05.05.2016
Ernährung Pfundiges Chaos
Frauen naschen mehr Süßigkeiten, wenn die Küche unordentlich ist. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie
Jupiter Images GmbH/BrandX
Unordnung macht dick. Das legt eine Studie von Forschern der Universität von New South Wales (Australien) nahe. Sie ließen Frauen in auf­geräumten und unaufgeräumten Küchen warten. Dort standen jeweils Kekse, Cracker oder ­Karotten als Snacks bereit. In der
Chaos-Küche aßen die Frauen etwa doppelt so viele Kekse.

04.05.2016
Analleiden Heilsames Bad
Bei Beschwerden wie etwa Hämorriden tun Sitzbäder gut, lindern den Schmerz. Was Patienten wissen sollten
Jupiter Images GmbH/Thinkstock LLC
Eigentlich sind Sitzbäder ein Relikt aus vergangenen Jahrzehnten. Lange Zeit galten sie als gängige Therapiemethode bei juckenden und nässenden Erkrankungen des Anal- und Genitalbereichs, bei Unterleibs­beschwerden und zur Wundreinigung nach Hämorriden-Operationen. Heute werden sie aber nur noch selten von Ärzten verordnet.
Doch die subjektive Schmerzlinderung durch das warme Wasser bleibt unbestritten. Die thermischen Reize fördern die Durchblutung, was schließlich zu einer Entspannung der Mus­kulatur führt. Davon profitierten beispielsweise auch Frauen mit Regelbeschwerden oder chronischen Harnwegsentzündungen.
Richtig zugesetzt
Neben der therapeutischen Wirkung von Wasser spielen unterschiedliche Zusätze eine Rolle, beispielsweise Eichenrindenextrakte oder andere gerbstoffhaltige Zubereitungen. Sie dichten die Haut ab, was insbesondere bei ­nässenden Wunden wie Analekzemen oder leichten Hämorridalleiden hilft. Kamillenextrakte lindern Entzündungen und wirken wundheilend, können jedoch bei empfindlichen Menschen mitunter Allergien auslösen. Moor­zusätze enthalten gerbende Huminsäuren und hormonähnliche Substanzen, weswegen sie oft bei gynäkolo­gischen Erkrankungen Verwendung finden.
Richtig hineingesetzt
Anders als bei einem Vollbad sitzt der Patient nur mit dem Gesäß im Wasser, ­sodass lediglich der Bereich zwischen Bauchnabel und Oberschenkel nass wird. Der Vorteil: Die übrigen Haut­areale werden nicht mitbehandelt. ­Zudem kann man den medizinischen Badezusatz sparsamer dosieren.
Dazu füllt man die normale Wanne nur wenige Zentimeter hoch, sollte dann aber die Beine aus dem Wasser halten. Gegebenenfalls hilft auch ein kleiner Schemel, den man in die Wanne stellt und auf den man die Füße legt. Diese Technik setzt allerdings eine gewisse körperliche Mobilität voraus. Ältere oder behinderte Menschen tun sich dabei oft schwer. Spezielle Sitz­badewannen, die als Aufsatz für die ­­Toilettenbrille verwendet werden, können Abhilfe schaffen. Sie sind in Apotheken erhältlich.
Etwa 10 bis 20 Minuten dauert eine Anwendung mit 36 bis 38 Grad warmem Wasser. Expertn raten zu thermoneutralem Wasser, das also weder zu warm noch zu kalt ist. Bei entzündlichen Wunden könnte eine zu hohe Temperatur den Schmerz eher verstärken. Anschließend gilt: Vor allem die Hautfalten gut abtrocknen und die wunden Bereiche vorsichtig trocken tupfen. Und die ­Badewanne gut reinigen.
Ob bei bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen von Sitzbädern abge­raten werden muss, darüber streiten sich manche Experten. Bei ­­einem schlechten Allgemeinzustand oder bei akut entzündlichen Symptomen sollte man aber besser darauf verzichten.
Die häufigsten Leiden im Analbereich

Analekzem: Juckreiz und Brennen im Afterbereich, kleine Blutflecken am Toilettenpapier. Abhilfe: ärzt­liche Behandlung der Grunderkrankung, Sitzbäder, entzündungs­hemmende Salben oder Zäpfchen.
Hämorriden: Juckreiz, Schmerzen, Nässen, Wundsein im Analbereich, manchmal fühlbare Knoten, Blut am Toilettenpapier. Abhilfe: Sitzbäder, Salben oder Zäpfchen mit entzündungshemmenden oder örtlich betäubenden Wirkstoffen. Ärztliche Therapie: Verödung, Gummiringligatur oder Operation.
Analfissur: Einriss der Afterhaut, starker Schmerz (etwa beim Stuhlgang), Blut am Toilettenpapier. ­Behandlung beim Arzt erforderlich.
Analthrombose: Plötzlich auf­tretende, juckende oder schmerzhafte Knoten. Der Arzt verordnet abschwellende Salben, Schmerz­tabletten, eventuell Operation.



03.05.2016
Reisespeck Fettes Mitbringsel
Pfunde, die man sich im Urlaub angefuttert hat, wird man nur schwer wieder los, sagen Wissenschaftler
Thinkstock/iStockphoto
Sonne, Strand und leckeres Essen: Im Urlaub nimmt man leicht ein paar Pfunde zu. Wer glaubt, dass sie bald wieder verschwinden, irrt. Frühestens nach sechs Wochen zeigt die Waage weniger an, berichten Forscher in der Fach­zeit­schrift Physiology & Behavior. Die meisten schleppen ihren Reisespeck jedoch viel länger mit sich herum. Durch höheren Alkoholkonsum und mehr Essen legen viele Menschen in den Ferien doppelt so schnell an Gewicht zu.