugesetzt – anders als in Teilen Großbritanniens oder Irlands. Dass der deutsche Weg der richtige ist, bestätigt der Gesundheitsausschuss der ­Europäischen Kommission. Der Zusatz von Fluorid im Wasser bringe im Vergleich zu fluoridhaltigen Zahnpas­ten keinen Vorteil. Zudem könne eine Überdosierung die Zahnschmelzbildung beeinträchtigen. Das Krebsrisiko erhöhe Extra-Fluorid im Wasser aber nicht.

12.10.2011
Mundgeruch: Peinliche Brise
Schlechter Atem wirkt auf andere abstoßend. Er kann aber auch ein Symptom einer Erkrankung sein
Thinkstock/Ablestock
Das Zaziki am Vorabend, der Döner zum Mittagessen, das Fischbrötchen auf der Kirmes – jeder isst ab und zu etwas, das vor­übergehend einen schlechten Atem macht. Der Grund für den üblen Geruch sind Bakterien, die im Mundraum Speisereste verarbeiten und dabei Schwefelverbindungen freisetzen. Doch legen sich solche Gerüche nach dem Zähneputzen schnell wieder.
Wegen mangelnder Zahnpflege kommt allerdings auch niemand in die Spezial-Sprechstunde von Dr. Stefan Koch. „Meine Patienten putzen sich in der Regel sogar überdurchschnittlich gründlich die Zähne. Trotzdem leiden sie unter chronischem Mundgeruch“, sagt der Zahnarzt, der sich in seiner Praxis in Sonneberg in Thüringen auf die unangenehmen Gerüche aus dem Mund spezialisiert hat. Ärzte bezeichnen sie als Halitosis.
Heute wissen Mediziner, dass die Ursache bei etwa 85 Prozent der Betroffenen im Mundraum liegt. In vielen Fällen ist es Karies oder Parodontitis, die einen faulig riechenden Atem bewirkt. Vor allem in Zahnzwischenräumen und auf der Zunge finden die Keime einen guten Nährboden. Die Oberfläche der Zunge ist zerklüftet, hier gibt es für Bakterien genug Schlupfwinkel. Im Normalfall spült der Speichel die Speisereste und Bakterien aus dem Mundraum fort. Bilden die Speicheldrüsen aber nicht genug Sekret, nehmen die Bakterien schnell überhand und werden zur Geruchsquelle. Mundtrockenheit kann also schlechten Atem begüns­tigen. Besonders trifft das auf Schnarcher und Menschen unter Stress zu.
Koch setzt seine Patienten am Beginn der Behandlung vor einen Kasten in Schuhkartongröße, in den sie durch einen Strohhalm ausatmen. Das sogenannte Halimeter zeichnet auf, wie viele Schwefelgase im Atem stecken.
Von den üblichen Mundwässern rät der Zahnarzt ab, denn regelmäßig verwendet würden sie den unangenehmen Geruch nur überdecken und langfristig die Mundflora verändern. In manchen Fällen baut Koch auf eine zwei bis drei Monate lange Therapie mit speziellen Spüllösungen, die die Mundhöhle desinfizieren.

Kann der Zahnarzt nicht helfen, führt der Weg häufig zu einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt. „Mundgeruch ist keine eigene Krankheit, sondern lediglich ein Symptom“, sagt Dr. Sylvia Krug, HNO-Ärztin aus Leipzig. „Der eigentlichen Ursache muss aber auf den Grund gegangen werden.“ Bei Mandel- und Nebenhöhlenentzündungen komme Mundgeruch relativ oft vor, sagt Krug. Zudem gebe es im Bereich der Speiseröhre Ausstülpungen, sogenannte Divertikel, in denen Speisereste hängen bleiben können. Sie kennt auch Fälle von schlechtem Atem durch eine Reflux-Ösophagitis. Hier schließt der Muskel zwischen Magen und Speiseröhre nicht richtig, und Magensäure fließt zurück in die Speiseröhre. Ein säuerlicher Geruch weist darauf hin.

Riecht der Atem dagegen süßlich-fruchtig wie faulige Äpfel, kann das auf einen unentdeckten oder schlecht eingestellten Diabetes hinweisen. Beißen­­der Ammoniak-Dunst kann von einem Nierenschaden oder einer Leberzirrhose stammen. Dann ist der Internist die richtige Anlaufstelle. Charakteristisch ist in diesem Fall, dass nicht nur der Mund die Gerüche verströmt, sondern sie auch beim Ausatmen aus der Nase wahrzunehmen sind. „Der schlechte Atem wird in diesen Fällen aber nicht das einzige Symptom sein“, sagt Krug. „Solche Diagnosen sind die Ausnahme. Man darf sie jedoch nicht von vorn­herein ausschließen.“

11.10.2011
Salz: Weißer Suchtfaktor
Salz löst im Gehirn Glücksgefühle aus, haben Forscher herausgefunden
Jupiter Images GmbH/Thinkstock
Salz ist für den Körper unentbehrlich. Um die Salzzufuhr sicherzustellen, trickst er sogar den Geist aus: Nimmt man das Mineral zu sich, wird im Belohnungszentrum des Gehirns ein Gefühl der Befriedigung ausgelöst – ähnlich wie beim Konsum von Kokain oder Heroin. Diesen Zusammenhang entdeckten Wissenschaftler der Duke-Universität in Durham (USA) bei Mäusen. Salzentzug mache das Gehirn empfänglicher für die Wirkung des „Glückshormons“ Dopamin, so die Forscher im Fachblatt PNAS. Bekamen die Tiere wieder Salz, reagierte ihr Hirn mit intensiven Glücksgefühlen.

10.10.2011
Abnehmen: Was dick und dünn macht
Wer abspecken möchte, sollte nicht nur weniger essen, sondern auch darauf achten, was er zu sich nimmt
Panthermedia/Katie Neudert
Weniger essen, sich mehr bewegen. Nicht immer geht diese einfache Formel auf, wenn man sein Gewicht halten möchte, so eine Studie im New England Journal of Medicine. Es kommt auch darauf an, was man isst. Forscher der Harvard Medical School maßen über 20 Jahre hinweg die Gewichts­­veränderung von 120 000 US-Amerikanern und fahndeten nach den schlimms­ten Dickmachern. Im Schnitt legten die Teilnehmer innerhalb von vier Jahren 1,5 Kilo zu.
Wer häufig Kar­tof­feln, zuckerhaltige Getränke, rotes Fleisch und Wurst aß, wurde dicker. Am meisten nahmen ­diejenigen zu, die regelmäßig Kartoffelchips futterten – ­diese fielen weit mehr ins Gewicht als Süßigkeiten. Wer dagegen öfter zu Gemüse, Vollkornprodukten, Früchten und Nüssen griff als zuvor, nahm ab. Als idealer Dünnmacher erwies sich Joghurt. Möglicherweise beeinflusst er über die Zusammensetzung der Darmbakterien das Gewicht, meinen die Forscher.

08.10.2011
Sport: Positives Denken hilft beim Siegen
Wer an sich glaubt, sich selber bekräftigt und sich sogar Abweisungen gibt hat eine größere Chance im Sport gute Leistungen zu erzielen
Thinkstock/Comstock Images
Positives Denken wirkt. Verfestigen Sportler entsprechende Botschaften durch Selbstgespräche im Gehirn, bauen sie Konzentration auf und machen sich mental stark. Das berichten Sportwissenschaftler der griechischen Universität von Thessaly in der Zeitschrift Perspectives on Psychological Sciences. Sie hatten 32 sportpsychologische Studien ausgewertet. Am erfolgreichsten waren die Sportler, wenn sie sich Bewegungsabläufe wie in einem Drehbuch vorsagten, egal ob laut oder nur innerlich.

07.10.2011
Karotten: Knabbern für ein langes Leben
Alpha-Carotin kann für ein langes Leben sorgen. Der Stoff ist beispielsweise in Mohrrüben enthalten
Thinkstock/ Banana Stock
Wer sich gesund ernährt und regelmäßig Gemüse mit reichlich Alpha-Carotin zu sich nimmt, kann damit sein Leben verlängern. Diesen Schluss legt eine Studie aus Atlanta (USA) mit mehr als 15.000 Erwachsenen nahe. Insgesamt starben in dem Beobachtungszeitraum von 14 Jahren 3810 Personen.
Menschen mit einem hohen Alpha-Carotin-Spiegel im Blut hatten ein um 39 Prozent geringeres Sterberisiko als jene mit den niedrigsten Werten. Ernährungstipp: Karotten und Kürbis sowie dunkelgrünes Gemüse enthalten den Stoff reichlich.

06.10.2011
Damenwahl: So suchen Frauen ihren Traummann aus
Das Bild vom perfekten Partner wechselt beim weiblichen Geschlecht je nach Lebenssituation
Jupiter Images GmbH/Photos.com
Welcher Mann einer Frau gefällt, hängt auch von den Lebensumständen ab, zeigt eine Studie der Universität von Brisbane (Australien) mit 65 Single-Frauen. Durch gezielte Fragen riefen die Wissenschaftler entweder Sorgen um die Gesundheit oder um die Finanzen hervor. Anschließend machten die Frauen Angaben zu ihrem Traummann.
Die gesundheitlich Besorgten bevorzugten häufiger maskuline Männer, die finanziell Verunsicherten dagegen fürsorgliche. Die Erklärung der Forscher: Männlichkeit steht für gute Gene – wichtig für gesunden Nachwuchs. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten bietet ein verlässlicher Partner mehr Hilfe beim Kinderaufziehen.

05.10.2011
Glücksbaum: Arznei vom Wegesrand
In China schmückt er die Landschaft. Für Krebspatienten eröffnet der Glücksbaum Therapiemöglichkeiten
Thinkstock/Valuline
"Glücklicher Baum" tauften ihn die Menschen im alten China. Diesen Ehrentitel erhielt er, so die Legende, zum Dank dafür, dass er Menschen von lästigen Krankheiten wie Erkältungen und Halsschmerzen befreit und ihnen darüber hinaus Glück bringen soll.
Vielleicht gaben ihm die Chinesen den Namen aber auch aufgrund seines imposanten Erscheinungsbilds an Straßenrändern und Plätzen. Denn Camptotheca acuminata ist tatsächlich eine Schönheit. Die cremefarbenen Blüten sehen aus wie kleine Igel. Im Sommer entwickeln sich daraus zarte, bizarr geformte Früchte. Die dunkelgrünen Blätter sind länglich oval bis elliptisch und färben sich im Herbst leuchtend rötlich orange. Der Glücksbaum wird bis zu 16 Meter hoch.
Heilversuche mit seinen Wirkstoffen wurden bereits bei Krankheiten der Gallenblase, Leber, Milz und des Magens unternommen, angeblich auch bei Tumoren. Bei Hautbeschwerden wie der Schuppenflechte hofften die Menschen ebenfalls mit seiner Hilfe auf Linderung.

Medizin aus dem Reich der Mitte

„Camptotheca acuminata zählt zu den Heilpflanzen, die auch in der traditionellen Medizin Chinas von Bedeutung waren“, sagt Professor Henry Johannes Greten, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) und Dekan der Heidelberger Schule für Chinesische Medizin.
Die Heilkunde aus dem Reich der Mitte greift uraltes Wissen auf. „Das legendäre und älteste erhaltene Arzneibuch Chinas, das Shennong ben cao jing, beschreibt 365 Heilpflanzen. Es entstand bereits in vorchristlicher Zeit“, berichtet Greten. Seit wann es die TCM tatsächlich gibt, bleibt unklar. „Funde von Akupunkturnadeln sind bis zu 6000 Jahre alt“, weiß der Experte aus Heidelberg.
Die fernöstliche Medizin begreift den Menschen als ganzheitliches Wesen, zu dem Körper und Seele, aber auch die Lebensumstände, die Beziehung zur Familie und andere Einflüsse gehören, die sich auf sein Wohlbefinden auswirken. Den Gesundheitszustand verstehen die Anhänger der Lehre als Wechselspiel von Yin und Yang, zwei gegensätzlichen, aber einander ergänzenden Kräften.
Dazu passt auch der Glücksbaum mit seinen zwei Gesichtern: Einerseits ist er einfach nur schön, andererseits besitzt er ein großes Heilpotenzial. Die moderne Medizin interessiert sich vor allem für den Inhaltsstoff Camptothecin, der tumorhemmend wirkt. Ärzte setzen ihn heute in abgewandelter Form bei Krebspatienten ein.

Ein Stoff bremst den Krebs

„Wir verwenden Camptothecin nicht direkt, es ist nicht so gut verträglich“, erklärt Professor Manfred Jung vom Pharmazeutischen Institut der Universität Freiburg. Die daraus halbsynthetisch hergestellten Arzneistoffe Topotecan und Irinotecan werden bei bestimmten Formen von Lungenkarzinomen, wiederkehrendem Gebärmutterhalskrebs und Tumoren im Dickdarm eingesetzt.
„Dass diese Stoffe das Krebswachstum bremsen, haben Forscher im Rahmen einer Reihenuntersuchung entdeckt“, sagt Experte Jung. Camptotheca acuminata war ein Glückstreffer bei dieser Suche. Die Chinesen wussten schon vor Jahrhunderten, dass es sich um einen „glücklichen Baum“ handelt.

04.10.2011
Männer: Nutzt die Darmkrebsvorsorge!
Das starke Geschlecht hat ein höheres Risiko an Darmkrebs zu erkranken als Frauen. Eine rechtzeitige Vorsorgeuntersuchung kann Leben retten
Thinkstock/Stockbyte
Männer haben in jedem Alter ein deutlich höheres Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, als Frauen. Davor warnen Forscher des Uniklinikums München und legen nahe, früh mit entsprechenden Vorsorge-Untersuchungen zu beginnen. Sie werteten die Daten von 600.000 Darmspiegelungen aus.
Derzeit empfehlen medizinische Fachgesellschaften eine erste Darmspiegelung ab einem Alter von 55 Jahren, unabhängig vom Geschlecht. Ein unbefriedigender Zustand, meinen die Wissenschaftler. Tumorvorstufen würden sich bei Männern im Durchschnitt früher entwickeln.

03.10.2011
Herzinfarkt: So schützen sich Frauen am besten
Sport, die richtige Ernährung und eine gesunde Lebensweise können das Herztod-Risiko deutlich senken
Thinkstock/Comstock Images
Frauen, die nicht rauchen, schlank bleiben, täglich eine halbe Stunde Sport treiben und viel Obst, Gemüse, Nüsse sowie Vollkornprodukte essen, können sich so meist vor einem tödlichen Herzinfarkt schützen. Das errechnete ein Team des Brigham and Women’s Hospital in Boston (USA) anhand einer Studie mit knapp 82.000 Krankenschwestern.
Je mehr sich Frauen an diese Regeln hielten, umso stärker nahm ihr Risiko für einen plötzlichen Herztod ab. Das Fazit der Wissenschaftler: 81 Prozent dieser Todesfälle sind mit dem gesunden Lebensstil zu vermeiden.

01.10.2011
Blutkonserven: Lagerschäden verhindern
Wenn Blutkonserven länger lagern, bilden sich Inhaltsstoffe, die dazu führen, dass der Empfänger das Blut schlechter verträgt. Forscher haben den Grund herausgefunden und wollen das Problem angehen
PhotoDisc/ RYF
Je länger Blutkonserven lagern, desto schlechter verträglich sind sie für Patienten. Forscher der Universität Pittsburgh (USA) beschreiben jetzt eine Ursache: Einige rote Blutzellen zerfallen und setzen dabei bestimmte Inhaltsstoffe frei. Bereits Spuren davon genügen, um im Blut des Empfängers Stickstoffmonoxid zu binden. Das verengt die Gefäße und drosselt den Blutfluss. Die Wissenschaftler hoffen, dass sich die Erkenntnisse nutzen lassen, um die Aufbewahrung von Blutkonserven zu optimieren.

30.09.2011
Kosmetik: Pflanzen für die Haut
Wirkstoffe aus verschiedenen Pflanzen können gegen Entzündungen der Haut helfen, Feuchtigkeit spenden und Falten vorbeugen
W&B/Forster und Martin
Bei vielen Hautproblemen hat sich der Einsatz von Pflanzenkosmetik bewährt. Das gilt zum Beispiel für:

Trockene Haut: Auszüge aus Aloe vera befeuchten. Cremes mit Kakao- und Sheabutter helfen, Feuchtigkeitsdepots aufzubauen.

Empfindliche Haut:
Mandelöl beruhigt. Kamille, Birkenblätter und Ringelblume beugen Irritationen vor.

Fettige Haut: Iris, Zaubernuss (Hamamelis) und Wegwarte sollen die Haut klären und die Poren verfeinern.

Fältchen: Nachtkerzenöl, Granatapfel und Rotklee wehren schädigende Einflüsse ab und beugen so der Hautalterung vor.

Cellulite: Birke, Efeu, Frauenmantel und Schachtelhalm sollen in Cremes und Ölen für ein gleichmäßigeres Hautbild an Oberschenkeln und Po sorgen.

29.09.2011
Kosmetik: Pflanzen für die Haut
Wirkstoffe aus verschiedenen Pflanzen können gegen Entzündungen der Haut helfen, Feuchtigkeit spenden und Falten vorbeugen
W&B/Forster und Martin
Bei vielen Hautproblemen hat sich der Einsatz von Pflanzenkosmetik bewährt. Das gilt zum Beispiel für:

Trockene Haut: Auszüge aus Aloe vera befeuchten. Cremes mit Kakao- und Sheabutter helfen, Feuchtigkeitsdepots aufzubauen.

Empfindliche Haut:
Mandelöl beruhigt. Kamille, Birkenblätter und Ringelblume beugen Irritationen vor.

Fettige Haut: Iris, Zaubernuss (Hamamelis) und Wegwarte sollen die Haut klären und die Poren verfeinern.

Fältchen: Nachtkerzenöl, Granatapfel und Rotklee wehren schädigende Einflüsse ab und beugen so der Hautalterung vor.

Cellulite: Birke, Efeu, Frauenmantel und Schachtelhalm sollen in Cremes und Ölen für ein gleichmäßigeres Hautbild an Oberschenkeln und Po sorgen.

28.09.2011
Hämophilie: Bewegung hilft bei Bluterkrankheit
Wer an der Bluterkrankheit leidet, lebt ständig in Gefahr, seine Gelenke zu schädigen. Sport kann vorbeugen
Panthermedia/Monkeybusiness
Ein unbeabsichtigter Hüftschwung gegen die Tischkante, ein zu festes Auftreten mit dem Fuß oder ein leichtes Stolpern – normalerweise bleiben solche Ungeschicklichkeiten folgenlos. Manchmal zeigt sich später ein kleiner blauer Fleck. Für die rund 10.000 Menschen in Deutschland mit Hämophilie, einer angeborenen, vererbbaren Blutgerinnungsstörung, können diese Nichtigkeiten jedoch schlimme Konsequenzen haben. „Weil ihnen bestimmte Gerinnungsfaktoren im Blut fehlen, treten leicht Blutungen auf, vor allem in den Gelenken“, erklärt Dr. Georg Goldmann vom Hämophilie-Zentrum der Universitätsklinik in Bonn.

Damit das nicht passiert, spritzt normalerweise zunächst der Arzt den jungen Patienten mehrmals in der Woche vorbeugend je nach Form und Schwere der Störung Gerinnungssubstanzen in die Venen. Später übernehmen das die angeleiteten Eltern und irgendwann die Kranken selbst. „Das soll Blutungen im Alltag verhindern“, sagt der Mediziner Goldmann, der sich auf seltene Gerinnungserkrankungen spezialisiert hat. Denn wird eine Einblutung nicht rechtzeitig erkannt und entfernt, entstehen Entzündungen. Mit der Zeit werden Knorpel und Knochen geschädigt und die Gelenke zerstört. Noch bis vor 30 Jahren galten deshalb stark deformierte Gelenke in jungen Jahren als Zeichen der Bluterkrankheit.
Erst austesten, dann trainieren

Die leichteste Lösung bestehe darin, so dachten Mediziner lange, Hämophile von allen sportlichen Aktivitäten und spielerischen Bewegungen auszuschließen. Dies aber machte die ansonsten Gesunden bei Kameraden und Mitschülern zu Außenseitern. Und nicht nur das. „Die Erfahrung hat gezeigt, dass geschonte Kinder in ihren alltäglichen Bewegungen oft ungeschickt und tollpatschig reagieren.

Dann wird ein Sturz nicht abgefangen, und die Verletzungsfolgen fallen schlimmer aus als bei jemandem, der sich viel bewegt“, erklärt Dr. Karim Kentouche, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin an der Universitätsklinik Jena. Bluter, die ihre Muskeln regelmäßig trainieren und dabei Bewegungen koordinieren müssen, bauen Muskeln besser auf, stärken die Sehnen und die Balance. Das wiederum schützt die Gelenke.
„Denn ein guter Muskelpanzer kann in manchen Fällen vor außergewöhnlichen Blutungen schützen“, sagt Goldmann. Inzwischen setzen sich Wissenschaftler und Ärzte dafür ein, Kinder und Jugendliche frühzeitig in Bewegung zu bringen. „Damit, so hoffen wir, bleiben Hämophilie-Patienten bis ins Erwachsenenalter von Gelenkveränderungen verschont“, sagt Gerinnungsspezialist Kentouche.

Gegen vorzeitigen Gelenkverschleiß entwickelte beispielsweise Marco Herbsleb vom Lehrstuhl für Sportmedizin an der Universität Jena unter der Leitung von Professor Holger Gabriel ein individuelles Konzept für Hämophile. Es soll Kindern und Jugendlichen helfen, besser einzuschätzen, welchen Sport sie in ihrer Freizeit und in der Schule mit Gleichaltrigen treiben können und was sie besser bleiben lassen sollten.

Der Nachwuchs kann nach einem Besuch bei Kentouche in der Hämatologischen Ambulanz die sportmedizinische Einrichtung nutzen, um sich körperlich testen zu lassen. „Dabei messen wir beispielsweise Ausdauer, Kraft und Koordination und geben im Anschluss konkrete Empfehlungen für den Schul- und Freizeitsport“, sagt Sportwissenschaftler Herbsleb.

Zudem stellt er fest, ob bereits körperliche Probleme bestehen. Anhand der Ergebnisse entwickelt er für jeden Einzelnen spezielle Aufgaben und Übungen. So mancher Jugendliche konnte hier unter ärztlicher Aufsicht zum ersten Mal in seinem Leben körperlich an seine Grenzen gehen und etwa auf dem Fahrradergometer so lange in die Pedale treten, bis ihm fast die Puste wegblieb. Herbsleb berät aber auch Sportlehrer, wie sie Lehrpläne so ändern, dass ein hämophiler Schüler nicht die ganze Schulstunde auf der Bank sitzen muss.

Sportarten mit häufigem Körperkontakt, wie etwa Fußball, sind für Bluter absolut verboten. Kräftige Berührungen mit dem Boden, wie beim Weitsprung, oder mit einem Sportgerät, etwa beim Bockspringen, können sie ebenfalls gefährden. Geht es um Snowboarden, Inlineskaten oder Squashen, entscheidet die jeweilige persönliche Situation. „Häufig raten wir eher ab“, sagt Herbsleb. Spielerisches mit dem Ball – also ohne Wettkampf – ist erlaubt, zum Beispiel Passen oder besondere Koordinationsübungen. Schwimmen, Radfahren, Wandern, Yoga und Funktionsgymnastik beherrschen machen diese Kinder körperlich besonders fit.

Die Körperwahrnehmung seiner Schützlinge liegt Herbsleb besonders am Herzen: „Nur wer wahrnimmt, wie sich sein Knie anfühlt, wenn es dort zu einer Blutung kommt, oder der Muskel, wenn er müde ist, spürt, wann er sich überbeansprucht, und kann besser mit gefährlichen Situationen umgehen.“ Deshalb versucht der Sportmediziner das Gespür der Kinder und Jugendlichen für ihren Körper zu schulen, insbesondere für die Füße und Beine, „denn damit bewegen sich die Menschen nun einmal“.

Tipps für Hämophile:
  • Die Körperwahrnehmung gezielt schulen beugt Verletzungen vor.
  • Ausdauertraining wie Radfahren, Wandern und Schwimmen tut gut.
  • Auf stabiles Schuhwerk achten, das über die Knöchel reicht.
  • Lieber häufiger und kürzer bewegen.
  • Ermüdung vermeiden, denn sonst steigt das Risiko, sich zu verletzen.
  • Keine Sportarten ausüben, die in einen Wettkampf münden.
  • Erste-Hilfe-Maßnahmen beherrschen.

27.09.2011
Blasinstrumente: Im Inneren lauern die Bakterien
In Trompeten und anderen Blasinstrumenten können sich Bakterien und Schimmelpilze sammeln. Reinigen hilft
Thinkstock/Hemera
Mehr als 400 Bakterienstämme, dazu Schimmel- und Hefepilze fanden Forscher der Universität von Oklahoma (USA) in Klarinetten, Oboen, Trompeten und Posaunen einer Studentenband. Dabei spielte es keine Rolle, ob es sich um Holz- oder Blechblasinstrumente handelte. Fazit der Experten: Nicht nur die Mundstücke, sondern die kompletten Instrumente sollten nach jedem Auftritt gründlich gereinigt werden.

26.09.2011
Kaffee: Die richtige Menge senkt das Prostatakrebsrisiko
In einer Studie zeigte sich, dass Männer durch regelmäßigen Kaffeegenuss das Risiko senken können, an Prostatakrebs zu erkranken
Thinkstock/Digital Vision
C-A-F-F-E-E, trink nicht so viel Caffee: Johann Sebastian Bach lag offenbar mit seiner berühmten Kaffee-Kantate falsch. Wissenschaftler der US-Universität Harvard analysierten Daten von 50.000 Männern, die 22 Jahre lang regelmäßig zu ihrem Kaffeekonsum befragt worden waren. Von ihnen erkrankten insgesamt 5035 an Prostatakrebs.

Diejenigen, die mindestens sechs Tassen am Tag zu sich nahmen, hatten im Vergleich zu Abstinenzlern im Schnitt ein um fast 20 Prozent geringeres Risiko. Je mehr Kaffee die Studienteilnehmer tranken, umso niedriger war es, schreiben die Forscher im Journal of the National Cancer Institute. Am Koffein kann es nicht liegen. Der Konsum von koffeinfreiem Kaffee hatte den gleichen Effekt.

24.09.2011
Imbiss: Deutsche lieben Döner
Geht es um eine schnelle Mahlzeit, schwören die Deutschen auf das Grillfleisch vom Spieß. Das ergab zumindest eine Umfrage
Panthermedia/Oliver Thomann
Soll es mit dem Essen schnell gehen, holen sich die Deutschen am liebsten einen Döner. Bei einer Umfrage des Online-Marktforschungsinstituts Marketagent.com nannten 46 Prozent der Befrag­­ten die Grillfleisch-Stulle als ihren bevorzugten ­Imbiss. Für Klassiker wie Würstchen oder Bratwurst begeistern sich dagegen nur 30 Prozent. Auch bei Hauptgerichten geht der Deutsche gern fremd: Spaghetti und andere italienische
Nudel­gerichte sowie Pizza belegen hier mit 46 beziehungsweise 37 Prozent die ersten Plätze (Mehrfachnennungen waren möglich).

23.09.2011
Schwimmen: Nicht ohne Brille
Wer eine Badebrille trägt, schützt seine Augen vor Keimen oder Chlor im Wasser
Thinkstock/Polka Dot Images
Gechlortes Wasser im Schwimm­bad, aber auch Keime im See können die Augen reizen und eine Bindehautentzündung hervorrufen. Der Berufsverband der Au­gen­ärzte Deutschlands empfiehlt ­daher, beim Baden eine Schwimmbrille zu tragen. Besonders wichtig ist diese Vorsichtsmaßnahme für Kontaktlinsenträger. Auf den Sehhilfen siedeln sich leicht Keime an. Doch mit einer dicht sitzenden Schwimmbrille dürfen die Kontaktlinsen auch im Wasser getragen werden, sagen die Augen­ärzte. Wichtig sei die sorgfältige Reinigung der Linsen nach dem Schwimmbadbesuch. Mit geröteten, brennen­­den Augen sollten Sie spätestens am Tag nach dem Bad zum Arzt gehen.

22.09.2011
Schlaf: Bewegt einschlummern
Wer beispielsweise in einer schaukelnden Hängemätte liegt, döst leichter ein als wenn das Bett unbewegt bleibt
Jupiter Images GmbH/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY
Sanftes Wiegen lässt nicht nur Babys schneller einschlummern. Auch Erwachsene profitieren davon, berichtet die Fachzeitschrift Current Bio­logy. Forscher der Universität Genf (Schweiz) luden zwölf junge Männer zu einem 45-minütigen Nickerchen ein und maßen dabei deren Hirnströme. Alle Freiwilligen schliefen schneller ein, wenn ihr Bett leicht schaukelte. Weiterhin hatten die Probanden verstärkt Phasen mit sogenannten langsamen Oszillationen und Schlafspindeln. Beide Arten von Hirnaktivität verbinden Forscher mit einem stabilen Schlaf und der Festigung von Gedächtnisinhalten.

21.09.2011
Bleaching: Strahlendes Lächeln
Wer seine Zähne aufhellen will, hat mehrere Möglichkeiten. Was Sie darüber wissen sollten
Thinkstock/Hemera
Gutes Aussehen ist den Deutschen wichtig – besonders die Zähne müssen strahlen. Eine Umfrage der GfK im Auftrag der Apotheken Umschau zeigt: 90 Prozent der Deutschen finden, dass Menschen mit schönen Zähnen auf Anhieb sympathischer wirken. 79 Prozent legen großen Wert darauf, ein möglichst perfektes Gebiss zu haben. Allerdings gaben nur drei Prozent der Befragten an, dass sie schon einmal eine Aufhellung beim Zahnarzt durchführen ließen.
Wer das Bleichen in Betracht zieht, sollte vorher einiges bedenken. „Immer häufiger werden Zahnaufhellungen zum Aktionspreis angeboten“, sagt Dr. Lutz Laurisch, Zahnarzt in Korschenbroich. Für eine seriöse Vorgehens­weise seien aber eine Beratung und Vorbehandlung unerlässlich. So müsse geklärt werden, ob etwa Zahnhälse frei liegen, die bei der Behandlung Schmerzen verursachen könnten. Manchmal sei auch der Zahnschmelz so dünn, dass das dunklere Zahnbein durchschimmere. Dann helfe auch das Bleichen nicht. Außerdem müsse man den Patienten informieren, dass Kronen oder Brücken nicht gebleicht werden können. Gegebenenfalls sind sie auszutauschen. „Da werden aus 500 Euro schnell 5000 Euro“, warnt Lutz Laurisch.

„Der erste Schritt nach der Untersuchung des Mundgesundheitsstatus ist die professionelle Zahnreinigung“, erläutert Dr. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer. „Die Prophylaxe-Assistentin entfernt harte und weiche Beläge, poliert die Zähne und schützt sie mit einer Fluoridlösung.“ Oft reicht das aus, um die Zähne genügend aufzuhellen. Wer von einem noch strahlenderen Lächeln träumt, kann zwischen verschiedenen Methoden wählen.
Am schnellsten gelingt das Bleaching direkt in der Praxis. Der Zahnarzt trägt ein hoch dosiertes Bleichgel auf die Zähne auf und aktiviert es mittels einer UV-Lampe. Weil das Gel mit einem Anteil von bis zu 35 Prozent Wasserstoffperoxid sehr hoch dosiert ist, muss das Zahnfleisch sorgfältig abgedeckt sein. Innerhalb kurzer Zeit können die Zähne stark aufgehellt werden. „Sie trocknen während der Behandlung aber auch aus, das macht sie zunächst weißer. Am nächsten Tag haben sie wieder Flüssigkeit aufgenommen und dunkeln etwas nach“, erklärt Lutz Laurisch.
Bei einem anderen Verfahren nimmt der Zahnarzt einen Abdruck und lässt im Labor eine Kunststoffschiene anfertigen. Der Patient erhält ein spezielles Bleichgel, das er zu Hause in die Schiene füllt und über Nacht auf die Zähne einwirken lässt. Nach ein bis zwei Wochen ist der gewünschte Weißton erreicht. Vorteil dieser Methode: Wenn die Zähne nach ein bis zwei Jahren wieder nachdunkeln, benötigt der Patient nur Bleichgel und kann die Schiene erneut verwenden.
Für welches Verfahren Sie sich auch entscheiden: Ganz ohne Risiken geht es nicht. Gereiztes Zahnfleisch und deutlich empfindlichere Zahnhälse können die Folge sein. Bei Kariesbefall wird unter Umständen der Zahnnerv geschädigt. Eine weitere Gefahr: Die Bleichmittel entziehen den Zähnen Mineralstoffe, sodass der Schmelz an Härte verlieren kann.

20.09.2011
Tierhaarallergien: Schützt früher Kontakt?
Sind Babys von einer Hauskatze umgeben, bekommen sie später seltener eine Allergie darauf, zeigt eine Studie
Thinkstock/Hemera
Der frühe Kontakt mit Bello und Mieze scheint vor Tierhaarallergien zu schützen. Das legt eine in der Zeitschrift Clinical & Experimental Allergy veröffentlichte Studie nahe. Die Untersuchung erfasst die Lebensumstände von Kindern, die zwischen 1987 und 1989 geboren wurden. Wissenschaftler am Henry Ford Hospital in Detroit (USA) analysierten Blutproben von mehr als 500 Teilnehmern dieser Langzeit­erhebung, nachdem sie 18 Jahre alt geworden waren.
Die Forscher suchten gezielt nach IgE-Antikörpern gegen Tierallergene. Dabei stellten sie fest, dass Jugendliche, die schon als Baby mit Hauskatzen Kontakt hatten, nur halb so oft gegen Stubentiger sensibilisiert waren wie Kinder aus tierlosen Haushalten. Bei Hunden profitier­­ten nur Jungen von einem Schutzeffekt.

19.09.2011
Arnika: Heilkraft aus den Bergen
Die Heilpflanze kann – auf der Haut angewendet – bei Prellungen und Zerrungen helfen
W&B/Annette Falck
Auf Bergwiesen und Magerböden in der Ebene leuchten von Mai bis August die gelben Blüten der Arnika (Arnica montana). Der Volksmund kennt sie auch als Fall- oder Stichkraut. Tatsächlich sollen die Blüten bei Prellungen, Zerrungen, Verstauchungen, Stichen und rheumatischen Beschwerden regenerierend wirken. Entzündungshemmende, keimtötende und abschwellende Effekte haben in erster Linie ätherische Öle und sogenannte Sesquiterpenlactone. Verdünnte Auszüge werden ausschließlich äußerlich angewendet, beispielsweise als Umschläge mit Tinkturen und Salben. Zur inneren Anwendung eignen sich Homöopathika mit Arnika.

17.09.2011
Vorsicht: Giftige Lösungsmittel in der Wohnung
Manche Substanzen aus Farben, Lacken und Möbeln können der Gesundheit schaden. Die Lösung: Regelmäßig stoßlüften!
Thinkstock/Polka Dot Images
Die Lösungsmittel Chlorbenzol und Dichlorbenzol, die aus ­Farben und Möbeln ausgasen, sind offenbar bereits in geringer Konzentration schädlich. Zu diesem Ergebnis kommen Wissen­schaftler des Leipziger Helmholtz-Zentrums für Umwelt­forschung. Dichlorbenzol wird neben Lacken auch in einigen WC-Steinen, Desinfektions­mitteln und ­­Insektensprays ­eingesetzt. Mit regelmäßigem Stoßlüften und einem Verzicht auf lösungs­mittelhaltige ­Produkte, so ­raten die Experten, lässt sich die Raumluft verbessern.

16.09.2011
Hygiene: Keime in der Spülmaschine
Obwohl das Besteck blitzblank aus dem Gerät herauskommt, finden sich in Geschirrspülern Schimmelpilze
Thinkstock/Stockbyte
Schimmelpilze sprießen ausgerechnet da, wo wir sie am wenigsten vermuten: in der Geschirrspülmaschine. Das fand jetzt ein internationales Wissenschaftler-Team aus Slowenien, den Niederlanden und China heraus. Weltweit hatten die Forscher insgesamt 189 der praktischen Haushaltshilfen unter die Lupe genommen und waren in 117 Fällen fündig geworden. Ihr Fazit: Schwarzschimmel und andere Arten mögen es gern feucht und warm – Spülgänge bis 40 Grad bieten ihnen das ideale Klima. Experten raten, die Spülmaschine mindestens zweimal monatlich bei 65 Grad laufen zu lassen.

15.09.2011
Sommer: Keine Sonne an Wirkstoffpflaster!
Sonnenlicht verändert die Aufnahme vieler Wirkstoffe durch die Haut
W&B/Martin Ley
Patienten, die mit Wirkstoffpflastern behandelt werden, müssen im Sommer besonders sorgfältig sein. Lassen Sie keine Sonne an das ­Pflas­ter, denn dies schadet vielen Wirkstoffen. Außerdem erhöht sich wegen der Wärme die Wirkstoff­aufnahme durch die Haut. Wenn Sie sich einen Sonnenbrand geholt haben, dürfen Sie das Pflaster ­keinesfalls auf den geschädigten Bereich kleben. Andernfalls dringt zu viel Wirkstoff hindurch.

14.09.2011
Insektenstiche: Mach die Fliege, Mücke!
Die Quälgeister können den schönsten Badetag verderben. So schützen Sie sich vor schmerzhaften Stichen
Thinkstock/Hemera
Gefährlich sind Insektenstiche in Mitteleuropa eher selten, aber lästig allemal. Wir geben Tipps, wie Sie sich Stechmücken, ­Bienen und Wespen vom Leib halten, und erläutern, was hilft, wenn sie doch gestochen wurden.

Mücken brüten sehr gern in Regentonnen oder Teichen. Sie werden in der Dämmerung aktiv. Decken Sie Regentonnen mit Fliegengaze ab. Sind Sie am frühen Abend draußen, schützen Sie sich am besten mit Kleidung, die Arme und Beine bedeckt. Die Plagegeister fliegen auf Fett- und Milchsäuren im Schweiß und möglicherweise auch auf Kohlen­­di­oxid aus der Atemluft. Je nach Zusammensetzung des persönlichen Dufts macht uns das unterschiedlich attraktiv für Stechmücken.
Mückenschutzmittel, sogenannte Repellents, halten die lästigen Insekten für vier bis acht Stunden auf ­Abstand. Sie enhalten die Wirkstoffe DEET oder Icaridin. „Für Kinder unter zwei Jahren, für Schwangere und stillende Mütter eignen sie sich allerdings nicht“, sagt Dr. Thomas Haug, Apotheker in Pforzheim. Alternativen sind beispielsweise ätherische Öle, die jedoch deutlich schwächer und kürzer wirken.
„Alle freien Körperstellen lückenlos einreiben, eventuell dünne Kleidungsstücke zusätzlich besprühen“, rät Haug. Repellents immer zuletzt auftragen – also nach Körper- und Sonnenmilch. Tipp: Bei einer Fernreise Mückenschutzmittel mitnehmen, da Präparate im Ausland risi­ko­reiche Wirkstoffe und Konzentratio­nen enthalten können.
Stechmücken injizieren beim Stechen Giftstoffe und Blutgerinnungshemmer. Diese verursachen die typischen roten, heftig juckenden Quaddeln. Auch wenn der Impuls zu kratzen groß ist, sollte man ihm möglichst nicht nachgeben, denn dadurch werden die auslösenden Substanzen nur noch weiter im Gewebe verteilt, und der Juckreiz verstärkt sich. Zudem besteht die Gefahr, dass Bakterien eindringen und sich die Einstichstelle entzündet. Besser ist es, die Stelle rasch zu kühlen. Antiallergische Salben lindern den Juckreiz. „Bei stärkeren Reaktionen kann auch eine Hydrocortisoncreme sinnvoll sein“, sagt Haug. Niedrig konzentriert gibt es sie rezeptfrei in der Apotheke. Sind Stiche stark gerötet oder entzündet, empfiehlt es sich, ein desinfizierendes Mittel aufzutragen.
Auf dem Land, in der Nähe von Kuhweiden oder Pferdekoppeln, gibt es auch Bremsen. Ihre Stiche sind schmerzhaft und schwellen oft stark an. Repellents halten die Tiere fern.

Süßes und Blütenduft ziehen Bienen wie Wespen an. Meiden Sie beim ­Baden oder Picknicken Plätze neben Papierkörben, Fallobst oder blühen­den Bäumen. Auch Parfüm, stark duf­­tende Shampoos und Körperlo­ti­onen können die Tiere anlocken.
Decken Sie Lebensmittel im Freien möglichst zu. Nähern sich Bienen oder Wespen, schlagen Sie nicht wild um sich. Die Insekten könnten sich sonst bedroht fühlen und zustechen. Nach einem Bienenstich entfernen Sie den Stachel mit Giftblase möglichst rasch, am besten mit einer Pinzette. Die Stiche können einige Tage lang schmerzen. Kühlen verringert die Schwellung.
Trinken Sie im Freien nicht direkt aus dunklen Flaschen oder Dosen. Füllen Sie die Getränke immer in Gläser, oder benutzen Sie einen Strohhalm. Sonst besteht die Gefahr, dass beim Schlucken ein Tier in den Mund gelangt und dort zusticht. Solche Stiche können lebensbedrohlich werden, wenn die Schwellung die Atemwege verengt. Erste Hilfe in diesem Fall: Eiswürfel lutschen und sofort den Notarzt rufen.

Achtung bei Insektengift-Allergie
  • Mehr als eine Million Menschen in Deutschland reagieren nach Angaben von Fachärzten auf Bienen- oder Wespengift allergisch.
  • „Wenn sich nach einem Bienen- oder Wespenstich am ganzen Körper Juckreiz entwickelt, typischerweise in den Achselhöhlen, im Genital- und Analbereich, ist das ein Alarmsignal“, sagt Pro­fessor Thomas Fuchs von der Universitätsmedizin Göttingen. Betroffene sollten einen Facharzt aufsuchen. Schon der nächste Stich könnte lebensbedrohliche Folgen haben.
  • Eine nachgewiesene Bienengift-Allergie kann der Arzt mit einer Immuntherapie behandeln. Patienten, für die diese nicht infrage kommt, sollten ein Notfallset mit sich führen, um bei einem allergischen Schock die Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes zu überbrücken.

13.09.2011
Pfefferminze: Pflanzlicher Schmerzhemmer
Inhaltsstoffe des aromatischen Heilkrauts lindern Schmerzen, die durch das Reizdarmsyndrom hervorgerufen werden – so eine aktuelle Untersuchung
Pixtal/RYF
Pfefferminze lindert offenbar die schmerzhaften Symptome des Reizdarm-Syndroms. Wissenschaftler der Universität Adelaide (Australien) fanden nun eine mögliche Erklärung für die positive Wirkung. Kühlende Substanzen wie etwa Menthol – einer der Hauptbestandteile des Pfefferminzöls – aktivieren einen speziellen Membrankanal, TRPM8 genannt, den die Forscher auch in der Darmwand fanden. Brachten sie im Labor eine kühlende Substanz auf die Kanäle, sank daraufhin die Empfindlichkeit der Darmnerven für schmerzhafte Reize.

12.09.2011
Hautkrebs: Der Wohlstands-Tumor
Wohlhabende US-Amerikaner bekommen deutlich häufiger ein malignes Melanom als Ärmere
Thinkstock/ iStockphoto
Menschen aus sozial benachteiligten Schichten sind von den meisten Krankheiten häufiger betroffen als sozial Bessergestellte. Nicht so beim Hautkrebs. Das berichtet ein Forscherteam des Cancer Prevention Institute in Kalifornien in den Archives of Dermatology. Die Wissenschaftler analysierten Daten von rund 4000 weißhäutigen US-Amerikanerinnen im Alter zwischen 15 und 39 Jahren.
Bezogen auf Gebiete mit hoher UV-Strahlung, wurden in reicheren Wohngegenden 80 Prozent mehr Fälle von schwar­zem Hautkrebs diagnostiziert als in besonders armen. Die Forscher führen dies vor allem darauf zurück, dass wohl­habende Frauen mehr Zeit mit Sonnenbaden und auf der Sonnenbank verbringen. Sie fordern, die Hautkrebsvorbeugung speziell auf diese Personengruppe zuzuschneiden. In den USA hat sich in den vergangenen 30 Jahren die Häufigkeit von Melanomen bei weißen Frauen mehr als verdoppelt.

10.09.2011
Psychologie: Warum Klatsch so interessant ist
Das heimliche Reden über andere Personen könnte dem Schutz vor Lügnern und Betrügern dienen
Thinkstock/PhotoDisc
Dass wir für Gerüchte ein offenes Ohr haben, belegt eine Studie der Northwestern-Universität in Boston (USA). Die Wissenschaftler untersuchten, wie viel Aufmerksamkeit Testpersonen den Fotos von Gesichtern schenkten. Fazit: Hatten die Studienteilnehmer über einen Menschen zuvor Negatives erfahren, verweilte ihr Blick besonders lang auf seinem Bild. Dieses Interesse könnte dem Schutz vor Lügnern und Betrügern dienen, vermuten die Forscher.

06.09.2011
Herzschrittmacher: Bestimmte tragbare Metalldetektoren stören nicht
Die Personenkontrolle am Sicherheits-Check mit einem bestimmten tragbaren Metalldetektor bringt Herzschrittmacher offenbar nicht aus dem Takt
Thinkstock/Creatas
Tragbare Metalldetektoren mit Magnetfeldern der Stärke 3,82 und 6,3 Mikrotesla, die bei der Sicherheitskontrolle an Flughäfen eingesetzt werden, bringen Herzschrittmacher nicht aus dem Takt. Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie beruft sich mit dieser Meldung auf eine griechisch-deutsche Studie. Wichtig: Die Entwarnung bezieht sich nicht auf fest installierte Detektoren und Scanner.

05.09.2011
Ernährung: Richtig frühstücken, schlank bleiben
Wer mit einer eiweißreichen Mahlzeit in den Tag startet, beugt Heißhungerattacken vor
Thinkstock/Hemera
Proteinreiche Speisen am Morgen sättigen lange und beugen so Heißhungerattacken vor. Diesen Schluss legt eine Studie der Universität von Missouri in Columbia (USA) nahe. Die Wissenschaftler untersuchten drei Wochen lang zehn übergewichtige junge Mädchen, die normalerweise nicht frühstückten.
Die Teenager verzichteten entweder weiter auf ihr Frühstück oder nahmen ein 500-Kalorien-Mahl mit normalem oder hohem Eiweißgehalt zu sich. Die Forscher fragten nach dem Befinden der Jugendlichen, maßen verschiedene Hormonspiegel und beobachteten mithilfe der funktionellen Magnetresonanztomografie die Aktivitäten in den Hirnbereichen, die Hunger und Sättigung regeln. Am längsten sättigte das eiweißreiche Frühstück.

03.09.2011
Ernährung: Richtig frühstücken, schlank bleiben
Wer mit einer eiweißreichen Mahlzeit in den Tag startet, beugt Heißhungerattacken vor
Thinkstock/Hemera
Proteinreiche Speisen am Morgen sättigen lange und beugen so Heißhungerattacken vor. Diesen Schluss legt eine Studie der Universität von Missouri in Columbia (USA) nahe. Die Wissenschaftler untersuchten drei Wochen lang zehn übergewichtige junge Mädchen, die normalerweise nicht frühstückten.
Die Teenager verzichteten entweder weiter auf ihr Frühstück oder nahmen ein 500-Kalorien-Mahl mit normalem oder hohem Eiweißgehalt zu sich. Die Forscher fragten nach dem Befinden der Jugendlichen, maßen verschiedene Hormonspiegel und beobachteten mithilfe der funktionellen Magnetresonanztomografie die Aktivitäten in den Hirnbereichen, die Hunger und Sättigung regeln. Am längsten sättigte das eiweißreiche Frühstück.

02.09.2011
Klimawandel: Exotische Mücken in Deutschland
Seit Kurzem gibt es beispielsweise den Japanischen Buschmoskito auch bei uns. Er überträgt das West-Nil-Virus
Thinkstock/iStockphoto
Als eine Folge der Globalisierung und des Klimawandels wandern in Deutschland neue Stechmückenarten ein, wie Hamburger Tropenmediziner nachwiesen. Der Japanische Buschmoskito etwa gelangt – oft in Bambustöpfen – als Ei oder Larve nach Europa. Für Menschen wird die Mücke gefährlich, da sie das West-Nil-Virus übertragen kann. Es verursacht Hirnhautentzündungen.

01.09.2011
Krafttraining: Formt den Körper und hält gesund
Wer zwei- bis dreimal pro Woche 20 bis 30 Minuten lang trainiert, tut sich und seinem Körper meist einen sehr großen Gefallen
Jupiter Images GmbH/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY
Nur wenige Menschen jenseits der 60 machen Krafttraining. Dabei lohnt es sich, auch noch im Alter den Körper zu stärken, wie Forscher der Hochschulambulanz an der Universität Potsdam feststellten.
Zwei- bis dreimal pro Woche 20 bis 30 Minuten lang zu üben reicht demnach aus, um Muskeln aufzubauen, längere Strecken gehen zu können und Stürze zu vermeiden. Zudem verringert Krafttraining das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs sowie Diabetes und hilft insbesondere bei älteren Frauen gegen Knochenschwund.
Wichtig: Wer älter als 35 Jahre ist und neu mit dem Sport beginnt oder wer bereits an Krankheiten leidet, sollte vorher den Arzt fragen.

31.08.2011
Medikamente: Tabletten richtig einnehmen
Tabletten lassen sich nicht immer problemlos teilen. Was dabei zu beachten ist
Thinkstock/iStockphoto
Patienten sind manchmal darauf angewiesen, Tabletten zu teilen – vielleicht weil die erforderliche Dosierung nicht im Handel verfügbar ist oder sie zumindest vorübergehend eine niedrigere benötigen. Häufig ist das bei Kortisonpräparaten der Fall, weil die Patienten zum Ende der Therapie mit niedrigeren Dosen ausschleichen müssen.
Zudem fällt manchen Patienten das Schlucken größerer Tabletten schwer. Dann ist das Teilen eine praktische Möglichkeit. Zunehmend spielen aber auch finanzielle Gründe eine Rolle, wenn ein Medikament mit der doppelten Dosierung nur wenig mehr kostet als mit der einfachen.
Doch in der Realität gestaltet es sich für den Patienten oft nicht ganz einfach, Tabletten zu halbieren. Waghalsige Versuche mit dem Küchenmesser scheitern oft. Die Tabletten rutschen weg, ungleichmäßige Bruchteile entstehen, oder die Hälften fliegen zusammen mit Splittern und Bröseln in alle Himmelsrichtungen. Müssen mehrere Medikamente geteilt werden, steigt die Gefahr, dass der Patient die Bruchstücke verwechselt. Liegen die Stücke offen herum, können Kinder sie versehentlich schlucken.
Schließlich beeinträchtigen auch Wärme und Feuchtigkeit die Wirkstoffe in angebrochenen Tabletten leichter. Licht- und feuchtigkeitsempfindliche Substanzen sind meist durch einen speziellen Überzug in der Tablette geschützt. Das Teilen kann den Wirkstoff beeinflussen oder gar zerstören, bevor er überhaupt an sein Ziel gelangt. Hiervon betroffen sind zum Beispiel Medikamente wie das Diuretikum Furosemid oder der pflanzliche Johanniskrautextrakt.

Kapseln nicht teilen

Nicht geteilt werden dürfen alle Kapseln, Präparate mit magensaftresistentem Überzug sowie nahezu alle Retard-Medikamente, also Arzneimittel, die den Wirkstoff verzögert abgeben. Andernfalls könnte es sein, dass der Wirkstoff sofort vollständig freigesetzt wird und es so zu einer unerwünschten Überdosierung kommt.
Wer ein Medikament aber teilen kann und will, sollte sich unbedingt in der Apotheke beraten lassen. Hilfreich sind spezielle Tablettenteiler, die nur wenige Euro kosten. Das Ergebnis gerät aber auch mit diesen Hilfsgeräten nicht immer perfekt. Ein Vorteil: Die halbierten Tabletten bleiben in der Box geschützt. „Leider eignen sich die Tablettenteiler nicht für alle Präparate.
Arzneimittel mit einer Bruchkerbe beispielsweise können Sie leichter mit den Fingern teilen. Wichtig ist dabei, dass der Druck kurz und kräftig erfolgt. Dann ist das Bruchresultat besser.

30.08.2011
Blinde: „Sehen“ mit dem Echolot
Tasten und Hören – blinde Menschen nutzen andere Sinne zur Orientierung
Thinkstock/iStockphoto
Manche blinde Menschen können Gegenstände anhand von Echos lokalisieren, die sie durch Klickgeräusche mit dem Mund hervorrufen. Eine Studie kanadischer Forscher hat nun gezeigt, dass sie die Geräusche mit einem Gehirnbereich verarbeiten, der bei Sehenden visuellen Sinneseindrücken vorbehalten ist.
Zunächst nahmen die Hirnforscher die Klickgeräusche und deren schwache Echos auf, mit denen blinde Versuchspersonen im Freien Autos oder Bäume lokalisierten. Dann spielten sie diese Aufnahmen ab, während die Testpersonen in einem funktionellen Magnetresonanztomografen lagen. Dieses Gerät zeichnet die Aktivität in einzelnen Bereichen des Gehirns auf.
Anhand der Geräusche konnten die Versuchsteilnehmer die Gegenstände eindeutig identifizieren. Dabei war erstaunlicherweise nicht die Hörrinde aktiv, sondern die Sehzentren hatten die Verarbeitung der akustischen Reize übernommen.

29.08.2011
Übergewicht: Kinder rechtzeitig vom Fläschchen entwöhnen
Das tägliche Fläschchen Milch liefert ordentlich Kalorien. Eltern sollten die Kleinen beizeiten an normale Kost gewöhnen
Thinkstock/iStockphoto
Eltern fördern ein Übergewicht ihrer Kinder, wenn sie diese zu spät vom Fläschchen entwöhnen. Davor warnen Forscher der Ohio State University (USA) aufgrund einer Langzeitstudie mit knapp 7000 Kindern.
Bei jedem fünften war im Alter von 24 Monaten ein Fläschchen Vollmilch noch immer die wichtigste Nahrungsquelle. Mit fünf Jahren waren von diesen Kindern 30 Prozent mehr fettsüchtig als in der Gruppe derer, die früher vom Fläschchen entwöhnt worden waren.

27.08.2011
Übergewicht: Gut schlafen, schneller abnehmen
Am besten kann man abnehmen, wenn man wenig Stress hat und täglich sechs bis acht Stunden Schlaf bekommt
Jupiter Images GmbH/Goodshot
Entspannt und ausgeschlafen fällt das Abnehmen leichter. Dies zeigt eine Studie des US-Gesundheitsunternehmens Kaiser Permanente. Die 500 Teilnehmer sollten in sechs Monaten mindestens fünf Kilo abnehmen. Bei wöchentlichen Treffen erhielten sie Ernährungs- und Bewegungs-Tipps. Wer wenig Stress hatte und zwischen sechs und acht Stunden schlief, verlor am meisten Pfunde.

26.08.2011
Schwarmintelligenz: In der Gruppe ist man klüger
Oft kommt die Gruppe zu besseren Ergebnissen als der Einzelne
PhotoDisc/ RYF
Gemeinsam treffen wir oft bessere Entscheidungen als allein. Das zeigte ein Team um Professor Stefan Krause von der Universität Lübeck. Die Forscher ließen Besucher einer Ausstellung – sowohl Einzelpersonen als auch Gruppen – schätzen, wie viele Murmeln sich in einem großen Glasgefäß befanden. Sie sammelten mehr als 2000 Angaben und werteten sie aus.
Ergebnis: Gruppen schnitten deutlich besser ab als Einzelpersonen. Ihre mittlere Schätzung lag näher an der richtigen Zahl als die von drei Vierteln der Einzelbesucher. Das Team um Stefan Krause sieht darin ein Beispiel menschlicher „Schwarmintelligenz“.

25.08.2011
Rhythmusstörungen: Yoga beruhigt das Herz
Menschen mit Herzrhythmusstörungen können mit regelmäßigen Yogaübungen ihre Krankheit deutlich verbessern
BananaStock/ RYF
Patienten, die unter Herzrhythmusstörungen leiden, halbieren durch Yoga die Zahl ihrer Episoden mit Vorhofflimmern. Das zeigt eine Studie des University of Kansas Hospital in Kansas City (USA). Die Probanden, die regelmäßig Yoga- und Atemübungen machten, hatten innerhalb von drei Monaten durchschnittlich 2,1 solcher Episoden, die anderen Untersuchungsteilnehmer 3,8.
Der Studienleiter Dhanunjaya Lakkireddy vermutet, dass Yoga unter anderem Entzündungsreaktionen an den Gefäßinnenwänden verringert. Er betont in der Studie zugleich den Stellenwert von Yoga als ergänzender Therapieform. Deren positive Effekte dürften die Patienten aber nicht dazu verleiten, auf nötige Herzmedikamente wie Antikoagulanzien und Antiarrhythmika zu verzichten.

24.08.2011
Madagaskar-Immergrün: Vom Kräutertee zum Krebsmedikament
Traditionelle Heiler brachten Forscher auf die richtige Spur zu einem Wirkstoff gegen Krebs
Panthermedia/Liane Matrisch
Anfang 1952 erhielt der kanadische Arzt Robert Laing Noble einen Brief aus Jamaika. Ein Patient schickte ihm Blätter des Madagaskar- Immergrüns mit dem Hinweis, dass traditionelle Heiler daraus einen Tee gegen Diabetes kochten. Als Noble die Blätter untersuchte, machte er eine sensationelle Entdeckung: Sie enthielten Wirkstoffe, die die Zellteilung stören. Damit konnten sie bei der Krebsbehandlung eingesetzt werden. Heute kommen diese sogenannten Vinca-Alkaloide bei der Chemotherapie gegen Brustkrebs und Leukämie zum Einsatz.

„69 Prozent aller zwischen 1980 und 2002 zugelassenen Krebsmedikamente“ sind Naturprodukte oder kopieren deren chemische Struktur, schreibt Professor Thomas Efferth in einem Aufsatz. Er erforscht an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz die Bedeutung von Naturstoffen in der Krebstherapie. Insgesamt seien etwa drei Viertel aller auf Pflanzen basierenden Medikamente im klinischen Gebrauch entdeckt worden, weil Forscher Hinweisen aus der traditionellen Medizin folgten. Ein gutes Beispiel ist die Entdeckung der im Madagaskar-Immergrün enthaltenen Vinca-Alkaloide für die Krebstherapie.

Hoher medizinischer Nutzen

Das krautartige Gewächs stammt ursprünglich aus Madagaskar, ist inzwischen aber in allen Tropengebieten verbreitet. In Brasilien, Südafrika, Indien und auf den Philippinen wird die Pflanze unter anderem gegen Skorbut, starke Blutungen, Zahnschmerzen, Bluthochdruck, bei der Behandlung chronischer Wunden und bei Wespenstichen eingesetzt, vor allem jedoch gegen Diabetes – aber nicht in der Krebstherapie.

„Nicht überraschend“ sei das, findet Professor Theodor Dingermann, Inhaber des Lehrstuhls für Pharmazeutische Biologie an der Johann- Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main. „Die tropischen Heiler kannten noch keinen Krebs.“ Sie setzten die Pflanze bei anderen Erkrankungen ein. Das Gift des Madagaskar-Immergrüns könne neben der krebshemmenden Wirkung in kleinen Dosen das Immunsystem anregen und so Hilfe zur Selbsthilfe leisten, erklärt der Biologe.

Vinca-Alkaloide sind Zellgifte. Da sie die Teilung der Zelle unterbinden, stirbt diese ab. Bei Krebserkrankungen teilen sich Zellen unkontrolliert. Diesen Prozess soll die Chemotherapie bremsen. „Vinca-Alkaloide wirken genau auf die richtige Weise“, betont Dingermann.

Allerdings bekämpfen sie nicht nur Krebszellen, sondern alle Zellen mit einer hohen Teilungsrate – vor allem solche in den Haaren und der Magenschleimhaut. Bereits die traditionellen Heiler berichteten beim Madagaskar- Immergrün von Nebenwirkungen wie Haarausfall und Übelkeit. Diese plagen auch Krebspatienten während der Chemotherapie mit Vinca-Alkaloiden.

„Ohne diese Wirkstoffe wäre die moderne Krebstherapie kaum vorstellbar“, stellt Thomas Efferth fest. Der Experte weiß, dass es besonders häufig Giftpflanzen sind, die als Krebsmedikament eingesetzt werden können.

Schutz vor Fressfeinden

Auch das Madagaskar-Immergrün ist hochgiftig. „Pflanzen haben kein eigenes Immunsystem, um sich gegen Krankheiten zu schützen, und können auch vor Fressfeinden nicht einfach weglaufen“, sagt Efferth. Deshalb hätten einige Gewächse starke Gifte entwickelt, deren komplexe Strukturen sich im Labor aber kaum nachbauen ließen. „Wirkstoffe, welche die Evolution über Jahrmillionen zuwege gebracht hat, kann sich kein Chemiker im Labor ausdenken“, sagt der Experte.

Das gilt auch für die Vinca-Alkaloide: Um daraus Medikamente herzustellen, brauchen Forscher den Naturstoff, den sie im Labor abwandeln. Während das Immergrün mit seinen weißrosa Blüten in Deutschland als Zierpflanze bekannt ist, wird es in Indien, China und den USA sogar auf Plantagen angebaut. Große Mengen an Blättern sind nötig, um den Wirkstoff zu gewinnen, denn die wichtigsten Vinca-Alkaloide Vincristin und Vinblastin sind nur zu 0,005 beziehungsweise 0,001 Prozent im Blatt enthalten.

Das macht den Wirkstoff teuer. In Zukunft könnte daher die Gentechnik eine Rolle spielen. Forscher klonen die wirkstoffproduzierenden Gene des Madagaskar-Immergrüns und bringen sie in Bakterien ein, die dadurch große Mengen Vinca-Alkaloide herstellen könnten.

„Die Natur ist die größte Inspiration für Arzneimittelforscher“, betont Efferth. Von den etwa 250.000 existierenden höheren Pflanzenarten sind bisher nur etwa zehn Prozent auf medizinischen Nutzen untersucht. Spektakuläre Entdeckungen wie die Vinca-Alkaloide kommen selten vor. Dennoch bestärken sie die Forscher darin, in der Natur weiter nach neuen Medikamenten zu suchen.

23.08.2011
Acetysalicylsäure: Nur nach Rücksprache mit dem Arzt absetzen
Bekommt ein Patient nach einer Herz-Kreislauf-Erkrankung ASS zur Blutgerinnsel-Prophylaxe, darf er das Medikament nicht eigenmächtig absetzen
Thinkstock/iStockphoto
Wer nach einem Herzinfarkt, Schlaganfall oder einer anderen Herz-Kreislauf-Erkrankung Acetylsalicylsäure (ASS) einnimmt, um die Gefahr von Blutgerinnseln zu senken, sollte das Medikament nicht eigenmächtig absetzen.
Darauf weist die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft in dem Fachblatt Neurology hin. In der Studie mit 40.000 Teilnehmern stieg das Risiko für einen erneuten Schlaganfall oder eine Vorstufe um 40 Prozent, wenn Patienten die ASS-Therapie ohne Absprache mit dem Arzt abbrachen.

22.08.2011
Auge: Schilddrüse beeinflusst Farbwahrnehmung
Ein Mangel an Schilddrüsenhormonen verändert die Farbwahrnehmung
Thinkstock/Ablestock
Die Hormone der Schilddrüse regulieren nicht nur die Herzschlagfrequenz und den Blutdruck, sie beeinflussen auch die Farbwahrnehmung der Augen. Dank spezialisierter Zellen im Auge, der sogenannten Zapfen, können Menschen Farben unterscheiden. Forscher des Max-Planck-Instituts für Hirnforschung in Frankfurt erklären im Journal of Neuroscience, dass die Schilddrüse bei allen Säugetieren für ein Gleichgewicht dieser Zellen sorge. Entsprechend führt ein Mangel an den Hormonen der Drüse dazu, dass Farben verändert wahrgenommen werden.

20.08.2011
Ernährung: Hobbygärtner mögen Gemüse
Freizeitgärtner nehmen überdurchschnittlich viel Gemüse zu sich
Images Source/RYF
Wer aktiv Gartenarbeit betreibt, isst überdurchschnittlich viel Gemüse. Das belegen Forschungsergebnisse der Texas A&M und der Texas State University. Wissenschaftler befragten 261 Menschen über 50 Jahre nach ihren Ernährungsgewohnheiten. Die Analyse der Daten ergab, dass die Freizeitgärtner unter den Teilnehmern mehr Gemüse zu sich nahmen als Vergleichspersonen ohne dieses Hobby. Die Zeitdauer, welche die Gartenfans draußen werkelten, hatte keinen Einfluss auf die Gemüsemenge, die sie verzehrten.

19.08.2011
Psychologie: Angeschlagenes Selbstbewusstsein steigert Kauflust
Wer sich gerade nicht so gut fühlt, ist scheinbar bereit, mehr Geld auszugeben
Thinkstock/Hemera
Wer mit angeschlagenem Selbstwertgefühl einkaufen geht, ist bereit, mehr Geld auszugeben – auch wenn er es sich im Moment vielleicht nicht leisten kann. Diesen Schluss legt die Studie eines englisch-amerikanischen Forscherteams der London Business School (Großbritannien) und der Cornell-Universität in Ithaca (USA) nahe.
Den Studienteilnehmern wurde nach Testaufgaben entweder ein sehr schlechtes oder ein sehr gutes Ergebnis bescheinigt. Anschließend wurden sie befragt, wie viel sie für eine Luxus-Jeans bezahlen würden. Studienteilnehmer, die vermeintlich versagt hatten, wollten im Durchschnitt für die Edel- Hose bis zu 30 Prozent mehr ausgeben als die übrigen Teilnehmer – und zu 60 Prozent öfter die Kreditkarte einsetzen.

18.08.2011
Krebs: Alkoholgenuss mit ernsten Folgen
Wer Alkohol trinkt, steigert sein Risiko an Krebs zu erkranken. Das gilt vor allem für Tumore der Mund- und Rachenhöhle, an den Stimmbändern, in der Speiseröhre sowie in Darm und Leber
Thinkstock/istockphoto
Eine von zehn Krebserkrankungen bei Männern in Westeuropa ist durch Alkohol begünstigt – und eine von 33 bei Frauen. Die Studie mit 360.000 Teilnehmern führte ein internationales Forscherteam unter der Leitung des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke durch.
Die Autoren schreiben im British Medical Journal, Alkohol beeinflusse vor allem die Entstehung bösartiger Tumore in der Mund- und Rachenhöhle, an den Stimmbändern, in der Speiseröhre sowie in Darm und Leber. Baut der Körper Alkohol ab, bildet er eine Chemikalie, die das Erbgut schädigen und damit das Krebsrisiko erhöhen kann.

17.08.2011
Pfeiffer´sches Drüsenfieber: Aktive Schlappmacher
Fast jeder Mensch trägt das Epstein-Barr-Virus in sich. Für manche hat das unangenehme Folgen
Jupiter Images GmbH/Polka dot com
Es beginnt oft mit Abgeschlagenheit, erhöhter Temperatur, heftigen Halsschmerzen und Schluckbeschwerden. „Dass dahinter mehr als eine bakterielle Mandelentzündung steckt, erkennen Fachleute daran, dass die Lymphknoten im Bereich von Kieferwinkel, Nacken und Hals erheblich geschwollen sind“, erläutert Dr. Dirk Heinrich, Vorsitzender des Berufsverbands der Hals-Nasen-Ohren-Ärzte in Deutschland.

Aber erst eine Laboruntersuchung bestätigt den Tastbefund zweifelsfrei. Sind im Blut „frische“ Ig-M-Antikörper gegen das Epstein-Barr-Virus (EBV) – den Auslöser der Infektion – nachweisbar, hat der Patient Pfeiffer’sches Drüsenfieber.
Übertragung kaum vermeidbar

Das Epstein-Barr-Virus gehört zu den Herpesviren und wird mit dem Speichel übertragen. „Im Prinzip kann diesem Erreger keiner entgehen. Er ist allgegenwärtig“, sagt Professorin Barbara Gärtner vom Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg.

Das Virus klebt etwa auf angebissenen Äpfeln und benutzten Löffeln. Die meisten kommen schon als Baby mit ihm in Kontakt. Bis zum Erwachsenenalter haben sich rund 95 Prozent der Bevölkerung damit angesteckt. Wer bereits als Kind mit dem Epstein-Barr-Virus Bekanntschaft macht, merkt in der Regel nichts von der Infektion. Sie verläuft unbemerkt, weil das kindliche Abwehrsystem nur schwach auf Angreifer von außen reagiert.

Findet die Erstinfektion in einem höheren Alter statt, wenn das Immunsystem voll leistungsfähig ist, wird sie als Erkrankung wahrgenommen. „Je stärker das Immunsystem das Virus bekämpft, umso häufiger treten Krankheitszeichen auf“, erklärt Gärtner. Das Virus infiziert zunächst die Schleimhäute in Nase, Mund und Rachen sowie eine bestimmte Art der weißen Blutkörperchen, die B-Lymphozyten. Von den Lymphknoten, die im Zuge der Immunreaktion anschwellen, wandert es in das lymphatische System und befällt die Milz sowie lebenswichtige Organe wie Leber und Herz.

Bei einem Verdacht auf Pfeiffer’sches Drüsenfieber veranlasst Dirk Heinrich deshalb immer eine Ultraschall-Untersuchung des Oberbauchs. „Dadurch können grenzwertige Schwellungen und Risse an den Organen frühzeitig erkannt werden.“

Eine ursächliche Therapie der Krankheit gibt es nicht. „Wir können nur Bettruhe und körperliche Schonung empfehlen“, sagt Heinrich. Schwellen die Mandeln so heftig an, dass der Patient nicht schlucken kann oder Atemnot hat, müssen sie umgehend operativ entfernt werden. Bei bakteriellen Zweitinfektionen verordnet der Arzt Antibiotika. „Allerdings auf keinen Fall Amoxicillin“, schränkt Heinrich ein, „denn dieser Wirkstoff löst bei EBV-Patienten juckende Hautausschläge aus.“

Im Normalfall klingt die Infektion ohne Komplikationen nach sieben bis zehn Tagen ab. Doch manche Patienten kommen wochen- oder monatelang nicht wieder auf die Beine. Sie fühlen sich schlapp und erschöpft. „Möglicherweise wird das Virus bei diesen Personen immer wieder übermäßig reaktiviert“, sagt Professor Reinhard Zeidler vom HNO-Klinikum der Universität München, der einen Impfstoff gegen den Erreger entwickelt.

Nach der Erstinfektion schlummert das EBV wie alle Herpesviren weiter im Körper. Auch dieser passive Modus bleibt oft nicht ohne Folgen. „Das Virus kann sich in die B-Zellen des Abwehrsystems einnisten und diese so verändern, dass sie sich unkontrolliert vermehren“, erläutert Gärtner.

Erhöhtes Risiko für Lymphome

Ohne dass Betroffene etwas merken, erhöht das Pfeiffer’sche Drüsenfieber so das Risiko für Lymphdrüsenkrebs, wie eine Studie unter Leitung von Professor Nikolaus Becker vom Deutschen Krebsforschungszentrum belegt. Gefährdet sind stark immun geschwächte Personen, etwa nach einer Organtransplantation oder einer HIV-Infektion, bei der die entarteten B-Lymphozyten nicht durch T-Zellen ausgeschaltet werden.

„Zudem steht das Epstein-Barr-Virus im Verdacht, Autoimmunerkrankungen wie multiple Sklerose und rheumatische Arthritis auszulösen“, sagt Zeidler. Der von ihm und seinem Team entwickelte Impfstoff basiert auf dem komplett nachgebauten Virus, weshalb der Immunschutz im Modell kräftig ausfällt. Bald soll das Präparat an Freiwilligen getestet werden, in fünf Jahren könnte es auf den Markt kommen. Zeidler: „Gerade für Risikogruppen wie Organtransplantierte wäre die Impfung ein Segen.“

16.08.2011
Alzheimer: Aussagen von Angehörigen helfen bei der Diagnose
Wenn Angehörige bestimmte Fragen zu einem Patienten beantworten, kann das Hinweise auf eine beginnende Demenz liefern
W&B/Bernhard Huber
Beantworten Angehörige oder Freunde eines potenziellen Alzheimer-Patienten acht einfache Fragen zu dessen Befindlichkeit, kann dies aufschlussreicher sein als herkömmliche Tests. Das berichten Hirnforscher der Universität New York, die anhand einer Studie mit 252 Teilnehmern den neuen AD8-Test entwickelten (AD steht für Ascertain Dementia, übersetzt: Demenz-Ermittlung).
Die Befragten gaben unter anderem Auskünfte zu ihnen nahestehenden Personen, dem nachlassenden Interesse an Hobbys, der Vergesslichkeit in Bezug auf Termine oder Problemen beim Bedienen von Geräten. Der Test liefert Anhaltspunkte für eine beginnende Demenz. Er kann Untersuchungen wie den MRT-Gehirnscan aber nicht ersetzen.

15.08.2011
Denkvermögen: Musizieren schult das Gehirn
Musikunterricht zahlt sich lebenslang aus. Mehrere Gehirnfunktionen werden nachhaltig verbessert
Thinkstock/Hemera
Wer als Kind ein Musikinstrument spielen lernt, schult damit das Gehirn für das ganze Leben. Das berichten Forscher der Universität von Kansas (USA) in der Zeitschrift Neuropsychology. Sie konnten die Folgen des Musizierens im Kindesalter auch für das Seniorenalter nachweisen. Mehrere Gehirnfunktionen wurden demnach durch den Unterricht an einem Instrument nachhaltig verbessert.
Das gilt auch für Menschen, die dieses nach der Schulzeit nie mehr anrührten. Bei Tests schnitten jene Studienteilnehmer zwischen 60 und 83 Jahren am besten ab, die in ihrer Jugend musiziert hatten. Sie übertrafen die anderen vor allem, wenn es um das räumlich-visuelle Gedächtnis ging.

13.08.2011
Kinder: Kopfschmerz ade!
Eltern sollten es ernst nehmen, wenn ihr Nachwuchs öfter über Kopfweh klagt
Banana Stock/RYF
„Das gibt sich von alleine“, denken viele ­Eltern, wenn ihr Kind immer wieder über mäßiges Kopfweh klagt, und geben erst spät Medikamen­te oder dosieren sie zu niedrig. Doch das kann dazu führen, dass sich Beschwerden manifestieren. „Chronische ­Schmerzen bei Kindern nehmen zu“, sagte Kinderarzt Dr. med. Raymund Pothmann auf dem Deutschen Schmerz- und Palliativtag in Frankfurt am Main. Bei Migräneattacken sollten Kleine frühestmöglich ein vom Arzt empfohlenes Schmerzmittel nehmen. Außerdem hilft es, ein Schmerztagebuch zu führen, um die Auslöser für die Beschwerden zu finden.

12.08.2011
Milchfläschchen: Gute Nacht für Mama?
Für junge Mütter macht es wohl keinen Unterschied, ob sie nachts stillen oder das Baby per Fläschchen füttern
Jupiter Images GmbH/Creatas
Abends lieber ein Fläschchen fürs Baby, damit Mama besser schlafen kann? Diesen Tipp bekommen junge Mütter oft, aber: Es funktioniert nicht. Denn für die Schlafqualität der Mutter macht es keinen Unterschied, ob sie nachts stillt oder ein Fläschchen füttert, so das Ergebnis einer Studie der West-Virginia-Universität in Morgantown, USA.
Die gute Nachricht: Es gibt effektivere Möglichkeiten, um sich trotz Unterbrechungen nachts gut zu erholen. Schlafmedizinerin Prof. Dr. med. Svenja Happe vom Klinikum Bremen-Ost rät: das letzte Füttern am Abend so legen, dass man danach selbst auch zu Bett geht. Bis zur nächs­ten Mahlzeit bleiben jetzt drei bis vier Stunden. „In dieser ersten Schlafphase der Nacht sind wir die längste Zeit im Tiefschlaf. Und hier ist der Erholungseffekt am größten“, so Happe.

11.08.2011
Operation: Medikamentenliste vorab erstellen!
Steht ein operativer Eingriff bevor, sollten Patienten vorher ihre Arzneimittel auflisten lassen. So beugen sie möglichen Problemen während der OP vor
W&B/Bernhard Huber
Manche Arzneimittel, etwa bestimmte Antidiabetika, aber auch pflanzliche Präparate wie Ginkgo oder Johanniskraut, können im Fall einer Operation zu Kom­plikationen führen und müssen daher eventuell abgesetzt werden. Steht Ihnen ein operativer Eingriff bevor, sollten Sie sich deshalb in Ihrer Stammapotheke eine Liste aller Medikamente geben lassen, die Sie regelmäßig einnehmen. Diese Liste erfasst ärztlich verordnete Mittel ebenso wie Medikamente, die Sie ohne Rezept gekauft haben. Damit fällt es dem Ärzteteam in der Klinik leichter, Wechselwirkungen zu verhindern.

10.08.2011
Haut: Hilfe bei Pickeln, Schuppen und Falten
Wo kommen denn plötzlich die Pickel her? Oder die Falten? Hier ein SOS-Programm, wenn die Haut nicht in Höchstform ist
W&B/Christine Schneider
Pickel
Das ist der Grund: falsche Pflege, die zu Hautreizungen führt. „Viele Frauen achten nicht darauf, wie ihre Haut beschaffen ist, und benutzen nicht die entsprechenden Pflegeprodukte“, erklärt Apothekerin Suzanne Bölch aus Freiburg. Die Folge: Die Haut entzündet sich. Manche Frauen reagieren aber auch auf bestimmte Esssünden mit Pickeln. „Was die Irritationen auslöst, haben die Betroffenen meist schon selbst beobachtet“, erklärt Hautärztin Dr. med. Gertraud Kremer aus Berlin. Bei den einen ist es zum Beispiel zu viel Schokolade, bei anderen lässt Schweinefleisch die Pickel sprießen.
Die beste Taktik: Prüfen Sie Ihr natürliches Hautbild. Haben Sie eher trockene oder empfindliche Haut? Sind die Poren groß oder klein? „Probieren Sie es dann zunächst mit einer neutralen Pflege, und beobachten Sie, wie Ihre Haut darauf reagiert“, sagt Apothekerin Bölch. Seifenfreie Syndets und Seifen mit einem pH-Wert um fünf eignen sich für die Reinigung. Feuchtigkeitscremes, die außerdem den Schutzfilm der Haut aufbauen, pflegen anschließend. Feinporige Haut beispielsweise, die entzündet ist, beruhigt sich mit Produkten auf Thermalwasserbasis. „Entfernen Sie außerdem etwa einmal die Woche Hornschuppen mit einem Peeling“, rät Kremer. Und nicht vergessen: Viel frische Luft, Bewegung, leichte Kost mit wenig Fett und Süßem lassen den Teint strahlen!
Lieber nicht: Eiterpickel selbst ausdrücken. „Eiter kann in tiefere Hautschichten eindringen und zu schlimmen Entzündungen führen“, erklärt Kremer. Dann hilft der Hautarzt.
Schuppen
Das ist der Grund: Die Kopfhaut erneuert sich. Warum manche Menschen vermehrt zu Schuppenbildung neigen, wissen auch die Experten nicht. Trockene Schuppen sind klein und rieseln vom Kopf, fettige Schuppen hingegen erkennt man als gelbliche Ablagerungen zwischen den Haaren.
Die beste Taktik: Schuppenshampoos enthalten Wirkstoffe, die den Auslöser der starken Schuppung, einen Hautpilz, abtöten. „Allerdings sollte man diese nur kurze Zeit ausschließlich anwenden, quasi als Feuer­löscher“, sagt Bölch. Danach das Antischuppenprodukt im Wechsel mit einem sehr milden Shampoo verwenden. „Ein Schuppen­shampoo alleine trocknet die Haut aus, sie schuppt noch mehr und ist anfälliger für Reizungen und Entzündungen“, erklärt Kremer.
Lieber nicht: stark schäumende Shampoos verwenden. „Sie trocknen die Schutzbarriere der Haut aus“, so Apothekerin Bölch. Besser: hautneutrale, seifenfreie Produkte.
Trockene Haut
Das ist der Grund: Der Haut fehlt Fett oder Wasser. Bei jungen Frauen ist meis­tens der Wasserverlust das Problem. „Mütter mit kleinen Kindern leiden häufig unter sehr trockener Haut an den Händen“, erklärt Kremer. Sie arbeiten viel im Haushalt, waschen sich aber auch öfter die Hände, vor allem solange die Babys noch recht klein sind. Darunter leidet der Schutzfilm der Haut.
Die beste Taktik: Pflegecremes anwenden, die der Haut Feuchtigkeit zuführen, zum Beispiel mit Harnstoff (Urea). „Cremen Sie immer dann, wenn die Haut spannt“, rät die Dermatologin. Lässt der Juckreiz dadurch nicht nach, hilft eine lipidhaltige Feuchtigkeitscreme (mit Omega-3-Fettsäuren). Das Duschgel sollte rückfettend sein. Wer vor allem an den Händen trockene Haut hat, trägt bei der Hausarbeit am besten schützende Handschuhe. „Ihre Haut dankt es Ihnen auch, wenn Sie viel trinken“, sagt Kremer.
Lieber nicht: Seifen und Syndets verwenden, die die Haut zusätzlich austrocknen. Ekzeme und Entzündungen können die Folge sein.
Fältchen
Das ist der Grund: die Hautalterung. Mit den Jahren wird die Haut dünner und feiner. Dazu kommt der Lebensstil: „Wer beispielsweise raucht und ausdauernde Sonnenbäder nimmt, beschleunigt die Hautalterung und damit die Faltenbildung“, erklärt Expertin Kremer. Außerdem entstehen an Stellen, an denen Muskeln besonders aktiv sind, die sogenannten mimischen Falten. Zum Beispiel die Zornesfalte an der Stirn, aber auch die sympathischen Lachfältchen um die Augen.
Die beste Taktik: Spätestens mit 30 Jahren sollten Frauen eine Augencreme verwenden. „Die Haut um die Augen herum ist ausgesprochen dünn und braucht besondere Pflege“, sagt die Hautärztin. Sie rät, dafür spezielle Produkte zu verwenden, da diese nicht verlaufen und keine reizenden Stoffe enthalten.
Lieber nicht: ohne Sonnenschutzcreme in die Sonne. Welchen Lichtschutzfaktor man braucht, hängt vom Hauttyp ab. „Frauen mit sehr heller Haut sollten sogar eine Tagescreme mit Lichtschutzfaktor 15 benutzen“, rät die Dermatologin. Früh übt sich: Auch Kinder brauchen Sonnencreme mit hohem UV-Schutz.
Pigmentflecken
Das ist der Grund: die hormonellen Umstellungen in der Schwangerschaft. Sie führen zur sogenannten Schwangerschaftsmaske, also dunklen Hautverfärbungen, vor allem im Gesicht. Daneben gibt es aber auch Muttermale und Leberflecken, die entweder angeboren sind oder sich im Lauf des Lebens entwickeln. Mit dem Alter kommen die sogenannten Altersflecken hinzu.
Die beste Taktik: „Cremen Sie schwangerschaftsbedingte Hautverfärbungen mit Produkten ein, die einen Lichtschutzfaktor von mindestens 20 haben“, sagt Dermatologin Kremer. So verhindern Betroffene, dass die Flecken durch die Sonneneinstrahlung zusätzlich nachdunkeln. Manchmal verblassen die Flecken nach der Geburt wieder. Mit einem Camouflage-Make-up (gibt es in der Apotheke) lassen sie sich auch abdecken. Die Dermatologin empfiehlt werdenden Müttern zudem, während der Schwangerschaft eine Hautkrebsvorsorgeuntersuchung machen zu lassen. Denn durch die Hormone verändern sich Leber­flecken und Co. oft in Farbe und Größe. Dann sollte man sie von einem Experten checken lassen.
Lieber nicht: zu lange in die Sonne. Und nie aus dem Haus gehen, ohne vorher eine Creme mit hohem Schutzfaktor aufzutragen.

09.08.2011
Babys: Der Sonnen-Effekt
Die Kleinen brauchen Vitamin D, dürfen aber noch nicht in die Sonne. Deshalb verschreibt der Kinderarzt Tabletten
Jupiter Images GmbH/Goodshot
Der Sonnen-Effekt: Damit Babys gesund wachsen, ihre Knochen und Muskeln kräftig werden, brauchen sie Vitamin D. Deshalb verschreibt der Kinderarzt allen Kleinen regelmäßig Vitamin-D-­Tabletten. Doch wie lange muss der Nachwuchs sie bekommen? Bis zum zweiten Frühsommer, also je nach Geburtsmonat des Kindes die ersten zwölf bis 18 Lebensmonate, rät nun die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin.
Danach sei die Vitamin­zugabe nicht mehr notwendig. Denn dann halten sich die Kleinen lange genug im Freien auf, der Körper kann den wichtigen Wirkstoff selbst herstellen. Bereits wenige Minuten in der Sonne genügen, um ausreichend Vitamin D zu bilden.

08.08.2011
Entscheidungen: Noch schnell auf Toilette?
Wer dem Harndrang länger standhalten kann, der trifft klügere Entscheidungen, sagen Psychologen
Thinkstock/iStockphoto
Schnell aufs Klo? Besser nicht, wenn eine wichtige Entscheidung ansteht. Das raten niederländische Psychologen. Sie ließen Probanden in einer Studie fünf Tassen Wasser trinken, andere erhielten wenig Flüssigkeit. Anschließend sollten sich alle entscheiden, ob sie sofort eine kleine oder später eine größere Summe Geld erhalten möchten. Die Vieltrinker nahmen deutlich öfter die längere Wartezeit in Kauf als die Wenigtrinker. Erklärung: Wer seine Blase steuert, hält auch andere Bedürfnisse unter Kontrolle und trifft langfristig die bessere Wahl.

06.08.2011
Psyche: Glück hält gesund
Wer glücklich ist, wird seltener krank und lebt länger
Shotshop/Monkey Business
Sind Sie rundum zufrieden mit Ihrem Leben? Dann haben Sie auch gesundheitlich gute Karten. US-Forscher durchforsteten 160 Studien, die sich mit dem Zusammenhang von Glück und Gesundheit befassen. Bilanz: Menschen, die mit sich im Reinen sind, sind seltener krank – und leben länger.

05.08.2011
Schlaganfall: Angehörige helfen heilen
Greift die Familie dem Erkrankten unter die Arme, wird er schneller wieder fitter
Stockbyte/George Doyle
Werden Ehepartner oder Kinder aktiv in die Rehabilitation eines Schlaganfall-Kranken eingebunden, profitieren beide Seiten. Das ergab eine irische Studie. Familienmitglieder trainierten unter Anleitung eines Physiotherapeuten mit dem Betroffenen das Gehen. Fazit: Die Patienten machten mehr Fortschritte – und die Angehörigen fühlten sich weniger hilflos.

04.08.2011
Venen: Knöchelumfang messen
Haben Sie Probleme mit den Venen, können Sie dies mit einem Maßband überprüfen
Jupiter Images GmbH/Goodshot
Steigen die Temperaturen, leiden die Venen. Mit einem Maßband können Sie testen, ob bei Ihnen ein Problem besteht: Messen Sie ein paar Tage lang den Knöchelumfang am Morgen und am Abend. Wenn er regelmäßig um mehr als zwei Zentimeter zunimmt, lassen Sie sich in der Apotheke beraten. Pflanzliche Mittel lindern die Beschwerden, in schweren Fällen helfen Kompressionsstrümpfe.

03.08.2011
Messwerte: Gesundheit in Zahlen
Kennen Sie Ihren Bauchumfang? Dieser und andere Werte wie Puls und Blutdruck sagen viel darüber aus, wie fit wir wirklich sind
W&B/Bernhard Huber
135/85: Wie hoch ist Ihr Blutdruck?
Damit das Blut in die Organe und in die kleinsten Gefäße gelangt, muss es mit Druck aus dem Herzen gepumpt werden. Ist dieser über längere Zeit zu hoch, schadet das dem  Herzen und den Gefäßen. Von Bluthochdruck sprechen Ärzte bei einem Druck ab 140 zu 90 Millimeter Quecksilbersäule (mmHg). Er ist die häufigste Ursache von Schlaganfällen und zählt zu den wichtigsten Risikofaktoren für Herzinfarkt, Herzschwäche, Augenschäden und Durchblutungsstörungen in den Beinen. Deshalb ist es wichtig, ihn regelmäßig zu kontrollieren. Das kann der Apotheker, der Arzt oder man selbst gelegentlich zu Hause tun. Liegt der Wert bei der Selbstmessung bei 135/85 mmHg oder darüber, sollten Sie zum Arzt gehen. Ob der Blutdruck behandlungsbedürftig ist oder nicht, entscheidet der  Arzt individuell. So spielen Vorerkrankungen eine große Rolle. Bluthochdruckpatienten können eine Menge tun: den Lebensstil ändern, die Ernährung umstellen und Arzneimittel zuverlässig einnehmen, wenn der Arzt sie verordnet hat.
Herz: 60 bis 80 Schläge pro Minute

60 bis 80 Mal in der Minute schlägt das Herz eines gesunden Erwachsenen in Ruhe, um Blut und damit Sauerstoff in alle Körperzellen zu transportieren. Was wir davon spüren, ist der Puls – man kann ihn etwa an der Innenseite des Handgelenks und am Hals tasten. Warum er so wichtig ist? Eine eher niedrige Pulsfrequenz schont das Herz. Schlägt es dagegen sehr schnell, muss es mehr leisten, und auf Dauer steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Machen Sie den Test: Suchen Sie mehrere Tage  hintereinander in einem ruhigen Moment Ihren Puls per Hand am Handgelenk. Legen Sie dazu die Spitzen von Zeige-, Mittel- und Ringfinger leicht an den Speichenknochen auf der Seite des Daumens, und zählen Sie Ihre Herzschläge innerhalb von 30 Sekunden. Diesen Wert multiplizieren Sie mit zwei, und schon haben Sie den Ruhepuls pro Minute. Liegt Ihr Ruhepuls über mehrere Tage darunter oder darüber, ist er unregelmäßig oder haben Sie das Gefühl, dass er stolpert, sprechen Sie Ihren Arzt an. Er prüft, ob eine behandlungsbedürftige Erkrankung vorliegt.
Bauchumfang: 80 oder 94

Ab 80 Zentimeter Bauchumfang sollten Frauen und ab 94 Männer aufmerken, denn ein dicker Bauch erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Leiden, Diabetes und sogar Krebs. Das Gewicht spielt für die Gesundheit eine eher untergeordnete Rolle. Denn wichtig ist vor allem, wo sich das überschüssige Körperfett befindet. „Fettpolster, versteckt im Bauch und in der Leber, sind gefährlich. Sie produzieren Stoffe, die Arteriosklerose oder Diabetes fördern“, weiß Professor Klaus Parhofer, Facharzt für Innere Medizin und leitender Oberarzt am Uni-Klinikum Großhadern in München. „Pölsterchen an Hüfte, Po oder Beinen sind dagegen weniger riskant.“ Am besten misst man den Bauchumfang morgens mit einem flexiblen Maßband auf Höhe des Bauchnabels. Aussagekräftig ist der gemessene Wert jedoch nicht immer, etwa bei sehr kleinen oder sehr großen Menschen.
Gesamtcholesterin: 200 mg/dl

200 Milligramm pro Deziliter setzen Mediziner beim Gesamtcholesterin als Obergrenze an. Das entspricht 5,2 mmol/l. Höhere Werte gelten als kritisch: Ist der Fettstoffwechsel aus dem Takt, steigt das Risiko, herzkrank zu werden. Die Deutschen weisen im Durchschnitt einen höheren Wert auf, ihr Gesamtcholesterin liegt im Mittel bei 231. Cholesterin ist Baustein für Zellen und bildet das Grundgerüst für Hormone. Das Gesamtcholesterin allein ist aber wenig aussagekräftig – vielmehr untersuchen Ärzte seine Bestandteile: Im Wesentlichen sind dies das „schlechte“ LDL- und das „gute“ HDL-Cholesterin. Für viele Menschen stellen leicht erhöhte LDL-Werte kein Problem dar. Kommen aber Vorerkrankungen hinzu, etwa ein Bluthochdruck, Diabetes oder ein Herzinfarkt in der Vergangenheit, können auch leicht erhöhte LDL-Werte eine Therapie notwendig machen.

Blutzucker: 100 nüchtern
Nüchtern gemessene Blutzuckerwerte aus dem Finger, die über 100 Milligramm pro Deziliter liegen, können auf einen drohenden oder bereits bestehenden Typ-2-Diabetes hinweisen. Der Wert entspricht 5,6 Millimol pro Liter (mmol/l). Der Blutzuckerwert beschreibt, wie viel Glukose sich im Blut befindet. Diesen Stoff brauchen alle Zellen als Energiequelle. Einmal pro Jahr sollte jeder seinen Blutzucker messen lassen, Menschen mit erhöhtem Risiko sogar öfter. Dazu zählen Diabetes in der Familie, Bluthochdruck, Übergewicht oder eine Fettstoffwechselstörung. Hat der Blutzucker bei Ihnen die Grenze von 100 überschritten, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Er gibt Ihnen auch Tipps, wie Sie mit gesunder Ernährung und mehr Bewegung Ihr Erkrankungsrisiko senken können.

02.08.2011
Familie: Was Generationen zusammenhält
Nur wenn Großeltern und Enkeln Zeit gemeinsam verbringen, schweißt sie dies zusammen
Jupiter Images GmbH/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY
Ein Anruf am Wochenende, zum Geburtstag eine Karte, zwischendurch mal ein dicker Umschlag mit netten Fotos – alles schön und gut. Aber was Großeltern und erwachsene Enkel wirklich zusammenschweißt, ist gemeinsam erlebte Freizeit, fanden kanadische Forscher heraus. Denn nur so können beide Generationen ihr Wissen teilen.
„Ein Urlaub etwa gibt den Älteren eine gute Möglichkeit, Erfahrungen und Erinnerungen an die Jüngeren weiterzugeben – und so den Zusammenhalt zu fördern“, erklärt Studienleiterin Prof. Shannon Hebblethwaite von der Concordia-Universität in Montreal. Umgekehrt stärkt es die Familienbande, wenn die Enkel den Großeltern beispielsweise den Umgang mit Computer und Internet erklären. Die Wissenschaftler hatten 65- bis 89-Jährige und ihre 18- bis 24-jährigen Enkel in Interviews befragt.

01.08.2011
Gehör: Bohnen für die Ohren
Hülsenfrüchte können offenbar vor Schwerhörigkeit schützen
Thinkstock/iStockphoto
Setzen Sie doch öfter mal Bohnen, Erbsen oder Spinat auf Ihren Speiseplan. Diese Gemüsesorten sind reich an Folsäure, und australische Forscher haben jetzt entdeckt, dass folsäurereiche Ernährung altersbedingter Schwerhörigkeit vorbeugen könnte. Die Wissenschaftler aus Sydney haben dafür das Blut von knapp 3000 über 50-Jährigen untersucht. Ihr Fazit: Bei einem Mangel des Vitalstoffs steigt das Risiko für einen Hörverlust um bis zu 35 Prozent an.

30.07.2011
Elternhaus: Starke Wurzeln
Kinder suchen sich ihre erste eigene Wohnung meist in der Nähe der Eltern
Jupiter Images GmbH/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY
Wenn Jugendliche zu Hause ausziehen, bleiben sie gern in der Nähe ihrer Eltern. Dies zeigt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin. Im Durchschnitt liegt ihre neue Bleibe nur neuneinhalb Kilometer von ihrem Elternhaus entfernt. Jeder Zehnte wagt sich weniger als ­einen halben Kilometer weg, jeder Vierte weniger als zehn Kilometer. Lediglich zehn Prozent suchen sich ihre erste Wohnung in mehr als 250 Kilometer Entfernung. Vor allem Jugend­liche mit höherer Schul­­bildung ziehen häufiger weiter weg. Die Bindung an den Heimatort ist besonders stark, wenn die Eltern noch an dem Ort leben, in dem die Jugendlichen aufgewachsen sind.

29.07.2011
Psyche: Miese Laune, schlechte Leistung
Ist ein Mitarbeiter nicht gut drauf, leistet er weniger als fröhliche Kollegen
Jupiter Images GmbH/Ablestock
Wer morgens „mit dem linken Fuß“ aufsteht, ist am Arbeitsplatz weniger erfolgreich als gut gelaunte Kollegen. Dies gilt nach einer Studie der Staats­universität von Ohio in Columbus (USA) zumindest für Beschäftigte mit Kundenkontakt. Die Forscher hatten mittels Fragebögen die jeweilige Stimmung von Mitarbeitern einer Versicherungs­gesellschaft  erkundet. Ein neutraler Beobachter hörte Kundengespräche mit und beurteilte diese.
Schlecht ­gelaunte Personen machten mehr Pausen, sprachen weniger flüssig und nahmen weniger Anrufe ent­gegen als ihre fröhlichen Kollegen. Oft trübte sich die Stimmung im Lauf des Tages noch weiter.

28.07.2011
Ernährung: Ran an die Kirschen!
Kirschen haben gerade Saison und enthalten jede Menge Vitamine und Mineralstoffe. Deshalb: Zugreifen!
Panthermedia/Jan-Christer Neimoeck
Knackig, saftig, köstlich: Noch bis in den August hinein gibt es heimische Kirschen. Das Obst liefert nicht nur süßen Genuss, sondern auch reichlich B-Vitamine, Folsäure, Kalium und Eisen, die saure Variante zusätzlich Betacarotinoide. Tipp des aid-Infodienstes in Bonn:
Ein­gekochte Sauerkirschen, zum Beispiel Schattenmorellen, passen auch gut zu herzhaften Gerichten wie Wild oder Rindfleisch.

27.07.2011
Mitesser: So werden Sie Komedone los
Nicht nur Teenager haben sie, auch viele Erwachsene kämpfen gegen die dunklen Pünktchen. Wege zu einer reinen Haut
W&B/Forster & Martin
Sie treten vor allem in der T-Zone auf, an Stirn, Nase und Kinn: dunkel gefärbte Mitesser. Manchmal zeigen sich die sogenannten Komedonen auch als weiße, geschlossene Knötchen.
Das Problem: Mitesser stören das Hautbild, lassen den Teint unruhig wirken. Außerdem kann sich ein Komedo rasch zu einem Pickel ent­wickeln, wenn er sich entzündet.
Die Ursache: Normalerweise fließt der Talg aus der Haut ab. Wird aber zu viel gebildet, weiten sich die Drüsen. Die Kanäle, durch die der Talg fließt, können dann verstopfen. So sammelt sich der Talg, ein Mitesser entsteht. Trifft nun Sauerstoff auf die Vorstufe des Farbstoffs Melanin im Talg, kommt es zu einer chemischen Reaktion – der Komedo wirkt dunkel, fast schwarz.
Die Lösung: Komedonen können sehr hartnäckig sein, lassen sich manchmal nur schwer entfernen und kehren oft schnell wieder zurück. Diese Pflege-Tipps helfen.

Gründlich reinigen: Glänzt der Teint stark, glauben viele, sie müssten ihre Haut jetzt besonders intensiv säubern. „Aber auch fettige Haut darf bei der Reinigung nicht austrocknen“, erklärt Renate Donath, Kosmetikerin in ­­Hamburg. Greifen Sie zu mildem Gel oder Schaum und anschließend zu einem Gesichtswasser. Am besten eignen sich Produkte mit Wirkstoffen, die die Talgproduktion regulieren, die Poren verkleinern und Entzündungen vorbeugen.

Peelen ohne Schleifpartikel: Kosmetika mit Frucht- oder Salicylsäure lösen abgestorbene Schüppchen und Verhornungen, ohne die Haut durch kleine Schleifpartikel zu reizen. So beugen Sie neuen Mitessern vor, und bereits vorhandene lassen sich besser entfernen. Deshalb gehören diese chemischen Peelings bei vielen Kosmetikerinnen zur Vorbereitung auf das sogenannte Ausreinigen.

Termin beim Profi vereinbaren: Dermatologen und Kosmetikerinnen raten davon ab, zu Hause selbst an Komedonen herumzudrücken. „Der Talg und die Bakterien gelangen dabei unter Umständen tief in die Haut, sodass eine Entzündung entsteht“, warnt auch Renate Donath. In ihrem Studio wird das Entfernen der Mitesser erst einmal mit Reinigung, Peeling und warmen Kompressen vorbereitet. Ist die Haut schön weich, ritzt sie die Komedonen leicht an und hebt den Talgpfropf mit einem speziellen Gerät oder umwickelten Fingern aus der Haut.

Mit Masken verwöhnen: Expertin Donath rät, für die weitere Behandlung zu Hause regelmäßig reinigende Gesichtsmasken zu verwenden. Fragen Sie nach entsprechenden Produkten in Ihrer Apotheke.

Die richtige Creme wählen: „Auch fettige Haut braucht Feuchtigkeit“, sagt Renate Donath. Vermeiden sollten Sie jedoch Produkte mit hohem Fett- oder Ölanteil, beispielsweise reichhaltige Nachtcremes. Leichte Öl-in-Wasser-Emulsionen oder Gele genügen der Haut. Lassen Sie sich in der Apotheke Produkte mit den Bezeichnungen „nicht komedogen“ oder „frei von komedogenen Substanzen“ empfehlen. Diese enthalten keine Inhaltsstoffe, die die Entstehung von Mitessern begünstigen.

Ins Schminktäschchen greifen: Mit Abdeckstiften und Make-up lassen sich Komedonen gut kaschieren. Wählen Sie bei fettiger Haut ölfreie Varianten, und geben Sie Puder über die Foundation. Das mattiert, und die Schminke hält außerdem länger.

Die wichtigsten Wirkstoffe gegen Mitesser: Komedonen entwickeln sich in erster Linie auf fettigen Hautpartien. Heilerde beugt dem vor, indem sie überschüssigen Talg aufsaugt und zugleich Entzündungen hemmt. Ähnlich soll auch Tonerde wirken.

Um Mitesser loszuwerden, muss der Talg wieder abfließen können. ­­Sogenannte Schälmittel befreien die verstopften Kanäle von Verhornungen. Sie entfernen abgestorbene Zellen und regen die Haut darunter zur Regeneration an. Ein Beispiel ist Salicylsäure, die zudem die Zahl der Keime verringert. Fruchtsäuren erzielen diesen Peeling-Effekt ebenfalls, etwa Apfel- oder Milchsäure. In Arztpraxen oder Kosmetikstudios kommen sie in chemischen Peelings zum Einsatz, in Produkten für Zuhause findet man sie in geringeren Dosen. Entzündungshemmende Stoffe schließlich sollen bewirken, dass sich Mitesser nicht in Pickel verwandeln. Dazu gehören zum Beispiel Bisabolol aus der Kamille oder Zink.

26.07.2011
Evolution: Rechtshänder dominieren
Bereits die Neandertaler setzten vorwiegend ihre rechte Hand ein. Dieses evolutionäre Erbe hat sich bis heute erhalten
W&B/Martin Ley
Bereits vor mehr als 500 000 Jahren waren die Menschen vorwiegend Rechtshänder, berichtet die Fachzeitschrift Laterality. Ein internationales Forscherteam hatte dazu von verschiedenen Fundorten in Europa stammende fossile Zähne von Neandertalern und Heidelbergmenschen analysiert. Kratzspuren an Schneide- und Eckzähnen verrieten, mit welcher Hand die damaligen Menschen ihre Steinwerkzeuge benutzten.
Ergebnis: Neun von zehn Urmenschen arbeiteten bevorzugt mit rechts. Dieses Verhältnis von Rechts- zu Linkshändern hat sich bis in die heutige Zeit erhalten. Die Vorliebe für eine Körperseite hat ihre Ursache im Gehirn. Schon die Frühmenschen hatten spezia­lisierte Hirnhälften, schlussfolgerten die Forscher. Bei Menschenaffen dagegen gibt es keine Dominanz von rechts oder links.

25.07.2011
Asthma: Ausdauersport vorteilhaft
Sport bei Asthma? Davon können Patienten sogar profitieren, sagen Experten
Thinkstock/BananaStock
Wer unter starkem Asthma leidet, ist oft unsicher, ob ihm Sport überhaupt guttut. Forscher der Universität São Paulo (Brasilien) zeigten nun in einer Studie, dass Patienten durch intensives Ausdauertraining – zweimal wöchentlich 30 Minuten – mehr symptomfreie Tage haben. Auch psychische Folgen der Krankheit wie Ängste und Depressivität verringerten sich. „Ausdauertraining kann Asthma­patienten uneingeschränkt empfohlen werden. Wichtig ist eine Aufwärmphase“, sagt Professor Martin Kohlhäufl von der Klinik Schillerhöhe in Stuttgart.

23.07.2011
Hamamelis: Zaubernuss gegen Blessuren
Zubereitungen aus der Heilpflanze lindern – auf der Haut angewendet – kleine Blessuren und Juckreiz
Panthermedia/Heike Brauer
Die Schamanen der Indianer nutzten Abkochungen aus Blättern und Rinde des hochwachsenden Hamamelisstrauchs (Hamamelis virginiana), um Wunden und Entzündungen der Haut sowie der Schleimhäute bei ihren Stammesangehörigen zu heilen. Wegen dieser Eigenschaf­­ten schätzen Ärzte noch heute die Extrakte der Pflanze, denn deren Gerbstoffe und äthe­ri­sche Öle wirken zusammenziehend.
Dadurch stillen sie Blutungen, hemmen Entzündungen und lindern Schwellungen – ein ideales Mittel also gegen Hautblessuren. Auch bei Juckreiz, Krampfadern und Hämorriden kann eine Salbe mit Hamamelis helfen. Die Heimat des Gewächses, das auch Zaubernuss genannt wird, liegt im US-amerikanischen Bundesstaat Virginia. Inzwischen wachsen die Sträucher aber auch in Louisiana, Texas und sogar in Europa.

22.07.2011
Beruf: Lange Arbeitzeit, gefährdetes Herz
Menschen, die lange schuften müssen, haben ein erhöhtes Herzinfarkt-Risiko
Thinkstock/Hemera
Wer täglich elf Stunden und mehr arbeitet, erhöht damit sein Herzinfarkt-Risiko um 67 Prozent im Vergleich zu Menschen, die nur acht Stunden beruflich aktiv sind. So lautet ein Ergebnis der britischen Whitehall-II-Studie. Forscher aus England, Finnland und Frankreich hatten 7095 Arbeitnehmer im Alter von 39 bis 62 über 13 Jahre hinweg beobachtet. Während dieser Zeit erlitten 192 von ihnen einen Infarkt. Die Kardiologen raten: Wer wegen anderer Faktoren wie Übergewicht oder Bluthochdruck bereits besonders gefährdet ist, sollte nicht so viele Überstunden machen.

21.07.2011
Augen: Was die Bindehaut entzündet
An juckenden und geröteten Augen ist nicht immer eine Allergie schuld
Thinkstock/Comstock Images
Wenn die Augen jucken, tränen, anschwellen und rot werden, muss nicht immer eine allergische Reaktion auf Pollen, Hausstaub, Tierhaare oder Schimmelpilze dahinterstecken. Laut dem Berufsverband der Augenärzte Deutschlands können sowohl Viren, Bakterien als auch eine Verletzung der Honrhaut die Ursache sein. Eine Bindehautentzündung, die ohne Behandlung länger als 24 Stunden anhält, sollte deshalb stets vom Augenarzt untersucht werden.

20.07.2011
Medikamente: Welche Arzneiformen gibt es?
Tabletten, Zäpfchen, Tropfen oder doch lieber eine Salbe? Eine Übersicht über die wichtigsten Arzneiformen und ihre Eigenheiten
W&B/Simon Katzer
Medikamente werden in den unterschiedlichsten Arzneiformen angeboten. Neben Tabletten sind beispielsweise ­Kapseln, Tropfen, Säfte, Zäpfchen und Salben auf dem Markt. Die größte Auswahl haben Patienten bei den Schmerzmitteln, von denen es manche auch in Form von Brausepulver, Kau- und Trinktabletten oder eingebettet in Wirkstoffpflaster gibt.
„Welche Darreichungsform geeignet ist, hängt zunächst von der Situation ab, in der sich der Patient befindet, also ob er ein Glas Wasser zur Verfügung hat oder ob er unterwegs ist“, erklärt Apotheker Dr. Wolfgang Kircher, Mitglied der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker, aus dem oberbayerischen Peißenberg. Zudem sind persönliche Vorlieben und eventuelle Handicaps zu berücksichtigen: „Manche Patienten haben Schluck­­beschwerden und daher Probleme, Tabletten einzunehmen.“ Häufig entscheidet aber der Arzt, weil die Therapie eine bestimmte Arzneiform erfordert. Doch jede Darreichungsvariante hat ihre Eigenheiten, die bei der Anwendung beachtet werden sollten. Experte Kircher gibt Patienten die wichtigsten Tipps, damit die Arzneimittel auch optimal wirken:

Tabletten
Die wohl am weitesten verbreitete Darreichungsform. Der Wirkstoff ist mit Hilfsstoffen, zum Beispiel Milchzucker, vermischt und gepresst. Dragees sind zusätzlich mit einer Zuckerschicht überzogen. Manche Präparate gibt es auch als Kautabletten. Sie eignen sich vor allem für unterwegs, wenn das Wasser zum Hinunterspülen fehlt. Eine Spezialvariante sind Retardtabletten. Sie setzen den Wirkstoff über den ganzen Tag verteilt frei und geben ihn an den ­Körper ab. Daher genügt oft eine Tablette täglich, am besten morgens auf nüchternen Magen. ­Die meisten Retardpräparate darf man nicht teilen oder zerkauen, sondern nur im Ganzen schlucken, da sonst die Langzeitwirkung verloren geht. Bitte nicht wundern: Manche ­­Retardtabletten werden scheinbar unverändert mit dem Stuhl ausgeschieden. Dennoch haben sie den Wirkstoff an den Körper abgegeben.
Tipp: Tabletten immer mit viel Flüssigkeit einnehmen, am besten mit einem ganzen Glas Wasser. Das verbessert die Verträglichkeit und sorgt dafür, dass die Wirkung besonders schnell eintritt. Kautabletten möglichst fein zerkauen, dann sind sie besser verträglich.

Kapseln
Manche Wirkstoffe lassen sich aus chemisch-physikalischen Gründen nur schwer in Tablettenform pressen. Kapseln können bei Bedarf in jeder Apotheke ­hergestellt werden. Sie sind zwar oft größer als ­Tabletten, aber ­meist ­leichter zu schlucken. Zudem gibt es Weichkapseln, die eine ölige Wirkstofflösung enthalten.
Tipp: Ebenfalls mit einem großen Glas Wasser schlucken, damit sie die Speiseröhre schnell passieren und den Wirkstoff im Magen freisetzen können.

Brausezubereitungen
Sie sind ideal für große Wirkstoff­mengen, die nicht als Tablette geschluckt werden können. Außerdem nehmen manche Menschen Arznei­mittel lieber flüssig zu sich. Positiver Nebeneffekt: Gleichzeitig erhält der Körper ausreichend Flüssigkeit.
Tipp: Brausetabletten nicht offen aufbewahren, da sie sich sonst aufgrund der Luftfeuchtigkeit zersetzen können.

Zäpfchen
Sie eignen sich besonders für Kinder, Pflegebedürftige und Menschen mit Schluckstörungen. Nachteil: Die Aufnahme des Wirkstoffs schwankt relativ stark. Zudem werden Zäpfchen manchmal als unangenehm empfunden.
Tipp: Am besten mit der stumpfen Seite voran einführen, dann gleiten sie besser in den Darm. Eventuell mit etwas Wasser befeuchten. Wenn man bei Kindern nach dem Einführen die Pobacken etwas zusammendrückt, kann dies verhindern, dass sie das Zäpfchen wieder herausdrücken.

Tropfen und Säfte
Flüssigkeiten lassen sich individueller dosieren und wirken meist schneller als feste Arzneien. Allerdings kommt es oft zu Fehldosierun­gen. Wird ein Fläschchen falsch ­gehalten, kann sich das Tropfenvo­­lu­men und damit die Dosis um bis zu 25 Prozent verringern.
Tipp: Lassen Sie sich in der Apotheke die richtige Anwen­­dung erläutern. Hilfreich sind Dosierspritzen, die man gegebenenfalls vom Apotheker bekommt.

Salben, Cremes und Gele
Vor allem Hauterkrankungen werden meist mit Salben oder Cremes behandelt. Auch bei rheumatischen Beschwerden können solche äußerlichen Zubereitungen helfen Tipp: Schmerz- und Rheumasalben immer gut einmassieren, damit die Wirkstoffe besser in die tieferen Hautschichten eindringen. Die Hände nach der Anwendung unbedingt gründlich mit Seife waschen.

Pflaster mit Wirkstoffen
Sie geben den Arzneistoff langsam und konstant über den Tag verteilt durch die Haut an den Körper ab.
Tipp: Auf eine unversehrte und nicht zu stark gereinigte Hautstelle kleben und ausreichend lange andrücken. Verhindern Sie jedes Erwärmen (Sonnenbad, Sauna usw.), da sonst der Wirkstoff zu schnell frei­gesetzt wird. Nach dem Entfernen sollte man das Pflaster zusammengeklebt und kinder­­sicher entsorgen. Ein neues Pflas­ter möglichst an einer anderen Körperstelle aufkleben.

19.07.2011
Depression: Logik der Schwermut
Wer depressiv ist, trifft rationalere Entscheidungen
PhotoDisc/RYF
Depressive Menschen treffen rationalere Entscheidungen. Das berichten Forscher der Universität Basel im Journal of Abnormal Psychology. Unter den 54 Studienteilnehmern schnitten in Entscheidungssituationen während eines Computerspiels akut depressiv Erkrankte besser ab als Gesunde oder Patienten, die sich bereits auf dem Weg der Besserung befanden. Sie ließen sich mehr Zeit und gingen analytischer vor. Das Ergebnis steht im Gegensatz zu der bisher gängigen Ansicht, nach der die seelische Krankheit häufig mit einer geringeren geistigen Leis­tungsfähigkeit einhergeht.

18.07.2011
Gefühle: Wie wir Liebespaare einschätzen
Je mehr Glückshormone durch unseren Körper strömen, desto romantischer schätzen wir eine Beziehung anderer ein
Thinkstock/Stockbyte
Unser Urteil über Liebespaare hängt davon ab, wie viele Glückshormone durch unseren Körper fließen. Diesen Zusammenhang beschreiben Psychologen der Universität Oxford (England) im Fachblatt Biological Psychiatry. Sie verabreichten Studenten die Aminosäue Tryptophan, die als Vorstufe des Gehirnbotenstoffs Serotonin dessen Konzentration erhöht.
Betrachteten die Probanden dann das Foto eines Paares, schätzten sie die Zweierbeziehung als romantischer und intimer ein als eine Gruppe, die kein Tryptophan zu trinken bekommen hatte. Das könnte erklären, warum depressive Menschen, die an einem anhaltenden Serotonin-Mangel leiden, nur wenig Intimität in ihrer eigenen Beziehung erleben.

16.07.2011
Essen: Hunger schärft den Geruchssinn
Wenn der Magen schon knurrt, kann man Düfte besonders gut wahrnehmen. Vielleicht hilft das bei der Nahrungssuche?
Thinkstock/Digital Vision
Plagt einen bereits der Hunger, duftet leckeres Essen besonders verführerisch. Das liegt an dem Hormon Ghrelin, wie Mediziner aus Cincinnati im US-Bundesstaat Ohio entdeckten. Es löst bei leerem Magen Hungergefühl aus, schärft aber auch die Geruchswahrnehmung, wie die Ärzte experimentell nachwiesen.
Versuchspersonen, denen das Hormon verabreicht worden war, konnten Düfte leichter erkennen und einordnen. Der Mechanismus soll offenbar die Nahrungssuche bei Hunger erleichtern, folgern die Forscher.

14.07.2011
Knochenhärter: Grüner Tee und Tai-Chi gegen Osteoporose
Die Kombination aus grünem Tee und Tai-Chi-Übungen kann das Skelett stärken
Jupiter Images/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY
Grüner Tee und Tai-Chi-Übungen stärken bei Frauen nach den Wechseljahren die Knochen. Das belegt eine Studie der Texas-Tech-Universität mit 171 Frauen im Durchschnittsalter von 57 Jahren. Die Teilnehmerinnen hatten eine verringerte Knochendichte, aber noch keine voll ausgeprägte Osteoporose. Sowohl der Konsum von vier bis sechs Tassen grünem Tee pro Tag als auch regelmäßiges Tai-Chi verbesserten die Dichte der Knochen deutlich. Besonders gut: die Kombination von beidem.

13.07.2011
Brechwurzel: Heilpflanze mit interessanter Geschichte
Sie galt früher als Geheimtipp bei Darmerkrankungen. Heute spielt die Pflanze nur noch in der Homöopathie eine Rolle
Shotshop/Jozef Sedmák
König Ludwig XIV. gab gerne Geld aus, sogar für ein rätselhaftes Heilmittel. Im Jahr 1688 kaufte der französische Monarch dem holländischen Arzt Johann Adrian Helvetius ein mysteriöses Pulver gegen Darmerkrankungen ab. Die seltsame Medizin stammte aus den Wurzeln der Ipekakuanha-Pflanze. In deren südamerikanischer Heimat nutzten die Einheimischen das Mittel schon lange bei Magen-Darm-Erkrankungen.

Von der Heilpflanze, die bei uns heute als Brechwurzel bekannt ist, berichteten in Europa zeitgleich der Arzt Willem Piso aus den Niederlanden und der deutsche Botaniker Georg Marcgraf. Die ersten Proben brachte aber vermutlich 1672 ein Südamerika-Reisender über den Atlantik. Er soll die Medizin der Indianer, so die Legende, in Paris einem Apotheker übergeben haben. Auf Umwegen sei sie schließlich bei Helvetius gelandet, der sich sogleich das Recht des Alleinverkaufs für die brasilianische Wurzel sicherte.

„Der clevere Mediziner wendete sie als Mittel gegen Entzündungen des Dickdarms an, vor allem gegen die Ruhr“, erzählt Hans-Joachim Winckelmann, emeritierter Professor des Instituts für Geschichte der Medizin der Universität Ulm. Über die Herkunft des neuen Wundermittels schwieg sich Helvetius allerdings aus.

Gold für das Wundermittel

Seine Geheimniskrämerei machte sich bezahlt, denn „damit erweckte er das Interesse des Sonnenkönigs Ludwig XIV. Tausend Louisdor ließ es sich der Herrscher kosten, an das Mittel zu kommen.“ Ein beachtlicher Preis, immerhin bestanden die Münzen aus 22-karätigem Gold und wogen pro Stück 6,7 Gramm. Dass dem französischen Monarchen tatsächlich so viel an der Gesundheit seines Volkes lag und dass er aus reiner Nächstenliebe handelte, bezweifelt Winckelmann allerdings. Die Medizin sollte viel eher dem Heer nützen und die Soldaten gesünder und schlagkräftiger machen.

Gut hundert Jahre später gelang es französischen Forschern, aus dem Pflanzenmaterial ein hochwirksames, aber auch giftiges Alkaloid zu isolieren, das sie Emetin nannten. „Emetin hat einen antiparasitären Effekt, wodurch sich die Wirkung bei verschiedenen Magen-Darm- und Wurmerkrankungen erklärt“, sagt Winckelmann. Hoch dosiert löst ein Sirup aus der Wurzel außerdem Brechreiz aus. Wurde er direkt nach einer Vergiftung verabreicht, konnte diese Wirkung den Patienten zugutekommen, da sie einen Teil der aufgenommenen schädlichen Substanz erbrachen.

Mit der Zeit nahm die Bedeutung des Mittels für die Notfallmedizin aber ab. Professor Thomas Zilker von der Toxikologischen Abteilung der Medizinischen Klinik an der Technischen Universität München berichtet: „Den Ipekakuanha-Sirup brauchen wir heute bei Vergiftungsfällen nur noch selten.“ Er wirke nämlich nur, wenn man ihn nicht später als eine Stunde nach der Giftaufnahme verabreiche.

Globuli gegen Übelkeit


Sinnvoll erscheine der Einsatz der Brechwurzel ohnehin nur dann, wenn große Mengen und gefährliche Gifte aufgenommen wurden. Zilker: „Vereinzelt wenden wir sie noch bei Kindern an.“ Zum Glück gelange der Nachwuchs dank kindersicherer Drück-Drehverschlüsse an Medikamenten- Fläschchen und Haushaltsreinigern nur noch selten an größere Giftmengen.

Wenn uns heute in der Apotheke die Brechwurzel begegnet, dann meistens unter dem Namen Ipekakuanha: Bei Magen-Darm-Problemen, vor allem bei anhaltender Übelkeit mit Erbrechen ohne Erleichterung, schwören die Anhänger der Homöopathie noch immer auf die Wunderarznei des Sonnenkönigs.

12.07.2011
Borreliose: Infizierte Zecken trotzen Trockenheit
Zecken, die mit bakteriellen Krankheitserregern infiziert sind, scheinen besonders widerstandsfähig zu sein
Panthermedia/Herbert Riemann
Zecken bevorzugen feuchte Lebensräume. In Trockenperioden überleben aber möglicherweise mehr Holzböcke, die mit bakteriellen Krankheitserregern wie zum Beispiel Borrelien infiziert sind. Das geht aus einer Untersuchung der Universität Neuenburg (Schweiz) hervor.
Die Forscherinnen sammelten für ihre Studie 1500 Zecken und steckten sie in warme, mit unterschiedlich feuchter Luft gefüllte Behälter. Nach zwei Tagen waren in der trocken-warmen Box 70 Prozent der nicht infizierten, aber nur 50 Prozent der infizierten Zecken tot.

11.07.2011
Männer: Laptop auf dem Schoß kann Spermien schaden
Die Abwärme des Computers steigert die Hodentemperatur und das kann sich negativ auf die Fortpflanzungsfähigkeit auswirken
Thinkstock/iStockphoto
Männer mit Kinderwunsch sollten nicht mit einem Laptop auf dem Schoß arbeiten, raten Urologen der New York State Universität. Sie hatten die Hodentemperatur von 29 Männern gemessen und nach einer Stunde Computer-Arbeit einen Anstieg um 2,5 Grad registriert. Frühere Studien zeigten bereits, dass schon ein Plus von 1 Grad gegenüber der normalen Körpertemperatur den Samenzellen schaden kann.

09.07.2011
Familie: Glückliche Mutter, glückliches Kind
Die Zufriedenheit des Nachwuchses hängt deutlich mit dem Wohlbefinden der Mutter zusammen
Image Source/ RYF
Wie gut es Kindern in der Familie geht, hängt entscheidend vom Wohlbefinden der Mütter ab. Das ist das Ergebnis einer Studie der Universität Essex (Großbritannien), bei der 40.000 Haushalte über mehrere Jahre befragt wurden.
Insgesamt gaben 60 Prozent der Kinder zwischen zehn und 15 Jahren an, mit ihrer Familiensituation völlig zufrieden zu sein. Der Anteil erhöhte sich auf 73 Prozent, wenn die Mütter ihre Partnerschaft als glücklich bezeichneten, und sank auf 55 Prozent, wenn sie unzufrieden waren.

08.07.2011
Gehirn: Wo sitzt das Verlegenheitszentrum?
Das Schamgefühl scheint von einer Hirnregion hinter der Stirn beeinflusst zu sein
Thinkstock/Hemera
Welchem Teil des Gehirns ist ungeübtes Singen in der Öffentlichkeit so richtig peinlich? Dieser Frage gingen Hirnforscher der Universität von Kalifornien in San Francisco nach. Sie ließen Laien einen Pop-Klassiker singen, nahmen dies auf und spielten den Teilnehmern danach ihre Darbietung unbegleitet vor.
Währenddessen zeichneten sie bei den Sängern vegetative Reaktionen auf, die Verlegenheit ausdrücken. Diese nagte umso ausgeprägter an den Versuchspersonen, je größer bei ihnen eine bestimmte Region im Stirnhirn – das vordere Cingulum – war, wie nachfolgende Kernspintomografien zeigten. Menschen mit Erkrankungen in diesem Bereich des Gehirns verlieren daher oft ihr Schamgefühl.

07.07.2011
Sonnenschutz: Zu wenige Männer cremen sich ein
Nicht einmal zwei Drittel der deutschen Männer schmieren sich vor dem Sonnenbad grundsätzlich ein
Shotshop/LFL
Nicht einmal zwei von drei Männern in Deutschland (61 Prozent) sagen: „Wenn ich mich in die Sonne lege, schütze ich mich grundsätzlich mit Sonnenschutzmitteln.“ Bei den Frauen sind es immerhin 82 Prozent, so eine aktuelle GfK-Umfrage für die Apotheken Umschau. Durchschnittlich sank bei den Bundesbürgern im Vergleich zu 2008 die Bereitschaft, die Mittel aufzutragen, von 76 auf 72 Prozent.

06.07.2011
Chlamydien: Die verborgene Infektion
Die Ansteckung mit Chlamydien verläuft oft symptomlos. Im schlimmsten Fall droht Unfruchtbarkeit
Thinkstock/Stockbyte
Es geschieht beim ungeschützten Sex. Ein Partner steckt den anderen mit Chlamydia trachomatis an – Bakterien, die Geschlechts- und Harnorgane befallen. Das kommt so oft vor, dass die Chlamydien-Infektion heute die häufigste sexuell übertragbare Krankheit weltweit darstellt. Allein in Deutschland stecken sich Expertenschätzungen zufolge pro Jahr 300.000 Menschen an.
Zum Vergleich: Die Zahl der HIV-Neuinfektionen lag 2010 bei etwa 3000. „Aids kennt heute fast jeder. Dagegen zeigen Umfragen, dass kaum ein Jugendlicher weiß, was Chlamydien sind“, sagt die Lüneburger Ärztin Dr. Gisela Gille. Hinzu kommt, dass sich nur bei wenigen Infizierten Symptome wie ein Brennen beim Urinieren, Ausfluss oder Unterleibsbeschwerden zeigen. Zu viele bleiben ahnungslos, unbehandelt – und ansteckend.
Die Gefahr für infizierte Frauen: Je länger Chlamydien nicht behandelt werden, desto größer ist das Risiko, dass die Bakterien vom Gebärmutterhals aus in die Gebärmutter und die Eileiter wandern. „Entwickelt sich dort eine Entzündung, können die Eileiter so stark verkleben oder vernarben, dass es im schlimmsten Fall zur Unfruchtbarkeit kommt“, erklärt Privatdozent Dr. Ioannis Mylonas, Leiter der Infektiologie in der Frauenklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Zudem steige die Gefahr von Eileiterschwangerschaften, so der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Infektionen der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) weiter. Allerdings treten diese Folgen meist erst viele Jahre nach der Infektion auf.

Kostenlose Tests für junge Frauen

Der Gesetzgeber wollte vorbeugen und führte 2007 ein systematisches Testverfahren (Screening) für Frauen bis 25 Jahre ein. Einmal jährlich können diese ihren Urin auf Chlamydien untersuchen lassen, die Kosten trägt die Krankenkasse. Vielen Experten geht das nicht weit genug. Insgesamt acht Verbände – darunter die DGGG, der Berufsverband der Frauenärzte und die Ärztliche Gesellschaft zur Gesundheitsförderung der Frau, der Gisela Gille vorsitzt – fordern unter anderem, die Präventionsmaßnahme auf alle Frauen bis 34 Jahre zu erweitern.
Noch müssen über 25-Jährige den Urintest oder die Untersuchung eines Abstrichs selbst bezahlen. „Sprechen Sie vorab mit Ihrem Arzt über die Kosten“, rät Gille, „denn diese schwanken stark.“ Schwangere müssen die Kosten des Chlamydien-Tests nicht selbst tragen, da er Teil der Mutterschaftsvorsorge ist. „Die Bakterien erhöhen das Risiko einer Frühgeburt und können zudem bei der Geburt auf den Säugling übertragen werden“, erläutert Experte Mylonas. Mögliche Folgen seien Augen- und Lungenentzündungen.
Steht die Diagnose Chlamydien-Infektion fest, lässt die Erkrankung sich mit Antibiotika leicht behandeln. „Wichtig ist, dass der Partner ebenfalls die Medikamente einnimmt, sonst kommt es erneut zu einer Ansteckung“, warnt Medizinerin Gille. Außerdem können die Bakterien bei Männern eine Nebenhodenentzündung verursachen – mit Unfruchtbarkeit als einer möglichen Folge. Noch einfacher, als die Krankheit zu therapieren, ist es, ihr vorzubeugen: mit Kondomen.

05.07.2011
Darmflora: Stress verändert die Zusammensetzung
Die Vielfalt der wichtigen Darmbakterien nimmt laut einer Studie unter Stress ab und schädliche Bakterien breiten sich eher aus
Thinkstock/Polka Dot Images
Stress verändert die Zusammensetzung der Darmflora, die bei der Regulation des Immunsystems eine wichtige Rolle spielt. Das zeigt eine Studie der Ohio-State-Universität (USA). Der Untersuchung zufolge nimmt die Vielfalt der Mikroben bei Stress ab, während sich schädliche Darmbakterien wie etwa Clostridium ausbreiten.
Die Forscher gehen davon aus, dass die Veränderungen physiologische Funktionen beeinflussen und beim Menschen zum Beispiel Reizdarm und Asthma begünstigen.

04.07.2011
Asthma: Dünne Luft für Dicke
Übergewichtige Kinder entwickeln öfter Asthma, als schlanke Sprößlinge. Forscher vermuten, dass Entzündungsbotenstoffe aus dem Fettgewebe schuld sein könnten
Wenn Kinder schon früh zu viele Pfunde auf die Waage bringen, steigt ihr Risiko, an Asthma zu erkranken, fast um das Dreifache. Das haben Mediziner des Henry Ford Hospital in Detroit (USA) auf der Jahrestagung der Amerikanischen Gesellschaft für Allergologie erklärt.
Sie maßen den Body-Mass-Index von über 800 Kindern, als sie zwischen sechs und acht Jahre alt waren, und überprüften später die Asthmahäufigkeit bei den jungen Erwachsenen. Von den Männern, die als Kinder übergewichtig gewesen waren, litten fast elf Prozent an Asthma. Bei den früher Normalgewichtigen waren es nur drei Prozent.
Als Ursache vermuten die Forscher, dass das Fettgewebe Entzündungsbotenstoffe bildet, die die Atemwegserkrankung auslösen können.

02.07.2011
Äpfel: Süßer Gefäßschutz
Wer regelmäßig Äpfel isst – ob getrocknet oder frisch – kann sein LDL-Cholesterin senken
Panthermedia/Yuri Arcurs
Täglich 57 Gramm getrocknete Äpfel senken innerhalb von sechs Monaten das schädliche LDL-Cholesterin um 23 Prozent und erhöhen das „gute“ HDL-Cholesterin um 4 Prozent. Dies legt eine Studie der Florida State University (USA) mit 160 Frauen zwischen 45 und 65 Jahren nahe. Die Menge entspricht zwei bis drei frischen Äpfeln.

01.07.2011
Psyche: Spaß senkt Blutdruck
Lachen ist gut für die Gesundheit – auch für den Druck in Ihren Gefäßen!
Shotshop/Danstar/Gun
Wer regelmäßig lacht oder Musik lauscht, kann damit seinen Blutdruck senken. Diesen Schluss legt eine japanische Studie an der Universität Osaka mit 79 Teilnehmern zwischen 40 und 74 Jahren nahe. Ein Teil der Probanden sang und hörte Musik gemeinsam, aber auch zu Hause. Eine zweite Gruppe schaute sich Komödien an und wurde im Lach-Yoga angeleitet. Nach sechs Wochen hatten die Musikhörer im Durchschnitt einen um 6 mmHg niedrigeren Blutdruck. In der Lachgruppe war er 5 mm Hg niedriger.

30.06.2011
Streit: Enttäuschte Frauen
Hat sich ein Paar gestritten, leidet Sie intensiver darunter als Er
Thinkstock/BananaStock
Frauen leiden anders und intensiver unter Paarkonflikten als Männer. Das haben spanische Psychologen der Universität Granada in Unter­suchungen an 142 Studenten herausgefunden. Sie gingen mit den Teilnehmern verschiedene Streit­situationen durch. Frauen reagierten dabei insgesamt stärker mit Gefühlen wie Traurigkeit oder Enttäuschung, während die Männer eher Verlegenheit oder Schuld­gefühle zeigten. Die Art der Emotionen sei aber weit weniger unterschiedlich gewesen als ihre Intensität, resümieren die Wissenschaftler.

29.06.2011
Penicillin: Heilsamer Schimmel
Schon zur Zeit der Pharaonen setzten die Ägypter vermutlich das natürliche Antibiotikum zur Wundheilung ein
PhotoDisc/ RYF
Vor 3500 Jahren beherrschten die Ägypter nicht nur die Kunst des Mumifizierens, sie waren auch bei der Behandlung von Verletzungen ihrer Zeit weit voraus. Um Wunden zu verarzten, die sich mit Bakterien infiziert hatten, fertigten die findigen Heiler aus Gerstenbrot Breiumschläge. Das Besondere daran: Das Brot, das sie dafür verwendeten, ließen sie vorher absichtlich verschimmeln.
Auch ihre Nachbarn zwischen Nil und Rotem Meer, die Nubier, stellten antibiotisch wirksame Substanzen her. 1600 Jahre alte Knochenfunde weisen eindeutige Spuren davon auf. Vermutlich entstand der Wirkstoff beim Bierbrauen, das sie von den Ägyptern kannten. Die dafür benö­tigte Hirse bewahrten die Wüsten­bewohner in unterirdischen Vorratskammern auf. Dort wurden die ­Körner von Bakterien befallen, die ähnlich wie manche Schimmelpilzarten ein Anti­bio­tikum produzieren: das Tetracyclin.

Mit ihrem Grundnahrungsmittel Hirsebrei und einem aus dem Getreide gebrauten bierähnlichen Getränk führten die Menschen diese Substanzen ihrem Körper zu. Ob sie das Antibiotikum nur zufällig oder gezielt zu therapeutischen Zwecken einsetzten,  ist bis heute unklar.
Arabische Reitervölker behandelten einst sogar ihre Pferde vorbeugend mit Antibiotika. Die Stallburschen bewahrten die Sättel an Orten auf, wo sie leicht Schimmel ansetzten. In diesem Zustand legten sie die Sättel auf und verhinderten so teilweise, dass sich nach langen Ritten aufgescheuerte Stellen infizierten.
Auch im europäischen Kulturkreis  vertrauten die Menschen auf die geheimnisvolle Heilkraft des ­Schimmels. Seit der Antike legten Ärzte schimmelige Lappen auf Wunden, damit diese schneller heilen. Ähnlich wie die Ägypter züchteten auch sie gezielt Schimmelpilze. Dafür stellten sie spezielle Nährböden her, die vor allem aus Honig und Schafskot bestanden. Die darauf wachsenden Kulturen schabten die Heiler ab und nutzten sie zur Wundbehandlung.
Den einen oder anderen Patienten, dessen notdürftig vernähte Wunde sich infiziert hatte, mögen sie so vielleicht gerettet haben; wie vielen sie schadeten, ist offen. Worauf der Heilerfolg beruhte, konnten sie aber nicht erklären. Zur akademi­schen ­Medizin dürfe man solche Methoden nicht zählen, sagt Dr. Philipp Osten vom Institut für Geschichte und Ethik der Medizin an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. „Wir haben es mit magischen Handlungen zu tun.“
Welche besonderen Fähigkeiten der Schimmelpilz Penicillium chrysogenum besitzt, wissen wir erst seit 1928. Damals vergaß der Bakterio­loge ­Alexander Fleming vor dem Urlaub, in seinem Labor in London einige ­Kulturen mit krankheitserregenden Bakterien kühl zu lagern. Als er zurückkam, war in den Petrischalen der Bakterienrasen rings um den Schimmel verschwunden. Irgendetwas hatte die Erreger abgetötet. Weitere Unter­suchun­gen ergaben, dass die fragliche Substanz gegen viele Krankheitskeime wirkt. 1941 wagten Forscher den ers­ten Test am Menschen. Ihr Patient, ein Polizist, hatte sich beim Rasieren geschnitten. Weil sich die Wunde infizierte, kam es zu einer Blutvergiftung. Nach fünf Tagen Behandlung mit Penicillin sank das ­Fieber. Kurz darauf kehrte es aber zurück, und der Patient starb.

„Der Fall zeigt, dass ein Antibiotikum nicht abgesetzt werden darf, sobald es anschlägt“, erklärt Dr. Tim Eckmanns, Leiter des Fachgebiets Sur­­veillance am Berliner Robert-Koch-Institut. „Entscheidend für die ­Wirkung sind ­eine ausreichende Dosierung und die regelmäßige Anwendung über einen genügend langen Zeitraum.“
Die Erfolgsgeschichte des Arzneistoffs Penicillin brachte nicht wenige Ärzte dazu, das Kapitel Infektionskrankheiten für beendet zu erklären. Deutlich verfrüht, denn diese sind bis heute eine Geißel der Menschheit – und das, obwohl in der Zwischenzeit zahlreiche neue Antibiotika entdeckt wurden. Der Stoff aus dem Schimmelpilz kommt nach wie vor zum Einsatz. „Bei dafür empfindlichen Keimen“, sagt Tim Eckmanns, „ist Penicillin immer noch oft das Mittel der Wahl.“

28.06.2011
Blutarmut: Mangelhafter Speiseplan
Leiden Frauen an einer Anämie, nehmen sie häufig zuwenig Eisen, Folsäure und Vitamin B 12 mit der Nahrung auf
W&B/Jan Greune
Ältere Frauen, die unter Blutarmut  (Anämie) leiden, ernähren sich oft falsch. Im Rahmen der Frauengesundheits­studie WHI mit 90. 000 Teilnehmerinnen im Alter zwischen 50 und 79 Jahren fand Professorin Cynthia Thomson von der Universität in Tucson, Arizona (USA), ­heraus, dass vor allem Eisen, Vitamin B12 und Folsäure in der ­Ernährung fehlten. Gemüse wie Spinat, Spargel oder Sauerkraut, Vollkorn- und Milch­produkte, Hülsenfrüchte sowie hin und wieder rotes Fleisch liefern diese Mineralstoffe und Vitamine.

27.06.2011
Melisse: Aromatische Einschlafhilfe
Melissenblätter wirken krampflösend und beruhigen
W&B/Martin Ley
Die Melisse (Melissa officinalis) hat in der Volksmedizin bereits seit dem frühen Mittelalter ihren festen Platz. Ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeergebiet und Westasien stammend, wächst sie heute auch in West- und Osteuropa. Die leicht nach Zitrone duftenden Blätter der Pflanze enthalten ätherische Öle, Rosmarinsäure, Gerb- und Bitterstoffe sowie Flavonoide.
Wegen der ihr nachgesagten krampflösenden, verdauungsfördernden und be­ruhigen­den Wirkung verwenden viele Menschen die Heilpflanze bei Erkältungskrankheiten, Magen- und Darmproblemen, innerer Unruhe und nervös bedingten Einschlafstörungen. Eltern setzen die Blätter gern ein, wenn ihre Kinder beispielsweise über Bauchweh oder allgemeine Unruhe ­klagen. Nicht zuletzt findet die Melisse als Küchenkraut Verwendung und macht Speisen leichter verdaulich.

25.06.2011
Bewegung: Fit mit Hund
Wer einen Hund besitzt, ist sportlich aktiv – nicht nur durch Gassigehen
Thinkstock/Comstock
Hundebesitzer gehen nicht nur öfter spazieren, sie treiben auch mehr Freizeitsport. Das stellten Forscher der Michigan State University in East Lansing (USA) fest. Für die Studie befragten die Wissenschaftler knapp 6000 Nord­amerikaner, von denen sich zwei Drittel mehr als die empfohlenen 150 Minuten pro Woche bewegten.
Dass Vierbeiner das Wohlbefinden und die Sozialkontakte der Menschen fördern, zeigten bereits frühere Untersuchungen. Nun aber hat die Gruppe um Professor Mathew Reeves nachgewiesen, dass viele Hundehalter neben dem Gassigehen auch anderen Bewegungsarten mit Erholungseffekt mehr Platz einräumen, etwa Tanzen oder Gartenarbeit.

18.06.2011
Sport: Vor allem draußen macht er glücklich
Bewegung im Freien ist besonders gesund und sorgt für gute Laune
Thinkstock/Pixland
Anspannung, Ärger oder einem Stimmungstief kann man davonlaufen, zeigen verschiedene Studien. Dass vor allem Sport im Freien den Geist erfrischt, wiesen Wissenschaftler der englischen Universität Exeter nach, die elf Studien mit rund 800 Teilnehmern verglichen. Joggten oder walkten die Personen draußen, waren die positiven Wirkungen deutlicher als bei einem vergleichbaren Ausdauertraining im Fitnessstudio.

17.06.2011
Kinder: Gesundes Essen stärkt das Köpfchen
Kinder die viel naschen haben einen im Schnitt niedrigeren Intelligenzquotienten als Altersgenossen, die sich gesund ernähren
Shotshop/Monkey Business
Die Ernährung im Kleinkindalter steht in Beziehung zu dem späteren Intelligenzquotienten. Das zeigt eine in dem Fachmagazin Journal of Epidemiology and Community Health veröffentlichte Studie, die auf Daten von 14.000 Kindern basiert.
Die Analyse der Ernährungsgewohnheiten ergab, dass Dreijährige, die häufig fett- und zuckerreiche Kost verzehrten, im Alter von achteinhalb Jahren einen niedrigeren Intelligenzquotienten hatten als ihre Altersgenossen, die viel Salat, Reis, Fisch und Früchte aßen.

16.06.2011
Cremes & Co.: So halten Kosmetika länger
Hier finden Sie ein paar Tipps, wie Sie von Ihren Cremes länger etwas haben
Jupiter Images/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY
Lagern Sie Hautpflege- und Schminkprodukte möglichst kühl, trocken und dunkel – vor allem solche, die ohnehin nur eine kurze Mindesthaltbarkeit haben. Verschließen Sie die Produkte nach jeder Anwendung sorgfältig. Vermischen und verdünnen Sie Kosmetika nicht.
Benutzen Sie Cremes nicht mit ungewaschenen Händen. Besser einen sauberen Spatel verwenden. Halten Sie alles sauber, was mit den Kosmetika in Berührung kommt – also auch Pinsel. Nachfüllsysteme sollten Sie vor dem Wiederverwenden gründlich reinigen und trocknen lassen.

15.06.2011
Gerstenkorn: Unangenehmes Knötchen am Auge
Die lästige Entzündung lässt sich in den meisten Fällen leicht behandeln
W&B/PhotoDisc/RYF
Das Augenlid schmerzt, spannt und juckt unangenehm. Die Betroffenen möchten ständig hinfassen, um zu überprüfen, ob sich das kleine Knötchen mit dem eitrigen Punkt in der Mitte weiter verdickt. „Finger weg, denn die sind nicht steril und bringen noch mehr Bakterien in das Auge“, warnt der Augenarzt Dr. Georg Eckert aus Senden im Allgäu.

Meist bildet sich das eitrige Gerstenkorn, eine druckempfindliche Entzündung der Drüsen am Augenlid, weil Keime wie Staphylokokken in diesen Bereich eingedrungen sind. „Bei fast allen Patienten tritt das Gerstenkorn zufällig auf, häufiger in den äußeren Drüsen nahe der Lidkante, also den Moll- und Zeis-Drüsen, seltener in den inneren, den Meibom-Drüsen“, erläutert Professor Klaus Riedel, Leiter der Augenklinik Herzog Carl Theodor in München. Wer unter einer schlechten Immunabwehr leidet, den treffe das Problem eher, ebenso Menschen mit Diabetes.

Tropfen und Salben helfen

Nicht selten platzt das angeschwollene volle Gerstenkorn, medizinisch Hordeolum genannt, nach ein paar Tagen auf, und der Eiter entleert sich nach außen. „Dann bildet sich die Entzündung zurück und heilt ab“, erläutert Augenarzt Riedel. Eine spezielle Therapie ist deshalb oft nicht erforderlich. Bleibt das Knötchen verschlossen, können antibiotikahaltige Tropfen und Salben verhindern, dass sich Bakterien ausbreiten und dadurch die Infektion verschlimmern.

„Auch die mehrmalige Bestrahlung mit Rotlicht beschleunigt den Heilungsprozess“, sagt Eckert. Manchmal ritzt der Augenarzt die geschlossene Schwellung an und lässt den Eiter abfließen. „Da das mit einem sterilen Instrument gemacht werden muss, sollte den Eingriff immer nur ein Arzt durchführen“, betont Riedel.

Damit das Gerstenkorn gut abheilt, sollte sich der Erkrankte häufiges Händewaschen angewöhnen. In Familien gilt es auch, strikt darauf zu achten, dass jeder ein eigenes Handtuch benutzt. Wer Kontaktlinsen trägt, steigt in der Entzündungsphase besser auf die Brille um.

Schmerzloses Hagelkorn

Ähnlich wie ein Gerstenkorn kann sich auch ein Hagelkorn – der Arzt nennt es Chalazion – am Augenlid bilden. Das passiert, wenn der in den Meibom-Drüsen gebildete Talg nicht abfließen kann. Aufgrund des Staus kommt es zu einer chronischen Entzündung. Da sich der Körper dagegen zur Wehr setzt, umhüllt er den Herd allmählich mit Bindegewebe und bildet eine Kapsel.

Im Gegensatz zum Gerstenkorn handelt es sich beim Hagelkorn nicht um eine bakterielle Entzündung. Zudem verursacht ein solches Knötchen meist keine Schmerzen. Das bereits verkapselte Gewebe kann der Arzt mit einem kleinen ambulanten Eingriff unter örtlicher Betäubung rasch entfernen.

14.06.2011
Altern: Vorsichtige leben länger
Gesund bis ins hohe Alter: Auch eine Frage der Einstellung
Thinkstock/PhotosCom
Es sind nicht die sonnigsten Gemüter, denen ein besonders langes Leben beschieden ist. Diesen Schluss ziehen Wissenschaftler der Universität von Kalifornien in Riverside (USA) aus einer großen Langzeitstudie. Die Psychologen untersuchten Persönlichkeitsmerkmale und Schicksale von Menschen, die erstmals als Zehnjährige für eine Begabten-Studie erfasst worden waren.
Dabei zeigte sich, dass von den 1911 geborenen Teilnehmern die vorsichtigsten und hartnäckigsten am gesündesten und am längsten lebten. Auch berufliches Engagement schenkt Jahre.

13.06.2011
Kaffee: Wohlgeschmack und Schutzwirkung
Der gemäßigte Genuss des koffeinhaltigen Getränks kann das Schlaganfallrisiko senken
Jupiter Images GmbH/Goodshot
Mindestens eine Tasse Kaffee am Tag senkt das Schlaganfallrisiko. Darauf deutet eine schwedische Studie hin, an der mehr als 34.000 Frauen im Alter zwischen 49 und 83 Jahren über zehn Jahre teilnahmen. In diesem Zeitraum erlitten 1680 von ihnen einen Schlaganfall.
Es zeigte sich, dass bei den Frauen, die mindestens eine Tasse Kaffee am Tag tranken, das Risiko für die Erkrankung um 22 bis 25 Prozent geringer war als bei denen, die das aromatische Getränk nie oder selten genossen.

11.06.2011
Übergewicht: Autounfall für Dicke gefährlicher
Menschen mit deutlichem Übergewicht haben bei schweren Autounfällen ein erhöhtes Streberisiko
Thinkstock/Digital Vision
Fettleibige haben bei schweren Autounfällen ein erhöhtes Sterberisiko. Das ergab eine Studie der Buffalo School of Medicine (USA), für die Wissenschaftler die Daten von mehr als 155.000 Verkehrstoten ausgewertet hatten. Ein Body-Mass-Index (BMI) von über 35 steigerte die Todesrate um 21 Prozent, ein BMI von über 40 gar um 56 Prozent. Bei leichtem Übergewicht (BMI von 25 bis 29) hingegen, so der Studienleiter Dr. Dietrich Jehle, diene der Bauch eher als Schutzpolster.

10.06.2011
Psychologie: Disziplin macht ärgerlich
Kontrolliertes Verhalten kann negative Emotionen schüren
Thinkstock/Hemera
Selbstbeherrschung gilt als Tugend, doch kontrolliertes Verhalten schürt auch negative Emotionen, wie Wissenschaftler der Northwestern University in Chicago (USA) in verschiedenen Experimenten zeigen konnten.
So boten sie etwa Versuchspersonen einen Imbiss an und ließen sie dabei zwischen Obst und Schokolade wählen. Jene, die sich die Süßigkeit verkniffen, hatten ein höheres Aggressionspotenzial, sie schauten sich beispielsweise lieber Filme mit gewalttätigen Inhalten an. Weitere ähnliche Versuche untermauerten den Zusammenhang.

09.06.2011
Speiseeis: Unterschiede im Zucker- und Fettgehalt
Sorbets haben oft weniger Kalorien als Sahneeiskugeln
Thinkstock/Stockbyte
Fast acht Liter Speiseeis genießt jeder Bundesbürger pro Jahr. Die Verbraucher Initiative, eine Organisation kritischer Konsumenten, rät, beim Kauf der kalten Schleckereien einen kühlen Kopf zu bewahren, denn die Sorten unterscheiden sich deutlich beim Zucker- und Fettanteil. Der Aufdruck der Eisverpackungen verrät den Kaloriengehalt.
Wer auf Figur und Gesundheit achten will oder muss, sollte an der Eistheke Sorbets den Vorzug vor üppigem Sahneeis geben, auf Schokoladenüberzüge, Krokantstreusel und Sahne verzichten und sich auf zwei Kugeln beschränken.

08.06.2011
Opium: Arznei und Droge
Aus der Kultur- und Rauschpflanze wird Morphin gewonnen. Der Stoff ist heute aus der Schmerztherapie nicht mehr wegzudenken
Thinkstock/iStockphoto
König Mithridates VI. von Pontos, einer Region am Schwarzen Meer, entwickelte im ersten Jahrhundert vor Christus ein opiumhaltiges Heilmittel, das er Theriak nannte. „Die Arznei konnte neben Opium und Schlangenfleisch auch Würzkräuter, Wurzeln, Honig und Wein enthalten – bis zu 400 Zutaten.

Ursprünglich wurde sie bei verschiedenen Giften als Gegenmittel eingesetzt“, sagt Dr. Ursula Barthlen, Apothekerin aus Dußlingen. Rund hundert Jahre später verlangte der römische Kaiser Hadrian von seinem Leibarzt wegen Liebeskummers eine tödliche Dosis Opium. Doch der Mediziner fühlte sich an den Eid des Hippokrates gebunden, Arzneien nie zum Schaden eines Menschen anzuwenden, und beging Selbstmord.
Fluch und Segen: Die Inhaltsstoffe des Schlafmohns befreien Schmerzpatienten von ihren Qualen und sind zugleich todbringendes Gift. „Schon die Menschen in der Steinzeit bedienten sich des Mohnsamens, um Schmerzen erträglicher zu machen“, erzählt Annette Schiffner, Leiterin des Brandenburgischen Apothekenmuseums. „Und noch im 19. Jahrhundert verabreichten Eltern ihren Kindern gemahlenen Mohn, um sie zum Schlafen zu bringen.“

Auslöser für zwei Kriege

Der Missbrauch der Pflanze ist seit dem 16. Jahrhundert bekannt. Besonders die Chinesen frönten dem Laster des Opiumrauchens. Den Stoff lieferten die Briten aus Bengalen (heute Ostindien und Bangladesch) ins Reich der Mitte.
Als China im 19. Jahrhundert den Handel mit der Droge verbot, stand das den wirtschaftlichen Interessen der Briten entgegen. Dieser Konflikt löste die Opiumkriege (1839 bis 1842 und 1856 bis 1860) aus, die mit Niederlagen Chinas endeten.

Um Rohopium zu gewinnen, ritzen die Bauern die unreifen Samenkapseln des Schlafmohns an und ernten den ausgetretenen Milchsaft, sobald er bräunlich wird. Daraus gibt es in der Apotheke gegen Vorlage eines Betäubungsmittelrezepts eine Tinktur, früher als Laudanum bekannt. „Heute wird sie nur noch selten bei schwerem Durchfall verschrieben“, sagt Barthlen.

1804 gelang es dem 21-jährigen Apothekergehilfen Friedrich Wilhelm Sertürner, aus dem Mohnsaft das „betäubende Prinzip“ zu gewinnen. Den Stoff nannte er Morphium – nach Morpheus, dem griechischen Gott der Träume. Mit seiner Entdeckung, aus einer Pflanze einen einzelnen Wirkstoff zu isolieren, löste Sertürner in der Wissenschaft eine Revolution aus.

Die bald darauf einsetzende Gewinnung von Arzneistoffen aus Pflanzen in großem Stil war die Geburtsstunde der Pharmaindustrie. Neben Morphin, wie der Wirkstoff heute heißt, enthält Mohn hochwirksame Bestandteile, etwa Codein gegen Hustenreiz. Nachteile des Morphins sind die schweren Nebenwirkungen und die Suchtgefahr. Am Vorbild seiner chemischen Struktur wollten Pharmazeuten weniger gefährliche Arzneistoffe entwickeln.

Strenge Kontrolle

Besonders die Abhängigkeitsgefahr war von jeher ein Problem. Anfang des 20. Jahrhunderts zwang immenser Missbrauch die Regierungen zum Handeln. „Infolge des internationalen Opiumabkommens von 1912 wurde zwölf Jahre später innerhalb des deutschen Reichsgesundheitsamts eine Opiumabteilung geschaffen. 1952 entwickelte sich daraus die Bundesopiumstelle, heute Teil des Bundesinstituts für Arznei mittel und Medizinprodukte“, erklärt Maik Pommer vom BfArM.

Das Amt überwacht sämtliche Verordnungen von Betäubungsmitteln. Das umständliche Prozedere mit dem dreiteiligen Rezept – jeweils ein Beleg für den Arzt, den Apotheker und die Krankenkasse beziehungsweise den Privatpatienten – hat durchaus seinen Sinn, wie Pommer erläutert: „Wir wollen eine gezielte Versorgung ermöglichen, aber zu gleich eine gefährliche Überversorgung und die missbräuchliche Anwendung verhindern.“

07.06.2011
Fortpflanzung: Natürliche Spermienkontrolle
Ein natürlicher Kontrollfaktor in der männlichen Erbsubstanz sorgt dafür, dass beschädigte Spermien schnell absterben
Panthermedia/Martin Kreutz
Männer bilden in jeder Sekunde etwa 1000 Spermien. Wie bei dieser Massenproduktion von Erbgut Fehler vermieden werden, haben Mediziner der Universität Göttingen herausgefunden. Bei der Vorform der Spermien, den Spermatogonien, sorgt ein Kontrollfaktor in der Erbsubstanz DNA dafür, dass Zellen schon bei geringen Schäden absterben.
Auf diesem Weg, erklären die Forscher in dem Fachblatt PNAS, wird verhindert, dass beschädigte Erbanlagen weitergegeben werden. Die Qualitätskontrolle schützt vermutlich auch vor Hodenkrebs.

06.06.2011
Karriere: Glückliche finden eher einen Arbeitsplatz
Glückliche Menschen finden leichter einen guten Arbeitsplatz
Thinkstock/Stockbyte
Geld macht nicht glücklich, aber Glücklichen geht es oft finanziell besser. Diesen Zusammenhang haben Forscher des Max-Planck-Instituts für Ökonomik in Jena in einer Langzeitstudie über 15 Jahre aufgedeckt und in dem Journal of Economic Behavior & Organization beschrieben.
Demnach fanden zufriedene Menschen zum Beispiel leichter eine gute Stelle, in der Folge stieg ihr Einkommen. Zugleich hingen Glücksgefühle bei den Studienteilnehmern positiv mit deren Gesundheit zusammen. Stieg ihr Wohlstand aber über ein bestimmtes Maß, sank die Lebenszufriedenheit wieder. Die Menschen gewöhnen sich schnell an erfreuliche Umstände und verlangen nach mehr, folgern die Wissenschaftler.

04.06.2011
Psyche: Unbewusste Handy-Botschaften
Mit wem Sie gerne telefonieren oder nicht, hängt womöglich von der eingetippten Tastenfolge ab
Jupiter Images GmbH/Goodshot
Rufen Sie manche Menschen ungern an? Vielleicht liegt es ja nur an der Telefonnummer. Psychologen der Universität Würzburg stellten in einer Studie fest, dass Anrufer beim Tippen der Zahlen auf dem Handy zugleich unbewusst die Buchstaben für das Simsen (Kurzform für das Senden einer SMS) wahrnehmen. Für ihr Experiment nutzten die Wissenschaftler Geräte ohne Buchstaben. Ergab die Zahlen­folge gleichzeitig den unsichtbaren SMS-Text „Liebe“, fühlten sich die Teilnehmer wohler, als wenn die Tastenfolge „Leiche“ ergab.

03.06.2011
Ernährung: Verlängern Ballaststoffe das Leben?
Wer reichlich Ballaststoffe isst, senkt sein Risiko für verschiedene Krankheiten
W&B/Brigitte Sporrer
Eine Studie der National Institutes of Health in Washington, D.C. (USA), über neun Jahre mit Daten von knapp 390. 000 Personen ergab: Nahmen männliche Teilnehmer reichlich Ballaststoffe aus Getreide zu sich, hatten sie ein um 24 bis 56 Prozent geringeres Risiko, an einem Herz-Kreislauf-Leiden, einer Infektion oder Atemwegs­erkrankung zu sterben. Bei Frauen sank das Risiko um bis zu 59 Prozent.

02.06.2011
Fast-Food: Unvorteilhafte Nervennahrung
Ungesunde Fette können sich nicht nur auf der Waage bemerkbar machen, sondern auch aufs Gemüt schlagen
StockDisc/ RYF
Der übermäßige Verzehr „ungesunder“ Fette schlägt nicht nur auf die Hüften, sondern auch auf das Gemüt. Dies folgern Hirnforscher aus Südfrankreich und Spanien aus Untersuchungen an Mäusen. Sie gaben den Nagern fettreiches Futter, dem es an günstigen Fettsäuren wie Omega-3 mangelte. Dadurch trat bei den Tieren eine Fehlfunktion bestimmter Nervenverbindungen auf, welche die Stimmung und Motivation regulieren. Die so ernährten Mäuse waren ängstlicher und weniger aktiv als ihre Artgenossen.

01.06.2011
Arzneimittel: Wahlmöglichkeit für Patienten teuer
Patienten können seit Kurzem freier zwischen Arzneien mit gleichem Wirkstoff wählen. Das kann teuer werden
Creatas/ RYF
Es hört sich gut an, was die Bundesregierung in ihrem Koalitionsvertrag formuliert hatte: Man wolle die individuellen Wahlmöglichkeiten der Krankenversicherten erweitern, etwa bei der Entscheidung zwischen verschiedenen Medikamenten. Dabei sollten die Patientinnen und Patienten jedoch nicht überfordert werden. Freiheiten ohne Nachteile, so das Versprechen.
Wenige Monate nachdem die Regierung diese Vorgabe in das Arzneimittel­­marktneuordnungsgesetz (AMNOG) gegossen hatte, ziehen die Beteiligten ein eher enttäuschendes Fazit. Zwar sind die Wahlmöglichkeiten tatsächlich gestiegen. Doch anders als angekün­digt, fühlen sich jene Patienten, die ihre Freiheiten genutzt haben, durchaus überfordert. Das betrifft sowohl das Verstehen der zugehörigen Regeln als auch die finanzielle Eigenleistung.
Ebenfalls negativ fällt die Bilanz bei Krankenkassen und Apothekern aus. „Gut gemeint, aber schlecht gemacht“, so fasst es beispielsweise Kirsten Müller-Kuhl zusammen, die Sprecherin des Hessischen Apothekerverbands. Um die Ausgaben der Krankenkassen für Medikamente zu senken, hatten die verschiedenen Bundesregierungen in den vergangenen Jahren einige Refor­­men umgesetzt, die zugleich die Wahlfreiheit von Ärzten, Patien­ten und Apothekern begrenzten.

So müssen die Apotheker ihren Kunden eines der drei preiswertesten Medikamente mit demselben Wirkstoff geben, wenn der Arzt auf dem Rezept einen Austausch erlaubt. Zudem dürfen Kassen Rabattverträge mit Herstellern abschließen – mit der Folge, dass Patien­ten unter wirkstoffgleichen Präparaten oft nur noch das eines oder mehrerer bestimmter Hersteller erhalten.
Diese Vorgaben hatten viele Patien­ten, die teils mehrfach auf neue Präparate umstellen mussten, verunsichert. Entsprechend stärker war die Beratung durch Apotheker gefordert. Die Gesetzesänderung zum Jahreswechsel sollte deshalb jenen Menschen entgegenkommen, die lieber bei ihrem gewohnten Medikament bleiben wollen. Zielrichtung: Die Patienten können sich für ihre „Wunscharznei“ entscheiden, wenn sie die Mehrkosten gegenüber einem wirkstoffgleichen, aber preisgünstigeren Präparat selbst tragen, das ihnen der Apotheker nach Vorschrift eigentlich geben müsste.
Die Krankenkassen lehn­­ten diese Möglichkeit von vorn­herein ab. Sie befürch­­ten eine „Unterhöhlung“ ihrer Rabattverträge. Für den Patienten birgt das Verfahren große Unsicherheiten: Er muss zunächst den vollen Preis für die Wahlarznei bezahlen und anschließend versuchen, einen Teil der Kosten von der Kasse zurück­zuholen. Denn der Begriff „Kosten­erstat­tung“, den Politiker diesem Vorgehen verpassten, ist eine Mo­gel­packung. Korrekt wäre „Teilkos­­ten­­er­stat­­tung“ – häufig bekommen die Patien­ten nicht einmal die Hälfte des Arzneipreises zurück. „Wenn wir den Kunden diese Unsicherheiten erklärt haben, machen die meis­ten ­wieder einen Rückzieher“, erzählt Fritz ­Becker, Apotheker in Pforzheim und Vorsitzender des Deutschen Apo­the­ker­­­ver­­bands.

Das erklärt, warum die Patienten von ihrer Wahlfreiheit kaum Gebrauch machten. Gerade einmal 300 Erstattungsanträge gingen etwa bei der Techniker Krankenkasse mit ihren 7,6 Millionen Mitgliedern bis Ende Februar ein, 600 waren es bei den 6 Millionen Ver­sicherten der Deutschen Angestellten-Krankenkasse, berichten Unternehmenssprecher. Auch die AOK spricht von einer „fast mikroskopisch kleinen“ Nachfrage. Unter den größeren Krankenkassen verzeichnete lediglich die Barmer GEK einen hö­­heren Andrang.
Zu der Pleite trug auch das allgemeine Informations-Chaos rund um die „Mehrkostenregelung“ bei. Weil das Gesetz erst zwei Wochen vor Jahresende in Kraft trat, haben viele Kassen bis heute nicht geregelt, wie hoch die Erstattung ausfällt. Bei anderen genehmigte das Bundesversicherungsamt Satzungsänderungen nicht, die der Verwaltungsrat beschlossen hatte. Daher behalfen sich die meisten Ver­siche­rungen zunächst mit Übergangsregelungen.
Diese fielen jedoch sehr unterschiedlich aus. Denn die Krankenkassen wollen nicht verraten, wie hoch die mit den Herstellern ausgehandelten Rabatte sind – aus Wettbewerbsgründen, wie sie argumen­tieren.
Die Apotheker haben in dieser Situation keine Chance, den Patienten zu mehr Durchblick zu verhelfen. Nicht nur, dass sie die Rabatte nicht kennen. Sie können auch unmöglich die unterschiedlichen Modalitäten der fast 150 Krankenkassen überblicken, von denen einige die Regeln bereits wieder ändern. Die Kassen erstatten dem Patienten üblicherweise eine Pauschale zurück, die unterschiedlich hoch ausfällt und noch dazu gestaffelt sein kann. Meist verlangen sie darüber hinaus eine Verwal­tungs­gebühr sowie, falls das Medikament unter diese Kategorie fällt, die gesetzliche Zuzahlung.
Immerhin müssen die Patienten seit April nicht mehr für Hersteller-, Großhandels- und Apothekenrabatte geradestehen, die ihnen beispielsweise die AOK Baden-Württemberg berechnet hatte. Dennoch stochern sie im Nebel. Und oft deckt die Erstattung der Krankenkasse nicht einmal die Hälfte des Betrags, den sie für ihr Wahlmedikament bezahlt haben.

„Wir sprechen das Thema nicht von uns aus an“, betont Fritz Becker, „und wenn ein Kunde danach fragt, klären wir ihn ehrlich auf. Dann hat sich die Sache meist erledigt.“ Becker ist zwar grundsätzlich dafür, dass Patienten gegen Aufpreis ein anderes Medikament wählen dürfen – aber nur, wenn es möglich ist, diesen gleich in der Apo­the­ke zu bezahlen. Dann würden sie die Mehrkosten kennen und informiert ihre Entscheidung treffen. „So wie die Sache jetzt abgewickelt wird, können wir jedoch keinem zuraten“, sagt Becker, „denn damit würden wir vielen einen Bärendienst erweisen.“

31.05.2011
Zink: Schneller ausgeschnupft
Eine Erkältung verläuft milder, wenn Schnupfennasen währenddessen Zink einnehmen – so das Ergebnis einer Studie
W&B/Shotshop
Wissenschaftler im indischen Chandigarh werteten Studien mit insgesamt mehr als 1360 Teilnehmern aus, die bei einer Erkältung entweder Zinkpräparate oder Scheinmedikamente (Placebos) erhalten hatten. Die Daten zeigen, dass Zinkprodukte die Dauer einer Erkältung verkürzen können und dass die Beschwerden weniger heftig ausfallen. Allerdings ist noch nicht geklärt, wie hoch die optimale Dosis sein sollte.

30.05.2011
Depression: Gemeinsam die Seele heilen
Gruppentherapie kann Depressionen lindern
Thinkstock/Digital Vision
Gruppentherapie bereichert die Behandlung von Depressionen und weist ebenso gute Erfolge auf wie etablierte Psychotherapieverfahren. Das haben Psychiater aus Ann Arbor im US-Bundesstaat Michigan aus mehreren Studien heraus­gearbeitet. Gruppensitzungen sind in der Regel bei Suchterkrankungen ein geeignetes Mittel, um den Betroffenen soziale Alternativen zu ­bieten.
Doch auch Depressive profitieren von dem Prinzip, wie die Wissenschaftler ermittelten: Die gemeinsame Aussprache mindere Stress, durchbreche die Isolation und biete neue Handlungs­modelle. Dadurch könne die Gruppensitzung übliche Therapien unterstützen.

28.05.2011
Kalium: Mineralischer Hirnschutz
Forscher behaupten: Wer viel Kalium mit der Nahrung zu sich nimmt, senkt vermutlich sein Schlaganfallrisiko. Bananen enthalten reichlich des Mineralstoffes
W&B/Brigitte Sporrer
Wer sich kaliumreich ernährt, könnte sein Schlaganfall-Risiko deutlich verringern. Zu diesem Schluss kommen Forscher der Universität Neapel nach der Auswertung mehrerer wissenschaftlicher Studien. Bananen, Spinat, Brokkoli und alle Vollkornprodukte enthalten den Mineralstoff Kalium. Für Patienten, die an Nierenschwäche leiden oder Medikamente einnehmen, die die Kaliumausscheidung hemmen, gilt die Empfehlung nicht.

27.05.2011
Sennes: Goldgelber Darmhelfer
Inhaltsstoffe des Heilkrauts wirken abführend und lindern daher Verstopfung. Aber Vorsicht: nur kurzzeitig anwenden! Sennes­extrakte sind außerdem nicht für Jeden geeignet
Panthermedia/Evelin Kasper
Noch im Mittelalter galten die Sennesgewächse zunächst als Heilmittel etwa bei Magenproblemen und Augenleiden. Erst später entdeckten die Menschen die abführende Wirkung der Blätter und Früchte. Genutzt werden bis heute zwei eng verwandte Arten: die Alexandriner-Senna (Cassa acutifolia) aus Nord­afrika und dem Nilgebiet sowie die Tinnevelly-Senna (Cassia angusti­­folia) aus Südindien.
Ihre Inhaltsstoffe, vor allem Dianthronglykosid, wirken nur dort, wo das Problem besteht – im Dickdarm. Das Mittel erhöht das Stuhlvolumen und regt die Darmbewegungen an. Die Früchte gelten als leichter verträglich als die Blätter. Sennes­extrakte sollten Sie aber nur kurzfris­tig anwenden. Schwangere und Patienten mit akut entzündlicher Darmerkrankung oder Darmverschluss sowie Kinder unter zwölf dürfen das Mittel nicht nehmen.

26.05.2011
Medikamente: Richtig spritzen
Müssen Sie sich ein Arzneimittel vorübergehend selbst spritzen, dann lassen Sie sich vorher unbedingt erklären, wie Sie vorgehen sollten
W&B/Schneider & Sporrer
Patienten, die sich ein Medikament vorübergehend selbst injizieren müssen, sollten sich in ihrer Apotheke die richtige Technik erklären lassen, rät die Arzneimittel­kommission der Deutschen Apotheker. Wer etwa die Lösung rechtzeitig aus dem Kühlschrank nimmt, sie langsam spritzt und die Kanüle nach jedem Piks austauscht, könne die Schmerzen verringern. Auch die Hygiene spielt bei der Selbstinjektion eine wichtige Rolle.

25.05.2011
Urlaub: Das gehört in die Reiseapotheke
Gut gerüstet? Hilfreiche Mittel gegen typische Reise-Beschwerden
PhotoDisc/RYF
Augenprobleme: Tropfen mit Tränenersatz­flüssigkeit gegen trockene ­Augen, portionsweise ­­abgepackt.

Erkältung: Mittel gegen Husten, Schnupfen und Halsschmerzen.
Fieber, Schmerzen: Präparate mit Paracetamol, Ibuprofen, Acetylsalicylsäure (nicht bei Dengue-Fieber). Lassen Sie sich vom Apotheker beraten, der auch mögliche Wechselwirkungen mit Ihren Medikamenten berücksichtigt.

Insektenstiche: Repellents mit guter Schutzwirkung verwenden. Kleidung tragen, die möglichst viel Haut bedeckt. Nachts ein Moskitonetz aufhängen und dieses eventuell mit Mückenschutzmittel imprägnieren. Gegen juckende Hautreaktionen: antiallergische Cremes.

Magen-Darm-Probleme: Mittel gegen akuten Durchfall. Lassen Sie sich zu geeigneten Präparaten für die Reise in Ihrer Apotheke beraten.

Verstopfung: Zeitverschiebung, keine Toilette in der Nähe – zu Verdauungsproblemen kommt es im Urlaub leicht. Abführmittel sollten Sie allerdings nur kurzfristig einnehmen.
Magenprobleme: Präparate gegen Übersäuerung; Mittel gegen Völlegefühl sowie Magenkrämpfe.

Verletzungen: Erste-Hilfe-Set, das Desinfektionsmittel, Schere, Pinzette, Pflasterstrips, Blasenpflaster, sterile Kompresse, Mullbinde, Heftpflaster, Brand- und Wundgel, Einweghandschuhe enthält. Aktivurlauber brauchen eine Aludecke gegen Auskühlung.

Reisekrankheit: Synthetische Mittel gegen Reiseübelkeit (nicht für alle Patienten geeignet, beraten lassen!) oder Ingwer-­Prä­pa­rate; Akupressurband für das Handgelenk. Tipp für Schiffsreisende: Je näher die Kajüte zur Mitte des Schiffs liegt, umso geringer ist dessen Bewegung auf See.

24.05.2011
Asthma: Keime verschlimmern Anfall
Bei Menschen, die unter der Atemwegskrankheit leiden, finden sich vermehrt Bakterien in den Bronchien
Thinkstock/Stockbyte
Bakterien in den Atem­wegen können Asthma-Erkrankungen verstärken. Zu diesem Schluss kommt eine Studie im Journal of Allergy and Clinical Immunology. Besonders bei Asthmatikern würden mehr Bakterien verschiedener Stämme den Bronchialtrakt besiedeln, erklären die Autoren. Sie sehen einen Zusammenhang zwischen der Schwere der Asthma-Anfälle und der Art der Bakterien in den Bronchien.

23.05.2011
Sport: Männer schwitzen schneller
Forscher haben eine Erklärung gefunden, warum bei Männern die körpereigene Kühlung rascher anspringt als bei Frauen
Thinkstock/Stockbyte
Während Frauen beim Sport oder in der Sauna etwas Zeit brauchen, bis der Schweiß rinnt, setzt die körpereigene Kühlung bei Männern deutlich schneller ein. Wissenschaftler der Universität Osaka in Japan erklären den Unterschied damit, dass der Wasseranteil des männlichen Körpers höher sei als der des weiblichen.

21.05.2011
Schlaganfall: Schnell wieder auf die Beine
Wer einen Hirnschlag erlitten hat, sollte sehr schnell mit der Physiotherapie beginnen
Panthermedia/James Steidl
Nach einem Schlaganfall sollten Betroffene möglichst bald wieder aufstehen, am besten schon innerhalb von 24 Stunden, wie australische Mediziner in der Fachzeitschrift Stroke empfehlen. Sie stellten fest, dass Patienten, die schon kurze Zeit nach dem Infarkt intensiv übten, schneller Fortschritte machten und nach dem Klinik­aufenthalt weniger Rehabili­tations­the­rapie benötig­ten. Auch auf längere Sicht ­profitierten sie von der frühen Mobilisation.

20.05.2011
Kinder: Glück auf lange Sicht
Auch wenn die Kleinen erstmal anstrengen: Später sind Menschen mit Nachwuchs glücklicher als Kinderlose
Digital Vision/RYF
Kinder machen ihre Eltern glücklich – aber offenbar erst mit den Jahren. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung in Rostock haben herausgefunden, dass die Lebenszufriedenheit bei jungen Eltern mit jedem Kind anfangs sinkt. Erst im mittleren Lebensalter fühlen sich Eltern glücklicher als Kinderlose. Die Forscher schlussfolgern, dies sei auf die Einschränkungen ­zurückzuführen, die junge Eltern zunächst erfahren. So erkläre sich der Widerspruch, dass Kinder allgemein als Glücksfaktor angesehen werden, dies wissenschaftlich bisher aber kaum zu belegen war.

19.05.2011
Lauchgemüse: Scharfe Knochenstärker
Zwiebeln, Knoblauch und Lauch enthalten spezielle Substanzen, die wohl vor einer Arthrose schützen können
Jupiter Images GmbH/Comstock Images
Wer regelmäßig Zwiebeln, Knoblauch und Lauch isst, kann sein Risiko für Hüftarthrose senken. Das legt eine Studie von Wissenschaftlern am King’s College in London nahe. Sie analysierten Ernährungsgewohnheiten und Röntgenbilder von mehr als 1000 weiblichen Zwillingen im Durchschnittsalter von 59 Jahren. Die Frauen, die häufig Lauchgemüse verzehrten, litten seltener an Hüftverschleiß. Die Forscher führen dies auf den Lauch-Inhaltsstoff Diallyldisulfid zurück. Er unterdrückt Enzyme, die die Grundsubstanz knorpelähnlicher Zellen verringern.

18.05.2011
Paracelsus: Der Medizinrebell
Weil er die Methoden der damaligen Medizin scharf kritisierte, hatte der Arzt und Alchemist viele Feinde
Thinkstock/PhotosCom
"All Ding’ sind Gift und nichts ohn’ Gift; allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist." Mit diesem Ausspruch wird Paracelsus, der Mediziner aus der Renaissance-Zeit und Wegbereiter der ganzheitlichen Medizin, noch heute zitiert. „Den Namen Paracelsus hat er sich selbst gegeben, die Hintergründe dazu sind unklar“, erklärt Professor Heinz Schott, Leiter des Medizinhistorischen Instituts der Universität Bonn. Als Philippus Aureolus Theophrastus Bombastus von Hohenheim kommt er 1493 in dem Schweizer Dorf Einsiedeln zur Welt. Sein Vater ist von Beruf Arzt, seine Mutter stirbt vermutlich noch, bevor Paracelsus zehn Jahre alt wird und mit dem Vater ins kärntnerische Villach zieht.
Die Arbeit des Vaters hat es ihm angetan, also beginnt auch der junge Theophrastus Medizin zu studieren. Es folgen Lehr- und Wander­jahre, in ­denen er Erfahrungen sammelt, Patienten versorgt, Krankheiten studiert und die Heilmethoden der Bauern, Kräuterfrauen und Hebammen kennenlernt. Seinen Ärztekollegen wirft Paracelsus vor, ihr Wissen nur aus Büchern zu beziehen und keinerlei praktische Erfahrungen zu sammeln.

Trotz seiner Schimpf-Tiraden gelingt es Paracelsus, einen angesehenen Posten als Stadtarzt in Basel zu bekommen. Dort begehrt der Revolutionär erst recht gegen die althergebrachten Methoden der Medizin auf, die bis dahin auf der Lehre von den guten und schlechten Körpersäften beruhte. Grausame Methoden, Aderlass und Präparate aus Leichenteilen sind gang und gäbe, viele ärztliche Eingriffe werden von Badern vorgenommen. Für Paracelsus ist das alles inakzeptabel. Mit seiner Haltung schafft er sich zahllose Feinde, die ihm seine harsche Kritik nicht verzeihen. Weil auch Magie und Astrologie zu seinem Weltbild ­gehören, muss er schließlich vor einer drohenden Anklage wegen Quacksalberei fliehen.
Auf der Wanderschaft durch Deutschland, Österreich und die Schweiz lebt er seine Auffassung einer modernen Medizin. „Seine Grundidee war, dass ­jede Krankheit von einem bestimmten Krankheitssamen kommt und es daher auch ein spezifisches Heilmittel geben muss“, erzählt Schott. Paracelsus betrachtet den Menschen ganzheitlich und nutzt die Heilkräfte der Natur. Die von ihm entwickelte Opiumtinktur „Laudanum“ gilt noch Jahrhunderte später als Allheilmittel für Künstler und Edelmänner. Für Methoden, die heute selbstverständlich sind, musste der aufrührerische Arzt damals kämpfen. So versuchte er die Ursachen zu behandeln, nicht die Symptome. Paracelsus starb 1541 völlig verarmt in Salzburg. Die meisten seiner Bücher wurden erst nach seinem Tod gedruckt.

17.05.2011
Verdauung: Bewegung beruhigt den Darm
Wer körperlich aktiv ist, hat seltener Reizdarm-Beschwerden
Panthermedia/Arne Trautmann
Körperliche Aktivität lindert Reizdarm-Beschwerden. Das zeigt eine im American Journal of Gastroenterology veröffentlichte Studie schwedischer Wissenschaftler. An der Untersuchung  nahmen 102 Reizdarm-Patienten teil. Physiotherapeuten motivierten etwa die Hälfte von ihnen, sich drei- bis fünfmal pro Woche 20 bis 30 Minuten lang zu bewegen, während die anderen ihren passiveren Lebensstil beibehielten. Nach drei Monaten befragten die Forscher die Patienten. Ergebnis: Stuhlprobleme und Bauch­schmerzen hatten sich bei der aktiven Gruppe im Vergleich zu der Kontrollgruppe deutlich verringert.

16.05.2011
Latschenkiefer: Heilsamer Alpenbewohner
In den aromatisch duftenden Kiefernadeln steckt ätherisches Öl, das die Durchblutung anregt
Panthermedia/Heike Brauer
Das Nadelgehölz wächst in den Hoch­lagen der Gebirge und bildet oft die Baumgrenze. Es trotzt dort oben Regen, Nässe, Sturm und meterhohem Schnee. Die widerstandsfähigen Nadeln und Zweigspitzen der Latschenkiefer enthalten aromatisch duftende ätherische Öle, die seit dem Mittelalter zu Heilzwecken genutzt werden.
In Salben, Bädern und Fluids regen sie die Durchblutung an und wirken dadurch Muskelverspannungen und rheumatischen Beschwerden entgegen. In Inhalatio­nen und Einreibungen unterstützt Latschen­­kieferöl die Schleimlösung bei Bronchial­katarrhen und befreit so die Atemwege. Dadurch lindert es die typischen Symptome von Erkältungskrankheiten wie Hus­t­en und Schnupfen.

14.05.2011
Büro: Anschlag auf das Handgelenk
Die Computertastatur sollte einen weichen Anschlag aufweisen, sonst schadet sie womöglich den Gelenken
Thinkstock/iStockphoto
Chronische Entzündungen im Handgelenk sind bei Menschen, die viel am Computer ­arbeiten, oft auf einen zu harten Tastenanschlag zurückzuführen. Wie eine Untersuchung an der Eid­genössischen Technischen Hochschule Zürich (Schweiz) ergab, wird bei starkem Widerstand der Tasten mehr Kraft benötigt, um das Gelenk zu stabilisieren. Die Wissenschaftler empfehlen, beim Kauf eines neuen Rechners auf ­einen weichen Anschlag der Tastatur zu achten.

13.05.2011
Übergewicht: Pölsterchen machen vergesslich
Rund und ungesund: Zu viele Kilos schaden der Gesundheit, und dem Gedächtnis
Panthermedia/Monkeybusiness
Zwischen Übergewicht, Bluthochdruck, erhöhten Blutfett- und Blutzuckerwerten­ (metabolisches Syndrom) auf der einen und nachlassender Gedächtnisleistung auf der anderen Seite besteht offenbar ein Zusammenhang. Dieses Fazit ziehen die Initiatoren der „Drei-Städte-Studie“, bei der mehr als 7000 Franzosen im Alter von über 65 vier Jahre lang beobachtet wurden.
16 Prozent der Teilnehmer litten zu ­Beginn der Untersuchung am meta­­bolischen Syndrom. Sie zeigten im Test deutliche Schwächen unter ande­rem bei der zeitlichen und räumlichen Orientierung, bei der Erinnerungs­­fähigkeit, der Aufmerksamkeit und beim Sprachverständnis. Der Abbau von Übergewicht, eine gesunde Ernährung und viel Bewegung sind ­erste Schritte in die richtige Richtung.

12.05.2011
Schlaf: Schlummernde Kräfte
Erholung? Nachts entspannen wir uns zwar, der Körper arbeitet aber weiter
Thinkstock/Phototdisc
Wissenschaftler der Universität Colorado (USA) haben erstmals gemessen, wie viel Energie ein Mensch spart, wenn er schläft: 134 Kilokalorien pro Nacht gegenüber dem Wach­zustand – also nicht allzu viel. Die Ersparnis entspricht etwa der Energie, die ein Erwachsener verbraucht, wenn er 40 Minuten spazieren geht. Die Forscher vermuten, dass der Körper einen Teil der eingesparten Leistung für andere physiologische Prozesse verwendet, die während des Schlafs ablaufen. Er produziert dann zum Beispiel neue Hormone und stärkt das Immunsystem. Auch das Gehirn bildet in der Nacht neue Verbindungen zwischen Nerven­zellen und speichert so, was es tagsüber gelernt hat.

11.05.2011
Lippenherpes: Lästige Bläschen
Bei ersten Anzeichen von Lippenherpes gilt es, schnell zu reagieren. Das verkürzt die Krankheitsdauer
Jupiter Images/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY
Unheilvoll beginnt es an der Lippe zu kribbeln. Zu sehen ist noch nichts, aber wer das Gefühl kennt, weiß Bescheid: In spätestens zwei bis drei Tagen wird ein unansehnliches Herpes-Bläschen am Lippenrand blühen. Gegen eine Infektion mit dem Erreger ist der Körper nahezu machtlos. Mehr als 90 Prozent der Menschen sind – häufig schon seit Kindheitstagen – mit dem Herpes-simplex-Virus Typ 1 infiziert. Die meiste Zeit lauert es versteckt in bestimmten Nervenzellen. Ist das Immunsystem geschwächt, greift das Virus an. „Es gelangt dann über die Nervenbahnen zur Haut und vermehrt sich dort weiter. Dadurch entsteht der Lippenherpes“, erklärt Professor Wolfram Brune, Virologe am Heinrich-Pette-Institut in Hamburg.

Die Ursachen für eine Schwächung des Immunsystems, die zum Ausbruch führen können, sind vielfältig. Neben anderen Infektionen und chronischen Erkrankungen können auch eine intensive Sonneneinstrahlung, kleine Verletzungen und Stress die Abwehrkräfte lahmlegen.
Bei einfachen Ausbrüchen von Lippenherpes (Herpes labialis) entsteht ein kleines Bläschen, das normalerweise innerhalb von acht bis zehn Tagen abheilt. Zur Behandlung im Anfangsstadium genügt eine anti­virale Creme mit den Wirkstoffen Aciclovir oder Penciclovir, die bereits bei ersten Anzeichen wie Kribbeln oder typischen Spannungsgefühlen an der Lippe aufgetragen werden sollte. „Dadurch kann man die erste Phase bis zur Verkrus­tung verkürzen, danach hilft die Salbe aber nicht mehr“, erklärt Professor Gerd Gross, Direktor der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie am Universitätsklinikum Rostock. Auf die Wundheilung habe Aciclovir keinen Effekt.
„Salben mit Melisse oder Zink zeigen eine hemmende Wirkung auf das Eindringen des Virus in die Zellen“, erläutert der Virologe Brune. Hier sei ein besonders früher Behandlungsbeginn noch wichtiger, da die Salben aufgrund ihres Wirkprinzips allenfalls im frühen Stadium die Virus­vermehrung stoppen könnten.
Wenn die Bläschen aufreißen, beginne die schmerzhafte Phase der Verkrustung. Dermatologe Gross rät dann zu speziellen Herpespflastern, die die Bläschen sauber abdecken: „Die kleinen Pflaster fördern gerade in dieser Phase eine schmerzarme Wundheilung.“

In schweren Fällen kann der Arzt den Wirkstoff Aciclovir auch in Form von Tabletten verschreiben. „Das ist beispielsweise dann notwendig, wenn mehrere Bläschengruppen um den Mund herum oder sogar schwere Schwellungen auftreten“, erklärt Professor Gross. Auch bei immungeschwächten Menschen und chronisch Kranken kann eine systemische Therapie sinnvoll sein, bei der das Medikament bis zu fünf Tage lang fünfmal täglich eingenommen werden muss. Wer häufiger als fünfmal im Jahr unter starkem Lippenherpes leidet, kann sogar von einer Dauerbehandlung mit Aciclovir-Tabletten profitieren. Eine solche Suppressionsbehandlung müsse jedoch ganz individuell geprüft und vom behandelnden Arzt überwacht werden, betont Gross.
Bei einem normalen, unkomplizierten Verlauf sei aber die antivirale Salbe das Mittel der Wahl, sagt Professor Brune. Von Hausmitteln wie Zahnpasta, Essig oder Alkohol raten die Experten dagegen ab, da sie die Haut austrocknen. „Dadurch können die Krusten immer wieder aufplatzen, was die Heilung verzögert – insbesondere wenn Bakterien in die Wunde eindringen“, erklärt der Virologe. Der Dermatologe Gross nennt einen weiteren entscheidenden Nachteil dieser alternativen Behandlungsmethoden: „Die Abheilung könnte dann auch deutlich schmerzhafter verlaufen.“

10.05.2011
Frauen: Aktiv gegen Brustkrebs
Halten sich Frauen während der Wechseljahre fit, bekommen sie seltener ein Mammakarzinom
Panthermedia/Christopher N.
Frauen in den Wechseljahren können ihr Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, um ein Drittel senken, wenn sie sich regelmäßig bewegen und keine Hormonersatzpräparate einnehmen. Das belegen die neuesten Ergebnisse der „Marie“-Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums mit fast 10 .000 Teilnehmerinnen.
Jede fünfte Brustkrebserkrankung nach den Wechseljahren lässt sich demnach auf eine Hormonersatztherapie zurückführen. Ein Mangel an Bewegung erwies sich als fast ebenso schädlich. Alkoholkonsum und Übergewicht haben dagegen einen weit geringeren Einfluss auf das Krebsrisiko. Wer regelmäßig Sport treibe, könne ruhig ein paar Pfunde mehr auf die Waage bringen, so die Autoren der Studie.

09.05.2011
Kamin: Gefährlich gemütlich
Ein offenes Feuer im Wohnzimmer wärmt die Seele. Der Lunge schadet es aber eher
Thinkstock/iStockphoto
Kaum etwas strahlt mehr Behaglichkeit aus als ein lodernder Kamin – doch er birgt zugleich das Risiko von Asthma, Bronchitis und Krebs. Forscher der dänischen Universität Kopenhagen erklären in der Fachzeitschrift Chemical Research in Toxicology, wie bei der Holzverbrennung winzig kleine Feinstaubpartikel entstehen, die wie Dieselabgase tief in die Lunge eindringen. Kommen die Teilchen mit Körperzellen in Kontakt, können sie das Erbgut schädigen und Entzündungsreaktionen auslösen.

07.05.2011
Baldrian: Die beruhigende Wurzel
Inhaltsstoffe der Heilpflanze wirken beruhigend, schlaffördernd und muskelentspannend
W&B/Annette Falck
Unsere Vorfahren sprachen ihm allerlei Wunderkräfte zu. Der Baldrian (Valeriana officinalis) mit seinen weißen oder rosafarbenen Blüten wurde als wirksame Einschlafhilfe erstmals um das Jahr 800 im Lorscher Arzneibuch erwähnt. Heute gelten Präparate aus seiner Wurzel bei leichten Schlafstörungen als bedeutsame Alternative aus der Natur, besonders für Ältere, bei denen der Langzeitgebrauch von Schlafmitteln mit höheren Risiken verbunden ist.

Außer ätherischen Ölen zählen Valepotriate und Lignane zu den wichtigen Inhaltsstoffen. Doch erst das Zusammenspiel verschiedener Substanzen macht die beruhigende und schlaffördernde Wirkung der Heilpflanze aus. Als Extrakt oder ätherisches Öl aus der Wurzel können Baldrian-Präparate Muskeln entspannen und sanft beruhigen. Weil die Pflanze krampflösend wirkt, wird sie auch bei nervösem Magen und Darm eingesetzt.

06.05.2011
Konserven: Zinn aus der Dose
In den Lebensmitteln enthaltene Säuren können Schwermetall aus Konservendosen freisetzen
Thinkstock/Hemera
Lebensmittel, die Fruchtsäuren enthalten, können Zinn aus dem Material von Konservendosen herauslösen, wenn diese nur teilweise oder gar nicht mit Kunststoff beschichtet sind. Zu diesem Ergebnis kommt das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Stuttgart.

Die Forscher hatten in den vergangenen zwei Jahren 185 Obst-, Gemüse- und Pilzerzeugnisse untersucht. Sechs der Proben beurteilten sie wegen Überschreitung des Grenzwerts als nicht verkehrsfähig. Da der „Herauslösungsprozess“ unter Sauerstoffzufuhr schneller erfolgt, raten die Kontrolleure, den Inhalt angebrochener Dosen sicherheitshalber in Gefäße aus Glas, Porzellan oder Kunststoff umzufüllen.

05.05.2011
Sauna: Sauber schwitzen
Als Schutz vor Infektionen in der Sauna sollten sich Frauen grundsätzlich nur auf ihr eigenes Handtuch setzen und es nach jedem Gang wechseln
Thinkstock/Comstock Images
Saunabesucher sollten sich nur auf das eigene Handtuch setzen, rät der Berufsverband der Frauenärzte. Er empfiehlt auch, mehrere Handtücher mitzunehmen und sie nach jedem Saunagang und jedem Abtrocknen zu wechseln.

Der Grund für diese penible Hygiene sei der Schutz vor einer Ansteckung mit humanen Papillomviren, die unter anderem Genitalwarzen hervorrufen. Die Erreger werden zwar überwiegend beim Sex übertragen, aber auch durch Schmierinfektionen.

04.05.2011
Mandelentzündung: Keimschleuder im Hals
Flammt die Infektion allzu oft auf, ist es sinnvoller, die Mandeln zu entfernen
Thinkstock/iStockphoto
"Die Mandeln müssen raus, der Doktor baut ein Haus." Dieser Kalauer entstand zu einer Zeit, als die Entfernung der Gaumenmandeln für Hals-Nasen-Ohren-Ärzte fast schon zur Routine gehörte. Zwar ist die sogenannte Tonsillektomie auch heute ein häufiger Eingriff in deutschen Operationssälen, inzwischen halten sich die Ärzte aber mehr zurück. Treten bestimmte Symptome jedoch regelmäßig auf, führt kein Weg an einer Operation vorbei.

Gerötete und geschwollene Gaumenmandeln sind das untrügliche Zeichen: Hier leistet der Körper Abwehrarbeit. Als vorderster Schirm des Immunsystems schützen die Mandeln, in der medizinischen Fachsprache Tonsillen genannt, vor Viren und Bakterien, die durch den Mund oder die Nase in den Körper gelangen.

Nehmen die Keime in der Mundflora aber überhand, werden die Mandeln selbst zum Opfer einer Infektion. Sie schwellen deutlich an. Zwischen Mund und Rachen wird es eng, und auf den Mandeln bildet sich ein sogar für Laien erkennbarer eitrig gelber Belag. Die Folge sind Schluckbeschwerden und Halsschmerzen, oft begleitet von Fieber. Handelt es sich um eine akute bakterielle Infektion, verschreibt der Hausarzt Antibiotika. Im Idealfall gehen die Symptome innerhalb weniger Tage zurück.

Bereiten die Mandeln häufig Probleme, rät Professor Rudolf Hagen, Direktor der HNO-Klinik der Universität Würzburg, sie zu entfernen. Gradmesser sind mindestens drei bakterielle Entzündungen pro Jahr. „Die immer wiederkehren den Infektionen zerstören das Gewebe der Gaumenmandeln nach und nach“, sagt Hagen. „Diese verlieren dadurch ihre Funktion als Schutzvorrichtung des Immunsystems und werden selbst zum Infektionsherd.“ Durch die Blutbahn können die Bakterien in andere Körperteile gelangen und Entzündungen der Herzklappen, Gelenke oder Nieren verursachen.

Daneben behandelt Rudolf Hagen auch viele Patienten, die wegen einer Hyperplasie der Gaumenmandeln zu ihm kommen: An sich zunächst ohne Krankheitswert, erschweren die Mandeln hier das Atmen, weil sie stark vergrößert sind. Nicht selten klagen die Betroffenen über plötzliche Atemaussetzer in der Nacht. Ebenso macht eine Eiteransammlung in der Umgebung der Mandeln eine Operation nötig. Ein solcher Abszess bildet sich meist als Spätfolge früherer Infektionen.

Im Marienhospital in Gelsenkirchen stehen für Professor Philipp Dost und seine Kollegen jedes Jahr rund 450 Mandelentfernungen auf dem Operationsplan. Ganz unproblematisch ist der Eingriff nicht. Das Risiko gefährlicher Nachblutungen lässt sich auch mit modernen Methoden nicht ausschließen. Eine gemeinsame Studie der deutschen Universitätskliniken ergab, dass etwa jeder 25. Patient mit einer Nachblutung rechnen muss.

„Das ist nicht mehr als bei anderen Eingriffen“, sagt Philipp Dost. „Im Mundraum sind Blutungen aber besonders gefährlich und erfordern ein schnelles Eingreifen.“ Die Folge wäre ansonsten ein hoher Blutverlust, der bis zum Ersticken führen kann. Deswegen bleiben die Patienten nach der Operation fünf Tage im Marienhospital.

„Wir wägen mögliche Risiken und Chancen genau ab“, betont Dost. Wie es seinen Patienten nach der Mandelentfernung erging, hat er in den vergangenen Jahren genau dokumentiert. „Das Argument Lebensqualität hat meistens gesiegt. Die Patienten mussten nach dem Eingriff seltener zum Arzt, nahmen weniger Schmerzmittel ein und fehlten seltener am Arbeitsplatz.“ Schmerzhaft ist eine Mandeloperation zunächst trotzdem. Für Linderung sorgt Kühlen. Deshalb lagert im Marienhospital immer genügend Wassereis – in drei Geschmacksrichtungen.

03.05.2011
Gesund: Rote und blaue Beeren
Inhaltsstoffe aus rotem und blauem Obst und Gemüse können den Blutdruck senken
Thinkstock/iStockphoto
Dass sekundäre Pflanzenstoffe die Gesundheit fördern, ist bekannt. Forscher untersuchen deshalb diese Substanzen zunehmend genauer. An der Universität von East Anglia in Norwich (England) wiesen Wissenschaftler nach, dass Anthocyane zu hohen Blutdruck leicht senken können. Dazu werteten sie Daten von mehr als 150.000 Menschen aus. Die Stoffe stecken vor allem in rotem und blauem Obst und Gemüse.

02.05.2011
Lichtempfindlichkeit: Mit Schmerzgel nicht in die Sonne
Vorsichtsmaßnahme: Manche Schmerzgele erfordern Lichtschutz
Thinkstock/iStockphoto
Rezeptfreie Schmerzgele mit dem Wirkstoff Ketoprofen können die Lichtempfindlichkeit der Haut steigern und dort zu Reaktionen führen, meldet die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK).
Behandelte Körperpartien müssen deshalb noch zwei Wochen nach der Anwendung mit geeigneter Kleidung vor Sonnenlicht geschützt werden – sogar bei bedecktem Himmel. Bei Verdacht auf die genannte Nebenwirkung sollte die Behandlung sofort abgebrochen und dies dem Arzt oder Apotheker mitgeteilt werden.

30.04.2011
Wechseljahre: Hitzewallungen – ein gutes Zeichen?
Frauen, die unter starken Wechseljahresbeschwerden leiden, tragen ersten Studien zufolge ein vermindertes Risiko, an einem hormonabhängigen Brustkrebs zu erkranken
Tabato Images GmbH/Image Source
Manchen Frauen in den Wechseljahren machen vor allem schweißtreibende Hitzewallungen zu schaffen. Nun fanden Forscher des Krebsforschungszentrums in Seattle (USA) heraus: Wer unter starken Wechseljahresbeschwerden leidet, trägt offenbar ein deutlich vermindertes Risiko, an einem hormonabhängigen Brustkrebs zu erkranken. Da es sich um die erste solide Studie dieser Art handelt, fordern die Epidemiologen weitere Untersuchungen.

29.04.2011
Chronisch Kranke: Sinnvolle Versorgungsprogramme
Patienten mit Diabetes, Brustkrebs oder koronarer Herzkrankheit, die sogenannte strukturierte Disease-Management-Programme besuchen, sind oft zufriedener und besser betreut
W&B/iStock
Chronisch Kranke haben weniger Komplikationen, wenn sie an Versorgungsprogrammen teilnehmen, die speziell auf sie abgestimmt sind. Das ergab eine Analyse, die das Zentralinstitut für kassenärztliche Versorgung für die Region Nordrhein durchführte.
Seit 2003 können dort Patienten mit chronischen Leiden wie Diabetes, Brustkrebs oder koronarer Herzkrankheit die sogenannten strukturierten Disease-Management-Programme (DMP) besuchen, die Hausärzte und Kliniken miteinander vernetzen. Neben dem gesundheitlichen Nutzen sind die Teilnehmer auch zufriedener mit der individuellen Betreuung.

28.04.2011
Kinder: Belohnung für kleine Grünzeug-Esser
Nur wenige Kinder lieben Gemüse. Mit einem kleinen Anreiz kann man sie daran gewöhnen, es trotzdem zu essen
Shotshop/Monkey Business
Kinder zu gesundheitsbewussten Genießern zu erziehen hat schon manche Eltern zur Verzweiflung gebracht. Dabei wirken einfache Belohnungen, und die Kleinen greifen bei Gemüse und Grünzeug lieber zu. Das beschreiben Wissenschaftler des University College in London im Fachmagazin Psychological Science.
Sie baten 400 Kinder zwischen vier und sechs Jahren regelmäßig zum Geschmackstest mit Karotten, Sellerie oder Erbsen. Eine Gruppe erhielt als Belohnung für das Gemüse-Essen bunte Sticker und lobende Worte, die anderen gingen leer aus. Drei Monate später aßen die Kinder aus der ersten Gruppe deutlich öfter – und freiwillig – Gemüse.

27.04.2011
Ergonomie: Fit bleiben im Büro
Büroarbeit setzt vielen Beschäftigten körperlich zu. Ein entsprechend gestalteter Arbeitsplatz beugt Verspannungen und Haltungsschäden vor
W&B/Jörg Neisel
Rund 16 Millionen Menschen arbeiten in Deutschland in Büros. Das lange Sitzen belastet Knochen, Gelenke und Muskulatur. Nach Angaben der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin klagen viele Angestellte über Beschwerden im unteren Rücken, Nacken- und Schulterbereich sowie über Kopfschmerzen. Hinzu kommen allgemeine Müdigkeit, Mattigkeit, Nervosität und Reizbarkeit. Ein ergonomisch gestalteter Arbeitsplatz hilft, die Belastungen für den Körper zu senken.

Bildschirm: Der ideale Abstand zum Monitor beträgt mindestens 50 Zentimeter. Wichtig ist, dass Sie leicht auf den Bildschirm hinabblicken, um Verspannungen zu vermeiden. Der Monitor sollte keinesfalls seitlich platziert sein, sondern direkt vor Ihnen stehen.

Tipp: Alte Röhrenmonitore sind für die Augen relativ anstrengend. Besser eignen sich moderne entspiegelte LCD-Bildschirme, die sich in ihrer Position drehen und neigen lassen.

Schreibtisch: Die ideale Höhe beträgt rund 68 bis 76 Zentimeter, der Armbeugewinkel bei entspannt auf dem Tisch liegenden Unterarmen etwa 90 Grad (rechtwinklig). Wichtig auch: Ein guter Schreibtisch bietet sowohl oben für die Arbeit als auch unten für die Beine ausreichend Platz.

Tipp: Optimal sind höhenverstellbare Schreibtische. Alternativ ermöglichen spezielle Fußstützen eine bequeme Haltung.

Tastatur: Damit Sie die Handballen bequem auflegen können, sollte sich die Tastatur etwa zehn Zentimeter von der Tischkante entfernt befinden.
Tipp: Sinnvoll und praktisch sind eine ergonomisch angeordnete Tastatur und eine bequem bedienbare Computermaus.

Beleuchtung: Achten Sie darauf, dass Sie an Ihrem Arbeitsplatz nicht direkt auf eine Fensterfront blicken, sondern die Sitzrichtung parallel dazu verläuft. Eine indirekte und großflächig gestaltete Innenbeleuchtung ist sinnvoll, um das Auge nicht zu überanstrengen.

Tipp: Lassen Sie den Blick zwischendurch immer mal wieder in die Ferne schweifen.

Bürostuhl: Der optimale Bürodrehstuhl ist höhenverstellbar, weich und luftdurchlässig gepolstert. Er besitzt fünf abgebremste Rollen, damit er nicht wegrollt, wenn Sie aufstehen. Die Rückenlehne reicht bis unter die Schulterblätter und stützt die Lendenwirbel gut ab.

Tipp: Verändern Sie häufig Ihre Sitzposition. Stehen Sie so oft wie möglich auf, und vertreten Sie sich die Beine. Ebenfalls hilfreich: kleine Gymnastikübungen.

26.04.2011
Pflanzen-Wirkstoff: Schmerzhemmer aus Oliven
Ein Stoff aus Olivenöl wirkt entzündungshemmend wie Ibuprofen. Für die Kopfschmerzbehandlung ist allerdings die Konzentration zu gering
Thinkstock/Hemera
Hochwertiges Olivenöl enthält einen Stoff, der ähnlich entzündungshemmend wirkt wie der Wirkstoff Ibuprofen. Die Struktur der Substanzen ist zwar völlig unterschiedlich, beide kratzen aber gleichermaßen im Rachen: Über einen Rezeptor im Hals hemmt das Oleocanthal aus der Olive ein Enzym, das für Entzündungsreaktionen und Schmerzen im Körper verantwortlich ist – dem Medikament vergleichbar.
Das beschreibt ein Team von Biologen der Universität Pennsylvania (USA) im Journal of Neuroscience. Zur Behandlung von Kopfschmerzen eignet sich Olivenöl aber nicht: Dafür ist die Menge an Oleocanthal zu gering.

25.04.2011
Gewohnheit: Linkshänder fühlen sich nicht benachteiligt
Für die meisten Linkshänder ist es völlig normal und unkompliziert den Alltag mit links zu meistern
Thinkstock/iStockphoto
In einer von Rechtshändern geprägten Welt finden sich Linkshänder besser zurecht, als viele glauben. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage der Apotheken Umschau. Im Alltag sind viele Dinge auf die rechte Hand ausgerichtet. Deswegen denken 63 Prozent der Deutschen, dass Linkshänder im Nachteil sind. Die Betroffenen selbst beurteilen ihre Situation deutlich positiver.
Für fast 90 Prozent der Linkshänder ist es nicht weiter bemerkenswert, mit links zu schreiben oder den Schlüssel ins Schloss zu stecken. Viele halten sich für kreativer oder intelligenter – vermutlich weil sie immer neue Probleme lösen müssen, um den Alltag „mit links“ zu meistern. Linkshänder sind mit einem Anteil von sechs Prozent an der Gesamtbevölkerung in der Minderheit – die Seite tauschen wollen trotzdem nur wenige.

23.04.2011
Arbeitsplatz: Im Büro öfter bewegen!
Je länger wir sitzen, desto ungünstiger wirkt sich dies wohl auf unsere Gesundheit aus
Thinkstock/BananaStock
Am Arbeitsplatz oder vor dem Fernseher öfter aufstehen: Das raten Wissenschaftler der Universität von Queensland (Australien). Sie hatten mehr als 4700 Personen mit Bewegungsmessern ausgerüstet. Zudem bestimmten sie verschiedene Blutwerte, das Gewicht und den Taillenumfang der Studienteilnehmer.
Fazit: Je länger jemand saß, desto mehr Risikofaktoren für Herz- und Kreislaufleiden wies er auf. Das galt selbst für Freizeitsportler. Je öfter eine Person aufstand – auch wenn sie sich nur kurz bewegte –, umso schlanker war ihre Taille und umso günstiger waren ihre Blutwerte.

22.04.2011
Medikamente: Keine Statine nach Hirnblutung
Für Patienten, bei denen es im Gehirn zu einer bestimmten Form von Blutung kam, könnten Cholesterinsenker ungeeignet sein
Stockbyte/RYF
Cholesterinsenkende Medikamente, sogenannte Statine, sollten nicht bei Patienten eingesetzt werden, die bereits eine bestimmte Form der Hirnblutung hatten, empfehlen Mediziner der Harvard Medical School im Fachmagazin Archives of Neurology. Bei hohem Blutungsrisiko seien Statine eher gefährlich als nützlich. Die Autoren berufen sich auf ein computergestütztes Entscheidungsmodell, das Vor- und Nachteile der Therapie gegeneinander abwägt.

21.04.2011
Meditation: Abschalten stärkt die Psyche
Beim Meditieren lernen Menschen Achtsamkeit
Thinkstock/Goodshot
Eine auf dem Prinzip der Achtsamkeit beruhende Verhaltenstherapie verhindert einen Rückfall nach depressiven Episoden so gut wie Psychopharmaka. Das zeigt eine in dem Fachmagazin Archives of General Psychiatry veröffentlichte Studie mit 84 Patienten, die sich nach einer medikamentösen Therapie von einer Depression erholt hatten. Ein Teil nahm anschließend an speziellen Gruppenmeditationen teil – 38 Prozent davon erlitten einen Rückfall. Bekamen die Teilnehmer weiter Antidepressiva, betrug die Rückfallquote 46 Prozent.

20.04.2011
Tuberkulose: Krankheit mit langem Atem
Tuberkulose lässt sich heute gut heilen. Entscheidend ist, sie frühzeitig zu erkennen
Stockbyte/RYF
Wer das Wort Tuberkulose hört, denkt unwillkürlich an eine Krankheit aus einer anderen Zeit, hat Sanatorien vor Augen, wie es sie vor 100 Jahren gab, erinnert sich vielleicht an Krankheitswellen nach dem Zweiten Weltkrieg. Dabei ist die Tuberkuose noch immer eine der gefährlichsten Krankheiten: Knapp zehn Millionen Menschen starben 2009 weltweit daran.

Beschränkt man sich auf Deutschland, sind die Zahlen weniger dramatisch. 4500 Tuberkulose-Fälle meldete das Robert-Koch-Institut im Jahr 2008. Sterben muss bei uns niemand mehr an der Infektion – wenn sie frühzeitig erkannt wird. „Oft wird die Krankheit aber erst diagnostiziert, wenn sie bereits weit fortgeschritten ist“, sagt Professor Stefan Kaufmann, Direktor des Max-Planck-Instituts für Infektionsbiologie in Berlin.
Tuberkulose ist eine Infektionskrankheit; die Erreger befallen meist die Lunge. Übertragen werden sie durch Tröpfchen in der Atemluft. Laut Weltgesundheitsorganisation haben zwei Milliarden Menschen auf der Welt die Erreger in sich, doch nur bei fünf bis zehn Prozent davon bricht die Krankheit aus. Ein schwaches Immunsystem erhöht das Risiko. Hierzulande betroffen sind besonders Obdachlose und andere, die unter schlechten hygienischen Bedingungen leben. „Es ist immer noch die Krankheit der Armut“, erklärt Kaufmann. Doch auch eine HIV-Infektion, lang anhaltende Stresszustände oder andere Krankheiten steigern das Risiko.
Ein Mensch kann den Erreger jahrzehntelang in sich tragen, bevor die Krankheit schließlich ausbricht – etwa, weil er wegen eines Diabetes geschwächt ist. Beispiel Lungen-Tuberkulose: Bei gesunden Infizierten sind die Bakterien im Atemorgan eingeschlossen. Versagt das Immunsystem, vermehren sich die Erreger explosionsartig. Die Einkapselung platzt, die Lunge wird geschädigt, die Erreger können in die Blutbahn geraten und andere Organe befallen. Weil heute wegen starker Nebenwirkungen nicht mehr gegen Tuberkulose geimpft wird, ist es entscheidend, die Krankheit früh zu erkennen und richtig zu behandeln. Das ist nicht einfach, weil die anfänglichen Symptome denen anderer Krankheiten ähneln: Bei anhaltendem Husten, Nachtschweiß und Schwächegefühl denken viele zuerst eher an eine Grippe oder Lungenentzündung als an Tuberkulose.

„Die Therapie ist extrem aufwendig, aber erfolgreich“, sagt Kaufmann. Sechs Monate lang muss der Patient täglich drei bis vier spezielle Antibiotika einnehmen – und zwar zuverlässig. Setzt er die Medikamente zu früh ab, kann der Erreger möglicherweise Resistenzen gegen die Medikamente entwickeln.
Das vor allem bereitet Experten Sorgen. Bereits jede zehnte Infektion weltweit geht auf einen resistenten Erreger zurück, Tendenz steigend – sogar in Deutschland. Denn durch eingeschleppte Keime und auf Fernreisen stecken sich auch hier Menschen mit resistenten Erregern an. Das erhöht den Therapie-Aufwand zusätzlich. Eine multiresistente Tuberkulose zu behandeln dauert bis zu 21 Monate.

19.04.2011
Schleifenblume: Grüner Magenhelfer
Inhaltsstoffe der bitteren Schleifenblume (Iberis amara) wirken krampflösend und regen die Verdauung an
Panthermedia/Alfred Osterloh
Die kleinen weißen Blüten erinnern an gebundene Schleifen – und diesem Umstand verdankt die botanisch mit Iberis amara bezeichnete Pflanze wohl auch ihren deutschen Namen. Die Heilwirkung der Schleifenblume, die an trockenwarmen Standorten wächst, beruht auf sekundären Pflanzenstoffen – darunter vor allem Bitterstoffen und Senfölglykosiden –, die sie in allen oberirdischen Bestandteilen enthält.
Sie regen die Bildung von Magen- und Gallensaft an und wirken dadurch krampflösend sowie verdauungsfördernd. Frischpflanzenextrakte der Bitteren (lateinisch: amarus) Schleifenblume werden in Kombipräparaten gegen Magenschmerzen, Blähungen und Völlegefühl eingesetzt.

18.04.2011
Haare: Glatt mit Risiko
Wer seine Lockenpracht mit speziellen Mittel zähmen möchte, sollte genau auf die Inhaltsstoffe achten
Jupiter Images GmbH/Pixland
Formaldehyd in Mitteln zum Glätten von krausem Haar ist in der EU nicht zugelassen. Der Stoff reizt Augen, Atemwege, Haut und Schleimhäute, kann Allergien auslösen und gilt als krebserregend. Aus aktuellem Anlass warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung davor, Haarglättungsprodukte per Direktimport oder über das Internet aus dem außereuropäischen Ausland zu beziehen. Sie können Formaldehyd in hohen Konzentrationen enthalten.

16.04.2011
Schnaps: Schwer verdaulich
Der berühmte Verdauungsschnaps hält sein Versprechen nicht!
Panthermedia/Ralf F.
Ein Schnaps nach dem Essen soll die Verdauung unterstützen, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Wissenschaftler des Universitätsspitals Zürich verköstigten die Teilnehmer einer kleinen Studie zunächst mit üppigem Käsefondue und servierten dazu schwarzen Tee oder Weißwein. Nach dem Essen gab es ein Glas Wasser oder einen Schnaps, dann wurde die Verdauungsgeschwindigkeit gemessen. „Sieger“ wurden diejenigen, die keinen Alkohol  getrunken hatten. Die Weintrinker verdauten langsamer, der Schnaps nach dem Essen verzögerte die Verarbeitung der Nahrung zusätzlich.

15.04.2011
Verkehr: Schlaganfall durch Lärm
Ständiger Lärm erhöht das Risiko für einen Hirnschlag
Panthermedia/Michael Jakobi
Wer ständig Straßenlärm ausgesetzt ist, erleidet mit einer höheren Wahrscheinlichkeit einen Schlaganfall. Wissenschaftler der Dänischen Krebsgesellschaft berichten im European Heart Journal, das Risiko steige pro zehn Dezibel mehr an Krach, der einen im Alltag umgibt, um 14 Prozent. Die Forscher vermuten, dass der Körper dann mehr Stresshormone ausschüttet. Dies bewirke einen erhöhten Blutdruck und beschleunige den Herzschlag. Als besonders gefährdet  unter den 50.000 Studienteilnehmern erwiesen sich vor allem Menschen, die über 65 Jahre alt waren.

14.04.2011
Prostata: Mit Sport gegen Krebs
Bewegung hilft Männern, die an Prostatakrebs erkrankt sind
PhotoDisc/ RYF
Bei Männern, die vor der Diagnose Prostatakrebs mindestens drei Stunden Sport in der Woche treiben oder dies danach tun, ist das Risiko, an dem Tumor zu sterben, nur halb so groß wie bei Unsportlichen. Das ergab eine in der Fachzeitschrift Journal of Clinical Oncology veröffentlichte Studie. Die Forscher begleiteten über 18 Jahre den Krankheitsverlauf von mehr als 2700 Prostatakrebs-Patienten. Bereits eineinhalb Stunden spazieren gehen jede Woche reicht aus, die Überlebenswahrscheinlichkeit deutlich zu erhöhen.

13.04.2011
Frühling: Frisches Grün, frischer Mensch
Jetzt kommt die Hormonproduktion auf Touren, die Sinne leben auf, der Körper strotzt vor Tatendrang – oder ist alles nur Einbildung?
W&B/Bernhard Huber
Frühlingsgefühle
Ach, wie tut das gut, nach einem langen Winter warme Sonne auf der Haut zu spüren. Wiesen und Bäume erwachen aus ihrer Winterstarre, die Temperaturen steigen, die Tage werden wieder länger. Und der Körper schraubt die Produktion des Hormons Melatonin zurück, das uns während der winterlichen Dunkelheit schläfrig gemacht hat – so erklärte man sich lange Zeit die besonderen Gefühle im Frühling.

Ewiger Lenz
Dabei spielen diese Schwankungen im Hormonhaushalt in unserer modernen Zivilisation keine große Rolle mehr, meint Professor Martin Reincke, Direktor der Universitätsklinik München: „Anhaltender Kälte und Dunkelheit ist heute kaum noch jemand ausgesetzt.“ Dank elektrischem Licht sei für die Hormone das ganze Jahr über Frühling.

Wonne-Sonne
Hormone hin oder her, Reincke empfiehlt, jetzt möglichst oft das Haus zu verlassen und Sonne zu tanken. Dadurch füllt sich der natürliche Vorrat an lebenswichtigem Vitamin D. Der ultraviolette Anteil des Sonnenlichts stärkt unser Immunsystem. Aber Vorsicht: Die Frühlingssonne strahlt bereits sehr intensiv, die Haut muss sich erst daran gewöhnen.

Frühlingsdüfte
„Die Sonneneinstrahlung auf die Erde setzt jetzt bestimmte Duftmoleküle frei, die im Gehirn mit Emotionen verknüpft sind“, erklärt Professor Hanns Hatt, Duftforscher an der Bochumer Ruhr-Universität. Diese Aromen sind eine Mischung modriger Gerüche nach Erde und Moos, aber für uns ein untrügliches Zeichen: Der Frühling kommt!

12.04.2011
Ernährung: Mäßig salzig essen
Zu viel Salz kann schaden – gerade bei Diabetes
Jupiter Images GmbH/Thinkstock
Zu viel Salz im Essen kann ungesund sein, das ist bekannt. Für Zuckerkranke konnte ein Team des weltweiten Forschernetzwerks Cochrane Collaboration die Feststellung nun bestätigen. Ernähren sich Diabetiker salzärmer, senken sie ihren Blutdruck und damit das Risiko, an einem Herzinfarkt, Schlaganfall oder an Nierenversagen zu erkranken, ergab ihre Studie. Betroffenen empfehlen die Experten deshalb, täglich nicht mehr als sechs Gramm Salz zu sich zu nehmen. Auch Gesunden raten sie, ihre Essgewohnheiten zu überdenken.

11.04.2011
Gehirn: Musik macht Lust
Wer seinen Lieblingssong hört, bekommt eine Gänsehaut. Im Gehirn werden bestimmte Botenstoffe freigesetzt
Jupiter Images GmbH/Polka dot
Wer kennt das nicht: An einer bestimmten Stelle des Lieblingslieds läuft einem ein wohliger Schauer über den Rücken. Wie dieses Gefühl entsteht, beschreiben Wissenschaftler der Universität Québec (Kanada) im Fachmagazin Nature Neuroscience. Mittels Kernspintomografie verschafften sich die Forscher Einblick in das Gehirn von acht Studienteilnehmern, während diese den geliebten Tönen lauschten. Ob „Yesterday“ von den Beatles oder Beethovens fünfte Sinfonie: Das Belohnungszentrum im Gehirn setzt den Botenstoff Dopamin frei – wie auch wie beim Sex oder Konsum von Drogen. Allein die Vorfreude auf eine Liedzeile kann diese Reaktion auslösen.

09.04.2011
Erfolg: Emotionale Intelligenz fördert Karriere
Einfühlsame Kollegen haben mehr Erfolg
Thinkstock/Comstock Images
Ehrgeiz ist nicht genug. Wer sich gut in die Gefühle anderer hineinversetzen kann, ist im Beruf erfolgreicher als Menschen, die diese emotionale Intelligenz nicht besitzen. Das zeigten Wissenschaftler der Universitäten Heidelberg und Bonn zusammen mit Kollegen aus den USA in einer Studie. Dieser Zusammenhang besteht allerdings nur bei karrierebewussten Personen. Emotionale Intelligenz allein ist kein Garant für beruflichen Erfolg.

08.04.2011
Osteoporose: Tomatensaft gegen Knochenschwund
Das in Tomaten enthaltene Lycopin schützt die Knochen
Thinkstock/iStockphoto
Wer regelmäßig Tomatensaft trinkt, kann sein Risiko für Knochenschwund (Osteoporose) senken. Das stellten Wissenschaftler aus Toronto (Kanada) bei einer Untersuchung mit 60 Frauen im Alter zwischen 50 und 60 Jahren fest. Das in reifen Tomaten und auch in Tomatenketchup reichlich enthaltene Lycopin bremst aggressive „freie Radikale“ aus, die Körperzellen schädigen und den Knochenabbau fördern.

07.04.2011
Gesundheit: Gärtnern hält in Schwung
Vor allem für ältere Menschen kann Gartenarbeit eine große Wohltat sein
Thinkstock/Comstock Images
Einen Kleingarten zu pflegen hält fit und stärkt das Wohlbefinden. Das legt eine Studie an der Universität Wageningen (Niederlande) nahe. Forscher befragten 121 Besitzer von Schrebergärten und 63 Menschen aus der Nachbarschaft, die ohne eine solche Oase lebten.

Vor allem Gartenbesitzer jenseits der 62 unter schieden sich klar von Gleichaltrigen aus der Kontrollgruppe: Sie gaben an, sich mehr zu bewegen, und fühlten sich deutlich gesünder sowie stressfreier. Zudem gingen sie seltener zum Arzt. Bei den jüngeren Teilnehmern dagegen spielte es für die Beurteilung ihrer Gesundheit keine Rolle, ob sie einen Garten besaßen.

06.04.2011
Frauen: Das Gebrochene-Herz-Syndrom
Es fühlt sich an wie ein Infarkt, ist aber nicht so gefährlich
Thinkstock/iStockphoto
Professor Erland Erdmann, Leiter des Herzzentrums der Universitätsklinik Köln, erinnert sich gut an seinen ersten Fall: Bewaffnete Männer drangen in die Wohnung einer älteren Frau ein, fesselten sie und entführten ihr Enkelkind.

Danach wurde die Großmutter mit Verdacht auf Herzinfarkt in die Kölner Klinik eingeliefert. Doch die Ärzte fanden kein verschlossenes Gefäß wie bei einem Infarkt üblich. Vielmehr hatte die Entführung der Frau das Herz gebrochen.

Was der Volksmund gebrochenes Herz nennt, bezeichnen Kardiologen als „Broken-Heart-Syndrom“. Erste Berichte von „Pseudo-Herzinfarkten“ nach familiären Todesfällen, heftigem Streit oder schweren Unfällen gab es bereits vor 20 Jahren.

Das Muster war immer das gleiche: Ältere Frauen wurden mit heftigen Schmerzen in der Brust und Atemnot in die Klinik ein geliefert. Ihr EKG glich dem von Infarktpatienten. Bei der Katheteruntersuchung erwiesen sich die Kranzgefäße jedoch als unversehrt.

Ärzten aus Japan fiel eine merkwürdige Verformung der linken Kammer auf: Immer wenn sich das Herz zusammen zog, um Blut herauszupumpen, sah es wie ein dickbauchiger Krug mit engem Hals aus. In Japan verwendet man solche Gefäße als Tintenfischfallen – sie werden dort Tako-Tsubo genannt. Daher lautet ein anderer Name für das Leiden auch Tako-Tsubo-Kardiomyopathie.

Der Ausdruck Myopathie steht für eine Muskelerkrankung. Erland Erdmann erklärt, dass dabei die Muskelzellen völlig verkrampfen: „Sie entspannen nicht mehr, und die Zellmembranen reißen.“ Meistens sei die muskelreichere linke Herzkammer betroffen, erläutert Dr. Birke Schneider. Die Lübecker Kardiologin umschreibt das Leiden als eine Bewegungsstörung der Herzwand.

Schneider ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Leitende Kardiologische Oberärzte, die deutschlandweit Fälle des Broken-Heart-Syndroms untersuchte. Ihre Studie bestätigte, dass mehr als 90 Prozent der Betroffenen weiblich sind. Anders als in einem Kitschroman sind es aber nicht junge Frauen, denen das Herz bricht, sondern fast immer ältere jenseits der Wechseljahre.

Adrenalin schädigt die Herzmuskulatur

„Es muss einen Zusammenhang mit Östrogen geben“, vermutet Erdmann. Das weibliche Sexualhormon schwindet mit den Wechseljahren. Welche Rolle es bei der Erkrankung genau spielt, ist nicht bekannt. Fest steht: Im Akutfall ist die Menge an Stresshormonen zehnfach erhöht. Erdmann geht deshalb davon aus, dass die Überflutung mit Adrenalin die Schäden an der Herzmuskulatur verursacht.

Ärzte therapieren bevorzugt mit Betablockern – Gegenspielern der Stresshormone. In der Regel dauert es ein bis zwei Wochen, bis der Muskel sich wieder erholt. 90 Prozent der Patienten genesen vollständig. Dennoch sollten Betroffene den Vorfall nicht auf die leichte Schulter nehmen. Das Herz heilt zwar gut, doch in sieben bis zehn Prozent der Fälle geht es erneut „zu Bruch“.

05.04.2011
Chemotherapie: Rauchstopp lindert Schmerzen
Wer auf den Glimmstängel verzichtet, hat bei einer Krebstherapie oft weniger Schmerzen
Thinkstock/Hemera
Krebspatienten, die sich einer Chemotherapie unterziehen müssen, leiden dabei unter stärkeren Schmerzen, wenn sie weiter rauchen. Das ist das Ergebnis einer im Fachmagazin Pain veröffentlichten Studie mit 200 Personen, die an verschiedenen Krebsarten erkrankt waren. Bei Patienten, die vor der Therapie mit dem Rauchen aufgehört hatten, fielen die Schmerzen umso geringer aus, je länger die letzte Zigarette zurücklag. Ärzte sollten also gerade Krebskranke dazu ermuntern und ihnen dabei helfen, vom Glimmstängel loszukommen, raten die Experten.

04.04.2011
Kinder: Singen ist gut für die Entwicklung
Das gemeinsame Trällern ist gut für die geistige und körperliche Entwicklung der Kleinen
Thinkstock/Goodshot
Singen macht Kindern Spaß – und es fördert ihre Entwicklung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universitäten Bielefeld und Münster. Gemeinsam mit dem Gesundheitsamt der Stadt Münster verglichen die Wissenschaftler die Fähigkeiten von 500 Mädchen und Jungen, die einen Kindergarten besuchten. 88 Prozent der Kleinen, die viel sangen, waren nach ärztlichen Befunden regelschulfähig, aber nur 44 Prozent der wenig singenden.

02.04.2011
Kürbis: Die Kraft des grünen Kerns
Die Samen verschiedener Kürbissorten enthalten wertvolle Phytosterole, die bei Prostatabeschwerden helfen können
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Ob in der cremigen Suppe oder als zarte Füllung in Ravioli – Kürbis hat einen festen Platz in der europäischen Küche. Ursprünglich stammt die Frucht aus Amerika. Anfang des 16. Jahrhunderts brachten die Spanier sie von ihren Eroberungszügen mit in die Heimat. Doch nicht nur das orangefarbene Fruchtfleisch findet Verwendung. Aus den Kürbissamen wird zum einen ein besonders hochwertiges Öl gepresst, zum anderen gelten sie als ein therapeutisches Mittel.
Vor allem der Arzneikürbis (Cucurbita pepo var. styriaca), auch als weichschaliger Steirischer Ölkürbis bekannt, enthält grünliche, flache Samen, die bei Blasenschwäche und gutartigen Prostatabeschwerden helfen sollen. Ihre Heilkraft beruht wahrscheinlich auf den Phytosterolen, die nur im Arzneikürbis in ausreichender Menge vorkommen. In der Apotheke gibt es ganze Samen, Granulate und Fertigarzneimittel mit Kürbisextrakt.

01.04.2011
Knochenbau: Robuste Chinesinnen
Gute Anlagen: Chinesinnen haben stabile Knochen
Panthermedia/JCB P.
Frauen chinesischer Abstammung haben festere Knochen als Frauen mit europäischen Wurzeln. Das stellten Wissenschaftler der Columbia-Universität in New York (USA) fest. Sie führten die Untersuchung mit einer neuen, hochauflösenden Computertomografie durch, welche die sogenannte Trabekelstruktur der Röhrenknochen besonders genau darstellt.
Die Struktur besteht aus feinen Balken, die den Knochen stabil machen. Bei Chinesinnen sind die Bälkchen eher plattenförmig, bei Frauen europäischer Abstammung dagegen stabförmig, wie die Forscher entdeckten. Die festere Knochenstruktur könnte die Ursache dafür sein, dass die Ostasiatinnen seltener Hüftfrakturen erleiden oder an Osteoporose erkranken.

31.03.2011
Jodversorgung: Zu viel trinken kann auch schaden
Wer zu viel Wasser trinkt, kann seinen Jodhaushalt durcheinanderbringen
Jupiter Images GmbH/French Photographers only
Wer reichlich Wasser trinkt, tut seiner Gesundheit etwas Gutes. Allerdings kann es sich auch ungünstig auf den Jodhaushalt auswirken, ergab eine aktuelle Studie der Universität Bonn. Je mehr Flüssigkeit die 200 Versuchspersonen im Rahmen ihres Diätplans zu sich nahmen, desto mehr Jod schieden sie mit dem Urin aus.
Da Deutschland ein Mangelgebiet für dieses Spurenelement ist, empfehlen die Forscher, auf eine jodreiche Ernährung mit Seefisch und Milchprodukten zu achten.

29.03.2011
Senioren: An das Hautkrebs-Screening denken
Auch im Alter gilt: Vor direkter Sonneneinstrahlung schützen und auf Veränderungen der Haut achten
Thinkstock/Polka Dot Images
Hinweise auf ein malignes Melanom, besser bekannt als schwarzer Hautkrebs, werden bei älteren Menschen zu selten näher untersucht. Zu diesem Ergebnis kommt Dr. Jem Rashbass, Direktor des Krebs-Registers von Ost-England. In den vergangenen 30 Jahren hat sich in diesem Teil der Insel bei den über 65-Jährigen die Sterberate durch Melanome verdreifacht. Einen nahezu identischen Anstieg bei uns melden das Robert-Koch-Institut und die Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland.
Auch Senioren müssen sich also vor direkter Sonneneinstrahlung schützen und sorgfältig auf Veränderungen ihrer Haut achten. Auffälligkeiten sollten sie möglichst rasch von einem Hautarzt abklären lassen.

28.03.2011
Übergewicht: Nicht vor dem Computer essen
Wer abgelenkt isst, zum Beispiel beim Arbeiten, bekommt viel schneller wieder Hunger
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Wer während der Mahlzeit vor dem Computer oder Fernseher sitzt, entwickelt kein ausreichendes Sättigungsgefühl und hat schneller wieder Hunger. Aufmerksamkeit und Konzentration spielen beim Essen eine zentrale Rolle, berichten britische Forscher der Universität Bristol im American Journal of Clinical Nutrition.
Die Wissenschaftler setzten ihren Versuchspersonen mittags ein einheitliches Menü vor. Die eine Hälfte der Probanden spielte während des Essens am Computer ein Kartenspiel, die andere widmete sich ganz den Speisen auf dem Teller. Bereits nach einer halben Stunde verlangten die abgelenkten Esser wieder nach Nahrung.

26.03.2011
Psychologie: Milder Blick auf vergangene Untaten
Ist in der Vergangenheit etwas Unrechtes geschehen, finden Menschen das nicht so schlimm. Betrifft dies die Gegenwart, dann allerdings sehr wohl!
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Menschen verurteilen geplantes Unrecht stärker als vergangenes, so das Ergebnis einer Untersuchung an der Universität von Chicago (USA). Testpersonen sollten unterschiedliche Szenarien bewerten, beispielsweise einen Getränkeautomaten, der bei steigenden Temperaturen höhere Preise verlangt. Die Hälfte der Teilnehmer erfuhr, dass ein solcher Apparat in Planung sei, die andere, dass er schon getestet werde. In der ersten Gruppe fiel die Empörung deutlich größer aus.

25.03.2011
Training: Im Alter leistungsfähig bleiben
Die Fitness lässt nach? Das muss nicht sein. Einfach regelmäßig dranbleiben, sagen Sportexperten
Jupiter Images/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY
Viele Menschen merken schon im mittleren Lebensalter, dass ihre körperliche Leistungsfähigkeit abnimmt. Dies muss nicht zwangsläufig so sein, wie eine große Studie der Deutschen Sporthochschule Köln zeigt. Demnach lassen sich Leistungseinbußen mit regelmäßigem Ausdauertraining verhindern. Die Wissenschaftler analysierten 900.000 Laufzeiten von mehr als 500.000 Langstreckenläufern im Alter von 20 bis 80 Jahren, die an Halbmarathon- oder Marathonwettbewerben teilnahmen.
Das Ergebnis: Vor dem 55. Lebensjahr waren keine deutlichen Leistungseinbußen festzustellen, bei den noch älteren Läufern blieben sie gering. Jeder vierte 60- bis 70-Jährige lief sogar schneller als die Hälfte der 20- bis 50-Jährigen. 70 Prozent der befragten Langstreckenläufer trainierten drei- bis viermal pro Woche jeweils rund eine Stunde.

24.03.2011
Diät: Gemüse schlägt Fleisch
Wenig Kohlenhydrate, dafür mehr Eiweiß und Fett: Das propagieren einige Abnehmexperten. Ob diese Diätform allerdings gesund ist, stellen Wissenschaftler infrage
W&B/Markus Dlouhy
In den vergangenen Jahren mehrten sich Empfehlungen für kohlenhydratarme Diäten mit höherem Eiweiß- und Fettanteil. Forscher der Harvard School of Public Health in Boston (USA) wollten wissen, ob solche Kost langfristig gesund ist. Sie werteten Daten von 130.000 Männern und Frauen über die Dauer von mindestens 20 Jahren aus. Dabei zeigte sich, dass die Diäten, die viele tierische Produkte enthalten, die Sterblichkeitsrate erhöhen, eine Ernährung mit reichlich Obst und Gemüse diese dagegen verringert.

23.03.2011
Lippenpflege: Für ein entspanntes Lächeln
Der Winter macht Lippen oft spröde, doch das muss nicht sein. Tipps für ein zartes Hautgefühl
Jupiter Images GmbH/Goodshot
Das Problem: Jedes Jahr dasselbe. Kaum wird es frostig kalt, spannt die dünne Haut an den Lippen, manchmal brennt sie sogar oder springt auf.

Die Ursache: Die Lippen besitzen keine Talgdrüsen, können also kein Fett bilden. Das aber brauchen sie, um sich vor Kälte zu schützen und nicht auszutrocknen. „Es ist deshalb normal, wenn wir die Lippen im Winter fünf- bis sechsmal pro Tag eincremen“, erklärt Dr. Gabriele Merk, Dermatologin in Wittenberg.

Die Lösung
Pflegestifte: Die Produkte verwöhnen die Lippen mit pflanzlichen Ölen und verschiedenen Wachsen. Sie erfreuen sich großer Beliebtheit: „Pflegestifte werden bei uns stark nachgefragt“, berichtet Justus Lange, Apotheker in Güstrow. Er selbst verwende auch einen. Trotzdem gibt es kritische Stimmen. „Viele Stifte enthalten Zusatzstoffe wie Aromen oder Glitzerpartikel, die angegriffene Haut unnötig reizen können“, sagt Merk. Doch wenn jemand mit einem Lippenpflegestift gut zurechtkomme, gebe es keinen Grund, das Produkt zu wechseln.
Vaseline: Gar keine Zusatzstoffe stecken dagegen in Vaseline aus Ihrer Apotheke. Das reine Fett besitzt zudem eine salbenartige Beschaffenheit und lässt sich gut auf den Lippen verteilen.
Wundsalben: „Platzt die Haut auf, tut Wundsalbe gut“, sagt Apotheker Lange. Er empfiehlt Präparate mit Dexpanthenol oder Hamamelis.
Nicht peelen: Gabriele Merk rät davon ab, Hautfetzchen an den Lippen mit Zuckerpeeling oder Zahnbürsten-Massage zu entfernen: „Es können Wunden entstehen, die schlecht heilen.“
Nicht lecken: Spannen die Lippen, ist die Versuchung groß, sie stets mit Speichel zu befeuchten. Aber Vorsicht! Die Haut verliert dadurch Fett und trocknet noch mehr aus.

Was tun bei eingerissenen Mundwinkeln?
Hinter dieser unangenehmen Erscheinung steckt oft mehr als trockene Haut. „Auch eine Pilzinfektion im Mund kann verantwortlich sein“, erklärt Dermatologin Merk. Bestätigt ein Abstrich beim Arzt den Verdacht, helfen Mundspülungen. „Die Mittel sollte man noch zwei bis drei Tage nach dem Verschwinden der Symptome anwenden“, rät Apotheker Lange. Eingerissene Mundwinkel können zudem verschiedene Mangelerscheinungen anzeigen. Hier bringt eine Blutanalyse Aufschluss. Gegebenenfalls empfiehlt der behandelnde Arzt die Einnahme von Vitamin-B- oder Eisenpräparaten.

22.03.2011
Langlebigkeit: Auch der Überlebenswille zählt
Wer offen ist, anpassungsfähig und eine positive Einstellung zum Leben hat, der wird womöglich besonders alt. Das stellten zumindest Forscher in einer aktuellen Studie fest
Banana Stock/ RYF
Ein langes Leben ist möglicherweise auch das Ergebnis der richtigen Einstellung. Wissenschaftler der Universität von Georgia (USA) untersuchten fast 250 Hundertjährige, um herauszufinden, welche körperlichen und geistigen Eigenschaften ein extrem langes Leben begünstigen. Sie erkannten, dass bestimmte Persönlichkeitsmerkmale eine wichtige Rolle spielen: Demnach sind offene und anpassungsfähige Menschen besonders langlebig.

21.03.2011
Lebenserwartung: Besser fettarm essen
Milch, fettreicher Käse und Süßes scheinen sich im Alter eher negativ auszuwirken
Jupiter Images GmbH/PhotoObjects.net
Ältere Menschen, die häufig Milch, fetten Käse und Süßigkeiten verzehren, haben eine verkürzte Lebenserwartung. Das geht aus einer Studie der Universität von Maryland (USA) hervor, welche die Ernährungsgewohnheiten von 2582 Senioren analysierte. Das  Risiko, innerhalb der nächsten zehn Jahren zu sterben, erhöhte sich beim Konsum dieser Nahrungsmittel um zirka 40 Prozent.

19.03.2011
Rotes Weinlaub: Ein pflanzlicher Gefäßschutz
Extrakte aus der Heilpflanze können bei Venenleiden helfen
Panthermedia/Anna Reinert
Wein gehört zu den ältesten Kulturpflanzen. Die herzförmigen Blätter der Weinsträucher mit rotfleischigen Beeren haben eine nachgewiesene pharmakologische Bedeutung. Ein Trockenextrakt daraus lindert Spannungs- und Schweregefühle in den Beinen und verringert Wassereinlagerungen bei chronischer Veneninsuffizienz und Krampfadern.
Diese Wirkung entsteht durch sekundäre Pflanzenstoffe – bestimmte Flavonoide und Gerbstoffe. Sie verbessern die Durchblutung in den Kapillargefäßen und kräftigen so die Venenwände. Außerdem hemmen sie Enzyme, die an gewebeschädigenden Entzündungen beteiligt sind. Präparate mit Extrakten aus Rotem Weinlaub gibt es für die innere und äußere Anwendung.

18.03.2011
Gehirn: Demenz verzögern
Wer sich geistig betätigt, zum Beispiel mit Sudoku, kann sein Gedächtnis länger fit halten
Digital Vision/ RYF
Geistige Betätigung kann die mit einer Alzheimer-Erkrankung einhergehenden Gedächtnisstörungen zunächst verzögern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Rush-Universität in Chicago (USA) mit 1157 anfangs mental gesunden Senioren. Die Teilnehmer wurden über einen Zeitraum von zwölf Jahren hinweg regelmäßig kontrolliert. Das Erstaunliche: Wurde bei geistig Aktiven die Krankheit im Lauf der Studie erkannt, war sie meist schon weit fortgeschritten.

17.03.2011
Mundhygiene: Schützt Zähneputzen vor Infarkt?
Wer seine Zähne gut pflegt, schützt wohl auch sein Herz
Thinkstock/iStockphoto
Die Qualität der Mundhygiene und die Wahrscheinlichkeit, einen Herzinfarkt zu bekommen, hängen offenbar eng zusammen – zu diesem Schluss kommt eine Studie in der Fachzeitschrift British Medical Journal mit knapp 12.000 Teilnehmern über 50. In dem Beobachtungszeitraum von vier Jahren starben 170 Frauen und Männer an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung – unter ihnen überdurchschnittlich viele Probanden, die ihre Zähne nie oder nur selten geputzt hatten.

16.03.2011
Vorsorge: Wann Sie zur Früherkennung gehen sollten
Noch immer nehmen gesetzlich Versicherte die kostenlosen Untersuchungen auf Krebs und andere Erkrankungen viel zu wenig wahr
Banana Stock/RYF
"Man kann die Männer nicht pauschal verdammen", entgegnet der Hannoveraner Diplom-Psychologe Thomas Altgeld auf die Frage, warum seine Geschlechtsgenossen Vorsorge-Muffel seien. Pauschalvergleiche seien oft irreführend, weil die Zahlen für die  Inanspruchnahme der Leistungen stark vom Lebensalter abhängen.
Während einige der Früherkennungsuntersuchungen für Frauen bereits im Alter von 20 Jahren beginnen, werden Männer erstmals mit 35 zu einer Vorsorge-Untersuchung eingeladen. Daraus folgert Altgeld: „Frauen haben also viel mehr Zeit zum ,Üben‘.“
Die Angebote zur Früherkennung werden immer noch viel zu selten genutzt. Laut einer aktuellen repräsentativen GfK-Umfrage im Auftrag der Apotheken Umschau finden es zwar 75,9 Prozent der Frauen und 62,2 Prozent der Männer „sehr wichtig, möglichst alle medizinischen Vorsorgeuntersuchungen und -maßnahmen bei sich durchführen zu lassen“. Tatsächlich gehen jedoch dem Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung zufolge jährlich nur 47,4 Prozent der Frauen und 21,2 Prozent der Männer zur Krebsfrüherkennungsuntersuchung.
Altgeld, Geschäftsführer der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für  Sozialmedizin Niedersachsen, relativiert: „Richtig ist, dass bei den 45- bis 49-Jährigen rund viermal so viele Frauen zur Früherkennung gehen wie Männer. Mit zunehmendem  Alter kehrt sich das Verhältnis jedoch um: Mit 70 Jahren sind beide Geschlechter etwa  gleich häufig vertreten, mit 80 sind es dann sogar doppelt so viele Männer.“
Der Diplom-Psychologe weiß, wie man Männer schon früher zu diesen sinnvollen  Maßnahmen motivieren kann: „In der Tat sind die meisten Informationen und Aufrufe zu den Untersuchungen so aufgemacht, dass sie sich eher an Frauen richten. Auch bei einem ,Gesundheitstag‘ in der Firma denken viele Männer, das sei nur etwas für ihre Kolleginnen."
Für einen guten Ansatz hält Altgeld es, Männer bei einem krankheitsbedingten Arztbesuch auf ihre Leistungsfähigkeit anzusprechen: Wie erhalte ich meine Potenz, wie bleibe ich möglichst lange fit? Auch die Aufklärungsbroschüren müssen seiner Meinung nach männergerechter werden: „Gesundheits-Check-up hört sich für viele interessanter an als Vorsorgeuntersuchung.“  Mit Bezeichnungen wie Workout und Check-up sei man auf einem guten Weg. Thomas Altgeld: „Anglizismen muten einfach moderner an.“

Vorsorge-Untersuchungen für Frauen
Ab 20 Jahren: Gebärmutterhals- und Genitalkrebs. Einmalig zwischen 20 und 22:  Beratung zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs. Jährlich: Anamnese;  Untersuchung der Geschlechtsorgane; Gewebeabstriche; Beratung zum  Untersuchungsergebnis. Zusätzlich ab 30 Jahren:  Brustkrebs. Jährlich: Abtasten der Brust und der örtlichen Lymphknoten (Achselhöhle); Anleitung zur Selbstuntersuchung der Brust.
Ab 35 Jahren: Check-up 35. Alle zwei Jahre: Anamnese; körperliche Untersuchung;  Kontrolle Cholesterin, Blutzucker, Urin; Beratung zum Untersuchungsergebnis. Hautkrebs: Alle zwei Jahre: Anamnese; Untersuchung der gesamten Haut; Beratung.
Ab 50 Jahren: Darmkrebs: Jährlich: Test auf nicht sichtbares Blut im Stuhl. Brustkrebs, alle zwei Jahre (bis Ende 69; Einladung per Post): Anamnese; Röntgenuntersuchung der Brust; Info zum Untersuchungsergebnis.
Ab 55 Jahren: Darmkrebs: Darmspiegelung. Nach zehn Jahren: zweite Spiegelung. Oder alle zwei Jahre: Test auf nicht sichtbares Blut im Stuhl.

Vorsorge-Untersuchungen für Männer

Ab 35 Jahren: Check-up 35. Alle zwei Jahre: Anamnese; körperliche Untersuchung; Kontrolle Cholesterin, Blutzucker, Urin; Beratung zum Untersuchungsergebnis. Hautkrebs: Alle zwei Jahre: Anamnese; Untersuchung der gesamten Haut; Beratung.
Ab 45 Jahren: Prostatakrebs. Jährlich: Anamnese; Inspektion und Abtasten der äußeren Geschlechtsorgane; Enddarmaustastung zur Untersuchung der Prostata; Untersuchung örtlicher Lymphknoten; Beratung zum Untersuchungsergebnis.
Ab 50 Jahren: Darmkrebs. Jährlich: Test auf nicht sichtbares Blut im Stuhl.
Ab 55 Jahren: Darmspiegelung. Nach zehn Jahren: zweite Darmspiegelung. Oder alle zwei Jahre: Test auf nicht sichtbares Blut im Stuhl.

15.03.2011
Kindheit: Schädlicher Fernseher?
Haben Kinder eine eigene Flimmerkiste im Zimmer, steht es oft schlechter um ihre Gesundheit
Jupiter Images/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY
Kinder mit eigenem Fernseher im Zimmer haben häufiger soziale Probleme, schlafen weniger, haben öfter Übergewicht und sind außerhalb des Unterrichts weniger aktiv als Kinder ohne eigenes TV-Gerät. Dieser Zusammenhang ist unabhängig  von der Zeit, die sie vor dem Bildschirm verbringen. Das ergab eine in dem Fachmagazin Preventive Medicine veröffentlichte Studie in den USA, an der 50.000 Kinder im Alter zwischen 6 und 17 Jahren teilnahmen. Ob die eigene Flimmerkiste die Ursache ist oder Problemkinder häufiger ein eigenes Gerät bekommen, konnte die Studie nicht klären.

14.03.2011
Beruf: Zu viel Arbeit ist ungesund
Wer lange arbeiten muss, leidet öfter unter gesundheitlichen Problemen
Thinkstock/Creatas
Lange Arbeitszeiten fördern Beschwerden wie Schlafstörungen, Rückenschmerzen oder Herzprobleme. Das ergab eine Umfrage der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin mit 50.000 Teilnehmern. Jeder zehnte Teilzeitarbeiter klagt über Schlafstörungen, bei Vollzeitbeschäftigten ist es jeder fünfte. Bei Menschen mit mehr als 60 Arbeitsstunden pro Woche trifft es sogar jeden vierten. Schichtarbeit und flexible Arbeitszeiten verstärken die gesundheitlichen Beeinträchtigungen zusätzlich.

12.03.2011
Achtung: Nahrungsergänzung kann Medikamente beeinflussen
Vitamine oder andere Nahrungsergänzungsmittel können die Wirkung von Arzneistoffen abschwächen oder verstärken
PhotoDisc/RYF
Nahrungsergänzungsmittel wie Vitamintabletten oder Fischölkapseln sollen die Gesundheit fördern. Vielen Verbrauchern ist aber nicht bekannt, dass die Präparate die Wirkung anderer Medikamente beeinträchtigen können, so etwa den Effekt blutverdünnender Cumarine.

Herzmediziner aus Salt Lake City im US-Bundesstaat Utah stellten fest, dass mehr als die Hälfte der damit behandelten Patienten nichts über die gefährlichen Wechselwirkungen weiß. Auch Präparate wie Johanniskraut beeinflussen die Gerinnungshemmer. Patienten sollten sich im Zweifel an ihren Arzt oder Apotheker wenden.

11.03.2011
Herzgesundheit: Lebensstil schlägt Gene
Wer gesund lebt, verringert sein Risiko an einem Herzleiden zu erkranken
PhotoDisc/RYF
Die Gene haben einen geringeren Einfluss auf die Herzgesundheit als der Lebensstil. Das zeigt eine Langzeitstudie der Northwestern University im US-Bundesstaat Illinois. Forscher beobachteten über 20 Jahre hinweg 2300 Teilnehmer zwischen 18 und 30 Jahren.

Am Ende des Untersuchungszeitraums hatten 60 Prozent derjenigen, die nicht rauchten, wenig oder keinen Alkohol tranken, sich regelmäßig bewegten, gesund ernährten und ihr Gewicht hielten, ein geringes Risiko für ein Herzleiden. In der Gruppe, die keinen der genannten Punkte erfüllte, waren es nur sechs Prozent.

10.03.2011
Langzeitfolgen: Sparsam mit Antibiotika
Antibiotika können auf Dauer die Darmflora aus dem Gleichgewicht bringen
Image Source/RYF
Vor den Langzeitfolgen zu häufiger Antibiotika-Gaben warnt Professor David Relman von der Universität in Stanford (USA). Die chemischen Mittel können auf Dauer die Darmflora aus dem Gleichgewicht bringen.

Der Mikrobiologe und Immunologe rät: Bei einer Erkältung, die in der Regel durch Viren ausgelöst wird, vom Arzt keine Antibiotika einfordern – sie wirken nur bei bakteriellen Infektionen. Zum Lindern von Erkältungssymptomen eignen sich oft pflanzliche Arzneimittel.

09.03.2011
Roter Fingerhut: Prächtige, giftige Heilpflanze
Die Heilpflanze "Roter Fingerhut" spielt auch in der Welt der Sagen und Legenden eine große Rolle
Panthermedia/Frank M. F.
Malerische Lichtungen, saftig grüne Senken und felszerklüftete Waldränder – an Orten wie diesen wächst der Rote Fingerhut besonders gut, eine bis zu zwei Meter hohe, zweijährige Pflanze mit purpurroten Blütenkelchen.

Weil die Menschen seit jeher solche Plätze lieben und gern daran glauben wollen, dass hier Elfen und Feen wohnen, war es nur folgerichtig, dass sich Pflanze und Elfenwelt auf märchenhafte Weise verbanden. Besonders in der nordischen und irischen Mythologie gilt der Fingerhut (Digitalis) als typisches Elfengewächs.

Darauf weist auch sein ursprünglicher Name „Folk’s glove“ – Handschuh des (Elfen-)Volks – hin. Die Blüten sollten dem Volksglauben nach als Hüte der Fabelwesen dienen; deren Fingerabdrücke seien als weiß umrandete, dunkle Tupfer im Inneren der Blütenkelche erkennbar.

Doch wie das Leben – vor allem in Märchen und Sagen – so spielt: Auch das Böse bedient sich oft der schönen Dinge. So sollen böse Feen den Füchsen nicht nur beigebracht haben, sich durch das Läuten der Blumenglöckchen gegenseitig vor Jägern zu warnen.

Die Blüten sollen den Rotröcken auch dazu gedient haben, auf leisen Pfoten aus dem Wald zu schleichen und in die Hühnerställe der umliegenden Dörfer zu gelangen. Vielleicht ist das ein Grund, warum die Pflanze ihren heute gültigen englischen Namen „Foxglove“ (Handschuh des Fuchses) erhielt.

Im Mittelalter war der Rote Fingerhut aber nicht nur Gegenstand mythischer Erzählungen, sondern auch ein Bestandteil medizinischer Therapien. Vor allem „Geisteskrankheiten“ wurden damals mit der Giftpflanze behandelt.

Menschen mit dem „bösen Blick“, einem vermeintlich Unglück bringenden Ausdruck in den Augen, mussten stets fürchten, mit dem Extrakt behandelt zu werden. Fürchten deshalb, weil die Therapie allzu oft einen tödlichen Ausgang nahm. Nicht zuletzt deshalb geriet die Pflanze immer mehr in Vergessenheit.

Erst im 16. Jahrhundert fand der Fingerhut Eingang in die Fachliteratur. In seiner botanischen Abhandlung „Historia stirpium“ aus dem Jahr 1542 beschreibt ihn der deutsche Mediziner Leonhart Fuchs. Genutzt wurde die Heilpflanze zur Behandlung der Schwindsucht sowie als Brech- und Abführmittel.

„In erster Linie verwendete man sie aber äußerlich bei der Behandlung von Geschwülsten oder Abszessen“, erklärt Dr. Johannes Mayer, Medizinhistoriker an der Universität Würzburg. 400 Jahre später habe man dann auch tatsächlich eine zelltötende Wirkung nachweisen können und sogar ernsthaft überlegt, Fingerhut-Extrakte zur Behandlung von Krebsgeschwüren einzusetzen.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts, so beschreibt es Professor Jean-Marie Pelt, Pharmazeut und Botaniker an der Universität Metz (Frankreich), erfuhr der englische Arzt William Withering von einer Kräuterfrau, die über einen Extrakt gegen die durch Herzschwäche verursachte Wassersucht (Ödeme) verfüge.

Withering forschte nach und erkannte schnell, dass nur der Fingerhut für die Wirkung des Kräutergemischs verantwortlich sein konnte. Es folgten mehrere Experimente an Patienten, bei denen die Pflanze sich als wirksam gegen Ödeme erwies.

Der experimentierfreudige Arzt habe auch herausgefunden, berichtet Pelt, dass der Wirkstoff sich im Körper anreichern muss, weil die Wirkung bei längerer Anwendung deutlich zunahm. Heute kennt man die Inhaltsstoffe genau. So sind die wirksamen Herzglykoside des Fingerhuts auch jetzt noch in manchen Medikamenten enthalten.

Allerdings spielen sie nur mehr eine untergeordnete Rolle in der Herztherapie, denn das therapeutische Fenster – der Bereich zwischen der minimalen wirksamen und der niedrigsten tödlichen Dosis – ist außerordentlich klein. Wegen seiner Giftigkeit eignet sich der Fingerhut trotz seines prächtigen Aussehens auch nicht ideal als Gartenpflanze. Vor allem Familien mit Kindern sollten auf ihn verzichten.

08.03.2011
Kopfhörer: Gefahr im Ohr
Sicherheitshalber sollte man zumindest im Straßenverkehr die Lautstärke drosseln
Thinkstock/Hemera
Fußgänger mit Kopfhörern auf oder in den Ohren leben riskant. Darauf weist Anja Hänel hin, Referentin für Verkehrssicherheit beim Verkehrsclub Deutschland (VCD). Die Beschallung kann so laut sein, dass Musikhörende herannahende Fahrzeuge nicht mehr rechtzeitig akustisch wahrnehmen.

Ein ausgesprochenes Kopfhörer-Verbot für Fußgänger findet sich in den Gesetzestexten bisher zwar nicht. Die Expertin rät jedoch dringend, die Lautstärke im Straßenverkehr deutlich herunterzudrehen.

07.03.2011
Hüft-OP: Qualität schwankt
Die Wahrscheinlichkeit, dass nach einer Hüftoperation keine Komplikationen auftreten, ist nicht in jedem Krankenhaus gleich hoch
Thinkstock/iStockphoto
Wie gut eine Hüftoperation verläuft, hängt unter anderem von der Klinik ab. Laut Krankenhaus-Report 2011 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WidO) liegt in den schlechtesten 92 Kliniken die Komplikationsrate um 80 Prozent höher als im Durchschnitt; in den 92 besten Häusern liegt die Quote um 44 Prozent darunter.

Die Tatsache, dass in manchen Kliniken besonders viele ältere und kränkere Patienten behandelt werden, ist in der Analyse berücksichtigt. Bislang haben die Patienten jedoch keinen Einblick, welche Krankenhäuser zu den besseren gehören.

05.03.2011
Schwimmen: Ideal für die Lunge
Der Sport im nassen Element tut Lungenkranken gut. Er steigert das Lungenvolumen und senkt das Risiko, an Asthma zu erkranken
Shotshop/Monkey Business
Wer gern schwimmt, sollte das trotz Asthma öfter tun. Das legen zumindest mehrere Untersuchungen nahe. Forscher aus Barcelona (Spanien) beobachteten fast sieben Jahre lang Kinder und Jugendliche, die regelmäßig schwammen. Diese steigerten so ihr Lungenvolumen und verringerten ihr Risiko für Asthma.

Selbst Menschen, die bereits unter der Erkrankung leiden, kräftigen durch den Sport ihre Atemmuskulatur. „Für die meisten Asthmatiker ist es außerdem angenehm, dass feuchte, warme Luft über dem Wasser liegt“, sagt Anja Schwalfenberg vom Deutschen Allergie- und Asthmabund e.V..

04.03.2011
Probiotika: Mit Bakterien gegen Durchfall
Probiotische Lebensmittel können unter anderem die Dauer einer Durchfallerkrankung verkürzen
Thinkstock/iStockphoto
Probiotika können helfen, eine Magen-Darm-Erkrankung zu verkürzen, fanden Forscher der Universität in Swansea (Wales) heraus. Sie werteten dazu 63 Studien mit mehr als 8000 Teilnehmern aus.

Wer Probiotika mit viel Flüssigkeit schluckte, verkürzte die Krankheitszeit durchschnittlich um einen Tag. Zudem senkten die enthaltenen Mikroben die Wahrscheinlichkeit deutlich, dass der Durchfall länger als vier Tage dauerte. Probiotika gibt es auch als Medikament, um die Darmflora zu stärken. Lassen Sie sich in Ihrer Apotheke beraten.

03.03.2011
Kindersicherheit: Vorsicht bei bissigen Hunden
Wenn man Kinder in die Nähe von Hunden lässt ist Vorsicht geboten. Auch wenn sich Tier und Mensch bereits kennen
Thinkstock/Hemera
Wenn Kinder von einem Hund gebissen werden, kennen sich Täter und Opfer oft. In vielen Fällen stammt der Biss nämlich vom Hund der Freunde oder Nachbarn oder gar vom eigenen Haustier.

Zu diesem Ergebnis kommt Dr. Vikram Durairaj von der Universität Colorado (USA). Zusammen mit Kollegen analysierte er 537 Fälle, in denen Kinder durch Hundebisse im Gesicht verletzt worden waren. Am häufigsten schnappten die Tiere bei unbeaufsichtigten Kindern zu. Eindringlicher Appell des Wissenschaftlers: Ein Hund, der ein Familienmitglied so schwer angegriffen hat, muss aus dem Haushalt entfernt werden.

02.03.2011
Schluckauf: Den Hicks überlisten
Hausmittel gegen Schluckauf gibt es zwar viele, doch sie wirken nicht bei jedem. Das Wichtigste: Geduldig sein und bei chronischen Beschwerden zum Arzt gehen
Thinkstock/PhotoDisc
Der „Hicks“ kommt 35 Millisekunden nach der Atembewegung des Zwerchfells. Der Reflex verschließt die Stimmritze im Kehlkopf, und der unfreiwillige Laut entweicht. Unseren ersten Schluckauf haben wir bereits vor der Geburt.

„Schon im Mutterleib hickst ein Kind“, sagt Dr. Jens Keßler vom Schmerzzentrum der Universitätsklinik Heidelberg, wo man Patienten mit hartnäckigem Schluckauf behandelt. Das setze sich bei Neugeborenen fort, werde allerdings mit der Zeit seltener.

Der Anästhesist vermutet, dass der Reflex die Atemmuskulatur der Winzlinge trainiert. Andere Mediziner nehmen an, der Schluckauf schütze Ungeborene und Säuglinge davor, dass Flüssigkeit in die Luftröhre gelangt. „Bei Erwachsenen besitzt der Schluckauf keine Funktion“, berichtet Professor Gereon Fink von der Universitätsklinik Köln.

Trotzdem hicksen die meisten Menschen von Zeit zu Zeit. Häufig passiert das, wenn wir zu schnell und zu viel essen. Die verschlungene Nahrung dehnt den Magen. Dies reizt den Nerv des Zwerchfells. Keßler rät Personen, die darauf empfindlich reagieren, immer nur kleine Portionen zu verzehren und kohlensäurehaltige Getränke zu meiden. Das gilt auch für sehr kalte oder heiße Nahrung. Sie kann ebenfalls einen Schluckauf hervorrufen.

Was hilft, wenn der Schluckauf einen trotzdem plötzlich übermannt? „Ich halte alle Hausmittel für sinnvoll, die die Atmung beeinflussen“, sagt der Neurologe Fink. Dazu zählt zum Beispiel, eine Minute lang die Luft anzuhalten, ein Glas Wasser in einem Zug auszutrinken oder in eine Tüte ein- und auszuatmen. Dadurch entsteht ein Sauerstoffmangel im Blut, der das Zwerchfell ruhigstellt.

Alternativ können Betroffene versuchen, bestimmte Nervenregionen zu reizen. Fink empfiehlt, hinten am Hals zu zupfen oder an der herausgestreckten Zunge zu ziehen. Auch Ablenkung stoppt das Hicksen manchmal. Keßler rät beispielsweise zu versuchen, vom hinteren Rand eines Glases aus zu trinken.

Allerdings lässt sich der Reflex bei Weitem nicht immer überlisten. Und was dem einen hilft, bleibt beim anderen wirkungslos. Doch meist hört ein Schluckauf spätestens nach einigen Stunden von selbst auf.

Bei manchen Menschen hält er aber tage- bis wochenlang an. In 90 Prozent trifft es Männer. Einige können kaum mehr essen oder schlafen. Fink rät, zum Arzt zu gehen, wenn ein Schluckauf als quälend empfunden wird oder über Monate hinweg immer wiederkehrt.

Weil die Beschwerden am häufigsten vom Magen oder von der Speiseröhre ausgehen, sollten die Patienten zunächst einen Internisten aufsuchen. Findet er keine Auffälligkeiten, empfiehlt es sich, einen Neurologen hinzuzuziehen. Denn der Auslöser sind oft Entzündungen der Magenschleimhaut oder Störungen des Nervs, der das Zwerchfell mit dem Gehirn verbindet.

Doch es gibt viele weitere mögliche Ursachen, etwa eine beginnende multiple Slerose, einen Schlaganfall im Hirnstamm, eine vergrößerte Schilddrüse oder einen Herzinfarkt. Manchmal finden die Ärzte allerdings keine Krankheit, die als Auslöser infrage kommt.

Dann versuchen sie, den Reflex auszuschalten mithilfe von Muskelentspannung, Akupunktur oder – in sehr schlimmen Fällen – Antiepileptika. Wenn das alles nicht hilft, blockieren Mediziner den Zwerchfellnerv mit örtlich wirksamen Betäubungsmitteln – als Maßnahme der letzten Wahl.

01.03.2011
Vorsorge: Länger leben dank Kontrolle
Menschen, die sich regelmäßig beim Arzt durchchecken lassen, leben im Schnitt länger als Vorsorgemuffel
Thinkstock/Goodshot
Personen über 40 Jahre, die regelmäßig beim Arzt ihre Gesundheit überprüfen lassen, leben länger als Vorsorgemuffel gleichen Alters. Dies legt eine Studie aus Japan nahe, die in dem Fachmagazin Preventive Medicine erschien. Die Wissenschaftler beobachteten elf Jahre lang das Vorsorgeverhalten von 50.000 Krankenversicherten.

In der Gruppe, die sich nicht um medizinische Prävention kümmerte, starben in diesem Zeitraum 5,5 Prozent der Teilnehmer. In der vorsorgeaktiven Gruppe waren es nur etwa halb so viele (2,7 Prozent). Die positive Wirkung der Gesundheitskontrollen war unabhängig von der Tatsache, dass Menschen, die regelmäßig zur Vorsorge gehen, meist auch einen insgesamt gesünderen Lebensstil pflegen.

28.02.2011
Salmonellen: Widerstandsfähige Keime
Viele Krankheitserreger aus mit Salmonellen verseuchten Proben sind gegen Antibiotika resistent
Thinkstock/iStockphoto
Von mehr als 33.000 mit Salmonellen verseuchten Proben, die das Bundesinstitut für Risikobewertung zwischen 2000 und 2008 untersuchte, enthielten 48 Prozent Krankheitserreger, die gegen mindestens eine Gruppe von Antibiotika resistent waren. 35 Prozent waren sogar gegen mehrere Antibiotika gewappnet.
Die Proben stammten überwiegend von Nutztieren wie Hähnchen und Mastkälbern, aber auch aus Fleischprodukten, Futtermitteln und der Umwelt. Besonders kritisch: Schweine- und Putenfleisch. Hier enthielten fast drei von vier Proben mehrfach resistente Keime.

26.02.2011
Artischocke: Gesund und schmackhaft
Das Gemüse schmeckt super und enthält viele gesunde Inhaltsstoffe
Imagesource/RYF
Gekocht in Salzwasser, schmecken die Blütenböden der im Mittelmeerraum beheimateten Distelpflanze zartbitter. Der für den feinherben Geschmack verantwortliche Bitterstoff Cynarin entfaltet bei Verdauungsbeschwerden eine positive Wirkung: Er fördert die Absonderung von Gallenflüssigkeit. Andere Inhaltsstoffe der Artischocke wie die Flavonoide senken außerdem den Cholesterinspiegel im Blut, wie wissenschaftliche Untersuchungen nahelegen.
Die wertvollen Substanzen stecken allerdings weniger in den schmackhaften Blütenböden als in den bis zu 50 Zentimeter langen Laubblättern. Getrocknete Artischockenblätter sind ein Bestandteil verdauungsfördernder Teemischungen, die vor den Mahlzeiten getrunken werden sollten. Genau dosierbare Trockenextrakte werden zu zahlreichen Mono- und Kombinationspräparaten verarbeitet.

25.02.2011
Schmerzen: So behandelt man eine Schleimbeutelentzündung
Schleimbeutel sorgen dafür, dass wir uns reibungslos bewegen können. Doch manchmal entzünden sie sich
Panthermedia/Werner Heiber
Rund 150 Schleimbeutel gibt es in unserem Körper. Sie sind nur wenige Zentimeter groß und befinden sich an besonders beanspruchten Stellen – überall dort, wo Haut, Sehnen oder Muskeln direkt neben einem Knochen liegen.

Die Schleimbeutel dazwischen verringern die Reibung an diesen empfindlichen Strukturen. Eine klare und zähe Flüssigkeit in ihrem Inneren – die sogenannte Synovia – macht die Beutel (Bursae) elastisch. Ärzte nennen sie daher Bursae synoviales. Diese bewirken, dass sich unsere Knie, Ellbogen, Schultern und die anderen Gelenke geschmeidig bewegen. Doch die schützenden Polster können sich entzünden und Beschwerden bereiten.
„Eine Schleimbeutelentzündung am Ellbogen muss sich nicht gleich mit Schmerzen bemerkbar machen. Häufiger beobachten Patienten zunächst eine Schwellung“, erläutert Dr. Frank Rathfelder, niedergelassener Facharzt für Chirurgie und Unfallchirurgie in München. Doch längst nicht jede Entzündung der schützenden Polster ist von außen sichtbar. Die Schleimbeutel des Knies, der Schulter und der Hüfte verursachen zunächst nur Schmerzen, denn sie liegen tiefer im Gewebe.

Zu einer Schleimbeutelentzündung (Bursitis) kommt es meist durch Überlastung: Sportler beanspruchen die benachbarte Muskulatur zu sehr oder einseitig, Nichtsportlern hingegen bereitet häufig zu viel äußerer Druck Probleme – zum Beispiel auf ihre Ellbogen, wenn sie viel Zeit vor dem Bildschirm verbringen. Bestimmte Berufsgruppen trifft es besonders oft: Fliesenleger beispielsweise, weil sie viel auf den Knien arbeiten.
Seltener verursachen Krankheiten wie Arthrose, Arthritis oder Gicht eine Bursitis. Auslöser können auch bakterielle Infekte sein, zu denen es nach einer Verletzung in der Nähe eines Schleimbeutels kommt. „Wenn anschließend das Gelenk schmerzt oder anschwillt, sollte man sich sofort an einen Arzt wenden“, mahnt Rathfelder. Denn die Infektion kann sich ausweiten und im Extremfall eine Blutvergiftung verursachen. Das Gleiche gilt, wenn ohne äußere Einwirkung Schmerzen erstmals auftreten.
Der Arzt fragt nach der Art der Beschwerden, nach Vorerkrankungen und Bewegungsgewohnheiten und tastet die betroffene Stelle ab. Bei einem Verdacht auf eine Bursitis untersucht er den Patienten zusätzlich mithilfe von Ultraschall.
Richtig behandelt, heilt eine akute Schleimbeutelentzündung meist vollständig aus. Fast immer gehört es zur Therapie, die entzündete Stelle zu entlasten. Darüber hinaus helfen oft kalte Umschläge und Kältepackungen. Diese muss der Patient jedoch mit einem Handtuch umwickeln, um Erfrierungen zu vermeiden.
Auch eine leichte Physiotherapie und Injektionen mit abschwellenden oder entzündungshemmenden Wirkstoffen können die Beschwerden lindern. In Absprache mit dem Arzt kann ein Patient verschreibungsfreie schmerzlindernde und entzündungshemmende Medikamente mit Wirkstoffen wie Ibuprofen und Diclofenac einnehmen. In manchen Fällen helfen auch Salben, die diese Substanzen enthalten.

Wenn die Beschwerden trotzdem nicht verschwinden, entfernen Ärzte den betroffenen Schleimbeutel mithilfe eines kleinen chirurgischen Eingriffs. „Bei einer bakteriellen Infektion müssen wir den betroffenen Schleimbeutel fast immer herausoperieren“, ergänzt Professor Carsten Perka, Orthopäde und Unfallchirurg an der Charité-Universitätsmedizin Berlin.
Der Körper bildet dann eine Art Ersatzgewebe. Zur Vorbeugung empfiehlt Perka, beim Sport einseitige und maximale Belastungen zu vermeiden, die Leistung nur langsam zu erhöhen und Schmerzen als Warnsignal ernst zu nehmen.

24.02.2011
Gehirnerschütterung: Unterschätzter Brummschädel
Menschen, die einmal eine Gehirnerschütterung hatten, zeigen manchmal noch nach Jahren schlechtere Gehirnleistungen
Stockbyte/RYF
Gehirnerschütterungen sind offenbar folgenreicher als lange vermutet. Mediziner und Psychologen der Universität Marburg führten psychologische Tests mit 33 Personen durch, die in der Vergangenheit diese Form des Schädel-Hirn-Traumas erlitten hatten.
Knapp die Hälfte der Betroffenen zeigte nach Jahren noch schlechtere Aufmerksamkeits- und Gedächtnisleistungen als Kontrollpersonen, die keine Gehirnerschütterung erlitten hatten. „Die gängige Meinung, eine Gehirnerschütterung sei folgenlos, stimmt nicht“, sagt Dr. Carsten Konrad, der an der Untersuchung beteiligt war. Er rät, den Kopf bei Gefährdung zu schützen.

23.02.2011
Gefühlsaufruhr: Frisch verliebt
Wenn zwei sich gefunden haben, dann herrscht erst einmal Ausnahmezustand im Gehirn
Thinkstock/BananaStock
Wenn zwei sich verlieben, sind zwölf Bereiche des Gehirns an der Entstehung dieses emotionalen Ausnahmezustands beteiligt. Sie setzen unter anderem die Botenstoffe Dopamin, Oxytocin, Adrenalin und Vasopressin frei, die das Hochgefühl erzeugen. Es sind aber auch Regionen aktiv, die komplexe geistige Funktionen steuern.
Dies zeigt eine Studie der Syracuse-Universität in New York. Wissenschaftler werteten dort frühere Untersuchungen aus, die Magnetresonanz-Aufnahmen von Gehirnen verliebter Menschen zeigten.

22.02.2011
Prävention: Sport gegen Gebärmutterkrebs
Bewegung kann bei Frauen das Risiko senken an Gebärmutterkrebs zu erkranken
Thinkstock/BrandXPictures
Frauen, die mindestens 2,5 Stunden in der Woche Sport treiben, verringern ihr Risiko für Gebärmutterkrebs um 34 Prozent. Forscher der Yale-Universität in New Haven (USA) verglichen die Daten von 668 an Gebärmutterkrebs erkrankten mit denen von 665 gesunden Frauen.
Dabei zeigte sich die vorbeugende Wirkung von Sport. Besonders ausgeprägt war dieser Effekt bei schlanken, sportlichen Frauen, deren Risiko um 73 Prozent niedriger lag als bei unsportlichen Probandinnen. Von 100.000 Frauen in Deutschland erkranken etwa zehn jedes Jahr neu an Gebärmutterkrebs.

21.02.2011
Abnehmen: Jojo-Effekt vermeidbar
Wer sich nach einem erfolgreichen Gewichtsverlust die schöne Figur erhalten will, sollte eine spezielle Ernährung pflegen
Thinkstock/Photodisc
Viel Eiweiß und wenig Weißbrot – wer nach Abschluss einer Diät bestimmte Ernährungsregeln einhält, kann die erneute Gewichtszunahme („Jo-Jo-Effekt“) vermeiden. Eine Studie unter Beteiligung des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke verglich die Ernährung von 800 Teilnehmern nach einer erfolgreichen Diät.
Am günstigsten war Nahrung mit niedrigem glykämischem Index (geringer Einfluss auf den Blutzuckerspiegel, wie etwa Brokkoli, Bohnen oder Vollkornprodukte) und hohem Eiweißanteil.

19.02.2011
Salz: Würze des Lebens
Die weißen Kristalle sind lebensnotwendig, aber im Übermaß schädlich. Wer Salz richtig dosiert, tut der Gesundheit Gutes – bei vollem Genuss
Jupiter Images GmbH/Thinkstock
Ohne geht es in der Küche nicht: Es gehört in die Suppe, Fleisch schmeckt nur mit, das Frühstücksei braucht es, schlichte Pellkartoffeln und vor allem Brot. Salz bringt den Geschmack von Speisen besser zur Geltung. Selbst Kuchenteig gelingt mit einer Prise Natriumchlorid besser.

Auch der Körper kann nicht ohne: Nerven und Muskeln benötigen Natrium für die Reizleitung, aus Chlorid wird Magensäure aufgebaut. Ohne Salz würden der Wasser- und Mineralstoffhaushalt des Körpers zusammenbrechen. Bei Salzmangel kommt der Blutdruck ins Schwanken, wir fühlen uns dann müde, es ist uns leicht schwindlig und übel.

Schließlich schätzen es Lebensmitteltechnologen, weil Salz Wasser bindet und dadurch Nahrungsmittelkeimen die Lebensgrundlage entzieht. Bis zur Einführung des Kühlschranks war es das Konservierungsmittel der Wahl. Aber in seinen Anfängen zur Zeit der Kelten war der bergmännische Abbau anstrengend und teuer. Salz war daher ein begehrtes Handelsprodukt und sogar Zahlungsmittel.

Heute steht Salz im Überfluss zur Verfügung, 100 Gramm davon sind beim Discounter für wenige Cent zu haben. Doch genau darin liegt eine Gefahr. Statt der empfohlenen fünf bis sechs Gramm essen Frauen in Deutschland heute täglich fast acht Gramm, Männer mehr als zehn Gramm Salz.

Überschüssiges Salz und Wasser werden normalerweise über die Nieren ausgeschieden. „Dabei wird aber auch Kalzium mitgenommen, das dann in den Knochen fehlt“, warnt Isabelle Keller von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Das ist besonders kritisch für Menschen mit Osteoporose.

Auch Herz und Kreislauf droht Gefahr, wenn der Konsum des „weißen Goldes“ langfristig zu hoch ist. Mehr Salz und mehr Wasser bleiben dann in den Gefäßen zurück. Mit der Blutmenge steigt der Blutdruck und damit auch die Gefahr von Herzinfarkt, Schlaganfall und Herzversagen. Bei schätzungsweise jedem zweiten Deutschen ist das der Fall.

Ob jemand salzempfindlich ist, lässt sich nicht vorhersagen. Daher sollten alle die weiße Würze bewusst einsetzen – vorsichtshalber. Gehören Sie auch zu den Menschen, die grundsätzlich jedes Gericht nachsalzen? Vorsicht: Wer viel Salz isst, braucht mit der Zeit eine höhere Dosis, um den Geschmack überhaupt noch wahrzunehmen. Was dem einen – wie immer – prima mundet, empfindet der andere schon als versalzen.

„Das ist eine Frage der Gewöhnung“, erklärt Ernährungswissenschaftlerin Keller, „aber man kann sich umgewöhnen.“ Deshalb nicht gleich zum Salzstreuer greifen, wenn das Essen auf den Tisch kommt – probieren Sie lieber erst. Viele Würzmischungen sowie Senf und Sojasauce bestehen nämlich zum großen Teil aus Salz. Auch Speck, Schinken und Käse bringen davon reichlich ins Essen, sodass sich Nachwürzen erübrigt.

Setzen Sie außerdem mehr auf den Eigengeschmack der Zutaten. Frische Kräuter und Gewürze zaubern einen wunderbaren Geschmack an die Speisen. Ohne ein Körnchen Salz kommt Gemüse übrigens im Dampfkochtopf aus, weil sein Aroma bei dieser schonenden Zubereitung nicht verloren geht.

Eine weitere Würzalternative ist Salz mit 15 bis 20 Prozent Kräuteranteil. Wer diese Tipps in der Küche beherzigt, kommt selbst als Bluthochdruckkranker ohne Diätsalz aus, das überwiegend aus Kaliumchlorid besteht und leicht bitter schmeckt.

Wirksamer könnten allerdings die Hersteller sparen, denn 80 Prozent des bei uns konsumierten Salzes kommt aus Lebensmitteln, allen voran Brot, Wurst und Käse. Deshalb wird derzeit diskutiert, Bäcker, Metzger und Industrie zum Salzsparen zu verpflichten.
Während in der medizinischen Fachwelt die Signale auf Salzsparen stehen, wird das Salzsortiment im Supermarkt immer größer. Neben einfachem Steinsalz aus dem Bergwerk steht etwa das auf wendiger gewonnene und daher teurere Meersalz im Regal.

In großen Becken am Meer verdunstet das Wasser nach und nach, bis das Salz auskristallisiert. Übrig bleibt eine Würze, die neben Natriumchlorid weitere Mineralien enthält. „Die Mengen sind aber gering, und der Gehalt an lebenswichtigem Jod, das in unserem Essen fehlt, ist nicht deklariert“, moniert DGE-Expertin Keller.

Die bessere Wahl sei Jodsalz, dem eine definierte Menge Jod beigemischt ist. Fachleute empfehlen auch den Zusatz von Fluorid. Der Mineralstoff ist in jeder guten Zahncreme enthalten und stärkt im direkten Kontakt mit dem Zahn den Schmelz. Fluorsalz hat diesen Effekt auch in geringem Ausmaß.

Ebenso begrüßen Ernährungsexperten Folsäure im Salz. Die meisten Deutschen essen zu wenig von dem empfindlichen Vitamin. Lieber sähen die Experten den Folsäurezusatz allerdings bei Mehl. Denn niemand soll durch die Vitaminbeigabe verleitet werden, mehr Salz zu essen.

Selbst Feinschmecker streuen ihre teuren, ausgefallenen Salzvariationen wie Fleur de sel meist nur als Finish über das fertige Essen. „Dann kommt ihr Geschmack am besten zur Geltung“, weiß Patrick Zbinden, der Lebensmittel auf ihre sensorische Qualität prüft. Mehr Gesundheit kauft man sich damit aber nicht ein.

18.02.2011
Salz: Würze des Lebens
Die weißen Kristalle sind lebensnotwendig, aber im Übermaß schädlich. Wer Salz richtig dosiert, tut der Gesundheit Gutes – bei vollem Genuss
Jupiter Images GmbH/Thinkstock
Ohne geht es in der Küche nicht: Es gehört in die Suppe, Fleisch schmeckt nur mit, das Frühstücksei braucht es, schlichte Pellkartoffeln und vor allem Brot. Salz bringt den Geschmack von Speisen besser zur Geltung. Selbst Kuchenteig gelingt mit einer Prise Natriumchlorid besser.

Auch der Körper kann nicht ohne: Nerven und Muskeln benötigen Natrium für die Reizleitung, aus Chlorid wird Magensäure aufgebaut. Ohne Salz würden der Wasser- und Mineralstoffhaushalt des Körpers zusammenbrechen. Bei Salzmangel kommt der Blutdruck ins Schwanken, wir fühlen uns dann müde, es ist uns leicht schwindlig und übel.

Schließlich schätzen es Lebensmitteltechnologen, weil Salz Wasser bindet und dadurch Nahrungsmittelkeimen die Lebensgrundlage entzieht. Bis zur Einführung des Kühlschranks war es das Konservierungsmittel der Wahl. Aber in seinen Anfängen zur Zeit der Kelten war der bergmännische Abbau anstrengend und teuer. Salz war daher ein begehrtes Handelsprodukt und sogar Zahlungsmittel.

Heute steht Salz im Überfluss zur Verfügung, 100 Gramm davon sind beim Discounter für wenige Cent zu haben. Doch genau darin liegt eine Gefahr. Statt der empfohlenen fünf bis sechs Gramm essen Frauen in Deutschland heute täglich fast acht Gramm, Männer mehr als zehn Gramm Salz.

Überschüssiges Salz und Wasser werden normalerweise über die Nieren ausgeschieden. „Dabei wird aber auch Kalzium mitgenommen, das dann in den Knochen fehlt“, warnt Isabelle Keller von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Das ist besonders kritisch für Menschen mit Osteoporose.

Auch Herz und Kreislauf droht Gefahr, wenn der Konsum des „weißen Goldes“ langfristig zu hoch ist. Mehr Salz und mehr Wasser bleiben dann in den Gefäßen zurück. Mit der Blutmenge steigt der Blutdruck und damit auch die Gefahr von Herzinfarkt, Schlaganfall und Herzversagen. Bei schätzungsweise jedem zweiten Deutschen ist das der Fall.

Ob jemand salzempfindlich ist, lässt sich nicht vorhersagen. Daher sollten alle die weiße Würze bewusst einsetzen – vorsichtshalber. Gehören Sie auch zu den Menschen, die grundsätzlich jedes Gericht nachsalzen? Vorsicht: Wer viel Salz isst, braucht mit der Zeit eine höhere Dosis, um den Geschmack überhaupt noch wahrzunehmen. Was dem einen – wie immer – prima mundet, empfindet der andere schon als versalzen.

„Das ist eine Frage der Gewöhnung“, erklärt Ernährungswissenschaftlerin Keller, „aber man kann sich umgewöhnen.“ Deshalb nicht gleich zum Salzstreuer greifen, wenn das Essen auf den Tisch kommt – probieren Sie lieber erst. Viele Würzmischungen sowie Senf und Sojasauce bestehen nämlich zum großen Teil aus Salz. Auch Speck, Schinken und Käse bringen davon reichlich ins Essen, sodass sich Nachwürzen erübrigt.

Setzen Sie außerdem mehr auf den Eigengeschmack der Zutaten. Frische Kräuter und Gewürze zaubern einen wunderbaren Geschmack an die Speisen. Ohne ein Körnchen Salz kommt Gemüse übrigens im Dampfkochtopf aus, weil sein Aroma bei dieser schonenden Zubereitung nicht verloren geht.

Eine weitere Würzalternative ist Salz mit 15 bis 20 Prozent Kräuteranteil. Wer diese Tipps in der Küche beherzigt, kommt selbst als Bluthochdruckkranker ohne Diätsalz aus, das überwiegend aus Kaliumchlorid besteht und leicht bitter schmeckt.

Wirksamer könnten allerdings die Hersteller sparen, denn 80 Prozent des bei uns konsumierten Salzes kommt aus Lebensmitteln, allen voran Brot, Wurst und Käse. Deshalb wird derzeit diskutiert, Bäcker, Metzger und Industrie zum Salzsparen zu verpflichten.
Während in der medizinischen Fachwelt die Signale auf Salzsparen stehen, wird das Salzsortiment im Supermarkt immer größer. Neben einfachem Steinsalz aus dem Bergwerk steht etwa das auf wendiger gewonnene und daher teurere Meersalz im Regal.

In großen Becken am Meer verdunstet das Wasser nach und nach, bis das Salz auskristallisiert. Übrig bleibt eine Würze, die neben Natriumchlorid weitere Mineralien enthält. „Die Mengen sind aber gering, und der Gehalt an lebenswichtigem Jod, das in unserem Essen fehlt, ist nicht deklariert“, moniert DGE-Expertin Keller.

Die bessere Wahl sei Jodsalz, dem eine definierte Menge Jod beigemischt ist. Fachleute empfehlen auch den Zusatz von Fluorid. Der Mineralstoff ist in jeder guten Zahncreme enthalten und stärkt im direkten Kontakt mit dem Zahn den Schmelz. Fluorsalz hat diesen Effekt auch in geringem Ausmaß.

Ebenso begrüßen Ernährungsexperten Folsäure im Salz. Die meisten Deutschen essen zu wenig von dem empfindlichen Vitamin. Lieber sähen die Experten den Folsäurezusatz allerdings bei Mehl. Denn niemand soll durch die Vitaminbeigabe verleitet werden, mehr Salz zu essen.

Selbst Feinschmecker streuen ihre teuren, ausgefallenen Salzvariationen wie Fleur de sel meist nur als Finish über das fertige Essen. „Dann kommt ihr Geschmack am besten zur Geltung“, weiß Patrick Zbinden, der Lebensmittel auf ihre sensorische Qualität prüft. Mehr Gesundheit kauft man sich damit aber nicht ein.

17.02.2011
Körpergewicht: Tiere werden immer molliger
Nicht nur Menschen, auch Haustiere leiden in den industrialisierten Ländern oft unter Übergewicht
Thinkstock/Hemera
Nicht nur die Menschen legen im Durchschnitt deutlich an Körpergewicht zu, sondern auch Tiere – zumindest solche, die in industrialisierten Ländern leben. Das ergab eine Studie der University of Alabama in Birmingham (USA), für die Forscher die Daten von 20.000 Tieren auswerteten.
Das Team um David Allison fand heraus, dass der Gewichtszuwachs nicht mit der Ernährung, der Umgebung oder einem Mangel an Bewegung zusammenhängt. Die Wissenschaftler vermuten daher andere Ursachen, die auch beim Menschen im Verdacht stehen, Fettleibigkeit zu fördern. Dazu gehören beispielsweise Viren und Umweltfaktoren.

16.02.2011
Warnzeichen: Nächtlicher Harndrang
Wer nachts oft zur Toilette muss, sollte einmal checken lassen, ob vielleicht eine unerkannte Erkrankung dahintersteckt
Thinkstock/Comstock Images
Mitten in der Nacht auf die Toilette zu müssen, weil die Blase drückt, ist lästig – und ein Warnzeichen. Die Urologenvereinigung der USA berichtet von zwei Studien, denen zufolge Menschen mit nächtlichem Harndrang (Nykturie) eine niedrigere Lebenserwartung haben.
Begründung: Vor allem bei älteren Menschen können unerkannte Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Leiden, Depressionen oder (bei Männern) Probleme mit der Prostata dahinterstecken. Die Urologen raten daher, das Warnzeichen ernst zu nehmen und die Ursache ärztlich abklären zu lassen.

15.02.2011
Bakterien: Schmutzige Geldscheine
Banknoten sind ein idealer Nährboden für diverse Krankheitserreger
Ingram/RYF
Australische Wissenschaftler wollten wissen, wie viele Bakterien sich auf Geldscheinen befinden. Dafür untersuchten sie 1280 Banknoten, die sie in zehn verschiedenen Ländern an Imbissständen als Wechselgeld zurückbekommen hatten – von den USA bis Burkina Faso, von Australien bis Mexiko. Auch die Euro-Staaten Irland und Niederlande waren darunter.
Ergebnis: Die Zahl der Krankheitskeime pro Quadratzentimeter hängt vom Alter und Material der Scheine sowie vom Lebensstandard in dem jeweiligen Land ab. Die Forscher raten: Verkaufspersonal sollte Geld und Lebensmittel nicht mit derselben Hand anfassen; noch besser wäre die Aufgabenverteilung auf zwei Personen.

14.02.2011
Gehirn: Sprachtalent zögert Alzheimer hinaus
Menschen, die mehrere Sprachen sprechen, werden im Schnitt später dement
Banana Stock/RYF
Wer zwei oder mehr Sprachen spricht, den trifft die Alzheimerkrankheit deutlich später als einsprachige Menschen. Eine im Fachmagazin Neurology veröffentlichte Studie verglich rund 200 Patienten mit der Verdachtsdiagnose Alzheimer, die Hälfte war mehrsprachig.
Bei ihnen zeigten sich die Symptome im Durchschnitt fünf Jahre später als bei einsprachigen Teilnehmern. Vermutlich trainiert das Sprechen mehrerer Sprachen Reserven, die den Abbau der Hirnleistung eine Zeit lang ausgleichen.

12.02.2011
Harnwegsinfekt: So bleibt die Blase gesund
Das Leiden ist unter Frauen weit verbreitet. Doch es gibt Wege, vorzubeugen und die Heilung zu beschleunigen
Thinkstock/Hemera
Behandlungs-Tipps

Urin ansäuern: Keime gedeihen schlecht im Sauren. Um einer Blasenentzündung vorzubeugen, rät Apothekerin Christa Keul aus Pöcking (Oberbayern), den Urin anzusäuern. „Wer zu Harnwegsinfekten neigt, sollte vor einem Bade- oder Skiurlaub vorsorglich Cranberry-Produkte oder Präparate mit dem Wirkstoff Methionin einnehmen.“ Cranberrys schützen gleich doppelt: Sie bremsen das Wachstum der Erreger und verhindern, dass sich diese an die Blasenschleimhaut heften.    

Viel trinken: Wird die Blase nicht ausreichend durchgespült, können sich Bakterien festsetzen. „Viel trinken ist daher sehr wichtig“, betont Professorin Daniela Schultz-Lampel. Je schneller die Bakterien ausgeschwemmt würden, desto eher sei auch die Entzündung wieder weg. „Eine hohe Flüssigkeitszufuhr wirkt daher nicht nur vorbeugend, sondern hat auch einen therapeutischen Effekt“, ergänzt die Urologin am Schwarzwald-Baar-Klinikum in Villingen-Schwenningen. Ein weiterer Grund für vermehrtes Trinken: Harntreibende Phytotherapeutika gegen Blaseninfekte entfalten ihre Wirkung nur, wenn dem Körper genug Flüssigkeit zur Verfügung steht. Wer also ein aufkommendes Brennen beim Wasserlassen spürt, sollte etwa zwei Liter Flüssigkeit am Tag trinken (bei Herzschwäche den Arzt fragen!). Geeignet sind Wasser, Tees oder Saftschorlen. Von Grapefruit- oder Orangensaft ist abzuraten. „Zitrusfrüchte enthalten viele Fruchtsäuren, die zu basischen Puffersubstanzen verstoffwechselt werden“, so Schultz-Lampel. Diese verändern den pH-Wert des Urins ungünstig, sodass sich die Bakterien schneller vermehren.  

Grüne Helfer
„In der Frühphase einer Blaseninfektion können Heilpflanzen die Beschwerden lindern“, erläutert Apothekerin Christa Keul. Wirkstoffe aus Goldrute, Orthosiphon, Birkenblättern, Schachtelhalm oder Brennnessel durchspülen die Harnwege und schwemmen krank machende Erreger aus. Extrakte aus Bärentraubenblättern, Kapuzinerkresse und Meerrettichwurzel besitzen einen desinfizierenden Effekt und hemmen das Wachstum von Mikroorganismen.

Warm halten
Kalte Füße oder ein zugiger Platz im Restaurant: Bei empfindlichen Frauen reicht das schon aus, um Blasenprobleme heraufzubeschwören. Dabei ist es nicht die Kälte selbst, die die Entzündung auslöst. Bei einem unterkühlten Körper ist vielmehr die Immunabwehr geschwächt, Keime können sich dann besser vermehren. „Schützen Sie sich vor Kälte“, lautet daher auch Christa Keuls Empfehlung. Die Pharmazeutin: „Besonders Unterleib und Füße sollten stets trocken und warm bleiben!“ Im Freien sei es ratsam, kalte Sitzgelegenheiten zu meiden oder eine Unterlage zu nutzen, ergänzt sie. „Treten bereits erste Beschwerden auf, kann eine Therapie mit Rotlicht, Wärmflasche oder Wärmebädern lindernd wirken.“

Gang zum Arzt
Wenn die Beschwerden mit Fieber einhergehen oder nach ein bis zwei Tagen nicht abklingen, ist ein Besuch beim Arzt ratsam. Anhand eines Urintests prüft er, ob ein bakterieller Infekt vorliegt. „Falls ja, empfiehlt sich eine Antibiotika-Behandlung“, stellt Urologin Schultz-Lampel klar. Bei unkomplizierten Entzündungen verschwinden die Symptome meist nach einer Ein- oder Dreitagestherapie. Für chronische Infekte gibt es Langzeitantibiotika, die über Monate verabreicht werden.     
Bei immer wiederkehrenden Entzündungen liegt ein fehlerhafter Aufbau der Blasenschleimhaut zugrunde. Eine Schutzschicht an ihrer Oberfläche, die bestimmte Polyzuckermoleküle enthält, schirmt sie normalerweise gegen Mikroorganismen und schädliche Stoffe aus dem Urin ab. Bei Patientinnen mit immer wiederkehrenden Infekten sieht die Schutzschicht „mottenfraßartig“ aus. Schultz-Lampel: „Neuerdings gibt es Blasenspülungen, die Polyzuckermoleküle enthalten, mit denen sich die defekte Schleimhautschicht regenerieren lässt.“

Entzündete Blase: Ein typisches Frauenleiden  

Rund 95 Prozent aller Harnwegsinfektionen betreffen Frauen. Im Lauf ihres Lebens leidet etwa jede zweite Frau mindestens einmal darunter. Das liegt daran, dass die Harnröhre weitaus kürzer ist als bei Männern. Erreger haben es also nicht weit bis zur Blase. Darüber hinaus liegen bei Frauen Harnröhre und After eng zusammen, wodurch es öfter zu Schmierinfektionen durch Keime des Darmausgangs kommt.  

11.02.2011
Psyche: Gelassen älter werden
Wer eine positive Einstellung zum Leben hat, bleibt länger gesund
Banana Stock/RYF
Menschen, die sicher sind, ihr Leben positiv beeinflussen zu können, bleiben länger fit als weniger überzeugte Zeitgenossen, so das Ergebnis einer Studie mit 3626 Personen im Alter von 32 bis 84 Jahren. Forscher der Bran-deis Universität in Massachusetts (USA) ermittelten im Abstand von zehn Jahren Gesundheitszustand, Einstellungen und Lebensstil der Teilnehmer. Selbstwirksamkeit, wie Psychologen die beschriebene Haltung nennen, sowie starke soziale Bindungen und körperliche Aktivität erwiesen sich als Schutzfaktoren. 

10.02.2011
Aussehen: Wunsch und Wirklichkeit
Der Partner entspricht of nicht unbedingt der Idealvorstellung
Digital Vision/ RYF
Das Aussehen des Partners entspricht häufig nicht den Wunschvorstellungen. Dies belegt eine gemeinsame Studie der Universitäten von Montpellier (Frankreich) und Sheffield (England) mit 116 Paaren. Zunächst wählten die Teilnehmer am Computer ihre Idealfigur des anderen Geschlechts. Diese Silhouetten verglichen die Forscher mit der Darstellung der realen Partner. Dabei zeigte sich, dass Männer häufig deutlich schlankere und größere Frauen bevorzugen. Frauen wählten zum Teil schlankere Männer, zum Teil größere und kräftigere.

09.02.2011
Rooibostee: Gefäßschutz aus Südafrika
Rotbusch enthält viele Pflanzenwirkstoffe, die sich laut einer Studie auch positiv auf Herz und Kreislauf auswirken
Thinkstock/iStockphoto
Rotbuschtee (Rooibos) aus Südafrika zeichnet sich nicht nur durch sein mildes Aroma aus, er besitzt auch eine positive gesundheitliche Wirkung. Das zeigt eine Studie der Technischen Universität Cape Peninsula in Belleville (Südafrika). 40 Teilnehmer tranken sechs Wochen lang täglich jeweils sechs Tassen des Tees. Das führte zu einem Anstieg entzündungshemmender Polyphenole im Blut. Zudem war der Gehalt an oxidierten Blutfetten, die das Arteriosklerose-Risiko erhöhen, geringer als in der Vergleichsgruppe, die keinen Rotbuschtee getrunken hatte.

08.02.2011
Chemikalie: Bisphenol senkt Fruchtbarkeit
Samenzellen reagieren empfindlich auf den chemischen Stoff
Panthermedia/Martin Kreutz
Die Zeugungsfähigkeit von Männern schwindet umso mehr, je stärker ihr Körper mit der Chemikalie Bisphenol belastet ist. Das haben US-amerikanische Forscher bei chinesischen Fabrikarbeitern festgestellt. Je mehr Bisphenol im Urin der Arbeiter enthalten war, desto schlechter war die Qualität ihrer Samenzellen. Der Stoff, der unter anderem in Beschichtungen von Konserven- und Getränkedosen verwendet wird, steht seit Jahren wegen seiner hormonaktiven Wirkung in der Kritik. Effekte beim Menschen waren bislang aber schwer nachzuweisen.

07.02.2011
Atemwege: Befreiende Bitterstoffe
Reizen bittere Substanzen bestimmte Rezeptoren in den Bronchien, erweitern sie sich
Jupiter Images GmbH/Goodshot
Geschmacksrezeptoren für Bitterstoffe finden sich auch in den Bronchien. Sie bewirken, dass sich die Atemwege erweitern, wenn sie gereizt werden. Das haben Mediziner aus Baltimore im US-Bundesstaat Maryland herausgefunden und in der Fachzeitschrift Nature publiziert. Die Erkenntnis könnte zukünftig beispielsweise für die Entwicklung von Asthmamitteln genutzt werden. Ursprünglich hatten die Forscher angenommen, die Rezeptoren würden eine Verengung bewirken, um Giftstoffe fernzuhalten.

05.02.2011
Oliven: Gesunde Mittelmeerfrucht
Olivenöl steckt voller gesunder Inhaltsstoffe. Sie wirken sich unter anderem günstig auf die Blutfette aus
Imagesource/RYF
Olivenbäume mit ihren silbrig schimmernden Blättern und knorrigen Stämmen wachsen im gesamten Mittelmeerraum. Im Spätherbst ernten die Bauern die noch grünen Oliven, im Winter die weiter gereiften rotbraunen bis schwarzen. Aus den Steinfrüchten gewinnen sie das fruchtig duftende und hoch erhitzbare Olivenöl (Olivae oleum), das vor allem einfach ungesättigte Fettsäuren enthält.
Hinzu kommen neben sekundären Pflanzenstoffen die fettlöslichen und zellschützenden Vitamine E, A und K. Studien haben gezeigt, dass sich der Genuss von kaltgepresstem Olivenöl günstig auf die Blutfettwerte auswirkt. Im Handel gibt es das Öl als „extra vergine“ oder „natives Olivenöl“. Die Naturheilkunde nutzt es für die Massage bei Muskelverspannungen. In Cremes und Hautölen glätten die in Oliven enthaltenen Fettsäuren Linol- und Palmitinsäure unsere zarte Körperhülle.

04.02.2011
Erdnüsse: Problematische Knabberei
Schwangere mit einem erhöhten familiären Allergierisiko sollten besser auf Erdnüsse verzichten
Thinkstock/iStockphoto
Ärzte empfehlen werdenden Müttern mit einem erhöhten familiären Risiko für Allergien, auf Erdnüsse zu verzichten. Die Annahme, dass Erdnuss-Allergien bereits während der Schwangerschaft entstehen, ist nicht neu, aber bislang umstritten. Nun zeigt eine Studie mit 503 Säuglingen am Jaffe Food Allergy Institute in New York (USA), dass es doch einen Zusammenhang geben könnte. Frauen, die während der Schwangerschaft sichergehen wollen, sollten also besser die Finger von Erdnüssen lassen.

03.02.2011
Diabetes: Neue Regelung
Ein Schwerbehindertenausweis kann Vorteile mit sich bringen. Menschen mit Diabetes erhalten ihn nun leichter
W&B/Markus Dlouhy
Für Patienten mit Diabetes wird es dank der neu geregelten Versorgungsmedizin-Verordnung einfacher, einen Schwerbehindertenausweis zu erhalten. Wie die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) meldet, gilt jetzt als schwerbehindert, wer täglich mindestens vier Insulin-Injektionen benötigt und erheblich in der Lebensführung eingeschränkt ist. Der Ausweis bringt unter anderem Steuervorteile, mehr Urlaub und einen besseren Kündigungsschutz.

02.02.2011
Skifahren: Ein Helm schützt
Wer einen Helm aufsetzt, beugt bei einem Sturz Kopfverletzungen vor
Jupiter Images GmbH/Thinkstock LLC
Skifahrer und Snowboarder, die einen Helm tragen, verringern ihr Risiko, bei Stürzen eine Kopfverletzung zu erleiden, um mehr als ein Drittel (35 Prozent). Das ergab eine Auswertung von zwölf internationalen Studien durch Wissenschaftler des kanadischen Alberta Children‘s Hospital. Die Befürchtung, durch den Kopfschutz werde die Verletzungsgefahr lediglich in den Nackenbereich verlagert, hat sich nicht bewahrheitet. Behelmte Wintersportler sollten sich allerdings nicht zu einem riskanteren Fahrstil verleiten lassen.

01.02.2011
Alkohol: Männer werden schneller süchtig
Der Grund: Alkohol führt bei Ihm dazu, dass das Hirn mehr Glückshormone freisetzt
Thinkstock/iStockphoto
Je nach Geschlecht reagiert das Gehirn unterschiedlich auf Alkohol. Das zeigen Untersuchungen von Wissenschaftlern der Universität Yale (USA). Diese ließen 21 Testpersonen Ethanol trinken und maßen dann die Ausschüttung des Hormons Dopamin, das an der euphorisierenden Wirkung alkoholischer Getränke beteiligt ist. Obwohl die Teilnehmer ähnliche Mengen Alkohol tranken, wurde bei Männern deutlich mehr Dopamin im Gehirn freigesetzt.

31.01.2011
Schwangerschaft: Vorsicht bei Herzmedikamenten!
Für werdende Mütter sind bestimmte Herzmittel tabu
Jupiter Images/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY
Bestimmte Medikamente gegen Bluthochdruck und chronische Herzschwäche, sogenannte Sartane und ACE-Hemmer, dürfen nicht während der Schwangerschaft eingenommen werden. Obwohl die Warnung im Beipackzettel der Medikamente steht, weist die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft noch einmal ausdrücklich darauf hin. In kurzem Abstand erfuhr die Kommission von zwei Fällen, in denen während der Einnahme von Sartanen schwere Entwicklungsstörungen des Fötus auftraten. Vermutlich greifen die Wirkstoffe in die Organentwicklung des Ungeborenen ein.

29.01.2011
Abnehmen: Mit Vollkorn gegen Bauchfett
Vollwertkost kann dabei helfen, gefährliches Fett abzubauen
W&B/Burkhard Röper
Wer täglich mindestens drei Portionen Vollwertkost isst, hat im Durchschnitt zehn Prozent weniger Bauchfett. Das entdeckten Wissenschaftler der Tufts-Universität in Massachusetts (USA).
Sie hatten 2800 Erwachsene nach ihren Ernährungsgewohnheiten befragt und den Fettanteil um die Bauchorgane gemessen. Dieser gilt als wichtiger Risikofaktor für Herzerkrankungen und Diabetes. Die günstige Wirkung trat jedoch nur ein, wenn die Studienteilnehmer nicht auch viele Produkte aus verarbeitetem Getreide verzehrt hatten.

28.01.2011
Schadenfreude: Alte lesen gerne Schlechtes über Junge
Negative Meldungen über jüngere Menschen scheinen Älteren gut zu tun
Banana Stock/RYF
Ältere Menschen lesen gern Negatives über Junge. Dies zeigen Studien der Ohio-Staatsuniversität (USA) und der Zeppelin-Universität Friedrichshafen. Computerklicks und Lesedauer von Internetnutzern im Alter von 50 bis 65 Jahren zeigen, dass diese schlechte Nachrichten über junge Menschen interessanter finden als gute. Erklärung der Forscher: Negatives über Junge stärkt das Selbstwertgefühl der Älteren.

27.01.2011
Forschung: Nächtliches Licht fördert Krebs
Nächtliche Beleuchtung regt das Wachstum von Tumoren an
Thinkstock/iStockphoto
Helligkeit in der Nacht lässt Tumore schneller wachsen. Wissenschaftler der Universität Haifa (Israel) beobachteten das Wachstum von Krebszellen bei Versuchstieren, die entweder in einem normalen Hell-dunkel-Rhythmus lebten oder hin und wieder nächtlichem Licht ausgesetzt waren.
Je kürzer die Dunkelphase, des to rascher wuchs der Krebs. Die Versuche stützen Ergebnisse früherer Studien, die zeigten, dass Menschen, die in Gegenden mit nächtlicher Beleuchtung leben, häufiger an Krebs erkranken.

26.01.2011
Diagnose: Grund der Ohnmacht feststellen
Nach einer Ohnmacht sollte ein Arzt feststellen, weshalb der Patient das Bewusstsein verloren hat. So kann man schlimmere Gründe ausschließen oder behandeln
Thinkstock/Hemera
„Nach einem Bewusstseinsverlust sollten Betroffene unbedingt mit einem Augenzeugen des Vorfalls zum Arzt gehen“, rät der Neurologe Professor Hermann Stefan, Leiter des Zentrums Epilepsie Erlangen. Außenstehende können mit ihrer Schilderung wertvolle Details zur Diagnose beitragen.
Nur so lässt sich feststellen, ob es sich um eine Störung des Herz-Kreislauf-Systems, eine Unterzuckerung oder einen epileptischen Anfall handelte. Etwa jeder Fünfte erleidet mindestens einmal im Leben eine plötzliche, kurze Ohnmacht.

25.01.2011
Ernährung: Schon Steinzeitmenschen mahlten Getreide
Bereits unsere Vorfahren in der Altsteinzeit kultivierten Pflanzen und machten diese genieß- und nutzbar
Panthermedia/WolfgangB
Schon vor 30.000 Jahren bereiteten Menschen Getreide zu, um sich davon zu ernähren, berichten italienische Forscher. Die Historiker aus Florenz fanden auf ausgegrabenen vorgeschichtlichen Werkzeugen Abnutzungsspuren und Pflanzenreste, die auf einen entsprechenden Gebrauch schließen lassen.
Weil die Funde aus unterschiedlichen Regionen Europas stammen, sei diese Praxis offenbar bereits weitverbreitet gewesen. Demnach kultivierten schon Menschen in der Altsteinzeit Techniken, um Pflanzen genieß- und nutzbar zu machen.

24.01.2011
Psyche: Gene beeinflussen Depressionsrisiko
Unsere Erbanlagen spielen einer Studie zufolge eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung einer Depression
Jupiter Images GmbH/Photos.com
Die Entwicklung einer Depression hängt von vielen genetischen und äußeren Faktoren ab. Psychiater der Yale-Universität in New Haven (USA) haben nun aber einem Gen mit dem Kürzel MKP-1 eine Schlüsselrolle für die Gemütserkrankung zugeschrieben.
Zu ihren Ergebnissen kamen sie, indem sie die Gehirne Verstorbener untersuchten: Hatten die Probanden zu Lebzeiten an einer Depression gelitten, war das Gen im Gehirn doppelt so aktiv gewesen wie normal. Seine besondere Bedeutung ließ sich im Tierexperiment bestätigen: Schalteten die Forscher das Gen bei Mäusen aus, wurden diese stressunempfindlicher. Hier könnte ein Ansatz für neue Therapien liegen, hoffen die Ärzte.

22.01.2011
Nachwuchs: Baby verändert Mamis Gehirn
Nach der Geburt sprießen neue Hirnzellen bei der Mutter. Besonders in Regionen, die für die Emotionsverarbeitung zuständig sind
Jupiter Images GmbH/BrandXPictures
Zuwachs haben frischgebackene Mütter auch im Kopf: In den USA stellten Hirnforscher in Kernspintomografien fest, dass Frauen kurz nach der Geburt eines Kindes neue Nervenzellen ausbilden, und zwar in Hirnregionen, die für Emotionsverarbeitung, Motivation und schlussfolgerndes Denken zuständig sind.
Möglicherweise würden hormonelle Umstellungen das Gehirn so auf die neuen Lebensumstände reagieren lassen, schreiben die Forscher in dem Fachblatt Behavioral Neuroscience. Der Befund war am deutlichsten bei besonders glücklichen Müttern.

21.01.2011
Verhaltensforschung: Männer entschuldigen sich seltener
"Tut mir leid" kommt Frauen öfter und leichter über die Lippen als Männern
Thinkstock/iStockphoto
Frauen entschuldigen sich häufiger als Männer – so weit die geltende Meinung. Psychologen der Universität Waterloo (Kanada) wollten wissen, ob das stimmt, und wenn ja, weshalb es so ist. Sie fanden heraus, dass Frauen und Männer zwar gleich oft Anlass hätten, sich zu entschuldigen, Frauen das aber tatsächlich häufiger tun.
Als Grund machten die Wissenschaftler bei Männern eine höhere Schwelle aus, ab der sie ein bestimmtes Verhalten als unverschämt empfinden. Sie sind nicht so schnell beleidigt und erwarten diese Einstellung auch von anderen.

20.01.2011
Immunsystem: Massage stärkt die Abwehr
Bereits eine einzige schwedische Massage kann die Anzahl der Abwehrzellen im Blut deutlich erhöhen
Getty Images/Digital Vision
Bereits eine einzige Massage hat einen günstigen Einfluss auf das Immun- und Hormonsystem eines Menschen. Hinweise dafür bietet eine Studie des Cedars-Sinai Medical Center in Los Angeles (USA). Daran nahmen 53 Personen teil, die entweder eine übliche Schwedische Massage oder eine Massage mit nur leichten Berührungen erhielten.
Vor und nach der Behandlung, die jeweils 45 Minuten dauerte, nahmen die Forscher Blutproben von jedem Teilnehmer. Die Analyse zeigte, dass die Schwedische Massage die Anzahl der im Blut zirkulierenden Abwehrzellen (Lymphozyten) deutlich erhöhte.

19.01.2011
Vor der OP: Ess- und Trinkverbot gelockert
Wenn Patienten zwei Stunden vor einer Operation ein wenig Wasser trinken, kann sich das positiv auf den Eingriff auswirken, sagen Anästhesisten
Thinkstock/Stockbyte
Bis zwei Stunden vor einer Operation dürfen Patienten kleine Mengen klare Flüssigkeiten trinken, bis zu sechs Stunden vorher sogar noch eine Kleinigkeit essen, so lautet seit 2004 die Empfehlung der deutschen Anästhesie-Fachgesellschaften.
Sie hat sich jedoch noch nicht durchgesetzt, zeigte eine Befragung an den Berliner Universitätskliniken. Obwohl sich Trinken vor dem Eingriff positiv auf das Wohlbefinden der Patienten auswirken kann, hatten 75 Prozent der Krankenhausmitarbeiter Bedenken, es zu erlauben.

18.01.2011
Kopfschmerzen: Migräne durch Gene?
Menschen mit bestimmten Genmustern zeigen eine erhöhte Anfälligkeit für Migräne
Jupiter Images GmbH/Photos.com
Ein internationales Forscherteam hat zum ersten Mal eine Region im Erbgut gefunden, die an der Entstehung von Migräne beteiligt ist. Sie liegt zwischen zwei Genen, die den Botenstoff Glutamat regulieren. Dieser vermittelt die Erregungsweiterleitung im Gehirn.
Die Wissenschaftler analysierten für die im Fachmagazin Nature Genetics veröffentlichte Studie den Erbgut-Schnipsel bei rund 50.000 Menschen mit oder ohne Migräne. Teilnehmer, die in dieser Region eine bestimmte Variation aufwiesen, hatten ein um 23 Prozent erhöhtes Risiko für eine Migräneerkrankung.

17.01.2011
Schönheit: Dicke Luft macht Falten
Auch Umweltfaktoren spielen beim Thema Hautalterung eine Rolle
Image Source/RYF
Schadstoffe aus dem Straßenverkehr lassen die Haut älter aussehen. Das geht aus einer Studie des Instituts für umweltmedizinische Forschung an der Universität Düsseldorf mit 400 Frauen im Alter zwischen 70 und 80 Jahren hervor.
Die Partikelkonzentration in der Luft beeinflusst laut den Autoren vor allem das Auftreten von Pigmentflecken auf der Stirn und den Wangen sowie von Falten zwischen den Nasenflügeln und Mundwinkeln (Nasolabialfalten).

15.01.2011
Psyche: Beruhigende Naturbilder
Der Blick auf das ruhige Meer ist offenbar eine Wohltat für die Seele
PhotoDisc/RYF
Der Anblick schöner Landschaften erfreut nicht nur das Auge, Natur kann auch tiefe Entspannung schenken. Wissenschaftler der Universität von Sheffield (England) konnten mithilfe der Kernspintomografie nachweisen, dass sich dies auch im Gehirn widerspiegelt. Betrachteten Versuchspersonen eine ruhige Strandszene, bewirkte dies eine verstärkte Synchronisierung bestimmter Hirnbereiche. Der Anblick hektischer Straßenszenen zerstörte diesen Effekt wieder.

14.01.2011
Nüsse: Entspannende Knabberei
Wer Walnüsse isst, kann Stress besser widerstehen. Darauf deuten zumindest Testergebnisse hin
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Nüsseknacken ist an sich schon eine entspannende Tätigkeit. Nun zeigt eine Studie der Pennsylvania-State-Universität (USA), dass der Genuss von Walnüssen oder des Öls aus den köstlichen Samen die Widerstandsfähigkeit des Körpers gegen Stress erhöht. Die Studienteilnehmer mussten entweder eine Rede halten oder einen Fuß in eiskaltes Wasser tauchen. Der Genuss von täglich neun Walnüssen und einem Esslöffel Walnussöl verringerte in den Stresssituationen den Blutdruckanstieg.

13.01.2011
Übergewicht: Dicker Infekt
Adenoviren stehen womöglich mit dem Entstehen von Fettleibigkeit in Zusammenhang
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Fettleibigkeit kann möglicherweise auch durch eine Infektion entstehen. Das folgern Mediziner aus San Diego (USA) aus einer wissenschaftlichen Studie: Sie stellten fest, dass stark übergewichtige Kinder mehr als dreimal so oft Antikörper gegen ein sogenanntes Adenovirus aufwiesen wie normalgewichtige. Die genauen Zusammenhänge müssten weitere Studien aber noch aufzeigen.

12.01.2011
Umwelt: Gefährlicher Flugzeugschmutz
Düsenjets verteilen Abgase in der Atmosphäre, die auch dem Menschen schaden
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Den Gefahren des Fliegens kann man nicht entrinnen, indem man am Boden bleibt: Ein britisch-amerikanisches Forscherteam berechnete, dass durch die Folgen der flugverkehrsbedingten Luftverschmutzung weltweit vermutlich jedes Jahr 8000 Menschen sterben, also ein Vielfaches der Zahl von Opfern durch Flugzeugabstürze. Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation zufolge sterben jährlich etwa zwei Millionen Menschen an den Folgen von Luftverschmutzung. Flugzeugabgase verursachen demnach nur einen relativ geringen Teil dieser Todesfälle.

11.01.2011
Mittelmeerkost: Mediterraner Magenschutz
Wer sich mediterran ernährt, kann sein Risiko für Magenkrebs senken
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Dass die mediterrane Küche gesund ist, wissen inzwischen auch Mittel- und Nordeuropäer. Vor allem Obst, aber auch Gemüse sowie Getreideprodukte, Fisch und Olivenöl wirken schützend. Eine große Studie (EPIC) mit 50000 Teilnehmern aus zehn europäischen Ländern beleuchtete jetzt einen besonderen Aspekt. Durch Mittelmeerkost, so die Forscher, lässt sich die Zahl der Magenkrebserkrankungen um ein Drittel senken.

10.01.2011
Blei: Null Toleranz!
Das giftige Metall ist in jeder Dosis gefährlich
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Das Schwermetall Blei kann bereits in winzigen Mengen die Intelligenz verringern und bei älteren Menschen Bluthochdruck sowie Nierenversagen verursachen. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit stellte nun fest, dass es bei der Belastung mit Blei keine unbedenkliche Minimalmenge gibt. Das bedeutet: Alle Gesetze der Europäischen Union zur Bleikonzentration in Trinkwasser, Nahrung und Luft müssen geändert werden.

08.01.2011
Gemüse: Auch der Saft macht´s
Ein Glas Gemüsesaft täglich trägt auch zu einer gesunden Ernährung bei
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Fünfmal am Tag sollen wir Obst und Gemüse essen – aber das ist für die meisten nicht zu schaffen. Anspruch und Wirklichkeit klaffen weit auseinander. Eine neue USA-weite Studie verschiedener Institutionen zeigt, wie es klappen könnte: Wer täglich eine Portion Gemüse isst und ein Glas Gemüsesaft trinkt, kommt der Empfehlung von 400 Gramm pro Tag schon sehr nahe.

07.01.2011
Haustiere: Riskantes Kuscheln
Tiere können Hautpilze übertragen. Gerade im Winter gibt es manche unliebsame Bescherung
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Sie sind für das bloße Auge unsichtbar, nisten sich in der Haut ein und ernähren sich von dem Eiweiß Keratin. Die Rede ist von Hautpilzen, die vom Tier auf den Menschen übergehen. Sie können bei ihrem neuen Wirt eine sogenannte zoonotische Dermatose (griechisch zoon = Lebewesen, nosos = Krankheit) auslösen. Schätzungsweise 10000 Menschen stecken sich jährlich bei einem Tier mit Hautpilzen an – meist bei einer Katze. Aber auch Hunde, Hamster, Kaninchen, Pferde und Ratten können sie übertragen. Zu Weihnachten haben die Mikroben Hochkonjunktur.
"Viele Betroffene bringen den Pilz aus dem Urlaub im Sommer mit“, erklärt Professor Hans Jürgen Tietz vom Institut für Pilzkrankheiten und Mikrobiologie in Berlin die saisonale Häufung. Fast alle streunenden Katzen in südlichen Regionen sind infiziert. Beim Streicheln und Kuscheln gelangt der Pilz auf die menschliche Haut. Nach zehn Tagen zeigen sich dort die ersten Veränderungen: kreisförmige Flecken mit geröteten Rändern. Es juckt, und die Haut schuppt sich. Vor allem Oberarme und Brust werden befallen. Die Handinnenfläche verschont der Pilz in der Regel.
Trotz dieser klaren Symptome verschleppen manche Menschen die Erkrankung. So breitet sich der Pilz über den Körper aus und gelangt schließlich dahin, wo ihn keiner mehr übersehen kann: auf den Kopf. Dort hinterlässt er handtellergroße kahle Stellen. Wer sich im Sommerurlaub ansteckt, bei dem zeigen sich die Folgen oft erst einige Monate später im Winter. „Daher bekommen Hautärzte solche Patienten vor allem um Weihnachten herum zu Gesicht“, sagt Tietz. Ist die Ausbreitung weit fortgeschritten, wird die Behandlung langwierig und dauert mitunter bis zu ein Jahr.
Hat sich jemand infiziert, trifft es oft auch die anderen Familienmitglieder. Der Pilz geht nämlich nicht nur vom Tier auf den Menschen über – er wird auch von Mensch zu Mensch und von Mensch zu Tier übertragen.

So weit muss es jedoch nicht kommen, denn sowohl die Vorbeugung als auch die Therapie im Frühstadium sind einfach. Erste Regel für den Urlaub: Hände weg von streunenden Katzen und Hunden! Das gilt auch für Fernreisen, denn die Hautpilze sind auf der ganzen Welt zu Hause. Doch gerade Kinder können oft nicht widerstehen, wenn die süßen Streuner am Strand herumtollen. War der Kuscheldrang dann einfach zu groß, hilft es, die betroffenen Hautstellen anschließend gründlich zu waschen, zu trocknen und vorsichtshalber ein Antipilzmittel aufzutragen, ein sogenanntes Antimykotikum. Die rezeptfreien Mittel gehören, so Tietz, in die Urlaubsapotheke.
Im Gegensatz zu Antibiotika löst der Einsatz von Antimykotika keine Resistenzen gegen das Medikament aus. Zudem gelten Antipilzmittel als sicher und nebenwirkungsarm. Aus diesen Gründen hat der Gesetzgeber die Therapie von Pilzinfektionen zur Selbstmedikation in die Hände des Patienten übergeben. „Im Anfangsstadium kann sich der Betroffene gut selbst behandeln. Der Apotheker berät bei der Wahl des passenden Wirkstoffs. Ein Arztbesuch ist nicht zwingend notwendig“, betont Professor Hans Jürgen Tietz.

Wer die Infektion nicht behandelt, riskiert nicht nur Spätfolgen für die Haut, sondern gefährdet auch andere Menschen. Denn der Pilz verbreitet sich leicht – in der Familie, im Kindergarten, in der Schule oder am Arbeitsplatz.
„Die Selbstmedikation hat jedoch Grenzen“, mahnt Tietz. Sind auf der Haut mehr als acht Infektionsherde zu sehen und kommen beispielsweise am Rücken oder im Gesicht noch neue Stellen hinzu, ist in jedem Fall ein Besuch beim Hautarzt angezeigt.
Dieser kann auch den Auslöser dingfest machen. Dazu schabt der Arzt einige Hautzellen von den betroffenen Stellen ab und lässt die Pilze im Labor wachsen. Nach etwa einer Woche ist der Übeltäter erkannt. In der Hälfte der Fälle handelt es sich um den Fadenpilz Microsporum canis, der vor allem Katzen und Hunde befällt. Seltener finden sich die Fadenpilze Trichophyton mentagrophytes oder T. verrucosum, die bei Meerschweinchen beziehungsweise Rindern verbreitet sind. Je nach Befund wird der Hautarzt zusätzlich zur äußerlichen auch eine innerliche Therapie einleiten. Sie hängt von der Art des Pilzes ab und dauert je nach Schwere der Erkrankung einige Wochen bis Monate.

Nicht nur im Urlaub ist Vorsicht angebracht, auch in den eigenen vier Wänden droht Pilzalarm. Rund 30 Prozent der heimischen Rassekatzen sind einer Untersuchung der Tierhochschule Hannover zufolge mit einem Hautpilz infiziert. Bei Hunden fehlt eine entsprechende Studie.
In jedem Fall gilt: Die vom Tier übertragenen Pilze sind hochinfektiös. Schon eine einzige Berührung zwischen Tier und Mensch reicht für eine Ansteckung aus. Wer beispielsweise zu Weihnachten ein Haustier geschenkt bekommt, sollte in den folgenden Wochen ein wachsames Auge auf seine Haut haben und das Verhalten des neuen Hausgenossen beobachten. Ist er mit einem der drei Fadenpilze infiziert, kratzt er sich häufiger. Im Fell finden sich Bereiche mit abgebrochenen Haaren und kreisförmige, haarlose Stellen.
Zeigt sich zwei Wochen nach dem ersten Kontakt kein auffälliger Hautausschlag beim Menschen, ist das Tier vermutlich pilzfrei. Fängt die Haut jedoch an „zu blühen“, könnte ein Pilzbefall die Ursache sein. Wegen der Gefahr einer wiederholten Ansteckung muss bei einer Pilzinfektion des Menschen auch das Tier vom Tierarzt mitbehandelt werden.

Vom Tier übertragene Hautpilze sind gut zu behandeln, wenn die Therapie rechtzeitig erfolgt. Die Angst vor Pilzen sollte also kein Grund sein, sich gegen ein Haustier zu entscheiden. Auch bei einer chronischen Hauterkrankung ist die Gesundheit nicht in Gefahr. Im Gegenteil: Menschen, die unter Schuppenflechte (Psoriasis) leiden, sind in gewisser Weise gegen die Infektion geschützt. Ihre Haut wächst so schnell, dass sich die Pilze erst gar nicht einnisten können.

06.01.2011
Piercings: Vorsicht bei Frost!
Im Winter können Erfrierungen drohen, wenn der Schmuck getragen wird
PhotoDisc/RYF
Piercings können ihren Trägern bei Frost gefährlich werden. Die Techniker Krankenkasse in Rheinland-Pfalz weist darauf hin, dass der metallene Schmuck bei Minustemperaturen zu schmerzhaften Erfrierungen bis hin zu schwärzlichen Verfärbungen der empfindlichen Hautpartien um Auge, Nase oder Bauchnabel führen kann. Die Experten raten deshalb, die Schmuckstücke bei Kälte vorsichtshalber abzulegen.

05.01.2011
Haut: Vereisung killt Warzen
Flüssiger Stickstoff scheint gegen die Hautgebilde gut zu helfen
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Die Behandlung mit Flüssigstickstoff scheint die effektivste Art zu sein, Warzen zu entfernen. Darauf deuten die Ergebnisse einer niederländischen Studie hin. Wissenschaftler um Dr. Sjoerd Bruggink von der Universität Leiden hatten die Warzen ihrer 240 Probanden entweder mit Flüssigstickstoff, Salicylsäure oder gar nicht behandelt. Nach drei Monaten waren die Warzen bei 49 Prozent der „Eis-Patienten“ spurlos verschwunden, die Säure hatte bei 15 Prozent zum Erfolg geführt, das Abwarten bei 8 Prozent.

03.01.2011
Ernährung: Essen ersetzt Medikamente
Eine spezielle Diät beeinflusst laut einer Studie Blutdruck und Blutfette positiv
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Bereits eine vierwöchige spezielle Ernährung hat – zumindest bei Übergewichtigen – einen ähnlich positiven Einfluss auf Blutfettwerte, Cholesterin und Blutdruck wie Medikamente. Das zeigten Forscher der Universität Lund (Schweden) in einer Studie mit 44 übergewichtigen Teilnehmern über 50 Jahre.
Die Versuchspersonen erhielten im monatlichen Wechsel entweder eine normale Ernährung oder eine Spezialernährung mit zum Beispiel viel Fisch, Vollkorngerste, Wildreis und Sojaprodukten, aber auch Heidelbeeren, Mandeln und Gewürzen wie Zimt. Dank der Spezialdiät verbesserte sich auch das Gedächtnis. Dass die Teilnehmer an Gewicht verlieren sollten, war nicht das Ziel der Studie.

01.01.2011
Guter Vorsatz: Ärger nicht unterdrücken
Dampf ablassen ist gesund!
PhotoDisc/ RYF
Seinem Ärger Luft zu verschaffen ist wohltuender, als ihn zu schlucken. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler der Universität von Michigan (USA). Sie analysierten Daten von mehr als 1800 Erwachsenen. Personen, die über Konflikte klagten, berichteten auch häufiger über körperliche Beschwerden wie Übelkeit und Schmerzen. Diejenigen von ihnen, die ihren Ärger unterdrückten, hatten mehr Symptome.

31.12.2010
Psyche: Hüftschwung macht Frauen an
Männer, die gekonnt das Tanzbein schwingen, kommen bei Damen besonders gut an
Imagesource/Jon Feingersh
Rührt euch, Männer: Ein hohes Tempo, viel Beweglichkeit im gesamten Rumpf und eine lockere Hüfte machen Tänzer für Frauen attraktiv. Wissenschaftler der Universität Göttingen und der Northumbria-Universität in Newcastle (England) filmten im Rahmen einer Studie 19 Männer, die zu einem Basisrhythmus tanzten. Anschließend übertrugen sie die Bewegungen in einer Computersimulation auf gesichtslose Figuren. 39 Frauen sollten die Attraktivität der Tänzer bewerten. Die Mehrzahl bevorzugte die geschmeidigeren Männer. Die Wissenschaftler vermuten, dass deren Bewegungen Signale über Lebenskraft und Aussicht auf gesunden Nachwuchs aussenden.

30.12.2010
Nierensteine: Gesunde Kost hilft vorbeugen
Nierensteine können ziemlich schmerzhaft werden. Eine ausgewogene Ernährung kann ihnen entgegenwirken
PhotoDisc/ RYF
Gemüse, Obst und Vollkornbrot schützen zu einem gewissen Grad vor Nierensteinen. Das stellten Mediziner der Harvard Medical School im US-Bundesstaat Massachusetts in einer Studie mit mehr als 3000 Teilnehmern fest. Probanden, die eine fett- und zuckerarme Diät hielten, wie sie bei Bluthochdruck empfohlen wird, litten seltener an Steinen. Die Ärzte glauben, das könne am höheren Wasser- und Zitratgehalt der gesunden Kost liegen. Beides wirkt einer Steinbildung entgegen.

29.12.2010
Ernährung: Die Kraft im grünen Blatt
Reichlich grünes Blattgemüse schützt einer Untersuchung zufolge vor Diabetes
Jupiter Images GmbH/PhotoObjects.net
Wer den Verzehr von grünem Blattgemüse um anderthalb Portionen (etwa 120 Gramm) täglich erhöht, verringert damit sein Risiko für Typ-2-Diabetes um 14 Prozent. Das ergab eine Untersuchung an der Universität von Leicester, veröffentlicht im British Medical Journal. Positive Effekte haben vor allem Spinat, Grünkohl, Kopfsalat und Rosenkohl. Die Forscher vermuten, dass der hohe Gehalt dieser Gemüsesorten an manchen Inhaltsstoffen das Krankheitsrisiko senken kann. Sie enthalten zum Beispiel viel antioxidativ wirkendes Betakarotin und Vitamin C sowie Magnesium und Alpha-Linolensäure. 

28.12.2010
Selen: Schutzstoff für die Blase?
Der Mineralstoff schützt möglicherweise vor Blasenkrebs
Thinkstock/Goodshot
Frauen mit einer vergleichsweise hohen Konzentration von Selen im Organismus erkranken seltener an Blasenkrebs. Das geht aus einer Analyse spanischer Wissenschaftler hervor, für die das Team um Dr. Nuria Malats Daten aus insgesamt sieben Studien mit 1910 Blasenkrebs-Patienten auswertete. Weitere Untersuchungen sollen zeigen, ob der Mineralstoff Selen eine schützende Wirkung auf die Blase hat. Er kommt in verschiedenen Nahrungsmitteln vor, zum Beispiel in Meeresfrüchten, Fischen, Nüssen, Getreide, Fleisch und Eiern. 

27.12.2010
Mariendistel: Pflanzlicher Virenkiller
Die Heilpflanze könnte gegen eine viral bedingte Leberentzündung helfen. Darauf deuten Untersuchungen hin
W&B/Annette Falck
Der Wirkstoff Silibinin aus der Mariendistel könnte eine effektive Behandlungsmöglichkeit für Menschen sein, die unter einer chronischen viralen Leberentzündung leiden. Untersuchungen an der Charité Berlin bestätigen, dass Silibinin-Infusionen die Virusmenge im Blut bei Hepatitis-C-Patienten deutlich senken, die nicht auf die Standardbehandlung mit den Arzneimitteln Interferon und Ribavirin ansprechen. Bei der Hälfte der Teilnehmer ließen sich bei zusätzlich fortgesetzter Standardtherapie auch nach acht bis 40 Wochen keine Viren mehr nachweisen. Weitere Studien sollen die günstige Wirkung des Mariendistel-Extraktsbei Hepatitis C untermauern.

25.12.2010
Fenchel: Ein Kraut für Jung und Alt
Bei Babys lindert er Blähungen, Kindern und Erwachsenen hilft er bei Husten
Thinkstock/iStockphoto
Mütter wissen es: Schreit das Baby, weil es Bauchweh hat, hilft Fencheltee. Sind die etwas größeren Kinder krank, gibt es zu dem Heißgetränk noch einen Zwieback mit geriebenem Apfel. Und bei einem leichten Husten greifen Patienten aller Altersklassen gern zu Fenchelhonig – Säuglinge dürfenallerdings wegen der Infektionsgefahr gar keinen Honig zu sich nehmen.
Die heilende Wirkung von Foeniculum vulgare nutzten bereits die Bewohner Mesopotamiens vor 5000 Jahren. Die Römer backten damit Brot und nahmen ihn zum Würzen von Essig, Oliven und Fleisch. Noch heute gilt Finocchiona, Salami mit Fenchel, als Spezialität der italienischen Küche. Der Doldenblütler Fenchel wächst bis zu zwei Meter hoch und riecht wie seine Verwandten Anis, Kümmel und Liebstöckel kräftig würzig.
Diesen Duft verdankt er, ebenso wie die heilsame Wirkung, seinem ätherischen Öl. „Es gibt süßen und bitteren Fenchel“, erklärt Elisabeth Stahl-Biskup, Professorin für Pharmazeutische Biologie an der Universität Hamburg. Das ätherische Öl der lieblicheren Variante (Foeniculum vulgare var. dulce) besteht vor allem aus dem süß schmeckenden Anethol, das des herben Fenchels (Foeniculum vulgare var. vulgare) zusätzlich zu etwa 20 Prozent aus Fenchon. Diese sekundären Pflanzeninhaltsstoffe verleihen der Pflanze ihren unverwechselbaren Geschmack.
Medizinisch verwendet wird nur der bittere Fenchel. „Er hilft bei Blähungen, Völlegefühl und Krämpfen im Magen-Darm-Trakt sowie bei Erkältungskrankheiten“, fasst der Apotheker Marcus Niendorf aus Lübeck zusammen. In der Apotheke wird der bittere Fenchel als Tee aus den Früchten angeboten, die zugleich die Samen der Pflanze sind, und als Tropfen aus Auszügen der ganzen Pflanze. Häufig wird das Kraut mit Kümmel, Kamille, Pfefferminze oder Anis gemischt. Deren Wirkstoffe lindern ebenfalls Blähungen und fördern die Verdauung.
Seit einiger Zeit gibt es auch Gurgeltropfen und Zahncremes mit Fenchel. „Die Mundflora wird durch ihn positiv beeinflusst“, sagt Niendorf. In Indien weiß man das schon längst: Dort werden nach dem Essen Fenchelsamen für frischen Atem gereicht, Süßmäuler bekommen sie sogar im Zuckermantel. „Bei leichten Erkältungen ist Fenchelhonig sehr beliebt – ein richtiger Klassiker für Kinder. Er wirkt husten- und krampflösend“, sagt Niendorf. Dafür wird etwas Fenchelöl in den Bienenhonig gegeben. Wegen der Kariesgefahr sollte der Verzehr von Fenchelhonig und damit gesüßtem Tee allerdings eine Ausnahme bleiben.
Aktuelle Studien zur Wirkung von Fenchel gibt es kaum. „Er ist ein traditionelles Heilmittel, dessen hilfreiche Wirkung über Jahrhunderte erprobt wurde“, berichtet Stahl-Biskup. Trotzdem gilt es ein paar Dinge zu beachten. Wer auf Doldenblütler wie Sellerie allergisch reagiert, sollte Fenchel meiden. Zudem dürfen die Präparate nicht länger als zwei Wochen eingenommen werden, da in dem ätherischen Öl kleine Mengen Estragol enthalten sind. Diese Substanz wirkt laut Bundesinstitut für Verbraucherschutz möglicherweise krebserregend und erbgutschädigend, deshalb sollten Schwangere kein Fenchelöl verwenden. Aber keine Angst: Fencheltee können Eltern ihren Kindern unbesorgt geben, denn ins Wasser geht das Estragol nicht über.

24.12.2010
Babywunsch: Abnehmen erhöht Fruchtbarkeit
Wer keine überschüssigen Pfunde mit sich herumträgt, vergrößert die Chance auf Nachwuchs
Panthermedia/Marc Dietrich
Frauen mit Über- und Untergewicht leiden öfter unter menstruellen Unregelmäßigkeiten und Unfruchtbarkeit als Normalgewichtige. Die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) meldet nun, dass ein sechsmonatiges Interventionsprogramm mit Ernährungsumstellung und körperlicher Aktivität die Chancen üppiger Damen auf Nachwuchs um 80 Prozent erhöht. In Deutschland sind 35 Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter übergewichtig, jede fünfte von ihnen gilt als behandlungsbedürftig adipös.

23.12.2010
Winter: Lüften gegen Schimmel
Wird es in der Wohnung zu feucht, bilden sich schnell Schimmelpilze – Stoßlüften beugt vor
Jupiter Images GmbH/Comstock Images
In der Heizsaison macht sich in vielen Wohnungen Schimmel breit. Ursache: Kondenswasser, das sich an den Wänden niederschlägt. Kleinere Stellen lassen sich mit 70-prozentigem Isopropylalkohol (aus der Apotheke) entfernen. Weil dabei allergieauslösende Sporen in die Luft gelangen, sollten Sie bei der Anwendung Handschuhe, Schutzbrille und Atemschutz tragen. Für größere Flächen muss eine Spezialfirma beauftragt werden. Tipp: Stoßlüften – dreimal täglich fünf bis zehn Minuten – beugt Schimmelbildung vor.

22.12.2010
Ernährung: Zappel-Pizza
Salziges und fettiges Essen erhöht womöglich das Risiko für ADHS
Jupiter Images GmbH/Thinkstock LLC
Eine vorwiegend zucker-, salz- und fettreiche Kost erhöht möglicherweise das Risiko, an der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung ADHS zu erkranken. Diesen Schluss legt die „Raine-Studie“ des australischen Telethon-Instituts nahe. Die Forscher untersuchten die Ernährungsgewohnheiten von 1800 Kindern und Jugendlichen von der Geburt bis zum Alter von 14 Jahren. Bei 115 von ihnen wurde ADHS diagnostiziert. Kinder und Jugendliche, die Pizza, Pommes und Burger bevorzugten, waren öfter betroffen.

21.12.2010
Geschwister: Einzeln und doch beliebt
Einzelkinder sind als Freunde genauso beliebt wie solche, die nicht alleine aufwachsen
Thinkstock/Hemera
Einzelkinder haben nicht weniger soziale Kompetenz als jene, die mit Geschwistern aufwachsen. Das ergab eine Studie mit 13000 Schülern an der Universität Ohio (USA). Forscher hatten die Jugendlichen gebeten, unter ihren Mitschülern bis zu zehn Freunde zu nennen. Resultat: Einzelkinder und Geschwisterkinder wurden gleich häufig angegeben. Das Ergebnis widerspricht früheren Studien. Bei diesen waren allerdings nicht die Schüler selbst, sondern die Lehrer befragt worden.

20.12.2010
Gesundheit: Älter und länger fit
Zunehmend mehr Menschen sind bis ins hohe Alter vital
Banana Stock/ RYF
Wir werden immer älter und verbringen immer mehr Lebensjahre in Gesundheit. Die stetig steigende durchschnittliche Lebenserwartung führt aber nicht zu einem verlängerten Alterungsprozess, sondern dazu, dass er erst später einsetzt. Zu diesem Schluss kommt eine Veröffentlichung im Fachmagazin Nature unter Beteiligung des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung in Rostock. Heute Geborene haben demnach nicht nur eine gute Chance, 100 Jahre alt zu werden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden sie ihren 90. Geburtstag auch in körperlicher und geistiger Gesundheit verbringen.

18.12.2010
Ehepartner: Anziehende Ähnlichkeit
Gleich und gleich gesellt sich gern. Das gilt auch für Pärchen
Thinkstock/PhotosCom
Ein gemeinsames Leben macht ähnlich, könnte man beim Anblick mancher alten Ehepaare vermuten. Wissenschaftler der Staatsuniversität von Michigan (USA) prüften, ob diese oft geäußerte Einschätzung richtig ist. Sie verglichen die Daten von knapp 1300 Ehepaaren und fanden bei den meisten Paaren keine Angleichung im Lauf des Lebens. Die Ähnlichkeit liegt an der Partnerwahl.
Hier gilt häufig: Gleich und gleich gesellt sich gern. Nur bei einer Eigenschaft stellten die Forscher eine Annäherung fest: War ein Partner zu Beginn der Beziehung aggressiv, zog der andere im Lauf des Lebens nach.

17.12.2010
Winter: Kälte gefährdet das Herz
Die eisige Jahreszeit kann für ältere Menschen ein Risiko darstellen
Thinkstock/Hemera
Wenn draußen die Temperaturen sinken, steigt das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden. Das bestätigte ein Team um den Epidemiologen Krishnan Bhaskaran an der London School of Hygiene. Die Forscher analysierten die Daten von mehr als 84.000 Herzinfarkt-Patienten und verglichen sie mit den Wetterdaten für den untersuchten Zeitraum.
Ergebnis: Fiel die Durchschnittstemperatur von einem auf den anderen Tag um nur ein Grad, erhöhte sich das Risiko, innerhalb von 28 Tagen eine Herzattacke zu erleiden. Das galt insbesondere für Patienten im Alter von 75 bis 84 Jahren. Bei jenen, die längere Zeit Medikamente mit Acetylsalicylsäure eingenommen hatten, stieg das Risiko weniger stark.

16.12.2010
Kalorienfalle: Schlafmangel weckt Heißhunger auf Süßes
Besonders junge Mädchen essen mehr Süßigkeiten, wenn sie nicht ausgeschlafen sind
Thinkstock/BananaStock
Jugendliche, die unter der Woche weniger als acht Stunden pro Nacht ruhen, verspeisen mehr süße und fette Snacks als ausgeschlafene Altersgenossen. Das entdeckten Wissenschaftler der Universität von Sydney (Australien), die Daten von jungen Menschen zwischen 16 und 24 Jahren verglichen. Besonders deutlich war der Zusammenhang bei Mädchen.

15.12.2010
Grüne Medizin: Ballonrebe gegen Neurodermitis
Die Ballonrebe kann bei juckenden Hauterkrankungen helfen
W&B/Silvia Lammertz
Die Ballonrebe (Cardiospermum halicacabum) wird wegen der Form ihrer Samen auch als Mönchsköpfchen bezeichnet. Die Schlingpflanze enthält Substanzen aus der Gruppe der Triterpensaponine, die Entzündungsprozesse der Haut dämpfen können. Daneben finden sich im Extrakt schmerzlindernde Stoffe. Die Ballonrebe wird deshalb traditionell bei juckenden Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder allergischen Ekzemen eingesetzt.

14.12.2010
Krebs: Qigong verbessert die Lebensqualität
Die asiatische Bewegungslehre kann Nebenwirkungen der Medikamente vermindern
Thinkstock/Goodshot
An Krebs erkrankte Menschen wenden oft ergänzende medizinische Therapien an. Häufig fehlen jedoch solide Studien zu deren Wirkung. Ärzte der Universitätsklinik Sydney (Australien) untersuchten nun bei 162 Patienten, ob medizinisches Qigong – eine asiatische Bewegungslehre – im Vergleich zu der üblichen Therapie nach Krebs die Heilung unterstützen kann.
Die Studie ergab, dass spezielle Qigong-Übungen die Lebensqualität und Stimmung der Erkrankten verbesserten sowie Nebenwirkungen der Behandlung verminderten.

13.12.2010
Mädchen: Ohne Papa früher in die Pubertät
Auch soziale Faktoren beeinflussen den Beginn der Pubertät
Imagesource/RYF
Mädchen, die ohne ihren biologischen Vater aufwachsen, kommen eher in die Pubertät. Das haben Wissenschaftler der Universität von Kalifornien in Berkeley (USA) in einer Studie an 444 Mädchen herausgefunden. Sie stellten dies allerdings nur bei Familien mit einem überdurchschnittlichen Einkommen fest.
Wenngleich die Forscher die genauen Zusammenhänge noch nicht klären konnten, zeige sich doch, dass auch soziale Faktoren einen großen Einfluss auf die körperliche Entwicklung der Kinder haben. Bislang wurde vor allem der Ernährungszustand als maßgeblich für den Eintritt in die Pubertät angesehen.

11.12.2010
Abnehmen: Schlankmacher Wasser
Wer vor dem Essen Wasser trinkt nimmt leichter ab
Jupiter Images GmbH/Comstock Images
Wasser als Abnehmhilfe: Das funktioniert tatsächlich. Dies belegt eine Studie des Polytechnischen Instituts Virginia in Blacksburg (USA). 48 Teilnehmer hielten eine kalorienreduzierte Diät ein.
Die Hälfte von ihnen trank zusätzlich vor den drei täglichen Mahlzeiten jeweils zwei Gläser Wasser. In dem dreimonatigen Untersuchungszeitraum nahmen die Wassertrinker im Durchschnitt mehr als sieben Kilo ab, die anderen Probanden gut fünf Kilogramm.

10.12.2010
Morbus Crohn: Brokkoli schützt den Darm
Inhaltsstoffe des gesunden Gemüses Brokkoli können uns vor der entzündlichen Darmerkrankung Morbus Crohn schützen
Thinkstock/Photodisc
Die entzündliche Darmerkrankung Morbus Crohn tritt verstärkt in industrialisierten Ländern auf, möglicherweise weil die Menschen dort häufiger weiterverarbeitete Nahrungsmittel und seltener naturbelassene Pflanzenkost essen.
An der Universität Liverpool (England) untersuchten Wissenschaftler, welche Pflanzen die Zahl schädlicher Darmbakterien verringern und damit die Entwicklung der Krankheit hemmen können. Vor allem Brokkoli und Kochbananen zeigten diese Schutzwirkung. Dagegen förderten die in verarbeiteten Lebensmitteln enthaltenen Emulgatoren die Krankheit.

09.12.2010
Dunkle Jahreszeit: Fußgänger und Radfahrer oft unsichtbar
Im Winter müssen Autofahrer besonders aufpassen. Schlechte Sicht und dunkle Kleidung kann Menschen auf der Straße beinahe unsichtbar machen
Thinkstock/iStockphoto
Kurze Tage mit wenig Licht, dazu Dezemberwetter mit Nieselregen und Nebel. Für motorisierte Verkehrsteilnehmer bedeutet das schlechte Sicht und längere Bremswege, für Fußgänger und Radfahrer, dass sie deswegen besonders gefährdet sind – vor allem die älteren unter ihnen.
Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden meldet, kamen im vergangenen Jahr auf deutschen Straßen 591 Fußgänger und 462 Radfahrer bei Unfällen ums Leben. Mehr als die Hälfte der Opfer waren 65 Jahre oder älter, während der Anteil dieser Altersgruppe an der Gesamtbevölkerung nur bei rund 20 Prozent liegt.
Experten raten Verkehrsteilnehmern, die in der Dämmerung und bei Dunkelheit zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, zu heller, auffälliger Kleidung und äußerster Vorsicht beim Betreten der Fahrbahn. Autofahrer sind in den Herbst- und Wintermonaten zu besonderer Rücksichtnahme aufgefordert.

08.12.2010
Blutzuckermessung: Erst Hände waschen, dann messen
Saubere Hände sind wichtig bei der Kontrolle des Blutzuckerspiegels. Rückstände können das Ergebnis verfälschen
Panthermedia/Erwin Wodicka
Auf unnötige Messfehler durch mangelnde Hygiene bei der Ermittlung des Blutzuckerwerts weist die US-Lebensmittelbehörde FDA (Food and Drug Administration) hin. So können bereits zuckerhaltige Essensreste, schmutzige oder feuchte Finger den Messwert erhöhen.
Daher betont Dr. Kerstin Kempf, Wissenschaftlerin vom Westdeutschen Diabetes- und Gesundheitszentrum am Sana-Krankenhaus Gerresheim: „Durch gründliches Hände waschen und -abtrocknen vor dem Piks in die Fingerkuppe lässt sich dieser Fehler vermeiden.“

07.12.2010
Lebenserwartung: Armut kostet Jahre
Die britische Oberschicht lebt länger
Thinkstock/Digital Vision
In Großbritannien wird seit dem Jahr 1921 die Sterblichkeit der Bevölkerung dokumentiert und in Beziehung zum Einkommen, zur Bildung und zum Sozialstatus gesetzt. Eine aktuelle Analyse dieser Daten zeigt: Das Risiko, früh zu sterben, ist für Personen mit vergleichsweise geringem Einkommen und schlechter Bildung doppelt so hoch wie für Bessergestellte.
Diese Ungleichheit zwischen den sozialen Schichten hat in den vergangenen zehn Jahren stetig zugenommen. Zurzeit ist der Unterschied sogar größer als während der Weltwirtschaftskrise 1930.

06.12.2010
Nachwuchs: Fürsorgliche Väter dank Kuschelhormon
Wenn Männer ihr Baby knuddeln, dann scheint das Hormon Oxytocin die Bindung zu stärken
Jupiter Images GmbH/Comstock Images
Bisher galt Oxytocin als Kuschelhormon, das Frauen nach der Geburt eines Kindes zu fürsorglichen Müttern macht. Nun entdeckten Forscher der Universität Yale (USA), dass es auch bei den Vätern zu finden ist – in ebenso hoher Konzentration wie bei den Müttern.
Die Wissenschaftler hatten die Oxytocin-Werte von 80 Paaren in den Monaten nach der Geburt ihrer Kinder gemessen. Je mehr von dem Hormon gebildet wurde, desto intensiver war die Beziehung von Mutter und Vater zu ihrem Kind.

04.12.2010
Konzentration: Musik lenkt ab
Wer das Radio aufdreht, arbeitet weniger aufmerksam
Thinkstock/Comstock
Wer sich auf eine Aufgabe konzentrierenmuss, sollte dabei besser keine Musik hören – die Hintergrundberieselung verschlechtert die Leistung. Das zeigte eine Untersuchung von Wissenschaftlern des University of Wales Institutes in Cardiff. Die Studienteilnehmer sollten sich eine Buchstabenreihe merken, während im Hintergrund entweder Musik lief oder eine Stimme Zahlen wiedergab oder Ruhe herrschte. Unter Musikeinfluss schnitten die Teilnehmer am schlechtesten ab, bei Ruhe am besten.

03.12.2010
Partnerschaft: Chancen in Rot
Trägt Er rot, wirkt er auf Sie besonders attraktiv
Thinkstock/Creatas
Ob lässig im T-Shirt oder fein im edlen Zwirn: Wie auch immer sich Männer zur ersten Verabredung kleiden, sie sollten die Farbe Rot wählen. Die Signalfarbe erhöht die Chancen beim anderen Geschlecht. Dies entdeckte ein internationales Forscherteam unter Leitung der Universitäten von Rochester (USA) und München.

02.12.2010
Wechseljahre: Kühle Gedanken
Leiden Frauen an Hitzewallungen, sollen sie an einen frischen Gebirgsbach denken
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Ein rauschender Wasserfall, ein kühler Wald oder ein kräftiger Regenguss: Solche Bilder während einer Hypnosetherapie mildern bei Frauen in den Wechseljahren Hitzewallungen. Dies ergab eine Studie an der Baylor-Universität in Waco (Texas/USA). 51 Brustkrebs-Patientinnen, die unter Hitzewallungen litten und für die keine Hormontherapie infrage kam, sollten sich in Hypnosesitzungen Bilder von Kühle vorstellen. Dazu hatten die Therapeuten sie vor den Sitzungen gefragt, mit welchen Eindrücken sie Frische verbinden. Die meisten Frauen wählten entsprechende Naturszenen. Die Patientinnen, die während der Hypnosetherapie mit diesen Bildern konfrontiert wurden, erlebten einen deutlichen Rückgang ihrer Hitzewallungen. Mit 27 Prozent waren dabei Vorstellungen von Wasser am häufigsten. 

01.12.2010
Abnehmen: Schlanker durch Bohnen
Dicke Bohnen machen schlanke Beine!
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Eine energiearme Diät mit reichlich Hülsenfrüchten lässt mehr Pfunde schwinden als eine Reduktionskost ohne dieses Gemüse. Das zeigt eine Studie im European Journal of Nutrition. An der Untersuchung nahmen 17 Männer und 13 Frauen mit einem durchschnittlichen Body-Mass-Index (BMI) von 32,5 teil. Diejenigen, die viermal wöchentlich Gerichte mit Linsen, Kichererbsen, Erbsen und Bohnen verzehrten, verloren innerhalb von acht Wochen 7,8 Prozent ihres Körpergewichts (Vergleichsgruppe: 5,3 Prozent). Außerdem verbesserten sich bei ihnen die Blutdruck-, Cholesterin- und Entzündungswerte stärker als in der Vergleichsgruppe. 

30.11.2010
Alkohol: Bier stresst die Haut
Das Gebräu begünstigt wohl das Entstehen einer Schuppenflechte
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Frauen, die regelmäßig Bier trinken, haben ein erhöhtes Risiko, an Schuppenflechte (Psoriasis) zu erkranken. Das geht aus einer Analyse von Daten der Nurses’ Health Study II hervor, die in den Archives of Dermatology veröffentlicht wurde. Bei anderen alkoholischen Getränken wie Wein oder Likör ließ sich ein solcher Zusammenhang nicht nachweisen. Die Autoren der Studie vermuten, nicht der Alkohol, sondern Gerstenstärke oder Gluten sei für den Ausbruch einer Schuppenflechte mitverantwortlich.

29.11.2010
Allergien: Gesunder Stallstaub?
Bestimmte Stoffe in Futterpflanzen senken wohl das Risiko für Allergien
W&B/Britta
Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum haben eine mögliche Ursache dafür gefunden, warum Kinder, die auf dem Land aufwachsen, seltener an Allergien erkranken. Im Stallstaub von Bauernhöfen in Deutschland, Österreich und der Schweiz entdeckten sie auffallend große Mengen von Zuckermolekülen aus Futterpflanzen wie dem Wiesenfuchsschwanz. In verschiedenen Experimenten zeigte sich, dass diese Grasbestandteile, sogenannte Arabinogalaktane, nach dem Einatmen die Reaktion des Immunsystems abschwächen. In größeren Mengen können sie Allergien auslösen, in kleineren diese Reaktion jedoch drosseln, folgern die Forscher.

27.11.2010
Haut: Die richtige Narbenpflege
Wunden verheilen nicht immer spurlos. Werden sie gleich richtig behandelt, lassen sich unschöne Hautveränderungen vermeiden
Jupiter Images GmbH/Bananastock LTD
Die optimale Wund- und Narbenbehandlung verläuft nach dem Prinzip ,Hundeschnauze‘“, sagt Dr. Walter Trettel, Facharzt für Dermatologie und medizinischer Leiter der Kosmed-Klinik in Hamburg. „Die Vierbeiner lecken ihre Wunden und bewahren sie dadurch vor dem Austrocknen.“

Ein feuchtes Milieu begünstigt auch beim Menschen die Wundheilung. „In der Apotheke gibt es für deren verschiedene Phasen spezielle Auflagen und Verbandmaterialien, die auf das Feuchtigkeitsbedürfnis der verletzten Haut abgestimmt sind“, sagt die Apothekerin Elke Wanie aus Bad Aibling, Vorstandsmitglied der Bayerischen Landesapothekerkammer.

Pflaster beispielsweise, welche die Haut feucht halten, können die Narbenbildung drosseln und manchmal sogar verhindern. Wichtig ist, dass die Haut in ihrem Heilungsprozess nicht beeinträchtigt wird. Sonneneinstrahlung, mechanische Belastung, große Wärme und Kälte fördern das Entstehen einer Narbe. Oft verändern sich auch Farbe und Struktur des Gewebes. Ist die Verletzung wieder abgeheilt, helfen Gele zum Einreiben und Narbenpflaster bei der Regeneration. Häufig enthalten sie Wirkstoffe wie Allantoin oder Zwiebelextrakte, die das Gewebe mit Feuchtigkeit versorgen. Ähnlich wirken moderne Silikongele. „Sie verhindern, dass die Haut austrocknet und sich beim Heilen zusammenzieht“, erklärt die Apothekerin.

Aber nicht jede Wunde verheilt mit einer Narbe. Sind die unteren Hautschichten erhalten, kann sich die obere Schicht vollständig nachbilden. Bei vielen Hautverletzungen, sei es durch Operationsschnitte, Akne, tiefe Entzündungen, Verbrennungen oder größere Wunden, werden auch tiefere Schichten zerstört. Anstelle des ursprünglichen Hautgewebes kann der Körper dann nur einen Ersatz aufbauen. Die Narben enthalten daher keine elastischen Fasern, Haar- oder Drüsenzellen. Wird die Wundheilung beeinträchtigt, verschlechtert sich das äußere Erscheinungsbild weiter. Eine Infektion oder ein Aufplatzen der Wunde kann die Narbe groß und wulstig werden lassen. Entwickelt sich zu wenig Bindegewebe, entsteht eine Vertiefung. Ein typisches Beispiel sind Aknenarben. Wie die Wundheilung verläuft, ist individuell verschieden und hängt unter anderem vom Alter sowie dem Gesundheits- und Ernährungszustand des Patienten ab.

Mindestens ein Jahr dauert es, bis sich  eine Narbe endgültig beurteilen lässt, denn dieses Gewebe wird schlecht durchblutet und wächst langsam. Mit der Zeit verändert sich die Hautstelle, sie wird blasser und flacher. Empfinden Betroffene sie dann immer noch als störend, können sie korrigierend eingreifen. Eine konsequente Pflege lässt die Hautpartie allmählich kleiner und unauffälliger werden. Neben regelmäßigem Eincremen empfehlen sich besonders für die Nacht spezielle Salbenverbände, welche die Narbe mit Nähr- und Pflegestoffen versorgen.

26.11.2010
Hygiene: Keime in der Tasche
Eine Baumwoll-Einkaufstasche ist zwar umweltfreundlich, doch in ihr können sich Bakterien anreichern
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Lebensmittel-Einkaufstaschen aus Stoff sollten einmal pro Woche gewaschen werden, empfehlen Forscher der Universität von Arizona und der Loma-Linda-Universität (USA). Die Experten für Wasser und Umwelt hatten darin eine große Zahl gesundheitsgefährdender Erreger entdeckt – auch E.coli-Bakterien, die bei abwehrgeschwächten Menschen Infektionen der Harnwege, des Bauchfells und Hirnhautentzündungen hervorrufen können.

25.11.2010
Sicherheit: Gefährliche Umfüllaktionen
Reinigunsmittel auf keinen Fall in neutralen Behältern aufbewahren! Hierbei ist die Verwechslungsgefahr zu groß
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Chemische Produkte, die zum Waschen oder Reinigen verwendet werden, niemals in Lebensmittelbehältern aufbewahren, warnt das Giftinformationszentrum (GIZ) Nord. Immer wieder komme es zu folgenschweren Verwechslungen durch falsch oder gar nicht beschriftete Gefäße im Haushalt. Allein während eines dreimonatigen Untersuchungszeitraums im Sommer vergangenen Jahres waren dem Zentrum wegen solcher Verwechslungen 53 Vergiftungsfälle von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gemeldet worden, darunter 15 mittelschwere oder schwere, die in Krankenhäusern behandelt werden mussten.

24.11.2010
Gesundheit: Vorsorge zahlt sich aus
Ein gesunder Lebensstil beugt Herzerkrankungen vor
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Die Bevölkerung der USA halbierte in 20 Jahren ihr Risiko, an einer koronaren Herzerkrankung zu sterben. Wie? Viele Menschen hörten mit dem Rauchen auf, achteten auf ihre Cholesterinwerte und ließen ihren Bluthochdruck behandeln. Am wirksamsten war dabei die Prävention durch Nikotinverzicht und gesündere Ernährung. Sie schlug stärker zu Buche als Medikamente wie Cholesterin- und Blutdrucksenker. Zu diesem Schluss kommt eine Studie im American Journal of Preventive Medicine, die auf Daten eines repräsentativen Teils der US-amerikanischen Bevölkerung zwischen 1980 und 2000 zurückgriff.

23.11.2010
Lernen: Abwechslung macht schlau
Wer gleichzeitig mehrere Aufgaben übt, lernt effektiver
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Wir lernen schneller, wenn wir während einer Übung verschiedene Aufgaben lösen, anstatt uns auf eine einzelne zu konzentrieren. Forscher in den USA untersuchten die Hirnaktivität von 59 Personen, die eine komplizierte Armbewegung einstudiert hatten. Wer ständig die gleiche Übung wiederholte, aktivierte einen untergeordneten Bereich der Großhirnrinde. Führten die Teilnehmer beim Üben auch andere Bewegungen aus, war zusätzlich der Schläfenlappen aktiv. Er steuert übergeordnete Planungsaufgaben.

22.11.2010
Ernährung: Gesalzenes Gesundheitsrisiko
Wer wenig Salz benutzt, lebt gesünder
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Wer nur wenig Salz isst, senkt sein Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu leiden oder zu sterben, je nach Studie um bis zu 41 Prozent. So lautet das Ergebnis einer Untersuchung von Professor Dieter Klaus und Kollegen vom Klinikum Dortmund. Zurzeit liegt der tägliche Salzverbrauch der Deutschen im Schnitt bei 8 bis 12 Gramm pro Person. Die Wissenschaftler sprechen sich dafür aus, den Verbrauch auf 5 bis 6 Gramm zu senken – etwa indem Hersteller von Fertiggerichten den Salzgehalt ihrer Produkte halbieren.
20.11.2010
Gute Figur: Heißhunger ausgetrickst
Statt Schokolade sollen sich Hungrige lieber eine schöne Landschaft vorstellen. Das soll die Heißhunger-Attacke stoppen
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Statt in den Kühlschrank zu greifen, sollten Heißhunger-Geplagte intensiv an eine schöne Landschaft denken. Das empfehlen zwei australische Psychologinnen. Die Erklärung: Der Drang nach Schokolade, Eis oder Käse ist umso größer, je deutlicher man sich die Nascherei vorstellt. Das lasse sich auch umkehren. Denkt man an eine tolle Landschaft, wird die Hirnregion abgelenkt, die auch die Heißhunger-Attacke steuert. Effekt: Das Verlangen nach Süßem nimmt ab.
19.11.2010
Psychologie: Hände waschen erleichtert Entscheidungen
Wer sich nach einer Entscheidung die Hände wäscht, der ist von seinem Entschluss oft besser überzeugt
Panthermedia/Erwin Wodicka
Die Entscheidung zwischen ähnlich attraktiven Angeboten hinterlässt oft Zweifel, ob die Wahl tatsächlich richtig war. Häufig versuchen Menschen sich von diesem Unbehagen zu befreien, indem sie die getroffene Wahl schönreden und die abgelehnte Möglichkeit abwerten.
18.11.2010
Rollstuhlfahrer: Überstrapazierte Schultersehnen
Viele Rollstuhlfahrer haben Sehnenprobleme im Schulterbereich
Thinkstock/Comstock
Rollstuhlfahrer sind viermal häufiger von Sehnenproblemen der Schulter betroffen als Menschen, die keinen Rollstuhl brauchen. Michael Akbar, Orthopäde am Uniklinikum Heidelberg, untersuchte die Schultern von 100 querschnittgelähmten Rollstuhlfahrern mit dem Kernspintomografen und verglich die Befunde mit denen von 100 Teilnehmern, die gehen können. Ergebnis: Fast zwei Drittel der Rollstuhlfahrer hatten Sehnenprobleme, in der Vergleichsgruppe waren es 15 Prozent.
17.11.2010
Babys: Geburtsart bestimmt Keimbesiedelung
Je nachdem, ob ein Kind per Kaiserschnitt oder auf dem natürlichen Wege auf die Welt kommt, ist das Kleine anderen Keimen ausgesetzt
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Wissenschaftler aus Puerto Rico und den USA stellten fest, dass Neugeborene unterschiedlichen Keimen ausgesetzt sind, je nachdem, ob sie normal oder per Kaiserschnitt zur Welt kommen. Während vaginal geborene Kinder eher mit Darmbakterien besiedelt waren, zeigten sich bei operativ entbundenen über wiegend Hautkeime. Weitere Studien sollen mögliche Folgen davon untersuchen.
16.11.2010
Hormone: Ärzte berechnen Zeitpunkt der Menopause
Mediziner haben eine Methode entwickelt, um vorauszusagen, wann bei einer Frau die Wechseljahre einsetzen
Tabato Images GmbH/Image Source
Mediziner aus dem Iran haben eine Methode entwickelt, mit der sie auf Monate genau vorhersagen können, wann eine Frau die Menopause erreicht. Die Ärzte maßen bei Probandinnen ein Hormon, das für die Eizellreifung wichtig ist. Der Hormonspiegel in einem bestimmten Alter erwies sich als gutes Vorhersagekriterium, wie weitere Beobachtungen zeigten. Der Test könne künftig helfen, Frauen bei der Familienplanung zu beraten, glauben die Forscher.
15.11.2010
Vorsicht: Arzneimix kann krank machen
Die Kombination von Phytopharkama und anderen Medikamenten kann zu Wechselwirkungen führen
Thinkstock/Comstock
Mütter und Väter greifen gerne zu pflanzlichen Medikamenten, wenn das Kind erkältet ist. In einer Studie der Universitätskinderkliniken Leipzig und München sowie zweier Kinderarztpraxen in Leipzig gaben 86 Prozent der befragten Eltern an, Phytopharmaka zu benutzen.
13.11.2010
Agrarökologie: Motten lassen Kartoffeln wachsen
Der Speichel eines Schädlings regt Kartoffelpflanzen an, größere Knollen zu bilden
Thinkstock/iStockphoto
Eine überraschende Entdeckung machten Agrarökologen der Universität Göttingen mit Forschern aus Südamerika und den USA: Der Speichel eines Schädlings regt Kartoffelpflanzen an, größere Knollen zu bilden. Hatten die Larven der südamerikanischen Motte Tecia solanivora eine Knolle befallen, so blieb diese zwar klein, doch die übrigen gesunden entwickelten sich dafür umso kräftiger – der Ertrag kann sich sogar verdoppeln.
12.11.2010
Nachwuchs: Elterngeld überzeugt einkommensstarke Familien
Die Einführung des Elterngeldes hatte in einkommensstarken Familien einen Zuwachs der Geburtenrate zur Folge
Digital Vision/Carrie Beecroft & Nick White
„Ja“ zum zweiten und dritten Kind sagten seit der Einführung des Elterngeldes mehr Paare. Das ergab eine Analyse des Instituts für Community Medicine der Universität Greifswald. Vor allem einkommens- und bildungsstarke Familien bekamen mehr Kinder. Den größten Baby-Boom gab es in Haushalten mit mehr als 3000 Euro Netto-Einkommen: Die Zahl der Geburten stieg um 70 Prozent. Auf die Geburtenrate insgesamt wirkt das Elterngeld – durchschnittlich 699 Euro – kaum: Sie stieg von 1,37 auf 1,38 Kinder je Frau.
11.11.2010
Tomaten: Gemüse, das die Gefäße schützt
Der in Tomaten enthaltene sekundäre Pflanzenstoff Lycopin soll vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen
Panthermedia/Stanislav Popov
Tomaten sind kalorienarm und liefern doch viel Wertvolles: Ballaststoffe bringen den Darm sanft in Schwung. Die Vitamine C und E sowie Lycopin machen Radikale unschädlich, die im Körper etwa durch Rauchen oder bei zu viel UV-Strahlung entstehen. Mehr noch: Studien deuten darauf hin, dass der sekundäre Pflanzenstoff Lycopin vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützt und die Bildung von Krebszellen hemmen kann.
10.11.2010
Abnehmen: Denken Sie an das Endergebnis
Menschen, die sich das "Warum" ihres Vorhabens vor Augen halten, erreichen mehr als jene, die nur an das "Wie" denken
Thinkstock/iStockphoto
Wer abnehmen möchte oder sich ein anderes großes Ziel gesteckt hat, sollte sich nicht im Klein-Klein verlieren. US-Forscher haben beobachtet: Menschen, die sich das Warum ihres Vorhabens vor Augen halten, erreichen mehr als jene, die nur an das Wie denken. Also nicht jede Kalorie zählen, sondern sich vorstellen, wie wohl man sich mit weniger Pfunden fühlen würde.
09.11.2010
Entspannung: Meditation hilft gegen Schmerzen
Meditieren kann das Schmerzempfinden positiv beeinflussen
Thinkstock/Digital Vision
Meditation führt zu tiefer Entspannung, Ruhe und innerem Gleichgewicht. Doch die spirituelle Praxis leistet noch mehr: Wissenschaftler der Universität von Manchester (England) fanden in einer neuen Studie heraus, dass Meditieren das Schmerzempfinden positiv beeinflussen kann – allerdings nur bei Menschen, die bereits Erfahrung damit haben.

Bei einem Versuch reagierten Studienteilnehmer, die schon bis zu 35 Jahre lang regelmäßig meditierten, am schwächsten auf Schmerzreize, die ein Laser verursacht hatte. Bestimmte Bereiche ihres Gehirns, die für die Schmerzwahrnehmung verantwortlich sind, waren weniger aktiv als bei den Versuchspersonen, die nicht meditierten oder noch unerfahren in der Entspannungstechnik waren.
08.11.2010
Männer: Stimme verrät Körperkraft
Menschen können anhand der Stimme eines Mannes oft einschätzen, wie stark er ist
Thinkstock/Polka Dot Images
Die Stimme eines Mannes verrät, wie stark er ist. Das haben Entwicklungspsychologen aus Santa Barbara im US-Bundesstaat Kalifornien herausgefunden. Sie spielten Versuchspersonen die Stimmen von Menschen unterschiedlicher Kulturkreise vor.

Dann sollten die Probanden einschätzen, wie kräftig die Sprecher sind. Bei Männerstimmen gelang das gut, Frauen hingegen ließen sich auf diese Weise schlechter einordnen. Welche Merkmale der Stimme die Kraft anzeigen, ist noch unklar.
06.11.2010
Kieferschaden: Burger, zu dick zum Abbeißen
Riesen-Hamburger können zu Schmerzen und Schäden im Kieferbereich führen
Jupiter Images GmbH/Comstock Images
Eine zunehmende Zahl von Kiefergelenk-Verletzungen registrieren Dentalmediziner der National Yang-Ming-Universität in Taipeh (Taiwan). Die Patienten klagen über Schmerzen beim Kauen und haben Probleme, den Mund zu öffnen oder zu schließen. Der Grund dafür: Riesen-Hamburger.

Als kritisch gelten Fast-Food-Kreationen ab acht Zentimeter Höhe. Die Zahnärzte fordern, extradicke Burger auf der Speisekarte gesondert auszuweisen. Wer auf Nummer sicher gehen will, trägt das Hackfleischbrötchen schichtweise ab oder verzichtet ganz darauf.
05.11.2010
Psychologie: Tagträume vertreiben den Ärger
Tagträume können die Erinnerung an kurz zuvor Erlebtes verdrängen
PhotoDisc/ RYF
Sie haben sich gerade über etwas geärgert? Dann versuchen Sie es doch einmal damit: Hängen Sie in Gedanken einem Urlaub nach, den Sie weit weg verbracht haben. Dass solche Tagträume die Erinnerung an kurz zuvor Erlebtes verdrängen, konnten Wissenschaftler der Universität von North Carolina in Greensboro (USA) nachweisen.

In einem Experiment mussten sich Studienteilnehmer zwei Wortlisten merken. Dazwischen sollte sich ein Teil der Probanden an einen Urlaub im eigenen Land erinnern, die andere Gruppe an Übersee-Ferien. Zum Schluss sollten alle möglichst viele Begriffe aus den Wortlisten wiedergeben. Ergebnis: Diejenigen, die sich weit weg geträumt hatten, erinnerten sich an weniger Begriffe als die anderen Teilnehmer.
04.11.2010
Zeugungsunfähig: Kinderlos, weil die Mutter trank?
Die Spermaflüssigkeit von Söhnen abstinenter Mütter enthält mehr Spermien, als die von Männern, deren Mütter in der Schwangerschaft Alkohol getrunken haben
Panthermedia/Franz Metelec
Regelmäßiger Alkoholkonsum in der Schwangerschaft verringert die spätere Zeugungsfähigkeit der Söhne. Forscher der Universität Aarhus (Dänemark) untersuchten den Zusammenhang zwischen der Spermaqualität von 347 Männern der Jahrgänge 1984 bis 1987 und dem damaligen Trinkverhalten ihrer Mütter.
03.11.2010
Ungesund: Risikofaktoren für einen Schlaganfall
Bluthochdruck, Übergewicht und Bewegungsmangel sind nur drei der wichtigsten Faktoren, die einen Schlaganfall hervorrufen können
Image Source/RYF
Bluthochdruck ist der wichtigste Risikofaktor für einen Schlaganfall, gefolgt von Übergewicht und Bewegungsmangel. Das ergab eine breit angelegte Fallkontrollstudie, die in der Fachzeitschrift Lancet veröffentlicht wurde. Die Autoren verglichen, wie oft bestimmte Risiken bei 3000 Schlaganfallpatienten und einer gleich großen Kontrollgruppe auftraten.
02.11.2010
Belastbarkeit: Mutterliebe schützt vor Stress
Kinder von liebevoll sorgenden Müttern zeigen später in schwierigen Situationen bessere Nerven
Thinkstock/Stockbyte
Menschen, die als Babys von ihrer Mutter liebevoll umsorgt wurden, können als Erwachsene mit belastenden Situationen besser umgehen als solche, die weniger gut behandelt wurden. Das zeigt eine Studie an der Duke-Universität in Durham (USA). Wissenschaftler hatten die Bindung zwischen 482 Müttern und ihren Babys bewertet und rund 30 Jahre später die psychische Verfassung der Erwachsenen überprüft.
01.11.2010
Cranberrys: Beerensaft gegen Harnwegsinfekte
Auch Kinder schützt das Getränk vor Infekten der Harnwege
Thinkstock/ Hemera
Vor allem Kinder und sexuell aktive Frauen erkranken öfter an Harnwegsinfekten. Dass der Saft von Cranberrys (Vaccinium macrocarpon) bei Erwachsenen vorbeugend hilft, zeigten schon mehrere Studien. Forscher aus Rom wiesen nun nach, dass ein Getränke-Mix mit dem Beerensaft auch bei Mädchen zwischen drei und 14 Jahren die Rückfallgefahr für einen Harnwegsinfekt deutlich verringert.
30.10.2010
Sozialkontakte: Gute Freunde verlängern das Leben
Enge Freundschaften können das Leben länger und gesünder machen
Image Source/RYF
Rege Sozialkontakte erhöhen die Chance auf ein längeres Leben. Wie stark sie gesundheitsfördernd wirken, zeigt eine Studie der Brigham-Young-Universität im US-Bundesstaat Utah.

Demnach steigert eine geringe soziale Vernetzung das statistische Sterberisiko ebenso sehr wie das Rauchen von bis zu 15 Zigaretten pro Tag. Sie wirkt sich sogar noch ungünstiger auf die Lebenserwartung aus als Übergewicht oder Bewegungsmangel. Die Forscher griffen für ihre Untersuchung auf die Daten von 148 Studien mit insgesamt mehr als 300.000 Teilnehmern zurück.
29.10.2010
Körpergröße: Kleine Menschen sind öfter herzkrank
Die Wahrscheinlichkeit, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben, liegt laut einer Studie für kleine Personen um rund 50 Prozent höher
Thinkstock/ iStockphoto
Kleine Menschen haben ein höheres Risiko für Herzerkrankungen als große. Das zeigt eine umfassende Analyse von Studien durch ein Team um Dr. Tuula Paajanen von der Universität in Tampere (Finnland). Als klein definiert wurden Frauen unter 153 und Männer unter 165,4 Zentimetern. Als groß galten Frauen ab 166,4 und Männer ab 177,5 Zentimetern.

Ergebnis nach der Auswertung von 52 Studien: Die Wahrscheinlichkeit, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben, lag für kleine Personen um rund 50 Prozent höher. „Größe ist aber nur ein Risikofaktor“, sagt Paajanen. Als weitere negative Merkmale gelten Rauchen, Bewegungsmangel und starkes Übergewicht.
28.10.2010
Aromatherapie: Düfte, die den Schlaf fördern
Jasminähnliche Düfte können den Schlaf fördern
Thinkstock/ iStockphoto
Ein Forscherteam aus Bochum und Düsseldorf hat entdeckt, dass der natürliche Duftstoff Vertacetalcoeur und sein synthetisches Gegenstück PI 24513 beruhigen und den Schlaf fördern können.

Im Gehirn wirken sie nach dem gleichen Prinzip wie Beruhigungsmittel. Das Duftmolekül findet sich etwa in der ostasiatischen Knopflochblume (Gardenia jasminoides). „Aromatherapeuten sagen schon lange, dass jasminähnliche Düfte den Schlaf fördern. Das konnten wir nun bestätigen“, berichtet der Studienleiter Professor Hanns Hatt.
27.10.2010
Depression: Hohe Arbeitsbelastung schlägt auf die Seele
Je stärker ein Mensch bei der Arbeit unter Druck steht, desto höher ist sein Risiko, an einer Depression zu erkranken
Thinkstock/ Creatas
Je höher die Arbeitsbelastung, desto häufiger treten Depressionen auf. Das ergab eine Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, an der 517 Beschäftigte von Banken und Versicherungen, aus dem Gesundheitswesen und dem öffentlichen Dienst teilnahmen. Mehr Selbstständigkeit bei der Arbeit senkte das Risiko nicht.
26.10.2010
Trommelfell: Achterbahnfahrt kann den Ohren schaden
Der starke Druck, der bei der Achterbahnfahrt auf dem Trommelfell wirken kann, kann ein sogenanntes Barotraume im Innen- und Mittelohr hervorrufen
Thinkstock/ Comstock Images
Von einer Gefahrenquelle für das Gehör berichten Hals-Nasen-Ohren-Spezialisten des Henry-Ford-Hospitals in Detroit (USA). Bei der Fahrt in einer Achterbahn kann ein ähnlich starker Druck auf das Trommelfell einwirken wie etwa beim Tauchen oder Fliegen und das sogenannte Barotrauma hervorrufen. Diese mit Schwellung und Rötung einhergehende Verletzung im Innen- und Mittelohr kann zu Schwindel, Unwohlsein und Schmerzen, im Extremfall auch zu einem vorübergehenden Hörverlust führen.

Besonders hohen Belastungen sind die empfindlichen Organe während der Beschleunigungsphasen ausgesetzt, in denen die Fahrzeuge Geschwindigkeiten von bis zu 190 Stundenkilometern erreichen. Die Experten raten, möglichst nicht den Kopf zur Seite zu drehen. Leichte Symptome kann ein abschwellendes Nasenspray mildern, bei anhaltendem Schmerz muss der Betroffene zum Ohrenarzt.
25.10.2010
Rücken: Verhaltenstheraopie wirkt im Kreuz
Rückenschmerz-Patienten, die zusätzlich zur Standardbehandlung eine Verhaltestherapie machen, haben dauerhaft weniger Schmerzen, ergab eine Studie
Banana Stock/ RYF
Nehmen Patienten mit chronischen Rückenschmerzen zusätzlich zur Standardbehandlung beim Hausarzt an einer Verhaltenstherapie teil, haben sie dauerhaft weniger Schmerzen. Diese Wirkung stellte sich bei einer Studie an der Universität von Warwick (England) nach sechs psychotherapeutischen Gruppensitzungen ein. Die Analyse der Daten der 701 Teilnehmer ergab, dass eine Verhaltenstherapie die Behandlungskosten insgesamt senkte.
23.10.2010
Akupunktur: Pieksen für den Geruchssinn
Akupunktur kann Patienten helfen, deren Geruchsinn nach einer Infektion gestört ist
Thinkstock/ Hemera
Traditionelle chinesische Akupunktur kann bei Geruchsstörungen nach Virusinfektionen helfen, wie eine Studie in der Fachzeitschrift Otolaryngology nahelegt. Patienten, die zehnmal jeweils eine halbe Stunde pro Woche damit behandelt wurden, schnitten bei anschließenden Schnüffeltests deutlich besser ab als Teilnehmer einer Vergleichsgruppe, die Vitamin B erhielten.
22.10.2010
Camu-Camu-Frucht: Gefäßschutz aus der Natur
Bei Probanden, die den Saft der tropischen Camu-Camu-Pflanze tranken, sanken wichtige Zellstress- und Entzündungsmarker
Thinkstock/ Hemera
Die tropische Camu-Camu-Frucht besitzt zellschützende und entzündungshemmende Eigenschaften. Das stellten japanische Forscher fest. Bei Versuchsteilnehmern, die täglich 70 Milliliter Camu-Camu-Saft tranken, sanken wichtige Zellstress- und Entzündungsmarker wie C-reaktives-Protein (CRP), Interleukin-6 und Interleukin-8, die bei der Entstehung von Arteriosklerose eine große Rolle spielen.
21.10.2010
Partnerschaft: Geliebt, zufrieden und gesund
Eine glückliche Partnerschaft versüßt nicht nur das Leben, sie hält auch gesund
Thinkstock/ Goodshot
Glücklich, wer eine gute Beziehung hat. Sie versüßt nicht nur das Leben, sie hält auch gesund. Wie eng Zufriedenheit in der Liebe und Gesundheit zusammenhängen, wies ein Psychologenteam der Acadia-Universität in Wolfville (Kanada) nach. Die Wissenschaftler nutzten Daten von 5645 Personen im Alter von 18 bis 60 Jahren. Sie bewerteten deren Bindungsfähigkeit und ermittelten, an welchen Krankheiten sie litten.
20.10.2010
Legionellen: Keime aus der Scheibenwischanlage
Die Gefahr ist, dass Bakterien sich in stehendem, warmem Wasser vermehren, beim Saubersprühen der Frontscheibe in das Auto gelangen und von den Insassen eingeatmet werden
Thinkstock/ iStockphoto
Als eine Quelle für gefährliche Legionellen, die Verursacher der Legionärskrankheit, hat ein britischschwedisches Forscherteam Scheibenwaschanlagen ermittelt. Untersuchungen von Personen in England und Wales, die an Legionellose erkrankt waren, ergaben, dass jeder Fünfte davon überdurchschnittlich viel Zeit im Auto verbrachte und häufig mit offenem Fenster fuhr.
19.10.2010
Deutschland: Weltmeister im Safttrinken
Im Jahr 2009 brachte es jeder Bundesbürger auf durchschnittlich 37 Liter Fruchtsaft und -nektar
Thinkstock/ Pixland
Nirgendwo wird so viel Saft getrunken wie in Deutschland: Auf durchschnittlich 37 Liter Fruchtsaft und -nektar brachte es ein Bundesbürger im Jahr 2009. Darunter waren neun Liter Orangensaft, 8,5 Liter Apfelsaft, 4,2 Liter Multivitaminsaft und ein Liter Traubensaft. Nicht berücksichtigt wurde bei diesen Zahlen der Konsum von Saftschorle.
18.10.2010
Umweltbundesamt: Warnung vor Bisphenol A
Bisphenol A wirkt ähnlich wie das weibliche Sexualhormon Östrogen und kann die Fortpflanzung stören. Es steckt in vielen Alltagsgegenständen
Thinkstock/ Stockbyte
Das Umweltbundesamt (UBA) empfiehlt den Herstellern und Nutzern von Bisphenol A, vorsorglich Ersatzstoffe für diese Substanz zu verwenden, auch wenn die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit derzeit keine Gefahr sieht. Die Chemikalie, die ähnlich wie das weibliche Sexualhormon Östrogen wirkt und die Fortpflanzung stören kann, dient als Ausgangsbasis für die Herstellung etlicher Kunststoffe.
16.10.2010
Wandern: Schonende Trekking-Stöcke
Der Einsatz von Stöcken schützt einer Studie zufolge beim Wandern vor ausgeprägtem Muskelkater und Muskelschäden
Thinkstock/ iStockphoto
Trekking-Stöcke wirken Kraftverlusten in der beanspruchten Muskulatur entgegen und lassen Muskelkater geringer ausfallen. Das belegt eine Untersuchung der Northumbria-Universität in Newcastle/ England mit 37 Männern und Frauen, die den Snowdon, den höchsten Berg von Wales, bestiegen hatten.
15.10.2010
Gewalt: Alkohol macht Gehemmte aggressiv
Wer seinem Ärger niemals Luft macht, der neigt eher dazu, unter Alkoholeinfluss aggressiv zu reagieren
Thinkstock/ Hemera
Wer seinen Ärger immer hinunterschluckt, läuft unter Alkoholeinfluss eher Gefahr, aggressiv und gewalttätig zu werden, als Menschen, die ihre Wut zeigen können. Das fanden norwegische Forscher in einer Studie mit 3000 Jugendlichen und jungen Erwachsenen heraus. Die Teilnehmer gaben in einem Fragebogen Auskunft über Alkoholkonsum, Gewalttätigkeit unter Alkoholeinfluss und ihren Umgang mit Aggressionen. 
14.10.2010
Ernährung: Vollkornreis gegen Diabetes
Vollkornreis enthält Mineralstoffe, Lignane und unlösliche Ballaststoffe, die vor Diabetes schützen
RYF/ panthermedia
Wissenschaftler der Universität Harvard (USA) dokumentierten 20 Jahre lang den Reiskonsum von 200.000 US-Amerikanern und setzten die Angaben in Beziehung zum Gesundheitszustand. Wer zweimal in der Woche Vollkornreis aß, hatte ein um elf Prozent geringeres Diabetesrisiko als Menschen, die ihn weniger als einmal in der Woche verzehrten. Die Forscher erklären den Vorteil von Vollkornreis damit, dass er Mineralstoffe, Lignane und unlösliche Ballaststoffe enthält, die vor Diabetes schützen.
13.10.2010
Stöckelschuhe: Absätze können Achillessehne verkürzen
Wer immer auf hohen Schuhen unterwegs ist, läuft Gefahr, irgendwann einmal keine flachen mehr tragen zu können
Thinkstock/ iStockphoto
Viele Frauen lieben Stöckelschuhe. Dass sie manchmal gar nicht mehr auf flache Schuhe umsteigen möchten, könnte aber auch einen anderen Grund haben: Häufiges Tragen von Schuhen mit sehr hohen Absätzen verändert die Achillessehne. Das wiederum macht sich beim Wechsel auf flache Sohlen schmerzhaft bemerkbar.
12.10.2010
Körpergewicht: 24-Stunden-Supermarkt ist schlecht für die Figur
Wenn der Supermarkt nebenan besonders lange geöffnet hat, wirkt sich das negativ auf die Figur der Anwohner aus
Thinkstock/ Hemera
Befinden sich Einkaufsmärkte, die auch noch viele Stunden geöffnet sind, in nächster Nachbarschaft, beeinflusst dies das Gewicht der Anwohner. Das ermittelte ein interdisziplinäres Forschungsteam der Universität von Buffalo im US-Bundesstaat New York. Dabei zeigte sich, dass Menschen, die in der Nähe von Spätkauf-Supermärkten oder vielen Restaurants leben, im Mittel einen höheren Body-Mass-Index (BMI) aufweisen als der Bevölkerungsdurchschnitt.
11.10.2010
Parodontitis: Zähneputzen für das Herz
Eventuell fördern durch Parodontitis hervorgerufene Entzündungsprozesse im Körper die Verkalkung der Arterien
Thinkstock/ Pixland
Menschen, die ihre Zähne seltener als zweimal täglich putzen, haben ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. So lautet das Fazit einer im Fachblatt British Medical Journal erschienenen Zwölf-Jahres-Studie mit rund 11.000 Teilnehmern aus Schottland.
09.10.2010
Gehirn: Musik macht nachgiebig
Ein Liebeslied kann eine Frau dazu bewegen, einem Mann ihre Telefonnummer zu geben
Thinkstock/Comstock
Romantische Musik erhöht die Chancen von Männern bei Frauen. Hatten die Teilnehmerinnen einer französischen Studie ein Liebeslied gehört, gaben 52 Prozent von ihnen im anschließenden Gespräch mit einem jungen Mann diesem ihre Telefonnummer. Nach einem neutralen Lied waren dazu nur 28 Prozent der Frauen zwischen 18 und 20 Jahren bereit.
08.10.2010
Obst und Gemüse: Wohlschmeckende Augenkost
Wer gesund isst, senkt sein Risiko für grauen Star, die häufige Linsentrübung im Alter
Thinkstock/iStockphoto
Neben dem Geschmack gibt es zahlreiche andere Gründe für eine Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse. Einen davon veranschaulicht eine aktuelle Studie der Universität von Wisconsin in Madison (USA): Wer gesund isst, senkt sein Risiko für grauen Star, die häufige Linsentrübung im Alter.
07.10.2010
Zufriedenheit: Glück ist nicht käuflich
Beim persönlichen Glück spielen soziale Anerkennung, eine befriedigende Arbeit oder Unabhängigkeit eine größere Rolle als Reichtum
Thinkstock/Hemera
Geld macht nicht glücklich, heißt es. Doch diese Redewendung stimmt nicht ganz. Das ergab eine Studie, für die der Glücksforscher Ed Diener von der Universität Illinois in Urbana-Champaign (USA) die Daten einer weltweiten Befragung in 132 Ländern auswertete.
06.10.2010
Ernährung: Vitamin D gegen Demenz
Menschen, deren Vitamin-D-Spiegel um mehr als zwei Drittel niedriger liegt als normal, können ein um 60 Prozent erhöhtes Risiko aufweisen, an einer Demenz zu erkranken
RYFCD/Dynamic Graphics/Active Seniors
Niedrige Vitamin-D-Spiegel im Blut begünstigen die Entwicklung einer Demenz. Diesen Schluss ziehen britische Mediziner der Peninsula Medical School in dem Fachmagazin Archives of Internal Medicine. In der zugrunde liegenden Studie hatten sie die Blutwerte von 850 älteren Menschen ausgewertet und deren Krankengeschichten acht Jahre lang verfolgt. Es zeigte sich, dass Teilnehmer, deren Vitamin-D-Spiegel um mehr als zwei Drittel niedriger lag als normal, ein um 60 Prozent erhöhtes Risiko aufwiesen, an einer Demenz zu erkranken.
05.10.2010
Gesundheitssystem: Deutschland nur noch Mittelmaß
Bei Vergleich der Gesundheitssysteme sieben wohlhabender Nationen fiel Deutschland in den vergangenen Jahren vom ersten auf den zweiten und nun auf den vierten Platz zurück
Jupiter Images GmbH/Ablestock
Beim Vergleich der Gesundheitssysteme sieben wohlhabender Nationen landet Deutschland auf dem vierten Platz. An erster Stelle steht Holland, das Schlusslicht bilden die USA. Eine gute Note erhält Deutschland für die kurzen Wartezeiten, insbesondere bei Notfällen und fachärztlicher Betreuung.

Schlecht schneiden die Deutschen dagegen bei Effizienz und Koordination ab. Der Commonwealth Fund, eine private Stiftung aus den USA, führt den Vergleich seit 2004 in unregelmäßigen Abständen durch. Deutschland fiel in den vergangenen Jahren vom ersten auf den zweiten und nun auf den vierten Platz zurück.
04.10.2010
Pflanzenmedizin: Hopfen gegen Hitzewallungen
Hopfenextrakt kann bei Frauen die Beschwerden der Wechseljahre erleichtern
RYFCD/Pixtal/Kräutergarten 3
Pflanzliche Mittel können Beschwerden in den Wechseljahren ausgleichen. Ein wissenschaftliches Team an der Universitätsklinik in Turku (Finnland) untersuchte, ob auch Hopfen den Frauen helfen kann. Nach acht Wochen zeigte die Behandlung mit Hopfenextrakt zwar nur gleich gute Erfolge gegen leichte Hitzewallungen wie die mit einem Scheinmedikament (Placebo). Nach weiteren acht Wochen war der Hopfenextrakt aber deutlich überlegen.
02.10.2010
Einstellung: Bio prägt den Lebensstil
Bioesser kaufen mehr gesunde Lebensmittel, rauchen seltener und treiben auch öfter Sport
Thinkstock/Stockbyte
Menschen, die Biolebensmittel kaufen, leben insgesamt gesünder als solche, die Biomärkte meiden. Das ergab die Nationale Verzehrsstudie II des Max-Rubner-Instituts in Karlsruhe, für die Forscher 14.200 Bundesbürger ausführlich befragt hatten. So essen Biokäufer mehr Obst und Gemüse, aber weniger Fleisch und Wurst. Auch greifen sie seltener zu Süßem und Limo. Sie sind zudem häufiger Nichtraucher sowie sportlich aktiver.
01.10.2010
Im Alter: Mit Sport das Gewicht halten
Jenseits des 54. Geburtstages das Gewicht zu halten verlangt körperlichen Einsatz – jeden Tag!
Thinkstock/Comstock
Ältere Frauen klagen oft, dass sie trotz gleich bleibender Ernährung und Sport zunehmen. Forscher um I-Min Lee aus Boston (USA) begleiteten 13 Jahre lang 34.000 gesunde Frauen. Je nachdem, wie viel Sport diese täglich trieben, teilten die Ärzte sie in drei Gruppen ein.

Alle der zu Beginn etwa 54-Jährigen legten im Beobachtungszeitraum an Gewicht zu – am wenigsten jedoch diejenigen, die täglich etwa 60 Minuten lang trainierten und vorher normalgewichtig waren. Fazit: Jenseits der 54 das Gewicht zu halten verlangt körperlichen Einsatz – jeden Tag!
30.09.2010
Stress: Keine Zeit für die Mittagspause
Viele Arbeitnehmer verzichten auf ihre Mittagspause, um ihr Pensum erfüllen zu können. Pausen sind jedoch überaus wichtig
Thinkstock/Hemera
Neben fehlender Anerkennung und schlechtem Betriebsklima ist Arbeitsüberlastung ein häufiger Auslöser von Stress. So lautet ein Ergebnis der Studie „Betriebliches Gesundheitsmanagement 2010“ des TÜV Süd. Trotzdem verzichten viele Arbeitnehmer immer öfter auf ihre Mittagspause, um ihr Pensum erfüllen zu können.
29.09.2010
Augen: Gleitsichtbrille nicht immer sinnvoll
Brillen mit Mehrstärkengläsern können den Gleichgewichtssinn stören und so zu Stürzen führen
PhotoDisc
Ältere Menschen sollten außerhalb des Hauses keine Gleitsichtbrille tragen, da der Wechsel der Brennweite zu Gleichgewichtsstörungen führen kann. Forscher in Sydney (Australien) hatten die Daten von 606 Personen zwischen 65 und 80 Jahren ausgewertet, die zuvor gestürzt waren. Rund 40 Prozent der Unfälle hätten mit normalen Einstärkenbrillen vermieden werden können.
28.09.2010
Psychologie: Fingerspitzengefühl für andere Menschen
Unsere Wahrnehmung anderer Menschen und unser Tastsinn scheinen eng miteinander verknüpft zu sein
Thinkstock/iStockphoto
Tastempfindungen und die Wahrnehmung anderer Menschen sind eng verknüpft. Das zeigten Forscher der Universitäten Cambridge und Harvard (USA). Hielten Versuchspersonen ein schweres Klemmbrett in der Hand, schätzten sie Bewerber um eine Stelle im Schnitt als besser geeignet und ernsthafter ein als Probanden, die eine leichte Schreibunterlage benutzten.
27.09.2010
Gesundheit: Striktes Rauchverbot zeigt Wirkung
Ein umfassendes Rauchverbot kann die Zahl der akuten Herz-Kreislauf-Probleme, Asthma-Erkrankungen, COPD-Fälle und Bronchitis-Patienten senken
Thinkstock/iStockphoto
endif
24.09.2010
Vorbeugen: Ingwer gegen Muskelkater
Wer regelmäßig Ingwer isst, kann die Wahrscheinlichkeit von Muskelschmerzen nach einer Überanstrengung mindern
Jupiter Images GmbH/Ablestock
Der regelmäßige Verzehr von Ingwer kann Muskelschmerzen nach Überanstrengung mindern, wie eine im Journal of Pain veröffentlichte Studie zeigt. Elf Tage lang nahmen die Teilnehmer zwei Gramm Ingwer in Kapselform oder aber ein Placebo zu sich. Am achten Tag trainierten sie mit schweren Gewichten den Ellbogen-Beuger.
23.09.2010
Nesthocker: Jungen ziehen später aus
Söhne verlassen das Hotel Mama später als Töchter
Thinkstock/Pixland
Gut versorgt: Fast zwei Drittel der jungen Männer in Deutschland im Alter zwischen 18 und 26 Jahren leben noch daheim. Die Frauen dieser Altersgruppe treibt es deutlich früher aus dem Nest: Etwas weniger als die Hälfte wohnt noch bei den Eltern. Insgesamt ziehen Kinder heute später aus als vor 30 Jahren. Nach Daten des Statistischen Bundesamtes lebten 2008 noch 56 Prozent der jungen Erwachsenen mit ihren Eltern unter einem Dach. 1978 lag der Anteil bei 53 Prozent.
22.09.2010
Aromatherapie: Düfte gegen das Vergessen
Zitronen- und Lavendelduft können die Selbstwahrnehmung dementer Patienten verbessern
Thinkstock/Pixland
Aromatherapie kann die geistige Leistungsfähigkeit von Alzheimer-Patienten möglicherweise verbessern. Das legt eine japanische Studie mit 28 älteren Menschen nahe, von denen 17 dement waren. Sie zeigte, dass der Duft von Rosmarin und Zitrone (morgens), Lavendel und Orange (abends) vor allem die Selbstwahrnehmung der Probanden verbesserte. Die ätherischen Öle wurden über einen Diffusor in den Aufenthaltsräumen verbreitet.
21.09.2010
Gesund: Spaziergänge senken Schlaganfall-Gefahr
Frauen, die häufig spazieren gehen, haben ein deutlich geringeres Schlaganfall-Risiko als jene, die sich insgesamt wenig bewegen
Foto: PhotoDisc
Gute Nachrichten für Sportmuffel: Es muss nicht unbedingt Joggen oder Schwimmen sein. Frauen, die häufig spazieren gehen, haben ein deutlich geringeres Schlaganfall-Risiko als jene, die sich insgesamt wenig bewegen.
20.09.2010
Lunge: Fast Food fördert Asthma
Fettarmes Essen ist viel besser für die Lungenfunktion
Jupiter Images GmbH/Comstock Images
Fettreiches Essen ist nicht nur schlecht für das Herz, sondern beeinträchtigt offenbar auch die Lunge. Das zeigt eine australische Studie mit 46 Asthma-Patienten, deren Auswurf vor und nach einer Testmahlzeit untersucht wurde.
18.09.2010
Abnehmen: Mit Volldampf gegen den Kohldampf
Ein rascher Gewichtsverlust zu Beginn einer Diät kann wirksamer sein als ein zaghafter Einstieg
Jupiter Images GmbH/Goodshot
Ein rascher Gewichtsverlust zu Beginn einer Diät kann wirksamer sein als ein zaghafter Einstieg. Dies legt eine Studie der Universität Florida mit 262 fettleibigen Frauen (BMI im Schnitt 37) zwischen 50 und 75 Jahren nahe.
16.09.2010
Diabetiker: Einmal-Lanzetten nicht mehrfach benutzen
Bei wiederholter Anwendung bilden sich an der Nadelspitze kleine Widerhaken. Die Benutzung wird schmerzhaft und kann zu Infektionen führen
W&B/Simon Katzer
Wochenlang und bis zu 100 Mal benutzen manche Diabetiker ihre Einmal-Lanzetten zur Blutzucker-Messung. Davor warnen jedoch Diabetologen der Universitätsklinik Dresden. Schon nach der ersten Anwendung bilden sich an der Nadelspitze mikroskopisch kleine Widerhaken, die schmerzhafte Risswunden verursachen und zu Infektionen führen können.
15.09.2010
Psyche: Länger leben mit Humor
Lachen steckt an und verhilft lustigen Gemütern wohl auch zu einer höheren Lebenserwartung
BananaStock/RYF
Wer viel lacht, lebt länger. Diesen Schluss legt zumindest eine aktuelle Studie nahe. Forscher der Norwegischen Universität der Wissenschaft und Technologie in Trondheim werteten die Daten von rund 53000 Teilnehmern aus, deren Sinn für Humor sie zu Beginn der Untersuchungmit gezielten Fragen ermittelt hatten. Die anschließende Beobachtung der Befragten über sieben Jahre hinweg zeigte: Personen, die über einen „gesunden“ Humor verfügen, haben eine deutlich höhere Lebenserwartung als Humorlose oder Menschen, die sich nur auf Kosten anderer amüsieren.
14.09.2010
Psyche: Länger leben mit Humor
Lachen steckt an und verhilft lustigen Gemütern wohl auch zu einer höheren Lebenserwartung
BananaStock/RYF
Wer viel lacht, lebt länger. Diesen Schluss legt zumindest eine aktuelle Studie nahe. Forscher der Norwegischen Universität der Wissenschaft und Technologie in Trondheim werteten die Daten von rund 53000 Teilnehmern aus, deren Sinn für Humor sie zu Beginn der Untersuchungmit gezielten Fragen ermittelt hatten. Die anschließende Beobachtung der Befragten über sieben Jahre hinweg zeigte: Personen, die über einen „gesunden“ Humor verfügen, haben eine deutlich höhere Lebenserwartung als Humorlose oder Menschen, die sich nur auf Kosten anderer amüsieren.
13.09.2010
Psyche: Länger leben mit Humor
Lachen steckt an und verhilft lustigen Gemütern wohl auch zu einer höheren Lebenserwartung
BananaStock/RYF
Wer viel lacht, lebt länger. Diesen Schluss legt zumindest eine aktuelle Studie nahe. Forscher der Norwegischen Universität der Wissenschaft und Technologie in Trondheim werteten die Daten von rund 53000 Teilnehmern aus, deren Sinn für Humor sie zu Beginn der Untersuchungmit gezielten Fragen ermittelt hatten. Die anschließende Beobachtung der Befragten über sieben Jahre hinweg zeigte: Personen, die über einen „gesunden“ Humor verfügen, haben eine deutlich höhere Lebenserwartung als Humorlose oder Menschen, die sich nur auf Kosten anderer amüsieren.
11.09.2010
Psyche: Länger leben mit Humor
Lachen steckt an und verhilft lustigen Gemütern wohl auch zu einer höheren Lebenserwartung
BananaStock/RYF
Wer viel lacht, lebt länger. Diesen Schluss legt zumindest eine aktuelle Studie nahe. Forscher der Norwegischen Universität der Wissenschaft und Technologie in Trondheim werteten die Daten von rund 53000 Teilnehmern aus, deren Sinn für Humor sie zu Beginn der Untersuchungmit gezielten Fragen ermittelt hatten. Die anschließende Beobachtung der Befragten über sieben Jahre hinweg zeigte: Personen, die über einen „gesunden“ Humor verfügen, haben eine deutlich höhere Lebenserwartung als Humorlose oder Menschen, die sich nur auf Kosten anderer amüsieren.
10.09.2010
Musik: Woher kommen Ohrwürmer?
Bestimmte Songs spielt unser Hirn immer wieder ab. Allltagsarbeit scheint dabei eine Rolle zu spielen
Jupiter Images GmbH/BrandXPictures
Die Fußballweltmeisterschaft ist vorbei und Shakiras „Waka Waka“ immer noch im Ohr? Warum sich Musikstücke manchmal als Endlosschleife im Hirn halten, hat Professor Jan Hemming vom Institut für Musik in Kassel untersucht. Demnach bleibt eine Melodie vor allem dann im Kopf, wenn wir sie öfter bei alltäglichen Verrichtungen wie dem Abwasch oder dem Bügeln hören. Ob sich eine bestimmte Musik leichter als eine andere im Hirn festsetzt, lässt sich dagegen nur schwer abschätzen.
09.09.2010
Grillen: Heiße Früchtchen
Auch Spieße mit Aprikosen, Birnen und Feigen können auf den Rost
W&B/Martin Ley
Warum nicht einmal ein Dessert vom Grill genießen? Der aid-Infodienst in Bonn weist darauf hin, wie gut sich Äpfel, Birnen, Feigen und anderes Obst dafür eignen. Besonders aromatisch werden die Obststücke, wenn Sie sie vor dem Grillen in Fruchtsaft einlegen und dann auf Spieße stecken. Zum Würzen können Sie Vanille, Ingwer und Zimt, aber auch Nelken oder Chili verwenden. Wer wenig Zeit hat, legt Bananen ungeschält auf den Grill. Wird die Schale braun, ist der Inhalt gar. Auch Äpfel können Sie in Alufolie verpackt grillen. Grundsätzlich eignet sich jede Obstsorte mit festem Fleisch für den Rost. Verzichten Sie aber auf überreife Früchte, die rasch zu weich werden. Köstlich zum heißen Obst: Vanilleeis.
08.09.2010
Akupunktur: Wie die Nadeln wirken
Die Wirksamkeit der fernöstlichen Heilmethode lässt sich biochemisch erklären
Jupiter Images GmbH/Creatas
Nervenärzte des Rochester Medical Center im US-Bundesstaat New York haben eine plausible Erklärung dafür gefunden, wie Akupunktur Schmerzen dämpft. Sie stellten im Experiment fest, dass der Nadelstich die Substanz Adenosin im Gewebe freisetzt. Diese bewirkt, dass Schmerzfasern Nervensignale weniger gut leiten. Blockierten die Forscher die Adenosin-Produktion, blieb der Effekt der Nadeltherapie aus. Für eine Wirksamkeit der Akupunktur sprechen verschiedene Studien. Unklar war bislang, wie sie zustande kommt.
07.09.2010
Ernährung: Kein Darmkrebs durch Kaffee
Freispruch für Kaffee und Limonade: Die Getränke erhöhen das Risiko für Darmkrebs einer Studie zufolge nicht
Panthermedia/Miroslaw Beneda
Ob hoher Kaffeekonsum das Darmkrebsrisiko erhöht, war bisher unklar. Auch Softdrinks standen im Verdacht, weil sie im Übermaß genossen zu Übergewicht führen, was ebenfalls ein Risiko für Darmkrebs darstellt. Um Klarheit zu gewinnen, sahen Mediziner der Harvard School of Public Health (USA) Studien mit insgesamt 731000 Teilnehmern durch. Ergebnis: Für Kaffee geben die Ärzte Entwarnung. Selbst bei knapp 1,5 Litern Konsum täglich fanden sie keinen Zusammenhang mit einem erhöhten Darmkrebsrisiko. Ähnliches stellten sie auch für Limonade fest.
06.09.2010
Ernährung: Nüsse senken Blutfettwerte
Nüsse – maßvoll gegessen – sind gesund
Jupiter Images GmbH/Goodshot
Menschen, die auf ihre Figur achten, meiden Nüsse oft. Dabei zeigen Studien, dass die Knabberkerne das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich senken. Wissenschaftler der Loma-Linda-Universität in Kalifornien werteten kürzlich 25 Untersuchungen aus und kamen zu dem Schluss, dass sich durch Nüsse die Blutfettwerte verbessern. Bereits 67 Gramm täglich verringerten die Cholesterin- und Triglyzeridwerte, egal welche Nüsse gegessen wurden. Die Kerne nützen vor allem schlanken Personen, die viel „schlechtes“ LDL-Cholesterin im Blut haben, und Menschen, die sich nach westlicher Art ernähren.
04.09.2010
Warzen: Lästiger Makel
Warzen stören kosmetisch und sind ansteckend. Meistens lassen sich die Hautwucherungen gut behandeln
W&B/Jan Greune
 Als „Baummann“ wurde der indonesische Fischer vor einigen Jahren berühmt: Sein ganzer Körper war mit Warzen bedeckt. Aus Händen und Füßen ragten derart große Hautwucherungen, dass er nicht mehr arbeiten konnte. Solche drastischen Folgen haben Warzen zum Glück nur äußerst selten – das Leiden prägte sich bei dem Mann aufgrund einer genetisch bedingten Immunstörung so bizarr aus. Dennoch stören die Gewächse auch bei normaler Größe und Form, können schmerzen und in seltenen Fällen sogar zu Krebs werden.
„Die gewöhnlichen Warzen sind allerdings harmlos“, sagt Professor Hans Christian Korting von der Hautklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München. Die Hautwucherungen sind in aller Regel gutartig und verschwinden oft von selbst wieder.
03.09.2010
Bauchschmerzen: Hypnose tut dem Darm gut
Wer sich von einem Therapeuten in Trance versetzen lässt, kann einen Reizdarm beruhigen
Thinkstock/Goodshot
Hypnotherapie kann die Symptome des Reizdarmsyndroms lindern, folgert der Gastroenterologe Dr. Roland Valory vom Gloucestershire Royal Hospital (England) aus langjährigen Untersuchungen. Bei 40 von 100 Patienten verschwanden die Schmerzen im Bauchbereich sowie Völlegefühl, Durchfall und Verstopfung. Bei der Hypnotherapie versetzt der Therapeut seine Patienten zeitweilig in Trance.
02.09.2010
Impfung: Tetanusschutz auffrischen!
Erwachsene sollten die empfohlenen Auffrischimpfungen gegen Wundstarrkrampf nicht vergessen
W&B/Martin Ley
Kaum ein Deutscher erkrankt noch am Wundstarrkrampf (Tetanus). Trotzdem sollte sich niemand in Sicherheit wiegen. „Generell rate ich allen Erwachsenen, die kostenlosen Nachimpfungen zu nutzen“, sagt die Frankfurter Allgemeinärztin Dr. Sylvia Mieke im HausArzt-PatientenMagazin. „Es gibt sonst keine Möglichkeit, sich vor Wundstarrkrampf zu schützen.“ Die Erreger dieser lebensgefährlichen Infektion, die schon durch kleinste Verletzungen übertragen werden kann, stecken unter anderem in Gartenerde, Staub und Rost.
01.09.2010
Hygiene: Pilze aus dem Wäschekorb
Pilzsporen können während der Wäsche auf andere Kleidungsstücke gelangen
Jupiter Images GmbH/Banana Stock
Wenn die getragenen Socken eines an Fußpilz Erkrankten zusammen mit der schmutzigen Kleidung der Familienmitglieder in Wäschekorb und Waschmaschine landen, können Pilzsporen übertragen werden. Das fanden Forscher der Hohenstein-Institute in Bönnigheim heraus. Erst ein Waschgang mit mindestens 60 Grad tötet die Keime sicher ab.
31.08.2010
Ernährung: Herzhaftes Steak, belastende Wurst
Rotes Fleisch ist nicht grundsätzlich ungesund. Es liegt wohl an der Zubereitungsart
W&B/Reiner Schmitz
Wer täglich 50 Gramm rotes verarbeitetes Fleisch isst – zum Beispiel Schinken, Salami oder Wurst –, hat ein erhöhtes Risiko für Herzkrankheiten und Diabetes. Nicht verarbeitetes rotes Fleisch – z. B. ein Steak – hat dagegen keinen Einfluss auf diese Krankheitsrisiken. Zu diesem Ergebnis kommt eine im Fachmagazin Circulation veröffentlichte Analyse der Daten von über einer Million Menschen aus zehn Ländern. Vermutlich ist der hohe Gehalt an Salz und Nitrat in verarbeitetem Fleisch gesundheitsschädlich.
30.08.2010
Arbeitsplatz: Vom Chef umsorgt
Motivieren Vorgesetzte ihr Team, sinkt bei den Mitarbeitern das Burn-out-Risiko
PhotoDisc/ RYF
Kümmert sich der Chef um die Belange der Mitarbeiter – etwa durch Zuhören, Motivieren oder das Bereitstellen passender Arbeitsmittel –, sinkt die Häufigkeit von Burn-out im Unternehmen messbar. Das zeigt eine Studie Schweizer Wissenschaftler und der Bertelsmann Stiftung. Zwischen 2006 und 2009 befragten die Forscher 120 Angestellte. Endete die Unterstützung, stieg die Zahl Burn-out-bedingter Ausfälle wieder auf das ursprüngliche Niveau.
28.08.2010
Wasserspiele: Babyschwimmen macht die Kleinen fit
Das Planschen im Babyalter fördert die Koordination und den Gleichgewichtssinn
W&B/Bernhard Huber
Babyschwimmen macht Kinder anhaltend fit. Forscher der Universität für Wissenschaft und Technik im norwegischen Trondheim ließen 19 Babys unter Anleitung eines erfahrenen Trainers im Wasser üben. Die Säuglinge im Alter zwischen zwei und drei Monaten nahmen viereinhalb Monate lang zwei Stunden pro Woche an der Wassergymnastik teil.
27.08.2010
Psychologie: Gespräche mit dem Vater schützen vor Nikotinsucht
Die Kommunikation mit dem Vater kann Jugendliche vor dem Griff zur Zigarette bewahren
Thinkstock/iStockphoto
Kinder, die mit ihrem Vater über wichtige Angelegenheiten reden, greifen seltener zur Zigarette als Kinder ohne diesen Austausch. Wissenschaftler der Universität Cardiff (Wales) befragten 3500 Teenager drei Jahre lang zu verschiedenen Aspekten des Lebens, darunter Streit und Gespräche in der Familie. Die Kommunikation mit dem Vater erwies sich als stärkster Schutz vor der Nikotinsucht. Die Häufigkeit von Streitereien oder gemeinsamem Essen hatte dagegen keinen Einfluss.
26.08.2010
Heilpflanzen: Lavendel beruhigt
Wirkstoffe des Lavendels können ähnlich beruhigend wirken wie Benzodiazepine
Thinkstock/Pixland
Lavendelöl wirkt bei einer generalisierten Angststörung ähnlich gut wie ein Benzodiazepin, weist eine in dem Fachmagazin Phytomedicine veröffentlichte Studie nach. An der Untersuchung nahmen 77 Angstpatienten teil, die sechs Wochen lang täglich 80 Milligramm Lavendelöl oder 0,5 Milligramm Lorazepam einnahmen.
25.08.2010
Ernährung: Sommerzeit ist Eiszeit
Die meisten schlecken industrielle Eisprodukte, aber auch traditionelle italienische Eisdielen sind sehr beliebt
Thinkstock/istockphoto
Rund acht Liter Speiseeis lässt sich jeder Deutsche im Jahr durchschnittlich schmecken – seit Jahren ziemlich unverändert. Nur im Spitzensommer 2003 stieg die Eislust deutlich und steigerte den Jahresverbrauch auf knapp neun Liter.
24.08.2010
Attraktivität: Schöne Frau, gestresster Mann
Eine schöne Dame lässt den Stresshormonspiegel eines Mannes ganz schön in die Höhe schnellen
Thinkstock/Goodshot
Allein mit einer schönen Frau – das setzt einen Mann gehörig unter Druck. Forscher der Universität Valencia (Spanien) ließen 84 junge Männer in Anwesenheit eines fremden Mannes und einer sehr attraktiven Frau Sudoku-Rätsel lösen.
23.08.2010
Nase: Die Chemie der Duftnoten
Ob wir einen Geruchsstoff als anziehend oder abstoßend empfinden, liegt zum größten Teil an seiner Chemie
Jupiter Images GmbH/Creatas
Ob wir einen Geruchsstoff als anziehend oder abstoßend empfinden, liegt zum größten Teil an seiner Chemie, berichten Forscher vom Weizmann-Institut in Rehovot (Israel). Sie trainierten elektronische Sensoren zunächst mithilfe von 76 Substanzen. Deren Geruch hatten zuvor Testpersonen aus Israel bewertet.
21.08.2010
Risiko: Sport bei zu großer Hitze ist riskant
Wer bei sehr hohen Temperaturen Sport treibt, muss regelmäßig für Flüssigkeitsnachschub sorgen und häufiger Pausen einlegen
W&B/Heike Geigl
Ausdauersport bei extremen Temperaturen erhöht das Risiko für Krämpfe, Kollaps und Hitzschlag. Die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention gibt deshalb Empfehlungen für optimales Verhalten.
20.08.2010
Akupunktur: Nadeln gegen Zahnarztangst
Akupunktur kann die Angst vor dem Zahnarzt mindern
Thinkstock/Stockbyte
Akupunktur kann die Angst vor dem Zahnarzt nehmen. Diese Vermutung legt eine kleine schwedische Studie nahe, von der die British Medical Association berichtet. Spezialisierte Zahnärzte setzten bei 20 Patienten mittleren Alters, die schon seit Jahren mit Angst vor dem Bohrer kämpften, Nadeln an zwei Punkten der Schädeldecke. Fünf Minuten später konnten sie bei allen Teilnehmern mit der Behandlung beginnen. Vor der Akupunktur waren dazu nur sechs Patienten bereit.
19.08.2010
Forschung: Stress fördert Eierstockkrebs
Stresshormone unterdrücken das Absterben von Krebszellen zusätzlich und machen daher deren Ausbreitung wahrscheinlicher
Thinkstock/Pixland
Wissenschaftler des MD Anderson Krebszentrums in Texas (USA) haben einen Vorgang entdeckt, der erklärt, wie chronischer Stress die Bildung von Metastasen bei Eierstockkrebs fördert.
18.08.2010
Spielkonsole: Schult Gehirnjogging am Computer das Gedächtnis?
Denksportaufgaben auf der Spielkonsole können gewisse Effekte haben
Dynamic Graphics/RYF
Bei einer Studie mit mehr als 11.000 Teilnehmern löste eine Gruppe auf einer Spielkonsole Denksportaufgaben, um das Gedächtnis, die Aufmerksamkeit und das räumliche Auflösungsvermögen zu fördern. Bei den Übenden zeigte sich eine Trainingswirkung, in der Kontrollgruppe nicht.
17.08.2010
Meditation: Gut für das Konzentrationsvermögen
Menschen, die meditieren, schulen damit unter anderem ihr Erinnerungsvermögen
W&B/Bernhard Huber
Bereits kurzzeitiges Meditieren kann die Aufmerksamkeit und Konzentration deutlich verbessern. Das zeigt eine Studie von Fadel Zeidan und seinen Kollegen von der Universität von North Carolina in Charlotte (USA).
16.08.2010
Fertigprodukte: Süße schadet den Gefäßen
Kalorienhaltige Süßungsmittel aus Fertigprodukten können die Blutfettwerte ungünstig beeinflussen
Thinkstock/BrandXPictures
In den industriell hergestellten Lebensmitteln stecken oft kalorienhaltige Süßungsmittel wie Fruktose-Glukose-Sirup. Eine in dem US-Fachmagazin JAMA veröffentlichte Studie mit 6000 Teilnehmern ergab, dass diese die Blutfettwerte ungünstig beeinflussen und damit das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen können.
14.08.2010
Lebensgefühl: Glück für das Herz
Kleine Glücksmomente schützen vor einem Herzinfarkt
Thinkstock/Liquid Library
Glückliche und zufriedene Menschen erleiden seltener einen Herzinfarkt als Menschen, die sich weniger gut fühlen. Das bestätigt eine Untersuchung der Columbia-Universität in New York. Die Wissenschaftler beobachteten zehn Jahre lang 1739 Erwachsene. Sie verwendeten eine Fünf-Punkte-Skala der Lebenseinstellung. Dabei zeigte sich, dass diejenigen mit dem höchsten Grad an Zufriedenheit das niedrigste Risiko für einen Herzinfarkt hatten. Auch kurze depressive Phasen änderten daran nichts. Der Rat der Wissenschaftler: Jeder sollte ganz bewusst vergnügliche Tätigkeiten in den Alltag einbauen.
13.08.2010
Im Alter: Mehr tanzen, sicherer gehen
Tanz hält den Körper beweglich
Thinkstock/Stockbyte
Tanzen bereitet alten Menschen nicht nur Freude, es trainiert auch das Gleichgewicht und die Gangsicherheit. Dies beobachteten Wissenschaftler der Universität von Missouri in Columbia (USA), die Senioren bei einer Tanztherapie eine einfache Schrittfolge lehrten. Die Studienteilnehmer, die in einem betreuten Wohnprojekt lebten, nahmen über zwei Monate hinweg an 18 Tanzstunden teil. In dieser Zeit stellten die Forscher fest, dass sich die Balance verbesserte und der Gang sicherer wurde. Beides verringert bei alten Menschen die Gefahr zu stürzen.
12.08.2010
Psyche: Mitgefühl durch Kuschelhormon
Männer werden unter dem Einfluss von Oxytocin einfühlsamer
Thinkstock/Stockbyte
 Das als „Kuschelhormon“ bezeichnete Oxytocin wird im Hypothalamus, einem Bereich des Zwischenhirns, gebildet. Es hilft Männern, sich besser in andere hineinzuversetzen. Das berichten Forscher in der Fachzeitschrift Journal of Neuroscience. Sie untersuchten 48 Freiwillige. Eine Gruppe schnupperte an einem Nasenspray mit Oxytocin, die andere an einem Scheinpräparat.
11.08.2010
Meerrettich: Scharfer Schutz für die Prostata
Inhaltsstoffe aus den scharfen Wurzeln können wohl das Risiko für Prostatakrebs senken
Panthermedia/Heike Brauer
Als scharf schmeckende Pflanze gibt Meerrettich Fleisch- und Fischspeisen eine besondere Würze. Forscher am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg haben nun nachgewiesen, dass die in ihm enthaltenen Glucosinolate zudem das Risiko senken, an Prostatakrebs zu erkranken. Ihre Studie mit 11405 Teilnehmern zeigte, dass Männer, die in den Jahren zuvor viel Meerrettich gegessen hatten, im Alter seltener Prostatakrebs bekamen. Glucosinolate finden sich auch in Rettich und Kohlarten.
10.08.2010
Freizeit: Natur macht vergnügt
Sport im Freien macht nicht nur fit, er hebt auch das Selbstwertgefühl und die Stimmung
Jupiter Images/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY
Bereits fünf Minuten körperliche Aktivität im Grünen verbessern deutlich das Selbstwertgefühl und die Stimmung – wichtige Anzeichen für die psychische Gesundheit eines Menschen. Das zeigten Studien aus Großbritannien mit 1252 Personen, die Joe Barton und Jules Pretty von der Universität Essex analysierten. Dabei wiesen die Forscher bei jungen Leuten und bei psychisch unter Druck stehenden Menschen die stärkste positive Wirkung hinsichtlich der Selbstachtung nach. Sie fordern deshalb mehr Parks und Bäume in den Städten.
09.08.2010
Urlaub: Keine streunenden Katzen streicheln
Obwohl sie niedlich aussehen, sollten Urlauber von kleinen Tigerchen besser die Finger lassen
Jupiter Images GmbH/BrandXPictures
Vor allem Kinder möchten im Urlaub herrenlose Katzen gern streicheln. Davor warnt Professor Hans-Jürgen Tietz vom Institut für Pilzkrankheiten und Mikrobiologie in Berlin: „Allein in und um Athen gibt es eine Viertelmillion streunende Katzen. Mehr als 90 Prozent davon sind mit dem Erreger Microsporum canis infiziert.“ Ein einziger Hautkontakt von Mensch und Tier genügt, um sich mit dem Pilz anzustecken. Symptome: juckender Hautausschlag und runde rote Flecken an Händen und Armen.
07.08.2010
Heilpflanze: Die Gute vom Kap
Die Kapland-Pelargonie hilft bei Bronchitis und lindert Erkältungen
Panthermedia/Elmar Weber
 Südafrika: Bei dem Wort kommen uns wilde Tiere in den Sinn, atemberaubende Landschaften, Goldminen und in diesem Jahr natürlich die Fußball-Weltmeisterschaft. Doch aus dem Land am Kap der Guten Hoffnung kommen auch bewährte Heilpflanzen, zum Beispiel die Kapland-Pelargonie. Diese Geranienart erfreut nicht nur das Auge, die Menschen im Süden Afrikas erkannten auch früh die Kraft, die in ihren Wurzeln steckt. Vor allem bei schwerem Husten vertrauten sie auf die Pflanze. Später teilten sie ihr Wissen mit den Europäern, die das exotische Arzneimittel dann als sanft wirkende Alternative bei Atemwegsinfektionen mit in die Heimat nahmen. 
06.08.2010
Sport: Kicken stärkt Leib und Seele
Fußball gilt laut einer dänischen Studie als idealer Freizeitsport
Image Source/RYFCD/Sandy Hollidy
Bereits von zwei bis drei Stunden Fußball pro Woche können Herz und Gefäße, der Stoffwechsel, der Muskel- und Knochenapparat sowie die Psyche profitieren. Zu diesem Schluss kommt eine Erhebung der Universität Kopenhagen (Dänemark), an der drei Jahre lang 50 Wissenschaftler aus sieben Ländern mitgewirkt haben. Im Gegensatz zu Profifußballern müssen Freizeitkicker zudem kaum ernsthafte Verletzungen befürchten.
05.08.2010
Urlaub: Besser nicht billig rasieren lassen
Die Rasierklingen beim Barbier bergen diverse Risiken
PhotoDisc/RYF
Urlauber sollten sich im Gastland nicht mit scharfer Klinge rasieren lassen, rät der Bundesverband Deutscher Internisten (BDI). Eine Untersuchung der Universität im türkischen Samsun ergab, dass beinahe sieben Prozent der Rasiermesser mit Hepatitis-B-Viren verunreinigt waren. Diese können schon über kleinste Verletzungen in den Körper gelangen. Auch sich piercen oder tätowieren zu lassen ist daher ein möglicher Übertragungsweg der Infektion. Diese kann zu einer chronischen Leberentzündung führen.
04.08.2010
Sonne: Die Schatten-Regel
Je länger der Schatten ist, den Körper wirft, desto geringer ist das Risiko für einen Sonnenbrand
Thinkstock/iStockphoto
Ein Blick auf den Boden hilft an jedem Ort der Erde, eine zu starke UV-Strahlung zu erkennen: Entspricht die Länge ihres Schattens mindestens ihrer Körpergröße, können sich Menschen vom hellen nordeuropäischen Hauttyp II rund eine Stunde im Freien aufhalten, ohne einen Sonnenbrand befürchten zu müssen. Dieses einfache Verfahren stellte der Berliner Dermatologe Professor Hans Meffert in der Fachzeitschrift Aktuelle Dermatologie vor. Auf ausreichenden Sonnenschutz sollte dennoch niemand verzichten.
03.08.2010
Geruchssinn: Männer haben eine feine Nase
Besonders den Duft von Maiglöcken nehmen Herren besser wahr
Jupiter Images GmbH/Photos.com
Eine schwedische Studie zeigt, dass Männer eine empfindlichere Nase haben können als Frauen. Matthias Laska und Kollegen testeten die Geruchsschwelle von 500 Personen für den Maiglöckchenduft Bourgeonal. Dieser Aromastoff weist auch Spermien den Weg zur Eizelle. Wenn Spermien dafür Duftrezeptoren besitzen, so die Vermutung, sind vielleicht auch Männernasen vermehrt damit ausgestattet. Tatsächlich nahmen Männer den Maiglöckchenduft in deutlich schwächerer Konzentration wahr als Frauen. Bei zwei weiteren Düften fanden die Forscher keine Geschlechtsunterschiede in der Wahrnehmung.
02.08.2010
Herzstillstand: Dank Defibrillator überlebt
Benutzen Passanten die öffentlich zugänglichen Erste-Hilfe-Geräte, retten sie Leben
W&B/Ute Schmidt
Je mehr öffentliche Defibrillatoren („Defis“) zur Verfügung stehen, desto mehr Menschen überleben einen Herzstillstand. Wissenschaftler der Universität Kyoto (Japan) werteten die Daten von 13000 Personen aus, die zwischen 2005 und 2007 in der Öffentlichkeit einen Herzstillstand erlitten hatten.
31.07.2010
Ernährung: Gesünder Grillen mit Kräutern
Vermutlich verhindern sekundäre Pflanzenstoffe aus Rosmarin, Salbei und Thymian, dass sich beim Verbrennen von Fett bestimmte Schadstoffe bilden
Thinkstock/iStockphoto
Wer Fleisch mit Kräutern anbrät, senkt den Gehalt an aromatischen Aminen um ein Viertel. Darauf weist der aid Infodienst hin. Vermutlich verhindern sekundäre Pflanzenstoffe aus Rosmarin, Salbei und Thymian, dass sich beim Verbrennen von Fett diese Schadstoffe bilden.
30.07.2010
Tomatensaft: Im Flieger besonders beliebt
Unter Kabinendruck beschrieben Testpersonen den Saft als angenehm fruchtig, am Boden häufiger als muffig
Thinkstock/iStockphoto
Tomatensaft gehört zu den am häufigsten bestellten Getränken im Flugzeug. Über die Gründe der Beliebtheit wurde schon viel gerätselt. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik in Valley/Oberbayern haben möglicher weise eine Antwort gefunden.
29.07.2010
Allergie: Wein lässt die Nase laufen
Alkoholgenuss kann typische Allergiesymptome wie Niesen, Fließschnupfen, Husten und Juckreiz verstärken oder gar auslösen
Thinkstock/iStockphoto
Allergiker sollten auf alkoholische Getränke besser verzichten. Denn der Genuss von Wein und Bier kann die bei Heuschnupfen und Asthma typischen Symptome – Niesen, Fließschnupfen, Husten und Juckreiz – verstärken oder sogar auslösen. Darauf weisen die Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) in Werne (NRW) hin.
28.07.2010
Alternativ heilen: Kneippen – mehr als nur Wasser
Kalte Güsse stehen im Vordergrund des Kneipp’schen Konzepts. Aber auch pflanzliche Mittel, Bewegung, gesunde Ernährung und Ordnungstherapie gehören dazu
W&B/Bernhard Huber
Ein bisschen Überwindung kostet es schon, noch leicht bettwarm hinaus in die Morgenkühle des Gartens oder in den nahe gelegenen Park zu gehen und dort mit bloßen Füßen durch das feuchte Gras zu laufen. Dabei spüren Sie das Kitzeln der Halme zwischen den Zehen, den unebenen Boden und die frische Luft. „Drei bis fünf Minuten genügen für dieses Tautreten nach Kneipp. Es macht uns geistig wach und wirkt ausgleichend auf unser vegetatives Nervensystem, das die Atmung, Herzfrequenz, Verdauung und die Durchblutung der inneren Organe steuert“, sagt Professor Eberhard Volger.
27.07.2010
Großzügigkeit: Positive Kettenreaktion
Die Empfänger großzügiger Gesten übernehmen das uneigennützige Verhalten und geben es so an andere weiter
W&B/Martin Ley
Wer sich anderen gegenüber großzügig zeigt, löst damit eine positive Kettenreaktion aus: Die Empfänger übernehmen das uneigennützige Verhalten und geben es auf diese Weise an andere weiter. Das entdeckten Wissenschaftler der Universität von Kalifornien in San Diego (USA), die Versuchspersonen an Geldspielen teilnehmen ließen.
26.07.2010
Grüner Tee: Polyphenole fürs Gehirn
Bestimmte Inhaltsstoffe des grünen Tees können gefährliche Ablagerungen aus Eiweiß im Gehirn unschädlich machen
Panthermedia/Brigitta Goetz
Polyphenole, die in grünem Tee stecken, können gefährliche Ablagerungen (Plaques) aus Eiweiß im Gehirn unschädlich machen. Das geht aus einer Untersuchung von Wissenschaftlern des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in Berlin-Buch hervor.
24.07.2010
Diabetiker: Nüsse knabbern für die Gefäße
Diabetiker können durch den Verzehr von Walnüssen ihre Gefäßfunktion verbessern
Jupiter Images GmbH/Goodshot
Diabetiker können durch den Verzehr von Walnüssen ihre Gefäßfunktion verbessern, ergab eine Studie der Yale-Universität (USA). Die Forscher untersuchten 24 Typ-2-Diabetiker, die im Durchschnitt 58 Jahre alt waren.
23.07.2010
Badeunfall: Kontakt mit Quallen meiden
Auch im Mittelmeer kann man auf die gefährlichen Portugiesische Galeeren Quallen treffen
Thinkstock/iStockphoto
Vor giftigen Meeresbewohnern warnt das Düsseldorfer Centrum für Reisemedizin (CRM). So werden auch im Mittelmeer immer wieder Portugiesische Galeeren gesichtet, die zu den gefährlichsten quallenähnlichen Tieren zählen. Der Kontakt mit ihren etliche Meter langen Tentakeln führt zu brennenden Schmerzen, gelegentlich auch zu Fieber und Schock.
22.07.2010
Medikamente: Sturzgefahr als Nebenwirkung
Manche Arzneimittel erhöhen die Sturzgefahr für ältere Menschen und damit das Risiko, einen Knochenbruch zu erleiden
Ingram/ RYF
Manche Arzneimittel erhöhen die Sturzgefahr für ältere Menschen und damit das Risiko, einen Knochenbruch zu erleiden. Wissenschaftler verschiedener kanadischer und englischer Universitäten haben 22 Untersuchungen mit knapp 80.000 Teilnehmern im Alter ab 60 Jahren ausgewertet.
21.07.2010
Beine: Venen fit halten!
Viele Menschen leiden vor allem in der wärmeren Jahreszeit unter schweren und geschwollenen Beinen. Wir sagen Ihnen, was dagegen hilft
W&B/Marcel Weber
Durch einen naturbelassenen Bach mit vielen Windungen plätschert das Wasser träge dahin. Durch einen gerade verlaufenden Kanal strömt es schnell und gleichmäßig. Unsere Venen haben viel mit Wasserläufen gemeinsam: In gekrümmten Beingefäßen fließt das Blut nur langsam, in gesunden und straffen störungsfrei.

Etwa 50 bis 80 Prozent der erwachsenen Deutschen leiden aufgrund einer angeborenen Bindegewebsschwäche unter krankhaft veränderten, schlappen Venen. Geben die stützenden Gefäßwände der Beinvenen mehr und mehr nach, sacken diese schließlich in sich zusammen. Es entstehen erweiterte, geschlängelte Krampfadern, die den Rücktransport des Blutes aus den Venen zum Herzen hoch nur noch unzureichend bewältigen.
20.07.2010
Herz: Freundschaften senken den Blutdruck
Bei einsamen Menschen stieg innerhalb von fünf Jahren der Blutdruck stärker an als bei Vergleichspersonen, die sich nicht einsam fühlten
W&B/Corbis/RYF
Bei einsamen Menschen stieg innerhalb von fünf Jahren der Blutdruck um 14 mmHg stärker an als bei Vergleichspersonen, die sich nicht einsam fühlten. Dies ergab eine Studie in den USA mit 229 Teilnehmern. Der Einfluss von Einsamkeit war unabhängig von anderen bekannten Risikofaktoren wie Übergewicht, Rauchen, hohem Alkoholkonsum, niedrigem Einkommen, Stress oder Depressionen.
19.07.2010
Psychologie: Langlebige Gefühle
Menschen können Freude oder Traurigkeit über Erlebnisse empfinden, die sie längst vergessen haben
Stockbyte/ RYF
Menschen können Freude oder Traurigkeit über Erlebnisse empfinden, die sie längst vergessen haben, berichten Wissenschaftler der Universität Iowa (USA). Sie untersuchten dazu Freiwillige, die durch einen Hirnschaden ihr Gedächtnis verloren hatten. Diese betrachteten entweder einen lustigen oder einen traurigen Film. Zehn Minuten später erinnerten sie sich kaum noch an den Inhalt. Doch die Filme hatten die Versuchsteilnehmer in eine Stimmung versetzt, die über eine längere Zeit anhielt.
17.07.2010
Senioren: Glücklich mit Freunden
Bauen sich ältere Menschen ein soziales Netzwerk auf, sind sie zufriedener
Jupiter Images GmbH/Bananastock
Ein enges soziales Netzwerk kann im Alter einen größeren Beitrag zur Zufriedenheit leisten als Kinder und Enkel. Das legt eine englische Studie nahe. Die Wissenschaftler der Universität Greenwich hatten bei einer Online-Untersuchung 279 Rentner nach deren Lebensverhältnissen befragt. Demnach waren ältere Menschen, die Kinder und Enkel hatten, nicht zufriedener als solche ohne. Ein deutlicher Zusammenhang zeigte sich dagegen zwischen der Freude am Leben und der Zugehörigkeit zu sozialen Gruppen.
16.07.2010
Psyche: Hände hoch für gute Laune
Strecken Sie die Arme zum Himmel, wenn Sie an etwas Positives denken!
Panthermedia/Gelpi José Manuel
Sie möchten sich an etwas Schönes erinnern? Das geht leichter, wenn  Sie die Arme heben. Wissenschaftler der Universität Rotterdam und des Max-Planck-Instituts für Psycholinguistik in Nimwegen (Niederlande) haben nachgewiesen, dass Armbewegungen nach oben oder unten die Qualität von Erinnerungen beeinflussen. Sie ließen 24 Testpersonen mit beiden Händen Glasmurmeln in zwei Ablagen legen – eine oben, die andere unten.
15.07.2010
Schokolade: Gesunde Verlockung
Die dunkle Variante enthält viele Flavonoide und kann das Herz schützen
Jupiter Images GmbH/ Photos.com
Ein kleines Stück dunkle Schokolade am Tag senkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Forscherteam des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung in Potsdam, das Daten einer Langzeitstudie mit knapp 20000 Personen zwischen 35 und 65 Jahren auswertete. Während der achtjährigen Nachbeobachtungszeit erlitten 166 Teilnehmer einen Herzinfarkt und 136 einen Schlaganfall. Es zeigte sich, dass moderater Schokoladenkonsum (durchschnittlich sechs Gramm am Tag) das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko deutlich – um 27 bzw. 48 Prozent – senkte.
14.07.2010
Blickkontakt: Augen lügen nicht
Augen verraten oft mehr, als uns lieb ist
PhotoDisc/ RYF
Manche Entscheidung wollen wir eine Weile für uns behalten, bevor wir sie anderen mitteilen. Doch unsere Augen verraten uns sofort. Forscher der Universität Marburg, aus Australien und den USA gewannen ihre Erkenntnisse mithilfe von Freiwilligen. Diese bekamen etwa die Aufgabe, innerhalb von zehn Sekunden einen Schalter zu betätigen. In einem weiteren Experiment sahen die Teilnehmer fünf Zahlen in Folge, sollten sich für eine entscheiden, ihre Wahl aber zunächst nicht kundtun. Ergebnis: Die Forscher konnten vorhersagen, wann ein Teilnehmer den Schalter betätigen und welche Zahl er nennen würde, indem sie seine Augen beobachteten. Sobald eine Entscheidung fiel, weiteten sich die Pupillen.
13.07.2010
Frühkartoffeln: Mit oder ohne Schale?
Mit Schale ist gesünder. Es sei denn, sie ist behandelt
Thinkstock/Hemera
Endlich gibt es die ersten Frühkartoffeln! Mit der feinen Schale – unter ihr steckt viel Vitamin C – schmecken sie besonders gut. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass die Erdäpfel nicht mit einem Keimhemmungsmittel bearbeitet wurden. Ein Schild an den Kartoffeln muss darauf hinweisen. Fragen Sie bei loser Ware den Händler. „Frische neue Kartoffeln kommen meist ohne diese Keimhemmer aus“, beruhigt Dr. Gisela Olias vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke. Biokartoffeln dürfen ohnehin nicht damit vorbehandelt werden. Trocken, kühl und dunkel aufbewahrt, bleiben die Frühen länger frisch.
12.07.2010
Äpfel: Fruchtiger Zellschutz
Das leckere Obst beugt wohl der Entartung von Zellen vor
Jupiter Images/ Liquid Library
„An apple a day keeps the doctor away“, heißt es in England. Ob der tägliche Apfel tatsächlich Arztbesuche überflüssig macht, versuchen Forscher zu ergründen. „In Äpfeln hat man viele Inhaltsstoffe gefunden, die das Wachstum von Krebszellen unterdrücken können“, sagt Dr. Clarissa Gerhäuser vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. So beugen zum Beispiel Quercetin und Pektine einer Entartung der Körperzellen vor. Viel Quercetin steckt in der Schale. Aber auch Apfelsaft – vor allem der trübe – soll Krebs vorbeugen.
10.07.2010
Haut: Mit Nagellack gegen Schuppenflechte?
Psoriaris macht auch vor den Nägeln nicht Halt. Ein spezieller Lack klingt vielversprechend
Jupiter Images GmbH/Goodshot
Bei Menschen mit Schuppenflechte (Psoriasis) zeigt sich die Krankheit oft auch an den Nägeln. Diese wachsen nicht schön eben, sondern weisen zahlreiche punktförmige Vertiefungen auf oder verhornen übermäßig. Die Veränderungen lassen sich offenbar mit einem wasserlöslichen Nagellack verringern. Er kräftigt zusätzlich die Nägel, wie eine kleine Studie an der Universität von Rom (Italien) ergab. Patienten mit einer leichten bis mäßigen Psoriasis strichen sich dazu 24 Wochen lang einmal täglich eine Tinktur auf die betroffenen Stellen der linken Hand. Sie enthielt Kieselsäure aus Schachtelhalm sowie aus Schalen von Krustentieren. Die rechte Hand blieb unbehandelt – und zeigte keine Besserung an den Nägeln.
09.07.2010
Bewegung: Freizeitsport hält Knochen fit
Wandern oder Rad fahren? Was Ihnen auch besser gefällt, beide Aktivitäten schützen vor Krankheiten
Thinkstock/BananaStock
Wer Sport treibt, verringert zum einen sein Risiko für Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck und Krankenhausaufenthalte, wie eine Langzeitstudie mit 146 bei Studienbeginn gesunden Zwillingspaaren an der Universität Helsinki (Finnland) zeigte. Zum anderen stärkt die körperliche Aktivität die Knochen. Das wies ein Forscherteam der Universität Jyväskylä (ebenfalls Finnland) an einer Teilgruppe der Zwillinge nach. Die Daten legen nahe, dass Bewegung in der Freizeit das Osteoporose-Risiko sowie die Zahl der Knochenbrüche senkt. Dabei bewährten sich insbesondere Krafttraining, Wandern und Radfahren.
08.07.2010
Schlafapnoe: Atemmaske rettet Leben
Die Maske kann Atemaussetzer während des Schlafs verhindern
PhotoDisc/ RYF
Patienten mit einer mittelschweren oder schweren Schlafapnoe hilft es, wenn sie nachts eine Atemmaske tragen. Das bestätigt eine fünf Jahre dauernde Studie, die Wissenschaftler aus Valencia (Spanien) mit 96 Teilnehmern durchführten, die bereits einen ischämischen Schlaganfall erlitten hatten. Probanden, die die sogenannte CPAP-Maske (Continuous Positive Airway- Pressure) größtenteils regelmäßig benutzten – in 70 Prozent der Nächte mindestens vier Stunden –, erhöhten ihre Überlebenschancen deutlich.
07.07.2010
Medikamente: Vitamine gehören nicht in Bad oder Küche
Brausetabletten, die beispielsweise Nahrungsergänzungsmittel enthalten, ziehen Feuchtigkeit an
W&B/Bernhard Limberger
Feuchtigkeit kann die Wirksamkeit von Brausetabletten beeinträchtigen. So lautet das Ergebnis einer Untersuchung der Purdue-Universität in West Lafayette (USA). Vitaminpräparate und Nahrungsergänzungsmittel sollte man daher – wie Arzneimittel allgemein – nicht in der Küche oder im Bad aufbewahren, wo oft hohe Luftfeuchtigkeit herrscht. Die Feuchtigkeit gelangt auch in dichte Behälter, wenn sie zur Tablettenentnahme geöffnet werden.
06.07.2010
Gefahr: Bitte nur draußen grillen!
Wer mit Holzkohle grillt, darf dies nicht in der Wohnung machen. Denn dabei können giftige Gase entstehen
Jupiter Images GmbH/Bananastock LTD
"Offensichtlich weiß ein Teil der Bevölkerung nicht, wie gefährlich offene Feuerstellen in Innenräumen sind“, sagt Professor Andreas Hensel. Wer beispielsweise den Holzkohlegrill in der Wohnung benutze, riskiere lebensgefährliche Vergiftungen, warnt der Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Beim Verbrennen von Holzkohle entsteht giftiges Kohlenmonoxid, das sich in der Raumluft konzentriert; auch geöffnete Fenster und Türen bieten keine Sicherheit. Im vergangenen Jahr meldete das BfR acht tödlich verlaufene Vergiftungsfälle durch Grillen im Haus oder in der Wohnung.
05.07.2010
Gedächtnis: Ziele gegen das Vergessen
Wer sich Pläne für die Zukunft macht, bleibt geistig länger fit
Thinkstock/iStockphoto
Immer mehr Daten weisen darauf hin, dass psychologische Faktoren und Lebenserfahrung das Alzheimer-Risiko beeinflussen. Wissenschaftler der Universität Chicago (USA) untersuchten sieben Jahre lang das Gedächtnis von 900 gesunden Senioren. Von den Teilnehmern, die sich Ziele gesetzt und Aufgaben übernommen hatten, erkrankten in dieser Zeit nur halb so viele an Alzheimer wie von jenen ohne Aufgaben. Das Ergebnis hing nicht von anderen Faktoren wie zum Beispiel chronischen Erkrankungen ab. Mit einem standardisierten Fragebogen ermittelten die Forscher, ob die Senioren noch Ziele hatten. Eine Frage lautete etwa: Machen Sie gern Pläne für die Zukunft, und arbeiten Sie daran, sie zu verwirklichen?
03.07.2010
Verhütung: Alter schützt nicht vor Schwangerschaft
Auch bei über 50-Jährigen kann es noch zu einer späten Schwangerschaft kommen
Imagesource/RYF
Frauen in den Wechseljahren sollten nach ihrer letzten Monatsblutung mindestens zwei Jahre weiter verhüten. Dazu rät die britische Vereinigung für Familienplanung FPA, seit in England und Wales immer mehr Frauen über 40 ungewollt schwanger werden. Zwar nehme die Fruchtbarkeit ab einem Alter von rund 30 Jahren ab, doch auch über 50-Jährige seien nicht automatisch vor einer späten Schwangerschaft geschützt.
02.07.2010
Die Deutschen: In der Krise auf Nummer sicher
Die Deutschen setzen in Krisenzeiten auf Solides
Thinkstock/Digital Vision
Die Deutschen setzen in Krisenzeiten auf Solides. Das zeigt eine Umfrage des GfK Vereins. Demnach nennen 70 Prozent Sicherheit als den Wert, der zukünftig an Bedeutung gewinnen wird. Auf dem zweiten Platz liegen mit knapp 60 Prozent die eigenen vier Wände.
01.07.2010
Entspannung: Massage hilft gegen Angststörungen
Testpersonen berichten über weniger Ängste und Depressionen, eine geringere Unruhe und eine bessere Arbeitsfähigkeit nach Massagebehandlungen
PhotoDisc/ RYF
Massagen können Angst-Symptome zwar deutlich lindern – aber nicht besser als einfache Entspannungsmethoden wie Wärmetherapie oder das Hören leiser Musik. Zu diesem Ergebnis gelangt eine Studie von Karen J. Sherman vom Nationalen Zentrum für komplementäre und alternative Medizin in Bethesda/ Maryland (USA).
30.06.2010
Psychologie: Frauen fühlen sich öfter schuldig
Frauen plagt häufiger ein schlechtes Gewissen als Männer
Thinkstock/iStockphoto
Frauen fühlen sich schneller schuldig als Männer. Dies ergab eine Studie an der Universität von San Sebastián (Spanien). Bei den Untersuchungen erlebten Frauen Schuldgefühle nicht nur häufiger, sondern auch intensiver. Vor allem junge Männer plagte deutlich seltener ein schlechtes Gewissen. Erst im Alter von 40 bis 50 Jahren nähern sich die Geschlechter in diesem Punkt einander an.
29.06.2010
Herz: Kaffee verursacht beim Gesunden keine Rhythmusstörungen
Regelmäßige Kaffeetrinker haben laut einer Studie ein niedrigeres Herzrhythmusstörungs-Risiko, als jene, die auf das koffeinhaltige Getränk verzichteten
Jupiter Images GmbH/Creatas
Gesunde Menschen erhöhen durch Kaffeetrinken nicht ihr Risiko für Herzrhythmusstörungen. Das schließen Forscher der Kaiser Permanent Division of Research in Oakland (USA) aus Studien mit mehr als 130.000 Personen.
28.06.2010
Zigaretten: Rauch hinterlässt gesundheitsschädliche Spuren im Auto
In Raucher-Autos reichern sich bestimmte krebserregende Nitrosamine an. Sie entstehen durch eine chemische Reaktion des Nikotins mit Substanzen aus der Luft
Thinkstock/Hemera
Tabakqualm schadet der Gesundheit. Die Gefahr lauert auch auf festen Oberflächen, berichten Wissenschaftler des Lawrence Berkeley National Laboratory (USA). So reichern sich etwa in den Autos von Rauchern bestimmte krebserregende Nitrosamine an. Diese entstehen durch eine chemische Reaktion des Nikotins mit Substanzen aus der Luft.
26.06.2010
Ernährung: Fischöl ist gut für die Psyche
Die konzentrierte Gabe von Omega-3-Fettsäuren kann bei Hochrisiko-Personen scheinbar den Ausbruch einer Psychose verhindern
Jupiter Images GmbH/Liquid Library
Die konzentrierte Gabe von Omega-3-Fettsäuren kann bei Hochrisiko-Personen den Ausbruch einer Psychose verhindern, wie eine Studie aus den Archives of General Psychiatry zeigt. Von den 41 Probanden, die zwölf Wochen lang täglich Kapseln mit 1,2 Gramm Eicosapentaensäure und Docosahexaensäure zu sich nahmen, erkrankten nur zwei an Schizophrenie (4,9 Prozent), in der „fettfreien“ Kontrollgruppe mit 40 Teilnehmern jedoch elf (27,5 Prozent).
25.06.2010
Schwimmbad: Kinder sollten lieber chlorfrei planschen
Kinder, die in gechlortem Wasser baden, erkranken später womöglich häufiger an Atemwegserkrankungen
Jupiter Images GmbH/Comstock
Schwimmen in gechlortem Wasser erhöht bei Kleinkindern das Risiko für spätere Atemwegserkrankungen. Das legt eine Studie der Universität Leuven in Belgien nahe. Die Analyse der Daten von 450 Kindern ergab, dass vor allem Schwimmbadbesuche im Alter von unter zwei Jahren die Häufigkeit einer Entzündung in den feinen Verästelungen der Bronchien erhöhten. Dadurch steige die Gefahr, an Asthma oder Allergien zu erkranken.
24.06.2010
Sonnenbrand: Hautschutz beim Public Viewing
Auch beim Fußball gucken unter freiem Himmel muss man für einen ausreichenden Hautschutz sorgen
Panthermedia/Frank Metelec
Auch wer die Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft nicht direkt in Südafrika anschaut, sollte auf ausreichenden Sonnenschutz achten – zumindest wenn er die Spiele öffentlich unter freiem Himmel verfolgt. Laut einer repräsentativen Umfrage eines großen Arzneimittelherstellers denken nur 46 Prozent der Deutschen daran, sich bei derartigen Übertragungen angemessen vor der Sonnenstrahlung zu schützen.
23.06.2010
Körpergewicht: Leichtes Übergewicht im Alter ist gesund
Menschen, die zwischen 70 und 75 Jahre alt sind, leben mit einem leichten Übergewicht scheinbar länger als die normalgewichtigen Senioren
Thinkstock/Pixland
Über 70-Jährige mit ein paar Extrapfunden leben länger als Gleichaltrige mit Normalgewicht. Das ergab eine Studie der Universität von West-Australien mit rund 9200 Männern und Frauen zwischen 70 und 75 Jahren.
22.06.2010
Ohren: Tinnitus wird nicht vererbt
Eine Studie hat keine Häufung von Ohrgeräuschen innerhalb einer Familie gezeigt
Jupiter Images GmbH/AbleStock
Eltern übertragen einen Tinnitus nicht auf ihre Kinder. Das zeigte ein norwegisches Team um Ellen Kvestad. Die Wissenschaftler analysierten Daten von mehr als 50.000 Personen, darunter Ehepartner, Eltern und ihre Kinder sowie Geschwister.
21.06.2010
Behandlung: Sanftes Lasern lindert Nackenschmerz
Die Softlaser-Therapie hilft Patienten mit Nackenschmerzen einer Studie zufolge erfolgreich und ohne nennenswerte Nebenwirkungen
Panthermedia/Werner Heiber
Eine in dem medizinischen Fachmagazin Lancet veröffentlichte Übersichtsarbeit hat die Wirkung einer wenig bekannten Behandlungsmethode, der Softlaser-Therapie, bei chronischen Nackenschmerzen analysiert. Dabei erhalten Patienten eine schmerzlose Bestrahlung mit Laserlicht niedriger Energie.
19.06.2010
Ernährung: Mahlzeit allerseits!
Vor allem jüngere Menschen essen meist außer Haus
Jupiter Images GmbH/Thinkstock LLC
Die meisten Deutschen mögen es traditionell: drei Hauptmahlzeiten täglich, nachmittags zudem Kaffee und Kuchen. Jüngere Menschen essen weniger regelmäßig. Sie greifen zu, wenn sich Hunger und Durst einstellen oder gerade Zeit ist. Das zeigt eine Studie der GfK-Marktforschung. Die 20- bis 24-Jährigen essen auch am häufigsten unterwegs. Rund 40 Prozent ihrer Mahlzeiten nehmen sie außerhalb der eigenen Wohnung zu sich.
18.06.2010
Psychologie: Schnelle Reaktionszeit
Wir können besser reagieren, als agieren
Jupiter Images/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY
Westernfans kennen das Phänomen: Am Ende des Duells ist meist derjenige tot, der zuerst die Pistole zog. Dass der Mensch schneller reagieren als agieren kann, belegen nun die Ergebnisse von Untersuchungen, die Wissenschaftler der Universität Birmingham (England) vorstellten. Ein internationales Forscherteam ließ Studienteilnehmer in verschiedenen Reaktionstests gegeneinander antreten.
17.06.2010
Zahnimplantate: Schwund im Kiefer?
Schwedische Forscher fanden heraus, dass fest verschraubter Zahnersatz manchmal dem Kieferknochen schadet
Jupiter Images GmbH/ThinkstockLLC
Zahnimplantate sind tief und fest im Kieferknochen verankert. Doch 28 Prozent der Patienten verlieren Knochensubstanz an der künstlichen Zahnwurzel, berichtet die Universität Göteborg (Schweden). Für die Studie wurden die Kiefer von rund 600 Patienten geröntgt. Alarmierendes Ergebnis: Der Knochenschwund schreitet mit der Zeit immer schneller voran. „Es ist deshalb wichtig, den Verlust von Knochensubstanz aufzuspüren und frühzeitig zu behandeln“, kommentiert Dr. Christer Fransson seine Forschungsergebnisse.
16.06.2010
Zwillinge: Wer ist wer?
Wie gut wir uns Gesichter merken können, ist wohl in unseren Erbanlagen festgelegt
PhotoDisc/ RYF
Manchen Menschen fällt es schwer, ähnliche Gesichter auseinanderzuhalten. Wie gut das der Einzelne kann, liegt weitgehend an den Erbanlagen, berichten Forscher des University College in London (England). Sie testeten 164 eineiige Zwillingspaare – deren Erbgut ist identisch – und 125 zweieiige Zwillingspaare. Diese haben, wie alle Geschwister, nur die Hälfte der Gene gemein.
15.06.2010
Senioren: Weniger Schlaf und trotzdem fit
Ältere Menschen kommen offenbar mit kürzeren Schlafphasen aus
Jupiter Images GmbH/Comstock Images
Ältere Menschen schlafen oft nicht durch, sind tagsüber aber seltener müde als jüngere. So lautet das Ergebnis einer Studie an der Universität Surrey (England). Ein Team um Dr. Derk-Jan Dijk bat 110 gesunde Erwachsene zwischen 20 und 83 Jahren ins Schlaflabor. Während mehrerer Nächte überwachten die Forscher je acht Stunden lang den Schlaf der Testpersonen und weckten sie zwischendurch immer wieder. Trotz der Störungen waren die älteren Teilnehmer am nächsten Tag fitter.
14.06.2010
Heidelbeeren: Blaue Kraft für den Darm
Das leckere Obst scheint dem Verdauungstrakt gut zu tun
Stockbyte/RYF
Schon unsere Großmütter empfahlen bei Durchfall Heidelbeeren. Nun wiesen Dr. Asa Hakansson und Dr. Camilla Bränning von der Universität Lund (Schweden) im Tierexperiment nach, dass die Früchte die Darmflora günstig beeinflussen. Sie enthalten reichlich Polyphenole, denen eine keimtötende und zellschützende Wirkung nachgesagt wird.
12.06.2010
Schwangerschaft: Gemüse schützt Nachwuchs
Eine gesunde Ernährung hält die werdende Mutter und ihr Ungeborenes fit
Banana Stock/RYF
Mit der richtigen Ernährung können werdende Mütter möglicherweise das Risiko senken, dass ihr Kind später an Typ-1-Diabetes erkrankt. Das fanden Forscher der Universität Göteborg (Schweden) heraus. Sie befragten dazu rund 16.000 Mütter zum Essverhalten während der Schwangerschaft.
11.06.2010
Laptop: Heiße Rechner schädigen Gewebe
Legen Sie Ihr Notebook besser auf den Tisch als auf den Schoß
Jupiter Images GmbH/Goodshot
Auch wenn der Name darauf hindeutet: Einen Laptop (englisch „lap“ = Schoß) sollte man lieber nicht für längere Zeit auf die Oberschenkel legen. Das empfiehlt der Internist Dr. Claude Bachmeyer aus Paris. Im Journal of the European Academy of Dermatology and Venerology berichtet er über Patienten mit EAI („Erythema ab igne“), einem Gewebeschaden, der durch dauerhafte Hitzeeinwirkung entsteht und sich wie ein rotbraunes Netz über die Haut zieht. Als Ursache vermutet der Mediziner die Abwärme der Kleincomputer.
10.06.2010
Sport: Keine Schmerzmittel vor dem Lauf
Viele Hobbysportler nehmen vor Wettkämpfen Medikamente, so eine Studie
Jupiter Images/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY
Eine erschreckende Sorglosigkeit im Umgang mit Medikamenten legen viele Sportler an den Tag. Bei einer Umfrage der Universität Erlangen-Nürnberg unter mehr als 1000 Teilnehmern des „Bonn-Marathon 2009“ gaben gut 60 Prozent der Hobbyläufer an, bereits vor dem Start Arzneimittel gegen Schmerzen in Gelenken und Muskeln eingenommen zu haben. Die an der Studie beteiligten Pharmakologen raten Sportlern, Schmerzmittel allenfalls bei Bedarf nach dem Wettkampf anzuwenden, wenn Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt wieder ausgeglichen sind. Wer schon vor dem Lauf Schmerzen hat, sollte lieber gar nicht starten.
09.06.2010
Cabrio: Dach auf, Ohren zu!
Freiluftfahrt mit Tücken: Laute Fahrgeräusche können das Gehör schädigen
Jupiter Images GmbH/Goodshot
Die Insassen von Cabriolets sollten auf ihren Spritztouren besser einen Hörschutz tragen. Wissenschaftler des Worcestershire Royal Infirmary (England) stellten fest, dass die Lärmbelastung der Frischluft-Fans bei Geschwindigkeiten ab 80 Stundenkilometern zu einer Minderung des Hörvermögens führen kann. Die Geräusche von Motor, Reifen, Fahrtwind und anderen Fahrzeugen summieren sich auf einen Lärmpegel von 88 bis 90 Dezibel (dB) – der kritische Wert liegt bei 85 dB. Das Schließen der Seitenfenster bei offenem Dach kann den Wert auf 82 dB senken.
08.06.2010
Reise: Urlaubsgefühle machen gute Laune
Die Vorfreude auf die Ferien bringt das größte Glücksgefühl
Thinkstock/DigitalStock
Menschen, die aus dem Urlaub zurückkommen, sind nicht glücklicher als die Daheimgebliebenen. Die Urlauber erleben jedoch vor Beginn ihrer Reise ein Hochgefühl – die Vorfreude macht sie besonders glücklich. Das fanden Forscher in den Niederlanden heraus, nachdem sie mehr als 1500 Landsleute befragt hatten. Die Studienautoren raten daher, lieber beizeiten einen Kurzurlaub zu planen als überstürzt eine längere Reise zu buchen.
07.06.2010
Umwelt: Saubere Luft – gesunde Ohren
Weniger Schadstoffe bedeutet für Kinder: weniger Ohrenentzündungen
Thinkstock/Polka Dot Images
Einen Zusammenhang zwischen der Schadstoffbelastung der Luft und Ohrinfektionen bei Kindern stellen Wissenschaftler der Universitäten Kalifornien und Boston (USA) her. Ihre Beobachtung: Je weiter die Belastung mit Kohlenmonoxid, Schwefeldioxid und Feinstaub seit 1997 in den USA zurückging, desto weniger Kinder litten an Ohrentzündungen. Als Grundlage der Analyse dienten die Daten von 120000 Kindern und Angaben der Umweltschutzbehörde.
05.06.2010
Umwelt: Weniger Fleisch für Herz und Klima
Wer weniger Fleisch isst, tut sowohl seiner Gesundheit, als auch unser Umwelt etwas Gutes
Thinkstock/Digital Vision
Wer weniger Fleisch isst, lebt nicht nur gesünder, sondern tut auch Gutes für das Klima. Das ergab eine Untersuchung der Australischen National-Universität in Canberra. Forscher dort ermittelten, dass ein um 30 Prozent geringerer Fleisch- und Wurstkonsum die durch Herzinfarkte bedingte Krankheitslast in Industrienationen um etwa 15 Prozent senken könnte.
04.06.2010
Schlaf: Depressive Kurzschläfer
Forscher glauben, dass ausreichender Nachtschlaf eine Möglichkeit darstellt, das Depressionsrisiko Jugendlicher zu verringern
Thinkstock/ Comstock Images
Jugendliche, die nachts mindestens acht Stunden schlafen, leiden seltener unter Depressionen und Selbsttötungsgedanken als Kurzschläfer. Diesen Zusammenhang zeigt eine Studie der Columbia-Universität in New York mit 16.000 Teilnehmern. Die Wissenschaftler hatten Eltern und Kinder zu Schlafgewohnheiten und psychischen Problemen befragt.
03.06.2010
Wirtschaftskrise: Deutsche sparen beim Essen
Wo die Europäer sparen ist unterschiedlich. Die Deutschen gehen beispielsweise seltener in Restaurants
Panthermedia/Olaf Karwisch
In der Wirtschaftskrise schnallen viele Menschen in Europa den Gürtel enger. Doch wo sie sparen, ist unterschiedlich, zeigt eine Studie des GfK Vereins. So versuchen vor allem Niederländer und Deutsche, Lebensmittel und Getränke möglichst günstig einzukaufen. Russen geben vorwiegend für Bekleidung weniger aus und stellen am häufigsten größere Anschaffungen zurück. Auf Essen in Restaurants und Gaststätten verzichten wiederum vor allem Deutsche und Franzosen.
02.06.2010
Entspannung: Yoga hilft gegen Stress
In einer Studie zeigten im Yoga erfahrene Frauen in Stresssituationen deutlich niedrigere Interleukin-6-Werte als Anfängerinnen
Panthermedia/Yuri Arcurs
Yoga senkt Entzündungswerte im Blut, die durch Stress erhöht sind. Das zeigt eine Studie von Wissenschaftlern der Ohio State University, die in dem Fachmagazin Psychosomatic Medicine veröffentlicht wurde. Die Forscher untersuchten Blutproben von 50 Frauen, nachdem diese einer Stresssituation ausgesetzt worden waren – zum Beispiel, indem sie schwierige Mathematikaufgaben ohne Papier und Bleistift lösen sollten.
01.06.2010
Psychologie: Wünsche wecken Tatendrang
Wenn wir uns etwas sehr wünschen, verändert sich unsere Wahrnehmung
Panthermedia/TongRoASIA/Grace Kim
Wenn wir uns etwas sehr wünschen, verändert sich unsere Wahrnehmung. Das zeigen Studien von Psychologen der New-York-Universität und der Cornell-Universität (USA). Unter anderem sollten die Teilnehmer schätzen, wie weit entfernt von ihnen eine Flasche Wasser auf dem Tisch steht. Die Hälfte der Versuchspersonen hatte zuvor Salziges gegessen und war deshalb durstig, die andere Gruppe hatte reichlich Wasser getrunken. Die Durstigen schätzten die Distanz zu den Flaschen als kürzer ein.
31.05.2010
Versicherung: Kassenleistungen nicht selbst zahlen
Verlangt der Arzt für kassenübliche Leistungen Barzahlung, sollten sich die Patienten an ihre Krankenkasse wenden
Jupiter Images GmbH/Goodshot
Gesetzlich Krankenversicherte sollten beim Arzt nicht vorschnell für eine Behandlung bezahlen. Selbst wenn es sich dabei um eine Leistung handelt, deren Kosten die Kasse normalerweise übernimmt, wird das Geld in der Regel nachträglich nicht erstattet, warnt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.
29.05.2010
Nebenwirkungen: Energy-Drinks sind mit Vorsicht zu genießen
Getränke, die durch hohe Konzentrationen von Koffein und Taurin die Leistungsfähigkeit erhöhen sollen, lieber nicht im Übermaß konsumieren
Panthermedia/Diego Cervo
Nervosität, Schlaflosigkeit, Übelkeit und Kopfschmerzen, Wahrnehmungsstörungen, Verwirrtheitszustände, Vergiftungen – so liest sich die Liste der Gesundheitsrisiken durch den übermäßigen Konsum von Energy-Drinks.
28.05.2010
Übergewicht: Abnehmen für gesunde Adern
Wer abspeckt, tut auch den Blutgefäßen etwas Gutes
Jupiter Images GmbH/Polka dot
Wer starkes Übergewicht abbaut, tut den Blutgefäßen viel Gutes. Das fanden Wissenschaftler der Universität Göttingen heraus, als sie sogenannte Endothel-Vorläuferzellen untersuchten. Diese sind dafür zuständig, beschädigte Blutgefäße zu reparieren und neue zu bilden. Beide Vorgänge sind bei Fettleibigen stark beeinträchtigt. So setzen deren Endothel-Vorläuferzellen zu wenige Botenstoffe frei, die das Signal geben, neue Blutgefäße zu bilden. Allerdings lässt sich dieses Handicap wieder rückgängig machen.
27.05.2010
Zusammenhang: Unsicherer Job, schlechte Gesundheit
Wer sich um den Arbeitsplatz sorgen muss, ist auch häufiger krank. Das gilt vor allem für Deutschland
Panthermedia/Brigitta Goetz
Ein unsicheres Arbeitsverhältnis ist in Deutschland wie auch in 14 anderen europäischen Ländern mit einer schlechteren Gesundheit verbunden. Das zeigt ein Vergleich von 16 Ländern mit mehr als 20.000 Befragten. Alter, Geschlecht, Ausbildung, chronische Erkrankungen und Rauchen hatten auf diesen Zusammenhang keinen Einfluss. Er war in Deutschland am stärksten ausgeprägt und nur in Schweden und Belgien gar nicht vorhanden.
26.05.2010
Gehirn: Antidepressiva helfen nur bei schweren Depressionen
Bei leichten oder mittelgradigen Formen einer Depression zeigten die untersuchten Medikamente keinen oder nur einen geringen Effekt
Jupiter Images GmbH/Photos.com
Antidepressiva wirken nur bei einer schweren Depression. Bei leichten oder mittelgradigen Formen der Erkrankung zeigen diese Arzneimittel keinen Effekt oder sind kaum besser als ein Scheinmedikament. Zu diesem Fazit kommt eine in dem Fachmagazin JAMA veröffentlichte Analyse von sechs aussagekräftigen Studien der vergangenen 30 Jahre mit insgesamt 700 Versuchspersonen.
25.05.2010
Schadstoffe: Zigarettenqualm macht Zappelkinder
Kleine Kinder, die Tabakrauch ausgesetzt waren, zeigen häufiger Aufmerksamkeitsdefizite, als ihre Altersgenossen, die verschont geblieben sind
Jupiter Images GmbH/Bananastock LTD
Kinder, die in den ersten Lebensjahren Tabakrauch ausgesetzt sind, werden häufiger hyperaktiv und haben öfter Aufmerksamkeitsdefizite als ihre Altersgenossen aus Nichtraucher-Haushalten. Das zeigte eine gemeinsame Untersuchung des Helmholtz-Zentrums München und der Ludwig-Maximilians-Universität München im Rahmen einer Langzeitstudie mit 5991 Kindern.
24.05.2010
Joggen: Barfuß laufen ist gesund
Das Laufen ohne Schuhwerk auf weichem Untergrund wie beispielsweise Sand schont Hüfte und Knie
PhotoDisc/ RYF
Wo immer es sich anbietet, sollten Jogger barfuß laufen, raten Forscher der Universität von Virginia (USA). Bei 68 gesunden Sportlern maßen und verglichen sie die Belastung von Hüfte, Knie und Fußgelenk – mal mit, mal ohne Schuhwerk.
22.05.2010
Gesundheit: Meditieren für das Herz
Wer sich mit meditativen Techniken täglich entspannt, schützt offenbar sein Pumporgan
W&B/Bernhard Huber
Tägliche Meditation kann Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen und Beschwerden von Herzpatienten verringern. Das zeigt eine gemeinsame Studie der Universität von Wisconsin und der Maharishi-Universität in Iowa (USA). Die 201 Studienteilnehmer litten unter verengten Herzkranzgefäßen und mussten Medikamente nehmen. Während eine Gruppe zweimal täglich 20 Minuten meditierte, bekamen die anderen Probanden Empfehlungen zum Lebensstil und absolvierten ein Bewegungsprogramm. In dem Studienzeitraum von neun Jahren lag die Herzinfarkt-, Schlaganfall- und Sterberate in der Meditations-Gruppe um 47 Prozent niedriger als in der Lebensstil-Gruppe.
21.05.2010
Ehe: Verheiratet lebt es sich besser
Eine feste Partnerschaft stabilisiert die Psyche
Jupiter Images GmbH/French Photographers Only
Daten von knapp 35.000 Menschen aus 15 Ländern belegen: Verheiratete sind psychisch stabiler als Alleinlebende. Sie haben ein geringeres Risiko für Depressionen, Angsterkrankungen und Süchte. Dies gilt für Männer und Frauen, stellten Psychologen der Universität von Otago in Neuseeland fest. Sehr belastend ist der Verlust des Ehepartners, sei es durch Trennung oder Tod: Das Ende der Ehe erhöht die Anfälligkeit für psychische Krankheiten deutlich.
20.05.2010
Geschwister: Egoistische Erstgeborene
Das älteste Kind empfindet die Kleineren oft als Rivalen und ist auch später im Leben weniger kooperativ, behaupten Forscher
Jupiter Images GmbH/Photos.com
Weniger vertrauensselig, weniger kooperativ sowie konkurrenzbewusster als jüngere Geschwister und  Einzelkinder – so werden Erstgeborene von Wissenschaftlern des Nationalen Forschungszentrums CNRS in Frankreich gesehen. Das Urteil resultiert aus einem anonymen Test-Geldspiel, an dem 417 Studenten beteiligt waren. Dabei zeigte sich, dass Erstgeborene generell misstrauischer waren. Die Ursache dafür vermuten die Wissenschaftler in der Kindheit: Die schwindende Aufmerksamkeit der Eltern, nachdem ein Geschwister geboren wurde, führe dazu, dass das ältere Kind stärker um die Gunst der Eltern wetteifert und weniger kooperiert.
19.05.2010
Psyche: Macht verdirbt die Moral
Kommen Menschen in eine Machtposition, scheinen sie sich zu verändern
Jupiter Images GmbH/Comstock Images
Wer sich mächtig fühlt, achtet bei anderen mehr auf moralisches Verhalten als bei sich selbst. Diesen Schluss ziehen Forscher im Fachmagazin Psychological Science aus Rollenspielen, die das Verhalten von Versuchspersonen in unterschiedlichen Positionen testeten. Die Probanden wurden mit verschiedenen Situationen konfrontiert und mussten dabei etwa entscheiden, ob sie Verkehrsregeln einhalten, ihre Steuererklärung korrekt ausfüllen oder gestohlenes Gut zurückgeben.
18.05.2010
Narkose: Vorteil leichte Betäubung
Gerade ältere Patienten leiden oft unter den Nachwirkungen der ruhigstellenden Mittel
Stockbyte/ RYF
Viele ältere Menschen erholen sich nur schwer von einem chirurgischen Eingriff. Einige sind anschließend tagelang verwirrt. Das Risiko dafür lässt sich senken, wenn die Patienten während der Operation weniger stark ruhiggestellt werden, berichten Forscher der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore (USA).
17.05.2010
Kinder: Erstickungsgefahr durch Nüsse
Die Kleinen stecken vieles in den Mund. Vor allem Nüsse können gefährlich werden
Jupiter Images GmbH/Polka Dot Images
Wenn kleine Kinder einen Fremdkörper verschlucken, handelt es sich in mehr als der Hälfte aller Fälle um Nüsse oder Nusssplitter. Spielzeugteile gelangen dagegen deutlich seltener in die Luftröhre. Darauf weist das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin hin. Weil die Kleinen an diesen Fremdkörpern ersticken können, mahnt das Bundesinstitut, dass Nüsse, insbesondere Erdnüsse, nicht in die Reichweite des Nachwuchses gehören. Die Kerne sollten nur in Ruhe unter Aufsicht Erwachsener verspeist werden.
15.05.2010
Heilpflanze: Pfeffer lindert Juckreiz
Naturstoffe aus dem Cayennepfeffer können Menschen helfen, deren Haut ständig juckt
W&B/Reiner Schmitz
Bei chronischem Juckreiz können Cremes mit Capsaicinoiden helfen. Cayennepfeffer und andere Paprika-Arten enthalten diese Naturstoffe. Da es die Cremes noch nicht als industriell gefertigte Arzneimittel gibt, muss der Apotheker sie selbst zubereiten. Vor der Behandlung sollte der Betroffene jedoch mit dem Arzt sprechen, weil Juckreiz auch auf eine Krankheit der inneren Organe, zum Beispiel der Leber, hinweisen kann.
14.05.2010
Ernährung: Obst gegen Nierensteine
Wer sich gesund ernährt, bekommt seltener unangenehme Kristallablagerungen in den Nieren
Jupiter Images GmbH/Goodshot
Wer viel Obst, Gemüse, Magermilch- und Vollkornprodukte isst, wenig salzt und weitgehend auf Fleisch, Süßigkeiten und zuckerhaltige Getränke verzichtet, senkt sein Risiko, Nierensteine zu entwickeln. Das zeigten drei Studien mit rund 250.000 Teilnehmern, die Dr. Eric Taylor und seine Kollegen in Boston (USA) auswerteten. Bei etwa jedem 44. bildeten sich innerhalb von 50 Jahren Nierensteine; bei denen, die sich besonders gesund ernährten, war es nur jeder 88.
13.05.2010
Allergien: Reizende Kosmetik
Badeöle können Erdnussöl enthalten. Empfindliche Personen könnten heftig darauf reagieren
Jupiter Images GmbH/Com Stock Images
Erdnussöl in Kosmetika stellt eine mögliche Gefahr für Erdnussallergiker dar. Darauf weist das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hin. Wegen seiner weichmachenden Wirkung wird es unter anderem in Gesichtscremes und Badeölen eingesetzt. Weil Kinder besonders heftig reagieren können, empfiehlt das BfR, die Verwendung dieses Inhaltsstoffs in Produkten zu verbieten, die speziell für Kinder entwickelt sind. Bei allen weiteren Kosmetika sollte Erdnussöl auf der Verpackung angegeben werden.
12.05.2010
Psychologie: Selbstkontrolle steckt an
Widerstehen andere Naschkatzen der Schokolade, gelingt es einem selbst auch besser
Jupiter Images GmbH/BrandX
Wer andere dabei beobachtet, wie sie einer Versuchung widerstehen, zeigt später auch selbst mehr Beherrschung. Das entdeckte die Psychologin Michelle van Dellen von der Universität Georgia (USA) in fünf verschiedenen Experimenten mitinsgesamt 340 Versuchspersonen.
11.05.2010
Arzneisäfte: Nicht mit dem normalen Löffel dosieren!
Flüssige Arzneimittel sollten Sie nur mit dem vorgesehenen Messbecher oder Messlöffel abmessen
Jupiter Images/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY
Wer flüssige Arzneien mit einem Tee- oder Esslöffel abmisst, riskiert eine Fehldosierung. Bei einem Versuch mit 195 Studenten der Cornell-Universität in New York lag die mit kleinen Löffeln abgemessene Menge im Schnitt etwa zehn Prozent unter den vorgegebenen fünf Millilitern, mit großen Löffeln rund zehn Prozent darüber. Schrie im Hintergrund ein Baby, stieg die abgemessene Menge um 15 Prozent. Die Löffeldosierung ist eine der häufigsten Ursachen für Medikamentenvergiftungen bei Kindern. Deshalb: Messbecher verwenden!
10.05.2010
Alter: Vitamin D verhindert Stürze
Senioren, die in einem Heim untergebracht sind, profitieren von dem knochenstärkenden Vitamin
Jupiter Images GmbH/Comstock Images
Ältere Menschen in Pflegeheimen oder Krankenhäusern erleiden besonders oft Hüftbrüche. Um herauszufinden, wie sich die Stürze vermeiden lassen, analysierten Forscher der Cochrane-Gemeinschaft 41 Studien mit über 25000 Teilnehmern. Fazit: Die Gabe von Vitamin D senkt bei älteren Menschen in Pflegeeinrichtungen das Sturzrisiko. Auch die Kombination von Bewegungsübungen, Stützvorrichtungen und Medikamenten beugt – bei einer fachübergreifenden Betreuung – den gefährlichen Stürzen vor.
08.05.2010
Psychologie: Das Glück der späten Jahre
Jugendliche verharren häufig in schlechter Stimmung, während ältere Menschen zum Beispiel Ärger eher dämpfen wollen
Digital Vision/ RYF
Ältere Menschen sind zufriedener als junge. Psychologen am Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung entdeckten, dass dies zum Teil auf dem unterschiedlichen Umgang mit negativen Gefühlen beruht. Jugendliche verharren häufig in schlechter Stimmung, während ältere Menschen zum Beispiel Ärger eher dämpfen wollen.
07.05.2010
Intelligenz: Sport macht schlau
Jugendliche, die Sport treiben, haben einen höheren Intelligenzquotienten als diejenigen, die sich weniger bewegen
Jupiter Images GmbH/Goodshot
Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren, die ihre körperliche Fitness steigern, haben einen höheren Intelligenzquotienten als unsportliche Altersgenossen. Außerdem studiert später ein größerer Anteil von ihnen. Das ergab eine Analyse der Universität Göteborg (Schweden), in die Daten von 1,2 Millionen schwedischen Männern eingingen. Vergleiche von Zwillingen zeigten, dass der Zusammenhang zwischen Fitness und Intelligenz weitgehend unabhängig von genetischen Faktoren ist.
06.05.2010
Ernährung: Viel Salz schadet dem Herzen
Menschen, die sehr viel Salz konsumieren, erhöhen ihre Gefahr einen Schlaganfall oder eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu erleiden
Jupiter Images GmbH/Thinkstock
Ein hoher Salzkonsum erhöht die Gefahr, einen Schlaganfall oder eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu erleiden, denn er treibt den Blutdruck nach oben. Das er gab eine Metaanalyse im British Medical Journal. Drei Gramm Salz weniger pro Tag und Person senken demnach die Anzahl von Schlaganfällen um bis zu 66.000 und die von Herzinfarkten um bis zu 99.000 – allein in den USA.  
05.05.2010
Ernährung: Viel Salz schadet dem Herzen
Menschen, die sehr viel Salz konsumieren, erhöhen ihre Gefahr einen Schlaganfall oder eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu erleiden
Jupiter Images GmbH/Thinkstock
Ein hoher Salzkonsum erhöht die Gefahr, einen Schlaganfall oder eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu erleiden, denn er treibt den Blutdruck nach oben. Das er gab eine Metaanalyse im British Medical Journal. Drei Gramm Salz weniger pro Tag und Person senken demnach die Anzahl von Schlaganfällen um bis zu 66.000 und die von Herzinfarkten um bis zu 99.000 – allein in den USA.  
04.05.2010
Schwangerschaft: Sport ist gut fürs Ungeborene
Frauen, die während der Schwangerschaft Sport treiben bekommen leichtere Kinder, die daher auch seltener an Diabetes leiden
Jupiter Images/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY
Dass Schwangere auf Sport nicht verzichten müssen, ist keine neue Erkenntnis. Nun zeigt eine Studie der Universität von Madrid, dass körperliches Training sich sogar günstig auf das Ungeborene auswirken kann.
03.05.2010
Empfindung: Schmerzen wegatmen
Langsames Atmen kann das Schmerzempfinden deutlich verringern – aber scheinbar nur bei positiv gestimmten Menschen
Thinkstock/Pixland
Wer seine Atemfrequenz um die Hälfte senkt, empfindet Schmerz weniger stark, zeigt eine Studie aus dem Fachmagazin Pain. US-Forscher setzten bei 52 Frauen Hitzereize auf die Handfläche und fragten das Schmerzerleben bei unterschiedlichen Atemfrequenzen ab. Kontrolliertes, langsames Atmen verringerte das Schmerzempfinden deutlich – aber nur bei positiv gestimmten Teilnehmerinnen. Bei jenen mit einer chronischen Schmerzerkrankung, die eine depressive Stimmung angaben, war die Linderung nicht bedeutsam.
01.05.2010
Abnehmen: Höhenluft macht schlanker
Forscher vermuten, dass der Höhenaufenthalt den Grundumsatz steigert und den Appetit dämpft
Thinkstock/Goodshot
Ein Aufenthalt im Hochgebirge kann beim Abnehmen helfen. Das legt eine Studie der Ludwig-Maximilians-Universität München mit 20 adipösen Männern nahe. Die Übergewichtigen hielten sich eine Woche lang auf der Zugspitze in einer Höhe von 2650 Metern auf.
30.04.2010
Forschung: Kürbisprotein gegen Hefepilz
Die Kürbis-Eiweiße scheinen sich an die Zellmembran der Pilze zu heften und hemmen so deren Ausbreitung
Jupiter Images GmbH/Dynamic Graphics
Manche Proteine aus der Kürbisschale behindern das Wachstum von Hefepilzen wie Candida albicans. Koreanische Forscher berichten im Journal of Agricultural and Food Chemistry, dass sich die Kürbis-Eiweiße an die Zellmembran der Pilze heften und deren Ausbreitung hemmen. Diese Fähigkeit könnte die Grundlage für die Entwicklung eines natürlichen Mittels gegen Pilzerkrankungen werden.
29.04.2010
Tastsinn: Kleine Hand, viel Gefühl
Bei kleineren Händen ist der Abstand der Tastsinneszellen auf den Fingerkuppen einfach geringer
Panthermedia/Marc Dietrich
Menschen mit kleineren Händen haben einen besseren Tastsinn. Das zeigt eine vor Kurzem in der Fachzeitschrift Journal of Neuroscience veröffentlichte Studie. Das Ergebnis liefert erstmals eine Erklärung dafür, dass Frauen in der Regel ein besseres Feingefühl in den Fingern haben als Männer. Grund für die größere Empfindlichkeit bei kleineren Händen ist der Abstand der Tastsinneszellen auf der Fingerkuppe: Je kleiner diese ist, umso dichter sind dort die Sinneszellen gepackt.
28.04.2010
Nahrungsergänzung: Schutz für den Darm
Mit Zink, Selen und anderen Antioxidanzien das Risiko der Entwicklung neuer Dickdarmpolypen senken
StockDisc/RYF
Eine Nahrungsergänzung mit Selen und anderen Antioxidanzien wie Zink kann möglicherweise die Entstehungswahrscheinlichkeit neuer Polypen im Dickdarm senken. Darauf deuten zumindest Langzeit-Beobachtungen des italienischen Instituts für Krebsforschung an 411 ansonsten gesunden Teilnehmern hin, denen eines oder mehrere Adenome (Geschwülste) aus dem Darm entfernt worden waren. Ob und wie wirksam eine zusätzliche Selen-Gabe sein kann, müssen weitere Studien zeigen.
27.04.2010
Augen: Schlafen ohne Kontaktlinsen
Wer des Nachts die Linsen im Auge lässt, riskiert eine Hornhautinfektion
Banana Stock/RYF
Wer weiche Kontaktlinsen über Nacht im Auge lässt, erhöht das Risiko einer Hornhaut-Infektion um das Fünffache. Grund: In den relativ großen Poren der Linsenoberfläche können sich Krankheitserreger wie Bakterien, Pilze und Amöben bei mangelnder Hygiene leichter festsetzen.
26.04.2010
Kaffee: Heißgetränke gegen Diabetes
Kaffee- und Teetrinker erkranken laut einer Studie seltener an Diabetes
PhotoDisc/RYF
Menschen, die regelmäßig Kaffee oder Tee trinken, erkranken seltener an Typ-2-Diabetes. Das zeigten Übersichtsdaten der Universität Sydney (Australien) von rund 500.000 Teilnehmern. Bei jenen, die drei bis vier Tassen Kaffee am Tag tranken, lag das Diabetesrisiko im Vergleich zu Nicht-Trinkern um ein Viertel niedriger, bei Teetrinkern um ein Fünftel.
24.04.2010
Hobbys: Kunst als Seelenschmeichler
Malen macht Spaß und verleiht Menschen ein gutes Gefühl
Stockbyte/RYF
Eine Studie der Universität für Wissenschaft und Technik in Trondheim (Norwegen) zeigt, dass Kunstfreunde sich gesünder fühlen als Uninteressierte. Die Forscher hatten für ihre Untersuchung die Lebensumstände von fast 50000 Menschen verglichen. Das Ergebnis war unabhängig von der sozialen Stellung der Personen und von der Art des Kunstgenusses. Auch spielte es keine Rolle, ob jemand selbst musizierte und malte oder lieber Konzerte oder Theater besuchte.
23.04.2010
Ernährung: Selbst kochen liegt im Trend
Die Deutschen betätigen sich zunehmend selbst in der Küche und meiden Fertiggerichte
Image Source/RYF
Im vergangenen Jahr aßen die Deutschen weniger Fertiggerichte. Das zeigt eine Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK. Jeder Dritte gab an, häufiger selbst zu kochen. Vor allem in Familien mit geringem Einkommen wurde seltener zu Tiefkühlpizza oder Fischstäbchen gegriffen. Essen selbst zuzubereiten ist meist preiswerter und zudem gesünder, denn in Fertigkost stecken oft viel Fett, Salz und Zusatzstoffe.  
22.04.2010
Psychologie: Angst ist weiblich, Zorn männlich
Ein ängstlicher Blick betont frauliche Züge. Wer sauer aussieht, wirkt maskulin
Jupiter Images GmbH/Ablestock
Gesichter, die Zorn ausdrücken, wirken männlicher; spiegeln sie Angst, erscheinen sie weiblicher. Dies beobachteten Forscher an der Universität von Quebec (Kanada). Ihren Versuchspersonen fiel es leicht, vom Computer erzeugte männliche und weibliche Gesichter dem richtigen Geschlecht zuzuordnen, wenn die abgebildeten Frauen ängstlich oder fröhlich schauten und die Männer zornig. Deutlich länger brauchten die Studienteilnehmer, ein zorniges Gesicht als weiblich und ein ängstliches oder fröhliches als männlich zu erkennen. 
21.04.2010
Gefühl: Des anderen Leid spüren
Manche Menschen können die Schmerzen ihrer Mitmenschen spüren
Jupiter Images GmbH/Bananastock
Mitgefühl gehört zu den typisch menschlichen Eigenschaften. Bei manchen ist es sogar derart stark ausgeprägt, dass sie die Schmerzen anderer am eigenen Leib spüren. Diesen Schluss legt eine Studie der Universität von Birmingham (England) nahe. Forscher zeigten Freiwilligen schmerzhafte Szenen als Fotos oder Videos. Ein Drittel der Teilnehmer berichtete danach, beim Anblick der Bilder körperliche Schmerzen gespürt zu haben. Tatsächlich reagierten auch ihre Gehirne besonders empfindlich auf die Bilder, denn Gehirnregionen, die Schmerzsignale verarbeiten, zeigten nur bei ihnen eine deutlich erhöhte Aktivität.
20.04.2010
Heilkräuter: Wie Thymianöl wirkt
Ein spezieller Inhaltsstoff des ätherischen Öls steuert Entzündungen entgegen
Pixtal/RYF
Viele Pflanzenöle gelten als hilfreiche Arznei: Nelkenöl bei Entzündungen der Mundschleimhaut, Eukalyptus- und Thymianöl gegen Husten. Forscher der Universität Nara (Japan) untersuchten das Öl des Thymians jetzt noch einmal gesondert, weil es bei Zellversuchen entzündliche Prozesse besonders erfolgreich unterdrückt hatte.
19.04.2010
Ernährung: Allergien vorbeugen
Fisch ist gesund und schützt wohl auch vor Allergien
Jupiter Images GmbH/Photos.com
Fischreiche Ernährung spielt bei der Vorbeugung von Allergien eine wichtige Rolle. Das legen 217 Studien nahe, die deutsche Forscher für die klinischen Leitlinien zur Allergieprävention analysierten. Isst eine werdende Mutter während der Schwangerschaft und später in der Stillzeit Fisch, zeigt sich bereits eine schützende Wirkung beim Nachwuchs.
17.04.2010
Krebs: Chemotherapie besser vertragen
Die Heilpflanze Mariendistel kann die Leberwerte günstig beeinflussen, die sich während einer Tumorbehandlung verschlechtern können
Pixtal/RYF
Während einer Chemotherapie entzündet sich häufig die Leber. Dann müssen Ärzte die Dosis senken oder sogar die Behandlung abbrechen. Die Mariendistel kann die Entzündung günstig beeinflussen. In einer Studie von Kara Kelly und Kollegen der Columbia-Universität in New York erhielten 50 Kinder mit einer akuten lymphatischen Leukämie zusätzlich zur Chemotherapie entweder ein Scheinmedikament (Placebo) oder ein Mariendistel-Präparat. Bei jenen, die das Mittel bekamen, besserten sich die Leberwerte nachhaltig. Zudem mussten die Ärzte bei ihnen die Menge des Krebsmittels seltener verringern.
16.04.2010
Alter: Schneller Schritt, längeres Leben?
Sind ältere Menschen flott zu Fuß unterwegs, scheint das von Vorteil zu sein
Dynamic Graphics/ RYF
Je schneller, desto fitter? Ja, sagen Forscher um Alexis Elbas vom nationalen französischen Gesundheitsinstitut und der Universität Paris. Sie untersuchten und beobachteten 3208 gesunde Frauen und Männer jenseits der 65 mehr als fünf Jahre lang. Dabei fanden sie tatsächlich einen Zusammenhang zwischen der Geschwindigkeit beim Gehen und der Gesundheit der Studienteilnehmer: Alte Menschen mit einer langsamen Gehweise hatten demnach ein höheres Risiko, an einem Herz-Kreislauf-Versagen zu sterben, als die flotteren Teilnehmer der Kontrollgruppe.
15.04.2010
Impfung: Besser auf Fiebermittel verzichten!
Manchmal kommt es nach einer Immunisierung zu erhöhter Temperatur. Fiebersenker zur Vorbeugung eignen sich jedoch nicht
Jupiter Images GmbH/Ablestock
Fieber kann eine Begleiterscheinung von Schutzimpfungen sein. Daher geben manche Eltern ihren Kindern vor dem Piks ein rezeptfreies Fiebermittel. Keine gute Maßnahme, wie eine in der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet veröffentlichte Studie nachweist. Fiebersenker können die Wirkung einer Impfung abschwächen, denn sie blockieren ein Enzym, das für die Bildung von Antikörpern notwendig ist.
14.04.2010
Hygiene: Schützt Schmutz das Herz?
Keine Scheu vor Dreck! Wer in früher Kindheit draußen herumtobt, dessen Herz-Kreislauf-System profitiert womöglich später davon
Jupiter Images GmbH/Goodshot
Menschen, die als Baby mit vielen Keimen in Kontakt kommen, haben als Erwachsene geringere Entzündungswerte im Blut und sind daher möglicherweise weniger anfällig für Herz-Kreislauf-Krankheiten. Auf diesen Zusammenhang stießen Forscher der Northwestern-Universität (USA), die 22 Jahre lang Daten von 1500 Bewohnern der philippinischen Insel Cebu sammelten. Die Wissenschaftler vermuten, dass sich das Immunsystem des Menschen im Lauf der Evolution an den frühen Kontakt mit Mikroorganismen angepasst hat. Fehlt er, kommt es später öfter zu Entzündungen.
13.04.2010
Umwelt: Verursacht Blei Depressionen?
In manchen Altbauten kommt das Wasser noch aus Bleirohren. Das Metall ist nicht ungefährlich
Jupiter Images GmbH/Comstock Images
Je mehr Blei im Blut, desto größer das Risiko, an einer schweren Depression oder Panikstörung zu erkranken. Dies fand ein kanadisch-amerikanisches Forscherteam in einer Studie mit rund 2000 jungen US-Bürgern heraus. Während 6,7 Prozent der Teilnehmer mit geringer Bleibelastung unter einer Depression litten, waren es in der starkbelasteten Gruppe 8,1 Prozent. Panikstörungen entwickelten 1,1 beziehungsweise 3,5 Prozent der Teilnehmer. Im Mittel fanden sich rund 16 Mikrogramm Blei pro Liter Blut. Dieser Wert ist auch aus Messungen in Deutschland bekannt und galt bislang nicht als bedenklich.
10.04.2010
Hormone: Gerechter teilen mit Testosteron
Ein Experiment hat gezeigt, dass das Sexualhormon Frauen dazu bringt, Geld gerechter zu teilen
Thinkstock/Ablestock
Das Sexualhormon Testosteron kann die Fairness von Frauen steigern. Das zeigt ein Test von Forschern der Universität Zürich: 60 Frauen sollten jeweils zehn Euro mit einer anderen Frau teilen. Wie viel Euro sie anboten, blieb ihnen überlassen. Die Empfängerin konnte das Angebot ablehnen, wenn sie es als ungerecht empfand. Dann war das Geld aber für beide verloren. Ergebnis: Frauen, die zuvor eine Einmaldosis Testosteron erhalten hatten, teilten fairer als jene, die ein Scheinpräparat bekommen hatten.
09.04.2010
Medikamente: Alkoholfreie Arzneimittel
Schwangere, Leber- und Alkoholkranke sowie Kinder sollten wenn möglich immer auf alkoholfreie Medizin ausweichen
Tabato Images/RYF
Stehen für das gleiche Anwendungsgebiet neben alkoholhaltigen Arzneimitteln zum Einnehmen auch promillefreie Alternativen zur Verfügung, müssen diese bei bestimmten Patienten künftig verordnet werden. Das hat jetzt der Gemeinsame Bundesausschuss GBA in einer Änderung der Arzneimittel-Richtlinie beschlossen. Neben Kindern bezieht sich das vor allem auf Leber- und Alkoholkranke, Epileptiker, Hirngeschädigte und Schwangere.
08.04.2010
Kinderwunsch: Unfruchtbar durch zu viel Training
Übertrieben betriebener Sport kann sich ungünstig auf den Hormonhaushalt auswirken
Thinkstock/Photo.com
Frauen, die schwanger werden möchten, sollten sich sportlich nicht zu stark verausgaben. Ein sehr anstrengendes körperliches Training mindert die Fruchtbarkeit. Das ergab eine Untersuchung der Universität für Wissenschaft und Technologie in Trondheim (Norwegen) mit fast 3000 Teilnehmerinnen. Frauen, die häufig oder sogar täglich bis zur Erschöpfung trainierten, hatten danach ein bis zu dreieinhalbfach erhöhtes Risiko für eine beeinträchtigte Fruchtbarkeit.
07.04.2010
Herz: Fruchtzucker kann den Blutdruck steigern
Der Blutdruck hängt auch mit der täglich konsumierten Menge Fruchtzucker zusammen
Thinkstock/Stockbyte
Wer regelmäßig Lebensmittel oder Getränke konsumiert, die viel Fruchtzucker (Fruktose) enthalten, riskiert einen hohen Blutdruck. Davor warnt Dr. Diana Jalal von der Universität von Colorado (USA). Die Medizinerin und ihr Team analysierten die Blutdruckwerte von 4528 Erwachsenen und erfassten deren Lebensgewohnheiten mittels Fragebogen.
06.04.2010
Gehirn: Ausgeschlafene schätzen richtig
Menschen, die in der Nacht lange genug geschlafen haben, können besser aus dem Bauch heraus entscheiden
Thinkstock/Creatas
Schlafmangel beeinträchtigt die Fähigkeit, sich schnell und aus dem Bauch heraus zu entscheiden. Das entdeckten Forscher der Universität von Texas in Austin (USA), die Freiwillige bestimmte Aufgaben lösen ließen. Ursache sei ein Strategiewechsel des Gehirns. Während Ausgeschlafene versuchten, rasch möglichst viele Informationen abzugleichen, wollten Unausgeschlafene über Nachdenken eine Regel finden – und schnitten besonders schlecht ab.
05.04.2010
Doppelerfolg: Rauchstopp und Gewicht halten
Ein Programm hilft Frauen dabei, gleichzeitig mit dem Rauchen aufzuhören und ihr Gewicht zu halten
PhotoDisc/RYF
Viele Frauen hören nicht mit dem Rauchen auf, weil sie fürchten, dann zuzunehmen. Eine Übersichtsstudie der Northwestern University Feinberg School of Medicine in Chicago (USA) zeigt nun, dass Frauen, die gleichzeitig an einem Programm zur Gewichtskontrolle teilnehmen, nicht nur ihr Gewicht besser halten, sondern auch leichter von der Zigarette loskommen. Dies widerspricht der gängigen Auffassung, es sei schwieriger, mehrere Verhaltensänderungen gleichzeitig mit Erfolg zu meistern.
03.04.2010
Im Flieger: Keine Ansteckung über die Klimaanlage
Die guten Filteranlagen halten die Keime zurück
Panthermedia/Karl-Heinz Spremberg
Die Angst vor Grippeviren und anderen Infektionserregern aus der Flugzeug-Klimaanlage scheint unbegründet. „Die Maschinen sind mit Hochleistungsfiltern ausgestattet, die die Keimzahl in der zirkulierenden Luft extrem gut vermindern“, sagt Dr. René Gottschalk.
02.04.2010
Mundgeruch: Kaffeebohnen gegen Knoblauch
Neben einer guten Mundhygiene sind auch bekannte Hausmittel nützlich
Thinkstock/BrandXPictures
Bei Mundgeruch empfiehlt Dr. Sylvia Krug vom Deutschen Berufsverband der Hals-Nasen-Ohren-Ärzte, zunächst alte Hausmittel auszuprobieren: „Milch trinken, Petersilie essen oder Kaffeebohnen kauen hilft gegen Knoblauchatem.“
01.04.2010
Bewegung: Treppe steigen statt Rolltreppe fahren
Eine Plakat-Aktion bringt bequeme Rolltreppenfahrer auf die Treppenstufen
W&B/Simon Katzer
Schon ein einfaches Plakat mit der Aufforderung, die Treppe statt der Rolltreppe zu benutzen, kann Menschen zu mehr Bewegung im Alltag motivieren. Das stellten Sportwissenschaftler der Deutschen Sporthochschule Köln fest, die in einem Einkaufszentrum der Stadt ein entsprechendes Plakat angebracht hatten.
31.03.2010
Prämenstruelles Syndrom: Wissen lindert Schmerzen
Offenbar hängt das Empfinden stark vom Wissen über den Körper ab
Jupiter Images GmbH/French Photographers Only
Mehr als 50 Prozent aller Frauen leiden an den Tagen vor den Tagen an körperlichen und seelischen Beschwerden. Gegen die Symptome des prämenstruellen Syndroms können Aufklärung über das Leiden und psychologische Beratung helfen. Dies berichten Forscherinnen der Universität von Western Sydney (Australien), welche die Wirksamkeit psychologischer Maßnahmen in diesem Zusammenhang untersuchten.
30.03.2010
Yoga: Gesünder durch Entspannung
Entspannungskurse sorgen für mehr Lebensqualität und heften bei Beschwerden
Banana Stock/RYF
Entspannungskurse verbessern die Lebensqualität und verringern psychische und körperliche Beschwerden. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. In einer repräsentativen Studie befragten sie bundesweit mehr als 1000 Frauen und Männer zu Beginn und am Ende ihrer Volkshochschul-Kurse in Yoga, Tai-Chi, Qigong, autogenem Training und progressiver Muskelentspannung.
27.03.2010
Babys: Melodisches Geschrei
Säuglinge äußern sich von Anfang an in ihrer Muttersprache
Jupiter Images GmbH/Comstock Images
Schon wenige Tage alte Säuglinge schreien in einem Melodiemuster, das sich an ihrer Muttersprache orientiert. Das ergab eine Untersuchung unter Federführung von Wissenschaftlern der Universität Würzburg. Die Forscher nahmen das Geschrei von je 30 deutschen und französischen Babys im Alter von zwei bis fünf Tagen auf. Die neugeborenen Franzosen brüllten öfter in einer aufsteigenden Tonfolge, die Deutschen in einer abfallenden – wie es der Sprachmelodie entspricht.
26.03.2010
Übergewicht: Schlingen macht dick
Hastiges Essen bremst Sättigungshormone im Darm aus
W&B/Ingram
Wer sein Essen hastig vertilgt, isst unter Umständen mehr als nötig. Beim Schnellessen werden im Darm weniger Sättigungshormone gebildet als bei einem langsam verzehrten Mahl, fanden Wissenschaftler der Universität von Athen (Griechenland) heraus. Die Forscher ließen Männer 300 Milliliter Eiscreme essen – entweder in 30 oder in fünf Minuten. Anschließende Blutproben zeigten bei den Teilnehmern, die sich Zeit gelassen hatten, deutlich mehr Sättigungshormone. Die Männer fühlten sich zudem satter.
25.03.2010
Forschung: Nützliches Alzheimer-Eiweiß
Das Protein, das als Mitauslöser der Demenz gilt, hat auch positive Eigenschaften
W&B/Jörg Neisel
Das Amyloid-Beta-Peptid gilt als Mitverursacher der Alzheimer Krankheit. Das Eiweiß verklumpt dabei vor allem in Nervenzellen des Hippocampus, eines Hirnbereichs, der wichtig für das Gedächtnis ist. Forscher der Universität Tel Aviv (Israel) zeigten jetzt, welche Aufgabe das Peptid im gesunden Gehirn erfüllt: Es steuert die Freisetzung von Botenstoffen an die benachbarten Zellen.
24.03.2010
Sinne: Was haben Sie gesagt?
Nicht nur die Ohren registrieren was wir hören, auch die Haut spielt eine Rolle
Ingram/ RYF
Wenn wir harte Buchstaben wie „t“ oder „p“ aussprechen, erzeugen wir einen Luftstoß. Er beeinflusst, was der Hörer versteht. Das fanden Forscher der Universität von British Columbia in Vancouver (Kanada) heraus. Sie spielten 66 Freiwilligen Silben wie „ta“ oder „da“ vor. Manchmal bliesen sie ihnen dabei zusätzlich Luft an den Hals oder auf den Handrücken. Ergebnis: Mit dem Hauch auf der Haut hörten die Probanden die Silbe „ta“, obwohl der Tonträger „da“ abspielte. Dies belegt, dass häufig mehrere Sinneseindrücke zugleich verarbeitet werden.
23.03.2010
Sucht: Sport gegen Laster
Wer mit dem Rauchen aufhören will, erleichtert sich das vielleicht durch Joggen
PhotoDisc/ RYF
Körperlich aktiven Menschen fällt es leichter, auf das Rauchen zu verzichten. Das legt eine kleine Studie der Universität Exeter (Großbritannien) nahe. Raucher betrachteten dabei neutrale Fotos und solche, die Lust auf Zigaretten machten. Zuvor hatten sie 15 Stunden auf Nikotin verzichtet. Danach sollten die Teilnehmer entweder eine Viertelstunde Rad fahren oder sich ausruhen, bevor sie den Test wiederholten. Fazit: Das Radfahren drosselte klar die Gier nach dem nächsten Zug.
22.03.2010
Ernährung: Nitratarm essen!
Manche Gemüsesorten enthalten besonders viel von dieser Substanz, andere weniger
Jupiter Images GmbH/Polka Dot Images
Im Winter reifen viele Feldfrüchte in Treibhäusern und enthalten deshalb mehr Nitrat als im Sommer. Weil unser Körper diese Substanz zu schädlichem Nitrit umwandelt, sollten Gemüse mit niedrigen Werten auf den Tisch. Dazu zählen Auberginen, Brokkoli, Chicorée, Erbsen, Kartoffeln und Zwiebeln. Rucola dagegen ist besonders nitratreich. Entfernt man die Blattstiele und -rippen bei Gemüse wie Mangold und Spinat, senkt das deren Gehalt an dem schädlichen Inhaltsstoff deutlich. Übrigens: Gemüse aus ökologischem Anbau enthält weniger Nitrat als herkömmliches.
20.03.2010
Haare färben: Vorsicht vor Allergien!
Viele Frauen lieben es, von Zeit zu Zeit Frisur und Farbe zu wechseln. Manche Kosmetikprodukte bergen jedoch Risiken
Jupiter Images/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY
Rund ein Drittel aller Frauen in Europa und Nordamerika färbt sich die Haare. Für die Verbraucherinnen besteht heute kein Risiko, deshalb an Krebs zu erkranken. Dennoch: Die Mittel enthalten problematische chemische Substanzen, beispielsweise Para-Phenylendiamin, kurz PPD, das Kontaktallergien hervorrufen kann.
19.03.2010
Arbeit: Ärger einfach rauslassen
Unterdrücken Männer ihre Wut, belastet das ihr Herz
Thinkstock/BananaStock
Männer, die Ärger im Beruf in sich hineinfressen, haben ein erhöhtes Infarktrisiko. Stressforscher der Universität Stockholm (Schweden) analysierten die Daten von 2755 Angestellten, die zu Beginn der Langzeitstudie im Jahr 1992 noch keinen Herzinfarkt hatten. Im Lauf der Untersuchung kam es zu 47 teils tödlichen Herzerkrankungen – zu zwei Dritteln bei Männern, die ihre Wut meist unterdrückten.
18.03.2010
Schmerzen: Falsche Schuhe, kranke Füße
High-Heels sehen zwar schick aus, schaden aber den Füßen
Jupiter Images GmbH/Thinkstock LLC
Hochhackige Schuhe sind häufig schuld an schmerzenden Frauenfüßen. Wissenschaftlerinnen des Instituts für Alternsforschung in Boston (USA) werteten in ihrer „Framingham Foot Study“ die Daten von mehr als 3300 Teilnehmern aus. Fazit: Nahezu 30 Prozent der Frauen, aber nur 20 Prozent der Männer leiden an Fußschmerzen. Die Forscher führen diesen Unterschied in erster Linie auf falsches Schuhwerk zurück. Frauen sollten beim Schuhkauf nicht nur an ihre Schönheit, sondern auch an ihre Gesundheit denken.
17.03.2010
Tumore: Weniger Krebstote in Europa
In den letzten zehn Jahren sind weniger Menschen an Krebs gestorben
Jupiter Images/Thinkstock
In Europa sterben immer weniger Menschen an Krebs. Dazu tragen die sinkende Zahl an Rauchern sowie eine bessere Vorsorge und Therapie bei. Forscher der Universität Mailand werteten die Sterberegister von 34 europäischen Ländern aus. Demnach ist die Todesrate bei Krebs innerhalb von zehn Jahren bei Männern um neun, bei Frauen um acht Prozent gesunken.
16.03.2010
Nahrung: Eisen fürs Herz
Patienten, die an einer Herzschwäche leiden, können von Eisen profitieren
W&B/ Martina Ibelherr
Eine Therapie mit Eisen kann die Lebensqualität von Menschen mit Herzschwäche und einem Mangel an diesem Mineral deutlich verbessern – auch wenn sie noch keine Blutarmut haben. Zu diesem Ergebnis kommen Ärzte der Charité – Universitätsmedizin in Berlin in einer Studie mit 459 Patienten, die an einer verminderten Pumpfunktion des Herzens und an Eisenmangel litten. Die eisengestärkten Patienten waren schon einige Wochen nach der Therapie leistungsfähiger und weniger kurzatmig beim Zurücklegen kürzerer Strecken als die Vergleichsgruppe.
15.03.2010
Körpergeruch: Warum Schweiß unangenehm riecht
Ein spezieller Mechanismus in der Haut verursacht den Geruch
Jupiter Images GmbH/Thinkstock Image
Ein einziges Eiweißmolekül ist dafür verantwortlich, dass bei schwitzenden Menschen unangenehmer Körpergeruch entsteht. Das Transportprotein befördere alle geruchsbildenden Schweißbestandteile an die Hautoberfläche, berichten Hamburger Industrieforscher in dem Online-Fachblatt Journal of Investigative Dermatology.
13.03.2010
Im Alter: Die Rente ist ein Jungbrunnen
Kurz vor dem wohlverdienten Ruhestand fühlen sich viele Senioren besser als zuvor
Banana Stock/RYF
Nach einer schwedisch-englischen Studie wirkt der Ruhestand wie eine Anti-Aging-Kur. Wissenschaftler der Universitäten von Stockholm und London hatten fast 15.000 Angestellte eines Stromversorgers bis zu sieben Jahre vor und nach dem Renteneintritt beobachtet.
12.03.2010
Körpergewicht: Ein paar Pfunde mehr schaden nicht
Erst Fettleibigkeit (Body-Mass-Index ab 30) kostet Lebensjahre
Thinkstock/Pixland
Gertenschlank zu sein entspricht nicht nur unserem Schönheitsideal, es gilt auch als gesund. Nun zeigt die Auswertung verschiedener Studien, dass ein paar Pfunde mehr das Leben keineswegs verkürzen, wie oft behauptet. Die Forschergruppe um die Hamburger Gesundheitswissenschaftlerin Ingrid Mühlhäuser hatte 42 Untersuchungen analysiert. Fazit: Erst Fettleibigkeit (Body-Mass-Index ab 30) kostet Lebensjahre.
11.03.2010
Ernährung: Mittelmeerkost hebt die Stimmung
Die gesunde Ernährung mit viel Fisch und Gemüse kann das Depressionsrisiko senken
Panthermedia/Rüdiger Eichhorn
Frisches Gemüse, Früchte und Nüsse, Fisch, Olivenöl und Hülsenfrüchte schmeicheln nicht nur den Geschmacksnerven, sie scheinen auch die Seele zu streicheln. Forscher der Universitäten von Las Palmas und Navarra (Spanien) wiesen nach, dass diese „Mittelmeerkost“ das Depressionsrisiko um 30 Prozent senken kann.
10.03.2010
Forschung: Abbaubarer Knochenkleber
Der Kleber löst sich vollständig im Körper auf. So sollen spätere Operationen zum Entfernen von Material entfallen
W&B/Simon Katzer
Eine neue Legierung, die sich im Körper abbaut, fanden Materialwissenschaftler der ETH Zürich (Schweiz). Chirurgen sollen damit künftig gebrochene Knochen im Körper fixieren. Der Vorteil: Spätere Operationen zur Entfernung von eingesetzten Schrauben und Platten entfallen. Das Material aus Magnesium, Zink und Kalzium ist belastbar und löst sich vollständig im Körper auf. Anders als bei herkömmlichen Magnesiumlegierungen entsteht dabei kein Wasserstoff, der die Heilung behindern könnte.
09.03.2010
Nase: Körperduft beeinflusst Partnerwahl
Dieser Mechanismus soll Frauen davor bewahren, mit einem genetisch zu ähnlichen Partner erbgutkranke Kinder zu zeugen
Jupiter Images GmbH/Creatas
Frauen reagieren abwehrend auf den Körpergeruch von Männern, die ihnen immunologisch zu ähnlich sind. Forscher der Universität des Saarlandes liefern dafür eine mögliche Erklärung. Sie fanden heraus, dass Mäuse mit feinen Sensoren in ihrer Nase einzelne Moleküle ihrer Artgenossen wahrnehmen. Diese sogenannten MHC-Peptide gibt es auch bei uns Menschen. Sie sind wichtig für die Immunabwehr. Offenbar spielen sie zudem eine Rolle bei der Partnerwahl.
08.03.2010
Gefäße: Flexibler Rumpf, elastische Arterien
Je weniger beweglich ein über Vierzigjähriger ist, desto steifer sind auch oft seine Gefäße
Jupiter Images GmbH/ Pixtal
Ein Dehntest gibt Aufschluss über den Zustand der Arterien. Das legt eine Studie von Kenta Yamamoto von der Universität Nord-Texas (USA) im American Journal of Physiology nahe. Der Wissenschaftler untersuchte 526 Erwachsene zwischen 20 und 83 Jahren. Sie sollten versuchen, mit den Händen die Zehen zu erreichen.
06.03.2010
Sauna: Hitze verstärkt Arzneiwirkung
Das Schwitzbad kann zu unerwünschten Effekten im Umgang mit Medikamenten führen
Jupiter Images GmbH/Thinkstock LLC
Ein Saunabesuch kann die Wirkung bestimmter Medikamente verändern. Darauf weist die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) hin. Bedingt durch die Wärme gäben zum Beispiel Schmerz- oder Nikotinpflaster mehr Wirkstoff in die Haut und das Blut ab.
05.03.2010
Demenz: Schwarztee hält Gehirn fit
Regelmäßiger Genuss von schwarzem oder Oolong-Tee scheint die Geisteskräfte vor Verfall zu schützen
Jupiter Images GmbH/Comstock Images
Tee trinken mindert offenbar das Risiko einer Demenz im Alter. Das zeigt eine epidemiologische Studie, veröffentlicht im American Journal of Clinical Nutrition. Forscher der Universität von Singapur ermittelten dafür die kognitiven Fähigkeiten von 2501 Teilnehmern mit einem speziellen Test und beobachteten deren Entwicklung über einen längeren Zeitraum.
04.03.2010
Verfallsdatum: Hausapotheke überprüfen
Die Einnahme „abgelaufener“ Mittel kann gefährlich sein
W&B/Bernhard Limberger
Jeder dritte Bundesbürger achtet nicht auf das Verfalldatum seiner Arzneimittel, fand das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der Techniker Krankenkasse heraus. Besonders sorglos gehen die 18- bis 25-Jährigen mit Medikamenten um: 38 Prozent von ihnen werfen keinen Blick auf den Datumsaufdruck (über 65-Jährige: 23 Prozent).
03.03.2010
Unterbewusstsein: Gar nicht so freie Entscheidung
Bereits zufällig aufgeschnappte Wörter können die Auswahl eines Snacks beeinflussen
Jupiter Images/ Liquid Library
Obst oder Süßigkeit – wo greifen Sie zu? Wer glaubt, dies völlig frei zu entscheiden, täuscht sich. Eine Studie der Universität von Miami (USA) zeigt, dass schon zufällig aufgeschnappte Wörter die Wahl beeinflussen können. Studienteilnehmer, die bei einem Wortspiel einen Satz mit Begriffen wie „Gewicht“ oder „Gesundheit“ entschlüsselten, wählten anschließend häufiger einen kalorienarmen Imbiss als jene, die auf Wörter wie „köstlich“ oder „Geschmack“ stießen.
02.03.2010
Hoffnung: Spezielle Herzschrittmacher verringern Insuffizienz
Sogenannte "biventrikuläre" Schrittmacher verringerten die gesundheitsschädlichen Folgen einer Herzinsuffizienz bei Probanden um 41 Prozent
Jupiter Images GmbH/Bananastock LTD
Neue Hoffnung für Patienten mit Herzschwäche macht eine Studie, die im Fachmagazin New England Journal of Medicine erschien. Bei der Untersuchung von 1820 Patienten aus Europa, Kanada und den USA, die spezielle Schrittmacher erhalten hatten, verringerten sich die gesundheitsschädlichen Folgen der Herzinsuffizienz um 41 Prozent.
01.03.2010
Entwicklung: Glückliche Kinder werden gesunde Erwachsene
Wer als Kind beliebt ist, leidet später seltener unter Herzkrankheiten oder Diabetes
Jupiter Images GmbH/Polka dot com
Je beliebter ein Kind unter Gleichaltrigen, desto gesünder ist es offenbar später als Erwachsener. Forscher des Centre for Health Equity Studies in Stockholm (Schweden) verfolgten die Entwicklung von 14.000 Kindern des Jahrgangs 1953. Im Jahr 1966, als die Kinder die sechste Klasse besuchten, fragten die Wissenschaftler die Schüler nach ihren Freundschaften und ermittelten ihre Rangordnung im Klassenverbund.
27.02.2010
Zusatzstoffe: Doping aus dem Supermarkt?
Omega-3-Fettsäuren in Eiern, eine Extraportion Vitamine im Karottensaft – manchmal ist der Nutzen dieser Zusätze zweifelhaft
Jupiter Images GmbH/Photos.com
Fischöl im Brot, Vitamin-Zusätze im Fruchtsaft? Mehr als ein Drittel der Verbraucher in Deutschland greifen beim Einkaufen bewusst zu Produkten, die mit Zusatzstoffen angereichert sind. Das zeigt eine Umfrage der DAK. Dabei sind nur sechs Prozent der Befragten davon überzeugt, diese Lebensmittel seien für eine gesunde Ernährung tatsächlich notwendig. Die DAK weist darauf hin, dass es beim Genuss mancher Multivitaminsäfte sogar zur Überdosierung einzelner Vitamine kommen kann. Wer sich vollwertig und abwechslungsreich ernährt, ist in der Regel mit allen Nährstoffen gut versorgt.
26.02.2010
Abnehmen: Gewicht halten mit Yoga
Yoga-Sportlerinnen nehmen ihren Körper besser wahr und achten mehr auf überschüssige Pfunde
Banana Stock/RYF
Wer regelmäßig Yoga macht, schärft seine Körperwahrnehmung und isst bewusster. Das wiederum erleichtert es, abzunehmen oder das Normalgewicht zu halten. Zu diesem Schluss kommen Forscher des Fred-Hutchinson-Krebsforschungszentrums in Seattle (USA). Sie hatten mehr als 300 Mitglieder von Yoga-Zentren, Fitness-Studios und Abnehm-Gruppen zu ihrem Essverhalten befragt. Dabei zeigte sich, dass unter den Yoga-Anhängern mehr Personen aufmerksam essen und auch aufhören, sobald sich ein Sättigungsgefühl einstellt.
25.02.2010
Archäologie: Herzkranke Pharaonen
Schon im alten Ägypten hatten die Menschen verkalkte Gefäße
PhotoDisc/RYF
Bereits vor 3500 Jahren litten Menschen an Gefäßverkalkung, berichten Forscher aus den USA und Ägypten. Sie untersuchten 20 Mumien des Ägyptischen Museums in Kairo mithilfe eines Computertomografen. 16 hatten noch gut erhaltene Herz- und Blutgefäße, bei neun davon wiesen die Forscher Spuren von Arteriosklerose nach. Solche Ablagerungen in den Gefäßen können einen Herzinfarkt oder Schlaganfall nach sich ziehen. Laut einer Steininschrift litt auch der Pharao Merenptah an verkalkten Gefäßen, als er im Jahr 1203 vor Christus in hohem Alter starb.
24.02.2010
Alternativ heilen: Kneippen senkt den Blutdruck
Regelmäßig angewendet, helfen kalte Güsse Patienten mit zu hohem Blutdruck
W&B /christine Schneider
Wasseranwendungen nach Pfarrer Sebastian Kneipp regen den Kreislauf, den Stoffwechsel und das Immunsystem an. In einer Studie zeigten Ärzte der Klinik Bad Wörishofen nun, dass die Heilkraft des Wassers auch den Blutdruck senken kann. Die Hälfte von 98 Kur-Patienten mit Bluthochdruck erhielt neben den üblichen Therapien zusätzlich drei Wochen lang Kneipp’sche Anwendungen.
23.02.2010
Vollkorn: Mehr Hirn, weniger Fett
Körniges hält lange satt und steigt wohl auch die geistige Fitness
W&B/Burkhard Röper
Gesunde Ernährung lohnt sich bis ins hohe Alter. Wer Vollkornprodukte, Gemüse und Obst isst, hält den Geist fit und den Körper im Lot. Darauf weisen zwei Studien aus den USA hin. Forscher der Utah-State-Universität begleiteten 3634 ältere Menschen elf Jahre lang und stellten fest: Gesunde Nahrung könnte helfen, altersbedingten geistigen Abbau abzuschwächen. Und eine Untersuchung der Tufts-Universität in Boston zeigt, dass Vollkornnahrung – ob Brot, Reis oder Müsli – insbesondere das ungesunde Körperfett am Bauch verringert.
20.02.2010
Umwelt: Natur hält gesund
Wer im Grünen wohnt, bekommt seltener Krankheiten
Thinkstock/Digital Vision
Parks und Grünanlagen in der Nähe des Wohnorts halten Menschen körperlich und geistig gesund. Das legen Ergebnisse aus den Niederlanden nahe. Wissenschaftler, unter anderem vom EMGO Institut für Gesundheits- und Pflegeforschung der Universität Amsterdam, werteten Daten von 345000 Niederländern zu verschiedenen Leiden aus, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Atembeschwerden und neurologischen Störungen.
19.02.2010
Rauchen: Vorsicht vor Duftbäumchen!
Besonders für qualmende Gesellen können die Duftspender im Auto gefährlich werden
Thinkstock/Comstock
Duftbäume mit künstlichem Vanille-, Kokos- oder Tannenaroma, die in vielen Autos am Rückspiegel baumeln, können vor allem für Raucher gefährlich werden. Darauf weist Dr. Michael P. Jaumann vom Deutschen Berufsverband der Hals-Nasen-Ohren-Ärzte hin.
17.02.2010
Kindergesundheit: Verdächtiges Augenreiben
Einfach nur müde? Manchmal steckt hinter dem Juckreiz eine Sehschwäche
Jupiter Images GmbH/Goodshot
Kinder, die sich häufig die Augen reiben oder über Kopfschmerzen klagen, oft müde und lustlos sind, haben eventuell eine bislang unentdeckte Sehschwäche. Auch Unsicherheiten beim Lesen und Schreiben können Anzeichen für Probleme mit den Augen sein. Das Kuratorium Gutes Sehen rät deshalb Eltern, die Sehfähigkeit ihrer Sprösslinge regelmäßig überprüfen zu lassen.
16.02.2010
Tollwut: Neuer Impfstoff entwickelt
Im Tierversuch wurde eine Einmal-Impfung gegen die gefährliche Krankheit erprobt
W&B/Martin Ley
Eine Einfach-Impfung gegen Tollwut haben Forscher der Thomas-Jefferson-Universität in Philadelphia (USA) entwickelt. Bislang waren nach dem Kontakt mit einem infizierten Tier fünf bis sechs Impfungen nötig, die nach einem genauen Zeitplan verabreicht werden mussten. In Ländern mit schlechter medizinischer Versorgung lässt sich das aber oft nicht umsetzen. Dies ist ein Grund, weshalb jedes Jahr 40000 bis 70000 Menschen an Tollwut sterben. Der neue Impfstoff wurde bislang allerdings nur an Affen erprobt.
15.02.2010
Teenager: Clever, aber albern
Mit sechzehn ist die Entwicklung der Intelligenz oft schon abgeschlossen. Gefühle reifen aber langsamer
Jupiter Images GmbH/Goodshot
Sie führen schlaue Gespräche – zugleich kaspern sie herum wie Kinder. Bei Jugendlichen hinkt die emotionale Entwicklung offenbar der intellektuellen hinterher. Psychologen der Temple Universität (USA) testeten die geistigen und gefühlsmäßigen Fähigkeiten von 1000 Probanden im Alter zwischen 10 und 30 Jahren.
13.02.2010
Deutschland: Bundesbürger sind ein mobiles Volk
Die Deutschen legen jedes Jahr weite Wege zurück. Mit der Bahn, dem Auto und dem Fahrrad
Stockbyte/RYF
Im vergangenen Jahr legten alle Bundesbürger zusammen täglich mehr als 3,21 Milliarden Kilometer auf deutschen Straßen zurück – zu Fuß, per Rad, Auto, Bus oder Bahn. Im Jahr 2002 waren es noch 3,04 Milliarden. Das zeigt die Studie „Mobilität in Deutschland“ des Bundesverkehrsministeriums.
12.02.2010
Deutschland: Bundesbürger sind ein mobiles Volk
Die Deutschen legen jedes Jahr weite Wege zurück. Mit der Bahn, dem Auto und dem Fahrrad
Stockbyte/RYF
Im vergangenen Jahr legten alle Bundesbürger zusammen täglich mehr als 3,21 Milliarden Kilometer auf deutschen Straßen zurück – zu Fuß, per Rad, Auto, Bus oder Bahn. Im Jahr 2002 waren es noch 3,04 Milliarden. Das zeigt die Studie „Mobilität in Deutschland“ des Bundesverkehrsministeriums.
11.02.2010
Gefahr: Übergewicht begünstigt geistigen Abbau
Fettleibige und Übergewichtige haben im Alter oft weniger Hirngewebe als Normalgewichtige
Stockbyte/RYF
Dicke Menschen haben im Alter weniger Hirnmasse als andere. Das ergab eine Studie von Wissenschaftlern der Universität von Pittsburgh (USA). Sie vermaßen die Gehirne von 94 gesunden Senioren über 70. Ergebnis: Fettleibige hatten acht Prozent, Übergewichtige vier Prozent weniger Hirngewebe als Normalgewichtige.
10.02.2010
Gesundheit: Ratsame Ernährungstipps
Kein Alkohol, wenig Fleisch, viel Obst, Gemüse und Ballaststoffe. So sieht eine gesunde Ernährung aus
PhotoDisc/RYF
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät, ganz auf Alkohol zu verzichten. Er erhöhe mit ziemlicher Sicherheit das Risiko für zahlreiche Tumorarten, heißt es im DGE-Ernährungsbericht 2008. Auch Fleisch und Fleischwaren seien deshalb maßvoll zu genießen – das heißt: maximal 600 Gramm pro Woche. Obst, Gemüse und ballaststoffreiche Getreideprodukte dürfen dagegen reichlich gegessen werden. Sie beugen vielen Krebserkrankungen vor.
09.02.2010
Sport: Kung-Fu gegen Kopfschmerzen
Die Sportart erhöht die Schmerzschwelle
Thinkstock/PhotoObjects
Die Ausübung asiatischer Kampfkünste kann Kopfschmerzen und Migräne entgegenwirken. Die durch diesen Sport erzielte Abhärtung erhöht die Schmerzschwelle nicht nur am Körper, sondern auch in der Gesichtsregion, die bei den Übungen gar nicht berührt wird. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Münster.
08.02.2010
Luft: Ozon reagiert mit Hautfett
Eine einzelne Person senkt die Ozonkonzentration in Innenräumen um zehn bis 25 Prozent
Thinkstock/Ablestock
Menschen nehmen Ozon aus der Raumluft über die Hautfette auf. Eine einzelne Person senkt die Ozonkonzentration in Innenräumen um zehn bis 25 Prozent. Das ergab eine Studie des Instituts für Ionenphysik und Angewandte Physik der Universität Innsbruck (Österreich). Das Team von Dr. Armin Wisthaler wies nach, dass Ozon vor allem mit einem in den Hautfetten enthaltenen ungesättigten Kohlenwasserstoff reagiert.
06.02.2010
Vorsicht: Leuchtstäbe von Kindern fernhalten
Der bunte Partyspaß gehört nicht in Kinderhände
W&B/B.Seidl/Henseler
Sie sind als Partygag oder auf Popkonzerten sehr beliebt. Doch die farbenfrohen Leuchtstäbe bergen auch Gefahren. Wie das Bundesinstitut für Risiko bewertung (BfR) meldet, häufen sich Fälle, in denen Kinder die Stäbe aufgebissen und über ein Brennen im Mund geklagt haben.
05.02.2010
Schlafstörungen: Getrennte Schlafzimmer können helfen
Wenn sich Partner des Nachts stören, kann es helfen, alleine zu schlafen
Thinkstock/PhotoDisc, Comstock
Falls sich Partner durch Schnarchen, häufiges Umdrehen, ungewolltes Berühren oder Wegziehen der Decke gegenseitig in ihrer Nachtruhe gestört fühlen, raten Wissenschaftler der Universität von Surrey (England) zu getrennten Schlafzimmern. Unruhiger Schlaf könne zu Depressionen, Herzerkrankungen, Schlaganfällen, Lungenkrankheiten sowie zu Unfällen im Straßenverkehr und am Arbeitsplatz führen.
04.02.2010
Mundhygiene: Harte Zahnbürsten putzen besser
Feste Borsten entfernen den Baterienfilm am sichersten. Aber für manch einen ist die weichere Variante trotzdem besser
Jupiter Images GmbH/Dynamic Graphics
Weiche, mittelharte oder harte Borsten: Welche Bürste reinigt die Zähne am gründlichsten? Antwort: Der kariesauslösende Bakterienfilm lässt sich mit möglichst harten Exemplaren am besten herunterschrubben, fanden Zahnmediziner der Universität Witten-Herdecke in einer achtwöchigen Studie mit 120 Teilnehmern heraus.
03.02.2010
Gehirn: Wachkomapatienten können lernen
Mit einem einfachen Experiment fanden Forscher haraus, dass Patienten im Wachkoma begrenzt lernen können
Jupiter Images GmbH/Ablestock
Patienten im Wachkoma nehmen ihre Umwelt teilweise wahr; sie können sogar begrenzt lernen. Das berichten Forscher der Universität Cambridge (England) in der Fachzeitschrift Nature Neuroscience. In einem einfachen Experiment spielten sie Wachkoma-Patienten einen Ton vor, dem stets ein leichter Luftstoß ins Auge folgte. Nach einigen Durchgängen blinzelten die Patienten in Erwartung des Luftstoßes schon beim bloßen Hören des Tons.
02.02.2010
Forschung: Virus eventuell Auslöser für Prostatakrebs
Forscher fanden in untersuchten Gewebeproben von Krebspatienten häufiger das Virus XMRV
W&B/Szczesny
Neue Hinweise darauf, dass Viren eventuell an der Entstehung von Prostatakrebs beteiligt sind, fanden Forscher der Universität von Utah (USA). In 27 Prozent der 200 untersuchten Gewebeproben von Krebspatienten entdeckten sie das Virus XMRV. In gesundem Gewebe konnten sie es nur in sechs Prozent der Fälle nachweisen. Zudem litten mit dem Virus infizierte Patienten unter deutlich aggressiveren Tumorvarianten.
01.02.2010
Entwicklung: Nägel wachsen heutzutage schneller
Das schnellere Wachstum verdanken wir wohl den üppig zur Verfügung stehenden, gesunden Lebensmitteln unserer Zeit
Liquid Library
Finger- und Fußnägel haben beim Wachsen an Tempo zugelegt. Zu diesem Ergebnis kommen Mediziner der Universität von North Carolina (USA), die drei Monate lang das Wachstum von 195 Finger- und 188 Zehennägeln erfassten. Anschließend verglichen sie ihre Daten mit Nagelwachstumsstudien von 1938 und 1950.
30.01.2010
Partnerschaft: Die Pille macht treuer
Unter Pilleneinwirkung wählen Frauen weniger dominante sowie stärker ihnen ähnelnde Partner und sind sexuell treuer
Stockbyte/RYF
Hormonelle Verhütungsmittel prägen das Liebesleben von Frauen anders, als sich vermuten ließe: Unter Pilleneinwirkung wählen diese weniger dominante sowie stärker ihnen ähnelnde Partner und sind sexuell treuer. Das berichten Biologen aus Sheffield (England) in dem Fachblatt Trends in Ecology and Evolution.
29.01.2010
Psychologie: Vorurteile auf Grund des Namens
Viele Lehrer verbinden Vornamen ihrer Schüler mit positiven oder negativen Eigenschaften
Jupiter Images GmbH/Thinkstock LLC
Eine Online-Befragung der Universität Oldenburg unter Grundschullehrern zeigt: Manche Vornamen rufen Vorurteile hervor. Laut der Studienleiterin Astrid Kaiser verbindet die Mehrheit der Pädagogen bestimmte Schülernamen mit negativen oder positiven Persönlichkeitsmerkmalen.
28.01.2010
Gemeinschaft: Gute Kontakte halten gesund
Menschen, die einer Gemeinschaft angehören profitieren davon oft gesundheitlich
Jupiter Images GmbH/Bananastock
Die sozialen Beziehungen eines Menschen scheinen für seine Gesundheit und sein Wohlbefinden eine noch größere Rolle zu spielen als Ernährung und Sport. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der Universitäten von Exeter (England) und Queensland (Australien), die mehrere Studien auswerteten.
27.01.2010
Pflichtgefühl: Krank zum Job
Viele Deutsche gehen auch wenn sie gesundheitlich angeschlagen sind zur Arbeit
Jupiter Images GmbH/Photos.com
Viele Berufstätige lassen sich auch von Krankheit nicht davon abhalten zu arbeiten. Laut einer Umfrage der Bertelsmann Stiftung gingen 42 Prozent der Beschäftigten in Deutschland in den vergangenen zwölf Monaten zweimal oder öfter in den Job, obwohl sie gesundheitlich angeschlagen waren.
26.01.2010
Sport: Weniger Skiunfälle
Immer weniger Menschen verletzen sich beim Wintersport
Jupiter Images GmbH/Thinkstock LLC
Auch wenn volle Pisten und Berichte über spektakuläre Stürze einen anderen Eindruck vermitteln: Die Zahl der Skiunfälle ist in den vergangenen Jahren gesunken. Das berichteten Sportmediziner beim Europäischen Orthopädiekongress EFORT 2009 in Wien. Carving-Ski und Snowboards dürften die Pisten also nicht gefährlicher gemacht haben.
25.01.2010
Vorsicht: Bleihaltige Naturarznei
Heilkräuter aus dem Internet können mit Blei belastet sein
Panthermedia/Michael Schade
Wer über das Internet oder aus unsicheren Quellen Heilpflanzen kauft – insbesondere ayurvedische, chinesische und andere asiatische –, kann seinen Körper mit zu viel Blei belasten. Das legt eine repräsentative Stichprobe des Nationalen Zentrums für Gesundheitsstatistik in den USA nahe.
23.01.2010
Energiesparlampen: Wohin mit den Scherben?
Glühlampen dieser Art gehören nicht in den Haushaltsmüll sondern auf den Wertstoffhof
Panthermedia/Herb Allgeier
Ausgediente Energiesparlampen gehören wegen ihres Quecksilbergehalts auf den Wertstoffhof, in das Schadstoffmobil oder zum Elektrohändler, wo sie umweltgerecht entsorgt werden. Wenn eine solche Lampe zerbricht, ist besondere Vorsicht geboten.
22.01.2010
Männer: Sitzheizung kann die Fruchtbarkeit gefährden
Die hohen Temperaturen können eventuell die Spermienqualität verschlechtern
Panthermedia/Stephan Sieber
Männer, die ihre Autositzheizung einschalten, gefährden möglicherweise ihre Fruchtbarkeit. Darauf weisen Andrologen der Universität Gießen hin. Vergleichsmessungen an 30 gesunden Studienteilnehmern ergaben eine Erhöhung der Hodentemperatur um durchschnittlich 0,55 Grad nach 90 Minuten auf dem „heißen Stuhl“. Die Forscher vermuten, dass dies die Spermienqualität verschlechtert.
21.01.2010
Hamamelis: Hilfe bei trockner Haut
Inhaltsstoffe dieser Pflanze können raue und juckende Haut beruhigen
Panthermedia/Heike_Brauer
Manche Medikamente wie Betablocker und Lipidsenker können trockene, raue, juckende oder schuppige Haut verursachen. In einer kleinen Anwendungsstudie zeigten Mediziner der Klinik für Dermatologie und Allergologie am Klinikum Augsburg, dass Hamamelissalbe diese unerwünschten Wirkungen mildern kann.
20.01.2010
Hygiene: Keime im Duschkopf
Im Brausekopf können sich viele verschiedene Krankheitserreger tummeln
Jupiter Images GmbH/French Photographers Only
In Duschköpfen tummeln sich viele Krankheitserreger. Mikrobiologen der Universität von Colorado (USA) fanden dort unter anderem eine hohe Konzentration nicht-tuberkulöser Mykobakterien, die bei geschwächten Personen Atemwegserkrankungen verursachen können.
19.01.2010
Herzschwäche: Sport steigert Leistungsfähigkeit
Herzpatienten, die regelmäßig trainieren, können ihre Sauerstoffaufnahme deutlich verbessern
W&B/Bernhard Huber
Wer an Herzschwäche leidet, sollte sich entgegen der landläufigen Meinung nicht schonen, sondern gezielt Sport treiben. Eine Studie der Universität Leipzig zeigt, dass sich die Leistungsfähigkeit von Herzinsuffizienz-Patienten durch Ausdauersportarten wie Schwimmen, Radfahren oder Nordic Walking stark verbessern lässt – und das in jedem Alter.
18.01.2010
Alzheimer: Infekte sind gefährlich
Entzündungen außerhalb des Gehirns können bei dementen Patienten den geistigen Verfall beschleunigen
Jupiter Images GmbH/Stockbyte
Für Alzheimer-Patienten kann ein Schnupfen, eine Magen-Darm-Grippe oder eine Harnwegsentzündung besonders folgenschwer sein. Laut einer Studie der Universität Southampton (England) beschleunigen Infektionen und Entzündungen außerhalb des Gehirns den geistigen Verfall bei Menschen mit Alzheimer-Demenz.
16.01.2010
Ernährung: Grünes für graue Zellen
Wer viel Obst und Gemüse isst, bleibt wohl auch geistig fitter
Jupiter Images GmbH/Photos.com
Im Blut von Menschen, die reichlich Obst und Gemüse essen, finden sich mehr gefäßschützende Antioxidanzien als bei Grünzeug-Verächtern. Diesen Zusammenhang bestätigt eine Studie an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Die Wissenschaftler verglichen bei den knapp 200 gesunden Teilnehmern zwischen 45 und 102 Jahren auch Ernährung und geistige Leistungsfähigkeit. Dabei erwies sich Pflanzenkost als Schutzfaktor gegen geistigen Leistungsverlust. Deutliche Unterschiede zeigten sich zwischen Personen, die täglich rund 400 Gramm Obst und Gemüse verspeisten, und solchen, die weniger als 100 Gramm aßen.
15.01.2010
Partnersuche: Frauen sehen genauer hin
Sie und Er schätzen Attraktivität unterschiedlich ein
Jupiter Images GmbH/BrandXPictures
Wenn sie entscheiden sollen, ob eine Person des anderen Geschlechts attraktiv ist, urteilen Frauen weit individueller als Männer. Psychologen der Wake-Forest-Universität in North Carolina (USA) legten mehr als 4000 Versuchsteilnehmern Fotos von jungen Männern und Frauen vor. Auf einer Zehn-Punkte-Skala sollten sie deren Aussehen bewerten. Ergebnis: Bei den Frauen war die Bandbreite der Beurteilung einzelner Männertypen weit größer als bei Männern, die die Attraktivität von Frauen einschätzen sollten.
14.01.2010
Training: Gut fürs Knie
Es lohnt sich, regelmäßig die Oberschenkelmuskeln zu kräftigen
W&B/Marcel Weber
Trainierte Oberschenkel können Frauen vor Kniebeschwerden schützen, berichten Wissenschaftler der Universität von Iowa (USA). Sie untersuchten 3695 Freiwillige im Alter von 50 bis 79 Jahren über 30 Monate hinweg auf Anzeichen einer Kniearthrose. Jede zehnte Frau berichtete in dieser Zeit über häufige Schmerzen oder eine Gelenksteife im Knie. Allerdings litten Teilnehmerinnen mit starken Oberschenkelmuskeln nur halb so oft darunter wie Untrainierte. Aber der Gelenkverschleiß trat unabhängig davon auf, wie viel Muskelkraft die Frauen hatten.
13.01.2010
Gesundheit: Dem Krebs davonlaufen
Sportliche Männer bekommen seltener einen Tumor
PhotoDisc/ RYF
Bereits eine halbe Stunde Sport pro Tag senkt das Krebsrisiko bei Männern. Das zeigt eine Untersuchung finnischer Wissenschaftler, die im British Journal of Sports Medicine veröffentlicht wurde. An der Studie nahmen 2560 Männer teil, deren sportliche Aktivitäten ein Jahr lang erfasst wurden.
12.01.2010
Entwicklung: Warum Babys schreien
Sind die Kleinen besonders laut, kann dies eine körperliche Ursache haben
Jupiter Images/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY
US-Wissenschaftler haben möglicherweise die Ursache für das stundenlange Weinen von Schreibabys entdeckt. Marc Rhoads und seine Kollegen von der University of Texas Medical School in Houston fanden im Stuhl der kleinen Nervensägen Klebsiella-Bakterien und zudem Entzündungszeichen im Darm. Insgesamt war die Darmflora der Schreibabys weniger vielfältig als die von unauffälligen Säuglingen. Die Kinderärzte hatten Stuhlproben von 36 Babys im Alter von 14 bis 81 Tagen untersucht: 19 von ihnen schrien mehrere Stunden pro Tag.
11.01.2010
Ernährung: Mediterran übertrifft fettarm
Mittelmeerkost beeinflusst den Blutzuckerspiegel positiv
Jupiter Images GmbH/French Photographers Only
Typ-2-Diabetiker, die Mittelmeerkost bevorzugen, brauchen seltener eine medikamentöse antidiabetische Therapie als solche, die sich fettarm ernähren. Das ergab eine Studie der Zweiten Universität in Neapel (Italien), die in den Annals of Internal Medicine veröffentlicht wurde. Die Hälfte der Teilnehmer erhielt vier Jahre lang mediterrane Kost, bei der weniger als 50 Prozent der Kalorien aus Kohlenhydraten stammten – sie verzehrten also viel Gemüse, Fisch und Olivenöl. Die andere Hälfte bekam eine fettarme Kost, die mehr Kohlenhydrate enthielt, etwa Kartoffeln und Brot.
09.01.2010
Umwelt: Höhenluft stärkt das Herz
Wer hoch oben wohnt, lebt gesünder
PhotoDisc/RYF
Gebirgsklima wirkt günstig auf Herz und Gefäße. Das zeigt eine Studie des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Zürich. Im Fachmagazin Circulation berichten die Wissenschaftler, dass das Risiko für einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall pro zusätzlichen tausend Höhenmetern des Wohnorts um 22 beziehungsweise 12 Prozent sinkt. Die Forscher hatten die Krankheitsdaten von 1,64 Millionen Schweizern analysiert und mit der Meereshöhe des Wohnorts in Beziehung gesetzt. Sie führen die positiven Effekte auf die Anpassung des Körpers an die dünne Höhenluft und die intensivere Sonneneinstrahlung zurück.
08.01.2010
Berufskrankheiten: Krankmacher Arbeit
Fliesenleger leiden oft unter Gonarthrose, Schweißer können eine Lungenfibrose bekommen
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Die Liste der Berufskrankheiten wurde um weitere arbeitsbedingte Krankheitsbilder ergänzt. Wie die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung meldet, zählen dazu nun auch Gonarthrose und Lungenfibrose. Erstere beschreibt den vorzeitigen Verschleiß der Kniegelenke, wie er bei Fliesenlegern oft vorkommt.
07.01.2010
Körperwärme: Nicht ohne meine Mütze
Zum ordentlichen Winter-Outfit gehört nicht nur die Pudelmütze, sondern auch Schal und Handschuhe. Denn wir verlieren nicht einzig über den Kopf Wärme
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Das angesehene British Medical Journal räumt mit dem verbreiteten Glauben auf, dass bei Kälte ein Großteil der Körperwärme über den Kopf verloren geht. In einem Überlebens-Handbuch für US-Soldaten heißt es etwa, dass 40 bis 45 Prozent des Wärmeverlusts über die Kopfhaut erfolgen.
06.01.2010
Vorsorge: Wackelzahn kontrollieren
Zahn locker? Dann empfiehlt sich ein Arztbesuch
Banana Stock/RYF
Zähne, die durch einen Stoß – etwa beim Sport – gelockert wurden, sollten zahnärztlich kontrolliert werden, solange sie nicht wieder fest sitzen. Wie die Deutsche Gesellschaft für Endodontie (DGEndo) meldet, vergessen viele den Vorfall, sobald der Schmerz nachlässt. Dann können später Komplikationen auftreten, beispielsweise kann der Zahnnerv absterben. Die betroffenen Zähne, so die DGEndo weiter, sollten allerdings auch nicht übermäßig geschont werden, weil das Gewebe zur Heilung Funktionsreize braucht.
05.01.2010
Schlaganfall: Aufgeklärte Frauen
Frauen, die sich Info-Broschüren zum Thema durchlasen, erkannten die Symptome der Durchblutungsstörung schneller
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Schriftliche Informationsmaterialien zum Thema Schlaganfall sollen bewirken, dass Betroffene erste Symptome richtig bewerten und möglichst rasch eine Klinik aufsuchen. Ob solche Aufklärungskampagnen tatsächlich erfolgreich sind, untersuchten Ärzte der Berliner Charité im Rahmen einer Studie des Kompetenznetzes Schlaganfall an 75000 Bürgerinnen und Bürgern.
04.01.2010
Kinder: Wacklig auf dem Fahrrad
Kleine Radfahrer sind heute unsicherer auf ihren Drahteseln unterwegs als früher
Stockbyte/RYF
Kinder tun sich mit dem Radfahren zunehmend schwerer. Dies ergab eine aktuelle Untersuchung im Auftrag der Unfallforschung der Versicherer, welche die Fertigkeiten von Grundschulkindern beim Radeln mit einer Vorgängerstudie von 1997 vergleicht.
02.01.2010
Übergewicht: Schichtarbeit macht dick
Menschen, die nachts arbeiten müssen, legen eher ein paar Pfunde zu
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Nachtarbeiter neigen zu Übergewicht. Forscher der Northwestern University in Evanston (USA) liefern jetzt eine mögliche Erklärung dafür. Sie fütterten Mäuse sechs Wochen lang mit fettreicher Kost – die einen nachts, die anderen am Tag. Ergebnis: Tiere, die am Tag und somit gegen ihren natürlichen Rhythmus fressen mussten, nahmen am meisten zu. Dabei hatten sie nicht mehr gefressen und sich auch nicht weniger bewegt als die anderen Mäuse. Offenbar verbrennt der Körper Kalorien schlechter, die zu Zeiten aufgenommen werden, in denen die Natur Ruhe vorgesehen hat. Bei Mäusen ist das der Tag, bei Menschen die Nacht.
01.01.2010
Guter Vorsatz: Weniger ist mehr
Wer zu viel auf einmal machen will, ist dabei nicht sonderlich effektiv. Deshalb: Lieber eins nach dem anderen!
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SMS senden, im Internet surfen, Radio hören: Wer meint, mehrere Dinge gleichzeitig zu erledigen sei besonders effektiv, liegt verkehrt. Forscher der Stanford-Universität in Kalifornien (USA) haben untersucht, was passiert, wenn Menschen Informationen aus unterschiedlichen Quellen zugleich verarbeiten. Ergebnis: Gerade intensive Medien-Nutzer hatten Probleme, Unwichtiges auszufiltern. Sie ließen sich sehr leicht ablenken und konnten schlecht zwischen Aufgaben wechseln. 
31.12.2009
Erziehung: Ganz die Mama
Junge Mütter ziehen ihre Kleinen so groß, wie ihre eigenen Mütter das auch gemacht haben
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Bei der Erziehung orientieren sich junge Mütter an ihren eigenen Müttern. Das ergab eine Untersuchung der Ohio-Staatsuniversität (USA). Die Forscher nutzten die Daten einer nationalen Langzeitstudie. Sie verglichen über zwei Generationen, wie oft Mütter ihren Kindern einen Klaps gaben, körperliche Zuneigung zeigten, sie lobten oder ihnen vorlasen. Bei allen Verhaltensweisen fanden die Wissenschaftler eine Übereinstimmung zwischen den Generationen. Sie stellten aber auch fest, dass die nachfolgende Generation seltener handgreiflich wurde und mehr Zuneigung zeigte.
30.12.2009
Rauchen: Tabakkonsum kostet viele Leben
Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass nächstes Jahr rund sechs Millionen Menschen an den Folgen des Rauchens sterben werden
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Dieses Jahr sterben weltweit 5,5 Millionen Menschen an den Folgen des Rauchens, 2010 werden es sechs Millionen Tote sein, prognostiziert die Weltgesundheitsorganisation. 72 Prozent der Tabakopfer kommen dann aus Entwicklungsländern, wo zunehmend mehr Menschen zur Zigarette greifen. In Deutschland und anderen Industrienationen sinkt dagegen die Zahl der Raucher.
29.12.2009
Akupunktur: Nadeln gegen Hormonstörungen
Die fernöstlichen Methode kann wohl, kombiniert mit Sport, Frauen mit einer Hormonstörung helfen
PhotoDisc/RYF
Akupunktur und körperliche Aktivität können möglicherweise das Polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS), eine häufige weibliche Hormonstörung, mildern. Zu diesem Schluss kamen Neurowissenschaftler der Sahlgrenska-Akademie an der Universität Göteborg in einer Pilotstudie mit 20 Frauen. Durch das Nadeln normalisierte sich zudem die Menstruation, und der Testosteron-Spiegel sank deutlich.
28.12.2009
Training: Wackeln gegen das Umknicken
Balancetraining hilft Sprunggelenken
PhotoDisc/RYF
Nach einer Verstauchung im Sprunggelenk besteht die Gefahr, erneut umzuknicken. Bereits ein achtwöchiges Balancetraining zu Hause mindert jedoch das Risiko dafür, fanden Forscher vom VU University Medical Centre in Amsterdam heraus. In ihrer Studie erhielten 522 Sportler zwischen 12 und 70 Jahren nach einer Verstauchung die übliche Behandlung. 256 von ihnen trainierten zusätzlich daheim. In der Gruppe, die extra übte, sank das Risiko einer erneuten Verstauchung deutlich.
26.12.2009
Kranke Kinder: Eltern nutzen Hausmittel kaum
Ob Wadenwickel oder Kräutertee: Mamas und Papas setzen wenig auf Omas Hausmittelchen
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Nur 16 Prozent aller Eltern nutzen bewährte Hausmittel wie zum Beispiel Wadenwickel, wenn ihr Kind eine Erkältung bekommt, berichtet die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA). Dazu ließ sie 3208 Eltern mit Kindern bis zu 17 Jahren vom Institut für angewandte Sozialwissenschaft befragen.
25.12.2009
Tees: Richtig aufbrühen!
Gießen Sie Ihren Kräutertee mit kochendem Wasser auf
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Auf vielen Kräuter- und Früchteteepackungen steht: „Immer mit sprudelndem Wasser aufgießen. Nur so erhalten Sie ein sicheres Lebensmittel.“ Dieser Zusatz wurde nötig, weil sich das Verhalten der Verbraucher verändert hat. „Manche Mütter erwärmen Fencheltee für ihr Kind nur handwarm in der Mikrowelle“, sagt Dr. Monika Beutgen von der Wirtschaftsvereinigung Kräuter- und Früchtetee. Andere nehmen heißes Leitungswasser. Doch nur sprudelnd kochendes Wasser tötet mögliche Keime sicher ab.
24.12.2009
Vorurteile: "Lesen ist Mädchenkram!"
Jungen und Mädchen haben in der Schule oft unterschiedliche Stärken. Das könnte an Rollenklischees liegen
Jupiter Images GmbH/Thinkstock
"Mathe ist nichts für Mädchen und Lesen nichts für Jungen!" Vorurteile wie diese sind der Grund dafür, dass die Leistungsunterschiede bei Jungen und Mädchen in Mathematik und Lesen während der Schulzeit zunehmen. Eine von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) veröffentlichte Studie auf Basis von PISA-Daten und anderen Schulstudien zeigt, dass zehnjährige Jungen und Mädchen in Mathe fast gleiche Ergebnisse erzielen.
23.12.2009
Orientierungssinn: Kreisrunde Irrwege
Wir gehen tatsächlich im Kreis, wenn wir uns verlaufen haben
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Menschen, die sich verirren, laufen am Ende stets im Kreis. Forscher des Max-Planck-Instituts für biologische Kybernetik in Tübingen testeten das Orientierungsvermögen ihrer Versuchsteilnehmer im Wald und in der Wüste. Ohne Orientierungshilfen wie die Sonne konnten sie die eingeschlagene Richtung nicht halten. Ihre Spur verlor sich zunächst in einer zufälligen Bahn, aus der sich am Ende stets ein Kreis ergab. Der Grund seien aber weder unterschiedlich lange oder kräftige Beine noch vermeintliche Differenzen zwischen linker und rechter Hirnhälfte, sondern die sich anhäufenden Fehler in den Sinneseindrücken.
22.12.2009
Diagnostik: Neuer Chlamydien-Schnelltest
Mit der Nachweismethode lassen sich die Erreger bei Männern schnell nachweisen. Bisher kommt der Test in Frankreich zum Einsatz
Jupiter Images GmbH/Creatas Images
Ein neuer Urin-Schnelltest auf Chlamydien ermöglicht es, die Infektion bei Männern in nur einer Stunde nachzuweisen. Bislang war ein unangenehmer Abstrich aus der Harnröhre nötig, um die Geschlechtskrankheit zu diagnostizieren. Laut einer Studie mit 1200 Männern – veröffentlicht im British Medical Journal – besitzt der Schnelltest eine Zuverlässigkeit von 84 Prozent. In Frankreich wird er bereits in Kliniken eingesetzt. Nun soll er auch in anderen EU-Ländern auf den Markt kommen.
21.12.2009
Lärm: Ohren zu!
Stöpsel oder Ohrenmuscheln werden oft falsch angewendet
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Gehörschutz wird am Arbeitsplatz häufig nicht richtig verwendet. Das ergab eine Untersuchung des Instituts für Arbeitsschutz (BGIA) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Ein typischer Fehler bestehe darin, Stöpsel, die vor Lärm schützen sollen, nicht tief genug ins Ohr zu stecken.
16.12.2009
Verdauung: Hilfe bei Reizdarm
Flohsamen enthalten lösliche Ballaststoffe, die Reizdarmgeplagten gute Dienste erweisen können
W&B/Winfried Fischer
Lösliche Ballaststoffe aus Flohsamen lindern Reizdarm-Beschwerden besser als unlösliche Kleieprodukte. Das zeigt eine im British Medical Journal veröffentlichte Studie niederländischer Forscher, an der 275 Reizdarm-Patienten teilnahmen. Diese ernährten sich wie gewohnt, doch eine Gruppe erhielt zusätzlich zehn Gramm Flohsamen täglich, eine zweite zehn Gramm Kleie, eine dritte zehn Gramm eigentlich unwirksames Reismehl (Placebo). Nach einem Monat berichteten 57 Prozent der Flohsamen-Esser über eine Linderung ihrer Symptome. In der Kleie-Gruppe waren es 40 Prozent, bei den Reismehl-Konsumenten 35 Prozent.
15.12.2009
Beruhigend: Yoga nimmt die Angst
Der Sport kann helfen, bei Krebserkrankten Stress und Furcht zu mindern
Stockbyte/RYF
Bei einer Krebserkrankung wirkt Yoga angstlösend. Das zeigt eine Studie, über die indische Forscher in dem Fachblatt Complementary Therapies in Medicine berichteten. Die Wissenschaftler untersuchten 98 Brustkrebs-Patientinnen während einer herkömmlichen Behandlung mit Operation, Bestrahlung und Chemotherapie.
14.12.2009
Gefahr: So schädlich ist das Rauchen
Der Zigarettenkonsum kostet jedes Jahr Millionen von Menschen das Leben
Jupiter Images/Thinkstock
Jedes Jahr sterben weltweit mehr als sechs Millionen Menschen an den Folgen des Rauchens. Ein Drittel davon erliegt einem Krebsleiden, zeigt eine Untersuchung der Welt-Lungen-Stiftung und der Amerikanischen Krebsgesellschaft.
12.12.2009
Im Alter: Aktivität hält geistig fit
Wer sich im Alter noch bewegt und gemeinsam mit Freunden etwas unternimmt, der trainiert auch die grauen Zellen
W&B/Bernhard Huber
Sport und soziale Aktivitäten helfen, die geistige Leistungsfähigkeit im Alter zu erhalten. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Universität von Kalifornien (USA). Wissenschaftler hatten 2500 Personen zwischen 70 und 79 Jahren acht Jahre lang beobachtet. Bei 53 Prozent der Teilnehmer stellte sich mit fortschreitendem Alter ein gewisser geistiger Abbau ein, bei 16 Prozent ein starker.
08.12.2009
Vorsicht: Thrombose durch Gipsverband
Wenn ein Körperteil in einem Gipsverband völlig ruhiggestellt wird, kann die Gefahr eines Blutgerinnsels drohen
W&B/Simon Katzer
Auf die Gefahr einer tiefen Venenthrombose in Bein und Becken, etwa nach einem Sportunfall, weist das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hin. Das Risiko, dass sich ein Gerinnsel bildet und möglicherweise zu einer lebensbedrohlichen Lungenembolie entwickelt, ist bei einem eingegipsten oder geschienten Bein größer als auf einem Langstreckenflug. Fernreisen werden von vielen als Thrombose-Auslöser gefürchtet, obwohl gesunde Passagiere kaum gefährdet sind.
05.12.2009
Einkaufen: Schöne Frau, schlechtes Geschäft
Hübsche Verkäuferinnen wecken bei ihren shoppenden Geschlechtsgenossinnen eher keine Kaufgelüste
Jupiter Images GmbH/Photos.com
Bildhübsche Verkäuferinnen können Bianca Price den Einkaufsbummel verderben. Das inspirierte die Wirtschaftswissenschaftlerin der University of South Australia zu einer Studie: Sie zeigte 341 Frauen zwischen 18 und 26 Jahren Fotos von schönen und weniger schönen Frauen, denen sie eine Mascara oder ein Handy abkaufen sollten.
04.12.2009
Übergewicht: Wie die Mutter, so die Tochter
Ist die Mama füllig, haben auch die Töchter ein höheres Risiko übergewichtig zu werden
Jupiter Images GmbH/Bananastock LTD
Forscher der Peninsula Medical School im südenglischen Plymouth fanden in einer Studie mit 226 Vater-Mutter-Kind-Konstellationen heraus, dass Mädchen ein zehnfach erhöhtes Risiko für starkes Übergewicht haben, wenn die Mutter sehr dick ist. Für Söhne stark übergewichtiger Väter ist die Gefahr sechsmal so hoch.
03.12.2009
Schilddrüse: Überfunktion früh behandeln
Auch Menschen, die nur eine leichte Hyperthyreose haben, sollten Medikamente dagegen bekommen
W&B/Martina Ibelherr
Ärzte behandeln eine leicht überaktive Schilddrüse bisher nicht, wenn sie den Patienten keine Beschwerden bereitet. Das könnte zum Nachteil der Betroffenen sein. Menschen mit leichter Überfunktion haben ein erhöhtes Risiko, früher zu sterben, schreiben Forscher in dem Fachblatt Lancet. „Die Befunde legen nahe, dass eine subklinische Schilddrüsenüberfunktion behandelt werden muss“, deutet Professor Helmut Schatz von der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie die Ergebnisse.
02.12.2009
Gentherapie: Neuer Ansatz bei Mukoviszidose?
Forscher haben ein gesundes Gen in kranke Lungenzellen eingeschleust – mit Erfolg
PhotoDisc/ RYF
Bei Mukoviszidose bewirkt der Ausfall eines Gens, dass die Lunge zähen Schleim bildet. Krankheitserreger gedeihen dann dort besonders gut. Forscher der Universität von North Carolina in Chapel Hill (USA) berichteten jetzt über Fortschritte auf dem Weg zu einer Gentherapie: Sie isolierten Zellen aus der Lunge von Mukoviszidose-Patienten und schleusten das gesunde Gen in sie ein. Der Eingriff brachte die Zellen dazu, wieder normalen, flüssigen Schleim zu bilden. Die Forscher suchen jetzt nach Wegen, den Gendefekt in der Lunge zu kurieren. Eine Anwendung in der Praxis ist aber noch nicht in Sicht.
01.12.2009
Bewegung: Arme pendeln lassen
Die Arme unterstützen so die Arbeit der Beine. Zudem sparen wir Energie
Jupiter Images/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY
Wenn wir gehen, pendeln unsere Arme automatisch gegengleich zu den Beinen. Auf diese Weise verbrauchen wir am wenigsten Energie, berichten Forscher der Universität von Michigan (USA). Sie ließen zehn Freiwillige auf verschiedene Weise gehen und maßen, wie viel Sauerstoff diese dabei verbrauchten. Ergebnis: Der übliche Bewegungsablauf ist am effektivsten. Die Probanden benötigten zwölf Prozent weniger Energie, als wenn sie beim Gehen die Arme ruhig hielten. Das Pendeln federt offensichtlich die Auf-und-ab-Bewegung des Körpers ab und entlastet so die Beine.
30.11.2009
Infektionen: Neue Zeckenarten eingewandert
Die Auwaldzecke trägt oft eine bestimmte Bakterienart in sich: Rickettsia raoultii
Jupiter Images/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY
Die aus Süd- und Osteuropa zugewanderten Auwaldzecken treten zunehmend auch bei uns auf. Sie haben sich im Großraum Berlin sowie in Brandenburg verbreitet, meldet das Robert Koch-Institut. Besonders aktiv sind die Tiere im Frühjahr und Herbst. Untersuchungen ergaben: Rund sechs Prozent der Zecken sind mit Borrelien befallen, etwa die Hälfte trug jedoch die Bakterienart Rickettsia raoultii, die eine Schwellung der Lymphknoten hervorrufen kann. „Welche Krankheiten diese Bakterie genau verursacht, ist noch nicht erschöpfend erforscht“, sagt Peter Hagedorn vom Nationalen Konsiliarlabor für FSME am Robert-Koch-Institut.
28.11.2009
Bewegung: Krafttraining macht wendig
Ältere Menschen, die ihre Muskeln mit Hanteln oder anderen Geräten stärken, bleiben agil
Jupiter Images GmbH/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY
Krafttraining mit Hanteln, an Maschinen oder mit Gummibändern ist nicht nur etwas für junge, sportliche Menschen, die damit ihre Muskeln stärken. Auch jenseits der 60 lässt sich davon profitieren, selbst 80-Jährige kommen dank der Übungen besser durch ihren Alltag. Das stellten Wissenschaftler der Indiana-Universität in Indianapolis (USA) in einer Untersuchung mit 6700 Testpersonen fest.
27.11.2009
Ernährung: Risiko Vitamin-D-Mangel
Offenbar sollten gerade Südeuropäer auf eine ausreichende Zufuhr des Vitamins achten
Jupiter Images GmbH/Liquid Library
Eine weltweite Unterversorgung mit dem für Knochen, Herz und Gefäße wichtigen Vitamin D beunruhigt die Internationale Osteoporose-Gesellschaft. Ihrem aktuellen Bericht zufolge leiden etwa Bewohner im sonnenreichen Südeuropa öfter als Nordeuropäer an Vitamin-D-Mangel.
26.11.2009
Ernährung: Risiko Vitamin-D-Mangel
Offenbar sollten gerade Südeuropäer auf eine ausreichende Zufuhr des Vitamins achten
Jupiter Images GmbH/Liquid Library
Eine weltweite Unterversorgung mit dem für Knochen, Herz und Gefäße wichtigen Vitamin D beunruhigt die Internationale Osteoporose-Gesellschaft. Ihrem aktuellen Bericht zufolge leiden etwa Bewohner im sonnenreichen Südeuropa öfter als Nordeuropäer an Vitamin-D-Mangel.
25.11.2009
Ernährung: Risiko Vitamin-D-Mangel
Offenbar sollten gerade Südeuropäer auf eine ausreichende Zufuhr des Vitamins achten
Jupiter Images GmbH/Liquid Library
Eine weltweite Unterversorgung mit dem für Knochen, Herz und Gefäße wichtigen Vitamin D beunruhigt die Internationale Osteoporose-Gesellschaft. Ihrem aktuellen Bericht zufolge leiden etwa Bewohner im sonnenreichen Südeuropa öfter als Nordeuropäer an Vitamin-D-Mangel.
24.11.2009
Immunsystem: Alterrschwache Abwehr
Der Immunschutz der Haut lässt bei Senioren nach
Banana Stock/RYF
Dass das Alter die Haut anfälliger für Infektionen und Tumorwachstum macht, ist bekannt. Wissenschaftler aus London haben dafür nun eine mögliche Erklärung gefunden: Alte Haut lagert Immunzellen aus dem Blut weniger gut ein.
23.11.2009
Sinne: Der Geruch der Angst
Angstschweiß riecht tatsächlich anders
Jupiter Images GmbH/Photos.com
Die Gefühle unserer Mitmenschen erkennen wir offenbar nicht nur mit Augen und Ohren. Angst lässt sich auch riechen, wie Psychologen der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf in einem Experiment herausgefunden haben. Sie verabreichten Versuchspersonen Geruchsproben von Schweiß, der Studenten vor wichtigen Prüfungen abgenommen worden war.
21.11.2009
Gesundheit: Die fantastischen Vier
Wer gesund lebt und Sport treibt, senkt sein Risiko für chronische Leiden um 78 Prozent
Jupiter Images GmbH/Ablestock
Wer nie geraucht hat, nicht zu viel wiegt, sich mit reichlich Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und wenig Fleisch gesund ernährt sowie pro Woche mindestens drei Stunden körperlich aktiv ist, senkt sein Risko für chronische Zivilisationskrankheiten um 78 Prozent im Vergleich zu Personen, die nichts von alldem tun.
20.11.2009
Sinnestäuschung: Verliebte schmecken anders
Botenstoffe der Verliebtheit führen dazu, dass wir die Geschmäcker "süß" und "bitter" nicht mehr so intensiv wahrnehmen
Jupiter Images GmbH/BrandXPictures
Nicht die versalzene Suppe, sondern ein viel zu süsses Dessert könnte darauf hinweisen, dass der Koch verliebt ist. Diesen Schluss lässt eine Untersuchung des Technologie- und Transferzentrums in Bremerhaven zu, der zufolge Verliebte süss und bitter weniger stark schmecken. Dagegen erkannten sie salzig und sauer etwas besser als Nichtverliebte. Erklärt wird das mit hormonellen Veränderungen.
19.11.2009
Sinnestäuschung: Verliebte schmecken anders
Botenstoffe der Verliebtheit führen dazu, dass wir die Geschmäcker "süß" und "bitter" nicht mehr so intensiv wahrnehmen
Jupiter Images GmbH/BrandXPictures
Nicht die versalzene Suppe, sondern ein viel zu süsses Dessert könnte darauf hinweisen, dass der Koch verliebt ist. Diesen Schluss lässt eine Untersuchung des Technologie- und Transferzentrums in Bremerhaven zu, der zufolge Verliebte süss und bitter weniger stark schmecken. Dagegen erkannten sie salzig und sauer etwas besser als Nichtverliebte. Erklärt wird das mit hormonellen Veränderungen.
18.11.2009
Ernährung: Erhöhtes Cholesterin steigert Demenzrisiko
Erhöhte Blutfettwerte scheinen dem Gedächtnis zu schaden
StockDisc/ RYF
Schon ein mäßig erhöhter Cholesterinspiegel im mittleren Lebensalter steigert das Risiko, im Alter an Demenz zu erkranken. Das haben Mediziner der Universität Kuopio (Finnland) in einer Langzeitstudie ermittelt. Sie verfolgten die Krankengeschichten von fast 10.000 Frauen und Männern über fünf Jahrzehnte. Maßhalten beim Fettkonsum könnte demnach auch dem Gehirn nutzen, folgern die Ärzte.
17.11.2009
Pflanzenmedizin: Grüner Tee für die Prostata
Bestimmte Inhaltsstoffe des grünen Tees ließen die Konzentration verschiedener körpereigener Tumormaker sinken
PhotoDisc/ RYF
Eine Kurzzeit-Therapie mit einem Extrakt aus grünem Tee hat möglicherweise günstige Effekte auf die Prostata. Das ergab eine Studie von James Cardelli am Feist-Weiller Cancer Center in Shreveport (USA) mit 26 Patienten, die an Prostatakrebs erkrankt waren.
16.11.2009
Essig: Dem Fett Saures geben
Die Zugabe von Essig kann die dickmachende Wirkung fettreicher Kost mindern
Ingram/RYF
Essig kann der Anlagerung von Körperfett und damit einer Gewichtszunahme vorbeugen. Das legt eine Studie nahe, die japanische Wissenschaftler im Journal of Agricultural and Food Chemistry publiziert haben. Tomoo Kondo und seine Kollegen zeigten im Tierversuch, dass die Zugabe von Essig die Wirkung fettreicher Kost eindämmen kann. Die Forscher vermuten, dass Essigsäure Enzyme aktiviert, die bei der Fettsäure-Oxidation eine Rolle spielen. Dadurch erhöht Essig den Energieverbrauch.
14.11.2009
Blutdruck: Selbst-Messer mogeln oft
Menschen, die ihren Blutdruck selber kontrollieren, schummeln häufig
W&B/Simon Katzer
Die Dokumentation von Messwerten wie Blutdruck oder Blutzucker ist wichtig für eine optimale ärztliche Behandlung. Forscher des Academic Medical Center in Amsterdam (Niederlande) fanden nun in einer Studie mit 106 Teilnehmern heraus, dass Patienten bei der Selbstmessung oft mogeln.
13.11.2009
Frauengesundheit: Heftige Tage oft vererbt
Hinter einer starken Regelblutung kann eine Gerinnungsstörung stecken
Jupiter Images GmbH/French Photographers Only
Extrem starke Monatsblutungen sollten Frauen nicht generell als gynäkologisches Problem abtun. In etwa jedem vierten Fall, so eine Forscherin des Duke University Medical Center in Durham (USA), handelt es sich um eine genetische Veranlagung, etwa für das Von-Willebrand-Syndrom. Falls eine Gerinnungsstörung vorliegt, lässt sich diese gezielt behandeln. Die Patientinnen können dann auf eine normale Periode hoffen.
12.11.2009
Studenten: Auslandsaufenthalt macht kreativ
Jugendliche, die für einige Zeit in ein fremdes Land gehen, können so ihr Einfallsreichtum fördern
Jupiter Images GmbH/Creatas
Ein Auslandsaufenthalt steigert die Kreativität von Schülern und Studenten, fanden Wissenschaftler der Northwestern University in Evanston (USA) in einer Untersuchung heraus. Sie ließen 600 Austauschschüler, die mehrere Monate in Frankreich und Singapur verbracht hatten, an fünf verschiedenen Tests teilnehmen. Darin ging es um Einfallsreichtum und Schaffenskraft.
11.11.2009
Partnerschaft: Schlaf gut, mein Schatz!
Eine zufriedene Ehe sorgt für angenehme Nachtruhe
DigitalVision/RYF
Eine glückliche Ehe ist ein sanftes Ruhekissen. Diesen Schluss ziehen Forscher der Universität Pittsburgh (USA) aus einer nun abgeschlossenen Studie. Sie untersuchten acht Jahre lang den Schlaf von 2148 verheirateten Frauen mittleren Alters.
10.11.2009
Fenchel: Ruhe im Darm
Die aromatischen Früchte helfen bei Völlegefühl und Blähungen, zudem lindern sie Atemwegsinfekte
W&B/Sertürner
Die einen lieben sein würziges, anisartiges Aroma, die anderen können ihn nicht ausstehen: Beim Fenchel scheiden sich, zumindest in kulinarischer Hinsicht, die Geister. Anders in der Naturheilkunde, wo er seit 5000 Jahren als bewährtes Heilmittel gilt. Fenchel (Foeniculum vulgare) gehört zu den Doldenblütlern und stammt aus dem Mittelmeerraum und dem Orient.
07.11.2009
Herz: Besser ohne Auto ins Büro
Männer schützen sich vor einer Herzattacke, wenn sie auf Bus oder Rad umsteigen
Jupiter Images GmbH/Goodshot
Männer, die regelmäßig mit dem Auto zur Arbeit fahren, haben ein bis zu viermal höheres Herzinfarkt-Risiko als jene, die zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus oder Bahn kommen. Das ergab eine Studie von Forschern der Universität Umea (Schweden), die Daten von 651 Herzinfarkt-Patienten mit denen von 2238 nicht erkrankten Personen verglichen hatten.
06.11.2009
Partnerschaft: Rechts ganz Ohr
Wer möchte, dass ihm sein Gegenüber zuhört, sollte ihn von rechts ansprechen
Jupiter Images GmbH/Bananastock LTD
Wer sich bei seinem Gesprächspartner Gehör verschaffen will, sollte ihn auf dessen rechter Seite ansprechen. Zu diesem Schluss kommen Forscher der Universität von Chieti (Italien). In verschiedenen Studien beobachteten die Wissenschaftler, wie sich Diskothekenbesucher in der lauten Umgebung miteinander unterhielten.
04.11.2009
Psyche: Gut Gelaunte sehen mehr
Wir nehmen unsere Umwelt besser wahr, wenn wir fröhlich sind
Jupiter Images GmbH/Goodshot
Unsere Stimmung hat Einfluss darauf, wie viel wir von unserer Umwelt mitbekommen. Das fanden Forscher der Universität Toronto (Kanada) heraus. Sie versetzten Freiwillige mithilfe von Bildern in gute, neutrale oder schlechte Laune. Dann zeigten sie ihnen Gesichter vor einem Hintergrund – zum Beispiel einem Haus.
03.11.2009
Noni-Saft: Unbedenklicher Genuss
Die Früchte des Indischen Maulbeerbaumes haben wohl keine negativen Effekte auf den Körper
Jupiter Images GmbH/Photos.com
Konzentrate und Pürees aus den Früchten des Indischen Maulbeerbaums sollen gesundheitlich unbedenklich sein. Frühere Hinweise auf eine mögliche leberschädigende Wirkung von Noni-Saft ließen sich nicht bestätigen. Etliche Hersteller werben zwar mit besonderen gesundheitlichen Effekten der Noni-Produkte. Das Bundesinstitut für Risikobewertung betont jedoch, dass Wirkungen, die über die von anderen Fruchtsäften hinausgehen, wissenschaftlich nicht belegt sind.
02.11.2009
Abnehmen: Morgens Milch statt Saft
Schon kleine Verhaltensänderungen helfen, Kalorien zu sparen
Jupiter Images GmbH/Goodshot
Experten raten übergewichtigen Menschen zu kleinen Verhaltensänderungen, die möglicherweise viel bewirken, wenn es darum geht, das Idealgewicht zu erreichen. So konnten Forscher der Universität von Perth (Australien) nachweisen, dass entrahmte Milch zum Frühstück Testpersonen länger satt machte als die gleiche Menge Fruchtsaft.
31.10.2009
Ernährung: Angefaultes Obst wegwerfen?
Fangen bestimmte Obstsorten an zu schimmeln, gehören sie in den Müll
PhotoDisc/RYF
Wer faule Stellen an Obst entdeckt, ist meistens verunsichert: Soll die ganze Frucht in den Abfall, oder kann man doch noch einen Teil essen? Das kommt auf die Art an, sagen Wissenschaftler des Max-Rubner-Instituts in Karlsruhe. Bei Pflaumen und Weintrauben mit ihrem hohen Flüssigkeitsanteil kann sich das Gift des Schimmelpilzes weiter ausbreiten.
30.10.2009
Kinder: Erschüttertes Gehirn braucht Ruhe
Erleidet der Nachwuchs ein Schädel-Hirn-Trauma, gehört er ins Bett
Jupiter Images GmbH/Goodshot
Kinder und Jugendliche mit einer Gehirnerschütterung müssen strengere Regeln einhalten als Erwachsene. Bis alle Symptome eines Schädel-Hirn-Traumas wie Schwindel, Übelkeit und Kopfschmerzen restlos abgeklungen sind, brauchen sie absolute Ruhe.
29.10.2009
Augen: Finger weg vom Gerstenkorn!
Reiben Sie nicht am betroffenen Auge herum, sonst verschlimmert sich die Entzündung nur noch
Jupiter Images GmbH/Bananastock
Jucken, Schmerzen, ein geröteter Lidrand, Fremdkörpergefühl, Lichtempfindlichkeit und ein tränendes Auge – so äußert sich ein Gerstenkorn. Auch wenn der Knubbel lästig ist, sollte er niemals ausgedrückt oder aufgestochen werden, denn dadurch könne sich die Entzündung auf das umliegende Gewebe ausbreiten, warnt Dr. Daniel Kook, Oberarzt an der Universitätsaugenklinik München.
28.10.2009
Umwelt: Strahlenbelastung nimmt zu
Schweizer Experten empfehlen, Handys und schnurlose Telefone nicht allzu oft zu benutzen
Jupiter Images GmbH/Bananastock
Wie hoch die alltägliche Strahlenbelastung durch Mobil- und Schnurlostelefone ist, haben Forscher der Universitäten Basel und Bern gemessen. Demnach hat sich der Pegel hochfrequenter elektromagnetischer Strahlung in der Schweiz in den vergangenen 20 Jahren verzehnfacht.
27.10.2009
Infektionen: Neue Impfung für Asienreisende
Urlauber können sich gegen die japanische Enzephalitis impfen lassen
W&B/Martin Ley
Für Asienreisende gibt es erstmals einen in Deutschland zugelassenen Impfstoff gegen japanische Enzephalitis. Diese Viruserkrankung kann leicht verlaufen, aber auch zu einer lebensbedrohlichen Entzündung von Gehirn und Rückenmark führen. Laut der US-amerikanischen Arzneibehörde FDA erkranken jährlich 30.000 bis 50.000 Menschen daran, bis zu 15.000 sterben. 
26.10.2009
Sicherheit: Unfallquelle Computer
Wer ist nicht schon einmal über den Kabelsalat im Bürozimmer gestolpert?
Stockbyte/RYF
Der Einzug des Computers in Heim und Büro hat bei den Nutzern nicht nur vermehrt  zu Rückenschmerzen und Augenleiden geführt. Auch die Gefahr von Unfällen hat sich dadurch stark erhöht. Mediziner des Nationalen Kinderkrankenhauses in Ohio (USA) wiesen nach, dass die Zahl akuter Verletzungen durch Kabel, Computergehäuse und angeschlossene Geräte zwischen 1994 und 2006 um mehr als das Siebenfache stieg.
24.10.2009
Job: Nicht krank zur Arbeit gehen
Einen Infekt lieber immer gleich richtig auskurieren. Dann steckt man auch nicht die Kollegen an
Jupiter Images GmbH/Creatas Images
Wer sich öfter gesundheitlich angeschlagen in die Arbeit schleppt, muss im Endeffekt länger zu Hause bleiben als Kollegen, die ihre Krankheit gleich richtig auskurieren. Dieses Fazit ziehen Ärzte der Regionalklinik im dänischen Herning aus einer Studie mit 12 000 Teilnehmern. Einer der Hauptgründe für die falsch verstandene Tapferkeit: Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes.
22.10.2009
Meditation: Entspannte Tage, ruhige Nächte
Meditation wirkt sich positiv auf den Schlaf aus
Banana Stock/RYF
Wer tagsüber meditiert, findet nachts eher zur Ruhe. Das legt eine Studie nahe, über die Wissenschaftler auf dem diesjährigen Schlaf-Kongress in Seattle (USA) berichteten. „Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass Techniken zur Tiefenentspannung während des Tages helfen können, den Nachtschlaf zu verbessern“, sagt die Studienleiterin Dr. Ramadevi Gourineni von der Northwestern University in Chicago.
19.10.2009
Psyche: Frauen werden immer gestresster
Vor 40 Jahren lastete scheinbar noch weniger Druck auf den Frauen
Jupiter Images GmbH/Bananastock LTD
Frauen mittleren Alters fühlen sich heute gestresster als noch vor 40 Jahren. Dies zeigt eine Untersuchung der Universität von Göteborg (Schweden). Dafür verglichen Wissenschaftler die Daten einer Bevölkerungsstudie von mehr als 1400 Frauen aus den 60er-Jahren mit späteren Befragungen.
16.10.2009
Lebensmittel: Kunstkäse täuscht Verbraucher
Oft ist auf der Fertigpizza anstatt des echten Milchproduktes nur Käseimitat zu finden
Jupiter Images GmbH/Goodshot
Ob Käsestange oder Pizza: Nicht immer sind sie auch mit Käse zubereitet. Hersteller von Fertiglebensmitteln greifen heute häufiger zu einem neuen, deutlich billigeren Käse-Imitat aus Wasser, Pflanzenfett, Milcheiweiß und Stärke. Verbrauchern bleibt nur der genaue Blick auf die Zutatenliste. Aber auch der Hinweis „mit Käse zubereitet“ kann in die Irre führen, denn dem Kunstprodukt werden gelegentlich geringe Mengen echten Käses zugesetzt.
13.10.2009
Verhütung: Anti-Baby-Spritze für den Mann
Wird die monatliche Testosteronspritze für ihn irgendwann die Anti-Baby-Pille ablösen
Jupiter Images GmbH/Thinkstock LLC
Die hormonelle Empfängnisverhütung für den Mann ist offenbar doch möglich. Wissenschaftler des Nationalen Forschungsinstituts für Familienplanung in Peking (China) spritzten mehr als tausend Männern zweieinhalb Jahre lang monatlich 500 Milligramm Testosteron in das Gesäß. So unterdrückten sie die Bildung von Regulationshormonen, die für die Spermienproduktion wichtig sind.
12.10.2009
Gehirn: Alkohol steigt schnell zu Kopf
Gerade einmal sechs Minuten dauert es, bis Bier und Wein den Hirnstoffwechsel beeinflussen
Jupiter Images/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY
Das Gehirn spricht schnell auf Alkohol an: Nach dem Genuss von etwa zwei Gläsern Wein oder drei Gläsern Bier dauert es nur sechs Minuten, bis sich der Hirnstoffwechsel verändert. Das fanden Forscher der Universitätsklinik Heidelberg heraus. Bei der Studie lagen Teilnehmer im Kernspintomografen und tranken zügig Alkohol durch Strohhalme bis zu einem Blutalkoholwert von 0,5 Promille.
10.10.2009
Partnerschaft: Junge Frau als Lebenselixier
Männer, die eine jüngere Lebensgefährtin haben, leben länger
Jupiter Images GmbH/Bananastock LTD
Der Altersabstand zwischen Ehepartnern beeinflusst ihre Lebenserwartung. Das zeigt eine Studie des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung. Männer, die mit einer sieben bis neun Jahre jüngeren Partnerin verheiratet sind, haben ein um elf Prozent geringeres relatives Sterberisiko als Männer mit einer gleichaltrigen Partnerin.
09.10.2009
Beziehungen: Wie lange hält eine Freundschaft?
Durchschnittlich sieben Jahre, ergab eine Untersuchung
Image Source AG/RYF
Der Freund, der beim letzten Umzug geholfen hat, ist beim nächsten Mal vielleicht nicht mehr dabei: Innerhalb von sieben Jahren verliert der Mensch im Durchschnitt die Hälfte seiner Freunde und Bekannten. Kleiner wird das soziale Netzwerk allerdings nicht. Neue Kontakte füllen die Lücken.
08.10.2009
Gehirn: Bewegung formt die Gedanken
Nicht nur Herz und Kreislauf profitieren von Bewegung, sondern auch der Geist
Dynamic Graphics/ RYF
Körperliche Aktivität hält nicht nur fit, sondern regt auch die Gedanken an. Das haben Psychologen aus Chicago (USA) gezeigt. Versuchsteilnehmer sollten die Enden zweier Schnüre zusammenbinden. Diese hingen aber so weit entfernt, dass die Probanden sie nicht gleichzeitig greifen konnten.
07.10.2009
Forschung: Neue Alzheimer-Theorie
Das Protein N-APP führt zum Tod von Nervenzellen im Gehirn
Jupiter Images GmbH/Comstock Images
Neurowissenschaftler aus San Francisco haben einen neuen Kandidaten ausgemacht, der für die Entstehung der Alzheimer-Krankheit verantwortlich sein könnte: das Protein N-APP. Wie die Forscher im Fachblatt Nature schreiben, aktiviert es eine Signalkette, die zum Tod von Nervenzellen führt.
05.10.2009
Tai-Chi: Übungen für die Seele
Die fernöstliche Kampfkunst hilft, sich zu entspannen
Jupiter Images GmbH/Goodshot
Das chinesische Schattenboxen Tai-Chi soll nicht nur entspannen, sondern auch Schmerzen lindern. Ob das tatsächlich zutrifft, untersuchte kürzlich ein Forscherteam um Amanda Hall vom George-Institut in Sydney, Australien.
03.10.2009
Ernährung: Nur rote Tomaten essen!
Grüne Stellen sollten Sie großzügig wegschneiden
W&B/Winfried Fischer
Wer gern Tomaten isst, sollte rundum rote wählen. Denn grüne Stellen an den Früchten enthalten giftiges Solanin, das erst mit der Reifung abgebaut wird. Menschen reagieren zwar unterschiedlich auf dieses Gift: Den einen kratzt es nur im Hals, ein anderer klagt über Übelkeit bis hin zu Erbrechen. Je nach Sorte können jedoch bereits 80 Gramm rohe grüne Tomaten den kritischen Wert überschreiten.
02.10.2009
UV-Schutz: Haltbare Sonnencremes
Auch angebrochene Packungen schützen noch zuverlässig
Jupiter Images GmbH/Thinkstock LLC
Sonnencremes schützen auch dann noch zuverlässig vor gefährlichen UV-A- und UV-B-Strahlen, wenn sie bereits im Vorjahr geöffnet und benutzt wurden. Zu diesem Ergebnis kommen Untersuchungen der „Stiftung Warentest“. Vorsichtshalber sollte jedoch zu Beginn der neuen Saison ein Riech- und Blicktest gemacht werden: Müffelt das Mittel oder haben sich einzelne Bestandteile des Präparats voneinander getrennt und abgesetzt, gehört es in die Mülltonne.
01.10.2009
Durchfall: Mythos Cola
Die Limonade hilft Kindern nicht, wenn sie eine Magen-Darm-Grippe haben
Jupiter Images GmbH/Polka dot
Cola-Getränke können Kindern bei Erbrechen und Durchfall eher schaden als nützen. Mit diesem Studienergebnis widerlegen Forscher aus London den Volksglauben, dass koffein- und zuckerhaltige Limonaden eine Magen-Darm-Entzündung lindern können.
30.09.2009
Durchfall: Mythos Cola
Die Limonade hilft Kindern nicht, wenn sie eine Magen-Darm-Grippe haben
Jupiter Images GmbH/Polka dot
Cola-Getränke können Kindern bei Erbrechen und Durchfall eher schaden als nützen. Mit diesem Studienergebnis widerlegen Forscher aus London den Volksglauben, dass koffein- und zuckerhaltige Limonaden eine Magen-Darm-Entzündung lindern können.
29.09.2009
Allergie: Unseriöse Bluttests
Ein Nachweis auf IgG-Antikörper bringt bei Nahrungsmittelallergien keinen Nutzen
PhotoDisc/ RYF
Gegen Labortests auf IgG-Antikörper, die angeblich Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten nachweisen sollen, gehen deutschsprachige Allergiegesellschaften nun gemeinsamin einer Leitlinie vor.
28.09.2009
Teenager: Gute Nacht, Pubertät!
Ähnelt das Schlafmuster von Jugendlichen dem von Erwachsenen, scheint die Pubertät dem Ende zuzugehen
Jupiter Images GmbH/Goodshot
Wenn Jugendliche wieder damit anfangen, abends früher ins Bett zu gehen, ist das ein guter Anhaltspunkt für den Beginn ihres Erwachsenseins. Zu diesem Ergebnis kommen Chronobiologen der Universität Basel. Die Forscher untersuchten das Schlaf-wach-Verhalten von Jugendlichen, um herauszufinden, wann die Pubertät endet.
26.09.2009
Umwelt: Mehr Grün für kühlere Städte
Dichte Bebauung, fehlende Verdunstung und ein geringer Luftmassenaustausch verursachen den Wärmeinsel-Effekt
Dynamic Graphics/ John Foxx
Stadtbewohner werden vom Klimawandel besonders stark betroffen sein: Versiegelte Flächen, dichte Bebauung, fehlende Verdunstung und ein geringer Luftmassenaustausch verursachen den sogenannten Wärmeinsel-Effekt. Das vom Forschungsministerium geförderte Projekt KLIMES analysiert stadtplanerische Strategien, mit denen sich die Hitzebelastung in Städten – sie birgt vor allem für Kinder und alte Menschen gesundheitliche Gefahren – mindern lässt.
24.09.2009
Körpergewicht: Deutsche gehen in die Breite
Im Rahmen einer Studie haben Mediziner festgestellt, dass die Deutschen im Schnitt dicker geworden sind
PhotoDisc/RYF
Damit Kleidung von der Stange wieder besser passt, wurden bundesweit mehr als 13.000 Männer, Frauen und Kinder von Kopf bis Fuß vermessen. Das Ergebnis der „Size Germany“-Studie: Die Deutschen sind breiter geworden.
23.09.2009
Bluthochdruck: Weniger Salz, weniger Druck
Das Reduzieren des Salzkonsums kann den Blutdruck senken
Jupiter Images GmbH/Thinkstock
Wer nur in geringen Mengen salzt, schützt seine Gesundheit, das zeigen verschiedene Studien. Wie Forscher in dem Fachblatt Journal of Nephrology berichten, sank der Blutdruck von 46 Hochdruck-Patienten um 6 mmHg, wenn diese ihren täglichen Salzkonsum von neun auf drei Gramm senkten.

Andere Studien waren zuvor zu ähnlichen Ergebnissen gekommen: In der „DASH-Studie“ beispielsweise hatten US-Forscher knapp 500 Patienten untersucht. Bei einem Salzkonsum von drei Gramm am Tag sank deren Blutdruck um 6,7 mmHg, bei sechs Gramm um 2,1 mmHg. „Versalzen Sie nicht Ihre Gesundheit“ lautete daher auch das Motto des diesjährigen Welt-Hypertonie-Tages.
21.09.2009
Erfolg: Förderer erleichtern Berufseinstieg
Wer aktiv einen Förderer sucht und diesem gegenüber bescheiden auftritt, kommt im Berufsleben am schnellsten voran
Jupiter Images GmbH/Bananastock LTD
Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr. Das stimmt nicht, wiesen jetzt Psychologen an der Universität Bonn nach. Sie hatten junge Nachwuchskräfte mit Fachhochschul- oder Universitätsabschluss während ihrer ersten fünf Berufsjahre begleitet, um herauszufinden, wie weit es Berufsanfänger bringen, wenn sie sich selbst jemanden suchen, der sie unterstützt. Fazit: Wer aktiv einen Förderer sucht und diesem gegenüber bescheiden auftritt, kommt im Berufsleben am schnellsten voran.
19.09.2009
Erfolg: Förderer erleichtern Berufseinstieg
Wer aktiv einen Förderer sucht und diesem gegenüber bescheiden auftritt, kommt im Berufsleben am schnellsten voran
Jupiter Images GmbH/Bananastock LTD
Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr. Das stimmt nicht, wiesen jetzt Psychologen an der Universität Bonn nach. Sie hatten junge Nachwuchskräfte mit Fachhochschul- oder Universitätsabschluss während ihrer ersten fünf Berufsjahre begleitet, um herauszufinden, wie weit es Berufsanfänger bringen, wenn sie sich selbst jemanden suchen, der sie unterstützt. Fazit: Wer aktiv einen Förderer sucht und diesem gegenüber bescheiden auftritt, kommt im Berufsleben am schnellsten voran.
18.09.2009
Erfolg: Förderer erleichtern Berufseinstieg
Wer aktiv einen Förderer sucht und diesem gegenüber bescheiden auftritt, kommt im Berufsleben am schnellsten voran
Jupiter Images GmbH/Bananastock LTD
Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr. Das stimmt nicht, wiesen jetzt Psychologen an der Universität Bonn nach. Sie hatten junge Nachwuchskräfte mit Fachhochschul- oder Universitätsabschluss während ihrer ersten fünf Berufsjahre begleitet, um herauszufinden, wie weit es Berufsanfänger bringen, wenn sie sich selbst jemanden suchen, der sie unterstützt. Fazit: Wer aktiv einen Förderer sucht und diesem gegenüber bescheiden auftritt, kommt im Berufsleben am schnellsten voran.
17.09.2009
Erfolg: Förderer erleichtern Berufseinstieg
Wer aktiv einen Förderer sucht und diesem gegenüber bescheiden auftritt, kommt im Berufsleben am schnellsten voran
Jupiter Images GmbH/Bananastock LTD
Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr. Das stimmt nicht, wiesen jetzt Psychologen an der Universität Bonn nach. Sie hatten junge Nachwuchskräfte mit Fachhochschul- oder Universitätsabschluss während ihrer ersten fünf Berufsjahre begleitet, um herauszufinden, wie weit es Berufsanfänger bringen, wenn sie sich selbst jemanden suchen, der sie unterstützt. Fazit: Wer aktiv einen Förderer sucht und diesem gegenüber bescheiden auftritt, kommt im Berufsleben am schnellsten voran.
16.09.2009
Schlaf: Träumer sind kreativer
Der REM-Schlaf bezeichnet unsere lebhafte Traumphase. Er ist für die Kreativität wichtig
Jupiter Images GmbH/Bananastock LTD
Der sogenannte REM-Schlaf spielt eine wichtige Rolle für die Kreativität, haben Psychologen aus San Diego im US-Bundesstaat Kalifornien herausgefunden. Mit REM-Schlaf bezeichnen Fachleute eine Schlafphase, die lebhaftes Träumen, ein bestimmter Hirnstromkurven-Rhythmus und schnelle Augenbewegungen (REM = rapid eye movement) kennzeichnen. Offenbar ist sie wichtig, um die Assoziationsfähigkeit zu stärken, wie die Wissenschaftler in einem Experiment zeigten.
15.09.2009
Schlaf: Träumer sind kreativer
Der REM-Schlaf bezeichnet unsere lebhafte Traumphase. Er ist für die Kreativität wichtig
Jupiter Images GmbH/Bananastock LTD
Der sogenannte REM-Schlaf spielt eine wichtige Rolle für die Kreativität, haben Psychologen aus San Diego im US-Bundesstaat Kalifornien herausgefunden. Mit REM-Schlaf bezeichnen Fachleute eine Schlafphase, die lebhaftes Träumen, ein bestimmter Hirnstromkurven-Rhythmus und schnelle Augenbewegungen (REM = rapid eye movement) kennzeichnen. Offenbar ist sie wichtig, um die Assoziationsfähigkeit zu stärken, wie die Wissenschaftler in einem Experiment zeigten.
12.09.2009
Joggen: Laufen für die Knochen
Diese Sportart steigert die Knochenmasse ganz besonders gut
Jupiter Images GmbH/Thinkstock LLC
Joggen stärkt die Knochen mehr als Krafttraining und Radfahren. Das ergab eine Studie der Universität von Missouri (USA). Wissenschaftler hatten die Auswirkungen der drei Sportarten an Männern im Alter von 19 bis 45 Jahren überprüft. Den geringsten Gewinn an Knochenmasse brachte Radfahren.
11.09.2009
Pflanzeninhaltsstoff: Kakao fürs Herz
Die Pflanze ist reich an Flavonol. Dieser Stoff spielt eine Rolle bei der Regeneration geschädigter Gefäßwände
Panthermedia/Benno Hansen
Der Pflanzeninhaltsstoff Flavonol – unter anderem enthalten in Kakao und Grünetee – bessert offenbar Gefäßschäden und kann so den Verlauf einer koronaren Herzkrankheit günstig beeinflussen. Dies berichtete ein deutsch-amerikanisches Forscherteam von den Universitätskliniken Aachen und Davis (Kalifornien) auf der Jahrestagung der Deutschen Kardiologen in Mannheim.
10.09.2009
Smalltalk: Plauderei öffnet die Geldbörse
Ein lockeres Gespräch setzt die Selbskontrolle herab und somit auch die Hemmung Geld auszugeben
Ingram/ RYF
Ein beiläufiges Gespräch oder einige interessierte Fragen stimmen mögliche Käufer willig, Geld auszugeben. Das fand eine Forschergruppe aus den Niederlanden und den USA heraus, die in mehr als 500 Verkaufssituationen die Wirkung von Small Talk überprüft hatte. Das lockere Gespräch führe zu einem Zustand verminderter Selbstkontrolle, in dem es schwerer fällt, etwas abzulehnen.
09.09.2009
Im Alter: Yoga schenkt Sicherheit
Durch den Sport können ältere Menschen wieder beweglicher werden und somit mutiger
Banana Stock/RYF
Die Angst vor Stürzen schränkt alte Menschen oft in ihren körperlichen und sozialen Aktivitäten ein. Yoga kann diese Furcht abbauen, zeigt eine Studie der Universität von Indiana (USA). Nach drei Monaten regelmäßigem Training waren die Teilnehmer beweglicher und weniger ängstlich als vorher.
08.09.2009
Gehirn: Armut schädigt das Erinnerungsvermögen
Die Lebensumstände wirken sich auf die Entwicklung des Gehirns aus
Jupiter Images GmbH/Dynamic Graphic
Kinderarmut hat weitreichende Folgen für die geistige Entwicklung der Betroffenen, wie eine neue Studie der Cornell-Universität im US-Bundesstaat New York annehmen lässt. Die Autoren schreiben in dem Fachmagazin Proceedings of the National Academy of Sciences, dass arme Kinder als Erwachsene schlechtere Gedächtnisleistungen erbringen.
07.09.2009
Magen: Brokkolisprossen hemmen Bakterienwachstum
Der Verzehr der jungen Pflänzchen kann den Magen schützen
Jupiter Images GmbH/Polka Dot Images
Wer regelmäßig Brokkoli-Sprossen isst, tut seinem Magen etwas Gutes: Wie Forscher der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore (USA) in dem Fachblatt Cancer Prevention Research berichten, hemmt die in den Sprossen enthaltene Substanz Sulforaphan die Vermehrung des schädlichen Magenbakteriums Helicobacter pylori und schützt so vor Magengeschwüren, Gastritis und Magenkrebs.
05.09.2009
Restless-Legs-Syndrom: Übergewicht begünstigt Krankheit
Menschen mit einem Body-Mass-Index von über 30 haben ein 1,5-mal höheres Risiko die Störung zu bekommen
Jupiter Images GmbH/Polka dot
Stark Übergewichtige (Adipöse) leiden eher am sogenannten Restless-Legs-Syndrom. Das haben Forscher der Harvard Medical School in Boston (USA) an fast 90.000 Studienteilnehmern ermittelt. Es zeigte sich, dass Menschen mit einem Body-Mass-Index (BMI) von mehr als 30 ein 1,5-mal höheres Risiko hatten, die Störung zu bekommen, als schlanke Testpersonen (BMI 23). Bei der Krankheit kommt es in Ruhephasen, etwa in der Nacht, zu einem quälenden Bewegungsdrang in den Beinen.
04.09.2009
Gesund leben: Schlaganfallrisiko lässt sich halbieren
Ein bewusster Lebensstil mit einer gesunden Ernährung und viel Bewegung können einen Schlaganfall verhindern
Jupiter Images GmbH/Bananastock LTD
Reichlich Obst und Gemüse, nicht rauchen, regelmäßige körperliche Aktivität und nur mäßiger Alkoholkonsum: Mit diesen vier Verhaltensweisen lässt sich das Risiko für einen Schlaganfall mehr als halbieren. Das zeigen Daten der Epic-Norfolk-Studie. Wissenschaftler der Universität von East Anglia (Großbritannien) hatten mehr als 20.000 Teilnehmer ab 40 Jahren durchschnittlich elfeinhalb Jahre lang begleitet.
03.09.2009
Heilpflanzen: Melisse schon in Pharaos Grab
Bereits die alten Ägypter sollen Wein mit Kräutern versetzt, und diesen bei Krankheiten eingesetzt haben